Erste Begegnung

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Adoption. Südafrika.

Jahrestag. Am 7. März 2013 durften wir euch das erste Mal in die Arme nehmen und im Herzen einschließen. Die HerzensTür ist für immer geschlossen und ihr seid darin und breitet das wohligste, schönste, vollkommenste Familiengefühl darin aus. Für uns, Mama und Papa, tief im Inneren. Und für uns live im Leben jeden Tag, mit so viel Freude, Neugier und Leben verschönert ihr den Tag, jeden Tag.

Über ein Jahr zuvor, im Februar 2012, hatten wir den Adoptions“Prozess“ in Johannesburg, Südafrika gestartet. Dank einer super lieben Sozialarbeiterin, konnten wir den langen Weg bereits so früh antreten. Denn, zu der Zeit, durften Ausländer, die in Südafrika leben, erst nach fünf Jahren vor Ort adoptieren.  Mit unendlich viel Papierkram, Gesundheits- und Finanzchecks, psychologischen Prüfungen, Gruppensitzungen zur Vorbereitung, Hausbesichtigungen, Empfehlungsschreiben, ausführlicher BeziehungsGeschichte, usw usw.

Dann, am 10. Januar 2012 waren wir 5 Jahre im Land und unsere Sozialarbeiterin verließ kurze Zeit später die Agentur. Kurze Panik.  Aber schnelle Erleichterung – am 6. Februar bekommen wir bereits einen Termin bei der Nachfolgerin. Super nette Person, professionell in unseren Fall eingearbeitet. Unsere Annahme war, dass wir die Dame an dem Tag kennenlernen und über den weiteren Verlauf aufgeklärt werden. Die unglaubliche Überraschung und ihre Aussage trafen uns wir ein Blitz: „Wir haben Zwillinge für sie gefunden!“  Wir konnten unser Glück kaum fassen und dann noch die Nachricht, dass wir ein Zwillingspärchen bekommen würden. Dieses extreme GlücksGefühl kann ich niemandem beschreiben, sicherlich ähnlich, wie eine Mittteilung einer geplanten Schwangerschaft. Ich für mich vergleiche es mit einem 6er Lottogewinn. Was eigentlich nicht zu toppen war, wurde dann noch von der Information übertroffen, dass die beiden Goldschätze aus dem Kinderheim kommen, in dem ich bereits eine Zeitlang einmal in der Woche ausgeholfen hatte. Aber witzigerweise war ich den beiden nie begegnet. Und ich wusste, dieses Kinderheim ist, im Vergleich zu vielen anderen, ein Paradies und sicherlich die beste Grundlage für eine gesunde Kinderseele. Wir waren (und sind) so überglücklich.

Wir sollten dann am späten Nachmittag ein Foto der Beiden per E-Mail erhalten…  GefühlsKarussell pur. Ein Foto – noch am gleichen Tag? Und die ernüchternde Aussage hinterher geschoben, dass wir dann immer noch unsere Entscheidung ändern könnten. Also Hallo – Bitte? Wer sucht denn seine Kinder nach dem Aussehen aus? Natürlich waren unsere Kinder die HÜBSCHESTEN KINDER der ganzen Welt.

Einen Tag später, am 7. Februar hatten wir einen Deutschland Flug gebucht, um Familie und Freunde zu sehen. Die Sozialarbeiterin drängte drauf, dass wir diese Reise auf jeden Fall antreten sollten. Das erste Treffen würde sich noch ein wenig in die Länge ziehen, da die Kinder von einer Kinderpsychologin zuerst auf das Thema Familie vorbereitet wurden, denn Familie kannten die Goldstücke natürlich nicht. Die kannten ihre riesengroße, lebhafte Kinderfamilie mit freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt. Das war ihre Welt, ihre Familie. Bis dahin.

Also flogen wir nach Deutschland. Die Familie war natürlich ebenso vollkommen aus dem Häuschen.

Zwei Wochen später zurück in Johannesburg, ging die Organisation los. Betten, Decken, Kissen kaufen, Zimmer streichen, Klamotten und Spielzeug kaufen, Zimmer streichen, Gardinen anbringen usw. usw. Während ich gerade dabei bin, das Bett zu zahlen und die Anlieferung zu arrangieren, klingelt das Telefon.

Ganz spontan, morgen früh, am 7. März 2013 – exakt einen Monat, nachdem wir uns in euch bereits auf dem Foto verliebt hatten, ist das erste Treffen.

O.k., sehr spontan. Mein Mann hat sich gleich freigenommen, denn jetzt war es am Laufen und nicht mehr zum Stoppen.

Diese erste Begegnung…

Schüchtern, erwartungsvoll, unsicher, freudig, spannend.

Ihr beide wart für einen kleinen Empfang herausgeputzt. Unsere Tochter im Kleidchen und Sohn im Hemd. Super süß. Aber später zu Hause ist sehr schnell klar, dass weder die eine Kleidchen noch der andere Hemden mag. Zu lustig.

Wir haben ein Picknick dabei, mit Picknick Decke, Kinderbechern und Kindertellern, Kinderbesteck und allerlei kleinen Snacks. Wir sind natürlich die große Attraktion unter allen Kindern an diesem Vormittag und es ist sofort spürbar, dass ihr mit uns erstmal alleine sein wollt und uns nicht teilen möchtet. Ihr seid heute der absolute Mittelpunkt, alle haben mit euch mitgefiebert. Während alle Kinder draußen in der Sonne toben, verbringen wir die Zeit bis zum frühen Nachmittag im Schlafsaal auf der Picknickdecke. Später wollt ihr dann doch zum Toben raus zu den Freunden. Uns freut es, auch eure Freunde, bis dahin ja eure Familie, kennenzulernen.

Es war ein WUNDERSCHÖNER erster Tag.

Der Abschied am Abend fällt schwer. Aber wir kommen wieder, morgen. Mit strahlenden Augen und warmen Herzen werden wir euch auch morgen wieder in die Arme nehmen. Wie noch so oft…

Ihr seid die größte Bereicherung, das Beste, Wertvollste und Kostbarste in unserem Leben. Ihr seid unsere Familie – für IMMER.

In Liebe

Eure Mama und Papa

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