Nach sechs Jahren zurück in der alten Heimat…

Startseite

Johannesburg – Südafrika.

Tshukudu Bush Lodge, Pilanesberg.

Die Herbstferien liegen nun schon einen Monat und 10 Tage zurück. Es fühlt sich an, wie ein halbes Jahr. Heute finde ich endlich mal Zeit, euch von der gigantischen Reise zu erzählen.

Wer hier schon ein bisschen länger mitliest, weiß, dass ich oder wir als Familie sehr stark mit Afrika verbunden sind, besonders natürlich mit unserer früheren Wahlheimat Johannesburg und Umgebung. Da geht das Herz auf, besagt ja das bekannte Sprichwort und so ist es, wenn wir Fuß auf den afrikanischen Kontinent setzen.

Am 15. Okotober 2022 also nach 6,5 Jahren endlich mal wieder in Südafrika.
Das Gefühl? Unbeschreiblich.
Die Fahrt vom Flughafen zum ersten Übernachtungsstopp bei einem guten Freund: Vertraut.
20 Uhr – Licht aus – Loadshedding: TIA. This is Africa.

Ein kurzweiliger Abend, ganz so, als ob man letztes Wochenende erst gemeinsam an einem Tisch saß, aber auch ein kurzer Abend. Denn wir haben einen langen Anreisetag hinter uns. Die frühe, natürliche Dunkelheit und zusätzlich natürlich der Verlust des elektrischen Lichtes, bewegen uns dazu, den Abend relativ früh zu beenden.

Glücklich und irgendwie „zu Hause“ fallen wir in die Betten.

Morgen geht es in den afrikanischen Busch und wir können es eigentlich gar nicht mehr abwarten.

Nach dem Frühstück fahren wir etwa 2,5 Stunden Richtung Nord-Westen. Auch hier: alles vertraut und das leichte Kribbeln im Bauch, dass man auch nach der langen Zeit, einfach den Weg kennt und alles so aussieht, wie es immer aussah.

Erster Anlaufpunkt die Bakubung Lodge im Pilanesberg Nationalpark. Hier schlafen wir aber nicht. Hier checken wir in unsere viel, viel kleinere Lodge, tief im Park drin ein. Denn die Bakubung Lodge entspricht eher einem Hotelkomplex, wir aber wollen richtiges Bush-Feeling.

Am Parkplatz laden wir unsere Rucksäcke und Koffer in einen offenen Safari-Jeep um und dann weht uns der trockene, südafrikanische Wind durch die Haare. Es hat seit sechs Monaten nicht geregnet, die Luft ist also wirklich trocken, man spürt und riecht es. Fast eine Stunde fahren wir durch den Park, sehen schon erste Tiere, bevor wir an unsere Lodge kommen. Mitten im Nationalpark, nicht eingezäunt, hoch oben auf einem kleinen felsigen Berg gelegen. Genauer gesagt, 132 Stufen hoch gelegen. Man sollte also gut zu Fuß sein, denn diese Stufen muss man für jeden Game Drive runter und dann natürlich auch wieder hoch.

Die reetgedeckten Stelzenhäuser hänge an der Hügelkante. Überall laufen unzählige Dassies (Klipschliefer) umher, große und kleine, agile und faule Vertreter. Zu süß.

Da unsere Zwillinge nun 12 Jahre alt sind, müssen wir leider in den Lodgen immer zwei Zimmer buchen, was natürlich generell schön ist, aber preislich schon reinhaut. Die beiden sind aber ebenso verzückt wie wir, beim Betreten der Häuser. Der Blick von der großen Holzterrasse über die weite afrikanische Ebene ist unglaublich beeindruckend. Wir sehen von der Terrasse aus bereits Giraffen und Nashörner im Tal.

Die Lodge hat nur sechs Chalets, die insgesamt maximal 20 Personen beherbergen können. Genau das, was wir wollten.

Aber das ist nur der Anfang….

Nach einem kurzen Mittagssnack, chillen wir alle auf den gemütlichen Holzstühlen auf der Terrasse mit dem Fernglas in der Hand. Der eine döst ein bisschen, der andere liest. Ich bereite mir noch einen Kaffee und esse dazu einen Buttermilk-Rusk. Den ich nur abbeißen kann, wenn ich ihn ein wenig im Kaffee aufgeweicht habe. Ich weiß jetzt schon, was wir auf jeden Fall mit zurück nach Dubai nehmen werden….

Am Nachmittag gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zum Snacken, bevor unser Game-Drive startet. Unser Auto ist gut gefüllt, aber es ist eine wirklich nette Truppe. Drei Damen aus Australien, die zu einer Hochzeitsfeier in Südafrika sind, ein Paar aus Pretoria und wir vier.

Bereits auf dem Weg von unserer Lodge hinunter in den weitläufigen Park, sehen wir eine „Journey of Giraffe“, so wird eine Gruppe von Giraffen genannt, wir sehen Warzenschweine, Kudus, Impalas, zwei gelbe „yellow hornbills“, also zwei südliche Gelbschnabeltokos mit Schnabel, die zur Familie der Nashornvögel gehören und sechs Nashörner, alle mit gekürzten Hörner.

Der Pilanesberg Nationalpark ist ein staatlicher Park und da die Anti-Wilderer-Einheiten eine Menge Geld kosten, und dieses in den staatlichen Nationalparks natürlich immer eher knapp ist, schneidet man den Nashörnern das kostbare Gut ab, um sie vor einem grausamen Tod zu bewahren.

Wir werden auf unserer Reise auch noch Nashörner mit Nashorn sehen…

An einem Ausguck am Wasserloch dürfen wir das Auto verlassen. Über Holzplanken, rechts und links von einem hohen Zaun geschützt, gelangen wir sicher zu Fuß zur Beobachtungsstelle. Und was für ein Glück: wir sehen badende Elefanten. Das spektakuläre Schauspiel dauert nur etwa 10 Minuten und dann verschwindet die kleine Herde wieder im Busch, auf Nimmerwiedersehen. Auf dem Weg zurück zum Auto, kommt uns eine nächste, kleine Besuchergruppe entgegen. Sie wissen es nicht, aber sie haben dieses Schauspiel um nur wenige Minuten verpasst und ganz sicher, taucht innerhalb kürzester Zeit keine weitere Badegruppe auf. Aber das ist eben die freie Natur, kein Zoo. Wir sind auf jeden Fall sehr dankbar.

Am Auto hat unser Fahrer und Guide bereits ein Tischchen hergerichtet mit Knabbereien und Getränken. Der Parkplatz des Ausgucks ist halb eingezäunt, damit wir uns einigermaßen sicher am Boden aufhalten können. Mit einem Windhoek Bier stoßen wir auf unseren Urlaub an. Es fühlt sich noch total unrealistisch an, aber gleichzeitig auch so vertraut, gut und erholsam.

Zurück in der Lodge, heißt es erstmal die 132 Stufen erklimmen. Oben lodert bereits ein Lagerfeuer in einer Feuerschale. Drumherum „Regie“-Stühle und Steinbänke in den Fels gebaut. Im einzige, kleinen Gemeinschafts-Innenraum ist eine lange Tafel gedeckt.

Das gefällt uns nun gar nicht…

Wir bitten darum, ob wir mit den Kindern separat an einem Tisch draußen essen dürfen. Geht klar. Sofort wird umgebaut und aufgebaut und innerhalb weniger Minuten, haben wir eine liebevoll dekorierte kleine Tafel ganz für uns alleine. Unser Sohn schläft leider bereits nach der Vorspeise auf dem Tisch ein und auch unsere Tochter kämpft mit der Müdigkeit. Wir haben so viele Eindrücke gesammelt am ersten Tag, so viel frische Luft, so viele Erinnerungen, die wieder aufkommen und das gemütliche Bett, dass auf einen wartet. So wird aus der Tafel zu viert, recht schnell eine romantische Tafel bei flackerndem Kerzenschein zu zweit. Das Essen ist viel zu viel und viel zu spät für uns. Heute machen wir noch den Fehler und versuchen auch noch, den Nachtisch zu essen. Das erste und letzte Mal auf dieser Reise.

Um 4:30 Uhr am nächsten Morgen werden wir wieder geweckt. Dick eingemummelt in Pullis und Westen mit Schals sind wir trotzdem dankbar, dass im Auto auch noch Decken auf uns warten, denn die Luft ist wirklich noch kühl im Oktober. Eingemummelt starren wir alle in den Bush und suchen nach Tieren. Recht bald treffen wir die tierischen Kollegen von gestern wieder. Besonders beeindruckend heute: Ein Elefant, der direkt hinter unserem Auto die Straße kreuzt, neben der Straße kurz anhält, unser Auto beobachtet und ganz tief in seinem Inneren ein drohendes Grollen hervorbringt. Er wollte ganz klar einen Eindruck hinterlassen und hat auch einen Eindruck hinterlassen.

Über den Pilanesbergen geht die Sonne auf, ein wunderschöner Heißluftballon zieht ebenfalls über den Park, geziert von einem Kameldornbaum mit einem Elefanten und einer Giraffe. Was für eine Show, fast kitschig.

Absolutes Highlight

Dieser fast nicht mehr zu toppende Anblick wird aber dann doch noch getoppt. Denn auf einem relativ freien Feld entdecken wir eine Gruppe Löwen, direkt neben der Straße. Der Heißluftballon dahinter, die aufgehende Sonne rechts von uns. Wir können unser Glück gar nicht fassen, aber es wird noch besser. Denn die Löwen haben es auch noch auf eine Herde Zebras abgesehen und somit werden wir an diesem Morgen noch Zeuge des Anpirschens, des Jagens und des Versagens.

Ich bin fast froh, dass die Löwen nicht erfolgreich waren, denn ich weiß nicht, wie unser Sohn diese Situation dann aufgefasst hätte… Wir waren einmal in Kenia mit ihm Angeln und das hat in einem totalen, emotionalen Desaster geendet…

Bestimmt eine Stunde dauert diese Live-Show am Morgen. Wir bewegen uns nur auf unserem Sitz im Auto, sonst verweilen wir still an einer Stelle mit ausgeschaltetem Motor. Im Hintergrund immer die Szene des Heißluftballons. Wie wir von unserem Fahrer hören, landet dieser gewöhnlich jeden Morgen auf dem Feld neben der Straße, wo heute aber die Löwen Verweilen und Jagen. Bedeutet es muss ein neuer Landeplatz her. Dieser liegt dann etwa 500 m weiter drin im Bush, aber für uns immer noch hinter den Löwen. Somit sehen wir nicht nur die Löwen jagen, sondern auch noch den Heißluftballon landen. Denke: Adrenalin pur für die Ballon-Fahrer.

Nach so viel Aufregung… Zeit für einen Kaffee. An einem „Rastplatz“-Gebäude im Park aus dem Jahre 1936 machen wir unseren Stopp. Wir haben Zeit, kurz die Toiletten aufzusuchen und dann wartet schon der Kaffee auf uns. Es gibt frisch gebackene Muffins, aber keine Rusks. Schade.

Die Kinder wundern sich…

Mit ihrem Kakao in der Hand beobachten die zwei eine Bande Affen, die sich über einen Mülleimer hermachen, bis ein Fahrer sie verscheucht und sie wieder in die Natur flüchten und sicherlich später zurückkommen werden…
„Das war doch früher immer anders, da waren wir doch irgendwie mitten im Busch und haben da einen Stopp gemacht“, kommt die Erinnerung der beiden zurück.

Und ja, das stimmt. In den staatlichen Parks, wie z. B. auch dem Krüger Park, dürfen die Fahrzeuge nur in bestimmten, abgesicherten Bereichen stoppen, die auf jeden Fall von einer Seite her komplett geschützt sind. Da trügt die beiden die Erinnerung nicht, denn wir waren meist, eigentlich immer, mit Besuchern in privaten Parks, wo das ein bisschen anders abläuft. Spannend, dass das doch in ihren Köpfen anders abgespeichert ist, denn immerhin waren die beiden erst sechs Jahre als, als wir Südafrika verlassen haben.

Aber das kommt später noch,

versichere ich den beiden. Es muss ja für uns alle noch eine Steigerung auf dieser Reise geben.

Auf dem Rückweg begegnen wir noch einer Elefantenherde mit kleinen Jungelefanten. Ein Baby trinkt bei der Mama Muttermilch. So süß.

Die Lodge hätte einen kleinen Pool, aber es ist zu kalt. Bewölkt, keine Sonne, Zeit nach dem sehr reichhaltigen, ausgiebigen Frühstück noch eine Runde zu schlafen. Im Urlaub um 4:30 Uhr geweckt zu werden, ist eigentlich nicht meine Wahl, mittags schlafen eigentlich auch nicht, aber für diese Naturerlebnisse, nehme ich das nur zu gerne in Kauf. In der Lodge ist es ruhig, alle ziehen sich auf ihre Zimmer zurück.

Erst am späten Nachmittag treffen sich alle wieder zum Snack und Drink vor der nächsten Ausfahrt ein. Zebras, Giraffen, Nashörner, Impalas, Wildschweine, Nashörner… Highlight des Abends bei bewölktem Himmel und kühlen Temperaturen: Ein Nilpferd, das bereits am frühen Abend das Wasser verlässt und an Land wandert. Und wir sehen es, direkt vor uns.

An einem anderen Wasserloch stoppen wir wieder und dürfen das Auto verlassen. Auf zum Ausguck. Der komplett stille See, keine Wasserbewegung, vor uns, vor dem wolkenverhangenen grauen Himmel ist malerisch. Ein toter Baum. Die noch übrig gebliebenen, abgestorbenen Äste und der Stamm ragen aus dem Wasser. Absolute Stille vor uns.

Erst auf dem Rückweg über die Holzplanken gesäumt von einem Zaun, der hin und wieder einen kleinen Ausguck bietet, fallen uns die zwitschernden Vögel im Schilf auf. Was für ein Kontrast zu der Ruhe des Sees. Bei der Lautstärke muss es eine ganze Vogelkolonie sein, die sich da unterhält oder beschimpft.

Nach 132 Stufen zurück in der Lodge halten die Kinder heute sogar bis zur Hauptspeise durch.

Der Game-Drive am Morgen muss heute für uns ausfallen. Wir machen uns auf den Weg zur nächsten Lodge. Somit haben wir etwa eine Stunde Fahrt von der Lodge bis zu unserem Auto vor uns und dann noch mal etwa drei Stunden Fahrt bis zum nächsten Parkplatz und bis zum nächsten Park.

Einem privaten Game-Reserve. Unserem Lieblingsort in der Umgebung von Johannesburg.

Lasst euch überraschen. Mehr die nächsten Tage.

Baustelle…

Startseite

… mal wieder.

Das Leben in Dubai besteht natürlich nicht immer nur aus Sonne, Sommer, Sonnenschein… na ja, eigentlich doch. Denn die drei Dinge sind fast täglich gegeben. Was ich vielleicht eher sagen will, das Leben besteht hier nicht immer nur aus Strandstunden, Wasserplantschen oder Cocktailsschlürfen, denn wir leben hier und machen hier keinen Urlaub.

Realität: zwei kranke Kinder übers Wochende zu versorgen und seit einer Woche mal wieder Baustelle ums Haus.

Wie ich ja bereits vorab schon mehr als einmal berichtet habe, ist Baustelle immer mit viel Arbeit verbunden, obwohl ich weder auf der Leiter stehe und streiche, noch Fliesen verlege. Es gilt Genehmigungen einzuholen, Arbeiter zu kontrolieren oder zu überwachen… und vieles mehr.

Aktuelles Projekt: Haus streichen – außen.

Auch hierzu gab es ja bereits mal einen Beitrag in dem ich mich über die vorgeschriebenen Farben ausgelassen habe. Das war nun auch der Grund, weswegen das Projekt ein wenig auf Eis lag, denn ich hatte keine Energie mehr, mich damit weiter zu beschäftigen. Jetzt, eine gute Zeit nach den Sommerferien und somit nach den letzten Bauarbeiten, bin ich die hoffentlich letzten Projekt angegangen.

Wir haben uns mal wieder mit der vorgeschriebenen Farbpalette beschäftigt und ich habe am 31. Oktober 2022 den Antrag gestellt, unser Haus streichen lassen zu dürfen, in der VORGESCHRIEBENEN Farbkombination. KEINE WAHL!

Also sollte man meinen, dass es auch keine große Verzögerung bei der Beantragung der Genehmigung geben sollte… Aber – sag niemals NIE.

Denn heute, 21. November 2022 halte ich nun endlich nach endlosen Telefonaten und Emails meine Genehmigung in den Händen.

Wohlgemerkt: Nicht für meine Wunschfarbe – sondern für die, von der Baugesellschaft vorgeschriebene, Farbe.

Große Überraschung Ende der letzten Woche: Die Ausstellung der Genehmigung der Streichung (noch mal: für eine von mir nicht gewünschte Farbe) kostet mich nun auch noch 1050 AED.

Lustige Geschichte: Mit Erhalt der Zahlungsaufforderung bekam ich in der Email den Hinweis, dass das Streichen meines Hauses in der Farb Y…-… genehmigt ist. Um noch einmal auf Nummer sicher zu gehen, checke ich die Farbe noch mal in Google. Ein richtig dunkles, Zartbitter – Schokoladen-Braun poppt auf meinem Bildschirm auf. Da ist doch etwas schief gelaufen… Diese Farbe darf man nämlich für die Fensterumrahmungen nutzen, nicht, um sein komplettes Haus damit zu streichen. Aber gut, dass ich 1050 AED dafür zahlen darf, dass ich dann noch kontrollieren muss, was man mir so genehmigt, obwohl ich es nicht beantragt habe…
Die heutige Genehmigung erhält die korrekten Angaben zu den vorgeschriebenen Farben. Perfekt.

Mit dieser Genehmigung in der Hand muss ich nun wieder einen weiteren Genehmigungsprozess starten. Denn jetzt benötige ich wieder eine Zutrittserlaubnis, damit das Anstreicherteam samt Material und Gerüst in das Wohngebiet einfahren darf. Mal schauen, wie lange das dauern wird. Diese ist aber zumindest kostenlos.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Sperrmüll

Startseite

in Dubai.

Alles was man in Deutschland zum Sperrmüll geben würde oder am Wertstoffhof abgeben könnte, das lässt man hier eigentlich von der Firma „Take my Junk“ abholen. Wir haben von dem Team schon einiges abholen lassen, besonders in der Umzugszeit. Wenn dann plötzlich doch noch etwas übrig bleibt, nicht mehr gebraucht wird, der Container voll ist, man die Artikel weder in Flohmarktgruppen über WhatsApp oder Facebook, über Dubizzle oder sonst wie verkaufen oder einfach loswerden konnte, dann ruft man das Take my Junk Team an.

Das Team kommt mit ihrem kleinen LKW vorbei und checkt die „Waren“. Wenn diese noch in einem guten Zustand sind und weiterverkauft werden können, dann werden diese kostenlos mitgenommen. Wenn allerdings die „Waren“ für sie nicht mehr verkäuflich sind, also schlichtweg kaputt, dann muss man je nach Menge einen meist doch recht kleinen Obolus zahlen, denn dann übernimmt die Firma die Entsortung.

Von einer Bekannten haben wir erfahren, dass die Firma im Nachbar-Emirat Ajman ein Gebrauchtwaren-Kaufhaus betreibt. Das war somit Ziel unserer kleinen Mädels-EntdeckerTruppe diese Woche.

In einem Industriegebiet finden wir die große gelbe Halle und betreten sie. Wir sind zu viert unterwegs, aber recht bald verlieren wir uns aus den Augen und sind somit in zwei zweier Gruppen unterwegs. Die Hallen, über zwei Etagen, sind fast bis unter die Decke mit Waren vollgestopft. Staub überall, denn die große Hallentür steht den ganzen Tag offen. In der oberen Etage unter dem Blechdach braten wir wie Hühnchen auf dem Grill. Stühle, Tische bis unter die Decke, Schreibtische, Bürostühle, Betten jeglicher Art und Form, Matratzen und sogar richtig gute Lattenroste. Bilder und Spiegel in jeder erdenklichen Größe; Fitnessgeräte und Fitnesszubehör in Mengen, Haushaltswaren, Mülleimer, Grill, Bücher, Schuhe, Skischuhe, Spiele; alles rund ums Tier, Fahrräder und Roller, Rollstühle und Krücken, Schränke und Regale, Tennisschläger, Stative, eine seperate Kleiderabteilung, Gardinen usw. usw.. In jeder Ecke entdecken wir wieder neue, vollkommen unerwartete Überraschungen. Ich könnte hier noch ewig weiter aufzählen.

In einer kleinen hinteren Ecken, entdecken wir sogar eine Werkstatt, in der Sofas (Sofas gibt es auch!) neu bezogen werden.

Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir uns in diesem Gewirr verloren haben. Mit leichten „Staublungen“, verlassen wir vollkommen baff, diese Location. Was für ein ausgefallener, spaßiger Ausflug heute.

Und das Beste, man weiß jetzt wirklich, dass die Sachen nicht einfach im Müll landen, sondern vielleicht irgendwann einen neuen Besitzer finden, der sich über die günstige Anschaffung freut.

Unbedingt verhandeln, wenn ihr fündig werden würdet.

P.s.: Heute, einen Tag später habe ich noch eine zusätzliche Info bekommen. Von Dubai Municipalities gibt es auch noch ein Nummer, die man anrufen kann, damit kaputte Waren wohl innerhalb von maximal drei Tagen abgeholt werden. (Der Kontakt berichtete, dass nach dem Anruf bereits drei Stunden später bereits die Sachen abgeholt wurden.) Telefonnummer. 80090.
WICHTIG! – Man muss seine Makani Nummer angeben. Diese Nummer hängt außen am Haus. Foto hängt unten an.

Hier ein paar Eindrücke:

Makani Nummer: