Madagaskar

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– Ranomafana Nationalpark – Wanderung.

ein weiterer Auszug aus dem Tourplan Madagaskar:

Nach gut 2,5 Stunden harter Wanderung gelangen wir an eine kleine freie Stelle mitten im Regenwald. Es stehen einfache Holzbänke und Tische bereit und auch ein kleiner Grillplatz. Ein Campingplatz, hier mitten im Nirgendwo. Dort stoppen wir unseren Renner und wollen erst einmal genau wissen, warum wir hier herumlaufen und wie es weitergeht. Er geht ganz besondere Lemuren für uns suchen und schon verschwindet er im Dickicht. Weg ist er. Wir nutzen die Zeit und stärken uns. Unsere chinesische Freundin befreit sich weiter von Blutegeln. Wir versorgen sie mit Essen und Getränken, weil sie tatsächlich, wie unserer Führer, für eine sechs Stunden Wanderung nur einen halben Liter Wasser und sonst nichts dabei hat. Somit teilen wir unsere Äpfel, die Kekse und das Wasser, während wir da so sitzen und überlegen, wie wir diese Wanderung noch retten können. Im Gestrüpp, ganz verwachsen, sehen wir ein Hinweisschild zum Ort Ranomafana. Dieser Ort liegt erheblich niedriger als unser Ausgangspunkt und somit hoffen wir, dass es dorthin ein wenig mehr bergab geht. Kurzerhand wird beschlossen, dass wir auf alle Fälle diesen Weg nehmen und im Ort unseren Fahrer anrufen, damit er uns dort abholt.

Unser Guide stößt eine ganze Weile später ohne Lemuren Erfolg wieder zu uns. Von unserem Plan, nach Ranomafana weiterzuwandern, ist auch er angetan und es geht los.

Der Weg wird nicht besser, eher schlechter. Es geht zwar nicht mehr ausschließlich bergauf, aber der Pfad ist so verwachsen, dass klar ist, dass hier länger niemand entlanggelaufen ist. Oft ist das Gras schulterhoch und da unser Führer eines sehr flotten Schrittes unterwegs ist, verlieren wir ihn manchmal aus den Augen. Wir reden ein ernstes Wörtchen mit ihm, denn wir haben wirklich Bedenken, dass wir hier verloren gehen. Er passt sich unserem Tempo an und alles wird ein wenig entspannter. Wir sehen, Flusskrebse, Frösche, Schnecken und dann auch eine große Python, direkt auf dem Trampelpfad. (Python laut unserem flinken Wanderführer. Wie wir später zu Hause lernen, handelt es sich um eine Hundskopfboa – keine Python!) Aufgeregt beobachten und fotografieren wir sie. „Sie schläft“, davon ist unser Führer überzeugt. Mit erhöhtem Herzschlag reiße ich mich zusammen und wagen den Schritt über die große Schlange. Kein einfacher Schritt, aber einen anderen Weg gibt es nicht. Uns wird bewusst, dass wir gar nicht wissen wollen, welches Getier sich alles in dem dunklen, großen Wald um uns herum noch tümmelt. Eine Begegnung der angenehmen Art haben wir dann noch mit einem winzigen Minichamäleon, dass vielleicht maximal drei Zentimeter groß ist. Es hockt auf einem riesen Stein und schaut ganz verloren in dem großen Regenwald aus. Wir überqueren Flüsse und streifen durch Täler, kraxeln erneut Berge hinauf und wieder herunter. Weitere zweieinhalb Stunden später können wir dann von einem Aussichtspunkt den Ort unten im Tal liegen sehen. Welche Erleichterung. Die Reisterrassen schmiegen sich an die Berge vor uns und von nun an geht es steil bergab. Irgendwann erreichen wir erleichtert das Tal und kommen bei den Thermalquellen von Ranomafana aus. Das Bad ist leider heute wegen Reinigung geschlossen.

Während der letzten fünf Stunden haben wir viel voneinander erfahren, unter anderem, dass die Chinesin Wasserfälle liebt. Dies hat sogar irgendwie unser rasender Naturführer aufgeschnappt. Während wir auf unseren Fahrer warten müssen, schlägt unser Guide vor, dass wir uns noch einen Wasserfall anschauen könnten. Also wandern wir erneut erschöpft los. Wenn unsere Wanderbegleiterin noch unbedingt den Wasserfall sehen will – den Gefallen wollen wir ihr tun. Wir kommen bei Verwandten unseren Guides vorbei und dort wachsen überdimensionale Pampelmousen in den Bäumen. Das Paradies! Er pflügt uns eine und schält sie für uns. Vollkommen ausgelaugt verschlingen wir die saure Frucht. Was für eine Erfrischung und Belebung. Wir teilen uns gleich noch eine weitere Frucht und beschließen, die Wasserfälle Wasserfälle sein zu lassen und lieber auf dem Parkplatz einfach auf unseren Fahrer mit dem Auto zu warten. Keinen weiteren Schritt wollen wir mehr laufen. Sechs Stunden waren wir unterwegs und waren dem Regenwald so nahe, wie wir uns das nie vorgestellt hätten. Trotz all der Strapazen, war es ein absolut erlebenswerter Tag.

Wir fallen müde und erleichtert ins Auto. Die Chinesin nehmen wir ein ganzes Stück mit, denn wir fahren heute noch zu unserer nächsten Unterkunft. Es geht Richtung Fianarantsoa, weiter nach Süden. Wir können entspannt die Autofahrt genießen und uns erholen und sind erneut so froh, dass wir einen Fahrer haben und nicht selber fahren müssen. Kurz vor unserem Ziel verlässt uns unsere Wanderbegleiterin an einer großen öffentlichen Busstelle. Sie fährt mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln alleine über die Insel. Unser Fahrer erkundigt sich noch nach dem richtigen Bus für sie und dann sagen wir auf Wiedersehen.

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Zum Download des kompletten Rundreiseplans mit allen Hoteldetails Hier

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– Zugfahrt von Fianarantsoa nach Sahambavy.

…nach einer wundervollen Nacht, in einem wundervollen Hotel:

Gegen sieben Uhr soll der Zug in Fianarantsoa losfahren und uns dann, etwa um acht Uhr am Bahnhof Sahambavy, direkt vor unserem Hotel, aufladen. Wir und vier weitere Passagiere sind bereit und warten und warten und warten. Gegen elf Uhr werden wir wirklich unruhig. Da die Fahrt zwischen acht und zwölf Stunden dauern soll, sind wir ernsthaft am überlegen, doch mit unserem Fahrer in den nächsten Ort zu fahren. Aber eigentlich soll diese Zugfahrt einer unserer Höhepunkte der Reise sein. Somit entschließen wir uns, weiter zu warten. Immer wieder ruft die Dame an der Rezeption am Hauptbahnhof in Fianarantsoa an und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Mal heißt es, der Zug sei bereits losgefahren, dann wieder bekommt sie die Antwort, dass er in wenigen Minuten losfahren wird. Nach fünf Stunden Warten, um kurz nach 13 Uhr, hören wir in der Ferne das Hupen des Zuges. Große Aufregung und große Freude. Wir begeben uns mit unserem kleinen Rucksack voller Verpflegung an den Bahnhof und dann fährt er tatsächlich ein, der Dschungelexpress. Wir betreten die von uns gebuchte erste Klasse. Diese entspricht mehr dem Ticketpreis von umgerechnet etwa 20 EUR pro Person. Es handelt sich um einen alten Wagen aus den 60ern eines schweizer Herstellers. Witzigerweise sind unsere Sitznachbarn, mit denen wir nun die nächsten mindestens acht Stunden Knie an Knie verbringen werden, auch Schweizer, zwei Männer unseres Alters. Die Fahrt geht endlich los, mit etwa fünf Stunden Verspätung. Wir sind super aufgeregt und voller Vorfreude, was uns wohl alles erwarten wird.

Reisfelder und herrlicher dichter Regenwald ziehen an unserem Fenster vorbei. Immer wieder fahren wir in überfüllte Bahnhöfe ein, die nur so vor Leben sprudeln. Frauen und Kinder stürmen an die Fenster und wollen eine große Auswahl an nützlichen und unnützen Waren verkaufen. Avocados, Nüsse, verschiedenste Früchte, Ketten aus Samenkernen, Gebäck, gebratenes Fleisch, gegrillte Fische, Brennholz, geröstete Flusskrebse, gekochte Eier, Tee – das Angebot ist unendlich. Selbst lebende Truthähne oder Fische werden angeboten. Wir teilen uns die ein oder andere Leckerei mit unseren Sitznachbarn, um die einheimischen Köstlichkeiten kennenzulernen. Namen kenne wir keine, manche Dinge schmecken uns, andere finden wir ungenießbar. Aber es macht großen Spaß sich in die kleinen Verkaufsgespräche einzulassen und dann überrascht zu werden.

Oft halten wir sehr lange in den Bahnhöfen. Waren, wie zum Beispiel Bananenstauden, müssen verladen und andere Waren entladen werden. Es herrscht keine Eile. Hier hat man Zeit und der Zug bietet eine aufregende Abwechslung für die Menschen, die hier sonst ganz abgeschieden von der sonstigen Außenwelt zu wohnen scheinen.

Zwischendurch setzt immer wieder ein leichter Nieselregen ein und wir müssen das Fenster schließen. Dann wird es richtig heiß im Zug. Ich trinke trotzdem nur sehr wenig, weil ich um jeden Preis vermeiden möchte, dass ich die doch sehr, sehr einfache Toilette im Zug benutzen muss. Wenn wir wieder das Fenster öffnen können, ist es herrlich, den Fahrtwind zu spüren. Oft wächst auch der Regenwald so nah an die Schiene heran, dass der ein oder andere Strauch durch das geöffnete Fenster schlägt. Wir müssen vorsichtig sein. Solange es hell ist, ist das kein Problem. Später, wenn die Dunkelheit einsetzt und wir nicht mehr die Umgebung erkennen können, wird das schwieriger. Wir haben das Fenster dann immer halb geschlossen, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Fahrt ist einfach ein unbeschreiblich eindrucksvolles Erlebnis. In der Dunkelheit strömen ebenso viele Verkäufer an den Zug und dann sogar in den Zug. Ihre Waren haben sie dann mit Kerzen beleuchtet.

Wir scheinen langsam der Küste näherkommen, denn plötzlich werden anstelle von Samenketten Muschelketten verkauft.
Besonders in der Dunkelheit, die so gegen 19 Uhr vollständig den Zug erfasst hat, Licht gibt es keines, zieht sich die Fahrt doch sehr lange dahin.

Nach insgesamt 48 Tunneln, 67 Brücken und 10 Stunden Fahrt haben wir die 164 Kilometer lange Strecke geschafft. Erschöpft und erleichtert, aber auch überglücklich verlassen wir den Zug in Manakara. Glücklich sehen wir unseren Fahrer am Bahnhof auf uns warten. Er freut sich auch sehr, uns wieder einsammeln zu können. Wir sehnen uns nach einer Dusche, einem Bett und einem kühlen Getränk.

Die Fahrt zu unserem Hotel zieht sich noch etwas hin, da wir kein Stadthotel, sondern ein Strandhotel gebucht haben. Was der Fahrer leider auch erst nach mehrmaligen Erklärungen meinerseits versteht. Denn er hatte unser Hotel mit einem Stadthotel verwechselt. Im Strandhotel dann endlich angekommen, hupen wir die Angestellten aus dem Schlaf. Es ist dunkel, wir sind müde und die einzigen Gäste. Unser Bungalow ist nicht gerade nach unseren Vorstellungen, aber wir brauchen ein Bett zum Schlafen und dieses hat glücklicherweise ein Moskitonetz. Ein kaltes Getränk gibt es leider nicht mehr. Der Strom ist abgeschaltet, wir bekommen eine Kerze und eine Taschenlampe und entdecken damit eine riesen große Spinne hinter der Gardine, direkt über unserem Bett. Also schieben wir das Bett erst einmal so mittig in den Raum, dass das Moskitonetz uns noch Schutz bietet, wir aber weit genug von der Riesenspinne entfernt sind. Dann packen wir unser Insektenvernichtungsmittel aus und sprühen großzügig den ganzen Raum. Die Hütte ist sehr luftig gebaut, so machen wir uns auch keine Gedanken, um unsere Gesundheit. Müde von den Strapazen des Tages schlafen wir schnell ein: Mit der festen Entscheidung, morgen einfach weiterzufahren und nicht die geplante, zweite Nacht zu bleiben. Wir hätten doch gerne Strom und gekühlte Getränke.

Aber meist kommt es ja anders, als man denkt…

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Interesse an noch mehr Erlebnissen aus Madagaskar? Hier geht es zu einem weiteren Artikel

Bedouin Oasis Camp

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in Ras al Khaimah.

Ich habe ja bereits schon einmal über ein Wüstencamp berichtet, heute nun mal wieder ein Wüstenbeitrag.

Denn wir waren mal wieder am Wochenende unterwegs. Mal wieder Besuch aus Deutschland. Mal wieder im Bedouin Oasis Camp im Emirat Ras al Khaimah – und das nun zum dritten Mal. Die Auswahl an dieser Art Wüstencamps mit angenehmer Übernachtungsmöglichkeit ist wirklich klein, somit müssen wir leider immer wieder an die bereits bekannten Orte zurückkehren. Aber große Überraschung: Hier hat sich einiges getan, seit unserem letzten Aufenthalt. Die Unterkünfte sind unverändert, aber der Aufenthaltsbereich für Abendessen mit Show, Drinks und Frühstücksbereich ist umgestaltet. Beim letzten Besuch noch lummelten wir auf Kissenlagern um flache Tische auf Teppichen, dieses Mal allerdings sitzen wir auf kleinen Sofaecken, die definitiv gerade für die älteren Besucher doch um einiges angenehmer sind. Ein wenig ist deshalb der Bedouinen-Flair abhanden gekommen, aber im Großen und Ganzen, sicherlich eine sinnvolle Entscheidung.

Check-In ist ab 16 Uhr, damit man noch ausreichend die Zeit im Camp genießen kann. Die Hütten sind einfach, aber absolut o.k., ich befinde sie sogar als gut. Wir hatten aber auch schon Besucher aus Deutschland die vom Standard der Unterkünfte eher negativ überrascht war.

Nach Ankunft haben wir eine halbe Stunde eine geführte Quad Tour durch die Wüste gebucht mit wunderschönen Ausblicken in die weite Sanddünen Landschaft. Eine Herde Kamele kreuzte auch noch unseren Weg. Zurück im Camp haben wir mit einem kühlen Getränk in der Hand eine Düne erklommen, um dahinter den Sonnenuntergang zu bestaunen. Immer wieder großes Kino.

Die Klassiker bei solch einem Wüstenabend sind immer die Standard-Showeinlagen: Bauchtanz; der sich bis zur Übelkeit drehende Derwisch und zum Schluss und sicher für mich immer das Highlight: die Feuershow. So auch dieses Mal. Besonders schön: All diese Erlebnisse – eine Premiere für meine Schwiegermutter, die zum ersten Mal zu Besuch ist.

Begleitet wird die Show von einem vielfältigem Buffet; einer Dame die Hennah-Malereien anbietet und einem Herren, der mit einem Falken an jedem Tisch vorbeischaut.

Wir verbringen einen wunderschönen entspannenden Abend. Ich mit einem Savannah Dry zum Sonnenuntergang und einem Peroni Bier zum Abendessen. Nach einer anfangs doch recht kühlen Nacht, schlummern wir uns in den nächsten Tag. Noch vor dem Frühstück spazieren wir zum Pool der Anlage, aber dieses Mal viel zu kalt zum Baden. Wir bewundern das viele Grün in der Wüste. Der Regen im Dezember und Januar hat die Wüste ergrünen lassen. Irgendwie surreal. Beim letzten Besuch sah das alles vollkommen anders aus.

Wir hätten auch noch auf einem Kamel reiten können… aber haben darauf verzichtet

Nach dem Frühstück treten wir die Rückreise an. Kurz nach Abfahrt treffen wir auf eine Kamelherde, die sich sichtlich über das grüne Gras entlang des Weges freut. Wir freuen uns, die Kamele noch einmal so nah sehen zu können.

Nur etwa eine Stunde später sind wir wieder zu Hause.

Wüste geht immer. Jedes Mal wieder ein wunderschönes Erlebnis. Sollte ich noch weitere Wüstencamps dieser Art entdecken – ich werde euch berichten.

Zum Bericht über ein weiteres Wüstencamp dieser Art, in direkter Nachbarschaft zum Bedouin Oasis Camp – geht es hier

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– das Asien Afrikas

Was würde uns auf dieser Insel erwarten? Uns wurden die abenteuerlichsten Geschichten erzählt. Das wir uns mehr auf Asien als auf Afrika einstellen müssen, das hat uns vorher niemand gesagt.  

Es ist ettliche Jahre her, dass ich das letzte Mal in der Schule Französisch gesprochen habe. Aber es ist auch erstaunlich, was man so alles wieder ausgräbt, wenn man denn muss. Nach viel Planen, Organisieren, Suchen und Verzweifeln waren dann schlussendlich doch alle Unterkünfte reserviert und bestätigt. Die Buchung des Mietwagens war mit die größte Herausforderung, da wir uns in den Kopf gesetzt hatten, dass wir gerne selber fahren möchten. Aber zu guter Letzt haben wir uns für einen Allrad-Mietwagen mit Fahrer entschieden. Einfacher Grund: Die Zusatzversicherung zum Selberfahren hätte soviele Madagassische Ariary mehr gekostet, dass wir noch eine weitere Woche Hotelunterkünfte hätten buchen können. In Antananarivo, kurz Tana von den Einheimischen und nun auch von uns genannt, angekommen, wartet unserer Fahrer von der Firma Budget mit einem komplizierten, langen Namen auf uns.

Auf ins Abenteuer.

Dein Interesse ist geweckt und Du magst gerne die Tour selber erleben, Madagaskar bereisen? Dann kannst Du Dir den ausgearbeiteten Reiseplan mit allen Unterkünften downloaden. Du sparst Zeit und Nerven und brauchst keine Recherchen und Planung mehr machen, nur noch die Hotels buchen: hier downloaden

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Imerintsiatosika und Amparaky.

Ausschnitte einer wundervollen Rundreise

… Zusammen mit Zebukarren, Fahrrädern, Fußgänger, Motorradfahrern und Autos zwängen wir uns aus der Stadt. Wir sind bereits froh, dass wir den Mietwagen mit Fahrer gebucht haben. Es ist so entspannend, einfach nur das Leben entlang der Straßen beobachten zu können und sich nicht auf den Verkehr und den Weg konzentrieren zu müssen. Auf der N1 geht es vorbei an Reisfeldern und Garküchen Richtung Westen. In unserem Reiseführer haben wir etwas von einem kleinen Ort gelesen, in dem man Familien besuchen kann, die aus leeren Getränkedosen  Miniaturfahrzeuge herstellen. Unser Fahrer hat davon noch nie gehört, aber im Städtchen Imerintsiatosika, wo sich der Abzweig befinden soll, fragt er zweimal nach dem Weg und schon befinden wir uns auf einer ungeteerten Nebenstraße, die uns zum vermeintlichen Ziel führen soll. Wenige Kilometer später laufen uns bereits die Einheimischen auf die Straße entgegen. Joe sucht leicht überfordert spontan eine Familie aus und schon spazieren wir über den Hof, in dem die Hühner umherlaufen, in die kleine Werkstatt. Drei Männer sitzen auf Strohmatten auf dem Boden und bearbeiten Blechdosen. In einem kleinen Eisengestell brennt Kohle, um Metalle zu schmelzen. Es wird geschnitten, gehämmert und gebogen und in filigraner Kleinarbeit entstehen die originalgetreuen Fahrzeuge und Flugzeuge. Als Andenken kaufen wir einen kleinen Citroen Lieferwagen und noch ein winziges Magnetauto für unseren Kühlschrank.

Auf dem Rückweg zur Hauptstraße überholen wir vollbeladenen Zebukarren, deren Holzaufbauten wunderschön in bunten Farben bemahlt sind. Die Landschaft ist satt grün und immer wieder durchzogen von Reisterrassen. Wir passieren viele kleine Ortschaften mit lehmfarbenen, strohgedeckten Häuser, die oft zwei oder drei Stockwerke haben.

Kurz vor unserem heutigen Ziel schlägt Joe noch einen Besuch des Geysiers mit dem Namen Amparaky vor. Durch weite Reisterrassen und Palmenwälder kommen wir an eine kleine Hütte, an der wir einen geringen Eintrittspreis zahlen müssen. Die grünen, weiten Hügel werden immer wieder von der Sonne angestrahlt, die durch die aufziehenden Regenwolken blitzt. Das Grün leuchtet dann in den prächtigsten Tönen.

Eine Dame mit rosa Gummischuhen und Strohhut nimmt uns in Empfang und wir spazieren mit ihr über einen ausgewaschenen, unebenen Weg zu den Geysieren. Sie hat eine mit Gummibändern umwickelte Plastikflasche in der Hand, die sie routiniert in die Öffnung des Geysiers stopft, um uns dann anschließend ganz Stolz die Fontäne zu zeigen. Sicherlich gibt es beeindruckendere Geysiere, aber da wir hier nie einen erwartet hätten und das grelle Gelb der Kalkterrassen und die grünen Hügel sich in der Sonne im besten Licht präsentieren, hat sich der Abstecher unbedingt gelohnt. Und in unserem Urlaub ist immer der Weg das Ziel.

Am Nachmittag kommen wir im kleinen Städtchen Ampefy am Ufer des Sees Kavitaha an. Unser Bungalow für die Nacht ist von außen sehr schön, mit kleiner Terrasse angelegt, innen dafür eher einfach, aber zweckmäßig. Der nette Betreiber serviert uns hausgebackenen Kuchen und einen frischen Kaffee.

Ausklang auf der Terrasse mit Kartenspielen und die Ruhe genießen.

Bin gespannt, was morgen kommt…

In den nächsten Tagen werde ich euch noch mit weiteren Berichten von dieser mega eindrucksvollen Reise versorgen.
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neue Telefonnummer…

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viel Arbeit.

Durch ganz klare Unaufmerksamkeit und Ignoranz meinerseits, ist es mir im Dezember 2022, nach 2,5 Jahren in Dubai, leider passiert, dass ich mir eine neue Telefonnummer zulegen musste.

Meine alte Nummer lief über einen weitläufigen Bekannten, der mittlerweile nicht mehr im Lande ist, ich auch keinen Kontakt mehr habe und dessen Emirates ID abgelaufen ist. Ich habe die ständigen Warnnachrichten des Telefonanbieters leider sehr lange ignoriert, weil immer alles reibungslos lief. Ich habe seit Tag 1 immer online in der App die Rechnungen bezahlt und keiner hat sich beschwert. Nun ist aber leider die ID schon so lange abgelaufen und ich hatte wirklich Angst, dass mir von einem Tag auf den anderen irgendwann meine Telefonverbindung genommen wird. Ich hatte natürlich auch keinen Zugriff auf das Telefonkonto, denn es lief ja nicht auf mich. Super nervig, kann ich da nur sagen.

Trotz vieler Versuche und Gespräche, keine Chance diese alte Nummer zu behalten, somit musste eine neue Nummer her. Jetzt ist hier leider ALLES mit dieser Telefonnummer verbunden… Von der Hausregistrierung, Bankkonten, Emirates IDs, GesundheitsApps, Strom und Wasser, einfach ALLES. Leider ist sicher das falsche Wort, denn durch diese Verknüpfung ALLER Dinge mit der Telefonnummer ist das Leben hier auch super einfach und angenehm. Aber eben nicht, wenn eine neue Nummer daher kommt.

Relativ zügig hatte ich all die kleineren Dinge, wie Amazon, Taxi App, Booking.com App, Reinigung, Parken App, usw usw geändert. Zurück blieben über lange Zeit allerdings die wirklich großen und wichtigen Dinge, wie Emirates ID und ALLE darüber verbundenen Dienste, bis hin zu Führerschein und Bank.

Da nun ja auch mein Führerschein jetzt abgelaufen ist (hierzu hatte ich letzte Woche schon einen Blogbeitrag) MUSSTE ich also tätig werden und das irgendwie regeln.

Was lange währt….

Nach langen, langen online Recherchen habe ich eine offizielle Seite der UAE gefunden, auf der ich ganz einfach und unkompliziert meine Telefonnummer ändern konnte. Die Suche danach hat länger gedauert, als der eigentlich Prozess der Änderung dann.

Online musste ich einige Daten und Fakten erfassen, u.a. auch die Reisepass Nummer und den Termin der letzten Einreise ins Land, und schon wurde ich auf der zweiten Seite zur Zahlung der Gebühren aufgefordert und konnte diese direkt online per Kreditkarte zahlen und keine Minute später, hatte ich die Quittung und konnte bereits in der GesundheitsApp und auch der UAE Pass App meine neue Nummer sehen. WOW. Ich war begeistert.

Leider, oder vielleicht auch zum Glück, fiel mir direkt auf, dass meine Kinder aus der GesundheitsApp rausgeflogen waren, denn, wie sich rausstellte, waren die IDs der Kinder noch mit meiner alten Mobilnummer gekoppelt. Somit habe ich den Vorgang auch für die zwei Kinder je noch wiederholt und schon läuft alles wieder perfekt.

Es war so einfach und ich frage mich, warum ich diese Angelegenheit so so lange vor mir hergeschoben haben und mich damit im Kopf belastet habe. Hätte ich nur schon mal im Dezember online ein bisschen rumgesucht, hätte ich es gleich von meiner to-do Liste und somit auch aus meinem Kopf streichen können.

Aber so ist das ja manchmal.

Zurück bleibt jetzt allerdings noch ein letztes to-do bezügl. der Nummer. Denn bei der Bank kann ich die Nummer wirklich nur ändern, wenn ich in eine Filiale gehe.

Das werde ich morgen nun auch noch erledigen, dann ist das leidige Thema dieser Telefongeschicht endgültig abgeschlossen!

Allerdings fiel uns jetzt noch auf, dass die prepaid Telefonkarten der Kinder auf die gleich abgelaufenen Emirates ID des Bekannten laufen… Somit steht hier nun noch für die beiden ein Nummernwechsel an. Aber da es prepaid ist und deren Telefonnummern zu KEINEM solcher Apps oder Dienste verlinkt ist, sehe ich dem gelassen entgegen. 😉

Und damit ihr Euch die lange online Recherche nach dieser super praktischen Seite sparen könnt, hier der Link dazu

Führerschein abgelaufen…

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Gestern Abend habe ich mit Schrecken festgestellt, dass mein UAE Führerschein bereits am 27. Dezember letzten Jahres abgelaufen ist. Heute ist der 25. Januar. Kurze Panik! So lange fahre ich schon ohne gültige Fahrerlaubnis herum??

Also habe ich mich heute Morgen gleich mal hingesetzt und online nach der Lösung gesucht. Tatsächlich habe ich diese auch sehr schnell online gefunden und jetzt aber noch besser! Ich habe bereits meinen neuen Führerschein in der Hand, ohne das Haus verlassen zu haben.

Denn auf der RTA Seite konnte ich online alle Daten erfassen, den Verlängerungsantrag abschicken, im direkten Anschluss die Zahlung online per Kreditkarte erledigen und SOFORT hatte ich die online Version meines neuen Führerscheines zum Download parat. Paralell kam auch gleich eine Email mit der Quittung und zusätzlich einer erneuten pdf Version meines Führerscheines, der nun nicht nur zwei Jahre gültig ist, sondern gleich bis Ende 2028, also 5 Jahre.

Ich bin baff. Super Service!

Die online Version ist nun gültig, aber ich könnte mir jederzeit an einem RTA Service Automaten die neue Scheckkarte ausdrucken lassen.

Super Erleichterung, gute Tag! Und wieso habe ich das vergessen…? Denn bereits Anfang Dezember, erinnerte ich mich dann gestern Abend, kam eine Email mit der Aufforderung meinen Führerschein zu erneuern. Leider kam in meinem Kopf und unserem Leben einiges zusammen… Seit 25. November hatten wir bis 8. Januar permanent Besuch und Action im Haus und im Leben und somit ist mir das schlichtweg einfach durch die Lappen gegangen.

Hier noch der Link für Euch, damit ihr ohne großes Suchen euren UAE Führerschein verlängern könnte

Reiseführer Johannesburg.

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Der ultimative Reiseführer für Johannesburg – 172 places to be & see!

Es ist soweit. Was lange währt… endlich geschafft. Bereits während meiner Zeit in Johannesburg, habe ich mich so in diese Stadt verliebt, dass ich damals beschloss, einen Reiseführer für Jozi zu erstellen. Ich habe auch damals schon angefangen. Erstmal mit unendlich vielen Besuchen von unendlich vielen Plätzchen und Schätzchen in und um die Stadt. Diese Stadt hat gegen so viele unzählige Vorurteile zu kämpfen, aber sie hat jeden, den ich in die Stadt einführen durfte, verzaubert.
Und jetzt soll jeder, der immer noch an der Schönheit der Stadt zweifelt auch noch überzeugt werden.

Vielleicht wanderst Du bald mit oder ohne Anhang nach Johannesburg, Südafrika aus…
Vielleicht hast Du bald, ob beruflich oder privat, einen etwas längeren Aufenthalt dort…
Vielleicht reist Du urlaubstechnisch nach Südafrika und möchtest in die geschichtsträchtigen Stadt tiefer einsteigen…

Hier bist Du richtig. Mein absoluter InsiderGuide mit „172 places to be & see“ steht jetzt zum Verkauf bereit.

Johannesburg und Umgebung
by Nicole Boenke-Feuring

Die Arbeit daran hat sich über viele Jahre hingezogen. Zwei große Umzüge, Familienzuwachs und vieles mehr, umso glücklicher bin ich jetzt, dass er fertig ist und für euch zu haben ist.

Er soll allen Lesenden das bieten, was ich immer vermisst habe: Ein schön bebilderter Wegweiser in und um die Wahlheimat Johannesburg. Es gibt so viel zu entdecken!!

Eure PDF-Datei des Reiseführers als Doppelseite wie in einem Buch anzeigen

Wenn Ihr eine PDF-Datei das erste Mal öffnet, werden die Seiten u. U. einzeln angezeigt. Ihr könnt die Ansicht so ändern, dass zwei Seiten nebeneinander angezeigt werden, wie in einem Buch. Im Folgenden wird erläutert, wie Ihr die Darstellung in Adobe Reader ändern könnt (einem gängigen Programm zum Anzeigen von PDF-Dateien, das kostenlos bei Adobe heruntergeladen werden kann)

Im Adobe Reader unter Ansicht – Seitenanzeige – Zweiseitenansicht – wählen

Außerdem die Option – Deckblatt in Zweiseitenansicht einblenden – ausschalten.

Dann erscheint Eure pdf Version exakt so auf dem Bildschirm, als ob ihr das Buch vor Euch liegen hättet.

Viel Spaß in Johannesburg!

57 Waterberg

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Game Lodge im Welgevonden Game Reserve – Südafrika.

Auf meinem letzten Südafrika Blogbeitrag habe ich euch mitgenommen auf eine Safari Lodge ins staatliche Naturreservat Pilanesberg – heute geht es in das private Naturreservat Welgevonden, etwa 3,5 Stunden nördlich von Johannesburg.

Unser LieblingsNaturreservat in der Umgebung von Johannesburg.

Gegen 8 Uhr starten wir die Weiterfahrt von unserer Tshukudu Lodge im offenen Safari-Fahrzeug. Erst einmal etwa eine Stunde Fahrt bis zu unserem Auto, welches an der Bakubung Lodge parkt. Von hier geht es dann Richtung Osten, auf einer dreistündigen Fahrt zum Welgevonden Westgate. Wir machen noch einen kurzen Stopp an einem kleinen Shop entlang der Straße, decken uns mit Biltong und Getränken ein und informieren von hier die Lodge, dass wir bald am Westgate ankommen werden. Mit unserem Auto biegen wir nun auf eine staubige Schotterpiste ab. Etwa 18 km fahren wir auf dieser Straße in den afrikanischen Busch hinein. Die Straße ist gut befahrbar, natürlich dürfen auch die Kinder (auf dem Schoß sitzend) mal eine kleine Strecke ans Lenkrad.

Am Westgate angekommen, wartet schon unser netter Guide auf uns. Der Manager des Camps 57 holt uns persönlich ab. Wir packen wieder unsere Sachen vom staubfreien Autokofferraum in das offene Safarifahrzeug um und dann geht die Rüttelei und der Spaß los. Über Stock und Stein, steile Berge hinauf, schmale Pfade entlang – Richtung Camp. Bereits auf dem Weg hält der Fahrer an und wir bestaunen fleißige Mistkäfer. An einem Baumstamm entdecken wir eine bezaubernde blaue Echse. Besser könnte der zweite Teil der Tour nicht starten. Die Kinder sind von der wilden Fahrt und den ersten Entdeckungen ganz begeistert: „Genau so war das doch immer!“
Schon die Einfahrt in die Lodge ist vielversprechend. Super stylisch, modern, der krasse Gegensatz zur letzten Lodge. Sauberkeit und puristische, moderne Schönheit mit diesem besonderen Touch Afrikas.

WOW!

Wir bekommen direkt feuchte Tücher gereicht, um uns vom Staub des Weges zu befreien und einen Willkommensdrink, um die trockenen Kehlen zu spülen. Im Anschluss werden wir zu einem Tisch auf der Terrasse geleitet, mit Blick auf das kleine Wasserloch. Neben der Weinkarte bekommen wir ein köstliches Sandwich gereicht. Was für ein aufmerksamer Service in wundervoller Umgebung. Auf der weitläufigen, modernen Terrasse, alles in dunklem Grau gehalten, kombiniert mit Naturfarben und -materialien, ist ein kleiner Pool eingelassen. Stilvolle Sonnenliegen und -cabanas laden zum Entspannen ein. Über wenige Stufen hinab gelangt der Besucher zu einer Feuerstelle.
„Die Lodge Fifty Seven Waterberg liegt im Herzen des herrlichen Welgevonden Game Reserve, das Teil des Waterberg-Biosphärenreservats ist, welches 2001 von der UNESCO zum offiziellen Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Einrichtungen unserer gut ausgestatteten Lodge bietet seinen Gästen eine Oase des 5-Sterne-Luxus, umgeben von 35.000 Hektar unübertroffener natürlicher Schönheit, die reich an exotischen Wildtieren ist.
Die perfekte Wahl für einen Wochenendtrip oder einen romantischen Kurzurlaub, unsere Lodge liegt etwa drei Autostunden von Johannesburg und Pretoria entfernt. In einer malariafreien Zone gelegen und mit nur 10 Gästesuiten kombiniert unsere intime Umgebung Privatsphäre und Ruhe mit allem, was Sie für einen komfortablen und entspannten Aufenthalt benötigen.“, so beschreibt es die Homepage.

An unseren Tisch tritt eine nette Dame und erfüllt meinem Mann den Wunsch, den er noch auf der Autofahrt geäußert hatte…. „Ich hätte so gerne eine Massage. Hoffentlich bieten die das auf der nächsten Lodge an.“ Was für ein Service.

Aber es wird noch besser.

Man führt uns zu unserer „Luxussuite“, die letzte oben am Berg, mit Verbindungstür. Wir betreten einen hellen, edlen Raum. Heller Holzboden kombiniert mit Stahl und eine Fensterfront über bestimmt acht Meter mit Blick in afrikanischen Busch. Über unserem überdimensionalen Doppelbett, hängt ein wundervolles Kunstwerk in Sepia-Farben, mit Wildhunden. Neben dem Bett führt eine Glastür in den Bad- und Ankleidebereich. Die große Dusche mit Regenkopf bietet ebenfalls einen Blick in den afrikanischen Busch.
Neben dem Bett, vor dem Bad, schließt sich eine gemütliche Sitzecke an, mit Blick auf den Busch oder auf den von der Decke hängenden offenen Kamin. Von hier führt eine große Glasschiebetür auf unsere private kleine Terrasse mit Sonnenliegen und einem privaten, kleinen Pool. WOW WOW WOW!
Es hängen zwar dunkle Wolken am Himmel, aber da muss ich rein. Als Einzige der Familie bin ich Minuten später im Wasser. TRAUMHAFT, dieses Gefühl von wirklich purem, unfassbarem Luxus. Ich bin baff.

Wir können unser Glück gar nicht fassen.

Und das noch Unglaublichere: Unsere Kinder haben exakt die gleiche Ausstattung, nur gespiegelt, direkt neben uns, durch eine Verbindungstür erreichbar. Das kann ich unmöglich gebucht haben und das können wir unmöglich bezahlt haben… Die müssen uns, aus welchen Gründen auch immer, ein kostenloses Upgrade gegeben haben. 

Es klopft: die nette Massage-Dame mit einer ebenso netten Kollegin, stehen vor unserem Bungalow. Ein Herr trägt ihnen die zwei Massagebetten hinein.

Dann allerdings die Ernüchterung: Ich habe ja noch ungezogene Fäden im Rücken. Ich hatte wenige Tage vor Abflug ein Muttermal auf dem Rücken entfernt bekommen. Und eigentlich sollte mein Mann noch die Fäden ziehen. Vergessen.

Leichte Hektik kommt auf…

Denn ich kann leider die extra für diesen Zweck eingepackte Schere und Pinzette nicht finden. Nur ein Nagelknipser taucht im Waschbeutel meines Mannes auf. Die nette Massage-Dame beobachtet meinen Mann kurz und greift dann ein. Sie übernimmt das. An ihrem Handgelenk und am Unterarm zeigt sie uns einige Narben und erklärt, dass sie Erfahrung im Fäden ziehen hat. Wir müssen doch alle schmunzeln, aber die Warmherzigkeit ist einfach rührend schön.

Kurze Zeit später, liege ich fadenlos auf meiner Liege, ebenso mein Mann. Erholung pur. Die Damen haben auch noch irgendwie beruhigende Musik in unser Zimmer gezaubert.

Kann das alles wahr sein?

Im Anschluss an die Massage wird die Natur verwöhnt. Die Liegen stehen noch vor der Tür zur Abholung bereit, als plötzlich ein Wolkenbruch mit einem für uns so altbekannten, extrem lauten, wildtobendem Gewitter durch den Busch grollt und tobt. Der erste Regen seit sechs Monaten, wie wir später erfahren. Der Wolkenbruch zieht sich in die Länge… zu viert liegen wir auf unserem riesigen Bett, genießen auf der Naturleinwand das Schauspiel und dösen immer wieder ein. Eine ganze Stunde lang tobt der Regen und das Gewitter. Fast passend zum geplanten Game-Drive kehrt Ruhe ein. Nur noch ganz leichter Nieselregen tröpfelt vom Himmel. Wir machen uns auf den Weg zum Haupthaus. Es riecht herrlich nach Sommerregen. Am Safarifahrzeug steigen zwei nette Damen zusammen mit uns ein. Eine der beiden arbeitet für einen Nashorn-Schutz-Verein in Pretoria. Super spannend. Dieser Verein sammelt Spenden und finanziert damit Anti-Wilderer-Programm in verschiedenen Parks in Südafrika.

In warme, gemütlich gefütterte Regenponchos gehüllt geht es ab in den Busch. Überall auf den Wegen stehen große Wasserpfützen. Riesengaudi die Durchfahrten. Vorbei an verschiedenen Vögeln und Wasserböcken, stoßen wir recht bald auf mehrere stattliche Nashörner MIT Nashorn. Imposant und so ruhig und friedlich.

Zwei Wasserdurchfahrten später – das nächste Highlight:

Eine Löwenmama mit vier Teenagern. Die Vier toben verspielt, einer legt sich mitten auf den sandigen Pfad vor uns, einer tollt auf einem umgefallenen Baum herum, versucht gar darauf zu balancieren. Das Fell der Teenager ist fast Dunkelbraun. Immer wieder treffen zwei zusammenbalge, um wild zu balgen, einmal sogar springen sie wild um die Mutter herum und springen ihr auf den Rücken. Sie bleibt ganz cool. Einer der Wilden trinkt an einer Pfütze, ein anderer läuft neugierig auf das Safariauto vor uns zu.

Wir verweilen wirklich lange in der Nähe der Löwen, dann aber machen wir Platz für andere Fahrzeuge mit Gästen, die natürlich auch an dem Schauspiel teilhaben möchten. Nach drei weiteren Nashörnern und einer weiteren wilden Wasserdurchfahrt gibt’s einen Drink im Bush. Mitten im Bush auf dem freien Feld, eigentlich nur wenige hundert Meter entfernt von der Rasselbande. Die Nashörner weiterhin in Sichtweite. Das wahre Afrika-Feeling hat uns erwischt. Die Kinder strahlen, denn das ist die Art Sundowner im Busch, die die beiden in ihren Erinnerungen haben…

Zurück in der Lodge bekommen die Kinder nach der doch recht kühlen Fahrt sofort einen heißen Kakao angeboten. So aufmerksam und einfach toll, diese kleinen Aufmerksamkeiten. Der geplante BBQ-Abend wurde aufgrund der kühleren Temperaturen nach Innen verlegt. Nicht, dass Innen gegrillt wird, aber wir bekommen köstlichste Steaks auf Holzbrettern serviert, einen frischen Salat mit Kürbis, Roter Beete und Ziegenkäse, dazu noch im Ofen geröstete Kartoffelecken.

Die Kinder sind nach dem Essen wieder müde und ziehen sich in die Traum“Hütte“ zurück. Wir trinken noch einen letzten Gin-Tonic (ich einen pinken) in einer gemütlichen Sofaecke, bevor auch wir super glücklich und zufrieden in unser RIESEN Bett fallen.

Am nächsten Morgen, 5 Uhr Wecken, entdecken wir bereits in der Hütte ein erstes faszinierendes Tier: eine rosafarbene Riesenmotte. Als unser Sohn sie auf den Finger nimmt, hinausträgt und auf einen Stein setzt, wird sie noch größer, denn sie breitet ein weiteres Paar Unterflügel aus auf denen uns zwei große, bedrohliche Augen entgegenzublicken scheinen. Wunderschön, wenn der Tag so startet.

In der Morgendämmerung geht es hinab zum Haupthaus.

Und was erwartet uns da? Nicht nur ein frischer Kaffee….

Ein Elefant am Wasserloch. Wir trinken unseren Kaffee, er sein Wasser und dann verschwindet er auch schon recht bald wieder im Gebüsch. Alle die nach uns zum Kaffee eintreffen, haben ihn leider verpasst…. Der frühe Vogel, sieht den Elefanten – oder wie ging das Sprichwort nochmal?

Wieder gemütlich in die Ponchos eingewickelt, obwohl es nicht mehr regnet, aber doch recht kühl ist, starten wir auf die nächste Safarifahrt. Die Sonne steht noch ganz, ganz tief am Himmel und taucht diesen in ein wunderschönes rosafarbenes Licht, fast so wie die Motte am Morgen. Über Stock und Stein und dann Tatzenabdrücke im feuchten Wegesrand.

Auf der Schotterpiste kommt uns ein einsamer, männlicher Strauß entgegen. Erst kurz vor unserem Auto verlässt er die Straße und läuft direkt an uns vorbei. Die aufgehende Sonne direkt hinter ihm.

Wenig später stoßen wir auch zwei Nashörner. Eines der beiden ist wohl Langschläfer, denn es liegt noch am Boden, während das andere bereits grast. Und dann taucht vor uns der Löwe zu den Tatzen auf. Eine einzelne massive Löwendame streicht durch das Gras, gut getarnt, denn die Farbe ihres Felles ist fast identisch mit der Farbe des Grases. Nur ein kurzes Schauspiel, ein kurzer Moment und sie ist wieder im Busch verschwunden.

Wir treffen noch auf eine Nashornmama mit süßem, kleinen Nashornbaby, dass fast noch kein Horn hat, nur einen leichten Ansatz. Ein weiteres Nashorn läuft direkt aus dem Busch gemächlich vor uns auf den Weg, bleibt mitten auf diesem stehen und markiert erstmal ihr Revier. Kurze Zeit später treffen wir noch auf einen einzelnen, männlichen Löwen, auch dieser tritt nicht weit vor uns auf den Weg und läuft entlang der Sandpiste vor unserem Auto her, bis er wohl meint, er hat uns genug geboten und er wieder im hohen Gras verschwindet.

Zeit für einen Kaffee mit Nashornblick.

Und um diesen ganzen unbeschreiblich wunderschönen Morgen, ich möchte erwähnen, dass es gerade mal 7:30 Uhr ist, auch noch zu toppen, packt unser netter und sehr kompetenter Fahrer neben einer Flasche Amarula zum Kaffee auch noch Nashornkekse aus. Kann ein Tag schöner beginnen. Ich liebe Afrika!

Wie gesagt – mit Nashornblick. Denn nur etwa 200 m von uns entfernt grasen zwei Nashörner. Wir sehen u.a. noch weitere Nashörner und viele Warzenschweine, bevor wir zum Frühstück zurück in unsere Unterkunft kehren. 57 – sicher eine meiner Favoriten-Lodgen 😉

Auf unserem Frühstückstisch auf der Sonnenterrasse steht bereits für jeden ein Teller mit frischem Obst, Jogurt, Käse und Wurst, Scones und Croissants. Die Kinder bekommen direkt ungefragt wieder einen heißen Kakao geliefert und ich starte den Tag zum zweiten Mal mit einem Kaffee mit Elefantenblick. Aber diesmal hat der Barista mir auf meinen Cappuccino einen Elefanten gezaubert. Ich bin vollkommen verzaubert. Mag ihn gar nicht trinken… Selbst die Kinder müssen erstmal Fotos machen.

Wir bestellen noch ein paar pochierte Eier und können unser Glück überhaupt gar nicht fassen.

Aber die Realität ist: Wir reisen heute schon ab.

Denn ich habe diese Lodge nur für eine Nacht gebucht. Die ganze Familie jammert eigentlich schon seit dem Abend zuvor, ob wir nicht doch zwei Nächte bleiben könnten. Ich bleibe stur, denn ich habe so viel Planung in die Reise gesteckt und bin mir irgendwie sicher, es wird einen Grund haben, warum ich die nächste Lodge für zwei Nächte gebucht habe. (Obwohl ich tief in mir drin, natürlich auch zweifele, ob wir uns nicht ärgern werden…)

Aber ich setzte mich durch. Wir reisen nach dem Frühstück ab…

Na gut, ein Cappuccino geht noch…. Ob es wieder einen Elefanten gibt…? Auflösung zeigt das letzte Foto 😉

57 Waterberg… ich denke, wir kommen wieder. Irgendwann… Es war traumhaft schön.

Und der letzte Kaffee… kein Elefant! Eine wilde Katze… Gepard… Leopard…

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Interesse an der Lodge? Hier geht es zur Website 57 Welgevonden

Frohes Neues Jahr

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2023. Veränderungen in Dubai…

Das alte Jahr haben wir mit einem Abstecher in die Wüste ausklingen lassen. Adrenalin-technisch…Und sind zur großen Freude aller noch an einer kleinen KamelVersammlung vorbeibekommen. Wunderschön. Anschließend ein entspanntes Silvester zu Hause mit lieben Freunden aus Deutschland. Von unserem Dach aus, auf dem die Klimageräte stehen, konnten wir in der Ferne sowohl das gigantische Feuerwerk am Burj Khalifa, als auch das Feuerwerk im Global Village bewundern. In der weiteren Ferne haben wir sogar noch einen Blick auf die Show am JBR Beach erhaschen können, als auch in der Ferne noch das Feuerwerk auf dem Expo Gelände erspähen können. Wunderschön und wunderschön entspannt.

Das neue Jahr 2022 hat uns in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine WochenendVerschiebung gebracht. Denn seit dem 1.1.22 ist unser Wochenende nicht mehr Freitag und Samstag, sondern seitdem Samstag und Sonntag, um den Arbeitsflow mehr der restlichen Welt anzupassen. Etwa eine Woche vor der Veränderung kam hierzu die Ankündigung.

Auch in diesem Jahr wurden wir mit einer Neuerung überrascht, ohne Vorankündigung: Seit dem 1.1.23 entfällt sowohl die AlkohollizenzPflicht, die man jährlich neu ausstellen lassen musste, um Alkohohl in entsprechenden Shops erwerben zu können und die jährlich etwa 60 EUR gekostet hat, wie auch die Steuer von 30% auf alkoholische Getränke. Mit der Emirates ID oder einem Reisepass kann man also nun zu vergünstigten Preisen, ab dem 21. Lebensjahr, in entsprechenden Shops einkaufen. Es handelt sich wohl um eine Testphase bis 31.12.2023…
Gestern haben wir von unserem Getränkemarkt des Vertrauens schon WerbeEmails bekommen mit Preisvergleichen. Und fast unglaublich, wenn man plötzlich bei einer Packung von 24 x 0,33 l Budweiser etwa 24 EUR einspart, bei einer vergleichbaren Kiste Peroni gar 30 EUR. Bei einer 700 ml Flasche Jägermeister spart man etwa 20 EUR, laut dem Preisvergleich des Anbieters.

Bin gespannt, wann und wie sich das dann auch in den Preisen in den Bars und Restaurants wiederspiegelt.

In diesem Sinne: Happy New Year aus Dubai und alles erdenklich Gute, Glück und Gesundheit für Euch für 2023.

Ich hoffe, Ihr seid alle so gut und entspannt ins neue Jahr gekommen, wie wir.