Speyer – Pfalz.

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und mehr. Wein, Rad… Mädelswochenende.

Es ist Mitte Juni, ich sitze in Dubai und die Hitze ist… heiß, sehr heiß. Noch zwei Wochen und dann beginnen die Sommerferien und wir düsen Richtung Deutschland. Familie und Freunde wiedersehen und natürlich auch der Hitze entfliehen. Die komplette Planung ist abgeschlossen, viele Anlaufstellen, viele Kilometer, Rundreise durch Italien. Familie in Hessen, verschiedene Freunde in Bayern und Österreich besuchen und ein kleiner Mädelsausflug steht auch wieder auf dem Programm. So wie letztes Jahr, mit der lieben Klari auf EntdeckungsTour.

Letztes Jahr waren wir in der Pfalz unterwegs.
Erster Stopp für mich: das Hambacher Schloss.

Da ich die kürzere Anreise aus Hessen haben, mache ich noch einen spontanen Stopp im Hambacher Schloss, bevor ich mich zu unserer Unterkunft begebe.

Am Hambacher Schloss angekommen, parke ich entlang der Straße, so wie schon sehr viele andere Autos. Hier muss ganz schön was los sein… Ich erklimme den kleinen Berg über die geteerte Auffahrt, zahle Eintritt und betrete die Anlage. Noch vor wenigen Tagen hatte ich noch nie von diesem Ort gehört. Meine Eltern kannten ihn und meinten, ich solle da unbedingt noch anhalten.

Die Homepage beschreibt die Anlage wie folgt: „Das Hambacher Schloss ist eine lebendige Stätte deutscher und europäischer Demokratiegeschichte und gehört zu den bedeutendsten touristischen Zielen in Rheinland-Pfalz. Seit hier am 27. Mai 1832 das Hambacher Fest gefeiert wurde, gilt das Hambacher Schloss als Wiege der deutschen Demokratie. Ausgezeichnet mit dem „Europäischen Kulturerbe-Siegel“ steht es zudem symbol- und beispielhaft für die Ideale und die Geschichte Europas. Es bietet eine Dauerausstellung zum Mitmachen, ein vielfältiges Kultur- und Bildungsprogramm für Jung und Alt, einen Schlosspark zum Verweilen und ein Restaurant zum Genießen.“

Und der Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch die Kinder wären hier begeistert gewesen, es gibt so viel zu entdecken und viele Stationen zum Anfassen und Mitmachen.

Aber die Kinder sind bei meinen Eltern und ich mache mich nun auf den Weg zurück zum Auto. Hierfür wähle ich den Siebenpfeifferweg. Ob der wohl FlipFlop geeignet ist? Ich versuche es. Nach wenigen Meter kommen wir Wanderer in Wanderschuhe entgegen, bei denen ich mich nach der Beschaffenheit des Weges erkundige. FlipFlop geeignet, schattig und viel schöner, als die Teerstraße.

Mit dem Auto geht es weiter Richtung Landau-Nussdorf, zur Villa Delange, unserer Unterkunft für die heutige Nacht. Fast zeitgleich komme ich mit meiner Freundin zusammen dort an. Perfektes Timing. Im wunderschönen Rezeptionsbereich empfängt uns eine sehr freundliche Mitarbeiterin. Wir haben ein Zimmer im Nebenhaus. Durch ein stilvolles, ganz besonders dekoriertes Treppenhaus betreten wir unser Zimmer und sind baff. WUNDERSCHÖN! In die Tapete im Haupt-Schlafzimmer verliebe ich mich sofort. Erdfarben, mit Vögeln, kombiniert mit Grün, eine Holztruhe als Tisch, ein Ledersessel. Wunderschöne, verschiedene Leuchten. Zum Wohlfühlen. Da meine Freundin die längere Anreise hat, bekommt sie dieses Zimmer und ich nehme das Kinderzimmer, dass nicht weniger schön ist. Auch im Bad ziert eine wunderschöne Tapete die Wand hinter der Toilette. Ich liebe es.

Wir machen uns auf den Weg, den wirklich kleinen Ort zu erkunden, kommen aber nicht weit. Denn die Terrasse des Weingutes Sauer können wir nicht ignorieren. Die lädt uns ein. Nur uns, denn außer uns ist hier niemand, außer dem netten Mitarbeiter, der uns eine vorzügliche, erfrischende Roséwein-Schorle mixt, mit der wir uns in den warmen Wind auf der Terrasse setzen. Mädelswochenende… da gibt es natürlich viel zu quatschen. Und das tun wir. Wir genießen den weiten Blick in die Ferne, Weinreben direkt vor der großen Terrasse des modernen, neuen Kubus des ökologischen Weingutes Sauer. Was für ein Start in das Wochenende.

Im Ort entdecken wir später noch einen hübschen Einrichtungsladen, aber viel mehr, gibt es im Ortsteil Nussdorf nicht zu entdecken.

Den Sommerabend des Anreisetages lassen wir im wunderschönen Hof unserer Unterkunft ausklingen. Es gibt köstlichen Flammkuchen und dazu noch einen weiteren Rosé, Hochdörfer Spätburgunder.

Hainfeld – südliche Weinstraße.

Nach einem wundervollen Frühstück in den gemütlichen Räumen der Villa Delange machen wir einen Stopp in Hainfeld, beim Weingut Klein. Kein moderner, neuer Kubus wie im Weingut Sauer, sondern ein altes, hübsch hergerichtetes Traditionshaus mit einem stylischen, modernen Innenraum. Wir verkosten den „Scheumer“, eine Scheurebe. Allein das Blümchen-Etikett überzeugt mich, aber auch der Geschmack. Im Gespräch mit dem netten Mann, der uns bewirtet, erfahren wir vom Skulpturenpark Hummelaue im Ort. Unser nächstes Ziel, zu Fuß, in Sommer-Schlappen. Durch Felder gelangen wir zum Ziel. Der Park ist recht klein und relativ schnell haben wir alle Skulpturen bestaunt.

Auf der Weiterfahrt, leider in zwei Autos, entdecken wir einen idyllischen, kleinen Ort, der uns beide stoppen lässt, Rhodt unter Rietburg. Wir parken entlang der Straße und laufen durch die malerischen Gassen. Kopfsteinpflasterwege gesäumt von tollen Blumen, halbrunden Torbögen, manche geöffnet, die Einblicke in die dahinterliegenden Höfe bieten. Wir sind begeistert.

Im Alten Kastanienhof finden wir ein Plätzchen auf der zum Garten hin überdachten Terrasse. Wir entscheiden uns nicht für den wohl sehr beliebten Pfälzer Saumagen, sondern teilen uns das vegetarische Tagesgericht und einen Salat. Erst der zweite Tag und schon so viel gesehen und entdeckt. Gestärkt schlendern wir weiter durch den sonnigen Ort und entdecken den einladenden Verkostungsraum des Weingutes Fader. Eine sehr nette, junge Winzerin empfängt uns. Auch hier verkosten wir jeder einen Roséwein und dann geht es weiter.

Ziel heute: Speyer.

Die Unterkunft Hotel Residenz am Königsplatz ist heute nicht ganz so etwas Besonderes, aber eine gute Lage, ein Parkplatz im angrenzenden Parkhaus und die Zimmer sind auch überraschend hübsch. Gefällt mir.

Wir lassen uns ein wenig durch die Gassen der Stadt treiben, erhaschen natürlich einen ersten Blick auf den berühmten Dom, genießen ein kühles Bier im Biergarten der Brauerei Domhof. Besonders schön der Anblick des Domes im goldenen Abendlicht. Der lange Sommerabend lädt dazu ein, noch ein wenig die Gassen der Stadt zu erkunden. Wir lassen uns einfach treiben, ohne Ziel, bis wir auf die Berzelhof Weinlounge treffen und nicht vorbeigehen können. WOW. So schön. Im Innenhof noch ein Blumenladen, drum herum in verschiedenen Ecken des Hofes immer wieder Sitzgelegenheiten. Hier müssen wir bleiben und einen „Berzelino“ trinken: Beerenlikör, Basilikum, Rosé Sekt und Himbeeren. So schön der Anblick der Location, so gut der Geschmack des Getränkes. Hier stimmt einfach alles. Hier bleiben wir. Die Karte ziert der Spruch von Salvador Dalí „Wer genießen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse.“ Was für eine Stimmung hier, die weißen Sonnenschirme, die indirekte Beleuchtung überall, die wunderschönen Gläser, das köstliche Getränk. Runde Sache. Gegen 22 Uhr werden die Gäste gebeten, ins Innere zu kehren. Die Nachbarn sollen gut und ruhig schlafen. Ich sage ja, hier stimmt alles. Und innen ist es ebenso schön, wie außen. Was für ein wundervoller Abend.

Jetzt aber schnell ins Bett, denn morgen haben wir viel vor.

Den Morgen starten wir mit einer Radeltour entlang des Rheins. Wir haben uns die Next Bike App heruntergeladen und uns darüber zwei Räder gebucht. Tasche ins Körbchen und dann immer am Rhein entlang. Leider haben wir vergessen, Getränke mitzunehmen. Es ist August, die Sonne brennt auf uns herunter, kein Schatten… Über den Rhein-Deich-Hügel entdecken wir ein Lidl-Schild. Ich bleibe bei den Rädern, meine Freundin holt Wasser für uns. Wie passend „Rhein Blick“ natürliches Mineralwasser. Das schmeckt himmlisch und erfrischt. Es kann weiter gehen. Wir geraten in ein Naherholungsgebiet. Immer wieder begegnen uns Autos, offensichtlich auf dem Weg zum Baden, denn viele haben aufgeblasene Gummitiere an Bord. Der Weg ist sehr uneben, steinig, staubig, immer wieder die Autos, die noch mehr Staub aufwirbeln. Es ist genug. Wir fahren zurück nach Speyer. Ein toller Ausflug, die Bewegung per Rad hat gutgetan. Jetzt ein Snack und eine Erfrischung im „Rentschlers“, am Rheinufer mit Rheinblick. So schön. Gekühlt und gestärkt, besichtigen wir anschließend den Dom.

Den Abend würden wir gerne am Rheinufer ausklingen lassen… Und wir werden fündig. In roten und orangenen Liegestühlen lümmeln wir, mit den Füßen in Sand, mit Blick auf den Rhein und die vorbeifahrenden Containerschiffe, in der Bar „Rheinstrand Speyer“. Balinesische Sonnenschirme spenden Schatten, kühle Getränke erfrischen. Was für ein Tag, was für eine wunderschöne Stadt.

Das letzte Frühstück wollen wir in der Stadt einnehmen. Im „Maximilian“, mit Blick auf eine weitere historische Sehenswürdigkeit, das Altpörtel, lassen wir den Mädelstrip ausklingen.

„Mal schauen, was für Erlebnisse uns der Mädelstripp 2023, im nächsten Jahr bringen wird…“ das denken wir noch im letzten Jahr. Jetzt stehe ich kurz vor der Sommerreise 2023 nach Deutschland.

Für unsere nächste Tour haben wir Erfurt und Weimar gebucht. Ich bin mega gespannt.

Kopenhagen für ein Wochenende

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Novemberausflug mit meiner ältesten Freundin. Früher schoben wir zwei unseren Kinderwagen zusammen durch das hessische Hinterland, jetzt ziehen wir unsere Koffer gemeinsam Richtung Bahn, die uns in die Stadt zu unserem Hotel bringen wird. Wir machen einen Mädels Ausflug. An einem Wochenende im November fliegen wir von zwei unterschiedlichen deutschen Flughäfen in die Hauptstadt Dänemarks, Kopenhagen. In meinen drei Jahren in Milwaukee, USA, war eine meiner besten Freundinnen Dänin. Ich habe damals viele ihrer wirklich offenen, netten Familienmitglieder kennengelernt, schon einiges über Sitten und Gebräuche erfahren – u.a., dass die Dänen gerne Smørrebrød essen, eigentlich nur ein Butterbrot, aber daraus wurde schon in Milwaukee ein Hype gemacht. Ich freute mich also sehr darauf, dieses Land, besser diese Stadt, dessen Menschen ich schon lieben gelernt hatte, kennenzulernen.

Die Lage unseres Hotels direkt am Rathausplatz, in der Nähe des Tivoli ist perfekt für unser Erkundungswochenende. Ebenfalls toll, der Empfang des netten Rezeptionisten und der direkte Hinweis auf die Bar neben der Rezeption, an der wir uns jederzeit kostenlos unsere Wasserflaschen auffüllen lassen können. Ein einfaches und kleines Extra, aber in einer doch recht teuren Stadt – Gold (Geld) wert.

Nur kurz Koffer ins Zimmer und dann los. Erstes Carlsberg Bier zum Mittagessen serviert von einer gutgelaunten Bedienung im Zalt. Erste Überraschung, die doch erstaunlichen Preise vor Ort. Aber das trübt unsere Stimmung kein bisschen, genauso wenig wie das trübe, kühle Wetter. Wir lassen uns einfach ohne Ziel durch die Gassen treiben, die Stadt auf uns wirken, ohne Ziel und ohne Plan. Immer wieder kommen wir zum Wasser, überqueren Brücken jeder Größe, bestaunen bunte Schiffe und machen viel zu viele Fotos von denselben. Immer wieder stoßen wir auf Plätze mit kleinen Weihnachtsmärkten und immer wieder gönnen wir uns einen Glühwein, um uns auch von innen zu wärmen. Die Mützen unserer Jacken tief ins Gesicht gezogen, denn es weht ein wirklich kalter, feuchter Wind. Am Nachmittag wollen wir eigentlich noch den Weg zur Kleinen Meerjungfrau finden. Vorbei an der beeindruckenden Frederiks Kirche und am Design Museum laufen wir Richtung Kastell und stoßen wieder auf Wasser. Nicht mehr weit bis zur Meerjungfrau. Aber kurz zuvor stoßen wir auf etwas, das uns magisch anzieht. Toldboden.

Wir verlieben uns sofort in diese Location. Untergebracht in einer alten Industriehalle mit Blick aufs Wasser im Bezirk Nordre Toldbod. Kuschelig warm, sitzen wir auf Kunstfellen an langen Tischen auf rustikalen Holzbänken. Die Tische mit Kerzenlicht geschmückt. Es ist einfach ein wunderschöner Ort. Somit verweilen wir auch spontan viel länger als geplant, genießen köstliches Essen und den ein oder anderen Drink. Aber geplant hatten wir ja eigentlich nur, dass wir Zeit miteinander verbringen wollen… Die bronzene Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf ihrem Stein und wird auch morgen noch dort sitzen. Wobei das ja nicht ganz stimmt. Das Original wird angeblich an einem geheimen Ort aufbewahrt. Hier sitzt eine Kopie des Entwurfes, aber auch die sitzt seit 1913 dort.

Durch windige Gassen schlendern wir zurück zum Hotel.

Den nächsten Morgen starten wir mit der Hop-on Hop-off Bustour. Aus der Bustour wird sehr schnell eine Bootsfahrt, im Ticketpreis inklusive. Diese wird leider der totale Reinfall, denn da es draußen kontinuierlich regnet, bringen die vielen Menschen, die sich ins Trockene des Bootes flüchten, so viel Feuchtigkeit mit hinein, dass die Fenster und das Glasdach komplett beschlagen und wir wirklich nichts mehr von Kopenhagen sehen können. Wir machen das Beste daraus. Etwa eine Stunde lang quatschen wir, lachen uns schlapp über die skurrile Situation, lauschen schon gar nicht mehr den Erzählungen über die Lautsprecher, die wir sowieso nicht mehr verstehen können, denn das ganze Boot ist in großes Geschnatter verfallen. Wir verlassen nur einmal unseren Sitzplatz und wagen uns für ein paar Minuten in die nasse Kälte am Heck des Schiffes. Irgendwie war es dann doch ein lustiges Erlebnis, aber nicht empfehlenswert. Ziemlich lange warten wir auf den nächsten Tourbus. Nächster Ausstieg für uns: die Ice-Bar. Obwohl die Temperaturen eh schon sehr kühl sind, es leicht nieselt, wagen wir es. Am Eingang lassen wir uns zusätzlich zu unseren Winterjacken auch noch in Spezial-Capes packen und dann geht es durch eine Kälteschleuse in die Bar aus Eis. Wie kleine Kinder freuen wir uns über das Erlebnis – alles aus EIS. Tische, Bänke, Wände, Theke… wieder entstehen viel zu viele Fotos, weil wir so begeistert sind. Aber nach gut 40 Minuten dringt die Kälte dann auch durch das Cape und die Winterjacke an den Körper. Zeit, uns wieder auf den Weg zu machen. Nicht weit entfernt finden wir ein nettes Eck-Café mit einem Tisch am Fenster. „Det Elektriske Hjørne“ – die elektrische Ecke. Zwei heiße, köstliche Kaffees bringen die innere Wärme zurück. Das Leben pulsiert hier bereits am frühen Nachmittag und fast fällt es uns schwer, weiter auf Erkundungstour zu gehen.

Nächstes Ziel sind die wundervollen Gärten des Schloss Rosenborg. Natürlich fehlt hier im November die bunte Blütenpracht, aber auch der graue Himmel mit der beeindruckenden, grünen Hecken-Schnittkunst sind sehenswert. Die Kronjuwelen, die wir Schoss bei einer Führung besichtigen könnten, müssen auf einen nächsten Besuch von uns warten. Wir wollen noch die Wachablösung im Hofe des Schlosses Amalienborg sehen. Da wir etwas früh dran sind und beide wasserverliebt, machen wir noch einen kurzen Abstecher durch den Amalienhaven, einen kleinen Park nicht weit vom Schloss entfernt, ans Ufer. Und wie es der Zufall so will, steht eine hübsche, blaue Ape mit Aufschrift Kaffe-Drønet dort und wartet auf uns. Unsere kalten Füße geben uns eindeutig zu verstehen, dass wir ein heißes Getränk dringend benötigen, um den Marsch der Garde zu verfolgen.

Und dann marschieren sie nach langem Warten endlich. Viele Schaulustige drängen sich auf den Platz, laute Befehle schallen immer mal wieder über den Platz, Stiefelgeklapper, WachHerren mit überdimensionalen PuschelHüten wechseln Positionen… Aber mal ehrlich, es gibt Spannenderes.

Körper und Geist absolut unter Kontrolle schaffen wir heute den Weg vorbei am Toldboden, dem Zollhaus, Richtung Meerjungfrau. Auch hier, viele Menschen und die Frau viel kleiner, als ich erwartet hatte. Aber gut, es heißt ja auch die KLEINE Meerjungfrau. Wir versuchen ein paar Fotos ohne die Menschenmassen zu ergattern. Einige Asiaten klettern fast rüber auf den Felsen, immer der Gefahr ausgesetzt, entweder in das eiskalte Wasser zu fallen oder zumindest nasse Füße zu bekommen. Zu viel Trubel hier, weiter geht´s. Wir wollen nämlich noch das Kastell erkunden. Die Zitadelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und auf den Hügeln weht leider der Wind mit gefühlt 17 Knoten. Die Kälte drängt schon ganz bald durch unsere dicken Winterjacken und Schuhe, aber es geht nicht mehr. Zu kalt die frische Brise. Und ganz ohne können wir heute doch nicht… Toldboden ist so nah und lockt uns wieder. Nur kurz aufwärmen, stärken und dann aber wirklich weiter. Aber nein, auch heute bleiben wir einfach sitzen, lassen den Abend ausklingen und genießen. Es ist schließlich unser letzter Abend.

Wir haben so viele tolle Eindrücke gesammelt, eine wunderschöne gemeinsame Zeit erlebt, einige Gelegenheiten für wirklich längst überfällige Gespräche gefunden und leider vergessen, Smørrebrød zu essen. Das bedeutet wohl, ich muss noch einmal wiederkommen.