Raus aus der Hitze.

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Nur noch wenige Tage und ich werde mit den Kindern nach Deutschland fliegen. Familie und Freunde besuchen und natürlich somit auch die Hitze hinter uns lassen. Ich habe ja die vergangenen Tage schon einmal über die stetig steigenden Temperaturen berichtet.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Fast alle Mütter mit Kindern, zumindest sehr, sehr viele, die ich kenne, nutzen die Zeit, um eben Freunde und Familie in anderen Ländern zu besuchen. In Ländern, in denen die Temperaturen vielleicht etwas angenehmer sind. Es gibt allerdings auch Familien, die nach Tunesien oder Ägypten fliegen, wo die Temperaturen natürlich nicht so angenehm sein werden, wie in Deutschland. Somit haben wir Glück, den Sommer draußen, im Wald, auf der wunderschönen Terrasse meiner Eltern oder bei Ausflügen zu genießen. Und natürlich sehr wichtig: wertvolle und schöne Zeiten mit Familie und Freunden zu verbringen. Zeit mit Mamas und Papas, Omas und Opas, Schwestern und Schwager, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten, Tanten und Onkels und Freunde zu treffen.

49 Nächte insgesamt auf Tour – aus dem Koffer leben.

21 Nächte bei meiner Familie

6 Nächte bei zwei befreundeten Familien

22 Übernachtungen in 16 verschiedene Hotels und Übernachtung.

Ihr könnt euch vorstellen, was das für eine aufwendige Organisation im Voraus war. Denn arbeitende Freunde müssen zeitlich auf die irgendwie doch wenigen Wochenenden verteilt werden. Da natürlich auch Ferienzeit und somit Reisezeit in Deutschland herrscht, müssen wir Termine aus Nordrhein Westfalen, Hessen und Bayern beachten, damit wir überhaupt eine Chance bekommen, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ich habe noch wichtige, unaufschiebbare Termine für Tage dazwischen vereinbaren müssen. Ich würde zu gerne noch so viele andere Freunde treffen, aber obwohl man vorab glaubt, man hat ja soooo viele Zeit, ist die Zeit leider doch sehr begrenzt. Dieses Jahr habe ich zum Glück viel, viel früher mit der Planung und Buchung angefangen, so dass alles schon jetzt entspannter ablief, als im ersten Sommer. Zudem erlebe ich jetzt, dass es sich auszahlt, früh zu buchen. Viele befreundete Familien, die nicht so rechtzeitig geplant und gebucht haben, klagen nun über sehr hohe Flug- und Mietwagenpreise. Wir waren sehr früh dran und konnten relativ gute Preise ergattern.

Jedes Jahr lernt man neu dazu. Nun im zweiten Sommer dieser Art von Reise war die Planung besser, somit hoffentlich die Reise entspannter. Ich habe mehr regelmäßige Ruhezeiten bei meinen Eltern eingeplant, in denen wir entspannte Familienzeit mit Ausflügen und einfach mit Genießen verbringen können. Zudem habe ich hierfür aber auch einige Ausflugswünsche im Kopf, damit die Kinder fern von jeglichen Bildschirmzeiten gemeinsame WIR-Zeit verbringen werden. Wird sich zeigen, ob das alles so klappt.

Ich habe heute zudem drei Sets von Koffer Organizern bestellt. Denn dies war auch ein Punkt im letzten Jahr, der genervt hat: Dieses ewige Chaos beim „aus dem Koffer leben“.

So und natürlich fragt ihr euch die ganze Zeit, warum ich immer nur von Müttern und Kindern rede…? Was machen die Väter dazu?

Erstmal spreche ich hier einfach nur aus Erfahrungen in unserer direkten Umgebung. Und da sind meist die Väter, die jenigen, die hier arbeiten. Sehr oft sind die Väter auch sehr viel auf Geschäftsreisen und nutzen die Zeit, um eventuell noch die ein oder andere Geschäftsreise einzuschieben. Die Väter arbeiten in klimatisierten Büros und müssen nicht die Kinder in den Sommerferien bespaßen.

Das heißt somit, dass in unserem Falle, mein Mann drei Wochen Sommerurlaub genommen hat, den wir dann gemeinsam auf einem Roadtrip verbringen. Sicher das Highlight für uns alle. Die Väter haben keine zwei Monate im Sommer Urlaub, so wie die Kinder Ferien. Und wie wir alle wissen, müssen die Kinder in dieser Zeit beschäftigt werden. Diese Zeit nutzen wir, um die fehlende gemeimsame Zeit mit Familie und alten Freunden aufzuholen.

Und ich kann mir sicher nicht vorstellen, die nächsten zwei Monate mit den Kindern in Einkaufzentren zu verbringen… Da freuen wir uns auf die Natur in Europa.

Schöne Ferien!

Was macht ihr in den Ferien?

Temperatur steht auf „Sauna“

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Letzte Woche dachte ich noch, dass ich eigentlich noch gar nicht bereit bin, bald nach Deutschland in die Sommerferien zu gehen. Die Temperaturen waren noch angenehm und ich hatte immer noch das Gefühl, wir können schon noch etwas unternehmen. Seit Sonntag allerdings habe ich jetzt doch das Gefühl, es geht nichts mehr draußen. Nach einem relativ entspannten Sharjah Ausflug mit den Kindern am Samstag, waren wir Sonntag erneut in Sharjah. Allerdings nicht mehr an der Küste, sondern in der Wüste bei einem Museum zu archäologischen Ausgrabungen. Da leider ist uns die Hitze extrem entgegengeschlagen. Ich dachte noch, ach liegt an der Wüste. Aber in Dubai wurde es leider nicht besser. Und seit gestern, Montag, haben wir nun gefühlt die Sauna-Temperaturen erreicht. Alleine wenn ich nur morgens den Müll rausbringe, die Hundekacke im Garten aufsammele oder die Wäsche aufhänge: Schweißperlen innerhalb kürzester Zeit über den ganzen Körper verteilt – SOFORT. Krass.

Nach der Wüste hatten wir die Vorstellung, noch schnell in den Pool springen und erfrischen. Meine Tochter springt, schreit: Kochwasser! Wie die Lobster haben wir uns gefühlt. So wie man mit ganz kleinen Schritten im Frühjahr als Weichei in die Nordsee einsteigen würde, so habe ich mich in Minischritten in den Pool gequält. Einmal kurz untertauen, dann aber schnell wieder raus. Ich habe die Hitze darin nicht ausgehalten.

Ich bin ja generell kein Sauna Fan, aber habe momentan ständig das Gefühl: Das ist Sauna. Jetzt habe ich heute aus Spaß mal Saunatemperaturen mit entsprechenden Luftfeuchtigkeiten gegoogelt. Die moderate Sauna-Variante haben wir erreicht.

Gefühlt heute 52 Grad mit einer Luftfeuchtigkeit von 45 %.

Trinken nicht vergessen, würde ich da mal sagen.

Gestern Abend bin ich die allabendliche Runde mit dem Hund gelaufen und auch da haben wir spontan die Runde etwas gekürzt. Sowohl dem Hund als auch mir, hing die Zunge aus dem Mund – DURST.

Somit bin ich nun doch froh, dass der Flug bald ansteht. Und da ja auch in Deutschland die Hitzewelle herrscht, musste ich gleich gestern Abend checken, wie da so die Temperaturen sind: Keine Sauna. Passt – wir kommen.

Aus Neugier musste ich ja dann gleich mal „meine“ Vergleichsorte checken 😉 Ich würde mal sagen: Dubai führt… Saunatechnisch…

Ikea.

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Ja, es gibt natürlich auch in Dubai Ikea. Ich habe morgens online eine Bestellung inkl. Lieferung aufgegeben. Beim Abschluss konnte ich den Anlieferungstermin wählen. Früheste mögliche Anlieferung am gleichen Tag zwischen 15 und 22 Uhr. Gebucht.

Abends um 19 Uhr hatte ich dann über Zoom Elternversammlung der Schule und alleine aus diesem Grund war ich um 22 Uhr noch wach, mein Handy noch an, als das Telefon klingelte. Meine Ikea Lieferung ist jetzt in meiner Nähe, ich soll mich bereithalten. (Denn eigentlich liege ich unter der Woche spätestens um 21:45 Uhr im Bett). Ikea? Das hatte ich ja überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Um 22:10 Uhr klingelt es dann und meine Lieferung ist da.

Man könnte jetzt meinen, dass wäre eine absolute Ausnahme. ABER ich habe schon im November 2021 eine Bestellung inklusive Lieferung und Aufbau bei Ikea platziert. Auch hier der Vermerk: Anlieferung zwischen 15 und 22 Uhr. Damals klingelte um 21:30 Uhr das Aufbauteam mit meiner Lieferung. 4x musste nun der Ingolf (Barhocker) aufgebaut werden. Ich auf dem Sofa, auch weit über meine eigentliche Bettzeit hinaus, bis irgendwann in der Nacht meine vier Ingolfs an der KüchenInsel standen.

Das nächste Mal sollte ich unbedingt noch mal checken, ob man vielleicht auch eine Anlieferung zwischen 6 und 15 Uhr wählen kann. Das wäre dann doch eher meine Zeit unter der Woche.
Augen auf bei der Ikea Bestellung.

Noch eine Ikea-Anekdote: Im alten Haus habe ich schon einmal eine Kücheninsel ebenfalls mit zwei Ingolfs bestellt, inklusive Aufbau. Die zwei Aufbauhelden kamen schön angenehm am Nachmittag. Die Arbeit startete und ich habe mich doch sehr gewundert, dass die Insel, irgendwie nicht die Form annahm, die sie hätte annehmen sollen. Auf der einen Seite sollten die beiden Ingolfs Platz zum Sitzen bieten, während auf der anderen Seite zwei Regalbretter Platz für Töpfe, Teller oder ähnliches bieten sollten. Das ganze Konstrukt sah sehr seltsam aus. Somit musste ich mit einspringen. Die Zeichnung ignorierten die beiden Aufbauer vollkommen, ebenso die Aufbauanleitung. Ich habe dann ein Foto der Insel im online Katalog rausgegraben und immer wieder versucht vorzumachen, dass ich mit dem Ingolf an der Insel sitzen möchte, hierfür aber kein Platz ist, denn da wo wir zwei sitzen wollten, war einfach eine Wand, die Wand, die die Insel mittig in zwei Teile hätte teilen sollen. Und schneller als man schaut, war ich nicht Teil des Aufbauteams, sondern wir bildeten ein neues UmbauTeam. Und wir haben es geschafft.

Mittlerweile ist die alte KüchenInsel mit Ingolf ins Zimmer unserer Tochter umgezogen und zum Mal- und Schreibtisch umfunktioniert.

Was habt ihr für Erfahrungen bei Ikea Lieferungen gemacht?

Kein KaltDuscher

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Noch ein bisschen was aus dem Leben. Heute eine eventuell bisschen verwirrende Geschichte. Ich hoffe, ihr könnt mir folgen…

Wir sind ja nun noch kein Jahr in unserem Haus, somit habe ich noch keinen kompletten Sommer hier erlebt. Wir sind gerade in den SommerAnfängen, aber es scheint die gleiche Situation im neuen Haus zu sein, wie im alten. Und davon möchte ich euch erzählen.

Es fängt diese Zeit an, in der wir, fast kein warmes Wasser mehr aus der Leitung bekommen, nur noch heißes. Also KALTES Wasser aus dem Hahn, schon ein paar Tage gar nicht mehr machbar.

Somit dusche ich gerade noch auf der vollen KaltStellung, um eine einigermaßen erträglich Duschtemperatur zu erzielen. Nur mal so für Euch: Einen Pool habe ich am liebsten so um die 30 bis 32 Grad. Das sind meine Temperaturen. Ich könnt euch also vorstellen, dass ich wahrlich KEIN Kaltduscher sein werde.

Jetzt kommt bald die Zeit, in der wir die Heißwasserbereiter/Boiler, die in jedem Raum, der Wasser liefert, in der Zwischendecke hängen, ausschalten werden. Denn so können wir dann, dass über die nächsten Wochen immer heißer werdende Wasser aus der Leitung, mit dem kalten Wasser aus dem kleinen Wassertank in der Zwischendecke auf eine angenehme Temperatur mischen. Wie das geht und was ich hier für wirres Zeug erzähle? Da wir im Haus mittlerweile sehr oft nur noch mit Klimaanlage leben, sind die Räume angenehm gekühlt und somit zieht diese Kühle auch in die Zwischendecken hinein, in denen die Heißwasserbereiter hängen. Wenn wir also die Heizfunktion der Tanks ausschalten, wird durch die Klimaanlagen auch das Wasser gekühlt. So dass wir dann das heiße Wasser aus der Leitung mit dem gekühlten Wasser aus dem Heißwasserbereiter auf eine perfekte Duschtemperatur mischen können.

Jetzt habe ich da nur eine verwirrende Frage im Kopf, die mich beschäftigt…?

Wir lassen gerade einen Solar-betriebenen Wassertank auf dem Dach installieren, der uns in Zukunft umweltfreundlich das heiße Wasser bereiten soll, welches durch neu verlegte Wasserleiten in den Zwischendecken zu den Nassräumen geführt wird. Die vielen kleinen (etwa 20-30 Liter fassenden) Heißwasserbereiter werden dann stillgelegt und entleert.

Nun mein Bedenken: wie bekomme ich dann angenehme Wassertemperaturen gemischt, wenn sowohl das Wasser aus der Leitung, als auch das Wasser aus dem neuen Tank ständig „überhitzt“ ist…?

Gute Frage, oder? Ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten, wenn der Sommer sich noch weiter sommerlich verstärkt hat.

Was gibt´s Neues von der Baustelle?

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Erstmal gibt es da meinen Zustand. Totale Baustellen-Erschöpfung, wobei ich weder diejenige bin, die bei 45 Grad auf dem Dach arbeitet, noch diejenige bin, die im Kran in 10m Höhe vor unserem Haus hängt und bei 45 Grad arbeitet, nicht diejenige bin, die den Kopf durch Mini-Luken in der Decke stecken muss, um irgendwelche Kabel oder Schläuche durch die Zwischendecken zu ziehen, noch diejenige bin, die die krass überdimensionalen neuen Klimaeinheiten ebenfalls in eben dieser Zwischendecke über Kopf montieren muss ein, das bin ich nicht. Ich bin diejenige, die aber gefühlt (wahrscheinlich vollkommen verfehlte Erinnerungswahrnehmung) seit Anfang November 2021 hier mit einer ständigen Baustellensituation leben muss. Ich bin die, die ständig unzählige Männer irgendwo im Haus arbeiten hat, die nicht immer wirklich frisch geduscht duften, die aber natürlich auch nicht wie wir wohnen und somit vielleicht auch nicht die Chance auf eine tägliche Dusche und den Zugriff zu einer Waschmaschine haben. Ich habe Verständnis für all diese Fakten und verstehe vollkommen auch deren Situation. Trotzdem bin ich es, die keinen Tag der Woche mal eine paar Stunden alleine im Haus ist. Es ist immer irgendwo irgendwer am Arbeiten. Überall ist immer wieder Dreck, weil Zwischendecken geöffnet oder gar aufgeschnitten werden müssen, überall Staub und Müll und Material, dass auch von der Garage oder von draußen mehr und mehr Staub ins Haus trägt. Ich bin auch nicht die, die das Putzen übernimmt. Das macht unsere liebe Perle mit größter Hingabe und Zuverlässigkeit. Die aber auch nicht jeden Tag bei uns arbeitet…

Auf einen Punkt gebracht, mal wieder: Wann ist das endlich zu Ende?

Heute steht ein Kran vor der Tür, der für den Abschluss der Dacharbeiten herangekarrt wurde. Damit dieser hier stehen darf, habe ich natürlich wieder einige Energie aufwenden dürfen, um hierfür die Genehmigung zu bekommen.

Das Thema neuer Farbanstrich für unser Haus ist leider auch noch nicht geklärt. Aber das Projekt haben wir gestern Abend erstmal auf Eis gelegt. Einfach mal warten. Im Herbst werden wir einen neuen Versuch startet, denn jetzt habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwelchen Genehmigungen tagelang hinterherzulaufen.

Ihr merkt, irgendwie dreht sich das Baustellenthema ständig im Kreise… Aber so geht in mir ebenfalls rund. Ich schlafe schlecht, bin ständig genervt von der ständigen Belagerung in und um unser Haus, von dem Dreck, den es gefühlt in alle Ecken zieht, von dem ständigen „Ärger“ bezügl. irgendwelcher Genehmigungen, schlicht weg von ein wenig Freiheitsentzug.

Jammern auf sehr hohem Niveau – ist mir vollkommen klar. Wir haben ein Häuschen, leben in einem sicheren Land, unsere Kinder gehen auf eine gute Schule, wir haben Essen und Trinken und am allerwichtigsten FRIEDEN um uns herum. Dafür bin ich unendlich dankbar und frage mich bei jedem meiner Worte hier, ob ich überhaupt das Recht habe, zu klagen… Aber ihr kennt das, da kann in der großen weiten Welt so viel Schlimmes passieren, aber wenn in der kleinen Welt um einen herum, etwas aus dem Lot gerät, ist das in dem Moment für die betroffene Person auch sehr belastend.

Und in einem gewissen Alter 😉, sollte man ja einfach auch immer auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten. Und da muss ich ehrlich zugeben, dass meine Toleranz gegenüber manchen Dingen im Leben einfach ein bisschen geschrumpft ist. So im Vergleich zu früheren, jüngeren Zeiten, wo man unendlich viel einstecken und wegstecken konnte.

Somit freue ich mich riesig, wenn endlich die angefangenen kleinen Baustellen erstmal abgeschlossen sind und Ruhe und Leere einkehrt.

Was nicht heißt, dass es nicht irgendwann wieder starten wird. Denn hier ist es Fakt, dass wenn ich eine Baustelle abgeschlossen habe, ich garantiert dadurch mindestens einen neue bereits wieder angestoßen habe.

Beispiele:

Durch den Einbau der neuen Klimaanlagen, müssen nun wieder die Decken teilweise verputzt und gestrichen werde. Durch den Einbau der neuen Fenster und Türen, müssen manche Böden nun ausgebessert werden und auch die Wände innen neu gestrichen werde, ebenfalls muss nach diesem Einbau, von außen teilweise neu verputzt und gestrichen werden. Die Klebereste, entstanden durch die Abdeckfolie zum Schutz beim Dachbau, auf den neu verlegten Fliesen müssen, müssen irgendwie entfernt werden. Die neuverlegten Fliesen, die ebenfalls durch die vorerst nicht eingesetzten Schutzfolien, durch die Dachdecker zerstört wurden, müssen erneut ausgetauscht werden…

usw. usw.

Auch hier, ein ständiger Kreislauf!

Baustellen-Geschichten…

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… habe ich lange keine erzählt, obwohl es viel zu berichten gäbe. Aber heute will ich mal wieder eine mit euch teilen.

Es geht um den Anstrich unseres Hauses in der Farbe Hellgrau mit weißen Rahmen rund um die Fenster und Türen.

Momentan ist unser Haus Cremefarben gestrichen mit gelben Umrandungen rund um die Fenster und Türen. Nicht meine liebste Farbe und da wir durch einige Umbauarbeiten nun definitiv das Haus auch von außen streichen lassen müssen, darf es gerne eine neue Farbe sein.

Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und mir gefällt die weitverbreitete Kombi von einem Hellgrau mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen. Ganz dezent, nichts Auffälliges, nichts Außergewöhnliches. Aber trotzdem muss ich bei der Verwaltungsgesellschaft unserer Wohnanlage, diesen Neuanstrich genehmigen lassen.

Also auf in den Farbladen, denn ich benötige den RAL Code.

Zusätzlich zu dem Antragsschreiben muss ich noch Passkopien, Visakopien, lokale Ausweisdokumente und den lokalen „Grundbucheintrag“ einreichen.

Und innerhalb kürzester Zeit bekomme ich eine Absage. Die Farbekombination ist nicht genehmigt, im Anhang eine Farbpalette zulässiger Farben, alles in leichten Pastelltönen…

Warum gibt es so viele graue Häuser um mich herum?

Heute bin ich umhergefahren und habe wahllos Fotos von all den grauen Häusern in direkter Umgebung gemacht und habe erneut nett angefragt, wie es sein kann, dass es so viele graue Häuser gibt?

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal für eine Antwort bekommen werde. Drückt mir die Daumen.

Ich werde berichten!

Whiplash.

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Neue englische Vokal gelernt.

Vorweg: Schmerzen sind um, schlaflose Nächte überstanden und ich bin wieder funktionsfähig und schmerzfrei.

Was war passiert? Ich war mit den Kindern Schlittschuhlaufen (in Dubai), bin gestürzt, habe mir ein Schleudertrauma zugezogen und somit eine neue Vokabel gelernt. Hätte auch schmerzfreier geschehen können.

Es war ein schulfreier Tag, die Kinder hatten die Idee, Eislaufen zu gehen und ich war so mutig, es ihnen gleich zu tun. Das letzte Mal stand ich vor vielleicht 20 Jahren auf Schlittschuhen, aber ich konnte mich erinnern, damals lief das ganz gut. Also, was soll schon passieren? Ich bin dabei. Und es lief gut!

Die Kinder waren doch eher sehr skeptisch, dass die Mutter sich jetzt auf das Eis wagt, drängten doch sehr, dass ich mir doch einen Pinguin nehmen solle. Aber nein, brauch ich nicht. Und somit Schlittschuh an, Socken als Handschuhe (eben falls ich mal hinfallen sollte…) und raus aufs Eis. Und die Kinder staunten – ich auch. Denn es lief wirklich gut. Schnell war ich wieder im Rhythmus und drehte meine Runden. Ob das wohl so ist, wie beim Radfahren, dass man das nie verlernt? Es flutschte und machte richtig Laune. Gute Musik, Runde um Runde, tatsächlich in der Lage, die ein oder andere Person zu überholen. Ich war richtig stolz und die Kinder richtig baff.

Und dann bin ich ein bisschen gefallen. Wirklich alles ganz harmlos in Zeitlupe, nichts Wildes. Ganz langsam auf die linke Pobacke. Ich habe nur einen kurzen, heftigen Stich im Kopfbereich gespürt, aber sonst alles gut. Tat auch nicht weiter weh, aber ich erinnere mich, dass das mein einziger Gedanke war: „Warum jetzt dieser kurze Schmerz im Kopfbereich und keine Schmerzen an Po oder Hüfte?“….

Aufstehen, weiter geht´s. Genauso schnell, es macht richtig Spaß.

Zwei Tage später verspüre ich leichte Nackenschmerzen. Ich meine noch, es kommt von der Klimaanlage. Leider wird die Situation immer schlimmer und ich kann fast kein Auto mehr fahren, denn über die Schulter kann ich nicht mehr blicken. Nachts aber überkommt mich dann der richtig heftige Schmerz. Ich schlafe keine Nacht mehr. Kann nur noch in einer einzigen, sehr unbequemen, starren Rückenlage liegen, aber auch das nur unter extremen Schmerzen. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Also versuche ich es nach mehreren Tagen dann abends mit Schmerzmitteln. Erst 400 Ibu, dann 800er Ibu… Leider hilft nichts. Ich grübele ewig, was ich falsch gemacht haben könnte. Denke immer wieder, es muss an den Klimaanlagen liegen.

Als ich nach neuen Tagen eine sehr schlimme Nacht habe, kommt mir plötzlich mitten in meinem Nacht-Schmerz-Delirium mein Eislauf-Sturz in den Sinn. Das ist es! Schleudertraume vielleicht? Noch in der Nacht googele ich die Übersetzung: Whiplash.

Tag 10 rufe ich sofort morgens beim Arzt an mit meiner Vermutung. Die Sprechstundenhilfe kennt leider auch die Vokabel nicht und ist überfordert, bei welchem Arzt sie mich einbuchen soll. Wir einigen uns erstmal auf einen Hausarzt.

Die Ärztin ist wirklich super bemüht, aber leider spüre ich schon während der Untersuchung, dass wir nicht auf dem gleichen Weg sind. Ich stimme einer Röntgenaufnahme des Halsbereiches zu, um sicher zu sein, dass nichts angebrochen ist. Ich bekomme eine Spritze mit Schmerzmitteln und noch eine Alternative zu Ibu, Tabletten zur Muskelentspannung, die ich drei Tage lang nehmen soll, und Voltaren Creme.

Ich mache mehrmals den Versuch, sie zu überzeugen, dass ich vielleicht einfach einen Chiropraktiker sehen sollte, aber davon will sie nichts hören. Vehement redet sie dagegen.

Zumindest kann ich in dieser Nacht, Dank der Spritze, seit 10 Tagen ENDLICH mal wieder schlafen.

Ich nehme zwei Tage lang diese Muskelentspannungstabletten und die Voltaren Creme, keine Besserung.

Nach einer extrem schlimmen Nacht, die ich aus Verzweiflung zeitweise auf den kalten, harten Badfliesen verbringe, weil diese vom Schmerz ablenken, muss am nächsten Tag ein Chiropraktiker her.

Ich bekomme tatsächlich für mittags einen Termin, bei einer Empfehlung einer Freundin. Was für ein Glück. Hoffnung! Mit dem Taxi fahre ich apathisch und fix und fertig in die Praxis, immer kurz vor einem Heulanfall. Als ich endlich vor dem netten Retter sitze, kommen mir auch gleich wieder die Tränen. Ich erzähle ihm die Ereignisse und Versuche der letzten 11 Tage exakt so, wie ich sie Tage zuvor der Ärztin geschildert habe, ohne wohlgemerkt je das Wort „Whiplash“ in den Mund zu nehmen. Das erste was er nach meiner Schilderung sagt: Whiplash, ganz klar. Er schaut sich noch kurz meinen Nacken an und dann geht die Behandlung los.

Wirklich schmerzhaft, aber ich halte tapfer durch. Ich will einfach nur, dass es besser wird. Er verschreibt mir Voltaren Tabletten und verordnet mir ein ständiges Wärmen der betroffenen Stellen, besonders nachts. Denn der Schmerz nachts wird durch die ausgekühlten Muskeln verursacht. Ich bekomme drei Übungen gezeigt, die ich zusätzlich so oft wie möglich machen soll

Und was soll ich sagen, bereits in dieser Nacht, schlafe ich, wahrscheinlich Dank der Voltaren Tabletten wieder durch. Und am nächsten Morgen verspüre ich eine erhebliche Verbesserung. Noch ein weiterer Tag meine Übungen, viel Wärme und abends noch eine Voltaren: und am nächsten Tag fühle ich mich wieder unter den Lebenden. Ich bin wieder ich. Ohne Schmerzen. Gut gelaunt, weil schmerzfrei und ausgeschlafen.

Was für eine Tortur, nur um eine neue englische Vokabel zu lernen 😉

Whiplash – Schleudertrauma.

Und Eislaufen… hat wirklich richtig Spaß gemacht. Ich denke, ich werde es trotzdem beim nächsten Mal wieder tun.

Sharjah Strand.

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Meer geht immer.

Da die Kinder vom Regenraum in Sharjah eh schon nass sind, beschließen wir noch das Meer zu suchen.

Nach verlassen des Regenraumes betrachten wir auf google Maps unsere Location. Die Corniche scheint gar nicht weit weg zu sein. Es ist super heiß, Ramadan (also auf der Straße nicht trinken) und eine kleine Baustelle und eine große Straße versperren uns irgendwie den direkten Weg zum Wasser zur Sharjah Corniche. Das wird ein größerer Spaziergang zum Wasser… Was nun? Ich hole das Auto und wir werden versuchen den Strand zu finden.

Entlang weiterer Prachtstraßen (Ich muss unbedingt einmal für eine Stadtbesichtigung zurückkommen) kommen wir dem Meer immer näher. Und dann grüßt es uns: das türkis-blaue Meer. Wir machen noch einen U-Turn und nehmen einen der unzähligen, freien Parkplätze. Wir scheinen hier ganz alleine zu sein. WOW.

Da wir keine Badesachen eingepackt hatten, war ja nur Wüste und Regen geplant, können wir nur die Füße ins Wasser stecken. Bei den Kindern dauert es nicht lange und natürlich sind sie, mit Klamotten, sehr schnell am Plantschen und Toben. Genießen. Ein Schiffswrack liegt direkt vor uns im Wasser. Die Kinder kraxeln auf den Steinen, wir sammeln wunderschöne Muscheln. Nur ganz weit in der Ferne können wir noch ein paar wenige weitere Strandbesucher sehen.

Immer wieder müssen wir uns klar machen, was wir innerhalb der letzten 24 Stunden alles sehen und erleben durften: Von der Wüste mit Kamelreiten, Quadfahren, Sandboarden und Übernachtung in der Wüste in den Regenraum und nun im türkisenen Wasser plantschen. Das ist schon Glück. Wir sind sehr dankbar dafür. Irgendwann treibt uns dann doch der Durst zurück ins Auto.

Die Kinder ziehen sich hinter Handtüchern noch auf dem Parkplatz um, ich starte schon mal die Klimaanlage, denn die Temperaturen im Auto sind HOCH.

Zurück nach Dubai… Mal schauen, was uns hier noch die nächsten Tage erwartet.

Sharjah, ich komme auf jeden Fall wieder, diese Stadt möchte ich unbedingt noch besser kennenlernen. So viele prachtvolle Bauwerke.

Rain Room

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Sharjah.

Als ich meiner Freundin aus Deutschland erzählte, dass ich nach dem Wüstencamp noch einen Abstecher in den Regenraum nach Sharjah geplant hatte, war da erstmal keine Vorfreude. Unfassbare Blicke trafen mich. Wir haben viel über den Plan gelacht und gewitzelt, aber natürlich ging es nach der Wüste in den Regen.

Schließlich hatten meine Kinder Ferien und die sollten schon noch was Neues erleben und sehen. Und das wollte ich auch. Also auf nach Sharjah, wo ich vorher noch nie war. Die Stadt empfing uns mit prächtigen Bauten entlang großer, breiter, imposanter Straßen. Wow. Der Regenraum dann eher in einem normaleren Stadtgebiet, direkt davor ein großer, eingezäunter Park. Der Beton-Kubus steht auf einer Art Insel zwischen den Straßen. Wir zahlen Eintritt 25 AED für Erwachsene und 15 AED pro Kind für etwa 20 Minuten. Durch hohe, schmale Betongassen führt uns ein freundlicher Mitarbeiter zu besagtem Regenraum und erklärt uns dort, wie wir nicht nass werden. Langsam bewegen, nie zu dicht nebeneinander laufen. Wir haben großes Glück, dass wir zu Beginn ein paar Minuten alleine im Regen stehen dürfen. Denn eine weitere Mutter mit zwei Kindern kommt erst später zu uns.

Auch meine Freundin muss zugeben, dass es wirklich eine spaßige Angelegenheit ist. Der Raum ist schwarz, fast ganz dunkel, nur ein grelles, weißes Licht am Ende strahlt den Regen von der Seite an. SchwarzWeiß. Es sieht toll aus. Wir testen den Regen, lachen, fotografieren und natürlich trifft uns der ein oder andere Tropfen, wenn wir uns falsch bewegen, aber wir werden nicht nass, obwohl wir durch den Regen laufen. Wirklich cool.

Die Kinder übertreiben es natürlich…

Irgendwann ist unsere Zeit um, denn eine nächste, wirklich große Gruppe, wartet auf ihren Regengang. Wir hatten wirklich Glück, dass wir so eine kleine Gruppe erwischt haben.

Kurzweilige, tolle Sache – auf jeden Fall empfehlenswert. Auch meine wirklich skeptische Freundin aus Deutschland war dann doch begeistert vom Regen in Sharjah…

Da draußen 38 Grad im Schatten auf uns warten, dass Auto in der Sonne geparkt hat, ist es fast ein Vorteil, dass die Kinder so nass sind 😉

Aber da die beiden auch schon nass sind, vielleicht noch kurz ans Meer…

The Dunes Safari & Camping

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Wüste – Ras al Khaimah.

Natürlich darf bei einem Besuch aus Deutschland auch ein Trip in die Wüste nicht fehlen. Am liebsten natürlich mit einer Übernachtung. So also auch bei dem Besuch meiner lieben Freundin. Und damit es für mich oder für uns nicht immer wieder das gleiche ist, versuche ich immer wieder neue Wüstencamps ausfindig zu machen. Allerdings ist das doch eher nicht so ausgiebig, wie vielleicht die Safari Lodges rund um Johannesburg. Da muss ich mich hier doch um einiges mehr ins Zeug legen…

Aber gut, dieses Mal bin ich wieder fündig geworden.

Und wir werden so wunderschön überrascht. Ich habe Dome Zelte gebucht. Die Kinder hatten noch Osterferien und somit konnten wir unter der Woche fahren, was dazu führte, dass in dem Camp sehr, sehr wenig Besucher waren. Es waren vielleicht noch zwei andere Parteien zum Übernachten im Camp und ein paar wenige, die zum Abendprogramm mit einem Fahrer vorbeikamen. Exklusive Show nur für uns.

Aber erstmal haben wir am Nachmittag nach Ankunft (Anreise in diesen Wüstencamps oder -hotels meist erst zwischen 15 und 16 Uhr) noch eine Stunde Quadtour durch die Wüste gebucht. Leider werden wir aufgefordert Helme zu tragen, was ich sehr schwer ertragen kann. Das Aufzwängen des Helmes verursacht fast eine Art Platzangst bei mir. Schrecklich. Dann noch die Hitze und der Helm, der auf den Kopf drückt. Kostet mich ganz schön Überwindung, aber sobald der Fahrtwind um den Hals weht, wird es langsam besser. Es ist so wunderschön zu viert mit Guide tiefer und tiefer in die Wüste einzudringen. Man fühlt sich der Wüste noch viel näher. Wenn wir anhalten und eine kleine Fotosession einlegen, herrscht vollkommene Ruhe. Der Kopf darf auch kurz wieder Freiheit genießen – helmfrei. Den Sand unter den Füßen. Ich liebe es.

Zufrieden und glücklich kehren wir eine Stunde später wieder ins Camp zurück. Mit einem kühlen Bier lümmeln wir auf den arabischen Sofas und genießen einfach nur das Sein, das Sein in der Wüste.

Zur Show und zum Essen sitzen wir ebenfalls auf kleinen, arabischen Sofas. Tolle Atmosphäre und gutes, einfaches Essen. Kühle Getränke und eine immer wiederkehrende Showeinlage (in allen Wüstencamps): Bauchtanz, die Derwische mit ihrem schwindelerregenden Drehtanz und zum absoluten Highlight jedes abends eine Feuershow.

Natürlich lassen wir uns auch noch Henna Tattoos malen und machen zum Sonnenuntergang noch entsprechende Fotos.

In unserem Kuppelzelt schlummern wir zufrieden und glücklich. Was für ein wunderschöner Wüstentag! Damit waren es bis jetzt ja eigentlich nur ein paar Stunden…

Das Frühstück in den Camps ist immer sehr, sehr einfach. Aber die Tatsache, dass man in der Wüste sitzt und dort frühstücken kann, gleicht alles wieder aus.

Mit Sand in den Schuhen und somit später auch überall im Auto machen wir uns auf die Weiterfahrt…

Lasst euch überraschen, was morgen kommt. Kontrastprogramm vom Feinsten – so viel kann ich verraten 😉