„Surreale“ Zeit.

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Es war ja super ruhig hier…

Ruhig auf meiner EntdeckerGlück Seite hier, aber in unserem Leben natürlich eher nicht ruhig, seit meinem letzten Beitrag im Januar 2026.

Wir hatten noch Besuch von meinen Eltern im Februar, haben tolle Erlebnisse zusammen gehabt, haben den 16. Geburtstag unserer Zwillinge gefeiert und dann …
War alles anders.
War alles neu.
War alles unruhig.

Und vor allem – war alles

SURREAL…

Samstagmorgen, 28. Februar 2026 – Dubai
Wochenende, wie immer, Kaffee auf der Terrasse, Frühstück. 
Sohn Verabredung mit Freunden und ich mit Tochter zum Bücherflohmarkt. 
Und dann, keine Ahnung, wie alles kam… 
Es ging alles schnell, zumindest gefühlt.
Erste Nachricht von Freunden aus Deutschland, ob wir o.k. sind.
Heiko am Flughafen in Zürich – 15:16 Uhr – kein Check-In. 
erste Berichte von Freunden aus Abu Dhabi – laute Geräusche…
15:26 Uhr – offizielle Meldung Emirates streicht alle Flüge. 

Chaos in allen möglichen WhatsApp Gruppen. 
Allgemeiner Konsens: in Innenräumen aufhalten, wenn möglich in Räumen mit wenig Fenstern in unteren Stockwerken…

Was passiert hier?

Auch hier bei uns in Dubai, erste laute-Geräusche. 
Wir können noch nicht einschätzen, was das ist. 

Vielleicht doch besser der Sohn mit dem Taxi nach Hause. 
Gegen 17 Uhr kommt er an. 
Mehr laute, unbekannte Geräusche. Wände wackeln immer mal wieder, Fenster vibrieren. 

Die ganze Zeit Updates über die lokalen Nachrichten. 

Dann zum Glück die ausführliche Erklärung, woher die lauten Geräusche kommen. 
In den Nachrichten wird das Abfang/Abwehr-System des Landes detailiert erklärt, damit wir vor Ort die doch wirklich bisher unbekannten Geräusche verstehen können. Etwas Erleichterung in dieser surrealen Situation.

Die größte Gefahr kommt von herunterfallenden Trümmerteilen abgewehrter Bedrohungen. 

Somit ist es am sichersten im Haus. 
Dann plötzlich die Meldung Feuer auf der Palme. 
Immer wieder laute Geräusche, die keine Einschläge, sondern Abwehraktionen sind, erfolgreiche Abwehr.
Wir richten ein Matratzenlager im Wohnzimmer ein – Wohnzimmer leider mit riesiger Fensterfront… Was nun?
Wir decken diese mit der Gästezimmermatratze ab. Gibt Dunkelheit in der Nacht und gleichzeitig Sicherheit vor eventuellen Glassplittern.

Dann wieder Erleichterung, denn laut lokalen Medien wurde das Feuer auf der Palm Jumeirah und auch am Burj al Arab ebenfalls von solchen herabfallenden Trümmerteilen verursacht und keine direkten Angriffe auf diese Gebäude. Zum Glück.

23:45 Uhr – wir versuchen zur Ruhe zu kommen. Wir drei verunsichert – viel reden. 
Mein Mann wird erstmal in der Schweiz feststecken.
Die Erklärungen für die Geräusche noch mal besprechen. 
Ah, man soll die Fenster nicht alle komplett verschließen. Lieber leicht geöffnet – Tipp aus einer WhatsApp Gruppe.
Also nochmal Rundgang durch Haus – Fenster kippen. 

Die ganze Nacht immer mal wieder sehr laute Geräusche – wackelnde Fenster. Düsenjets auch immer wieder zu hören.
Absolut SURREAL! Unbeschreiblich. 

Sonntag – Tag 2 – 1. März

00.36 Uhr gerade war ein bisschen Ruhe einkehrt in unserem Matratzenlager…
Der erste NOTFALL – ALARM auf dem Handy. 
Ein durchdringender Ton, der einem sofort das Herz bis zum Hals schlagen lässt. 
Aber was ändert es… 
Wir sind schon für uns am sichersten Ort im Haus – da bleiben wir. 

1:56 Uhr: Zwischenstand: Es wurden 137 Raketen und 209 Drohnen erfolgreich abgewehrt. 

7:57 Uhr: Ankündigung: Online Unterricht bis einschließlich Mittwoch. 
Es ist ruhiger heute…
Wir Spielen „Das Spiel des Lebens“ – wir haben ja Zeit.
Wir spielen es gleich 3x an diesem Tag.

Immer wieder hören wir Abwehrerfolge und Jets fliegen…
Aber wir sind schon ruhiger. Innerlich ruhiger als gestern.

Reger Austausch mit Freunden vor Ort in Dubai und Abu Dhabi, zusätzlich immer wieder Updates über die lokalen Nachrichtenkanäle und Austausch oder Infos in WhatsApp Gruppen. Zusammenhalt.

Das Abwehrsystem wird noch näher erklärt. Langsam werden wir zu Experten der neuen Geräusche in unserem Leben.

Mehr Verständnis – mehr innere Ruhe.

Trotzdem immer mal wieder die durchdringende ALARM Meldung auf unseren Handys.
Der Puls schlägt jedes Mal schneller.

Montag – Tag 3 – 2. März

Start online Unterricht. Läuft so la la.
Adrian in der GEMS Wellington Schule bekommt mehr Aufgaben, die er alleine erledigen muss.
Coral in der Deutschen Schule hat fast durchgehend online Unterricht – mein klarer Favorit.

Kids tauschen sich immer wieder mit Freunden aus, ebenso ich. Tut gut, verbindet, beruhigt.
Heiko hängt immer noch in der Schweiz fest.

Das ganze Leben findet irgendwie rund um das WohnzimmerMatratzenlager statt – gemütlich.
Coral spielt immer wieder Saxophone – Adrian tanzt mit Kopfhörern auf den Ohren.

Wir spielen wieder zwei Runden „Spiel des Lebens“.

Immer wieder ALARM Meldungen zwischendurch.
Täglich Statistiken über die abgewehrten Bedrohungen.

Surreal.

Dienstag – Tag 4 – 3. März

News: Online Unterricht bis einschließlich Freitag verlängert.
Wir müssen mal raus.
Treffen zum Kaffeetrinken mit Freunden im Café in der Community. So schön, in der Sonne zusammen zu sitzen.
Zum Abendessen treffen mit anderen Freunden beim Italiener direkt neben an.
Super schöne Stunden – tut gut. Der Italiener hier bei uns in der Wohnanlage ist bis auf den letzten Platz VOLL. Keiner will sich weit vom Haus entfernen.

Ich mag einen Spruch der online gepostet wurde:
UAE residents right now: fully safe, fully trusting the government, fully panicken about Eid travel plans.

Denn eigentlich haben wir in 10 Tagen Frühlingsferien für zwei Wochen. Wir haben eine Woche Skifahren mit einer Gruppe Freunde von 13 Personen in Georgien gebucht, ab 14. März.
Anschließend wollten die Kids und ich noch für 5 Nächte nach Doha/Qatar fliegen.
Flüge und Hotels sind gebucht, Ausflüge reserviert…

Heiko sitzt aber immer noch einer Schweiz fest, noch gehen nur spärlich Flüge.

Mittwoch – Tag 5 – 4. März
Ankündigung: Die Frühlingsferien werden um eine Woche vorverlegt. Start somit nicht am 14. März, sondern am 7. März, also in drei Tagen.
Jetzt dann mal an die Organisation der Umbuchungen und Stornierungen, zumindest teilweise. Bei den Fluggesellschaften müssen wir auf die Stornierung von deren Seite warten. Hotels und Ausflüge Doha kann ich auf jeden Fall stornieren. Diese Reise wäre dann jetzt außerhalb der Ferien.
Georgien erfrage ich schon mal die Umbuchungs- und Stornobedingungen des Hotels.

Abends erstmal ein Glas Wein mit einer Freundin auf der Terrasse.
Schlafen weiter im Matratzenlager im Wohnzimmer, immer mal wieder eine ALARM Meldung auf dem Handy. Überlegen aber, doch wieder in unsere Schlafzimmer umzuziehen.
Irgendwie alles mittlerweile NORMAL, keine direkte Bedrohung.

Donnerstag – Tag 6 – 5. März

Nachdem online Unterricht – Abbau unseres Matratzenlagers. Rückzug in die Schlafzimmer.
Fühlt sich gut an. Waren aber super gemütliche Stunden zusammen. Ich habe es genossen! Hatte etwas Besonderes!

Freitag – Tag 7 – 6. März

Heiko ist auf einem frühen Rückflug mit Emirates nach Dubai gebucht. Hoffen wir, es klappt alles.

Wenn ein ALARM auf unser Handy kommt – versammeln wir uns im Wohnzimmer.

Heiko back home!!! MEGA! Schön, ab jetzt Verantwortung zu teilen.

17:30 Uhr „Biergarten“ im benachbarten PoloClub. Ohne ALARM, mit LiveMusik und Blick auf die Lichtershow am Burj Khalifa in der Ferne. Tolles Gefühl. Freunde kommen noch dazu. 21 Uhr ein letzter Absacker bei uns. 22 Uhr noch ein Alarm und dann aber Ruhe und ab ins Bett.

Nachts, haben wir beschlossen, schlafen wir einfach weiter. Es geht ja mehr darum, dass wir uns in Innenräumen aufhalten sollen und das tun wir ja sowieso, wenn wir im Bett liegen.

Samstag – Tag 8 – 7. März

Ausschlafen, Sporteln, SonneTanken im Garten, Spaziergang mit dem Hund.
Die Kids sind mit Freunden zum Eislaufen in die Dubai Mall gefahren.

Nachmittags grillen mit Freunden. So schön – so normal.

Abends, zum Glück nach dem Essen, wieder eine ALARM, alle ab ins Haus. Wir spielen Qwirkle bis in die Nacht hinein. Einfach entspannt, lustig. Normal – tut gut.

Sonntag – Tag 9 – 8. März

Again… Ausschlafen, Sporteln, SonneTanken im Garten, Spaziergang mit dem Hund. FernsehAbend auf dem Sofa.

Montag – Tag 10 – 9. März

Ferien.
Passend dazu – gleich morgens die Streichung unseres Fluges nach Georgien. Somit können wir jetzt wenigstens die Umbuchung/Storno Planung abschließen. Wir verschieben auf einen unbestimmten, grob geschätzten Termin für die Frühjahrferien 2027. Storno – würden wir zu viel Geld verlieren.

Was aber nun? Bleiben wir die ganzen zwei Wochen zu Hause?

Frust!

Heute Mittag steht auch noch ein Termin für Reiki/Chakra Healing für die Kinder an. War als eine Aktivität für die zwei während der verkürzten Ramadan Schulzeiten geplant. In der ersten „surrealen“ Woche, wo der eigentliche Termin sein sollte, wollten wir aber nicht hinfahren. Somit jetzt heute. Wir fühlen uns eh wirklich sicher und man will immer mehr Normal haben UND auch mal das Haus verlassen, mal die Wohnanlage verlassen. Und Reiki und Chakra Healing kann ja in solchen Zeiten nur guttun.

Im Wartebereich hektisches Überlegen, was wir nun mit diesen vorgezogenen Ferien anfangen unter diesen surrealen Umständen.


Kids haben für abends ein Fastenbrechen mit Freunden organisiert.
Schön, die Kinder mal wieder zusammen lachen und genießen zu sehen.

Abends beschließen wir dann, nach Südafrika zu fliegen, die alte Heimat.
Eine Woche Safari, einfach nur Natur, Tiere und Ruhe.
Mein Mann müsste eh eigentlich in der zweiten Woche dieser vorgezogenen Ferien nach Johannesburg ins Büro. Und wo wir die zweite Woche Online-Unterricht machen – auch egal.

Also buchen wir ganz spontan zwei Wochen Südafrika.

Donnerstag, 12. März – Abflug:

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, ob man keine Angst hat, in solchen Zeiten zu flliegen. Ich kann nur von mir oder uns reden, wir hatten Null Angst, keine innere Unruhe oder so, nichts – einfach Vorfreude auf den Urlaub.

Erste Nacht in einem Hotel in Johannesburg. Nachts scheint es eine Veranstaltung zu geben, es ist irgendwie laut, auch mit Knallen… Ich schrecke sofort hoch. Obwohl man es zu Hause gar nicht so realisiert hat, scheint im Unterbewusstsein doch eine enorme Anspannung angestaut zu sein. Schreckhaftigkeit.

Freitag, 13. März – Fahrt in den afrikanischen Busch:

Unglaublich, je weiter wir in die Natur kommen, desto mehr fällt von mir ab. Der Körper entspannt, obwohl ich vorher nie wirklich gemerkt habe, dass ich angespannt war.
Es laufen gar ein paar Tränchen des Glücks die Wange runter, als wir von der Teerstraße auf die Schotterpiste abbiegen. Es fühlt sich so gut an, so beruhigend. Unbeschreiblich schön.

Noch eine letzte Schrecksituation. In der ersten Lodge, die Häuschen liegen weit auseinander, kein Internet Empfang, kein Telefon im Chalet, die Teenager in einem Häuschen und wir Eltern im anderen. Das Camp nicht eingezäunt, deshalb darf man nachts nicht allein herumlaufen. Eines der Kinder bekommt aber nachts eine leichte Panikattacke… Das zweite Kind versucht im letzten Badezimmereck Internetempfang über die Rezeption zu erreichen und es gelingt zum Glück. Über WhatsApp können uns die Kinder erreichen und erst jetzt realisieren wir, dass es überhaupt kein Notfall-Equipment oder eine NotfallNummer im Zimmer gibt. Somit verlässt mein Mann dann doch ungenehmigt nachts im Dunkeln das Zimmer mit HandyTaschenlampe, denn auch eine Taschenlampe können wir im Zimmer nicht finden, und wir teilen uns Eltern-technisch je mit einem Kind dann auf.
Am nächsten Morgen besprechen wir das erstmal mit der Rezeption. Es wird dann umgehend dafür gesorgt, dass zumindest die Internetverbindung in den Zimmern (die von einem Blitz zerstört worden war) wieder hergestellt wird und wir eine NotfallNummer bekommen.

Nach diesem letzten Schockmoment und nervenaufreibendem Erlebnis, kehrt Ruhe ein.
Innerlich und außen. Aber die Situation in der Nacht hat mir dann erneut gezeigt, was für eine Anspannung tief im Inneren doch im Körper steckt, was man überhaupt nicht vorher realisiert hatte.

Eine Woche Safari in zwei verschiedenen Lodgen. Es tut so gut. Ins Grüne starren, Tiere suchen, finden und beobachten und sich an der Natur erfreuen.

Anschließend noch eine Woche Johannesburg. Nach dem Online Unterricht am Morgen im Hotelzimmer, frische ich mit den Teenagern die Erinnerungen der Kindheit wieder auf. Wir machen eine Tour durch Soweto, durch Maboneng, ins Elefanten-Waisenhaus und auf einen großen afrikanischen Markt am Hartebeesportdam und bummeln durchs Montecasino. All das, was wir früher mehr als einmal gemacht haben, aber an das sich die Beiden natürlich nur aufgrund von Fotos erinnern konnten.

Nach zwei Wochen geht es zurück nach Hause. So schön!!

Samstag, 28. März – Back in Dubai – Juhuuu

Wir sind 6 Nächte zu Hause.

Da die Zentralen Klassenarbeiten der Deutschen Schule aber verschoben wurden, es weiter mit dem Online Unterricht geht, beschließen wir unter Tränen noch mal nach Deutschland zu fliegen. Eigentlich wollen wir einfach nur zu Hause sein. Aber wir nutzen einfach die Zeit und verbringen Zeit mit der Familie und treffen Freunde in Deutschland.

Freitag, 3. April – auf dem Weg nach Deutschland

Wir sitzen wieder im Flieger, nur die kids und ich – auf dem Weg nach Hessen zu meinen Eltern.
3, 5 Wochen Deutschland, Online Unterricht.
Ich gehe jeden Tag super viel spazieren, raus, Natur, laufen, denn die Kinder sitzen sowieso im Unterricht, ich muss meinen Kopf frei bekommen.

An einem Wochenende fahren wir nach Saarbrücken. Eine Klassenkameradin und sehr, sehr gute Freundin der Kinder ist direkt in der ersten Woche der Ereignisse ausgereist. Die Familie wollte sowieso nach den Sommerferien zurück nach Deutschland gehen und hatte dies, unerwartet und traurig für die Kinder, von heute auf morgen vorgezogen. Sehr viele Tränen gab es da in der ersten Woche. Kein Abschied von einer guten Freundin, einfach Trennung.
Diese Freundin besuchen die Kinder für zwei Nächte. Ich fahren sie hin und treffe mich derweil mit meiner guten Freundin übers Wochenende. Wir haben alle eine richtig tolle Zeit. Die Kinder so ein richtiges Teenager Wochenende.

Ein weiteres Wochenende treffen wir uns mit meinem Mann in Stuttgart, denn er ist geschäftlich in der Schweiz zwischendurch und wir können das gut kombinieren. Familienzeit ist ja eher rar im Moment. Wir haben eine wertvolle schöne Zeit in Stuttgart. Und dann trennen sich die Wege wieder.

Dienstag, 28. April – Heimflug nach Dubai

Und wieder am Flughafen.

Mittwoch, 29. April – Ausschlafen

Ankommen

Donnerstag, 30. April – erster Tag Schule

Seit bereits einer Woche ist die Schule wieder geöffnet, aber mit der Option online weiter am Unterricht teilzunehmen oder in der Schule zu sein.

Heute nach all der langen, langen Zeit also der erste Tag wieder für unsere Kids: Back to school. Kinder endlich wieder unter ihren Freunden. Teenagergespräche.
Ich will wieder Freunde treffen. Habe das vermisst.
Wir sind alle sehr aktiv und genießen. So schön, wieder zu Hause zu sein. Kein Alarm, keine hörbaren Abwehraktionen. Waffenruhe…

Montag, 4. Mai – Alarm

Jetzt war es fast die ganze Zeit, in der wir in Deutschland waren ruhig, nur anfänglich noch Alarm und dann einfach Ruhe. Waffenruhe. Die Kinder waren jetzt zwei Tage in der Schule, Donnerstag und Freitag und heute bin ich mit Freundinnen noch mal im Global Village. Und wir sind gerade durch den Eingangsbereich im ersten Länderpavillon, Indien, Kleider shoppen, da kommt er: wieder ein Alarm. Entwarnung. Noch ein Alarm. Entwarnung. Noch ein Alarm…
O.k., wir fahren doch wieder nach Hause.
Entwarnung.
Wir sitzen alle im Wohnzimmer und quatschen. Keine Angst, keine Anspannung. Wir sind entspannt. Denn wir wissen ja, dass wir sicher sind.
Aber natürlich, war mir gleich beim ersten Alarm klar, ab morgen, Dienstag, wieder Online Unterricht. Sicherheit geht vor. Vollkommen klar. Aber trotzdem eigentlich nicht zu fassen. Wir müssen echt schon lachen.

So ein SURREALES, chaotisches, unplanbares, unruhiges Jahr hatten wir bis jetzt, wenn ich mich recht erinnere, noch nie in unserem Leben. Man könnte sich jetzt aufregen, verzweifeln, man kann es aber auch einfach hinnehmen. Ändern kann man sowieso nichts und dass wir sicher sind und gesund sind, das ist einfach nur das aller Wichtigste.
Obwohl nach all der langen Zeit, Routine auch schon mal wieder etwas wirklich Schönes wäre. Aber egal, wir leben einfach weiter im chaotischen Leben.
Freunde treffen, das Leben genießen und Dubai genießen!

Freitag, 22. Mai – 12:34 Uhr – 37 Grad – wir sitzen wieder im Auto…

… auf dem Weg zum Flughafen. Es geht wieder nach Deutschland. Wir haben schon wieder eine Woche Ferien, Eid al Adha Ferien. Ich wäre sowieso geflogen, da meine liebe Mama am 24. Mai 26 ihren 70. Geburtstag feiert. Jetzt haben wir beschlossen, alle noch mal zu fliegen.  Bisschen Geburtstag, bisschen Roadtrip.
Nach dem Geburtstag erkunden wir das wunderschöne Bacharach am Rhein für eine Nacht, anschließend genießen wir die internationalen Vibes in der beeindruckenden Stadt Luxemburg für zwei Nächte, (leider nur mein Mann und ich – Kinder krank im Appartement mit Tee und Vitaminen) dann noch eine Nacht Koblenz (eigentlich ganz alleine für mich, denn jetzt alle drei krank im Hotelbett), bevor es noch eine Nacht zurück nach Hessen geht. Noch mal Familie und Freunde und dann wieder nach Hause.

Zumindest die Kids und ich, denn Heiko muss wieder weiter, noch mal in die Schweiz.

Samstag, 30. Mai – zurück nach Hause – Dubai wir kommen.

Montag, Dienstag und Donnerstag dann „endlich“ die ZKs, die Zentralen Klassenarbeiten an der Deutschen Internationalen Schule Dubai, in all diesem Chaos. Die KMK, Kultusministekonferenz Deutschland, ist der Meinungen, dass diese unbedingt noch geschrieben werden müssen. Die mündlichen Abiturprüfungen stehen noch aus, die Realschüler stehen vor ihren Abschlüssen – was für ein Chaos in dieser ganzen Zeit und was für Belastungen für die Schüler. Immer wieder verschobene Termine, dann zwischendurch die Idee der KMK, dass man zu Prüfungen nach Qatar fliegen soll… von einem Kriesengebiet ins nächste… dann die Überlegung, ob man für Reisenden die Prüfungen in deutschen Schulen in Deutschland unter Aufsicht organisieren soll, oder sollen sie ganz abgesagt werden? Es unglaublich, durch was die Schüler da durchmussten.
Aber es ist alles geschafft. Vielleicht nicht immer mit den erhofften Noten, aber geschafft ist geschafft.

Und in meinem Kopf…. In 4 Wochen, am 3. Juli fangen dann unsere zwei Monate Sommerferien schon wieder an…
Eine Woche vor dieser letzten Deutschland Reise habe ich beschlossen, den geplanten Sommerurlaub, nämlich eine Reise durch Deutschland abzusagen. Wir waren jetzt so viel in Deutschland, ich mag etwas anderes sehen und erleben. Ich brauche etwas Neues. Günstig (!) wäre auch nicht schlecht nach all den Reisen der letzten Monate… Günstig wäre sogar sehr, sehr wichtig!!
Also alles storniert und ein neues Ziel gesucht und gebucht.

Montag, 1. Juni – krank

Wir nervig ist das denn bitte? Jetzt sind wir endlich wieder zu Hause und jetzt hat es mich voll erwischt. Mega Erkältung, Husten, Hitzewallungen, ohne Fieber. Ich bin krank, echt krank. Ich hatte so viel geplant für die Woche, wollte so viele Freunde treffen… Alles abgesagt. Bett, Sofa, Tee… Mehr geht nicht.
Für 1,5 Wochen – schlapp, husten, schlafen.

Zwischendurch muss ich aber unbedingt noch die Reiseplanung für den Sommer abschließen, denn ich bin überhaupt kein Typ von „vor Ort organisieren“ bei Reisen. Das große, grobe Gerüst muss komplett stehen, damit ich entspannt auf Reisen gehen kann. Vielleicht liegt es daran, dass ich ja jahrelang im Reisebüro tätig war… Vielleicht aber auch einfach an der Tatsache, dass ich alleine für die komplette Reiseplanung, Organisation und Buchung zuständig bin. Ich liebe es ja auch, muss ich ja gestehen. Aber es sollte eben vor Abflug alles in meinem Kopf geplant sein, damit auch ich auf Reisen einfach entspannen kann und nicht vor Ort immer wieder Zeit mit weiterer Organisation oder Buchung verschwenden muss. Wenn ich vor Ort bin, will genießen, in den Tag leben und mich um (fast) nichts mehr kümmern müssen.

Das dann, wie gesagt, leider alles in meiner Krank-sein Woche. Immer mal wieder vom Bett an den Laptop, dann mal wieder aufs Sofa, Tee kochen, Laptop, usw…
Aber alles gebucht, erledigt, fühlt sich gut an. Noch eine Impfung die nächsten Tage, dann sollte alles soweit passen. Regenjacken auch mal gekauft 😉  

Donnerstag, 18. Juni – noch zwei 2,5 Wochen bis zu den Ferien

Heute sitze ich hier und mag jetzt wirklich meinen Blogbeitrag fertig schreiben. Lange habe ich überlegt, ob ich zu dieser Situation noch etwas schreiben soll. Aber ich hatte es schon angefangen. Warum dann nicht zu Ende bringen.

Und vielleicht fragt sich schon der ein oder andere, wie man durch so eine Zeit kommt, hier zumindest mal ein Auszug.

Und jetzt nicht mehr lange…

6 Wochen Asien. Asien ist wirklich günstig und ich bin darüber sehr positiv überrascht und weiß, es war und ist die richtige Entscheidung, auch wenn wettertechnisch nicht die beste Reisezeit ist. 6 Wochen Unterkünfte und Ausflüge kosten etwa so viel wie 2,5-3 Wochen Europa. Und dann mal ganz abgesehen von den Nebenkosten vor Ort, die sind natürlich auch weit erfreulicher als auf Europa Reisen.
Thailand und Vietnam. Beides neue Länder für uns, für mich.
Thailand 2 Wochen und Vietnam 2 Wochen – ich alleine mit den Kindern. Ich habe schon Respekt davor, eben weil alles neu für mich ist.
Wir freuen uns unbeschreiblich auf diese Reise, auf die Erlebnisse und die neuen gemeinsamen Entdeckungen. Ich bin super gespannt.

Und dann hoffe ich, dass das neue Jahr (das neue Jahr beginnt für mich nicht am 1. Januar sondern mit dem neuen Schuljahr, das dieses Jahr am 31. August startet) – das dieses Jahr kein Surreales Jahr, sondern ein ganz normales neues Jahr mit ganz viel ROUTINE und RUHE wird. Mit Frieden, Routine, Harmonie, Gesundheit und Liebe und natürlich vielen magischen Momenten.

Ich bin natürlich auch froh und glücklich, über all die magischen, besonderen Momente die wir auch während dieser surrealen Zeit trotzdem erleben durften. Wir haben so unglaublich viel in dieser Zeit gelernt, so unzählige neue Erfahrungen gesammelt, die man gar nicht unbedingt sammeln wollte, so viel gesehen, so viel Zeit mit lieben, wichtigen Menschen verbringen dürfen, Zeit gehabt, alte Freundschaften auch wieder aufzufrischen. Ich bin für all das Dankbar.


Ganz besonders DANKBAR in einem Land zu Leben – der UAE, die sich so unglaublich um ihre Einwohner gekümmert und gesorgt haben und am aller wichtigsten irgendwann diese Weitsicht und Weisheit hatten in ein extrem gutes Verteidigungssystem und eine wahnsinnig zuverlässige Armee zu investieren, die uns beschützt haben, sicher gehalten haben. DANKE!  

Denke man kann sich gar nicht vorstellen, durch was für Strapazen und Belastungen die Regierung und die Armee in diesen Zeiten gegangen sein muss. DANKE.

Und jetzt mag ich noch eine Aussage von gestern von meiner lieben Nachbarin mit euch teilen. Die meinte gestern: „So, jetzt haben wir Corona erlebt, diesen letzten Monate hier erlebt, jetzt wäre ich bereit für die Außerirdischen.“ Ich musste so lachen. Weiß aber trotzdem nicht, ob ich mir DAS für mein nächstes Jahr wünschen möchte. Es darf einfach ein ganz normales, unaufgeregtes Jahr werden. 😉

Alserkal Avenue

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im Industriegebiet Al Quoz in Dubai.

Alserkal Avenue liegt fast ein bisschen versteckt im Industrieviertel Al Quoz und ist Dubais kreative Seele aus Beton und Backstein. Wo früher Lagerhallen standen, pulsiert heute Kunst, Design und Kultur. Schon beim Betreten fühlt man sich wie auf einer EntdeckungsReise abseits der glitzernden Hochhausfassaden.
Galerien reihen sich aneinander und öffnen Türen zu zeitgenössischer Kunst aus dem Nahen Osten und der Welt. Ganz besonders mag ich es, wenn auch mal eine Fotoaustellung in einer der Galerien stattfindet.
Dazwischen laden Concept Stores zum Stöbern ein und nette Cafés zum Verweilen.
Alserkal ist kein Ort zum schnellen Abhaken, sondern zum Schlendern. Man lässt sich treiben, bleibt stehen und schaut genauer hin. Verweilt.
Immer wieder überraschen Installationen im Außenbereich und die Atmosphäre ist wirklich entspannt, kreativ und super angenehm. Hier treffen sich Künstler, Expats, Reisende und Neugierige.
Besonders spannend ist der Kontrast zwischen der Industriearchitektur und der feinen Kunst.
Genau dieser Bruch macht den Reiz des Viertels aus. Ich liebe es.
Auch abends verliert Alserkal nichts von seiner Magie. Dann taucht warmes Licht die Hallen in eine schöne Stimmung. Veranstaltungen, Filmvorführungen und Pop-ups sorgen für Abwechslung. Es gibt ein kleines, feines Kino, mit eher außergewöhnlichen Filmen, oft auch in anderen Sprachen.
Alserkal zeigt ein anderes Dubai, leiser und authentischer.
Ein Ort, der inspiriert und entschleunigt.
Und einer, den man am liebsten immer wieder neu entdeckt und in dem es auch immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Unter der Woche tagsüber ist es hier eher sehr ruhig. Am Abend und besonders am Wochenende ist dann richtig Trubel in den Gassen, Galerien und Cafés und Restaurants.

Einfach nur über die Straße hinüber gelangt man in das ähnlich individuelle Künstler- und Konzeptstore Viertel: Courtyard.
Ebenso einen Besuch wert. Beides lässt sich auch super kombinieren.

Top Golf

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Dubai.

Ein großer Spaß für Alt und Jung. Über die letzten drei Monate haben wir mehrmals mit und ohne Besuch diese unterhaltsame tolle Attraktion in Dubai besucht.

Jeder war begeistert: Ob der 14-jährige Teenager oder der 70-jährige „Opi“. TopGolf ist wirklich für jeden was.

Vorab buchen kann man nicht wirklich. First come, first serve. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Auf drei verschiedenen Ebenen kann man hier die Golfschläger schwingen. Bis zu 5 Spieler in einer Spielbucht. Auf dem Computer kann man aus verschiedenen Spielen auswählen. Bei einem tollen Anfänger-Spiel mit dem Namen Block-Party sammelt jeder schon Punkte, wenn nur der Ball über das große, weitläufige Feld rollt. Zusatzpunkte gibt es dann, wenn der Ball noch in eines der großen Löcher fällt oder rollt.
Bei anderen Spielen sammelt man nur Punkte, wenn man in die Löcher trifft oder der Ball in eines der Löcher rollt. Natürlich sind die Löcher, die es zu treffen gilt, erheblich „größer“, als beim traditionellen Golf oder beim Minigolf.

Am frühen Abend und am Wochenende ist hier einiges los. Da kann es passieren, dass man auch einmal ein bisschen warten muss. Aber es gibt eine coole Bar/Restaurant vor Ort, in der die Wartezeit gut zu verkraften ist.

Tipp: Oft bekommt man auf dem „Lower Level“ noch eine Abschlagbucht und ich kann nur sagen, dass auch hier das Spielen super viel Spaß macht und man das ruhig einmal versuchen kann. Mit hat es gefallen.

Falls ihr Linkshänder in der Gruppe habt, dem Personal Bescheid geben, dann werden die entsprechenden Schläger zur Verfügung gestellt.

Während dem Spiel kann man Getränke und Snacks bestellen.

Ich empfehle auf jeden Fall eine Stunde zu buchen, wenn ihr 5 Personen seid, lieber auch zwei Stunden.
Aber wenn das Zeitende naht, kommt ein Mitarbeiter vorbei und wird euch fragen, ob ihr noch einmal verlängern wollt. Somit ist die Dauer auch kurzfristig ausdehnbar.

Kosten sind je nach Uhrzeit und Tag unterschiedlich. Die Topgolf Homepage gibt dir die entsprechenden Preise.

Global Village

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in Dubai.

Es ist wieder soweit, der Sommer geht dem Ende zu und die kühlere Jahreszeit in Dubai beginnt. Der Ende der Sommers ist jedes Jahr auch wieder die Neueröffnung von einigen Sehenswürdigkeiten, die eben über die heißen „Saunamonate“ geschlossen sind.

So auch das Global Village. Es eröffnet immer so Mitte Oktober erneut die Türen für seine Besucher. Jedes Jahr überrascht dieses riesige Gelände mit kleinen und großen Veränderungen. Der Eintrittspreis von um die 10 EUR öffnet einem die Türen „in eine Welt, in der 90 Kulturen zusammenkommen“ – so schön beschreibt es der Anbieter. Und irgendwie spiegelt es auch einfach nur die Lebenssituation in Dubai, in den Vereinigten Arabischen Emiraten wieder.
Das Vergnügungsparadies nimmt dich an einem Abend shopping-technisch und kulinarisch mit von Afrika nach Asien vom Orient nach Amerika. In einem Jahr steht der Burj Khalifa neben einer chinesischen Pagode, der Eifelturm neben der Oper von Sydney und im nächsten Jahr vielleicht die rote Londoner Telefonzelle neben dem schiefen Turm von Pisa.
Die verschiedenen Länderpavillions bringen dir mitten in Dubai ihre Bräuche und Traditionen näher. Du entdeckst typische Waren für jedes Land. Du kaufst Saffran im Iran, farbenfrohe Flechtkörbe oder Kleider in Afrika und eventuell Stoffe und Schals in Indien, Datteln in Saudi Arabien, ebenso wie Handwerkskunst aus den verschiedenen Regionen. Es ist einfach ein endloses immer wieder neues Erlebnis. Und immer wieder wirst du in einem Pavillion, an einer Straßenecke oder in einem Park mit musikalischen oder tänzerischen Darbietungen überrascht.

Auch kulinarisch kannst Du an einem Abend vom indischen Streetfood zum authentischen äthiopischen Injera, einem säuerlichen Fladenbrot, mit perfekt gewürztem Curry reisen. Die Auswahl an herzhaften und süßen Leckereien ist unerschöpflich. Du könntest zwei Wochen hier kulinarisch dreimal täglich etwas neues probieren und das zu wirklich fairen, bezahlbaren Preisen.

In einem Bereich gibt es auch einen Vergnügungspark. Hierzu muss man allerdings eine spezielle Karte an einem besonderen Stand kaufen und diese aufladen. Die Fahrgeschäft sind recht teuer und ich denke, hierfür lohnt sich der Besuch im Global Village nicht. Dafür gibt es gesonderte Vergnügungsparks, die schlussendlich das besser Preis- Leistungsverhältnis haben, wenn es einem um den Adrinalinkick geht. (In der direkter Nachbarschaft zum Global Village liegt das IMG World of Wonders, der größte Indoor Vergnügungspark.)

Feiertage sind im Park auch immer toll gestaltet. Für die Ramadan Zeit zum Beispiel wird ein Bereich besonders schön geschmückt und hergerichetet und auch zur Weihnachtszeit herrscht die passende Stimmung mit entsprechenden Vorführungen, Weihnachtsbäumen und Nikolaus.

Der Park öffnet um 16 Uhr seine Tore. Dann sind die Parkplätze noch leer und man kann ganz gemütlich in Ruhe schon die ersten Pavillions erkunden. Desto später, desto voller – auch unter der Woche. Am Wochenende ist oft die Polizei auf den Straßen um die Anlage anzutreffen, um den Verkehr zu regeln. Ein Besuch unter der Woche ist auf jeden Fall entspannter. Karten kann man einfach vor Ort kaufen oder über die Global Village Homepage.

Speedboot Tour

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Start ab Dubai Marina.

Ich habe schon viele Besucher mit auf diese tolle Tour genommen, besonders jüngere und fitte; Rückenprobleme sollte man keine haben.

Zustieg ist in der imposanten Marina. Unbedingt etwas früher da sein und die Hochhäuser rund um die Marina bestaunen. Der Blick fällt sofort auf das in sich gedrehte Wohngebäude, den 306 m hohen Cayan Tower, einfach ein Hingucker!
Es gibt mehrere Anbieter für diese Speedboot Touren. Ich finde Yellow Boats gut, denn in der Nähe kann man gut parken und mir persönlich gefällt der Einstieg an dieser Seite der Marina.

Es gibt verschiedene Tourenangebote. Mein Favorit ist die 99-minütige Tour, da einem diese wirklich alle Highlights der Küste zeigt. Man fährt vorbei am Atlantis, Atlantis The Royal bis hin zum Burj al Arab und bekommt auch noch eine Tour durch die beeindruckende Häuserschlucht der Marina, vorbei am Riesenrad.

Hinweis: Mir ist es schon einmal in 4 Jahren passiert, dass die Wellen am Tourtag zu extrem waren und wir nicht außen um die Palm herumfahren konnten, somit nicht den Blick vom offenen Meer auf das Atlantis hatten. Da die Tour damit kürzer ausfiel, haben wir direkt im Anschluss die Differenz wieder erstattet bekommen.

Man wird nicht viel nass bei der Tour, muss eine Schwimmweste tragen, bekommt gekühltes Wasser an Bord, allerdings gibt es keinen Schatten während der 99 Minuten. Auch eine Kopfbedeckung ist nur bedingt tragbar, denn bei hoher Geschwindigkeit zwischendurch kann diese gut in die Lüfte aufs offene Meer verschwinden… Es gibt immer wieder Fotostopps für wunderschöne Erinnerungen (und dann auch die Zeit, kurz die Kappe aufzusetzen.)

Ich kann diese Tour auf keinen Fall im Sommer empfehlen. Diesen Fehler haben wir leider direkt nach unserer Ankunft im ersten Jahr in Dubai im August gemacht. Ahnungslos… Es war der Horror für mich. Wir dachten damals noch: „Ach, auf dem Meer draußen wird es schon gehen…“. Es geht nicht! Ohne Schatten – brutal. Ich habe mir mehrere Flaschen des gekühlten Trinkwassers über den Kopf gießen müssen, um einen Hitz.eschlag zu vermeiden.

Zu jeder anderen Jahreszeit kann ich diese Tour unbedingt empfehlen. Hier findest Du den Link zu den Touren von Yellow Boats: Link

The View on the Palm

Rund um die UAE

in Dubai.

Der BESTE Ort, um die Palm von oben zu sehen.

Der Zugang zu dieser Attraktion ist in der Nakheel Mall Mall. Die Zufahrt zum Parkhaus befindet sich auf der westlichen/linken Seite des Palmenstils. Die Nakheel Mall und somit The View on the Palm liegen ganz am Ende des Stammes der Palm. Davor breiten sich die 16 Palmwedel aus (8 zu jeder Seite), umrandet von dem äußeren Halbkreis, The Crescent, der die Palme vor zu großen Wellen schützt und auf dem sich die meisten Hotelanlagen der Palme befinden, wie das Atlantis und auch das ganz neu in 2024 eröffnete Atlantis The Royal.

Ich buche für den The View immer den 52. Stock auf 240 m Höhe. Von hier oben hat man bei klarem Wetter einen perfekten Blick über die ganze Palme bis hin zu den Hotels auf dem äußeren Ring; auf der einen Seite schaut man bis hin zu Bluewater Island mit dem Riesenrad Ain Dubai, daneben den JBR Beach mit der Marina im Hintergrund. Auf der anderen Seite sieht man bis hin zum Burj al Arab und meist auch bis zum Burj Khalifa in Downtown Dubai.

Zudem erfährt man bei dem Besuch einiges über die Planung, die Umsetzung und den Bau der Palme. Sehr kurzweilig und schön gemacht, für jedes Alter.

Und wusstest Ihr, dass die Palme eigentlich eine Sonne werden sollte?

Die Tickets für The View on the Palm kann man meist gut vor Ort kaufen, außer in den Hochsaisonzeiten – da empfehle ich eine Vorabbuchung.
Wenn ihr mit Emirates geflogen seid, die Bordkarte, Papier oder Digital, mitbringen, denn oft, allerdings leider nicht immer, gibt es in dem Fall noch eine Ermäßigung auf den Eintritt.

Ihr könnt auch The Next Level buchen – den 54. Stock, dort hat man einen noch freieren Blick (ohne Glasscheibe).
Ich finde aber 52. Stock ausreichend, auch hier könnt ihr tolle Fotos machen.

Für die Buchung der Tickets direkt über die Homepage gehen – der Link für euch hier

In den Fotos zeige ich euch mal verschiedene Wetter-Aussichten von hier oben.

Sikka Art Festival

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in Dubai.

Jedes Jahr Ende Februar/Anfang März findet im historischen Al Shindagha District das Sikka Art Festival statt. Das historisch sowieso sehr interessante Viertel verwandelt sich in diesen Tagen zu einer überdimensionalen Kunstausstellung. In diesem Viertel liegen die Grundsteine Dubais, denn hier fing damals alles an. Damals als die Gegend noch Zentrum der Perlentaucher war, Zwischenstopp für wichtige Seefahrerrouten. In diesem Viertel steht das Geburtshaus der heutigen Herrscherfamilie Dubais.

In der Zeit des Festivals werden Innenhöfe und Häuser geöffnet, die sonst während des Jahres verschlossen bleiben. Versteckte Häuser öffenen ihre Türen und bieten Platz für die unterschiedlichsten Kunstausstellungen und -installation, ob digitale Kunst, Skulpture oder Gemälde, ob Fotos oder Lebensmittelkunst. Man kann sich stundenlang, tagelang immer wieder treiben lassen und neue Ecken entdecken. Überall trifft man auf kleine Pop-up Cafés oder Bühnen mit Live-Darbietungen. Wunderschön und abwechslungsreich.
Abends werden die historischen Gebäude wunderschön beleuchtet und auch das imposante, ehemalige Wohnhaus der Herrscherfamilie Al Maktoum erstrahlt in tollen Farben.

Der Eintritt ist kostenlos. Man muss sich lediglich über einen Internetseite registrieren.

Kann ich jedem, der zu dieser Zeit in Dubai ist, nur empfehlen. Ich werde auch im nächsten Jahr wieder vorbeischauen und mich überraschen und erfreuen lassen.

Regen = schulfrei.

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Aus aktuellem Anlass

möchte ich heute endlich mal wieder einen Blogbeitrag verfassen.

Wir sind gerade von einer dreiwöchigen Osterferienreise zurückgekommen. Heute, Montag, der erste Schultag. Heute Mittag 14 Uhr die Email der Schule, das morgen wegen angekündigtem Starkregen die Schule geschlossen bleibt und Fernunterricht stattfinden wird.

Jetzt fragt man sich, vielleicht warum?

Grund ist nicht unbedingt nur, dass die Schule, wie viele… oder sollte ich besser sagen, wie die meisten Häuser hier, eventuell UNDICHT ist, sondern einfach die Lage auf den Straßen. Es regnet ja nicht wirklich häufig, wobei sich hier auch stetig die Regentage pro Jahr seit wir 2020 hergezogen sind, erhöht haben. Am Anfang habe ich noch lustige Karten gekauft mit einem Spruch: Keep Calm – it never rains. Mittlerweile habe ich diese vom Kühlschrank entfernt, zu groß doch irgendwie der Hohn, wenn es dann doch regnet.
Also zu den Straßen, diese verwandeln sich in große Wasserlandschaften. Anwohner fahren SUP oder Schlauchboot in den Straßen, 6- oder 8-spurige Straßen sind eventuell gar nicht mehr oder nur einspurig befahrbar. Große Wasserwagen pumpen das Wasser an kritischen Stellen recht schnell ab, aber gerade der Schulweg von vielen unterschiedlichen Richtungen mit dem Schulbus oder dem Auto kann dann kritisch werden oder sich einfach sehr krass in die Länge ziehen, so dass an solch heftigen Regentagen die Schule zur Sicherheit aller geschlossen bleibt.

Beim letzten Regen vor etwa 6 Wochen in den frühen Morgenstunden des Samstags, bin ich später aufgestanden als unser Sohn. Der Liebe, bereits sehr Dubai-Regen-erfahren, hatte sofort nach Aufstehen die Wasserlage im Haus gecheckt und entsprechend an den bekannten undichten Stelen Handtücher und Schüsseln aufgestellt. Gleich noch einen neue undichte Stelle ausgemacht und auch diese entsprechend „behandelt“: Wand vom Regal und Handtücher hin. Und das, obwohl wir sehr viel Geld in die Abdichtung des Daches gesteckt hatten. Hier laufen jetzt erneut (!) die Garantie-Arbeiten an. Bin gespannt, ob die „Ausbesserungen“ helfen. Eventuell kommt heute Nacht die große Probe. Wir werden sehen.

Morgen sind die Kinder auf jeden Fall wieder sicher zu Hause, können dann Wasserschadenbekämpfung mit mir gemeinsam machen.

Sicher gut zu wissen für Familien, wo eventuell beide Partner überlegen hier zu arbeiten. Mit unerwarteten Schulschließungen muss gerade in den „Winter“-Monaten immer mal wieder gerechnet werden.

Versumpft…

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und langsam wieder am Auftauchen.

Einen Monat lang war es nun still hier. Viel ist passiert, viel haben wir erlebt, viel mussten wir verarbeiten und viel mussten wir abarbeiten, aber ganz besonders mussten wir uns vom Reisen erholen. Das hört sich sicherlich verwunderlich an. Aber dieses Jahr war anders, als die anderen Jahre.

Das fing bereits mit der Einreise nach Deutschland an. Einreiseprobleme… dazu aber mal mehr, wenn mir das alles klarer im Kopf ist. Diese Einreiseprobleme haben sich dann allerdings wie ein 40 Fuß Umzugscontainer auf meine Psyche gelegt und mich belastet. Nur drei Tag nach diesem EinreiseChoas Abfahrt auf einen 4-wöchigen Roadtrip, mit der Last immer im Gepäck und in meinen Gedanken (denn das EinreiseChaos zieht sich bis heute hin…). Schrecklich. Wir haben viele liebe Freunde besucht, tolle Dinge gemeinsam erlebt, wunderschöne Gespräche geführt, Wiedersehen gefeiert, Zeit genossen. Aber dann, wenn Frau im Bett liegt, Ruhe einkehrt und die Gedanken aus dem Unterbewusstsein wieder hochkommen, ist an Schlaf nicht wirklich zu denken.

So ging es dann vom Odenwald über Bayern, nach Italien, durchs Trentino, Emilia Romagna und die Marken, durch Umbrien, die Toskana, Venetien und Ligurien nach Österreich, um wieder in Bayern zu landen. Spannende Begegnungen mit tollen Menschen überall in Italien, Freunde treffen in Bayern, Österreich und im Odenwald, um dann wieder zurück nach Hessen zu kehren.
Gepäck-technisch jeder mit seinem Handgepäck-Rucksack, aber ich kopftechnisch mit einem ganzen Güterzug voll schwerer Gedanken zusätzlich…
Ein gefühlstechnisches Geduldsspiel mit Adrenalin-Kick-Achterbahnfahrten im Kopf der Superlative.

Zurück bei der Familie, Zeit für Ruhe und eigentlich Erholung, aber immerzu mit innerer Unruhe. Ein wunderschöner Kurzurlaub mit unseren Kindern und meinen Eltern im Harz, FreundinnenZeit in Erfurt und Weimar.

um das mal in Zahlen zu veranschaulichen…

5.587 km on the road…
3 Nächte bei meiner Familie
1 Übernachtung im Hotel
1 Übernachtung bei Freunden
17 Nächte in 15 verschiedenen Hotels auf unserer Rundreise
1 Übernachtung bei Freunden in Österreich
1 Übernachtung bei Freunden bei Regensburg
3 Übernachtungen bei Freunden in Nandlstadt
1 Übernachtung im Hotel in Regensburg
3 Nächte bei meinen Eltern
3 Nächte im Hotel mit meinen Eltern im Harz
3 Nächte bei meinen Eltern
2 Nächte im Hotel in Erfurt und Weimar
9 Nächte bei meinen Eltern

Rückreise nach 7 Wochen.

Noch zwei Wochen Ferien.
Eine Woche einfach nur Stille und Nichtstun im eigenen Haus. EinIgeln. Meine Tochter schläft täglich bis 16 oder 17 Uhr… Jeder von uns hat Erholung nötig, braucht seinen Raum, seine Zeit. Wir nehmen sie uns.

Die zweite verbleibende Woche Ferien, fängt damit an, dass meine Mama mit einer doppelseitigen Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wird. Gleichzeitig überfällt mich eine krasse Erkältung und zwingt mich erneut eine weitere Woche zu Ruhe und Nichtstun. Ich denke, der Körper, sowohl meiner, als auch der meiner Mama. leider unter Erschöpfung.

Erst in der dritten Woche, der Woche des Schulbeginns kehrt wieder Energie in mich. Aber auch meine Freunde, die alle erst kurz vor Schulstart zurückgekehrt sind, suchen erst einmal die Ruhe. Somit ist auch die erste Woche nur hier und da mal ein vereinzeltes Wiedersehen nach zwei Monaten geplant… ganz langsam kehrt ein leichtes Gefühl von Alltag oder Normalität zurück.
Viele Rückmeldungen nach dem Sommer zeigen, dass ich nicht die Einzige bin, die irgendwie „gestresster“ als im Vorjahr zurückgekehrt ist…

So ein Start nach zwei Monaten „Ausnahmezustand“, ist fast mehr ein Gefühl wie der Tag nach Silvester, es startet ein neues Jahr und das startet irgendwie unruhig, unrund. Die Alltagsmaschine braucht länger, um anzulaufen, in Gang zu kommen.

Deshalb hat auch mein erster Blogbeitrag hier, auf sich warten lassen.
Ich bin langsam wieder da, aber das Rädchen läuft noch nicht ganz rund.

Meine Mama ist wieder aus dem Krankenhaus entlassen und auf dem Wege der Besserung.

Das mal für heute von hier aus Dubai.

Ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen, entspannten Sommer und startet gut in das neue („Schul-„) Jahr.

Zusammenfassung zum letzten Sommer 2021 gibt es hier

Madame Tussauds

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in Dubai.

Eine weitere perfekte Aktivität für die Sommerwochen.
Wir haben zu Jahresbeginn eine Mitgliedschaft in der „Entertainer“ App abgeschlossen. Darüber sparen wir bei vielen Unternehmungen richtig Geld. So auch bei Madame Tussauds. Wir zahlen zu viert nur zwei Eintrittskarten und das noch inklusive Wachshände. Darunter können wir uns erst einmal nicht viel vorstellen…
Auch mit der Emirates ID würde man am Eingang Ermäßigung bekommen, aber wir zahlen mit unserer App und dieser Ermäßigung weniger.

Wer schon einmal bei Madame Tussauds war oder auch nicht, kennt das Konzept. Berühmtheiten aus Wachs in realistischen Szenen nachgestellt. Ich habe „Breakfast at Tiffanys“, Selfie mit Tom Cruise und auch noch eine Tasse Tee mit der Queen Elizabeth. Wir begegnen den Beckhams, Madame Tussauds und Donald Trump, auch John Travolta und Ed Sheeran und vielen, vielen mehr.

Highlight sind dann eigentlich die Wachshände. Jeder von uns durchläuft die Prozedur. Hände eincremen, ab ins Wasserbad und anschließend in den warmen Wachstopf. Immer wieder die Hand eintauchen, ja nicht bewegen. Es fühlt sich toll. So, wie es damals war, wenn man begeistert als Kind mit dem Kerzenwachs gespielt hat und die Fingerkuppen in das flüssige Wachs getaucht hat. Nur das wir jetzt die ganze Hand, immer und immer wieder eintauen. Anschließend im Wasserbad abkühlen und jeder noch eine Farbe wählen kann. Also noch einmal ab ins Farb-Wachsbad. Mit einem kleinen Holzspachtel löst der Mitarbeiter gekonnt die Wachshand. Sie gleitet ins Wasser und schwimmt herum. Irgendwie gruselig. Für die ganze Familie ein großer Spaß. Die Hände werden sicher verpackt.

Zeit für Lunch. Auf Bluewater Island, wo sich Madame Tussauds befindet, gibt es unzählige Restaurants. Bei 43 Grad überlegen wir kurz, ob wir mit den Händen aus Wachs überhaupt vor die Türe treten können. Wagen aber den kurzen Gang zu einem türkischen Restaurant. Speisen köstlichst mit herrlicher Aussicht. Danach zurück zur Tiefgarage und ab nach Hause. Und ja, die Hände kommen unbeschädigt zu Hause an.