Ghost Village & Heritage Village al Jazirah al Hamra

Rund um die UAE

Ras al Khaimah

Großes Erstaunen bei uns allen, als die „Sehenswürdigkeit“, die angeblich nicht auf Touristen ausgerichtet ist, sondern mehr auf eigene Faust erkundet werden soll (laut Internet), plötzlich über ein Kassenhäuschen und eine geschlossene Tür verfügt. Leider war uns nicht bewusst, dass diese Geisterstadt Teil des Ras al Khaimah Fine Art Festivals 2021 war und somit nur am Wochenende „geöffnet“ sein sollte. Dumm gelaufen. Aber mal ehrlich, es gibt immer Mittel und Wege. Wir sind wieder ins Auto gestiegen, einmal um die Ecke gefahren, außer Sichtweite des Wachmannes und sind einfach einen Block weiter durch die verlassene Stadt geschlendert, denn der Bereich ist wirklich groß und es gibt in jeder Ecke etwas zu entdecken. Es ist angeblich die letzte traditionelle Stadt, die noch erhalten ist, mal mehr, mal weniger. Früher stark besiedelt von Seefahrern und Perlentauchern und -händlern, bis Mitte der 20. Jahrhunderts die Moderne lockte und die Bewohner langsam das Dorf verließen. 

Auch die Kinder fanden es super spannend, in den verlassenen Häusern und Gassen herumzuschauen.

Alonissos – Griechenland

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– eine meiner Trauminseln

Lange habe ich den Namen geheim gehalten von dieser kleinen, griechischen Insel… Ich wollte nicht, dass mehr Touristen auf die Insel kommen. Ich wollte dieses Kleinod für mich haben. Ich wollte die Idylle bewahren. 2017, 2018 und 2019 waren wir jeweils für zwei Wochen dort. Auch 2020 hatten wir gebucht, aber es kam Corona und Dubai. Somit mussten wir ein Jahr aussetzen, konnten aber nun, in 2021, wieder für einen Urlaub auf die Insel der nördlichen Sporaden zurückkehren. Die Insel ist 20 km lang und misst 4,5 km an der breitesten Stelle. Es leben etwa 2000 Einwohner auf der Insel. 

Warum ich den Namen sehr lange niemandem verraten habe und ihn jetzt plötzlich sogar in einem Blog Artikel erwähne?

Weil die Insel, aus welchen Gründen auch immer, sich innerhalb dieses Corona Jahres zu einer viel besuchten und anscheinend plötzlich sehr bekannten Insel entwickelt hat. Boom.

Ein Grund ist sicher, dass die Griechen selber angefangen haben, während Covid19 mehr im eigenen Land zu reisen. Viele kommen mit dem Auto auf der Fähre an. Das bedeutet, dass der Verkehr stark zugenommen hat. Aber auch der internationale Tourismus ist sehr stark gewachsen. Der einzige Sandstrand, Chrisi Milia, ist nun im August wirklich VOLL. Er war früher schon im August erheblich voller als im Juni, aber jetzt ist er vollvoll. So sehr wir gerade auch Chris und sein traumhaft schönes Lokal an dieser Bucht genießen, selbst den Kindern war es manchmal zu viel. Aber natürlich sage ich das jetzt sicher nur, weil ich die Insel und den Strand schon ganz anders erlebt habe. Die Situation ist nicht anders, als an anderen bekannten und beliebten Stränden des Mittelmeeres. Es gab Zeiten, da haben wir vielleicht mit drei, vier weiteren Familien im Juni den Strand ganz für uns gehabt. Wir waren verwöhnt. August war schon immer ein anderes Thema.

Mein Tipp für einen tollen Strandtag. Agios Dimitrios. Hier gibt es keinen Sandstrand, sondern dicke Kieselsteine. Super für die Kinder zum Schnorcheln. Frühstück oder Lunch mit unbeschreiblich schönem Blick auf die türkise Bucht, gesäumt von grünen Hängen. Weil es eben keinen Sandstrand gibt, ist hier immer weniger los. 

Einen weiterer, etwas feineren Kiesstrand gibt es in Agios Dimitrios. Auch hier ganz am Ende ein nettes Lokal, in dem wir auch öfter mit traumhaftem Meerblick gefrühstückt haben.

Ein vormals verschlafener Fischerort, Steni Vela hat heute plötzlich stylische Cafés entlang der kleinen Hafenpromenade, die auch wir natürlich bestaunt und genossen haben. Noch in 2019 gab es gerade einmal zwei, einfache Restaurants mit köstlichstem, frischem Fisch hier, wo wir mittags oft ganz alleine bewirtet wurden. 

Wir schlafen immer in Selbstverpfleger Apartments in Patitiri. Hier legt die Fähre an, hier gibt es einen netten Hafen und tolle Restaurants, Cafés und Bars. Wer meinen letzten Deutschland Beitrag gelesen hat, kann sich denken, dass wir nie im selben Apartment übernachten. Jedes Mal lassen wir uns von einer neuen Unterkunft und einer neuen Lage im Örtchen Patitiri „überraschen“. Überraschen ist natürlich so eine Sache, denn ich wähle schon sehr genau die Lage aus, denn wir sind nie alleine auf der Insel, sondern treffen uns mit Freunden, die aus Kenia anreisen und auf der Insel ein Häuschen besitzen. Und somit schaue ich immer, dass wir in der Nähe oder zumindest am gleichen Hügel der Stadt unterkommen. Ohne diese Freunde hätten wir die Insel wahrscheinlich auch nie entdeckt. Einen großen DANK an euch. 

Und wenn man sich wundert, wie man auf solch eine kleine Mini-Insel so oft reisen kann… Man kann. Sobald man auf der Fähre sitzt, fällt jeglicher Stress von einem ab. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. 

Anreise.

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich stelle hier unsere zwei Favoriten vor. 

Insel Skiathos. Diese doch sehr touristische Insel wird regelmäßig angeflogen. Meist muss man hier auch eine Übernachtung einplanen, entweder bei An- oder Abreise buchen, je nach Flugzeiten. Von hier fahren verschiedene Fähren. Die Fährüberfahrt dauert etwa zwei Stunden. Auf dem Weg nach Alonissos macht die Fähre noch einen Stopp auf Skopolos. 

Festland Volos. Auch hier muss man meist je nach Flugzeit eine Übernachtung entweder bei der An- oder Abreise buchen. Von hier fährt unsere Lieblingsfähre etwas 4,5 Stunden (über Skiathos). Das macht aber weder uns, noch den Kindern etwas aus. Wir sitzen an Deck, der Mittelmeerwind weht uns durch die Haare, wir genießen die Ausblicke auf die grünen Inseln die an uns vorbeiziehen, trinken ein erstes Mythos oder Alpha Bier und haben einfach Urlaub. Unsere Kinder sind sehr pflegeleicht, genießen die Fahrt genauso wie wir. Nur hören die beiden meist noch Hörspiele, während sie die Sonnenstrahlen und den Wind genießen.

Oft buchen wir für den Ankunftstag direkt einen Transfer vom Flughafen entweder zum Hafen oder zum Hotel, so können wir einen schnellen, reibungslosen Anreisetag garantieren. Und müssen uns nicht in die Schlange der Taxigäste einreihen. 

Fähre. 

Unser Favorit ist Hellenic Seaways. Es ist die größte Fähre. Was wir hier lieben ist das große Oberdeck, auf dem man draußen sitzen kann. Das ist herrlich und da fängt der Urlaub dann wirklich an. 

Mietwagen.

Auf Alonissos buchen wir immer ein Auto. Das ist super praktisch. Wir fahren die ganzen zwei Wochen das Strandspielzeug im Kofferraum umher, können die Insel auf eigene Faust und unabhängig erkunden und immer mal Abstecher zu anderen Buchten machen, spontan unterwegs noch auf einen Kaffee-Stopp halten. Es gibt auch Busverbindungen, aber das ist uns mit zwei Kindern zu umständlich.

Old Town. 

Bei keinem Aufenthalt darf ein Besuch in Hora/Old Town/Chora fehlen. Hoch oben auf einem Berg gelegen, hat man hier viele einladende Cafés, Bars, Restaurants und tolle Geschäft. Auch hier hat sich innerhalb des Covid19 Jahres die Anzahl an Auswahlmöglichkeiten mindestens verdoppelt. Unglaublich. Den Ort hat in den 60ern ein schweres Erdbeben erschüttert, aber wurde, oft auch Dank Hilfe vieler Ausländer, die hier investierten, wieder hergerichtet. 

Warum fährt man so oft auf eine so kleine Insel?

Weil es Erholung pur ist. Das Leben dort ist komplett entschleunigt. Die Menschen sind unglaublich freundlich. Das Essen ist einfach nur frisch und köstlichst. Es ist schon ein bisschen, wie nach Hause kommen. Wir kennen nun schon so viele nette Einheimische auf dieser Insel und sie kennen uns. Man ist irgendwie Teil der Insel. Das ist mir bis jetzt bei noch keinem anderen Reiseziel so ergangen. 

Und ja, auch dieses Jahr haben wir wieder neue Ecken erkundet. Über die Jahre haben wir uns mal Quads gemietet und sind in Gegenden gefahren, die wir sonst nie entdeckt hätten. Wir haben mal ein Boot gemietet und sind um die Insel gefahren. Die Männer haben die Insel mit dem Mountainbike erkundet. Die Kinder, zusammen mit den Papas, haben auch schon bei der Alonissos Challenge, einem Laufevent teilgenommen. Dabei können die Kinder den 2 km Lauf durch Patitiri machen, während die Erwachsenen oder jeder, der sich fähig dazu fühlt, zwischen 10 km, 15 km oder gar 30 km wählen kann. Dieses Jahr ist eine Gruppe von uns von Patitiri bis zum Strand von Chrisi Milia, 10 km, gewandert. Es gibt einen Fußweg hoch in die Stadt Hora. Man kann tauchen und schnorcheln. Wenn man ganz viel Glück hat, sieht man vielleicht sogar die Mönchsrobbe, die wir allerdings in all den Jahren noch nicht gesichtet haben. Auch das Museum in Patitiri haben wir natürlich schon besichtigt. Es gibt so viele Möglichkeiten.

Einmal im Juni haben wir das Amani Spa entdeckt. Im kleinen Supermarkt lag ein vielversprechender Flyer aus. Wir, beide Familien mit Afrika Hintergrund, sind sofort aufmerksam geworden, weil der Baustil einem afrikanischen LuxusZeltCamp ähnelte. Also sind wir dort nach einem Strandtag einfach mal vorbeigefahren. Empfangen wurden wir von einer super sympathischen Familie, ebenfalls mit afrikanischem Hintergrund. Sofort war eine Verbindung zu spüren. Sie kamen vor vielen Jahren über Umwege aus Simbabwe nach Alonissos und haben diese besondere Unterkunft mit Wellnessbereich aufgebaut. Und das Zelt, welches uns sofort auf dem Flyer aufgefallen ist, beherbergt den Spa Bereich. Traumhaft schön. Auch die Kinder waren wie magisch von diesem Ort angezogen und schockverliebt. Da wir damals in der absoluten Vorsaison auf der Insel waren, konnten wir uns auf einen Deal einigen, dass wir den Tag zu acht dort verbringen durften. Der Infinity Pool war Magnet der Kinder. Frühstück gab es unter einem Olivenbaum mit Meerblick. Wir haben uns nacheinander im Spa verwöhnen lassen und sind am frühen Abend nach einem letzten Sundowner wieder nach Patitiri gefahren. Da uns der Tag so verzaubert hat, haben wir an einem anderen Abend dann noch ein Abendessen auf der „Lodge“ gebucht. Aber diese Aktion war mit Kindern wirklich nur nach Absprache und in der Vorsaison möglich. 

In diesem Jahr haben wir uns ein Boot mit Kapitän gemietet und sind auf die Nachbarinsel Skopolos gefahren. Skopolos ist definitiv die bekanntere Insel. Nur etwa 4 km entfernt. Hier wurden die Mamma Mia Filme gedreht. Ein absolutes Muss von unserer Familie vor jeder Reise nach Alonissos: Einmal beide Teile Mamma Mia anschauen. Somit wollten wir unbedingt die Kirche auf dem Berg besuchen. Unser alter Seebär Kapitän wusste gleich Bescheid, allerdings gab es keine Anlegemöglichkeit für das Boot…. Er fuhr so nah wie möglich an den Strand heran und wir mussten dann, sozusagen über Bord springen. Schuhe in der Hand in die Luft gestreckt. Der Aufstieg war nicht ohne…. Zum Glück waren wir früh genug vor Ort, so dass die steile Treppe empor der Felswand noch im Schatten lag. Gut durchgeschwitzt kamen wir oben an und wurden von einem atemberaubenden Ausblick empfangen und von der Kirche etwas enttäuscht. Denn es sah nichts hier oben so aus, wie im Film. Dennoch war die kleine griechisch-orthodoxe Kirche wunderschön. Aber das hatten wir uns alle etwas anders vorgestellt. Um ehrlich zu sein: Keiner von uns hatte sich vorher weiter über mehr Details zu den Drehorten oder ähnlichem informiert. Der Ausblick hat alles wettgemacht. 

Wir mit unserer Familie haben dieses Mal auch noch bewusst, alle kleinen Strände angefahren und angeschaut, die wir vorher nicht kannten. Mal mussten wir dafür steile Ab- und Aufstiege in Kauf nehmen, aber wir wurden immer mit einem erfrischenden Bad belohnt und ich kann sagen, es hat sich gelohnt.

Zwei Wochen gingen super schnell um, wie jedes Mal. Ich kann von mir berichten, dass ich zum Ende hin „übererholt“ war. Dieses Gefühl kannte ich bis jetzt nicht. Ich konnte auf keiner Sonnenliege mehr liegen und kein Buch mehr lesen. Wir haben deshalb auch noch sehr geballt neue Plätzchen der Insel erkundet. Denn mein Platz auf der Liege war durchgelegen. 

Erkenntnis: Ein reiner Badeurlaub für eine Person, die 365 Tage im Jahr in der Sonne lebt, einen Pool mit Sonnenliegen im Garten hat und dieser Pool die ausgleichende Beschäftigung am Wochenende ist, der ist nicht mehr wirklich für einen Strandurlaub gemacht. Ich zumindest nicht…

Aber, Alonissos – wir kommen wieder. Ich kann jetzt nur nicht sagen, wann…

Buchten der Insel Alonissos

Der Ort Patitiri auf Alonissos

Im Ort Hora/Old Town, hoch auf dem Berg gelegen

Bootsausflug nach Skopolos mit anschließenden Badestopps

Sunset Bar auf Alonissos

Deutschland 1. Familie und Freunde.

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Der Sommerhitze Dubais entfliehen

6 Wochen auf Reisen. 4 Wochen Deutschland. 2 Wochen Griechenland.

Noch nie vorher hatte ich sechs Wochen Urlaub am Stück. Es mag jetzt den ein oder anderen geben, der glaubt, wenn man nicht berufstätig ist, dann gibt es so etwas wie den Ausspruch „6 Wochen Urlaub“ überhaupt nicht. Aber das gibt es. Für mich auf jeden Fall. Zu Hause in meinem Leben in Dubai, bin ich Hausfrau, Mutter und FamilienUnternehmerin. Bei uns ist immer etwas los, gibt es immer etwas zu erledigen oder es steht ein neues Projekt an, wie Umzug, Hauskauf, BlogStart, Urlaubsplanung, Papierkram, Abrechnungen usw. usw. Langeweile oder gar Leerlauf kenne ich nicht. 

Doch, jetzt schon. 6 Wochen Urlaub – haben mir sowohl Langeweile, als auch Leerlauf gezeigt oder besser das süße Nichtstun. Herrlich. Aber..

Ich kann auch sagen, dass man sich nach dieser langen Zeit wieder auf seinen Alltag freut. Ich zumindest. 

Denn ich war ja nicht sechs Wochen im klassischen Urlaub wie wir das alle kennen. Dieser Urlaub war mit vielen tollen WiedersehensBesuchen, mit FamilienStunden und UrlaubsEntdeckungen verbunden. Ein unglaublicher Mix aus allem, den es gilt jetzt erst einmal langsam zu verarbeiten, zu verdauen und auch noch einmal zu reflektieren. Denn die Tage und Erlebnisse sind nur so im Fluge an mir vorbeigezogen, haben sich regelrecht überschlagen, es war so viel und so intensiv. 

Das neue Miteinander im Elternhaus. Plötzlich wohnen dort vier Generationen unter einem Dach. Der klassische Abend zur Entspannung auf der Couch mit stupidem Fernsehschauen ist da nicht im Programm. Es wird gespielt, geredet, Verwandte und Freunde kommen vorbei, es werden Geburtstage gefeiert, man geht Essen, macht Ausflüge miteinander oder getrennt. Eigentlich ist 24/7 Programm angesagt. Ständig ist der Esstisch der Eltern ausgezogen, weil immer alle zusammenkommen und das Elternhaus plötzlich zum Versammlungsort wird. Denn wenn ich mit kids in der alten Heimat bin, kommt natürlich auch meine Schwester mit ihren Kindern vorbei. Wir müssen die Zeit nutzen, in der wir uns so einfach sehen können. Ich bin dankbar für tiefenentspannten, liebe Eltern, die so viel für uns in dieser Zeit machen und super mit dem Trubel um sie herum klarkommen und dankbar für die coolste Oma mit 89 Jahren. Es ist eine intensive, besondere Familienzusammenkunft, die halt nicht nur ein Wochenende anhält, sondern sich ein paar Wochen hinzieht…

Aber natürlich waren wir nicht nur stationär im wunderschönen Hessischen Hinterland bei den Eltern. 

Die Kinder und ich haben uns auf den Weg nach Bayern gemacht. In die alte Heimat, der letzten vier Jahre vor unserem Umzug nach Dubai. GästebettenZeit in Bayern. 
Beim Zusammentreffen mit den alten Schulfreunden aus der Grundschulzeit haben sie realisiert, dass sich eigentlich nichts ändert an den Freundschaften, wenn man sie pflegt. Und die Erkenntnis gewonnen, dass es sich lohnt auch über große Entfernungen und Zeiträume, Freundschaften zu pflegen. Denn gepflegte Freunde, können Freunde fürs Leben sein oder werden, auch wenn die Lebenswege weit voneinander entfernt auf verschiedenen Kontinenten weitergehen. Eine tolle und wichtige Erkenntnis, die die Kinder hier mit 11 Jahren machen konnten. 
Wenn natürlich auch immer mal wieder in Dubai, Sätze kommen, die zeigen, dass sie den ein oder anderen Freund oder die ein oder andere Freundin, doch noch immer sehr vermissen. Ich kann ihnen aber nur zu gut mit meinen Freundschaften zeigen, dass selbst die Sandkastenfreundin erhalten bleiben kann, wenn man es will. 

Mit alten Freunden und Kollegen konnte ich entspannte, interessante Stunden verbringen. Sehr gespannt, war ich natürlich auf meine Gefühle bei dieser ersten Rückkehr. Und eigentlich ohne große Überraschung kann ich sagen, meine Gefühle waren durchweg positiv. Es war toll, die Zeit mit den alten Freunden zu verbringen, zu quatschen, zu lachen. Aber im Innern war dieses sichere Gefühl, trotzdem die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben, nach Dubai zu ziehen. 

Meinem Sohn kamen dann doch einmal auch die Tränen, als wir bei einer Fackelwanderung an unserem alten Haus vorbeikamen… Aber auch verständlich. Er kam mit 6 Jahren nach Nandlstadt und ist mit 10 Jahren wieder weggezogen. Ich denke, diese Zeit ist die erste Zeit, die Kinder bewusst erleben und noch viel wichtiger, sich auch bewusst an diesen Lebensabschnitt für immer erinnern werden. Somit konnte ich sehr gut mit ihm mitfühlen. Da hilft nur in den Arm nehmen, trösten, Verständnis zeigen. 10 Minuten später war die Welt wieder in Ordnung, als es am Lagerfeuer mit alten Freunden Marshmallows gab. 

Weiter ging es nach Regensburg. Nächstes Gästebett. Nächste Freundin aus einer wiederum anderen alten Heimat, der wunderschönen UNESCO Welterbe Stadt Regensburg. Auch hier erneut den Kindern vorleben, dass Freunde über jegliche Distanzen und Zeiträume immer erhalten bleiben können und mittlerweile zu Freunden der Kinder werden. 

Ich weiß nicht, auf wie vielen Terrassen, Balkonen, an wie vielen Esszimmertischen und in wie vielen Restaurants oder Cafés ich in diesen sechs Wochen mit wie vielen unterschiedlichen tollen Freunden und Familie gesessen habe und UNZÄHLIGE wunderschöne Stunden verbracht habe. Es war eine rundum erfüllende und spannende Zeit. Ich freue mich auf den nächsten Sommer. 

Aber bis dahin, liebe und genieße ich jede Sekunde meines Lebens, unseres Lebens in Dubai. Und weiß, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Wir sind hier glücklich.