Raus aus der Hitze.

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Nur noch wenige Tage und ich werde mit den Kindern nach Deutschland fliegen. Familie und Freunde besuchen und natürlich somit auch die Hitze hinter uns lassen. Ich habe ja die vergangenen Tage schon einmal über die stetig steigenden Temperaturen berichtet.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Fast alle Mütter mit Kindern, zumindest sehr, sehr viele, die ich kenne, nutzen die Zeit, um eben Freunde und Familie in anderen Ländern zu besuchen. In Ländern, in denen die Temperaturen vielleicht etwas angenehmer sind. Es gibt allerdings auch Familien, die nach Tunesien oder Ägypten fliegen, wo die Temperaturen natürlich nicht so angenehm sein werden, wie in Deutschland. Somit haben wir Glück, den Sommer draußen, im Wald, auf der wunderschönen Terrasse meiner Eltern oder bei Ausflügen zu genießen. Und natürlich sehr wichtig: wertvolle und schöne Zeiten mit Familie und Freunden zu verbringen. Zeit mit Mamas und Papas, Omas und Opas, Schwestern und Schwager, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten, Tanten und Onkels und Freunde zu treffen.

49 Nächte insgesamt auf Tour – aus dem Koffer leben.

21 Nächte bei meiner Familie

6 Nächte bei zwei befreundeten Familien

22 Übernachtungen in 16 verschiedene Hotels und Übernachtung.

Ihr könnt euch vorstellen, was das für eine aufwendige Organisation im Voraus war. Denn arbeitende Freunde müssen zeitlich auf die irgendwie doch wenigen Wochenenden verteilt werden. Da natürlich auch Ferienzeit und somit Reisezeit in Deutschland herrscht, müssen wir Termine aus Nordrhein Westfalen, Hessen und Bayern beachten, damit wir überhaupt eine Chance bekommen, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ich habe noch wichtige, unaufschiebbare Termine für Tage dazwischen vereinbaren müssen. Ich würde zu gerne noch so viele andere Freunde treffen, aber obwohl man vorab glaubt, man hat ja soooo viele Zeit, ist die Zeit leider doch sehr begrenzt. Dieses Jahr habe ich zum Glück viel, viel früher mit der Planung und Buchung angefangen, so dass alles schon jetzt entspannter ablief, als im ersten Sommer. Zudem erlebe ich jetzt, dass es sich auszahlt, früh zu buchen. Viele befreundete Familien, die nicht so rechtzeitig geplant und gebucht haben, klagen nun über sehr hohe Flug- und Mietwagenpreise. Wir waren sehr früh dran und konnten relativ gute Preise ergattern.

Jedes Jahr lernt man neu dazu. Nun im zweiten Sommer dieser Art von Reise war die Planung besser, somit hoffentlich die Reise entspannter. Ich habe mehr regelmäßige Ruhezeiten bei meinen Eltern eingeplant, in denen wir entspannte Familienzeit mit Ausflügen und einfach mit Genießen verbringen können. Zudem habe ich hierfür aber auch einige Ausflugswünsche im Kopf, damit die Kinder fern von jeglichen Bildschirmzeiten gemeinsame WIR-Zeit verbringen werden. Wird sich zeigen, ob das alles so klappt.

Ich habe heute zudem drei Sets von Koffer Organizern bestellt. Denn dies war auch ein Punkt im letzten Jahr, der genervt hat: Dieses ewige Chaos beim „aus dem Koffer leben“.

So und natürlich fragt ihr euch die ganze Zeit, warum ich immer nur von Müttern und Kindern rede…? Was machen die Väter dazu?

Erstmal spreche ich hier einfach nur aus Erfahrungen in unserer direkten Umgebung. Und da sind meist die Väter, die jenigen, die hier arbeiten. Sehr oft sind die Väter auch sehr viel auf Geschäftsreisen und nutzen die Zeit, um eventuell noch die ein oder andere Geschäftsreise einzuschieben. Die Väter arbeiten in klimatisierten Büros und müssen nicht die Kinder in den Sommerferien bespaßen.

Das heißt somit, dass in unserem Falle, mein Mann drei Wochen Sommerurlaub genommen hat, den wir dann gemeinsam auf einem Roadtrip verbringen. Sicher das Highlight für uns alle. Die Väter haben keine zwei Monate im Sommer Urlaub, so wie die Kinder Ferien. Und wie wir alle wissen, müssen die Kinder in dieser Zeit beschäftigt werden. Diese Zeit nutzen wir, um die fehlende gemeimsame Zeit mit Familie und alten Freunden aufzuholen.

Und ich kann mir sicher nicht vorstellen, die nächsten zwei Monate mit den Kindern in Einkaufzentren zu verbringen… Da freuen wir uns auf die Natur in Europa.

Schöne Ferien!

Was macht ihr in den Ferien?

Niagara Fälle.

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Leben in USA – Back in 2005.

Emails an meine liebe Freundin in Regensburg.

…. Morgen kommt schon wieder Besuch. Es kommt ein Kollege meines Mannes, den ich aus Regensburg kenne. Mit ihm waren wir ein, zwei Mal abends unterwegs, haben ihn mal beim Grillen getroffen, aber mehr nicht. Einen netten Eindruck hat er hinterlassen und Heiko meint, ich soll ruhig mit ihm fahren. Und somit werden wir morgen aufbrechen zu den Niagara Fällen. Bin so gespannt. Er kennt wohl Leute in London, Ontario in Canada, dort wollen wir vorbeischauen. Ich lass mich überraschen.
Also denke ich mal, bis nach dem Trip!
Deine Nicole

29. Aug 2005
von: Nicole
an: meine liebe Freundin in Regensburg
Betreff: wieder in Milwaukee

Hallihallo,
ich bin wieder zurück in Milwaukee, bin ich froh, wenn ich endlich mal wieder ein paar Tage hier weiterleben kann. Der kleine Roadtrip zu den Niagara Fällen war wirklich klasse und mit Jochen war es auch richtig lustig. Der ist total unkompliziert.

Gestartet sind wir dann sehr früh in Milwaukee, am Lake Michigan entlang nach Süden und dann rüber Richtung Kanada. Puh, das war ein langer, langer FahrTag. Knapp über neun Stunden waren wir unterwegs, etwa 900 km. Heftig, aber auch wunderschön das weite Land zu „erfahren“. Ich liebe es.

Jochens Freunde haben wir in einem Lokal in London, Ontario getroffen und uns gleich super unterhalten. Eine sehr angenehme Familie. Und wie schon erwartet, haben sie uns auch gleich zum Übernachten zu sich nach Hause eingeladen. Super nett. Wir waren aber wie erschlagen von der langen Fahrt und sind nach ein paar Bierchen und weiteren netten Gesprächen auf dem Sofa, früh ins Bett.

Beim Frühstück wiederum hat der Freund uns angeboten, seine Mutter anzurufen, die nämlich direkt in Niagara Falls, Ontario wohnt, und zu fragen, ob wir dort übernachten können. Hat er dann auch gleich gemacht und die nächste Nacht war gebucht. Ich war ja erst wirklich skeptisch, aber Jochen hatte die Mutter vor Jahren schon einmal kennengelernt. So haben wir uns auch noch gleich die Kosten für die nächste Nacht gespart.

Nach dem Frühstück sind wir losgedüst und haben uns die Niagara Fälle auf der kanadischen Seite angeschaut. Wir waren super begeistert. Entlang des Ufers erstreckt sich ein großer Park. Immer wieder hat man neue, spektakuläre Blicke auf die Fälle. Mit lautem Getöse rauscht das Wasser mit solcher Macht in die Tiefe – wow. Und wie nah man immer wieder an den Abgrund kommt, wahnsinn! Und falls du dich wunderst: stets sicher hinter Absperrungen. Unten in der Gischt sehen wir unzählige Boote, beladen mit Menschen, alle geschützt durch die gleichen blauen Schutzmäntelchen. Ein tolles Bild. Berauscht vom Getöse, haben wir uns im ruhigen Auto dann auf den Weg zur „Mutter“ gemacht, deren Haus wir auch relativ schnell, in einem ruhigen Wohngebiet, gefunden haben. Willkommen in Deutschland, kann ich dazu nur sagen… Sie ist damals, ich weiß leider nicht mehr wann, mit ihrem Mann erst von Deutschland nach Südamerika ausgewandert. Dort kamen sie aber gar nicht zurecht und sind von dort nach drei Jahren weiter nach Kanada, wo schon ein Verwandter von ihnen wohnte. Wenn man sich das damals, zu der Zeit alles vorstellt, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Die Auswanderer haben damals noch Briefe geschrieben, die ewige Zeiten unterwegs waren. Sie sind damals auch noch mit dem Schiff nach Südamerika gefahren und dann, das erste Mal, nach Kanada geflogen. Sie sprachen zu der Zeit aber weder Spanisch noch Englisch, als die ankamen. Ich habe vollen Respekt vor diesen Leuten. Deshalb haben wir uns auch geduldig beim Abendessen, die GANZEN Geschichten angehört. Wir haben NICHTS erzählt. Aber die Geschichten waren so spannend und beeindruckend und wir hatten einen wunderschönen Abend. Und die „Mutter“ hat sich so über die Gesellschaft im Hause gefreut.

Jeder von uns hat ein typisches altmodisches, deutsches Gästezimmer im Keller des Hauses bekommen, trotzdem total gemütlich.

Am nächsten Morgen wurden wir mit Frühstückseiern, selbstgemachter Marmelade und selbstgebackenem Brot verwöhnt. Ein typisch deutsches, köstliches Frühstück. So lieb, diese Frau. Danach ging es gestärkt weiter über die Grenze zurück nach USA. Dort haben wir uns ebenfalls die Fälle angeschaut, die so ganz anders von dieser Seite zu erleben sind, viel ruhiger, ursprünglicher.

Ich kann nicht sagen, welche Seite mir besser gefiel, aber riesig beeindruckt hat mich die Tatsache, wie extremst nah man an den Abgrund auf der US Seite rankam. Wahnsinn!

Entlang des Ufers des Lake Erie machten wir uns langsam auf den Rückweg. An einer richtig netten Fischbude am Seeufer haben wir uns noch Fish & Chips gegönnt. Strahlend blauer Himmel mit Seeblick – wunderschön. Damit die Fahrt nicht so lang wurde wie bei der Hinreise, haben wir in Cleveland, Ohio noch eine Nacht verbracht, bevor es am nächsten Morgen weiter ging. Am südlichen Zipfel des Lake Michigan schloss sich unsere Runde und wir fuhren zurück nach Milwaukee.

Die Tour, drei Nächte, war jetzt mal schlappe 2050 km lang. That´s America. Krass, oder?

Und dann war ich, wie schon erwähnt, einfach froh, auch mal wieder zu Hause zu sein. War doch ein bisschen viel die letzten Wochen und dann vermiss ich Milwaukee so richtig stark und will dort endlich wieder die Zeit genießen. Und klar, keine Ruhe für uns: Am 1. September kommen ja schon meine Eltern und die Oma.  Arbeiten könnte ich gar nicht gehen, keine Zeit! 😉
Mal schauen, wann ich dir wieder schreiben kann

Dir die allerliebsten Grüße von hier
Deine Nicole

Cedarburg.

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Cedarburg ist eine Kleinstadt am Cedar Creek gelegen, in Ozaukee County im Bundesstaat Wisconsin mit etwa 11.000 Einwohner. Besonders bekannt und oft besucht ist die Stadt wegen ihres wunderschönen, gepflegten historischen Stadtkerns, mit kleinen, feinen Shops, einladenden Cafés und Restaurants, Kunstgallerien und Museen und einfach besonders viel Charme.

Der Ort liegt etwa 20 Meilen/32 km nördlich von Milwaukee am Cedar Creek mit einer wunderschönen überdachten Holzbrücke, ein bisschen wie aus dem Film „Die Brücken am Fluss“. Sehr idyllisch.

Ich liebte es durch die Antik Geschäfte zu Bummeln. Noch heute ist ein alter Koffer bei uns, den wir damals dort gekauft haben. In meiner Lieblingsfarbe Grün, ist dieser schon weitgereist mit uns von USA, über Südafrika und Deutschland nach Dubai. Nie im Gepäck natürlich, sondern immer im Container.

Zu Halloween z.B. ist der Ort wunderschön geschmückt.

Immer einen Abstecher wert, kann ich nur empfehlen.

Kein KaltDuscher

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Noch ein bisschen was aus dem Leben. Heute eine eventuell bisschen verwirrende Geschichte. Ich hoffe, ihr könnt mir folgen…

Wir sind ja nun noch kein Jahr in unserem Haus, somit habe ich noch keinen kompletten Sommer hier erlebt. Wir sind gerade in den SommerAnfängen, aber es scheint die gleiche Situation im neuen Haus zu sein, wie im alten. Und davon möchte ich euch erzählen.

Es fängt diese Zeit an, in der wir, fast kein warmes Wasser mehr aus der Leitung bekommen, nur noch heißes. Also KALTES Wasser aus dem Hahn, schon ein paar Tage gar nicht mehr machbar.

Somit dusche ich gerade noch auf der vollen KaltStellung, um eine einigermaßen erträglich Duschtemperatur zu erzielen. Nur mal so für Euch: Einen Pool habe ich am liebsten so um die 30 bis 32 Grad. Das sind meine Temperaturen. Ich könnt euch also vorstellen, dass ich wahrlich KEIN Kaltduscher sein werde.

Jetzt kommt bald die Zeit, in der wir die Heißwasserbereiter/Boiler, die in jedem Raum, der Wasser liefert, in der Zwischendecke hängen, ausschalten werden. Denn so können wir dann, dass über die nächsten Wochen immer heißer werdende Wasser aus der Leitung, mit dem kalten Wasser aus dem kleinen Wassertank in der Zwischendecke auf eine angenehme Temperatur mischen. Wie das geht und was ich hier für wirres Zeug erzähle? Da wir im Haus mittlerweile sehr oft nur noch mit Klimaanlage leben, sind die Räume angenehm gekühlt und somit zieht diese Kühle auch in die Zwischendecken hinein, in denen die Heißwasserbereiter hängen. Wenn wir also die Heizfunktion der Tanks ausschalten, wird durch die Klimaanlagen auch das Wasser gekühlt. So dass wir dann das heiße Wasser aus der Leitung mit dem gekühlten Wasser aus dem Heißwasserbereiter auf eine perfekte Duschtemperatur mischen können.

Jetzt habe ich da nur eine verwirrende Frage im Kopf, die mich beschäftigt…?

Wir lassen gerade einen Solar-betriebenen Wassertank auf dem Dach installieren, der uns in Zukunft umweltfreundlich das heiße Wasser bereiten soll, welches durch neu verlegte Wasserleiten in den Zwischendecken zu den Nassräumen geführt wird. Die vielen kleinen (etwa 20-30 Liter fassenden) Heißwasserbereiter werden dann stillgelegt und entleert.

Nun mein Bedenken: wie bekomme ich dann angenehme Wassertemperaturen gemischt, wenn sowohl das Wasser aus der Leitung, als auch das Wasser aus dem neuen Tank ständig „überhitzt“ ist…?

Gute Frage, oder? Ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten, wenn der Sommer sich noch weiter sommerlich verstärkt hat.

Wochenendtour durch Wisconsin

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… mit einer Chevy Corvair. Back in 2005.

Nach den ersten Tagen mit unseren Freunden aus Deutschland in Milwaukee, wollen wir noch auf große Fahrt.

Wisconsin erkunden. Ich habe eine kleine Wochenend-Mini-Rundreise ausgearbeitet und die starten wir heute bei Sonnenschein mit offenem Dach unseres historischen Cabrios aus dem Jahre 1964.

Raus auf´s Land. Über Jefferson gelangen wir nach etwa 1,5 Stunden nach Madison, der Hauptstadt Wisconsins. Wir besichtigen das beeindruckende Capitol, der Lake Monona auf der einen Seite und der Lake Mendota auf der anderen. Wir bestaunen die Kunst in der Kuppel und die all die prächtigen Deckendekoration.

Nach dem Einchecken im Hotel lassen wir den Abend mal wieder in einer Hausbrauerei ausklingen, typische Wisconsin.

Den nächsten Tag fahren wir nur eine kurze Strecke bis Spring Green, vielleicht eine Stunde Fahrt. Ziel heute ist das House on the Rock. Eine wahre und im wahrsten Sinne fast unbeschreibliche Kuriosität. Wir wussten nicht wirklich was uns erwartet. Wir zahlen Eintritt und dann geht die Entdeckungstour los. Was wohl mal als „besonderes“ Wohnhaus eines gewissen Alex Jordan im Jahre 1960 anfing, entwickelte sich über viele Jahre zu etwas Unbeschreiblichem.

Wir betreten also ein Haus, welches anfangs wirklich an ein Wohnhaus erinnern könnte. Irgendwie hat dieses Haus dann aber kein Ende. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir von einem Raum zum nächsten Raum, durch einen Saal hin zu einem spiralförmigen Raum, durch unzählige weitere Säle und Räume, hinaus in eine dünne verglaste Spitze usw. usw. usw. gehen. Es nimmt kein Ende. Und es handelt sich hier nicht um ein Schloss. Der versteckte Gebäudekomplex liegt im Grünen verborgen und man kann von all dem nichts erahnen. Noch einige unserer Besucher werden wir während unserer Zeit in Milwaukee noch hierherbringen…

Was ist in den Räumen? – fragt man sich jetzt natürlich. Alles – ist dazu die Antwort. Die Räume haben Namen wie „Heritage of the Sea“, „Infinity Room“, „Tribute to Nostalgia“, „Alex Jorden Center“, „Sculpture Garden“, „Gate House“, „Spirit of Aviation“, „Music of Yesterday“, „Streets of Yesterday“, „The Mill House“ usw usw.

Wir sind vollkommen sprachlos nach dieser ersten Besichtigung. Was war das denn? Absoluter Overload an Eindrücken. Noch lange bleibt das Haus Gesprächsthema an dem Tag.

Leider ist das Wetter nach dem verrückten Haus etwas schlechter geworden, es könnte fast regnen und wir müssen das Verdeck schließen. Das trübt aber keineswegs unsere Stimmung.

Durch weites Farmland, mit den für mich für Amerika typischen Silos überall, fahren wir dahin. Wieder ein Stück zurück nach Osten und dann ab in den Norden. Wir queren tolle Eisenbrücken und genießen den Weg und die Eindrücke.

Nächster und letzter Stopp: Wollersheim Winery in Prairie du Sac, denn auch Wein gibt es in Wisconsin. Hier bekommen wir eine informative, kurzweilige Führung durch die Weinkeller, bevor wir im Hof mit Blick auf die Weinberge unter dem „Scheunendach“ eine kleine Weinverkostung starten. Ich mag den Pinot Noir.

Mit ein paar Flaschen im Kofferraum machen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg nach Milwaukee. Der Mini-Kurztripp und das Wochenende ist um, die tollen Eindrücke und gemeinsamen Erlebnisse bleiben aber für immer. Und Wisconsin hat wieder noch mehr Gesicht bekommen. Da gibt´s noch einiges mehr zu erkunden. Das merke ich. Und ich bin baff, wieviel wir in so kurzer Zeit sehen und entdecken konnten.

Milwaukee Brewers –

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Baseball Spiel.

Milwaukee ist schon ein wenig die Stadt der Hausbrauereien, umso lustiger, dass selbst die Baseball Mannschaft Milwaukee Brewers heißt.

Da Milwaukee in den entscheidenden Jahren der Stadtplanung einmal einen deutschen Bürgermeister hatte und auch früher sehr viele Deutsche sich in und um Milwaukee angesiedelt haben, trifft man immer wieder auf deutsche Lokale oder Traditionen.

Eine große bekannte Firma aus Milwaukee ist die Firma Usinger, die Wurstwaren produzieren. Nicht verwunderlich, dass die Wurst auch bei den Milwaukee Brewers eine Rolle spielt und bei einem Baseballspiel in der Pause auf keinen Fall das „Sausage Race“ fehlen darf.

Wir haben also Tickets für ein Spiel gebucht, sitzen auf den Tribünen des Miller Stadiums (wieder mal Brauereigeschichte der Gegend…) und versuchen, das Spiel zu verstehen. Bisschen wir Brennball früher in der Schule… Es spielen heute die Yankees gegen die Brewers. Blauer Himmel, Sonnenschein, immer wieder kommt ein Verkäufer mit gekühlten Miller Bieren im Angebot vorbei. Tolle Stimmung, denn die Brewers liegen vorne.

Bei einem Home Run der Brewers rutscht das Maskottchen der Mannschaft, ein Männchen mit großem gelben Schnurbart, Bernie Brewer, auf einer großen gelben Rutsche von einer Etage des Stadions zur darunter liegenden, begleitet von großem Jubel. Außer uns, wir verpassen es erstmal und müssen die Besucher neben uns fragen, was nun los ist, was wir verpasst haben. Beim nächsten Mal wissen wir Bescheid.

In der Pause kommt dann das berühmte Sausage Race. Da rennt ein Wiener gegen eine Lyoner und eine Poloni. Was für ein Spaß, das Publikum tobt vor Lachen. Immer mal wieder fällt auch ein Würstchen um und bekommt von Begleitern wieder auf die Beine geholfen. Ich kugel mich vor Lachen.

Es wird langsam dunkel und das Spiel neigt sich dem Ende. Die Stimmung ist ausgelassen und glücklich, denn die Brewers gewinnen. Was für ein Erlebnis!
Brewers, wir kommen wieder, eine tolle Erfahrung. So richtig das Gefühl im American Live Style angekommen zu sein.

Was gibt´s Neues von der Baustelle?

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Erstmal gibt es da meinen Zustand. Totale Baustellen-Erschöpfung, wobei ich weder diejenige bin, die bei 45 Grad auf dem Dach arbeitet, noch diejenige bin, die im Kran in 10m Höhe vor unserem Haus hängt und bei 45 Grad arbeitet, nicht diejenige bin, die den Kopf durch Mini-Luken in der Decke stecken muss, um irgendwelche Kabel oder Schläuche durch die Zwischendecken zu ziehen, noch diejenige bin, die die krass überdimensionalen neuen Klimaeinheiten ebenfalls in eben dieser Zwischendecke über Kopf montieren muss ein, das bin ich nicht. Ich bin diejenige, die aber gefühlt (wahrscheinlich vollkommen verfehlte Erinnerungswahrnehmung) seit Anfang November 2021 hier mit einer ständigen Baustellensituation leben muss. Ich bin die, die ständig unzählige Männer irgendwo im Haus arbeiten hat, die nicht immer wirklich frisch geduscht duften, die aber natürlich auch nicht wie wir wohnen und somit vielleicht auch nicht die Chance auf eine tägliche Dusche und den Zugriff zu einer Waschmaschine haben. Ich habe Verständnis für all diese Fakten und verstehe vollkommen auch deren Situation. Trotzdem bin ich es, die keinen Tag der Woche mal eine paar Stunden alleine im Haus ist. Es ist immer irgendwo irgendwer am Arbeiten. Überall ist immer wieder Dreck, weil Zwischendecken geöffnet oder gar aufgeschnitten werden müssen, überall Staub und Müll und Material, dass auch von der Garage oder von draußen mehr und mehr Staub ins Haus trägt. Ich bin auch nicht die, die das Putzen übernimmt. Das macht unsere liebe Perle mit größter Hingabe und Zuverlässigkeit. Die aber auch nicht jeden Tag bei uns arbeitet…

Auf einen Punkt gebracht, mal wieder: Wann ist das endlich zu Ende?

Heute steht ein Kran vor der Tür, der für den Abschluss der Dacharbeiten herangekarrt wurde. Damit dieser hier stehen darf, habe ich natürlich wieder einige Energie aufwenden dürfen, um hierfür die Genehmigung zu bekommen.

Das Thema neuer Farbanstrich für unser Haus ist leider auch noch nicht geklärt. Aber das Projekt haben wir gestern Abend erstmal auf Eis gelegt. Einfach mal warten. Im Herbst werden wir einen neuen Versuch startet, denn jetzt habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwelchen Genehmigungen tagelang hinterherzulaufen.

Ihr merkt, irgendwie dreht sich das Baustellenthema ständig im Kreise… Aber so geht in mir ebenfalls rund. Ich schlafe schlecht, bin ständig genervt von der ständigen Belagerung in und um unser Haus, von dem Dreck, den es gefühlt in alle Ecken zieht, von dem ständigen „Ärger“ bezügl. irgendwelcher Genehmigungen, schlicht weg von ein wenig Freiheitsentzug.

Jammern auf sehr hohem Niveau – ist mir vollkommen klar. Wir haben ein Häuschen, leben in einem sicheren Land, unsere Kinder gehen auf eine gute Schule, wir haben Essen und Trinken und am allerwichtigsten FRIEDEN um uns herum. Dafür bin ich unendlich dankbar und frage mich bei jedem meiner Worte hier, ob ich überhaupt das Recht habe, zu klagen… Aber ihr kennt das, da kann in der großen weiten Welt so viel Schlimmes passieren, aber wenn in der kleinen Welt um einen herum, etwas aus dem Lot gerät, ist das in dem Moment für die betroffene Person auch sehr belastend.

Und in einem gewissen Alter 😉, sollte man ja einfach auch immer auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten. Und da muss ich ehrlich zugeben, dass meine Toleranz gegenüber manchen Dingen im Leben einfach ein bisschen geschrumpft ist. So im Vergleich zu früheren, jüngeren Zeiten, wo man unendlich viel einstecken und wegstecken konnte.

Somit freue ich mich riesig, wenn endlich die angefangenen kleinen Baustellen erstmal abgeschlossen sind und Ruhe und Leere einkehrt.

Was nicht heißt, dass es nicht irgendwann wieder starten wird. Denn hier ist es Fakt, dass wenn ich eine Baustelle abgeschlossen habe, ich garantiert dadurch mindestens einen neue bereits wieder angestoßen habe.

Beispiele:

Durch den Einbau der neuen Klimaanlagen, müssen nun wieder die Decken teilweise verputzt und gestrichen werde. Durch den Einbau der neuen Fenster und Türen, müssen manche Böden nun ausgebessert werden und auch die Wände innen neu gestrichen werde, ebenfalls muss nach diesem Einbau, von außen teilweise neu verputzt und gestrichen werden. Die Klebereste, entstanden durch die Abdeckfolie zum Schutz beim Dachbau, auf den neu verlegten Fliesen müssen, müssen irgendwie entfernt werden. Die neuverlegten Fliesen, die ebenfalls durch die vorerst nicht eingesetzten Schutzfolien, durch die Dachdecker zerstört wurden, müssen erneut ausgetauscht werden…

usw. usw.

Auch hier, ein ständiger Kreislauf!

Milwaukee erkunden…

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… Wisconsin.
Besuch aus Deutschland – back in 2005.

Im Jahre 2005 sind wir vom wunderschönen Regensburg in der Oberpfalz ins ebenso wunderschöne Milwaukee in Bundesstaat Wisconsin gefunden. Ich, damals Reiseverkehrskauffrau in Deutschland, wusste von Milwaukee ich eigentlich nichts, ebenso wie vom Bundesstaat Wisconsin. Keine Ahnung. Das waren jetzt keine Ziele, die bei einem klassischen Amerika Urlauber auf der to-do Liste stehen und somit bei mir nie auf dem Radar waren. Umso spannender, dass uns die Entsendung meines Mannes genau in diese Stadt verschlagen hat, denn die entpuppte sich als wahre Perle mit wundervollen Menschen, tollem Livestyle. Wir fühlten uns pudelwohl. Und einer Stadt wie Regensburg das Wasser reichen zu können, das ist schon eher Oberklasse.

Wenn also Besuch aus Deutschland kam, bekamen die erstmal die klassische kleine Spaziertour durch die Stadt. Unser Apartment im historischen Stadtteil „Third Ward“ gelegen, war die erste Überraschung. Das Third Ward ist ein ehemaliges Industrie- und Geschäftsviertel, das sich zu einer hippen Wohngegend entwickelt hat, mit wundervollen Restaurants und Cafés mit kleinen Boutique Geschäften. Den Lake Michigan auf der einen Seite, nur durch einen Parkplatz vom Seeufer getrennt und dem Milwaukee River Walk, einer Flusspromenade entlang des Milwaukee Rivers auf der anderen Seite. Schöner kann eine Stadt nicht gelegen und auch nicht angelegt sein.

Wir spazieren also mit dem Besuch hinunter zum Ufer des Lake Michigans. Große Parkanlagen ziehen sich entlang des Ufers. Der weitläufige Henry Maier Festival Park, in dem jährlich das größte Musikfestival der Welt stattfindet, liegt am Ufer, nicht weit von unserem Apartment entfernt. Nach etwa zwei Kilometern erreichen wir das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Milwaukee Art Museum (MAM). Entworfen hat es der bekannte spanische Architekt Santiago Calatrava, eröffnet wurde es im Jahre 2001. Während der Öffnungszeiten breitet es seine mächtigen, weißen Flügel weit aus mit Blick zum Meer. Ein wunderschönes Gebäude, lichtdurchflutet im Inneren. Erster WOW Effekt für die gerade angereisten Besucher. Wir sehen gar eine Schildkröte auf den Steinen am Ufer des Sees direkt vor dem Museum.

Von hier aus laufen wir in die Stadt hinein. Immer wieder faszinieren mich die Hintergassen zwischen den prachtvollen Häuserfronten. Denn hinter jeder Häuserfassade befindet sich eine Überraschung. Gassen in denen die Mülltonnen stehen, Autos von Anwohnern parken, Hintereingänge und Rolltore, die für die Anlieferung der Waren vom Besucher eigentlich versteckt bleiben sollen.

Wir laufen weiter bis wir auf den Riverwalk stoßen. Ziel für eine Erfrischung ist dort die Rock Bottom Brauerei. Ein lokales Bierchen aus einer der vielen Milwaukee Hausbrauereien am Ufer des Milwaukee River. Unbezahlbar schön.

Nach der Verschnaufpause geht es weiter entlang des Flusses fast bis zum Ende des Third Wards, dort wo sich der Milwaukee River mit dem Lake Michigan trifft. Von hier laufen wir entlang der Flussmündung weiter Richtung See. Ziel: der wunderschöne rote Leuchtturm Pierhead Lighthouse. Ich liebe ihn.

Den Abschluss des Tages und das Ende des Ankunftstages feiern wir in einer weiteren Hausbrauerei am Riverwalk im Third Ward, dem Ale House mit Flussblick auf den Milwaukee River.
Aber trotz schönen Wetters sitzen wir drinnen, denn dort spielt eine Live Band.

Ein klassischer Ankunftstag zur Begrüßung vieler Besucher, die wir über die Jahre empfangen können. Und ich kann euch versichern, dass alleine dieser erste Eindruck, egal zu welcher Jahreszeiten, jeden in den Bann Milwaukees gezogen hat. Es ist einfach eine lebens- und liebenswerte Stadt.

Baustellen-Geschichten…

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… habe ich lange keine erzählt, obwohl es viel zu berichten gäbe. Aber heute will ich mal wieder eine mit euch teilen.

Es geht um den Anstrich unseres Hauses in der Farbe Hellgrau mit weißen Rahmen rund um die Fenster und Türen.

Momentan ist unser Haus Cremefarben gestrichen mit gelben Umrandungen rund um die Fenster und Türen. Nicht meine liebste Farbe und da wir durch einige Umbauarbeiten nun definitiv das Haus auch von außen streichen lassen müssen, darf es gerne eine neue Farbe sein.

Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und mir gefällt die weitverbreitete Kombi von einem Hellgrau mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen. Ganz dezent, nichts Auffälliges, nichts Außergewöhnliches. Aber trotzdem muss ich bei der Verwaltungsgesellschaft unserer Wohnanlage, diesen Neuanstrich genehmigen lassen.

Also auf in den Farbladen, denn ich benötige den RAL Code.

Zusätzlich zu dem Antragsschreiben muss ich noch Passkopien, Visakopien, lokale Ausweisdokumente und den lokalen „Grundbucheintrag“ einreichen.

Und innerhalb kürzester Zeit bekomme ich eine Absage. Die Farbekombination ist nicht genehmigt, im Anhang eine Farbpalette zulässiger Farben, alles in leichten Pastelltönen…

Warum gibt es so viele graue Häuser um mich herum?

Heute bin ich umhergefahren und habe wahllos Fotos von all den grauen Häusern in direkter Umgebung gemacht und habe erneut nett angefragt, wie es sein kann, dass es so viele graue Häuser gibt?

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal für eine Antwort bekommen werde. Drückt mir die Daumen.

Ich werde berichten!

Wisconsin: leben und entdecken.

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Da wir das große Glück hatten, ab dem Jahr 2005 für 2,5 Jahre in den USA zu leben, im wunderschönen Milwaukee, im Bundesstaat Wisconsin, möchte ich euch auch unbedingt die USA näherbringen. Unsere Erlebnisse und Roadtrips mit euch teilen und Geschmack machen auf ein beeindruckendes Land und dessen Menschen, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind.

Es war unser erster längerer Auslandsaufenthalt und der Start von vielen weiteren. Ich hatte gerade im August 2004 meinen 30. Geburtstag gefeiert, zusammen mit der Einweihungsfeier unseres frisch renovierten Siedlerhäuschens in Regensburg, als die Überraschung kam: Ein Angebot einer Entsendung meines Mannes von seiner Firma in die USA.

Es war klar, wir machen das. Mieter für das Haus wurden gesucht und dann wurde der große, erste Container gepackt. Was für eine Aufregung! Einen Tag vor Weihnachten im Jahr 2004 ging dieser auf Reisen und wir mit dem Start des neuen Jahres 2005.

Hier also nun in meinem ThemenMonat Juni 2022 viel Spannendes und Schönes aus dem Bundesstaat „Wisconsin“ – den viele von Euch, wie auch vor unserem Umzug, nicht auf dem Radar haben, der aber wirklich viel zu bieten hat. Lasst euch überraschen und kommt mit auf die kleine Wisconsin Reise.

EntdeckerGlück Wisconsin:

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