Baustelle…

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… mal wieder.

Das Leben in Dubai besteht natürlich nicht immer nur aus Sonne, Sommer, Sonnenschein… na ja, eigentlich doch. Denn die drei Dinge sind fast täglich gegeben. Was ich vielleicht eher sagen will, das Leben besteht hier nicht immer nur aus Strandstunden, Wasserplantschen oder Cocktailsschlürfen, denn wir leben hier und machen hier keinen Urlaub.

Realität: zwei kranke Kinder übers Wochende zu versorgen und seit einer Woche mal wieder Baustelle ums Haus.

Wie ich ja bereits vorab schon mehr als einmal berichtet habe, ist Baustelle immer mit viel Arbeit verbunden, obwohl ich weder auf der Leiter stehe und streiche, noch Fliesen verlege. Es gilt Genehmigungen einzuholen, Arbeiter zu kontrolieren oder zu überwachen… und vieles mehr.

Aktuelles Projekt: Haus streichen – außen.

Auch hierzu gab es ja bereits mal einen Beitrag in dem ich mich über die vorgeschriebenen Farben ausgelassen habe. Das war nun auch der Grund, weswegen das Projekt ein wenig auf Eis lag, denn ich hatte keine Energie mehr, mich damit weiter zu beschäftigen. Jetzt, eine gute Zeit nach den Sommerferien und somit nach den letzten Bauarbeiten, bin ich die hoffentlich letzten Projekt angegangen.

Wir haben uns mal wieder mit der vorgeschriebenen Farbpalette beschäftigt und ich habe am 31. Oktober 2022 den Antrag gestellt, unser Haus streichen lassen zu dürfen, in der VORGESCHRIEBENEN Farbkombination. KEINE WAHL!

Also sollte man meinen, dass es auch keine große Verzögerung bei der Beantragung der Genehmigung geben sollte… Aber – sag niemals NIE.

Denn heute, 21. November 2022 halte ich nun endlich nach endlosen Telefonaten und Emails meine Genehmigung in den Händen.

Wohlgemerkt: Nicht für meine Wunschfarbe – sondern für die, von der Baugesellschaft vorgeschriebene, Farbe.

Große Überraschung Ende der letzten Woche: Die Ausstellung der Genehmigung der Streichung (noch mal: für eine von mir nicht gewünschte Farbe) kostet mich nun auch noch 1050 AED.

Lustige Geschichte: Mit Erhalt der Zahlungsaufforderung bekam ich in der Email den Hinweis, dass das Streichen meines Hauses in der Farb Y…-… genehmigt ist. Um noch einmal auf Nummer sicher zu gehen, checke ich die Farbe noch mal in Google. Ein richtig dunkles, Zartbitter – Schokoladen-Braun poppt auf meinem Bildschirm auf. Da ist doch etwas schief gelaufen… Diese Farbe darf man nämlich für die Fensterumrahmungen nutzen, nicht, um sein komplettes Haus damit zu streichen. Aber gut, dass ich 1050 AED dafür zahlen darf, dass ich dann noch kontrollieren muss, was man mir so genehmigt, obwohl ich es nicht beantragt habe…
Die heutige Genehmigung erhält die korrekten Angaben zu den vorgeschriebenen Farben. Perfekt.

Mit dieser Genehmigung in der Hand muss ich nun wieder einen weiteren Genehmigungsprozess starten. Denn jetzt benötige ich wieder eine Zutrittserlaubnis, damit das Anstreicherteam samt Material und Gerüst in das Wohngebiet einfahren darf. Mal schauen, wie lange das dauern wird. Diese ist aber zumindest kostenlos.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Sperrmüll

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in Dubai.

Alles was man in Deutschland zum Sperrmüll geben würde oder am Wertstoffhof abgeben könnte, das lässt man hier eigentlich von der Firma „Take my Junk“ abholen. Wir haben von dem Team schon einiges abholen lassen, besonders in der Umzugszeit. Wenn dann plötzlich doch noch etwas übrig bleibt, nicht mehr gebraucht wird, der Container voll ist, man die Artikel weder in Flohmarktgruppen über WhatsApp oder Facebook, über Dubizzle oder sonst wie verkaufen oder einfach loswerden konnte, dann ruft man das Take my Junk Team an.

Das Team kommt mit ihrem kleinen LKW vorbei und checkt die „Waren“. Wenn diese noch in einem guten Zustand sind und weiterverkauft werden können, dann werden diese kostenlos mitgenommen. Wenn allerdings die „Waren“ für sie nicht mehr verkäuflich sind, also schlichtweg kaputt, dann muss man je nach Menge einen meist doch recht kleinen Obolus zahlen, denn dann übernimmt die Firma die Entsortung.

Von einer Bekannten haben wir erfahren, dass die Firma im Nachbar-Emirat Ajman ein Gebrauchtwaren-Kaufhaus betreibt. Das war somit Ziel unserer kleinen Mädels-EntdeckerTruppe diese Woche.

In einem Industriegebiet finden wir die große gelbe Halle und betreten sie. Wir sind zu viert unterwegs, aber recht bald verlieren wir uns aus den Augen und sind somit in zwei zweier Gruppen unterwegs. Die Hallen, über zwei Etagen, sind fast bis unter die Decke mit Waren vollgestopft. Staub überall, denn die große Hallentür steht den ganzen Tag offen. In der oberen Etage unter dem Blechdach braten wir wie Hühnchen auf dem Grill. Stühle, Tische bis unter die Decke, Schreibtische, Bürostühle, Betten jeglicher Art und Form, Matratzen und sogar richtig gute Lattenroste. Bilder und Spiegel in jeder erdenklichen Größe; Fitnessgeräte und Fitnesszubehör in Mengen, Haushaltswaren, Mülleimer, Grill, Bücher, Schuhe, Skischuhe, Spiele; alles rund ums Tier, Fahrräder und Roller, Rollstühle und Krücken, Schränke und Regale, Tennisschläger, Stative, eine seperate Kleiderabteilung, Gardinen usw. usw.. In jeder Ecke entdecken wir wieder neue, vollkommen unerwartete Überraschungen. Ich könnte hier noch ewig weiter aufzählen.

In einer kleinen hinteren Ecken, entdecken wir sogar eine Werkstatt, in der Sofas (Sofas gibt es auch!) neu bezogen werden.

Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir uns in diesem Gewirr verloren haben. Mit leichten „Staublungen“, verlassen wir vollkommen baff, diese Location. Was für ein ausgefallener, spaßiger Ausflug heute.

Und das Beste, man weiß jetzt wirklich, dass die Sachen nicht einfach im Müll landen, sondern vielleicht irgendwann einen neuen Besitzer finden, der sich über die günstige Anschaffung freut.

Unbedingt verhandeln, wenn ihr fündig werden würdet.

P.s.: Heute, einen Tag später habe ich noch eine zusätzliche Info bekommen. Von Dubai Municipalities gibt es auch noch ein Nummer, die man anrufen kann, damit kaputte Waren wohl innerhalb von maximal drei Tagen abgeholt werden. (Der Kontakt berichtete, dass nach dem Anruf bereits drei Stunden später bereits die Sachen abgeholt wurden.) Telefonnummer. 80090.
WICHTIG! – Man muss seine Makani Nummer angeben. Diese Nummer hängt außen am Haus. Foto hängt unten an.

Hier ein paar Eindrücke:

Makani Nummer:

Raus aus der Hitze.

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Nur noch wenige Tage und ich werde mit den Kindern nach Deutschland fliegen. Familie und Freunde besuchen und natürlich somit auch die Hitze hinter uns lassen. Ich habe ja die vergangenen Tage schon einmal über die stetig steigenden Temperaturen berichtet.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Fast alle Mütter mit Kindern, zumindest sehr, sehr viele, die ich kenne, nutzen die Zeit, um eben Freunde und Familie in anderen Ländern zu besuchen. In Ländern, in denen die Temperaturen vielleicht etwas angenehmer sind. Es gibt allerdings auch Familien, die nach Tunesien oder Ägypten fliegen, wo die Temperaturen natürlich nicht so angenehm sein werden, wie in Deutschland. Somit haben wir Glück, den Sommer draußen, im Wald, auf der wunderschönen Terrasse meiner Eltern oder bei Ausflügen zu genießen. Und natürlich sehr wichtig: wertvolle und schöne Zeiten mit Familie und Freunden zu verbringen. Zeit mit Mamas und Papas, Omas und Opas, Schwestern und Schwager, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten, Tanten und Onkels und Freunde zu treffen.

49 Nächte insgesamt auf Tour – aus dem Koffer leben.

21 Nächte bei meiner Familie

6 Nächte bei zwei befreundeten Familien

22 Übernachtungen in 16 verschiedene Hotels und Übernachtung.

Ihr könnt euch vorstellen, was das für eine aufwendige Organisation im Voraus war. Denn arbeitende Freunde müssen zeitlich auf die irgendwie doch wenigen Wochenenden verteilt werden. Da natürlich auch Ferienzeit und somit Reisezeit in Deutschland herrscht, müssen wir Termine aus Nordrhein Westfalen, Hessen und Bayern beachten, damit wir überhaupt eine Chance bekommen, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ich habe noch wichtige, unaufschiebbare Termine für Tage dazwischen vereinbaren müssen. Ich würde zu gerne noch so viele andere Freunde treffen, aber obwohl man vorab glaubt, man hat ja soooo viele Zeit, ist die Zeit leider doch sehr begrenzt. Dieses Jahr habe ich zum Glück viel, viel früher mit der Planung und Buchung angefangen, so dass alles schon jetzt entspannter ablief, als im ersten Sommer. Zudem erlebe ich jetzt, dass es sich auszahlt, früh zu buchen. Viele befreundete Familien, die nicht so rechtzeitig geplant und gebucht haben, klagen nun über sehr hohe Flug- und Mietwagenpreise. Wir waren sehr früh dran und konnten relativ gute Preise ergattern.

Jedes Jahr lernt man neu dazu. Nun im zweiten Sommer dieser Art von Reise war die Planung besser, somit hoffentlich die Reise entspannter. Ich habe mehr regelmäßige Ruhezeiten bei meinen Eltern eingeplant, in denen wir entspannte Familienzeit mit Ausflügen und einfach mit Genießen verbringen können. Zudem habe ich hierfür aber auch einige Ausflugswünsche im Kopf, damit die Kinder fern von jeglichen Bildschirmzeiten gemeinsame WIR-Zeit verbringen werden. Wird sich zeigen, ob das alles so klappt.

Ich habe heute zudem drei Sets von Koffer Organizern bestellt. Denn dies war auch ein Punkt im letzten Jahr, der genervt hat: Dieses ewige Chaos beim „aus dem Koffer leben“.

So und natürlich fragt ihr euch die ganze Zeit, warum ich immer nur von Müttern und Kindern rede…? Was machen die Väter dazu?

Erstmal spreche ich hier einfach nur aus Erfahrungen in unserer direkten Umgebung. Und da sind meist die Väter, die jenigen, die hier arbeiten. Sehr oft sind die Väter auch sehr viel auf Geschäftsreisen und nutzen die Zeit, um eventuell noch die ein oder andere Geschäftsreise einzuschieben. Die Väter arbeiten in klimatisierten Büros und müssen nicht die Kinder in den Sommerferien bespaßen.

Das heißt somit, dass in unserem Falle, mein Mann drei Wochen Sommerurlaub genommen hat, den wir dann gemeinsam auf einem Roadtrip verbringen. Sicher das Highlight für uns alle. Die Väter haben keine zwei Monate im Sommer Urlaub, so wie die Kinder Ferien. Und wie wir alle wissen, müssen die Kinder in dieser Zeit beschäftigt werden. Diese Zeit nutzen wir, um die fehlende gemeimsame Zeit mit Familie und alten Freunden aufzuholen.

Und ich kann mir sicher nicht vorstellen, die nächsten zwei Monate mit den Kindern in Einkaufzentren zu verbringen… Da freuen wir uns auf die Natur in Europa.

Schöne Ferien!

Was macht ihr in den Ferien?

Niagara Fälle.

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Leben in USA – Back in 2005.

Emails an meine liebe Freundin in Regensburg.

…. Morgen kommt schon wieder Besuch. Es kommt ein Kollege meines Mannes, den ich aus Regensburg kenne. Mit ihm waren wir ein, zwei Mal abends unterwegs, haben ihn mal beim Grillen getroffen, aber mehr nicht. Einen netten Eindruck hat er hinterlassen und Heiko meint, ich soll ruhig mit ihm fahren. Und somit werden wir morgen aufbrechen zu den Niagara Fällen. Bin so gespannt. Er kennt wohl Leute in London, Ontario in Canada, dort wollen wir vorbeischauen. Ich lass mich überraschen.
Also denke ich mal, bis nach dem Trip!
Deine Nicole

29. Aug 2005
von: Nicole
an: meine liebe Freundin in Regensburg
Betreff: wieder in Milwaukee

Hallihallo,
ich bin wieder zurück in Milwaukee, bin ich froh, wenn ich endlich mal wieder ein paar Tage hier weiterleben kann. Der kleine Roadtrip zu den Niagara Fällen war wirklich klasse und mit Jochen war es auch richtig lustig. Der ist total unkompliziert.

Gestartet sind wir dann sehr früh in Milwaukee, am Lake Michigan entlang nach Süden und dann rüber Richtung Kanada. Puh, das war ein langer, langer FahrTag. Knapp über neun Stunden waren wir unterwegs, etwa 900 km. Heftig, aber auch wunderschön das weite Land zu „erfahren“. Ich liebe es.

Jochens Freunde haben wir in einem Lokal in London, Ontario getroffen und uns gleich super unterhalten. Eine sehr angenehme Familie. Und wie schon erwartet, haben sie uns auch gleich zum Übernachten zu sich nach Hause eingeladen. Super nett. Wir waren aber wie erschlagen von der langen Fahrt und sind nach ein paar Bierchen und weiteren netten Gesprächen auf dem Sofa, früh ins Bett.

Beim Frühstück wiederum hat der Freund uns angeboten, seine Mutter anzurufen, die nämlich direkt in Niagara Falls, Ontario wohnt, und zu fragen, ob wir dort übernachten können. Hat er dann auch gleich gemacht und die nächste Nacht war gebucht. Ich war ja erst wirklich skeptisch, aber Jochen hatte die Mutter vor Jahren schon einmal kennengelernt. So haben wir uns auch noch gleich die Kosten für die nächste Nacht gespart.

Nach dem Frühstück sind wir losgedüst und haben uns die Niagara Fälle auf der kanadischen Seite angeschaut. Wir waren super begeistert. Entlang des Ufers erstreckt sich ein großer Park. Immer wieder hat man neue, spektakuläre Blicke auf die Fälle. Mit lautem Getöse rauscht das Wasser mit solcher Macht in die Tiefe – wow. Und wie nah man immer wieder an den Abgrund kommt, wahnsinn! Und falls du dich wunderst: stets sicher hinter Absperrungen. Unten in der Gischt sehen wir unzählige Boote, beladen mit Menschen, alle geschützt durch die gleichen blauen Schutzmäntelchen. Ein tolles Bild. Berauscht vom Getöse, haben wir uns im ruhigen Auto dann auf den Weg zur „Mutter“ gemacht, deren Haus wir auch relativ schnell, in einem ruhigen Wohngebiet, gefunden haben. Willkommen in Deutschland, kann ich dazu nur sagen… Sie ist damals, ich weiß leider nicht mehr wann, mit ihrem Mann erst von Deutschland nach Südamerika ausgewandert. Dort kamen sie aber gar nicht zurecht und sind von dort nach drei Jahren weiter nach Kanada, wo schon ein Verwandter von ihnen wohnte. Wenn man sich das damals, zu der Zeit alles vorstellt, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Die Auswanderer haben damals noch Briefe geschrieben, die ewige Zeiten unterwegs waren. Sie sind damals auch noch mit dem Schiff nach Südamerika gefahren und dann, das erste Mal, nach Kanada geflogen. Sie sprachen zu der Zeit aber weder Spanisch noch Englisch, als die ankamen. Ich habe vollen Respekt vor diesen Leuten. Deshalb haben wir uns auch geduldig beim Abendessen, die GANZEN Geschichten angehört. Wir haben NICHTS erzählt. Aber die Geschichten waren so spannend und beeindruckend und wir hatten einen wunderschönen Abend. Und die „Mutter“ hat sich so über die Gesellschaft im Hause gefreut.

Jeder von uns hat ein typisches altmodisches, deutsches Gästezimmer im Keller des Hauses bekommen, trotzdem total gemütlich.

Am nächsten Morgen wurden wir mit Frühstückseiern, selbstgemachter Marmelade und selbstgebackenem Brot verwöhnt. Ein typisch deutsches, köstliches Frühstück. So lieb, diese Frau. Danach ging es gestärkt weiter über die Grenze zurück nach USA. Dort haben wir uns ebenfalls die Fälle angeschaut, die so ganz anders von dieser Seite zu erleben sind, viel ruhiger, ursprünglicher.

Ich kann nicht sagen, welche Seite mir besser gefiel, aber riesig beeindruckt hat mich die Tatsache, wie extremst nah man an den Abgrund auf der US Seite rankam. Wahnsinn!

Entlang des Ufers des Lake Erie machten wir uns langsam auf den Rückweg. An einer richtig netten Fischbude am Seeufer haben wir uns noch Fish & Chips gegönnt. Strahlend blauer Himmel mit Seeblick – wunderschön. Damit die Fahrt nicht so lang wurde wie bei der Hinreise, haben wir in Cleveland, Ohio noch eine Nacht verbracht, bevor es am nächsten Morgen weiter ging. Am südlichen Zipfel des Lake Michigan schloss sich unsere Runde und wir fuhren zurück nach Milwaukee.

Die Tour, drei Nächte, war jetzt mal schlappe 2050 km lang. That´s America. Krass, oder?

Und dann war ich, wie schon erwähnt, einfach froh, auch mal wieder zu Hause zu sein. War doch ein bisschen viel die letzten Wochen und dann vermiss ich Milwaukee so richtig stark und will dort endlich wieder die Zeit genießen. Und klar, keine Ruhe für uns: Am 1. September kommen ja schon meine Eltern und die Oma.  Arbeiten könnte ich gar nicht gehen, keine Zeit! 😉
Mal schauen, wann ich dir wieder schreiben kann

Dir die allerliebsten Grüße von hier
Deine Nicole

Ikea.

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Ja, es gibt natürlich auch in Dubai Ikea. Ich habe morgens online eine Bestellung inkl. Lieferung aufgegeben. Beim Abschluss konnte ich den Anlieferungstermin wählen. Früheste mögliche Anlieferung am gleichen Tag zwischen 15 und 22 Uhr. Gebucht.

Abends um 19 Uhr hatte ich dann über Zoom Elternversammlung der Schule und alleine aus diesem Grund war ich um 22 Uhr noch wach, mein Handy noch an, als das Telefon klingelte. Meine Ikea Lieferung ist jetzt in meiner Nähe, ich soll mich bereithalten. (Denn eigentlich liege ich unter der Woche spätestens um 21:45 Uhr im Bett). Ikea? Das hatte ich ja überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Um 22:10 Uhr klingelt es dann und meine Lieferung ist da.

Man könnte jetzt meinen, dass wäre eine absolute Ausnahme. ABER ich habe schon im November 2021 eine Bestellung inklusive Lieferung und Aufbau bei Ikea platziert. Auch hier der Vermerk: Anlieferung zwischen 15 und 22 Uhr. Damals klingelte um 21:30 Uhr das Aufbauteam mit meiner Lieferung. 4x musste nun der Ingolf (Barhocker) aufgebaut werden. Ich auf dem Sofa, auch weit über meine eigentliche Bettzeit hinaus, bis irgendwann in der Nacht meine vier Ingolfs an der KüchenInsel standen.

Das nächste Mal sollte ich unbedingt noch mal checken, ob man vielleicht auch eine Anlieferung zwischen 6 und 15 Uhr wählen kann. Das wäre dann doch eher meine Zeit unter der Woche.
Augen auf bei der Ikea Bestellung.

Noch eine Ikea-Anekdote: Im alten Haus habe ich schon einmal eine Kücheninsel ebenfalls mit zwei Ingolfs bestellt, inklusive Aufbau. Die zwei Aufbauhelden kamen schön angenehm am Nachmittag. Die Arbeit startete und ich habe mich doch sehr gewundert, dass die Insel, irgendwie nicht die Form annahm, die sie hätte annehmen sollen. Auf der einen Seite sollten die beiden Ingolfs Platz zum Sitzen bieten, während auf der anderen Seite zwei Regalbretter Platz für Töpfe, Teller oder ähnliches bieten sollten. Das ganze Konstrukt sah sehr seltsam aus. Somit musste ich mit einspringen. Die Zeichnung ignorierten die beiden Aufbauer vollkommen, ebenso die Aufbauanleitung. Ich habe dann ein Foto der Insel im online Katalog rausgegraben und immer wieder versucht vorzumachen, dass ich mit dem Ingolf an der Insel sitzen möchte, hierfür aber kein Platz ist, denn da wo wir zwei sitzen wollten, war einfach eine Wand, die Wand, die die Insel mittig in zwei Teile hätte teilen sollen. Und schneller als man schaut, war ich nicht Teil des Aufbauteams, sondern wir bildeten ein neues UmbauTeam. Und wir haben es geschafft.

Mittlerweile ist die alte KüchenInsel mit Ingolf ins Zimmer unserer Tochter umgezogen und zum Mal- und Schreibtisch umfunktioniert.

Was habt ihr für Erfahrungen bei Ikea Lieferungen gemacht?

Kein KaltDuscher

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Noch ein bisschen was aus dem Leben. Heute eine eventuell bisschen verwirrende Geschichte. Ich hoffe, ihr könnt mir folgen…

Wir sind ja nun noch kein Jahr in unserem Haus, somit habe ich noch keinen kompletten Sommer hier erlebt. Wir sind gerade in den SommerAnfängen, aber es scheint die gleiche Situation im neuen Haus zu sein, wie im alten. Und davon möchte ich euch erzählen.

Es fängt diese Zeit an, in der wir, fast kein warmes Wasser mehr aus der Leitung bekommen, nur noch heißes. Also KALTES Wasser aus dem Hahn, schon ein paar Tage gar nicht mehr machbar.

Somit dusche ich gerade noch auf der vollen KaltStellung, um eine einigermaßen erträglich Duschtemperatur zu erzielen. Nur mal so für Euch: Einen Pool habe ich am liebsten so um die 30 bis 32 Grad. Das sind meine Temperaturen. Ich könnt euch also vorstellen, dass ich wahrlich KEIN Kaltduscher sein werde.

Jetzt kommt bald die Zeit, in der wir die Heißwasserbereiter/Boiler, die in jedem Raum, der Wasser liefert, in der Zwischendecke hängen, ausschalten werden. Denn so können wir dann, dass über die nächsten Wochen immer heißer werdende Wasser aus der Leitung, mit dem kalten Wasser aus dem kleinen Wassertank in der Zwischendecke auf eine angenehme Temperatur mischen. Wie das geht und was ich hier für wirres Zeug erzähle? Da wir im Haus mittlerweile sehr oft nur noch mit Klimaanlage leben, sind die Räume angenehm gekühlt und somit zieht diese Kühle auch in die Zwischendecken hinein, in denen die Heißwasserbereiter hängen. Wenn wir also die Heizfunktion der Tanks ausschalten, wird durch die Klimaanlagen auch das Wasser gekühlt. So dass wir dann das heiße Wasser aus der Leitung mit dem gekühlten Wasser aus dem Heißwasserbereiter auf eine perfekte Duschtemperatur mischen können.

Jetzt habe ich da nur eine verwirrende Frage im Kopf, die mich beschäftigt…?

Wir lassen gerade einen Solar-betriebenen Wassertank auf dem Dach installieren, der uns in Zukunft umweltfreundlich das heiße Wasser bereiten soll, welches durch neu verlegte Wasserleiten in den Zwischendecken zu den Nassräumen geführt wird. Die vielen kleinen (etwa 20-30 Liter fassenden) Heißwasserbereiter werden dann stillgelegt und entleert.

Nun mein Bedenken: wie bekomme ich dann angenehme Wassertemperaturen gemischt, wenn sowohl das Wasser aus der Leitung, als auch das Wasser aus dem neuen Tank ständig „überhitzt“ ist…?

Gute Frage, oder? Ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten, wenn der Sommer sich noch weiter sommerlich verstärkt hat.

Was gibt´s Neues von der Baustelle?

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Erstmal gibt es da meinen Zustand. Totale Baustellen-Erschöpfung, wobei ich weder diejenige bin, die bei 45 Grad auf dem Dach arbeitet, noch diejenige bin, die im Kran in 10m Höhe vor unserem Haus hängt und bei 45 Grad arbeitet, nicht diejenige bin, die den Kopf durch Mini-Luken in der Decke stecken muss, um irgendwelche Kabel oder Schläuche durch die Zwischendecken zu ziehen, noch diejenige bin, die die krass überdimensionalen neuen Klimaeinheiten ebenfalls in eben dieser Zwischendecke über Kopf montieren muss ein, das bin ich nicht. Ich bin diejenige, die aber gefühlt (wahrscheinlich vollkommen verfehlte Erinnerungswahrnehmung) seit Anfang November 2021 hier mit einer ständigen Baustellensituation leben muss. Ich bin die, die ständig unzählige Männer irgendwo im Haus arbeiten hat, die nicht immer wirklich frisch geduscht duften, die aber natürlich auch nicht wie wir wohnen und somit vielleicht auch nicht die Chance auf eine tägliche Dusche und den Zugriff zu einer Waschmaschine haben. Ich habe Verständnis für all diese Fakten und verstehe vollkommen auch deren Situation. Trotzdem bin ich es, die keinen Tag der Woche mal eine paar Stunden alleine im Haus ist. Es ist immer irgendwo irgendwer am Arbeiten. Überall ist immer wieder Dreck, weil Zwischendecken geöffnet oder gar aufgeschnitten werden müssen, überall Staub und Müll und Material, dass auch von der Garage oder von draußen mehr und mehr Staub ins Haus trägt. Ich bin auch nicht die, die das Putzen übernimmt. Das macht unsere liebe Perle mit größter Hingabe und Zuverlässigkeit. Die aber auch nicht jeden Tag bei uns arbeitet…

Auf einen Punkt gebracht, mal wieder: Wann ist das endlich zu Ende?

Heute steht ein Kran vor der Tür, der für den Abschluss der Dacharbeiten herangekarrt wurde. Damit dieser hier stehen darf, habe ich natürlich wieder einige Energie aufwenden dürfen, um hierfür die Genehmigung zu bekommen.

Das Thema neuer Farbanstrich für unser Haus ist leider auch noch nicht geklärt. Aber das Projekt haben wir gestern Abend erstmal auf Eis gelegt. Einfach mal warten. Im Herbst werden wir einen neuen Versuch startet, denn jetzt habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwelchen Genehmigungen tagelang hinterherzulaufen.

Ihr merkt, irgendwie dreht sich das Baustellenthema ständig im Kreise… Aber so geht in mir ebenfalls rund. Ich schlafe schlecht, bin ständig genervt von der ständigen Belagerung in und um unser Haus, von dem Dreck, den es gefühlt in alle Ecken zieht, von dem ständigen „Ärger“ bezügl. irgendwelcher Genehmigungen, schlicht weg von ein wenig Freiheitsentzug.

Jammern auf sehr hohem Niveau – ist mir vollkommen klar. Wir haben ein Häuschen, leben in einem sicheren Land, unsere Kinder gehen auf eine gute Schule, wir haben Essen und Trinken und am allerwichtigsten FRIEDEN um uns herum. Dafür bin ich unendlich dankbar und frage mich bei jedem meiner Worte hier, ob ich überhaupt das Recht habe, zu klagen… Aber ihr kennt das, da kann in der großen weiten Welt so viel Schlimmes passieren, aber wenn in der kleinen Welt um einen herum, etwas aus dem Lot gerät, ist das in dem Moment für die betroffene Person auch sehr belastend.

Und in einem gewissen Alter 😉, sollte man ja einfach auch immer auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten. Und da muss ich ehrlich zugeben, dass meine Toleranz gegenüber manchen Dingen im Leben einfach ein bisschen geschrumpft ist. So im Vergleich zu früheren, jüngeren Zeiten, wo man unendlich viel einstecken und wegstecken konnte.

Somit freue ich mich riesig, wenn endlich die angefangenen kleinen Baustellen erstmal abgeschlossen sind und Ruhe und Leere einkehrt.

Was nicht heißt, dass es nicht irgendwann wieder starten wird. Denn hier ist es Fakt, dass wenn ich eine Baustelle abgeschlossen habe, ich garantiert dadurch mindestens einen neue bereits wieder angestoßen habe.

Beispiele:

Durch den Einbau der neuen Klimaanlagen, müssen nun wieder die Decken teilweise verputzt und gestrichen werde. Durch den Einbau der neuen Fenster und Türen, müssen manche Böden nun ausgebessert werden und auch die Wände innen neu gestrichen werde, ebenfalls muss nach diesem Einbau, von außen teilweise neu verputzt und gestrichen werden. Die Klebereste, entstanden durch die Abdeckfolie zum Schutz beim Dachbau, auf den neu verlegten Fliesen müssen, müssen irgendwie entfernt werden. Die neuverlegten Fliesen, die ebenfalls durch die vorerst nicht eingesetzten Schutzfolien, durch die Dachdecker zerstört wurden, müssen erneut ausgetauscht werden…

usw. usw.

Auch hier, ein ständiger Kreislauf!

Baustellen…

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… mal wieder.

Ich mag euch noch ein bisschen Etwas aus dem Hause „Baustelle“ berichten. Könnte jetzt gleich wieder mit meinen Access Cards anfangen, denn das scheint schon ein immer andauerndes MEGA PROBLEM hier zu sein. Mag aber auch sein, dass mich mittlerweile die Mitarbeiter an entsprechender Stelle auf dem Kieker haben, weil ich diese unprofessionelle Handhabung und die unbeschreibliche Bürokratie und Unzuverlässigkeit nicht mehr ertragen kann und meinem Unmut an verschiedensten Stellen leider freien Lauf lassen musste… Nicht im besten Tone, ich weiß, aber ich konnte und kann einfach nicht mehr an mich halten. Es ist für mich nicht akzeptable und nicht erträglich und geht mir gehörig auf die Nerven. So ist dann nun auch Woche drei der weiteren Baustellen gestartet.

Nach den elektrischen Schocks im Gartenbereich mussten wir ja die komplette Bodenbedeckung erneuern lassen. Noch mehr Staub und Dreck vom ewigen Fliesenschneiden als sowieso schon immer WüstenSandLuft im Garten und auf der Terrasse… Aber die Fliesenleger waren die bis jetzt Besten, professionellsten Arbeiter, die wir hatten. Super tolle Arbeit. Leider keine Verständigung möglich, denn Englisch wird nicht gesprochen. Zur Kommunikation dient Zeichensprache, Deuten und Raten… Nicht wirklich hilfreich, aber zwei Mal am Tag schaut einer vorbei, der Englisch kann. Es gehen Liter um Liter Wasser an die Bauarbeiter, denn die Temperaturen liegen meist um die 40 Grad.

Die Steigerung dessen nun, die Bauarbeiter, die unser Dach neu abdichten und decken. Hier fließt das Wasser in riesigen Gallonen, jeden Tag schaffe ich Nachschub ran und ich bewundere die Ausdauer und das Durchhaltevermögen. Unglaublich. Auf dem Dach, den ganzen Tag ohne Schatten…

Wir hatten anfänglich einige Schwierigkeiten. Beginnend mit erneutem Access Pass Drama. Mein Fehler, zunächst. Ich hatte eine Genehmigung beantragt, die mich schon viele Nerven und Ausdauer gekostet hat. Die Genehmigung hatte ich für 4 Wochen beantragt, habe beim Erhalt des Access Passes leider nicht wirklich die Zeitspanne kontrolliert und somit übersehen, dass die Genehmigung nur für eine Woche gültig war. Wie bitte, soll man ein Dach in einer Woche abtragen, abdichten und und neu decken? Somit Montagmorgen der Anruf vom Sicherheitsteam am Einlass in die Wohnanlage… Keine gültige Permit für das Team. Mein Puls steigt, mein Herz fängt an zu rasen und meine Laune ist am Montagmorgen bereits im Keller, im tiefsten Stollen… Der 1,5-stündige Marathon beginnt.

Erster Versuch beim Sicherheitsmann am Eingang: Keine Chance. Er gibt mir eine Telefonnummer.

Zweiter Versuch per Telefon: Drei Mal werde ich verbunden und in Warteschleifen gestellt, denn keiner ist zuständig. Die letzte Person macht zumindest Anstalten, den zuständigen Mitarbeiter zu kontaktieren (per Email… während ich am Telefon warte…). Leider ist der Herr nicht erreichbar oder antwortet nicht. Ich soll doch ins zuständige Büro fahren, vielleicht können die helfen.

Dritter Versuch: Ich fahre ins zuständige Büro. Eine der Damen, die meinen Anfall bereits bei der letzten Access Permit Odyssee mitbekommen hat, fängt bei meinem Anblick hektisch an, ihre Fingernägel zu kauen. Unsichere Blicke zur Kollegin. Die übernimmt gleich. Ich schildere mein Dilemma, Tränen der Wut und Verzweiflung in meinen Augen. Da stehen 8 Männer an der Eingangsschranke und warten darauf, endlich die Arbeit zu beginnen, für die ich ja bereits eine Genehmigung für die vergangene Woche hatte (obwohl für vier Wochen beantragt…), ich die Besitzerin des Hauses bin, kann ich nicht die Mannschaft zu meinem Haus bekommen.

Die Mitarbeiterin scheint meine Verzweiflung und meine Wut zu spüren und richtig zu deuten. Ich reiße hier gleich die Bude ab, wenn ich nicht endlich die Einlassgenehmigung bekomme. Sie macht einen Anruf und versichert mir, dass ihr Kollege im unteren Stockwerk, die Genehmigung ausstellt. WIRKLICH???? Ich bin baff, zu Tränen gerührt und teile ihr meine Dankbarkeit von Herzen gerne mit.

Der Kollege möchte alle möglichen Dokumente von mir haben. Da ich diese ja erst vor zwei Wochen,in der letzten Odyssee, alle eingeschickt habe, kann ich damit dienen. Aber weit gefehlt.

Wie dieser aufmerksame Mitarbeiter nun feststellt, fehlt einmal der Fahrzeugregistrierungsschein und zweitens – die alte Version der Identifikationen der Dacharbeiter weißt einen anderen Arbeitergeber auf, als die Gewerbeanmeldung, die ich eingereicht hatte. Der Marathon wird zum Triathlon. Denn jetzt heißt es umswitchen. Über den Chef der Truppe und über den Vorarbeiter der Truppe am Sicherheitscheck versuche ich die korrigierten Dokumente zu bekommen… Die Fahrzeugregistrierung, die ich per Whats App erhalten ist abgelaufen, neue Bitte. Von mindestens einem Arbeiter brauche ich nun noch sein Visum, seinen Reisepass und seinen lokalen Identifikationsausweis…

Zusätzlich muss ich nun noch einen NOC – ein „No Objection Certificate/Letter“ schreiben.

Warum brauchte ich mindestens zwei dieser Dokumente für den letzten Access Pass nicht, den, der nur eine Woche gültig war?

Der wirklich hilfreiche Mitarbeiter macht natürlich nur seine Arbeit. Und dann geschieht das Wunder. Er greift zum Telefon, redet mit jemandem in einer mir nicht bekannten Sprache und erklärt mir anschließend, er habe schon einmal beim Sicherheitscheck angerufen, dass die Dacharbeiter bitte eingelassen werden, die Permit wird gleich nachgereicht. Am liebsten würde ich ihm um den Hals fallen. Es läuft. Handschriftlich verfasse ich das NOC, scanne es mir gleich ein. Wir warten auf die Unterlagen, die nach und nach eintrudeln. Es dauert… Der „Mitarbeiter“ gibt mir seine E-Mail-Adresse und bittet mich, einfach alle Unterlagen zu senden, sobald ich diese von der Firma beisammenhabe. Wieder und wieder garantiert er mir, dass er dann die Genehmigung gleich ausstellt und mir zukommen lässt. Soll ich ihm vertrauen?

Da nun ja aber die Dachdecker bereits am Haus auf mich warten werden, tue ich es. Ich fahre.

Am Haus angekommen sind leider keine Arbeiter anzutreffen… Ich betrete gerade das Haus, da klingelt mein Telefon. Der Vorarbeiter am Sicherheitscheck fragt, wie lange es denn noch dauern würde. Ich bin verwundert? Sie sind nicht eingelassen worden und stehen immer noch wartend an der Schranke.

Jetzt drohe ich fast durch die Decke zu gehen. Ich muss einmal RICHTIG LAUT schreien, ganz alleine im Wohnzimmer, brülle ich einmal laut in den Raum. Ich kann nicht mehr. Hätte auch durch die Decke gehen können, denn vielleicht wird die ja nochmal IRGENDWANN…. gedeckt.

Also ins Auto zurück, auf zu dem netten BüroMitarbeiter. Kurz bevor ich dort ankomme, klingelt wieder mein Telefon. Sie sind drin! Jetzt also plötzlich doch… Das verstehe irgendjemand!

Im Kreisverkehr einmal rum und auch ich fahre jetzt nicht durch die Anwohnerschranke, sondern reihe mich in die Schlage der anstehenden „Besucher/Arbeiter“ ein. Der wahrscheinlich vollkommen unbeteiligte Sicherheitsmann, der an mein Autofenster tritt, bekommt es oder besser MICH nun geballt ab. Aber nicht nur er hört, was ich zu sagen habe, alle anderen (und es sind viele), die auch auf Einlass hoffen, bekommen diesen Wutanfall einer hysterisch gewordenen europäischen Frau mit. Ich schreie den Mitarbeiter an, ob er glaubt, dass ich die dumme, gelangweilte, blonde Europäerin bin, mit der man das machen kann? Mehrmals muss ich darauf drängen zu erfahren, wo genau jetzt hier der Fehler lag, dass trotz des Anrufes des zuständigen Mitarbeiters aus dem Büro, meine Dachdecker nicht eingelassen wurden… MissKommunikation in ihrem MINI-kleinen Büro… Aha.

Jetzt habe ich ja doch wieder die Geschichte vom Access Pass erzählt… Mist. Eigentlich wollte ich ja erzählen, dass wir jetzt zwar ein neues Dach bekommen, dass hoffentlich in der nächsten Regenzeit uns und unser Hausinneres trocken hält, dafür aber von den Dachdeckern wieder die nagelneuen Fliesen, die in mühevoller, schweißtreibender Arbeit die letzten zwei Woche verlegt wurden, zerschmettert wurden.

Denn plötzlich fielen am zweiten Tag, beim Abdecken des Daches, sehr große Betonstücke herunter. Die Fliesenleger waren zum Glück in einer anderen Ecke beschäftigt, denn die hätte es hart und schwer getroffen. Ich bin schockiert. Ich laufe, mal wieder laut keifend, zur Terrassentür und BRÜLLE hoch, dass das stoppen muss. Mein Blick fällt auf die Betonbrocken vor mir, die auf der neu gefliesten Terrasse liegen und dann sehe ich sie: die zerschmetterten Fliesen… Ich könnte heulen, tobe aber auch vor Wut. Der Vorarbeiter kommt schnell vom Dach und bekommt nun auch in geballter Ladung meinen Unmut über ständiges unprofessionelles Arbeiten mit. Denke auch, er hat echt Angst vor mir. Und keiner dieser Männer beneidet meinen Mann, um diese herumschreiende, tobende Furie. „Voll peinlich“, würden meine Teenager Kinder sagen. Aber ich bin am Ende mit den Nerven und diese liegen blank.

Und was passiert? Sofort eilen sie zum Auto und holen Abdeckmaterial. Ich kann es nicht fassen!

Seitdem arbeiten sie wirklich gut und zuverlässig, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe mich vor versammelter Mannschaft auf dem Dach einmal entschuldigt, für mein „Ausflippen“. Verstanden hat es keiner, es sei denn, der Vorarbeiter hat es ihnen anschließend übersetzt. Ich versorge sie täglich mit mehreren Gallonen Wasser, Keksen, Schokolade… Nervennahrung, damit sie dort oben auf dem Dach nicht die Nerven verlieren, wie ich so oft die letzten Wochen…

Und wenn das Dach fertig ist, kommen einfach wieder die professionellen Fliesenleger und tauschen dann wieder die kaputten Fliesen aus…

Ein Kreislauf…

Jetzt muss ich nur noch an meinen Kreislauf denken. Ich meditiere jetzt wieder täglich.

Iglu in den Hatta Bergen

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Mein ÜbernachtungsFavorit…

… auf unserem letzten Roadtrip. Das weiße Kuppelzelt mit überdimensionalem Panoramafenster ist einfach ein Traum. Davor stehen vier leuchtend orangene Campingstühle mit Blick auf die Berge. Der kahle, steinige Boden um unsere Zeltplatte herum ist trist, aber schön. Auf unserem „Zelt-Grundstück“ steht in guter Entfernung vor jedem Zelt noch ein gemauerter Grill. Und es ist klar, wir werden diesen Traum heute nicht mehr verlassen. Wir lümmeln in den Campingstühlen, lesen und genießen die Ruhe und den Blick auf die Berge. Die Nachbarzelte können wir komplett ausblenden. Außer uns scheint auch noch niemand angereist zu sein. Ein Traum. Beim Check-In hatte man uns eine Telefonnummer gegeben, unter der wir ein Grillpaket bestellen können. Das machen wir auf jeden Fall. Ein Braai, wie der Südafrikaner sagen würde… wir fühlen uns auch ein bisschen, wie in einer Hütte im afrikanischen Busch. Tolle Erinnerung und jetzt Realität. Wir bestellen nicht nur Grillgut, sondern auch noch gleich ein paar Getränke (nur alkoholfrei verfügbar). Alles wird mit einem kleinen off-road Golfcart angeliefert. Mit dem auch wir mit unserem Gepäck vom Parkplatz zum Zelt geliefert wurden. Denn der Zeltbereich ist autofrei.

Das Grillpaket umfasst auch Kohle, Grillbesteck, Teller und Besteck. Wir heizen erstmal an und widmen uns dann den vielen Platten… haben wir so viel bestellt? Es kommt uns doch sehr komisch vor. Das ein oder andere meinen wir auch gar nicht bestellt zu haben. Und die Menge! Wow. Da ist doch was schiefgelaufen. Und schon klingelt das Telefon in der Hütte… falsche Lieferung. Aber wir haben ja leider schon überall mal reingeschaut… Somit ist jetzt kein Austausch mehr möglich. Wir grillen und grillen und grillen und haben Wegverpflegung für den nächsten Tag – das ist sicher. Es schmeckt köstlich. Wir sitzen an unserem Tisch, einer alten, großen Kabeltrommel, auf kleineren Kabeltrommeln. Der Blick der Berge ist der Nachtisch.

An unserem Zelt fahren immer mal wieder kleine Gruppen auf elektrischen „Off-road“ Rollern vorbei. Vielleicht noch eine Aktivität für morgen für uns…

In unserem Zelt werden noch zwei Zusatzbetten vor dem Panoramafenster für die Kinder aufgestellt. Warum diese nicht gleich da waren? Vielleicht, um uns den wahren, vollen Bergblick zu gewähren – auch aus dem Zelt. Die Betten sind da, wir haben zu viert gut Platz in dem klimatisierten Zelt.

Aber bevor wir uns in die Betten kuscheln, hocken wir noch lange in den Campingstühlen vorm Zelt… Sterne zählen…

Victoria Falls, Simbabwe

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Wir öffnen die Gardinen von unserem Gartenblick-Zimmer und was sehen wir da? Ein großer Teil des drei Meter hohen Stahlzaunes liegt um. Eine Elefantenherde läßt sich ihren Weg nicht versperren. Da gibt es keine Umwege. Gerade aus und mittendurch. Jetzt tummeln sich Affen und Warzenschweine auf der Wiese. Der Vorfall ist offensichtlich reine Routine für die Hotelangestellten. Abends steht der Zaun wieder.

Wir laufen zum Victoria Falls Park, zahlen einen unverschämten Eintrittspreis, aber freuen uns, heute die Wassermassen ganz aus der Nähe sehen und fühlen zu können… David Livingstone war 1855 der erste Weiße, der die Fälle entdeckt hat. Sicherlich wurden damals am Eingang noch keine fast knöchellangen Plastiktüten-Regenmäntel verkauft. Wir haben vorsorglich schon unsere Regenjacken eingepackt und denken, wir sind vorbereitet. Erst begegnen wir David, der hier immer noch einen schönen Blick auf die Fälle hat und die Gischt täglich zu spüren bekommt. Dann kommen wir ganz nah an den Abgrund, wo das Wasser mit beeindruckendem Getöse über die Klippe fällt. Wir laufen zu den verschiedenen Aussichtspunkten, die so spannende Namen haben wie Horseshoe Falls, Rainbow Falls und Devils Cataract und uns immer wieder faszinierende Ausblicke auf die Fälle bieten. Der Weg führt durch ein urwaldähnliches Gelände. Zum Schluß erreicht man den Danger Point. Da überlegt man sich natürlich, ob man es wagen soll, diesen Weg zu gehen. Gefährlich war der Pfad nicht, aber nass. Und nass ist hier überhaupt kein Ausdruck dessen, wie nass man hier werden kann. Natürlich hängt das immer von den Wind- und Wasserverhältnissen ab. Ich kann nicht sagen, ob wir einen guten oder schlechten Tag erwischt haben, auf alle Fälle einen sehr spaßigen… Es sprizte so viel Gischt auf diesem Weg, dass die langen Plastiktüten-Regenmäntel sicher die bessere Wahl gewesen wären. Sozusagen geduscht und triefend nass haben wir dann die Aussicht auf die Eisenbahnbrücke aus dem Jahre 1905 genossen.

Auf dem Rückweg zum Hotel quitschen die mit Wasser gefüllten Wanderschuhe fröhlich vor sich hin. Der Besuch der Viktoria Fälle war jeden Cent wert.

Falls Du Interesse hast, die Tour nachzufahren, habe ich ein kleines Reisehandbuch für dich erstellt, das auch unsere Unterkünfte enthält:

an der Tour? Hier gibt´s auch noch weitere Geschichten des Roadtrips:
https://entdeckerglueck.com/2021/09/12/afrika-16-tage-4-lander/