Skifahren in Dubai? Im August? In kurzer Hose? Klingt irgendwie falsch – und genau deshalb muss es ausprobiert werden!
Unsere Teenager können beide bereits Skifahren …
Also los: Ski einpacken? Nein. Winterjacke? Ebenfalls nein. Stattdessen sportliche Kleidung, Skisocken – und ab auf den Teppich!
Skifahren auf einem laufenden Teppich
Infinite Ski funktioniert nämlich ganz anders als eine normale Skipiste. Hier gibt es keinen Schnee, keinen Sessellift und schon gar keine Minusgrade.
Stattdessen steht man auf einem endlos laufenden Teppich, der sich unter den Skiern bewegt. Geschwindigkeit und Neigung können dabei angepasst werden. Ein bisschen sieht das Ganze zunächst aus wie ein überdimensionales Laufband – nur eben zum Skifahren.
Und etwas fällt sofort auf: Der Teppich ist immer nass. Das Wasser sorgt dafür, dass die Ski auf der Oberfläche gleiten können.
Aber: Wer schon einmal auf richtigem Schnee Ski gefahren ist, merkt ziemlich schnell, dass sich das Ganze anders anfühlt.
Schnee ist eben Schnee – und Teppich ist Teppich.
Gerade für unsere Teenager, die schon Ski fahren können, war es deshalb spannend zu merken, wie sich Bewegungen, Gleichgewicht und Kurven auf dem Teppich verändern.
Eine Stunde Ski – und eine Stunde Snowboard
Wir haben für unsere beiden Teenager jeweils zwei unterschiedliche Erfahrungen ausprobiert:
Eine Stunde Einführung und Training auf Skiern und das nächste Mal eine Stunde Snowboard.
Besonders interessant war natürlich der Wechsel vom Skifahren zum Snowboarden. Wer normalerweise auf zwei Brettern unterwegs ist, muss plötzlich komplett umdenken.
Die Trainer erklären dabei sehr genau, worauf es ankommt, korrigieren die Haltung und geben direkt während der Fahrt Tipps. Durch den sich ständig bewegenden Teppich gibt es außerdem keine langen Wartezeiten – man ist eigentlich die ganze Zeit mit Fahren, Ausprobieren und Korrigieren beschäftigt.
Und genau das macht die Sache überraschend anstrengend!
Skifahren bei 46 Grad – in kurzer Hose
Das wohl lustigste Bild für uns: draußen Dubai-Sommer mit Temperaturen um die 46 Grad – und drinnen stehen unsere Teenager mit Skischuhen, Helm und kurzer Hose auf der Piste.
Keine dicke Skijacke. Keine Handschuhe. Kein Frieren.
Das fühlt sich schon ziemlich verrückt an.
46 Grad draußen-drinnen Skifahren in kurzer Hose
Infinite Ski ist deshalb auch eine tolle Möglichkeit, mitten im Dubai-Sommer ein bisschen Wintersportgefühl zu bekommen, ohne dafür in eine eiskalte Halle zu müssen. Auch die Betreiber selbst werben ausdrücklich damit, dass keine Winterkleidung notwendig ist. (infiniteski.com)
Und dann kommt die Überraschung: die „Almhütte“
Mindestens genauso cool wie die eigentliche Ski-Anlage fanden wir den Empfangs- und Wartebereich.
Denn hier bekommt man tatsächlich ein bisschen Almhütten-Feeling mitten in Al Quoz.
Skifahren in Dubai
Rustikale Holzelemente, gemütliche Einrichtung und die Atmosphäre erinnern eher an eine Skihütte in den Bergen als an eine Halle in Dubai. Dazu gibt es einen Café- und Lounge-Bereich, in dem man gemütlich sitzen und den anderen beim Skifahren zuschauen kann. (mail.infiniteski.com)
Ein ziemlich witziger Kontrast:
Draußen 46 Grad und Wüstenklima – drinnen Skischuhe, Skier und Almhütten-Feeling.
Unser Fazit
Für unsere Teenager war Infinite Ski definitiv eine Erfahrung der etwas anderen Art.
Wer bereits Ski fährt, sollte allerdings nicht erwarten, dass sich der Teppich genauso anfühlt wie eine richtige Schneepiste. Das Fahrgefühl ist anders und durchaus anspruchsvoll.
Gerade deshalb fanden wir es spannend.
Und für alle, die Ski oder Snowboard lernen oder ihre Technik verbessern möchten, ist es eine ungewöhnliche Möglichkeit, auch im Sommer zu trainieren. Laut Infinite Ski wird die Anlage übrigens nicht nur von Anfängern genutzt, sondern auch von erfahrenen Skifahrern und Rennfahrern zum Training. (infiniteski.com)
Unser Highlight? Definitiv die Kombination aus Skifahren auf einem nassen Teppich, kurzer Hose und Almhütten-Atmosphäre – während draußen Dubai glüht.
Dubai kann eben manchmal einfach alles. 😉
📍 Infinite Ski Dubai
Al Quoz Industrial Area 4, Dubai
Eine wirklich ungewöhnliche Sommeraktivität für alle, die Lust auf etwas anderes haben – besonders für Familien mit Teenagern, die schon Ski fahren oder einmal Snowboard ausprobieren möchten.
EntdeckerGlück-Fazit: ⭐⭐⭐⭐☆ ❄️ Wintersport ohne Schnee 🏂 Ski & Snowboard ☀️ Perfekt für den Dubai-Sommer 👨👩👧👦 Auch für Familien und Teenager 🏔️ Almhütten-Feeling inklusive
Manchmal sind es genau die Dinge, die man im Urlaub oder in einer Stadt wie Dubai nicht unbedingt erwartet, die am meisten Spaß machen. ✨
Heute haben wir etwas ausprobiert, das schon länger auf meiner Liste stand: einen Töpferkurs an der Drehscheibe.
Dafür ging es nach Al Quoz ins The Mud House Studio – ein kreativer Ort, an dem sich alles um Ton, Keramik und die Freude am Selbermachen dreht. Das Studio beschreibt sich selbst als Ort für „Clayers“ – und tatsächlich fühlt man sich hier schnell willkommen, auch wenn man noch nie mit Ton gearbeitet hat.
Bereit für unseren ersten Versuch an der Töpferscheibe – im The Mud House Studio in Dubai.
1,5 Stunden an der Töpferscheibe
Unser Kurs dauerte 1,5 Stunden und war speziell für Anfänger gedacht. Genau das Richtige für uns, denn von Töpfern hatten wir bisher ungefähr so viel Ahnung wie vom Fliegen eines Flugzeugs. 😉
Nach einer kurzen Einführung ging es direkt an die Drehscheibe.
Vor uns: ein Stück Ton.
Die Aufgabe: daraus irgendwie ein Gefäß machen.
Klingt einfach. Ist es aber ganz und gar nicht!
Und dann dreht sich plötzlich alles …
Der erste Schritt ist, den Ton auf der Scheibe richtig zu zentrieren. Und genau hier merkt man schon, dass Töpfern eine ziemlich spannende Mischung aus Technik, Gefühl und Geduld ist.
Die Hände müssen den richtigen Druck ausüben, die Scheibe dreht sich ständig weiter und gleichzeitig soll der Ton genau in der Mitte bleiben.
Was auf Videos immer so wunderbar leicht aussieht, ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach. 😄
Aber genau das macht es so spannend.
Unsere Kursleiterin hat uns Schritt für Schritt gezeigt, wie wir den Ton öffnen, die Wände hochziehen und langsam eine Form entstehen lassen. Und wenn etwas nicht so funktioniert hat, wie es sollte, gab es Hilfe – ohne dass man das Gefühl hatte, etwas falsch gemacht zu haben.
Aus einem Klumpen Ton wird ein kleines Gefäß
Irgendwann passiert dann tatsächlich etwas Magisches:
Der Ton beginnt, eine Form anzunehmen.
Bei mir ist daraus ein kleines Schälchen geworden. Nicht perfekt – aber selbst gemacht. Und genau das macht es für mich so besonders.
Aus einem Klumpen Ton wurde langsam ein kleines Schälchen. 🏺
Man merkt dabei ziemlich schnell, dass es beim Töpfern gar nicht unbedingt darum geht, am Ende das perfekte Stück Keramik in den Händen zu halten.
Es geht um das Gefühl.
Um den weichen Ton zwischen den Fingern. Um die sich drehende Scheibe. Darum, für eine Weile wirklich nur auf das zu achten, was gerade vor einem passiert.
Und ganz nebenbei vergisst man für diese 1,5 Stunden tatsächlich ein bisschen, dass man gerade mitten in Dubai ist.
Eine kreative Auszeit mitten in Al Quoz
Das The Mud House Studio liegt in Al Quoz, einem Viertel, das für seine Galerien, Ateliers und kreativen Räume bekannt ist.
Das Studio selbst ist eher industriell und unkompliziert – kein schicker Hochglanz-Ort, sondern eine große, offene Werkstatt mit vielen Drehscheiben, Regalen voller Keramik und jeder Menge Ton.
Und genau das hat uns gefallen.
Hier darf es ruhig ein bisschen messy werden. 😉
Zum Schluss noch ein bisschen Freestyle „Spaß“
Für wen ist der Kurs geeignet?
Eigentlich für jeden, der Lust hat, etwas Neues auszuprobieren.
Das Studio bietet sowohl Hand-Building-Kurse als auch Wheel-Throwing-Kurse an und richtet sich ausdrücklich auch an absolute Anfänger.
Für uns waren die 1,5 Stunden perfekt, um einmal herauszufinden, ob uns das Töpfern überhaupt Spaß macht.
Und die Antwort lautet eindeutig:
Ja!
Allerdings glaube ich, dass es bei einem einzigen Kurs nicht bleiben wird. 😄
Denn nach 1,5 Stunden hat man gerade erst verstanden, wie die Drehscheibe funktioniert. Wer wirklich lernen möchte, wie man unterschiedliche Formen herstellt, den Ton richtig vorbereitet, zentriert, hochzieht und später seine Stücke bearbeitet und glasiert, kann bei The Mud House auch einen mehrteiligen Anfängerkurs besuchen.
Töpfern an der Drehscheibe? Absolute Empfehlung! 🏺
Es ist etwas ganz anderes, als einfach einen Keramikbecher zu kaufen. Hier erlebt man, wie viel Arbeit, Geduld und Geschick hinter einem kleinen Stück Keramik steckt.
Und vielleicht ist genau das das Schöne daran:
Am Ende hält man kein perfektes Designerstück in der Hand, sondern etwas, das die eigenen Hände geformt haben.
Unser kleines Schälchen ist sicher nicht perfekt geworden. Es hat ein paar Unebenheiten und ist weit davon entfernt, professionell auszusehen.
Aber genau deshalb gefällt es mir. ❤️
Ein kleines Stück Dubai, das wir heute selbst gemacht haben.
Und ich glaube, wir kommen wieder.
📍 The Mud House Studio Dubai
Al Quoz, Dubai ⏱️ Unser Kurs: ca. 1,5 Stunden 🎨 Level: Anfänger 🏺 Aktivität: Wheel Throwing / Töpfern an der Drehscheibe
Die aktuellen Kurse und Preise findet ihr direkt beim Studio; derzeit wird eine einzelne Klasse mit AED 220 angegeben. Enthalten sind laut Studio Ton, Werkzeuge, Schürze sowie Glasur und die notwendigen Brennvorgänge.
Es ist wieder soweit, der Sommer geht dem Ende zu und die kühlere Jahreszeit in Dubai beginnt. Der Ende der Sommers ist jedes Jahr auch wieder die Neueröffnung von einigen Sehenswürdigkeiten, die eben über die heißen „Saunamonate“ geschlossen sind.
So auch das Global Village. Es eröffnet immer so Mitte Oktober erneut die Türen für seine Besucher. Jedes Jahr überrascht dieses riesige Gelände mit kleinen und großen Veränderungen. Der Eintrittspreis von um die 10 EUR öffnet einem die Türen „in eine Welt, in der 90 Kulturen zusammenkommen“ – so schön beschreibt es der Anbieter. Und irgendwie spiegelt es auch einfach nur die Lebenssituation in Dubai, in den Vereinigten Arabischen Emiraten wieder. Das Vergnügungsparadies nimmt dich an einem Abend shopping-technisch und kulinarisch mit von Afrika nach Asien vom Orient nach Amerika. In einem Jahr steht der Burj Khalifa neben einer chinesischen Pagode, der Eifelturm neben der Oper von Sydney und im nächsten Jahr vielleicht die rote Londoner Telefonzelle neben dem schiefen Turm von Pisa. Die verschiedenen Länderpavillions bringen dir mitten in Dubai ihre Bräuche und Traditionen näher. Du entdeckst typische Waren für jedes Land. Du kaufst Saffran im Iran, farbenfrohe Flechtkörbe oder Kleider in Afrika und eventuell Stoffe und Schals in Indien, Datteln in Saudi Arabien, ebenso wie Handwerkskunst aus den verschiedenen Regionen. Es ist einfach ein endloses immer wieder neues Erlebnis. Und immer wieder wirst du in einem Pavillion, an einer Straßenecke oder in einem Park mit musikalischen oder tänzerischen Darbietungen überrascht.
Auch kulinarisch kannst Du an einem Abend vom indischen Streetfood zum authentischen äthiopischen Injera, einem säuerlichen Fladenbrot, mit perfekt gewürztem Curry reisen. Die Auswahl an herzhaften und süßen Leckereien ist unerschöpflich. Du könntest zwei Wochen hier kulinarisch dreimal täglich etwas neues probieren und das zu wirklich fairen, bezahlbaren Preisen.
In einem Bereich gibt es auch einen Vergnügungspark. Hierzu muss man allerdings eine spezielle Karte an einem besonderen Stand kaufen und diese aufladen. Die Fahrgeschäft sind recht teuer und ich denke, hierfür lohnt sich der Besuch im Global Village nicht. Dafür gibt es gesonderte Vergnügungsparks, die schlussendlich das besser Preis- Leistungsverhältnis haben, wenn es einem um den Adrinalinkick geht. (In der direkter Nachbarschaft zum Global Village liegt das IMG World of Wonders, der größte Indoor Vergnügungspark.)
Feiertage sind im Park auch immer toll gestaltet. Für die Ramadan Zeit zum Beispiel wird ein Bereich besonders schön geschmückt und hergerichetet und auch zur Weihnachtszeit herrscht die passende Stimmung mit entsprechenden Vorführungen, Weihnachtsbäumen und Nikolaus.
Der Park öffnet um 16 Uhr seine Tore. Dann sind die Parkplätze noch leer und man kann ganz gemütlich in Ruhe schon die ersten Pavillions erkunden. Desto später, desto voller – auch unter der Woche. Am Wochenende ist oft die Polizei auf den Straßen um die Anlage anzutreffen, um den Verkehr zu regeln. Ein Besuch unter der Woche ist auf jeden Fall entspannter. Karten kann man einfach vor Ort kaufen oder über die Global Village Homepage.
Ich habe schon viele Besucher mit auf diese tolle Tour genommen, besonders jüngere und fitte; Rückenprobleme sollte man keine haben.
Zustieg ist in der imposanten Marina. Unbedingt etwas früher da sein und die Hochhäuser rund um die Marina bestaunen. Der Blick fällt sofort auf das in sich gedrehte Wohngebäude, den 306 m hohen Cayan Tower, einfach ein Hingucker! Es gibt mehrere Anbieter für diese Speedboot Touren. Ich finde Yellow Boats gut, denn in der Nähe kann man gut parken und mir persönlich gefällt der Einstieg an dieser Seite der Marina.
Es gibt verschiedene Tourenangebote. Mein Favorit ist die 99-minütige Tour, da einem diese wirklich alle Highlights der Küste zeigt. Man fährt vorbei am Atlantis, Atlantis The Royal bis hin zum Burj al Arab und bekommt auch noch eine Tour durch die beeindruckende Häuserschlucht der Marina, vorbei am Riesenrad.
Hinweis: Mir ist es schon einmal in 4 Jahren passiert, dass die Wellen am Tourtag zu extrem waren und wir nicht außen um die Palm herumfahren konnten, somit nicht den Blick vom offenen Meer auf das Atlantis hatten. Da die Tour damit kürzer ausfiel, haben wir direkt im Anschluss die Differenz wieder erstattet bekommen.
Man wird nicht viel nass bei der Tour, muss eine Schwimmweste tragen, bekommt gekühltes Wasser an Bord, allerdings gibt es keinen Schatten während der 99 Minuten. Auch eine Kopfbedeckung ist nur bedingt tragbar, denn bei hoher Geschwindigkeit zwischendurch kann diese gut in die Lüfte aufs offene Meer verschwinden… Es gibt immer wieder Fotostopps für wunderschöne Erinnerungen (und dann auch die Zeit, kurz die Kappe aufzusetzen.)
Ich kann diese Tour auf keinen Fall im Sommer empfehlen. Diesen Fehler haben wir leider direkt nach unserer Ankunft im ersten Jahr in Dubai im August gemacht. Ahnungslos… Es war der Horror für mich. Wir dachten damals noch: „Ach, auf dem Meer draußen wird es schon gehen…“. Es geht nicht! Ohne Schatten – brutal. Ich habe mir mehrere Flaschen des gekühlten Trinkwassers über den Kopf gießen müssen, um einen Hitz.eschlag zu vermeiden.
Zu jeder anderen Jahreszeit kann ich diese Tour unbedingt empfehlen. Hier findest Du den Link zu den Touren von Yellow Boats: Link
Der Zugang zu dieser Attraktion ist in der Nakheel Mall Mall. Die Zufahrt zum Parkhaus befindet sich auf der westlichen/linken Seite des Palmenstils. Die Nakheel Mall und somit The View on the Palm liegen ganz am Ende des Stammes der Palm. Davor breiten sich die 16 Palmwedel aus (8 zu jeder Seite), umrandet von dem äußeren Halbkreis, The Crescent, der die Palme vor zu großen Wellen schützt und auf dem sich die meisten Hotelanlagen der Palme befinden, wie das Atlantis und auch das ganz neu in 2024 eröffnete Atlantis The Royal.
Ich buche für den The View immer den 52. Stock auf 240 m Höhe. Von hier oben hat man bei klarem Wetter einen perfekten Blick über die ganze Palme bis hin zu den Hotels auf dem äußeren Ring; auf der einen Seite schaut man bis hin zu Bluewater Island mit dem Riesenrad Ain Dubai, daneben den JBR Beach mit der Marina im Hintergrund. Auf der anderen Seite sieht man bis hin zum Burj al Arab und meist auch bis zum Burj Khalifa in Downtown Dubai.
Zudem erfährt man bei dem Besuch einiges über die Planung, die Umsetzung und den Bau der Palme. Sehr kurzweilig und schön gemacht, für jedes Alter.
Und wusstest Ihr, dass die Palme eigentlich eine Sonne werden sollte?
Die Tickets für The View on the Palm kann man meist gut vor Ort kaufen, außer in den Hochsaisonzeiten – da empfehle ich eine Vorabbuchung. Wenn ihr mit Emirates geflogen seid, die Bordkarte, Papier oder Digital, mitbringen, denn oft, allerdings leider nicht immer, gibt es in dem Fall noch eine Ermäßigung auf den Eintritt.
Ihr könnt auch The Next Level buchen – den 54. Stock, dort hat man einen noch freieren Blick (ohne Glasscheibe). Ich finde aber 52. Stock ausreichend, auch hier könnt ihr tolle Fotos machen.
Für die Buchung der Tickets direkt über die Homepage gehen – der Link für euch hier
In den Fotos zeige ich euch mal verschiedene Wetter-Aussichten von hier oben.
Reise in eine andere Welt, in ein anderes Zeitalter.
Bereits das Gebäude besticht durch seine unbeschreiblich schöne und einzigartige Architektur. Das OVAL entlang der Sheikh Zayed Road ist einfach ein absoluter Hingucker. Die Außenwände zieren arabische Kalligrafie Kunst von wunderschönen Zitaten des Sheikh Mohammad bin Rashid Al Maktoum, dem Herrscher von Dubai und dem Premierminister der VAE. Die Zitate stehen ins Englische übersetzt im Innenraum auf einer Tafel angeschrieben. Unbedingt einen Blick draufwerfen.
Nach einer charmanten KI Begrüßung bringt ein galagtischer Aufzug die Besucher in den siebten Stock. Stock für Stock geht es nun wieder langsam hinunter. Jede Etage überrascht mit neuen Eindrücken, nicht nur digitaler Art und Weise, sondern auch hören, sehen, riechen und fühlen ist angesagt. Ein Erlebnis für alle Sinne.
Auf keinen Fall den Besuch der kleinen Außenterrasse im VOID verpassen. Hierzu auf der Ebene mit futuristischen Fahrzeugen ganz ans andere Ende gehen und Ausschau nach der etwas versteckten Treppe hinauf und hinaus halten.
Eine online Vorabbuchung für das Museum empfiehlt sich, da besonders in der Hauptsaison das Museum oft sehr gefragt ist. Für den Besuch sollte man etwa zwei Stunden einplanen.
Habt ihr Interesse an einer individuel für eure Interessen zugeschnitten privaten Tour durch Dubai mit mir? Kein Gerenne in einer großen Gruppe – ganz euer Tempo. Dann meldet Euch über das Kontaktformular bei mir!
Auf dem Parkplatz nur zwei weitere Autos, super freundlicher Empfang mit einem kleinen Begrüßungstee. Toll ist, dass das Museum so verschachtelt ist, man in viele verschieden Räume und auf viele verschiedene Ebenen gar klettern kann über Leiter-ähnliche Treppen, fast ein Abenteuer-Museum für die Kinder. Tolle Geschichten aus der Region und unser Highlight, das wir fast verpasst hätten, weil die Türe geschlossen war, da der Raum klimatisiert ist: der historische Dattelpress-Raum. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt.
Großes Erstaunen bei uns allen, als die „Sehenswürdigkeit“, die angeblich nicht auf Touristen ausgerichtet ist, sondern mehr auf eigene Faust erkundet werden soll (laut Internet), plötzlich über ein Kassenhäuschen und eine geschlossene Tür verfügt. Leider war uns nicht bewusst, dass diese Geisterstadt Teil des Ras al Khaimah Fine Art Festivals 2021 war und somit nur am Wochenende „geöffnet“ sein sollte. Dumm gelaufen. Aber mal ehrlich, es gibt immer Mittel und Wege. Wir sind wieder ins Auto gestiegen, einmal um die Ecke gefahren, außer Sichtweite des Wachmannes und sind einfach einen Block weiter durch die verlassene Stadt geschlendert, denn der Bereich ist wirklich groß und es gibt in jeder Ecke etwas zu entdecken. Es ist angeblich die letzte traditionelle Stadt, die noch erhalten ist, mal mehr, mal weniger. Früher stark besiedelt von Seefahrern und Perlentauchern und -händlern, bis Mitte der 20. Jahrhunderts die Moderne lockte und die Bewohner langsam das Dorf verließen.
Auch die Kinder fanden es super spannend, in den verlassenen Häusern und Gassen herumzuschauen.
Was kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man an Dubai denkt? Sicher viel Glitzer, Glamour, Hochhäuser, Superlative, Shoppingmalls Strand, Sonne und natürlich Wüste.
Flamingos waren definitiv nicht in meinen Gedanken zu Dubai.
Bereits Anfang Dezember habe ich mit einem Besuch aber dann doch das Ras al Khor Naturschutzgebiet erkundet. Im Vorbeifahren auf der Autobahn entdeckt man einen kleinen, versteckten Ausguck. Dieser war unser Ziel. Wir brauchten beim ersten Mal zwei Anläufe, denn der sogenannte „Flamingo Hide“ war nicht weiter groß ausgeschrieben. Aber wir haben das Ziel irgendwann erreicht und da waren sie, die Flamingos am „Flamingo Hide“. Ganz unkompliziert parkt man am Straßenrand in einer kleinen Parkbucht und schlendert über einen mit Schilf-verkleideten Holzsteg zum Aussichtspunkt. Hier sitzt ein Angestellte und stellt sicher, dass sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig dort aufhalten. Der Angestellt war sehr nett und motiviert und hat uns erzählt, dass die Flamingos Ende Dezember noch viel mehr werden, weil sie aus anderen Ländern zum Überwintern nach Dubai fliegen.
Und so war es dann bei meinem Besuch nun mit meinem Schwiegervater Mitte Januar wirklich voll. Da sind wirklich große Scharen der pinken Flügler aus kälteren Gefilden ins warme Dubai gekommen. WOW. Mein Schwiegervater war sprachlos. Und der absolute Bonus unseres Besuches war, dass wir zufällig zur Fütterung anwesend sein konnten. Wir waren sechs Besucher (mehr waren/sind zu Covid Zeiten wohl nicht erlaubt), die das Spektakel der Fütterung erleben durften. Vollkommen einfangen in das Geschnatter und rosa Vogelmeer vor uns haben wir gar nicht bemerkt, was für eine Schlange sich vor der Hütte gebildet hatte, bis der nette Angestellte uns darauf hinwies, dass unsere Besuchszeit nun vorüber sei.
Vollkommen beflügelt sind dann wir wieder über den Steg zurück zum Auto und konnten gar nicht fassen, so etwas in freier Natur mitten in Dubai erleben zu können.
Eindrücke zur Reise gibt es die nächsten Tage auf Instagram EntdeckerGlueck. Viel Spaß.
Wir lieben Autorundreisen. Auch unsere Kinder sind mittlerweile mit dem EntdeckerVirus angesteckt und lieben diese Art von Reisen. Dieses Glück, wenn sie es sich mit all ihren Büchern, Kuscheltieren und Hörspielen auf der Rückbank des Autos häusliche einrichten, ein Strahlen auf ihren Gesichtern und die Vorfreude, was der Tag wohl so bringen wird – herrlich. Da Covid19 zu unseren Osterferien 2021 immer noch die Welt beherrscht, bleiben wir im Land. Wir sind neu hier und es gibt SO VIEL ZU ENTDECKEN in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Los geht´s. Ich habe eine Rundreise durch das benachbarte Emirat Ras al Khaimah geplant. Meinen Mann habe ich vorgewarnt, dass das nicht eine Autorundreise wird, wie wir es kennen. Die Wegstrecken sind erheblich (!) kürzer. Die Kinder verstehen das natürlich nicht wirklich oder wollen nicht, auch mit ihren 11 Jahren nicht. Sie erwarten geschmierte Butterbrote und Äpfelchen, Zeit zum Lesen, Hören und aus dem Fenster starren und die Welt vorbeifahren sehen. Als wir nach einer Stunde bereits am ersten Ziel ankommen – großes Erstaunen.
Ghost Village & Heritage Village al Jazirah al Hamra
Noch größeres Erstaunen bei uns allen, als die „Sehenswürdigkeit“, die angeblich nicht auf Touristen ausgerichtet ist, sondern mehr auf eigene Faust erkundet werden soll (damals laut Internet), plötzlich über ein Kassenhäuschen und eine geschlossene Tür verfügt. Leider war uns nicht bewusst, dass diese Geisterstadt Teil des Ras al Khaimah Fine Art Festivals 2021 war und somit nur am Wochenende „geöffnet“ sein sollte. Dumm gelaufen. Aber mal ehrlich, es gibt immer Mittel und Wege. Wir sind wieder ins Auto gestiegen, einmal um die Ecke gefahren, außer Sichtweite des Wachmannes und sind einfach einen Block weiter durch die verlassene Stadt geschlendert, denn der Bereich ist wirklich groß und es gibt in jeder Ecke etwas zu entdecken. Es ist angeblich die letzte traditionelle Stadt, die noch erhalten ist, mal mehr, mal weniger. Früher stark besiedelt von Seefahrern und Perlentauchern und -händlern, bis Mitte der 20. Jahrhunderts die Moderne lockte und die Bewohner langsam das Dorf verließen. Aber für die Kunst wollten wir doch noch mal auf dem Rückweg vorbeischauen…
BM Beach Resort
Kleine Zeitreise in die 80er… Kantinen Style all inklusive Restaurant und Back to the past Zimmer. Aber traumhaft schöne Strandbar mit netten türkisfarbenen Sofas, einem wunderschönen Sonnenuntergang, 20 Minuten kostenlosem Kajak Fahren für die Kinder, was will man mehr für eine Nacht? Schlaf? Kantine haben wir abends dann ausfallen lassen, wir hatten ja schließlich Feierabend. Sind auf dem SonnenSofa sitzen geblieben und haben Pizza und Burger vom Bar Menü bestellt (und leider auch noch einmal gezahlt) Zum Thema Schlaf: Uns war nicht bewusst, dass wir bei einer Buchung eines Familienzimmers mit vier Personen, wohlgemerkt unsere Zwillinge sind elf Jahre alt, ein Kingsize Bett und ein schmales Einzelbett bekommen würden. Schlaf war also in dieser Nacht Mangelware. Und ein leichtes flaues Gefühl… sollte das für die nächsten Unterkünfte auch so sein?
Zeitüberbrückung…
Zwischen Auschecken bis spätestens 11 Uhr und Einchecken um 15 Uhr liegen vier Stunden. Unsere Fahrstrecke heute 21 km. Was tun… Geplant war ein Mittagessen im Ritz Carlton, welches direkt auf dem Weg lag. Ich hatte auch extra Tage zuvor angerufen, ob die Restaurants mittags geöffnet sind – ja. Am Tor angekommen, leider kein Einlass, weil Ostern und Covid und nur mit Reservierung… Also habe ich wieder angerufen, zwar geöffnet, aber leider ausgebucht. Hätte man mir ja vielleicht auch bei meinem letzten Anruf eine Reservierung empfehlen können… Customer Service? Na, ja, kein Essen, aber immer noch vier Stunden zu überbrücken, denn beim Bedouin Oasis Camp hängt ein großes Vorhängeschloss am Tor. Also fahren wir wieder zurück nach Al Jazirah al Hamra und erkunden noch spontan den Yachthafen, finden ein tolles Restaurant mit Meerblick. Und haben ganz unerwartet noch ein tolles Fleckchen Erde entdeckt, welches gar nicht geplant war.
Bedouin Oasis Camp
Was für eine wunderschöne Oase! Wow. Da wir noch nie in der Wüste UAEs übernachtet haben, wirklich ein toller erster Eindruck für uns. Apropos Übernachten – Schlaf? Wieder die gleichen Voraussetzungen wie die Nacht zuvor und diesmal bleiben wir zwei Nächte, also zwei Nächte wenig Schlaf. Aber wir sind so magisch verzaubert von dem Ort, dass uns das am Nachmittag auch einfach egal ist. Wir buchen sofort für den frühen Abend drei Quads (mein Sohn fährt lieber bei mir mit und genießt) und erfrischen uns dann im Pool mit Wüstenblick. Irgendwie utopisch. Mit einem tollen Guide erleben wir eine halbe Stunde Wüstentraum mit unseren Quads. Kamele greifbar nah. Ein Kamelhirte trinkt an einem kleinen Feuerchen mitten im Nirgendwo Tee. Was für ein tolles Erlebnis. Der Daumen unserer Tochter ist nach einer halben Stunde reif für Rast. Jetzt werden die Beine belastet. Sandboarden. Und anschließend ein tolles, super durchorganisierten Buffetessen unter freiem Himmel in arabischen Lümmelecken mit Sitzkissen auf Teppichen. Erholung. Zum Nachtisch nach dem Süßen gibt´s noch eine Bauchtanzeinlage, die wir mit unseren vollgeschlemmten Bäuchen nicht übernehmen könnten. Und zum absoluten Höhepunkt noch eine Feuershow unter diesem Wüstensternenhimmel. Schöner könnte kein Tag sein. Und deshalb bleiben wir zwei Tage und wiederholen das ganze morgen noch einmal.
Dattel- und Kamelfarm
Für den nächsten Tag haben wir eine kleine Tour gebucht, hatte ich so auf der Homepage des Camps gefunden. Extra ausgeschlossen hatte ich den Dune Bashing Part, da wir davon kein großer Fan sind. Aber wie sich später rausstellen sollte, das unerwartete Highlight des Ausflugs. Erstmal warten wir fast eine Stunde auf den Tourguide. Ich denke, die Organisation war schlichtweg vergessen worden. Aber der Herr kam, war super freundlich und brachte uns zur Dattel… Farm? Ich persönlich hätte mir eine repräsentative Farm mit Erklärungen, Verkostung vielleicht, gar eventuell mit einem Shop vorgestellt, erträumt, erhofft… Es war mehr eine sehr einfache, dreckige, heruntergekommene Anlage, wenig Palmen, keine Führung, keine Erklärung – nichts, einfach nichts außer Müll und Dreck. Auf zur Kamelfarm. Farm? Hinter einem Zaun ein paar Kamele, der Guide holt mit einem Spaten ein paar Büsche aus dem Wüstenboden und die Kinder können über den Zaun hinweg füttern. Als er auch mir einen Busch überreicht und ich mich zum Zaun begeben, bekomme ich plötzlich den Schock meines Lebens, denn mein Blick noch auf die Kamele vor mir gerichtet, taucht unerwartet ein Kamelkopf über meiner Schulter auf. Mir bleibt die Luft weg. Der Guide ruft irgendetwas, ich drehe mich um und sehe plötzlich überall Kamel um uns herum. Das wird mir zu unheimlich. Auch mein Mann ist sehr skeptisch. Wir treiben die Kinder sofort zum Auto zurück. Kamele überall. Eigentlich könnte man sich ja freuen, aber das war einfach unerwartet und unvorbereitet. Im Auto angekommen, erzählt der Guide dann, dass Kamele mit einem Biss in den Halsbereich auch schon mal Menschen angreifen, gar töten können. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber ich bin jetzt einfach nur froh, wieder im Auto zu sitzen. Das erschien mir alles doch etwas unkontrolliert.
Dune Bashing
Auf dem Rückweg biegt der Guide plötzlich in die Wüste ab, also richtig rein, Sandfahren. Also doch Dune Bashing. Ich hasse es, wenn ich ehrlich bin. Die Männer die sich austoben müssen. Frau, Kinder in diesem Fall auf dem Rücksitz, ich in der Mitte hinten. Kein Spaß. Keine Möglichkeit mich festzuhalten. Dünen rauf und runter. Adrenalin. Die Kinder haben riesen großen Spaß, mein Mann auch und o.k., ich muss zugeben, dass der Guide wirklich sehr gut und sicher fahren kann. Ich fange an ihm zu vertrauen. Bei unserem Wasser-Stopp hoch oben und mitten in den Dünen bin ich dann auch restlos begeistert. Und auch ich kann dem Rest der Familie nur zustimmen, dass es das Highlight des Ausflugs war. Wir genießen den endlosen Sandblick und erholen uns immer mehr und die misslungenen Farm besuche von vorher sind mit dem Wind über die Dünen davongetragen worden.
Sundowner
Nach der Rückkehr, nach dem Pool, nach dem Quadfahren, werden wir mit einem privaten Sonnenuntergangsplätzchen für uns vier überrascht. Da nicht viele Besucher für zwei Nächte bleiben, haben wir ein bisschen extra Bonus… Wir hatten den ganzen Nachmittag die komplette Anlage für uns. Man verwöhnte uns mit einem köstlichen Mittagessen, dass extra aus dem am Meer gelegenen Ort in die Wüste gebracht wurde, an einem liebevoll gedeckten Tisch am Pool an einem schattigen Plätzchen. Und zum absoluten Höhepunkt hatte man für uns einen abseits gelegenen, romantischen Pavillon mit traumhaftem Blick auf Wüste und Sonnenuntergang reserviert. Hier bekamen wir Orangensaft, Wasser und unsere Vorspeisen gereicht, bevor wir uns anschließend, zurück auf unserem Lümmelteppich, dem allabendlichen Abschluss widmeten und erneut Essen und Shows genossen.
Und geschlafen haben wir erstaunlich gut. Wir hatten die Bettenverteilung neu durchgemischt und die Kinder fanden es einfach toll, mal wieder bei Mama und Papa im Bett schlafen zu dürfen. Aber ein Tipp: Wir haben erfahren, dass die Anlage auch über genau zwei Familienzimmer mit einem Doppelbett und einem Stockbett für die Kinder verfügt – das wäre klar unsere Wahl beim nächsten Mal. Leider war für uns eine spontane Umbuchung vor Ort nicht möglich, andere waren vorab schlauer als wir.
Dhayah Fort
Da wir ja wieder unsere Überbrückungszeit zwischen Check-out und Check-in überbrücken mussten, nach dem Frühstück Sightseeing. Das Dhayah Fort liegt etwas hinter dem Ort Ras al Khaimah auf einer Anhöhe. Unser Navi gibt uns die Erlebnisroute quer durch die Hintergassen mit Ziegen, Müll, ungeteert. Immer in unserem Blick das Fort hoch oben auf dem Hügel, nicht im Blick, der Zugang dazu. Zäune links von dem schmalen einspurigen Schotterweg, rechts Häuserreihen, vor und hinter uns Ziegen. Irgendwann müssen wir wenden. Die Kinder finden es schon super spannend, ich auch. Einfaches Dorfleben mittendrin. Denn UAE ist nicht nur Prunk, Glanz und Glamour, es gibt auch das einfache, das andere Leben. Der erneute Versuch führt uns durch mehr unbekannte einspurige Gassen zu einer plötzlich vor uns liegenden Teerstraße. Die Zufahrt zum Fort. Wie gut, dass wir die mal nicht sofort gefunden haben, den spannenden Teil hätten wir sonst nämlich verpasst. Beim Fort kein Eintritt, keine Besucher, alles leer. Ein Traum für uns. Wir erklimmen die 240 Stufen bei 37 Grad und haben einen wunderschönen Rundumblick. Darunter viele wirklich grüne Flächen, Palmengärten – eine wahre Oase. Früher war das Fort Verteidigungsposten. Laut der Erklärungen auf der Tourismusseite von Ras al Khaimah entstand das existierende Fort im 19. Jahrhundert auf den Fundamenten viel älterer Gebäude. Es war und ist historisch bedeutend, denn im Jahre 1819 war es der letzte Ort des Wiederstandes gegen einen Angriff der Britten. Am 22.12.1819 wurde es dann getroffen und man gab auf. Im April 2001 wurde es wieder neu aufgebaut.
Hilton Ras al Khaimah
Vom Beduinen Camp zur großen Hotelanlage. Das Hotel hat eine tolle Lage, schöner Strand, toller Pool. Um abends all inklusive Buffet Essen aus dem Weg zu gehen, buchen wir direkt beim Einchecken für all unsere Abende die verschiedenen a-la-carte Restaurants. Eine gute Entscheidung für uns. Wir können uns verwöhnen lassen, genießen und erholen. Buffet zum Frühstück und Mittag ist mehr als genug für uns. Und zwei geräumigen Kingsize Betten für uns vier. Hier können wir alle den fehlenden Schlaf nachholen.
Suwaidi Pearls
Wir haben bereits vorab eine Tour bei Suwaidi Pearls gebucht. Am Treffpunkt, mit ausreichend Parkmöglichkeiten, besteigen wir mit nur zwei weiteren Familien das wunderschöne Holzboot mit Teppichen ausgelegt. Der Kapitän fährt uns durch Mangroven und die Kinder wundern sich schon sehr, wann sie endlich die Muscheln mit den Perlen sehen können. Wir bekommen Tee, Kekse und Wasser auf dem Boot gereicht. Etwa eine halbe Stunde später fahren wir wieder Richtung Ausgangspunkt. Die Kinder erneut ganz aufgeregt, warum sie jetzt keine Perlenmuscheln gesehen haben und es schon wieder zurückgeht. Direkt im Hafengebiet ist die schwimmende Farm festgemacht und hier machen auch wir fest. Wir betreten das hölzerne Deck der Anlage und werden sehr nett empfangen. Anschaulich wird der komplette Zuchtvorgang erklärt, die Kinder staunen. Es ist wirklich toll gemacht. Wir erfahren super viel über die Geschichte des Perlentauchens, immer mit tollem Anschauungsmaterial oder Bildern, um das Interesse des Besuchers aufrechtzuhalten. Zum Schluss öffnet der Guide noch eine Muschel und natürlich ist eine Perle darin. Meinen Sohn überkommt eine Trauer, weil die Muschel dafür sterben muss. Aber Kekse und Tee lenken ihn ab und muntern ihn schnell wieder auf. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt.
Jebel Jais
Am nächsten Tag wollen wir eine kleine Runde am Jebel Jais wandern, im Lower Segment, weil es dort Rundwege gibt, besser geben soll. Im Upper Segment gibt es diese leider nicht. Vergeblich suchen wir den Einstieg zu den Rundtouren. Kein Hinweisschild, kein entsprechender Parkplatz. Aber es gibt so viele tolle Aussichtspunkte mit denen wir gar nicht gerechnet hatten. An einer Aussichtsbucht beobachten wir lange die Menschen, die es wagen, die (zu diesem Zeitpunkt) weltlängste Zipline mit 2832 m Strecke zu fahren, zu fliegen… Es sieht gigantisch aus, aber ich wäre zu feige. Wir fahren weiter den Berg hinauf und werden mit einem unverhofften Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes überrascht. Toll mit Naturstein angelegter Verweilort, mit trendigen Foodtrucks, die Kaffee, Eis und Hotdogs verkaufen. Einem nagelneuen Spielplatz, Aussichtsplattformen für Rundumblick und der Einstieg zu den Upper Segment Wanderwegen. Mittlerweile steht die Sonne hoch am Himmel und für eine Wanderung ist es eigentlich schon zu heiß. Wir haben die Zeit am Jebel Jais genossen und werden auf der Talfahrt noch einen Versuch für die Rundwanderwege starten. Leider wird auch dieser zweite Versuch erfolglos bleiben. Zu schade, aber vielleicht ein anderes Mal. Die Kinder wollen sowieso viel lieber zurück ans Meer.
Ras al Khaimah National Museum
Wenn wir schon hier sind, nehmen wir noch ein Museum mit. Auf dem Parkplatz nur zwei weitere Autos, super freundlicher Empfang mit einem kleinen Begrüßungstee. Toll ist, dass das Museum so verschachtelt ist, man in viele verschieden Räume und auf viele verschiedene Ebenen gar klettern kann über Leiter-ähnliche Treppen, fast ein Abenteuer-Museum für die Kinder. Tolle Geschichten aus der Region und unser Highlight, das wir fast verpasst hätten, weil die Türe geschlossen war, da der Raum klimatisiert ist: der historische Dattelpress-Raum. Auch dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt.
Caravan Resort Ajamn
Bevor unser Urlaub endet, wollten wir die Kinder noch mit einem Highlight überraschen. Nach 5-Sterne-Hotel – Caravan am Strand. Mehr Glamping als Camping. Wir starten mit einem Mittagessen im stylischen Restaurant mit Meerblick. Tolles Essen, toller Blick und tolle Location. Nach einem entspannten Kaffee und einem süßen Nachtisch ist auch unser Wohnwagen bezugsfertig. Ein mit einem Palmblätter-Zaun abgetrennter Bereich wird zu unserem privaten Strandabschnitt erklärt. Gigantisch. Darauf unser klimatisierter Wohnwagen ganz in Weiß gehalten, modern umgebaut mit großem Panoramafenster zum Strand hin. Er hat ein Doppelbett und ein witziges Stockbett für die Kinder, ein kleines WC innen und ein geräumiges WC mit Waschbecken außen in einem kleinen, separaten Bau. Davor eine Sitzgruppe mit Beschattung, gemauertem Grill, eine Außendusche und absolutes Highlight der Kinder: einer Schaukel mit Meerblick – nur für sie beide. Es ist herrlich entspannend. Wir schwimmen, spielen Karten und hören Musik von unseren Nachbarn. Laute Musik. Viel lieber würden wir das Meerrauschen genießen. Es scheint eine ganze Familienfeier nebenan im Gange zu sein. Sehr viel Trubel, zu viel Trubel. Na, das kann ja heiter werden. Heiter für die Nachbarn im wahrsten Sinne, heiter für uns im übertragenen Sinne.
Das Abendessen (ohne alkoholische Getränke) nehmen wir auf der Außenterrasse des kleinen, feinen Restaurants ein. Und werden wieder einmal mit einem romantischen Sonnenuntergang verabschiedet. Die Kinder genießen blaue Kindercocktails mit Stiefmütterchen und wir die laue Sommernacht.
Lau ja, aber auch laut. Denn die Nachbaranlage hat heute Partystimmung, leider bis weit in den frühen Morgen. Da feiern die Nachbarn nicht mehr, aber dann feiert gleich die ganze Nachbaranlage. Und klar, so ein Glamping Wohnwagen hat viele tolle Extras, aber mit Schallschutz ist da nichts. Ich habe zum Glück Ohrenstöpsel im Gepäck, der Rest leider nicht. Zum Glück haben wir früh für 8 Uhr bereits unser Frühstück bestellt. Geliefert wird dieses freiWohnwagen. Mit Meerblick an unserem Tisch am Strand starten wir in einen neuen Tag mit allerlei Köstlichkeiten und frischem Kaffee. Und um 9 Uhr sitzen die Kinder im Schlafanzug im Auto und wir machen uns auf den Heimweg. Erholen im Garten und früh schlafen gehen. Letzte Etappe 45 Minuten Heimweg.
Es war für uns eine Rundreise der anderen Art, kürzer, aber kein bisschen langweiliger. Super spannende Sachen entdeckt, der neuen Heimat wieder ein großes Stück nähergekommen. Zwischendurch haben wir immer mal wieder gescherzt, dass wir hätten zum Blumen gießen täglich nach Hause fahren können, würden wir Blumen besitzen.
EntdeckerGlück pur.
Eine Freundin fragte mich später ganz gespannt, wie denn die Reise war. Ich habe so geschwärmt, dass sie alles wissen wollte. Also habe ich alles erzählt, auch die Missgeschicke, die Überbrückungszeiten, das 80er Jahre Hotel, die Schlafsituationen, der misslungene Wanderversuch usw.
Sie hat anschließend gelacht und gesagt: „Und da schwärmst du vorher so von der Reise!“
Ich liebe es, wenn nicht alles perfekt läuft, dass macht es doch spannend. Man entdeckt Dinge, die man vielleicht sonst nicht entdeckt hätte, erlebt Sachen, die man sonst vielleicht nicht erlebt hätte und das ist für mich EntdeckerGlück. Einfach annehmen und genießen, so wie es ist. Mit offenen Augen durch die Welt.
Und zum Ras al Khaimah Festival of Fine Arts im Ghost Village al Jazirah al Hamra sind wir auf dem Rückweg auch noch einmal zurückgekehrt. Was uns wieder nicht mitgeteilt worden war, dass es vermutlich erst nachmittags öffnet. Denn es war erneut, auch am Wochenende, alles geschlossen. Aber ein neuer Wachmann war vor Ort und nicht ganz so streng, somit konnten wir uns kurz reinschleichen. Zu sehen gab es nicht viel. Ein paar Kunstobjekte, eine kleine Ausstellung in einem Raum… Wahrscheinlich hätten wir ein drittes Mal am Abend wieder kommen müssen, denn es gab überall Sitzgelegenheiten und Getränke- und Essenbuden. Vormittags aber geschlossen.
Wer mehr Fotos zu dieser Rundreise sehen möchte, findet die auf meinem Instagram Account @entdeckerglueck