Kunst-Rasen

Auswandern

…auf jeden Fall eine Überlegung wert

Nie hätte ich gedacht, dass ich in meinem Garten einmal Plastikrasen verlegen lassen! Aber in der Wüste ist die Bewässerung von echtem Rasen eine wirklich kostspielige Angelegenheit. Und so liegt er nun im Garten, der Kunstrasen.

Fast ein Jahr lang haben wir jetzt mit einem Sandgarten gelebt. Der Außenbereich unseres gemieteten Hauses ist sehr, sehr groß mit sehr, sehr viel Grün. Komplett entlang der Außenmauer wachsen Bäume, Büsche, Schilfgras und Palmen. Alle müssen das ganze Jahr über regelmäßig bewässert werden, damit sie überhaupt irgendeine Überlebenschance haben.

Da der Rasen bei Einzug bereits in einem unbeschreiblich schlechten Zustand war, haben wir den Vermieter gebeten, Kunstrasen verlegen zu dürfen. Er war sofort einverstanden. Auch die Kosten hierfür übernimmt er. Fast ein Jahr, habe ich mich nun nicht wirklich um dieses Projekt gekümmert. Keiner hat auf dem „Rasen“ gespielt. Das Trampolin stand so, dass die Kinder von dem gefliesten Bereich direkt einsteigen konnten. Und somit waren Pool und Trampolin die Hauptattraktionen im Garten und die große freie Fläche eigentlich komplett überflüssig. Nur der Hund kackt fröhlich wohin er will und somit mach ich regelmäßig einen intensiven Gang durch alle Bereiche des Gartens, um die kleinen Überraschungen wieder einzusammeln.

Jetzt ziehen wir in zwei Monaten aus, da wir ein Haus gekauft haben, und das Kunstrasen-Projekt stand irgendwie noch im Raum. Ein Angebot hierfür hatte ich bereits vorliegen und es war vom Vermieter abgesegnet. Somit stand dem Ganzen nichts mehr im Wege. Ich wollte das Mietobjekt auch in einem guten Zustand an die Nachmieter übergeben.

Nach all den extrem hohen Wasserrechnungen, vielen undichten Stellen im Garten-Bewässerungssystem und viel Organisation von Gartenpflegern, um all die Baustellen zu beheben, ist es jetzt vollbracht. Der Kunstrasen ist verlegt und es sieht gut aus. Die Kinder fragten gleich: „Warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht?“ Vielleicht hätten sie doch tatsächlich die große freie Fläche viel mehr genutzt, wenn sie einfach einladender gewesen wäre…

Eine meiner Sorgen nach dem Verlegen war erneut der Hund mit seinen „Geschäftchen“. Aber nach Rückversicherung ist das kein Problem und somit kann der Hund nun wählen, ob Sand oder Kunstrasen 😊

Kunstrasen ist also wirklich eine Alternative, wenn man Wasser sparen möchte. Natürlich wird auch der Rasen keine 50 Jahre überdauern und muss irgendwann einmal ausgetaucht werden. Was hier die bessere Umweltbilanz bietet, weiß ich leider nicht und wäre noch zu recherchieren. Den Geldbeutel schont der Kunstrasen auf alle Fälle. Denn Wasser in der Wüste – ein kostbares Gut.

Kunstrasen wird hier entweder Artificial Grass oder Astro Turf genannt.

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