Whiplash.

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Neue englische Vokal gelernt.

Vorweg: Schmerzen sind um, schlaflose Nächte überstanden und ich bin wieder funktionsfähig und schmerzfrei.

Was war passiert? Ich war mit den Kindern Schlittschuhlaufen (in Dubai), bin gestürzt, habe mir ein Schleudertrauma zugezogen und somit eine neue Vokabel gelernt. Hätte auch schmerzfreier geschehen können.

Es war ein schulfreier Tag, die Kinder hatten die Idee, Eislaufen zu gehen und ich war so mutig, es ihnen gleich zu tun. Das letzte Mal stand ich vor vielleicht 20 Jahren auf Schlittschuhen, aber ich konnte mich erinnern, damals lief das ganz gut. Also, was soll schon passieren? Ich bin dabei. Und es lief gut!

Die Kinder waren doch eher sehr skeptisch, dass die Mutter sich jetzt auf das Eis wagt, drängten doch sehr, dass ich mir doch einen Pinguin nehmen solle. Aber nein, brauch ich nicht. Und somit Schlittschuh an, Socken als Handschuhe (eben falls ich mal hinfallen sollte…) und raus aufs Eis. Und die Kinder staunten – ich auch. Denn es lief wirklich gut. Schnell war ich wieder im Rhythmus und drehte meine Runden. Ob das wohl so ist, wie beim Radfahren, dass man das nie verlernt? Es flutschte und machte richtig Laune. Gute Musik, Runde um Runde, tatsächlich in der Lage, die ein oder andere Person zu überholen. Ich war richtig stolz und die Kinder richtig baff.

Und dann bin ich ein bisschen gefallen. Wirklich alles ganz harmlos in Zeitlupe, nichts Wildes. Ganz langsam auf die linke Pobacke. Ich habe nur einen kurzen, heftigen Stich im Kopfbereich gespürt, aber sonst alles gut. Tat auch nicht weiter weh, aber ich erinnere mich, dass das mein einziger Gedanke war: „Warum jetzt dieser kurze Schmerz im Kopfbereich und keine Schmerzen an Po oder Hüfte?“….

Aufstehen, weiter geht´s. Genauso schnell, es macht richtig Spaß.

Zwei Tage später verspüre ich leichte Nackenschmerzen. Ich meine noch, es kommt von der Klimaanlage. Leider wird die Situation immer schlimmer und ich kann fast kein Auto mehr fahren, denn über die Schulter kann ich nicht mehr blicken. Nachts aber überkommt mich dann der richtig heftige Schmerz. Ich schlafe keine Nacht mehr. Kann nur noch in einer einzigen, sehr unbequemen, starren Rückenlage liegen, aber auch das nur unter extremen Schmerzen. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Also versuche ich es nach mehreren Tagen dann abends mit Schmerzmitteln. Erst 400 Ibu, dann 800er Ibu… Leider hilft nichts. Ich grübele ewig, was ich falsch gemacht haben könnte. Denke immer wieder, es muss an den Klimaanlagen liegen.

Als ich nach neuen Tagen eine sehr schlimme Nacht habe, kommt mir plötzlich mitten in meinem Nacht-Schmerz-Delirium mein Eislauf-Sturz in den Sinn. Das ist es! Schleudertraume vielleicht? Noch in der Nacht googele ich die Übersetzung: Whiplash.

Tag 10 rufe ich sofort morgens beim Arzt an mit meiner Vermutung. Die Sprechstundenhilfe kennt leider auch die Vokabel nicht und ist überfordert, bei welchem Arzt sie mich einbuchen soll. Wir einigen uns erstmal auf einen Hausarzt.

Die Ärztin ist wirklich super bemüht, aber leider spüre ich schon während der Untersuchung, dass wir nicht auf dem gleichen Weg sind. Ich stimme einer Röntgenaufnahme des Halsbereiches zu, um sicher zu sein, dass nichts angebrochen ist. Ich bekomme eine Spritze mit Schmerzmitteln und noch eine Alternative zu Ibu, Tabletten zur Muskelentspannung, die ich drei Tage lang nehmen soll, und Voltaren Creme.

Ich mache mehrmals den Versuch, sie zu überzeugen, dass ich vielleicht einfach einen Chiropraktiker sehen sollte, aber davon will sie nichts hören. Vehement redet sie dagegen.

Zumindest kann ich in dieser Nacht, Dank der Spritze, seit 10 Tagen ENDLICH mal wieder schlafen.

Ich nehme zwei Tage lang diese Muskelentspannungstabletten und die Voltaren Creme, keine Besserung.

Nach einer extrem schlimmen Nacht, die ich aus Verzweiflung zeitweise auf den kalten, harten Badfliesen verbringe, weil diese vom Schmerz ablenken, muss am nächsten Tag ein Chiropraktiker her.

Ich bekomme tatsächlich für mittags einen Termin, bei einer Empfehlung einer Freundin. Was für ein Glück. Hoffnung! Mit dem Taxi fahre ich apathisch und fix und fertig in die Praxis, immer kurz vor einem Heulanfall. Als ich endlich vor dem netten Retter sitze, kommen mir auch gleich wieder die Tränen. Ich erzähle ihm die Ereignisse und Versuche der letzten 11 Tage exakt so, wie ich sie Tage zuvor der Ärztin geschildert habe, ohne wohlgemerkt je das Wort „Whiplash“ in den Mund zu nehmen. Das erste was er nach meiner Schilderung sagt: Whiplash, ganz klar. Er schaut sich noch kurz meinen Nacken an und dann geht die Behandlung los.

Wirklich schmerzhaft, aber ich halte tapfer durch. Ich will einfach nur, dass es besser wird. Er verschreibt mir Voltaren Tabletten und verordnet mir ein ständiges Wärmen der betroffenen Stellen, besonders nachts. Denn der Schmerz nachts wird durch die ausgekühlten Muskeln verursacht. Ich bekomme drei Übungen gezeigt, die ich zusätzlich so oft wie möglich machen soll

Und was soll ich sagen, bereits in dieser Nacht, schlafe ich, wahrscheinlich Dank der Voltaren Tabletten wieder durch. Und am nächsten Morgen verspüre ich eine erhebliche Verbesserung. Noch ein weiterer Tag meine Übungen, viel Wärme und abends noch eine Voltaren: und am nächsten Tag fühle ich mich wieder unter den Lebenden. Ich bin wieder ich. Ohne Schmerzen. Gut gelaunt, weil schmerzfrei und ausgeschlafen.

Was für eine Tortur, nur um eine neue englische Vokabel zu lernen 😉

Whiplash – Schleudertrauma.

Und Eislaufen… hat wirklich richtig Spaß gemacht. Ich denke, ich werde es trotzdem beim nächsten Mal wieder tun.

Fujairah

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Museum und Fort.

Den Tag starten wir mit dem Besuch des Fujairah Museums. Um einen großen Innenhof reihen sich einige Gebäude aneinander. Das Museum zeigt neben sehr vielen historischen Funden aus der Gegend auch etwas zur Entstehung und Entwicklung des Lebensraumes Fujairah. Die Räume sind toll gestaltet mit wunderschönen Deckenverzierungen. Wir sehen alte Waffen, Säbel, Münzen, Töpfe und Scherben. Die Lebensumstände früherer Zeiten werden anschaulich dargestellt, Traditionen und Handwerk. Kurzweilig.

Anschließend fahren wir zum Fujairah Fort. Laut dem kleinen Infoheftchen, welches wir im Museum mitgenommen haben, ist durch Analysen festgestellt worden, dass das Fort zwischen 1500 und 1550 erbaut wurde. Das Fort wurde komplett restauriert und sieht tiptop aus. Wir lassen uns durch die leeren Gänge und Räume treiben. Die Kinder finden es spannend, alle Ecken zu erkunden. Von einem Turmdach hat man einen tollen Rundumblick über die ganze Gegend.

Fujairah Museum

Fujairah Fort

Hatta Berge

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Tretbootfahren.

Uns hatte ja die Roller Tour in die Berge gereizt (für eine Wanderung war es uns fast schon zu warm.) Allerdings waren unsere Kinder mit 12 Jahren für die Roller zu jung. Da wir zwar in den Ferien der Deutschen Schule Dubai unterwegs sind, aber wochentags, haben leider viele der anderen Aktivitäten im Aktivitätenzentrum Hatta geschlossen.

Also gut, dann nicht in die Berge, dann geht´s eben aufs Wasser. Wir fahren ein Stück weiter zum Staudamm. Dort gibt es eine große Station zum Anmieten von Kajaks, Tretbooten und verschiedenem mehr. Wir entscheiden uns für ein Tretboot. Es ist fast ein kleiner Fehler, den Kindern ihren Wunsch zu erfüllen und sie treten zu lassen. Denn zu viert im Boot ist zwar die Hinfahrt o.k., aber die Rückfahrt wirklich beschwerlich für die beiden, denn wir haben auch noch richtig Gegenwind.

Auf google maps erkennen wir, dass sich der Stausee in einer Ecke zu einem kleinen Canyon entwickelt, sieht zumindest auf der online Karte so aus. Die beiden strampeln wirklich tapfer immer weiter den anderen Booten hinterher, denn alle fahren irgendwie in die gleiche Richtung. Nach einer halben Stunde sind wir gerade mal am Eingang der Verengung, aber weiter fahren wir dann auch gar nicht, denn wir müssen den Weg ja auch wieder zurück…

Es sind sehr viele Kajakfahrer unterwegs. Ebenfalls immer auf dem See zu sehen sind rote „Rettungsboote“, die sofort herbeieilen, wenn ein Kajak gekippt ist. Wirklich super organisiert.

Unsere zwei Süßen sind wirklich froh, es irgendwann, ein bisschen erschöpft, wieder zur Vermietstation zurück geschafft zu haben. Da ist eine Belohnung fällig.

Imker und Honig            

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in den Hatta Bergen.

Wir haben so viele tolle Entdeckungen auf unserem letzten Roadtrip gemacht. Sehr informativ und spaßig war ein Besuch des „Hatta Honeybee Garden and Discovery Center“.

Über sehr holprige Straße, so dass wir kurzzeitig schon meinen, wir haben ein weiteres Hinweisschild verpasst, gelangen wir zum BienenZiel. Wir werden super nett empfangen und in lustige Imkeranzüge gesteckt. Allein das ist ein riesen Spaß, nicht nur für die Kinder. (Es gibt sogar extra ImkerKleider für Frauen in traditionellen, arabischen Kleidern oder Umhängen).

Wir bekommen einen kurzen, informativen Film gezeigt, bevor wir von einer sehr motivierten und kompetenten Führerin in den Garten geführt werden. Sie erklärt uns die verschiedenen Gewächse der Gegend und zeigt uns die Entwicklung der Bienenstöcke. An einem für die Hatta Region typischem Bienenstock können wir die vielen kleinen Summer dann sehr nah betrachten und gar das Surren mit den Händen spüren. Super faszinierend und informativ.

Die Tour endet mit einer kleinen Honigverkostung und natürlich, obwohl Honig hier wirklich ein sehr, sehr teures Gut ist, nehmen wir noch ein Glas mit.

Jetzt haben wir ein bisschen Hatta Geschmack aus dem Urlaub zu Hause, der uns den Alltag versüßt.

Baustellen…

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… mal wieder.

Ich mag euch noch ein bisschen Etwas aus dem Hause „Baustelle“ berichten. Könnte jetzt gleich wieder mit meinen Access Cards anfangen, denn das scheint schon ein immer andauerndes MEGA PROBLEM hier zu sein. Mag aber auch sein, dass mich mittlerweile die Mitarbeiter an entsprechender Stelle auf dem Kieker haben, weil ich diese unprofessionelle Handhabung und die unbeschreibliche Bürokratie und Unzuverlässigkeit nicht mehr ertragen kann und meinem Unmut an verschiedensten Stellen leider freien Lauf lassen musste… Nicht im besten Tone, ich weiß, aber ich konnte und kann einfach nicht mehr an mich halten. Es ist für mich nicht akzeptable und nicht erträglich und geht mir gehörig auf die Nerven. So ist dann nun auch Woche drei der weiteren Baustellen gestartet.

Nach den elektrischen Schocks im Gartenbereich mussten wir ja die komplette Bodenbedeckung erneuern lassen. Noch mehr Staub und Dreck vom ewigen Fliesenschneiden als sowieso schon immer WüstenSandLuft im Garten und auf der Terrasse… Aber die Fliesenleger waren die bis jetzt Besten, professionellsten Arbeiter, die wir hatten. Super tolle Arbeit. Leider keine Verständigung möglich, denn Englisch wird nicht gesprochen. Zur Kommunikation dient Zeichensprache, Deuten und Raten… Nicht wirklich hilfreich, aber zwei Mal am Tag schaut einer vorbei, der Englisch kann. Es gehen Liter um Liter Wasser an die Bauarbeiter, denn die Temperaturen liegen meist um die 40 Grad.

Die Steigerung dessen nun, die Bauarbeiter, die unser Dach neu abdichten und decken. Hier fließt das Wasser in riesigen Gallonen, jeden Tag schaffe ich Nachschub ran und ich bewundere die Ausdauer und das Durchhaltevermögen. Unglaublich. Auf dem Dach, den ganzen Tag ohne Schatten…

Wir hatten anfänglich einige Schwierigkeiten. Beginnend mit erneutem Access Pass Drama. Mein Fehler, zunächst. Ich hatte eine Genehmigung beantragt, die mich schon viele Nerven und Ausdauer gekostet hat. Die Genehmigung hatte ich für 4 Wochen beantragt, habe beim Erhalt des Access Passes leider nicht wirklich die Zeitspanne kontrolliert und somit übersehen, dass die Genehmigung nur für eine Woche gültig war. Wie bitte, soll man ein Dach in einer Woche abtragen, abdichten und und neu decken? Somit Montagmorgen der Anruf vom Sicherheitsteam am Einlass in die Wohnanlage… Keine gültige Permit für das Team. Mein Puls steigt, mein Herz fängt an zu rasen und meine Laune ist am Montagmorgen bereits im Keller, im tiefsten Stollen… Der 1,5-stündige Marathon beginnt.

Erster Versuch beim Sicherheitsmann am Eingang: Keine Chance. Er gibt mir eine Telefonnummer.

Zweiter Versuch per Telefon: Drei Mal werde ich verbunden und in Warteschleifen gestellt, denn keiner ist zuständig. Die letzte Person macht zumindest Anstalten, den zuständigen Mitarbeiter zu kontaktieren (per Email… während ich am Telefon warte…). Leider ist der Herr nicht erreichbar oder antwortet nicht. Ich soll doch ins zuständige Büro fahren, vielleicht können die helfen.

Dritter Versuch: Ich fahre ins zuständige Büro. Eine der Damen, die meinen Anfall bereits bei der letzten Access Permit Odyssee mitbekommen hat, fängt bei meinem Anblick hektisch an, ihre Fingernägel zu kauen. Unsichere Blicke zur Kollegin. Die übernimmt gleich. Ich schildere mein Dilemma, Tränen der Wut und Verzweiflung in meinen Augen. Da stehen 8 Männer an der Eingangsschranke und warten darauf, endlich die Arbeit zu beginnen, für die ich ja bereits eine Genehmigung für die vergangene Woche hatte (obwohl für vier Wochen beantragt…), ich die Besitzerin des Hauses bin, kann ich nicht die Mannschaft zu meinem Haus bekommen.

Die Mitarbeiterin scheint meine Verzweiflung und meine Wut zu spüren und richtig zu deuten. Ich reiße hier gleich die Bude ab, wenn ich nicht endlich die Einlassgenehmigung bekomme. Sie macht einen Anruf und versichert mir, dass ihr Kollege im unteren Stockwerk, die Genehmigung ausstellt. WIRKLICH???? Ich bin baff, zu Tränen gerührt und teile ihr meine Dankbarkeit von Herzen gerne mit.

Der Kollege möchte alle möglichen Dokumente von mir haben. Da ich diese ja erst vor zwei Wochen,in der letzten Odyssee, alle eingeschickt habe, kann ich damit dienen. Aber weit gefehlt.

Wie dieser aufmerksame Mitarbeiter nun feststellt, fehlt einmal der Fahrzeugregistrierungsschein und zweitens – die alte Version der Identifikationen der Dacharbeiter weißt einen anderen Arbeitergeber auf, als die Gewerbeanmeldung, die ich eingereicht hatte. Der Marathon wird zum Triathlon. Denn jetzt heißt es umswitchen. Über den Chef der Truppe und über den Vorarbeiter der Truppe am Sicherheitscheck versuche ich die korrigierten Dokumente zu bekommen… Die Fahrzeugregistrierung, die ich per Whats App erhalten ist abgelaufen, neue Bitte. Von mindestens einem Arbeiter brauche ich nun noch sein Visum, seinen Reisepass und seinen lokalen Identifikationsausweis…

Zusätzlich muss ich nun noch einen NOC – ein „No Objection Certificate/Letter“ schreiben.

Warum brauchte ich mindestens zwei dieser Dokumente für den letzten Access Pass nicht, den, der nur eine Woche gültig war?

Der wirklich hilfreiche Mitarbeiter macht natürlich nur seine Arbeit. Und dann geschieht das Wunder. Er greift zum Telefon, redet mit jemandem in einer mir nicht bekannten Sprache und erklärt mir anschließend, er habe schon einmal beim Sicherheitscheck angerufen, dass die Dacharbeiter bitte eingelassen werden, die Permit wird gleich nachgereicht. Am liebsten würde ich ihm um den Hals fallen. Es läuft. Handschriftlich verfasse ich das NOC, scanne es mir gleich ein. Wir warten auf die Unterlagen, die nach und nach eintrudeln. Es dauert… Der „Mitarbeiter“ gibt mir seine E-Mail-Adresse und bittet mich, einfach alle Unterlagen zu senden, sobald ich diese von der Firma beisammenhabe. Wieder und wieder garantiert er mir, dass er dann die Genehmigung gleich ausstellt und mir zukommen lässt. Soll ich ihm vertrauen?

Da nun ja aber die Dachdecker bereits am Haus auf mich warten werden, tue ich es. Ich fahre.

Am Haus angekommen sind leider keine Arbeiter anzutreffen… Ich betrete gerade das Haus, da klingelt mein Telefon. Der Vorarbeiter am Sicherheitscheck fragt, wie lange es denn noch dauern würde. Ich bin verwundert? Sie sind nicht eingelassen worden und stehen immer noch wartend an der Schranke.

Jetzt drohe ich fast durch die Decke zu gehen. Ich muss einmal RICHTIG LAUT schreien, ganz alleine im Wohnzimmer, brülle ich einmal laut in den Raum. Ich kann nicht mehr. Hätte auch durch die Decke gehen können, denn vielleicht wird die ja nochmal IRGENDWANN…. gedeckt.

Also ins Auto zurück, auf zu dem netten BüroMitarbeiter. Kurz bevor ich dort ankomme, klingelt wieder mein Telefon. Sie sind drin! Jetzt also plötzlich doch… Das verstehe irgendjemand!

Im Kreisverkehr einmal rum und auch ich fahre jetzt nicht durch die Anwohnerschranke, sondern reihe mich in die Schlage der anstehenden „Besucher/Arbeiter“ ein. Der wahrscheinlich vollkommen unbeteiligte Sicherheitsmann, der an mein Autofenster tritt, bekommt es oder besser MICH nun geballt ab. Aber nicht nur er hört, was ich zu sagen habe, alle anderen (und es sind viele), die auch auf Einlass hoffen, bekommen diesen Wutanfall einer hysterisch gewordenen europäischen Frau mit. Ich schreie den Mitarbeiter an, ob er glaubt, dass ich die dumme, gelangweilte, blonde Europäerin bin, mit der man das machen kann? Mehrmals muss ich darauf drängen zu erfahren, wo genau jetzt hier der Fehler lag, dass trotz des Anrufes des zuständigen Mitarbeiters aus dem Büro, meine Dachdecker nicht eingelassen wurden… MissKommunikation in ihrem MINI-kleinen Büro… Aha.

Jetzt habe ich ja doch wieder die Geschichte vom Access Pass erzählt… Mist. Eigentlich wollte ich ja erzählen, dass wir jetzt zwar ein neues Dach bekommen, dass hoffentlich in der nächsten Regenzeit uns und unser Hausinneres trocken hält, dafür aber von den Dachdeckern wieder die nagelneuen Fliesen, die in mühevoller, schweißtreibender Arbeit die letzten zwei Woche verlegt wurden, zerschmettert wurden.

Denn plötzlich fielen am zweiten Tag, beim Abdecken des Daches, sehr große Betonstücke herunter. Die Fliesenleger waren zum Glück in einer anderen Ecke beschäftigt, denn die hätte es hart und schwer getroffen. Ich bin schockiert. Ich laufe, mal wieder laut keifend, zur Terrassentür und BRÜLLE hoch, dass das stoppen muss. Mein Blick fällt auf die Betonbrocken vor mir, die auf der neu gefliesten Terrasse liegen und dann sehe ich sie: die zerschmetterten Fliesen… Ich könnte heulen, tobe aber auch vor Wut. Der Vorarbeiter kommt schnell vom Dach und bekommt nun auch in geballter Ladung meinen Unmut über ständiges unprofessionelles Arbeiten mit. Denke auch, er hat echt Angst vor mir. Und keiner dieser Männer beneidet meinen Mann, um diese herumschreiende, tobende Furie. „Voll peinlich“, würden meine Teenager Kinder sagen. Aber ich bin am Ende mit den Nerven und diese liegen blank.

Und was passiert? Sofort eilen sie zum Auto und holen Abdeckmaterial. Ich kann es nicht fassen!

Seitdem arbeiten sie wirklich gut und zuverlässig, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe mich vor versammelter Mannschaft auf dem Dach einmal entschuldigt, für mein „Ausflippen“. Verstanden hat es keiner, es sei denn, der Vorarbeiter hat es ihnen anschließend übersetzt. Ich versorge sie täglich mit mehreren Gallonen Wasser, Keksen, Schokolade… Nervennahrung, damit sie dort oben auf dem Dach nicht die Nerven verlieren, wie ich so oft die letzten Wochen…

Und wenn das Dach fertig ist, kommen einfach wieder die professionellen Fliesenleger und tauschen dann wieder die kaputten Fliesen aus…

Ein Kreislauf…

Jetzt muss ich nur noch an meinen Kreislauf denken. Ich meditiere jetzt wieder täglich.

Iglu in den Hatta Bergen

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Mein ÜbernachtungsFavorit…

… auf unserem letzten Roadtrip. Das weiße Kuppelzelt mit überdimensionalem Panoramafenster ist einfach ein Traum. Davor stehen vier leuchtend orangene Campingstühle mit Blick auf die Berge. Der kahle, steinige Boden um unsere Zeltplatte herum ist trist, aber schön. Auf unserem „Zelt-Grundstück“ steht in guter Entfernung vor jedem Zelt noch ein gemauerter Grill. Und es ist klar, wir werden diesen Traum heute nicht mehr verlassen. Wir lümmeln in den Campingstühlen, lesen und genießen die Ruhe und den Blick auf die Berge. Die Nachbarzelte können wir komplett ausblenden. Außer uns scheint auch noch niemand angereist zu sein. Ein Traum. Beim Check-In hatte man uns eine Telefonnummer gegeben, unter der wir ein Grillpaket bestellen können. Das machen wir auf jeden Fall. Ein Braai, wie der Südafrikaner sagen würde… wir fühlen uns auch ein bisschen, wie in einer Hütte im afrikanischen Busch. Tolle Erinnerung und jetzt Realität. Wir bestellen nicht nur Grillgut, sondern auch noch gleich ein paar Getränke (nur alkoholfrei verfügbar). Alles wird mit einem kleinen off-road Golfcart angeliefert. Mit dem auch wir mit unserem Gepäck vom Parkplatz zum Zelt geliefert wurden. Denn der Zeltbereich ist autofrei.

Das Grillpaket umfasst auch Kohle, Grillbesteck, Teller und Besteck. Wir heizen erstmal an und widmen uns dann den vielen Platten… haben wir so viel bestellt? Es kommt uns doch sehr komisch vor. Das ein oder andere meinen wir auch gar nicht bestellt zu haben. Und die Menge! Wow. Da ist doch was schiefgelaufen. Und schon klingelt das Telefon in der Hütte… falsche Lieferung. Aber wir haben ja leider schon überall mal reingeschaut… Somit ist jetzt kein Austausch mehr möglich. Wir grillen und grillen und grillen und haben Wegverpflegung für den nächsten Tag – das ist sicher. Es schmeckt köstlich. Wir sitzen an unserem Tisch, einer alten, großen Kabeltrommel, auf kleineren Kabeltrommeln. Der Blick der Berge ist der Nachtisch.

An unserem Zelt fahren immer mal wieder kleine Gruppen auf elektrischen „Off-road“ Rollern vorbei. Vielleicht noch eine Aktivität für morgen für uns…

In unserem Zelt werden noch zwei Zusatzbetten vor dem Panoramafenster für die Kinder aufgestellt. Warum diese nicht gleich da waren? Vielleicht, um uns den wahren, vollen Bergblick zu gewähren – auch aus dem Zelt. Die Betten sind da, wir haben zu viert gut Platz in dem klimatisierten Zelt.

Aber bevor wir uns in die Betten kuscheln, hocken wir noch lange in den Campingstühlen vorm Zelt… Sterne zählen…

Buhais Geology Park

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Sharjah.

Das ist mal ein Ort, anfangs nur ein Fleck auf Google maps. Keine Ahnung, was uns erwarten würde. Die Homepage hat auch nicht wirklich viel preisgegeben. Aber es liegt auf dem Weg, also schauen wir natürlich vorbei. Die Anfahrt für uns ein bisschen mit Wenden, Wenden, Wenden verbunden… aber wir sind angekommen. Der Park lag leider nicht in unserer Fahrtrichtung und die Straße war baulich in der Mitte getrennt, also mussten wir einmal wenden und weil wir dann erneut die Einfahrt verpasst haben, mussten wir mehrmals wenden…

Die Parkplätze sind überdacht, wir werden super nett empfangen und nachdem wir den Eintrittspreis gezahlt haben, möchte uns sofort ein Mitarbeiter mit einem Golfcart zum „Hauptgebäude“ fahren. Wir lehnen dankend ab, denn die Kinder haben einen Spielplatz entdeckt, der zuerst erkundet werden muss, bevor wir die wenigen Meter zum Gebäude laufen. Auf dem Weg stehen verschiedenen Hinweisschilder, die uns einen Vorgeschmack geben, auf das, was uns erwarten wird. Der Park wurde erst am 20. Januar 2020 eröffnet.

Wie kleine gelandete Ufos liegen runde, erdfarbene Gebäude im hellen, sandfarbenen Geröllland aus mehr Stein als Sand. Die Anlage ist wunderschön in die Landschaft eingefügt. Wir lernen viel über die Erdmassen und Erdteile, die Verschiebung der Erdplatten und somit irgendwann auch über die Entstehung der Berge und Erhebungen, die sich um uns herum erstrecken. Große Panoramafenster geben in jedem Gebäudeteil den Blick auf die weite Öde frei. Fast so, wie riesen große Panorama-Gemälde. Für die Kinder gibt es immer wieder interaktive Präsentationen; montierte Ferngläser, mit denen wir die Beschaffenheit des Geländes vor uns genau untersuchen können; Mikroskope und spielerische Lernstationen. Wirklich toll gemacht. Außer uns ist nur noch ein weiteres Paar zu Besuch.

Von einer netten Mitarbeiterin werden wir vier in ein Kino geführt. Hier wird noch einmal visuell, sehr anschaulich, die Entstehung der Erde und der Berge Sharjahs gezeigt. Der absolute Höhepunkt ist dann, wenn die ebenfalls halbrunde Leinwand zur Seite fährt und dahinter erneut ein großes Panoramafenster freigibt. WOW. Wir sind die einzigen im Kino und genießen noch eine ganze Weile die Aussicht bevor wir uns weiter auf EntdeckungsTour machen. Es gibt noch Fossilien zu entdecken und vieles mehr…

Und draußen gibt es noch mehr zu sehen. Auf einem etwa ein Kilometer langem Rundweg, der gut ausgebaut ist, kommen wir nun ganz nah an all die Stellen heran, die uns im Inneren so gut erklärt wurden. Immer wieder gibt es überdachte Stellen mit Sitzgelegenheiten, um kurz Schutz vor der Sonne zu finden. Viele Tafeln erklären die Dinge entlang des Weges, die es nicht zu verpassen gilt.

Sehr kurzweilig und wirklich zu empfehlen.

Das Kaffee, welches wir dringend gebraucht hätten, nach Quad fahren und Ghost Town am Morgen ist leider noch geschlossen…

Zum Parkplatz lassen wir uns dann tatsächlich mit dem Golfcart zurückfahren. Denn wir werden am Ende des Rundweges schon freudig erwartet. Die Kinder sind natürlich begeistert. Wir auch 😉