Haussuche…

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… kann spannend und interessant sein, kann sich aber auch zu einer nervigen, frustrierenden Sache entwickeln. Im Moment ein ewiges Gefühlschaos, auf und ab… 

Letzte Woche habe ich ein Haus zum vierten Mal besichtigt und plötzlich war das Gefühl, dass genau dieses Haus unser Haus sein soll, so stark, dass eine wahre Euphorie in mir aufstieg. Leider ziemlich schnell niedergeschmettert mit einem unschlagbaren Angebot eines Konkurrenten. Irgendwo hat man, in unserem Fall „Familie“, ja finanzielle Limits. Unseres ist klar gesteckt und auch unsere Vorstellungen von dem, was unser Haus bringen soll oder nicht, sind sehr klar. Ganz obere Priorität: eine ruhige Lage. Was für uns in diesem Fall bedeutet, weit genug entfernt von jeglichen Highways und auch von den größeren, internen Verbindungsstraßen in einer Wohnanlage. Zudem kommen eigentlich momentan auch nur zwei größere Compounds in Frage, die sowohl für meinen Mann einen annehmlichen Arbeitsweg bieten, als auch für die Kinder den Schulweg nicht endlos in die Länge ziehen. Sehr eingeschränkt, ich weiß. Hinzu kommt, dass momentan gefühlt alle Familien ein Haus unserer Kategorie suchen, aber nicht wirklich viele Familien ein Haus verkaufen, dass unseren Ansprüchen entspricht. Ihr seht also, hier kommt die Frustration ins Spiel. 

Diese Frustration diese Woche noch zusätzlich gesteigert von der Enttäuschung, dass WunschHaus nicht bekommen zu haben und nun die Suche erneut starten zu müssen. Ich habe bereits ganze Exceltabellen mit Häusern, von denen ich bereits über die Makler die Lage geklärt habe oder die ich angeschaut habe und die absolut nicht in Frage kommen. Hingegen findet sich in der Liste der interessanten Objekte… kein einziges Objekt. Frust? Ja! Immer im Hinterkopf der Gedanke, dass ich in einem Monat der Sommerhitze entfliehen werde und meine Suche sowieso (eventuell erfolglos) unterbrechen muss. Und das nicht für zwei Wochen, nein, ich werde mit den Kindern sechs Wochen in Deutschland sein, bevor ich überhaupt wieder in der Lage wäre, Häuser zu besichtigen. Panik. Was, wenn genau in dieser Abwesenheitszeit UNSER Haus auf den Markt kommt? Noch mehr Frust. Mein Plan also, die Häusersucher komplett während unserer Reisezeit zu stoppen. Ich werde keine Immobilienseiten besuchen. Ist der Plan… schaffe ich das? 

Ein Schimmer Hoffnung in der Situation: 

Nach Ankunft Mitte August 2020 wohnten wir anfangs in einem möblierten Appartement. Erst als die Kinder in der Schule angekommen waren, nach zwei Wochen in den Präsenzunterricht wechselten, konnte ich die Häusersuche im letzten Jahr starten. Und auch letztes Jahr, hat es eine ganze Weile gedauert, fast zwei Monate, bis ich das Passende für uns gefunden hatte. Somit verbrachten wir drei Monate im Hotelappartement, bevor wir das Haus beziehen konnten und unser Hab und Gut angeliefert werden konnte. 

Warum wir jetzt schon wieder ein Haussuchen und schon wieder umziehen wollen?

Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir ein wunderschönes Haus gemietet haben, in dem wir gerne auch wohnen bleiben würden, wenn denn nicht die Mieten für solch ein Objekt exorbitant hoch wären und man für diesen Preis, lieber so schnell wie möglich ein Eigenheim finanziert. So, zumindest unsere Rechnung und Entscheidung, denn unser Plan ist es, hier wirklich für ein paar Jahre zu bleiben. Mein Mann hat einen lokalen Vertrag, keine Entsendung, somit ist von Firmenseite keine Begrenzung des Aufenthaltes geplant und von Familienseite auch nicht. 

Wenn wir also Mitte August 2021 aus unseren ersten Ferien in Deutschland wieder zurückkommen, hoffe ich, dass ich dann ein passendes, bezahlbares Kaufobjekt finden werde, denn unser Mietvertrag läuft noch bis Mitte November. Das sollte mir noch ein wenig Luft verschaffen. Ihr seht, irgendwie habe ich schon meine Hoffnung aufgegeben, noch in den nächsten vier Wochen vor Abflug ein schönes Heim zu finden. 

Und obwohl ich unseren jetzigen Vermieter bereits einmal gefragt habe, ob er uns das Haus nicht verkaufen mag und er bereits einmal mit nein geantwortet habe, habe ich einfach letzte Woche noch einmal gefragt. Die Antwort steht leider noch aus…

Die Haussuche bleibt spannend.

Tipp für Familien, die in einer ähnlichen Lage sind, die HausKaufSuche starten möchten und das Geld nicht bar auf den Tisch legen können:

Sinnvoll ist es, von eurer lokalen Bank ein preapproval für die Finanzierung (mortgage) zu bekommen. Das hilft bei der Preisverhandlung und bietet Pluspunkte. Wenn man sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt hat, macht die Bank eine Bewertung (evaluation) des Objektes und wird auch nur den Betrag für Euch finanzieren, der bei der Wertbestimmung festgelegt wurde. In Situationen eines Verkäuferfreundlichen Zeitpunktes, wie momentan (viele Käufer, wenig Verkäufer), fällt der ermittelte Wert meist viel geringer aus, als der gewünschte Kaufpreis. Eh klar… 

Hier ist also einiges an Rechenarbeit vorab zu erledigen, um wirklich zu ermitteln, welchen Kaufpreis man im Endeffekt bezahlen kann. 

Für die Suche von Kauf- oder Mietobjekten kann ich die Homepage Propertyfinder.ae empfehlen. Es gibt noch die Seite dubizzle, aber hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Makler nicht regelmäßig aufräumen und ausmisten und oft viele Objekte noch angezeigt werden, die längst verkauft wurden. Fazit von mir, diese Seite macht mehr Hoffnung und Arbeit als nötig. Propertyfinder definitiv immer aktueller.

Ergänzung:

Ich möchte noch ein paar „Fachbegriffe“ zur Haussuche erklären.

Villa – einfach ein einzeln stehendes Haus.

Townhouse – vergleichbar mit einem Reihenhaus.

BUA – Build up area – entspricht der Angabe der Wohnfläche, wobei hier wirklich einfach die Bodenfläche des kompletten Wohnraumes angegeben wird.

Study – in Amerika wird dieser Bereich/Raum oft als „Den“ bezeichnet. Ein Bereich, ein Raum gedacht für ein Büro, für mich auch gerne ein Gästezimmer, etwas kleiner als das gewöhnliche Gästezimmer, oft befindet sich hier kein direktes Bad angeschlossen, aber sehr oft sehr wohl… . Manchmal ist die Study auch ein Raum, der nicht baulich vom z.B. Wohnzimmer getrennt ist. Also ein sehr dehnbarer Begriff.

Jack and Jill (bathroom) – bedeutet, dass sich zwei Schlafzimmer ein Badezimmer teilen, also beide Schlafzimmer haben über eine Tür Zugang zu diesem Badzimmer, in dem meist der Toiletten-/Duschbereich noch durch eine seperate Tür abschließbar ist. Meistens sind Doppelwaschbecken verhanden. Eigentlich perfekt für jüngere Kinder, aber sobald das Teenager-Alter naht… eher Stresspotential.

Tea Kitchen – meist eine kleine Küchenzeile mit Wasseranschluss, in der Nähe des Masterbed Rooms (Elternschlafzimmers) im oberen Hausbereich.

Family Room – generell eine größere, freie Fläche im oberen Wohnbereich, nicht durch eine Tür getrennt, mittig gelegen zwischen den umliegenden Schlafräumen. Dieser Bereich wird oft mit Sofa und TV und/oder Buchregal ausgestattet.

Powder Room – ein „Gäste-WC“ im unteren Wohnbereich, bei dem das WC räumlich getrennt und verschließbar ist und das Waschbecken frei zugänglich.

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