Rund um den Hund

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Umzug, Anmeldung, Hundepension

In Südafrika kam kurz vor den Kindern ein Hund in unsere Familie. Es war ein kalter Wintertag, als wir den kleinen Welpen auf der Farm der Eltern einer Freundin abgeholt haben. Die süße kleine Mischlingsdame haben wir Summer genannt, weil wir sie im Winter bekommen haben. Und sie ist wirklich ein Sonnenschein und macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Familienmitglied. Ein enger Begleiter und Freund unseres Sohnes, der eigentlich keinen Schritt innerhalb des Hauses alleine macht, sondern immer und überall Summer mitnimmt. Summer schläft vor seinem Bett, sie begleitet ihn auf die Toilette und sitzt neben der Dusche und wartet geduldig, bis er fertig ist.

In Südafrika ist ein Hund auch immer für die Sicherheit der Familie da. Wir wohnten in Johannesburg, zwar in einem Estate mit einer hohen Mauer draumherum und zusätzlich Stacheldraht oben auf der Mauer, aber trotzdem ist so ein Hund gut. Er beruhigt. Wie ich schon erwähnte haben wir einen wahren SonnenscheinHund, von dem man meint, dass er jeden schwanzwedelnd begrüßt. Macht er generell auch. Aber wir hatten zwei Erlebnisse der anderen Art in Südafrika, die mir in Erinnerung geblieben sind. Einmal begegneten wir auf einem Spaziergang innerhalb des Wohngebietes einer Person, die Summer überhaupt nicht mochte. Sie stellte die Nackenhaare, fing wie wild an zu Bellen, immer mit Blick auf den Mann, den sie offensichtlich nicht mochte. Es kostete mich einige Kraft, sie zum Beenden des Spazierganges zu überzeugen. 

Das zweite Mal hatten wir einer super nette Truppe Bauarbeiter im Haus. Darunter war ein einziger, den sie partout nicht ausstehen konnte. Er wurde angeknurrt und verbrachte seine Mittagspause aus Angst immer auf dem Vordach, während die anderen entspannt im Schatten auf der Terrasse saßen. Unsere damalige Perle des Hauses, Charity, sprach den Mann darauf an, was er denn für „Dreck am Stecken“ hätte, dass ihn der Hund nicht leiden könne. Wie sich herausstellte, nahm er Drogen, was er vollkommen eingeschüchtert zugab. Keine Ahnung, ob er das Laster nach der Erfahrung vielleicht sogar aufgab…

Umzug von Südafrika nach Deutschland

So ein Hund ist eben ein echtes Familienmitglied und ein Hund einer Expatfamilie wird somit auch zum Expathund. Als wir von Südafrika nach Deutschland zogen, lief das alles sehr reibungslos ab. Wir hatten in Deutschland vorab ein Haus gemietet und wir hatten ein Umzugspaket der Firma, das auch den Hund mit umzog (also mitbezahlte). Nachdem der Container auf die Reise gegangen war, blieb Summer noch zwei Tage in einer ihr bekannten Hundepension und wurde von dort für den Transport abgeholt. So konnten wir sie drei Tage später in München am Flughafen wieder in Empfang nehmen. Ohne Quaratäne. 

Umzug von Deutschland nach Dubai

Summer verbrachte vier spannende Jahre in Deutschland mit uns. Sie liebte den Schnee und das Toben am Schlittenberg. Sicher ein Highlight, neben den ausgedehnten Waldspaziergängen. Ein Traum für einen Hund. Was aber nun tun, wenn ein weiterer Umzug ansteht und es diesmal nach Dubai geht. Kein Schnee, keine Wälder…

Im vorherigen Leben war Summer vielleicht Seehund… denn Schwimmen liebt sie über alles. Besonders das Toben mit den Kindern im Pool. Sie springt, wie die Kinder, mit großer Begeisterung vom Beckenrand und kennt keine Angst. Das war schon in Südafrika so und das ist jetzt wieder in Dubai so. Nachdem sie vier Jahre in keinen Pool gesprungen war, brauchte es eine Weile und einige Sprünge der Kinder bevor auch sie wieder „wusste“, wie dieser Spaß funktioniert. Und klar, gibt es jetzt keine ausgedehnte Waldspaziergänge mehr, aber dafür stundenlange Badesessions. Und es gibt auch einige Wanderungen, die man in den Bergen im Winter machen kann, auch mit Hund. 

Der Umzug von Deutschland nach Dubai lief diesmal allerdings anders ab und wir mussten uns selber darum kümmern und auch selber dafür bezahlen. Günstig ist so ein Umzug nicht. Unser Hund wiegt etwa 34 kg. Summer ist also kein kleiner Hund. Da wir wegen Covid19 auch kein Haus suchen konnten, bevor wir umzogen, musste Summer zur Überbrückung bei meinen Eltern für fast vier Monate untergebracht werden. Nicht ganz freiwillig, haben sie sich bereit erklärt und haben sich auch ein bisschen verliebt.. – glaube ich. Aber natürlich macht so ein Haustier viel Arbeit und Dreck. Ständig überall die Hundehaare und aufpassen, dass der Hund nicht wegläuft. Meine Eltern haben zwar einen großen Garten, aber dieser ist nicht eingezäunt. Wir sind aber dankbar, dass sie das für uns und Summer übernommen haben. Vor Abflug musste Summer dann noch einmal vom Tierarzt durchgecheckt werden und die letzten Impfungen bekommen, ein Amtstierarzt musste noch Ausreisepapiere ausfüllen, das wiederum hat alles eine sehr liebe, tiervernarrte Freundin von uns übernommen. Es steckt viel Arbeit in so einem Umzug und ohne die lieben Freunde und Verwandte wäre das nicht so reibungslos abgelaufen.

Mit der Firma Gradlyn in Zusammenarbeit mit Pawsome Pets in Dubai haben wir den Umzug recht stressfrei für alle über die Bühne gebracht. Wir haben das RundumPaket gebucht. Summer wurde bei meinen Eltern abgeholt und zum Flughafen in Frankfurt gebracht. Ebenso hat Pawsome Pets die komplette Abwicklung hier am Flughafen in Dubai und beim Zoll übernommen und Summer mitten in der Nacht, gegen 3 Uhr, bei uns am Haus abgeliefert. 

Und wenn man sich fragt, was so etwas ungefähr kostet… Ich bin ehrlich: Eine Menge Geld. Wenn man keine Transportbox hat, muss man diese auch noch besorgen, der Amtsarzt kostet, der Tierarzt… Alles in allem hat der Umzug unseres Hundes fast 3.000 EUR gekostet. Schon unglaublich. Aber er ist und bleibt ein Familienmitglied. Zum Glück musste Summer auch hier in Dubai nicht in Quarantäne. 

Anmeldung Hund in Dubai

Zur Anmeldung ist es so, dass man sich in Dubai einen Tierarzt sucht, dort mit Impfbuch vorspricht und bei jedem Tierarzt den Hund anmelden kann. Man zahlt momentan 55 AED für die Registrierung und bekommt auch eine Hundemarke, die der Hund bei Spaziergängen tragen muss. Einmal im Jahr muss die Tollwutimpfung aufgefrischt werden. Noch nicht wirklich fündig geworden bin ich bezüglich einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. Vielleicht typisch Deutsch, aber man ist es so gewohnt, immer alles abzusichern und zu versichern. Wenn ich hier eine endgültige Info und Aussage habe, werde ich dies entsprechend hier ergänzen. 

Sommer und Hundepension

Momentan liegen die Temperaturen tagsüber so bei 40-45 Grad Celsius. Nicht wirklich angenehm für Spaziergänge oder längere Aufenthalte im Freien. Summer und ich begleiten die Kinder morgens zusammen um Bus. Der Hund hat Gelegenheit seine SchnüffelZeitung zu lesen, verlässt mal das Grundstück, begegnet morgens vielen anderen Hunden. Aber sonst ist es zu heiß, um mit ihm größere Runden zu gehen. Ich habe hier mal den Tipp gelesen, dass man sich selber mal die Schuhe ausziehen und testen sollte, wie lange man barfuß auf dem Boden verharren kann. Bei diesen Temperaturen nicht lange. Somit ist es auch für den Hund eine Qual. Zum Glück haben wir ja unseren Seehund und einen Pool und können Summer am Nachmittag, wenn die Sonne tiefer am Himmel steht, im Pool bespaßen. Tagsüber wird mal im Haus das Käsesuchspiel veranstaltet, damit es etwas Abwechslung gibt. Jetzt nahen die Sommerferien und was dann??

Wir haben viel hin und her überlegt und uns für eine Hundepension entschieden. Dabei handelt es sich um eine riesengroße Firmenhalle, die komplett klimatisiert ist, super freundlich gestaltet, mit Landschaftsbildern in Übergröße an den Wänden, mit Kunstrasen, Pools, Tobefläche, einem Parkour usw. usw. Jeder Hund hat sein kleines Zimmer und jedes Zimmer kann von den Besitzern über eine App von überall per Video „überwacht“ werden. Desto größer der Hund, desto teurer natürlich auch hier die Unterbringung. Aber es gibt ein liebevolles, tiervernarrtes Team, dass sich24/7 um die Tiere kümmert. Tagsüber gibt es verschiedene Spielzeiten in verschiedenen Bereichen. 

Bei Summers erstem Aufenthalt dort konnten wir bildlich über die Kamera ihre Anspannung in den ersten Tagen spüren. Sie war überhaupt nicht entspannt und konstant angespannt, wenn sie in ihrem Zimmer war. Wir haben uns wirklich schon Gedanken gemacht. Und dann plötzlich am vierten Tag, hatte sie ihre Haltung geändert, sie legte entspannt, wie zu Hause, ihren Kopf wieder auf den Pfoten ab, flätzte seitlich, weit ausgestreckt auf ihrem Bett. Es war eine große Erleichterung für uns. 

Als wir sie abholten bestätigte das Team genau unsere Eindrücke. Sie hatten einige Mühe, Summer an die neue Umgebung zu gewöhnen und ihr klar zu machen, dass alle dort nur wollen, dass sie eine gute Zeit hat. Und das hatte sie. Wie im Kindergarten. Sie lernte mit anderen zu spielen, sie genoss den Pool und jetzt naht der Sommer und ihr Langzeitaufenthalt dort. 

Ich mache mir natürlich einige Gedanken darüber, was Summer wohl denken wird, wenn sie so lange von uns getrennt ist. Wird sie die Zeit einschätzen können? Aber ich kann die Situation nicht ändern und die Zeit bei meinen Eltern, ohne uns, bis zum Umzug war erheblich länger.  Ich bin ein absolut positiv denkender Mensch und führe mir immer wieder die Vorteile vor Augen. Sie wird den ganzen Tag in einer angenehm temperierten Umgebung verbringen, mit Menschen, die Tiere lieben, mit ihnen spielen und mit Spielgefährten, die mit ihr toben, rennen und schwimmen. Sicherlich abwechslungsreicher und schöner, als die immer weiter ansteigenden Temperaturen, die ihren Höhepunkt im Juli und August erreichen werden. 

Seit ihrem ersten Aufenthalt dort im März 2021 habe ich Summer immer wieder tageweise für einen Spieltag vom Pensionsteam abholen lassen. Schwanzwedelnd und vorfreudig ist sie jedes Mal mit dem Abholer zum Transporter gelaufen, ohne sich einmal umzudrehen. Nachmittags kam sie beflügelt und aufgeregt nach Hause. Mir war sehr wichtig, das Vertraute aufrecht zu erhalten, deshalb durfte sie regelmäßig zum Spielen. 

Günstig ist auch diese Angelegenheit nicht. Ich habe nach viel hin und her rechnen, ein großes Paket gebucht und vorab gezahlt, somit sparen wir sehr viel ein und eine Übernachtung kostet uns um die ca. 38 EUR. Essen müssen wir selber mitbringen. Da wir in Deutschland immer auf eine Privatperson vertrauen konnten, waren die Preise natürlich geringer, aber ich habe mir sagen lassen, dass ein ähnlicher Service in Deutschland auch ähnlich viel kosten würde. 

Ich bin gespannt, wie Summer den Sommer dort verkraften wird. Wir freuen uns auf jeden Fall riesig auf unser Wiedersehen Ende August.

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