Vinyl Böden ausbessern

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… gar nicht so einfach.

Durch verschiedene Umbau- und Ausbesserungsarbeiten ist leider der bestehende Vinylboden in unserem Haus an einigen Stellen beschädigt, so dass dieser dringend ausgebessert werden muss. Austauschen kommt nicht in Frage, denn dieser liegt im gesamten Wohn- und Eingangsbereich und die Treppe hinauf in das obere Stockwerk.
Leider haben die Vorbesitzer keine Informationen mehr, wo sie den Boden gekauft haben, welche Artikelnummer oder welcher Hersteller dahintersteht. So zumindest die Aussage. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf die Suche zu machen.

Dieses Projekt zieht sich nun auch schon über einige Monate hin. Aber: ich bin einen großen Schritt weiter.

Erste Versuche:
Bei den verschiedenen Handwerkern, die bei uns ein uns ausgehen, nachfragen. Erfolglos. Na gut, nicht ganz: Der Fenster und Türen-Mann hatte überraschend von einem Kollegen zwei Musterkataloge im Kofferraum mit LVT Click Planken der Firma Gerbür mit entsprechendem Kontakt des Vertreibers hier vor Ort. Somit erster Anruf bei floorworld mit anschließendem Besuch von einem Vertreter in unserem Haus. Hier lernte ich meine erste Lektion.

Erkenntnis: Wir haben Vinyl Planken zum Selberkleben und kein Klicksystem. Aha!

Also nun die neue Suche: nach Vinyl Planken zum Selberkleben, 15 cm breit mit passender Farbe. Hierzu haben wir an einer verstecken Treppe zur Garage hin, zwei Planken entfernt, die ich als Muster durch die Stadt „schleppen“ kann.

In allen möglichen Industriegebieten besuche ich Vinylbodenanbieter. Leider alle erfolglos. Entweder nur KlickSysteme oder keine Planken zum Selberkleben, sondern nur Vinylboden von der Rolle.

Was nun?

Einer der wirklich kompetenten Handwerker in unserem Haus zieht mit meinen Mustern los und er versucht sein Glück. Leider auch erfolglos.

Letzte Hoffnung: Dragon Mart.

Dies ist eine überdimensionale, 1,2 Kilometer lange überdachte Ansammlung von Verkaufsständen, die alle erdenklichen Waren anbieten, aufgeteilt in verschiedene Sektionen. Von oben, aus der Luft, betrachtet – in Form eines Drachen angelegt. Da wir hier schon einiges an Material für unser Haus gekauft haben oder haben kaufen lassen (Fliesen, Duscharmaturen, Toiletten, Waschtische usw. usw.) kenne ich mich bereits ein bisschen aus. Denn man kann sich hier auch wirklich leicht verlaufen oder gar sein Auto verlieren, wenn man nicht mehr weiß, wo man geparkt hat. Das man einen Shop wiederfindet, ohne die Google Maps Location gespeichert zu haben, ist ebenfalls fast unmöglich (zumindest für mich).

So weiß ich also, oder vermute es, wo ich meine Suche mit meinen Mustern des Vinylbodens starten muss. Anfangs finde ich nur sehr wenige Fußbodenanbieter, was mich doch sehr verwundert. Auf Nachfrage bei einer Infostelle, erfahre ich, dass ich doch tatsächlich in einer anderen Sektion als vermutet, meine Suche fortsetzten sollte.

Hier sieht es besser aus, ein Shop nach dem anderen. Ich betrete jeden und viele gar zwei Mal. Zum Glück trage ich heute einen auffälligen gestreiften Anzug und erkundige mich später bereits bei den Shopbetreibern, ob sie mich schon einmal gesehen habe, bevor ich meine Frage stelle. Denn ich bin so lange durch die endlosen verwinkelten Gänge gelaufen, dass ich gar nicht mehr abschätzen kann, wo ich schon nachgefragt habe und wo nicht. Wie ihr euch jetzt aber denken könnt, werde ich leider auch hier

nach drei Stunden herumfragen nicht fündig.

Die allgemeine Aussage: „Dies ist so ein altes Farbmuster, das gibt es nicht mehr.“ Von meinen Planken zum Selberkleben gibt es sowieso nur sehr, sehr wenige Anbieter, die meist maximal 8 verschiedene Farbvarianten zur Auswahl haben. Was nun?

Ich betrete erneut einen Shop, die mich gleich freundlich begrüßen und nachfragen, ob ich fündig geworden bin. Sehr nett. Also war ich hier schon. Ein Herr kommt zu mir und sagt: „Ich finde da was Passendes“! DREI STUNDEN SPÄTER!

Wir wälzen unzählige Musterblöcke von Vinylboden von der Rolle nach entsprechendem Farbmatch. Und werden fündig. Ich kann es nicht glauben. Die Dicke stimmt, die Farbähnlichkeit ist annehmbar und die auf die Rolle aufgedruckten Planken sind so breit, dass ich hoffe, dass mein Bodenverleger somit aus dieser Rolle nun die entsprechenden Planken herausschneiden kann.

Ich kaufe eine Rolle von 4×4 m und diese wird mir zwei Tage später nach Hause geliefert.

In zwei Tagen beginnen die Flickarbeiten. Ich bin gespannt, ob mein Plan aufgeht. Und wir hinterher einen makellosen Boden haben werden.
Ich werde berichten.  

Kein KaltDuscher

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Noch ein bisschen was aus dem Leben. Heute eine eventuell bisschen verwirrende Geschichte. Ich hoffe, ihr könnt mir folgen…

Wir sind ja nun noch kein Jahr in unserem Haus, somit habe ich noch keinen kompletten Sommer hier erlebt. Wir sind gerade in den SommerAnfängen, aber es scheint die gleiche Situation im neuen Haus zu sein, wie im alten. Und davon möchte ich euch erzählen.

Es fängt diese Zeit an, in der wir, fast kein warmes Wasser mehr aus der Leitung bekommen, nur noch heißes. Also KALTES Wasser aus dem Hahn, schon ein paar Tage gar nicht mehr machbar.

Somit dusche ich gerade noch auf der vollen KaltStellung, um eine einigermaßen erträglich Duschtemperatur zu erzielen. Nur mal so für Euch: Einen Pool habe ich am liebsten so um die 30 bis 32 Grad. Das sind meine Temperaturen. Ich könnt euch also vorstellen, dass ich wahrlich KEIN Kaltduscher sein werde.

Jetzt kommt bald die Zeit, in der wir die Heißwasserbereiter/Boiler, die in jedem Raum, der Wasser liefert, in der Zwischendecke hängen, ausschalten werden. Denn so können wir dann, dass über die nächsten Wochen immer heißer werdende Wasser aus der Leitung, mit dem kalten Wasser aus dem kleinen Wassertank in der Zwischendecke auf eine angenehme Temperatur mischen. Wie das geht und was ich hier für wirres Zeug erzähle? Da wir im Haus mittlerweile sehr oft nur noch mit Klimaanlage leben, sind die Räume angenehm gekühlt und somit zieht diese Kühle auch in die Zwischendecken hinein, in denen die Heißwasserbereiter hängen. Wenn wir also die Heizfunktion der Tanks ausschalten, wird durch die Klimaanlagen auch das Wasser gekühlt. So dass wir dann das heiße Wasser aus der Leitung mit dem gekühlten Wasser aus dem Heißwasserbereiter auf eine perfekte Duschtemperatur mischen können.

Jetzt habe ich da nur eine verwirrende Frage im Kopf, die mich beschäftigt…?

Wir lassen gerade einen Solar-betriebenen Wassertank auf dem Dach installieren, der uns in Zukunft umweltfreundlich das heiße Wasser bereiten soll, welches durch neu verlegte Wasserleiten in den Zwischendecken zu den Nassräumen geführt wird. Die vielen kleinen (etwa 20-30 Liter fassenden) Heißwasserbereiter werden dann stillgelegt und entleert.

Nun mein Bedenken: wie bekomme ich dann angenehme Wassertemperaturen gemischt, wenn sowohl das Wasser aus der Leitung, als auch das Wasser aus dem neuen Tank ständig „überhitzt“ ist…?

Gute Frage, oder? Ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten, wenn der Sommer sich noch weiter sommerlich verstärkt hat.

Wasser Durchbruch

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Was für ein Start in den Tag…

Wir haben Besuch aus Deutschland und es herrscht reges Treiben im Hause mit vier Personen mehr. Der Alltag plätschert trotzdem nebenbei dahin und nebenbei plätscherte heute dann noch plötzlich das Wasser durch die Decke. Zum großen Glück befindet sich das Leck im Heißwassertank im sogenannten „Maids Quarter“, einem kleinen, meiner Meinung nach oft einfachem, um nicht zu sagen schäbigem Raum mit eigenem Bad. Eigentlich bestimmt für eine Live-in Maid, also eine „Putzfrau“, die bei einem wohnt. Die Dame macht neben dem ganzen Haushalt auch noch hin und wieder das Essen für die Kinder oder ähnliches. Wenn man eine Maid anstellt, unterstützt man damit häufig eine ganze Familie oder einen Familienclan, die/der vielleicht irgendwo in einem asiatischen oder afrikanischen Land auf diese Unterstützung angewiesen ist/sind. Man hat ein unbeschwertes Leben, weil immer eine gute Fee um einen herum zaubert, Wäsche wäscht, bügelt, aufräumt, putzt, abwäscht, saugt, staubwischt usw usw usw.

Aber erstmal zurück zum Maids Quarter – Dieses liegt meist hinter der Küche, in der Nähe der Anschlüsse für die Waschmaschine. Wir nutzen diesen Raum als Abstellraum für Staubsauger, Hundeverpflegungsstation, Vorratsraum und ähnliches, denn einen Abstellraum oder Keller gibt es meist in den Häusern nicht. Heute Morgen also möchte unser Besuch in der Küche etwas Frühstücken und wird beim Betreten mit nassen Füßen überrascht. Nach einem kurzen Aufschrei, eile ich herbei und weiß sofort, was hier Sache ist. Ich mache eine Kehrtwende und flitze in den Garten, um die Booster Pump auszuschalten. Damit wird sofort der weitere Wasserzulauf ins Haus gestoppt, was aber nicht bedeutet, dass der Wasserfall von der Decke stoppt. Denn der fünfzig Liter Tank, über meinem Kopf in der Decke versteckt, möchte oder muss sich erst vollständig entleeren. Nebenbei rufe ich direkt den „Hausmeisterservice“ an und melde unseren Notfall. 
Zum Glück haben wir Besuch und ich bin nicht alleine zu Hause. Ich versuche so viel wie möglich vom Boden in höhere Lagen zu bringen, was vom Wasser durchweicht werden kann, was natürlich nicht für Schrank, Bett oder ähnliches möglich ist… Eine große Erleichterung bieten die, in jedem Raum mit Wasseranschluss, in den Boden eingelassenen Bodenabläufe. Sicher schon dafür gedacht, in diesen Notfällen helfend zur Seite zu stehen. Nicht, dass das Wasser alleine seinen Weg dort hineinfinden würde, aber mit Hilfe eines Bodenabziehers (leider nur einer), einem großem Küchenbrett und jeder Menge Handtücher wischen wir von allen Ecken das Wasser zum Ablauf hin. Hauptsache von den Schränken weg. Der Schweiß läuft so ausdauernd wie das Wasser von der Decke. Tom hält einen Eimer unter die größte Flut, um die weitere Wasserzufuhr zu stoppen. Wahnsinn, wieviel 50 Liter sein können… 

Wassertank in der Decke fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere? Ich kann nur sagen, dass wir dieses System auch aus Südafrika kennen und dort auch einmal einen ähnlichen Fall hatten. Damals zum Glück einen Abend bevor wir am nächsten Tag auf einen dreiwöchigen Roadtrip aufgebrochen sind.

Über jedem Zimmer, dass einen Warmwasseranschluss hat, befindet sich solch ein Behälter in Dubai in der Decke, die Größe natürlich unterschiedlich. Wie ein Boiler, die es früher in Deutschland in älteren Wohnungen oder Häusern gab. Für diese Heißwasserbereiter gibt es neben den Lichtschaltern einen weiteren Schalter, an dem man den Heizvorgang starten kann oder permanent anlässt, in Bädern, die regelmäßig genutzt werden. (Tipp: Um Strom zu sparen, schalten wir den Heizvorgang aller Tanks im Haus vor einem Urlaub immer aus.)

Wir warten etwa zwei Stunden auf das Serviceteam. Der Wassertank ist komplett entleert, alle Böden so weit wie möglich von der Flut bereinigt, alle Fenster und Türen weit geöffnet, damit die gefühlt 45 Grad warme Sommerhitze noch den Rest austrocknet. Wir hocken uns mit einem kalten Kaffee und einer Dose Prosecco (die die Freundin aus Deutschland mitgebracht hat) um 9:45 Uhr fix und fertig an den Esstisch und beruhigen unsere aufgekratzten Nerven. Alles wieder unter Kontrolle, tolles Gefühl. Zwar kein Wasser mehr im Haus, denn der Haupthahn ist zu und ein riesen Chaos um uns herum, Dank all der im Haus verteilten Gegenstände aus der Abstellkammer. Und ich denke jeder weiß, wieviel man in so einer Kammer an Krims und Kram einlagern kann…

Die Besucherkinder haben wahre Freude daran, Wassereimer vom Pool durchs Haus zu tragen, um Toiletten zu spülen. Und statt Händewaschen ist glücklicherweise im Jahre 2021 jeder Haushalt mit ausreichend Desinfektionsmittel ausgestattet. 

Das Service Team mit schlechtem Englisch kommt und sucht auf dem Boden umher. Ich wundere mich. Aber klar, vor ein paar Monaten hatten wir einen Wassereinbruch durch einen der Bodenabläufe. Hatte ich schon völlig vergessen. Von außen hatten Blätter und Dreck irgendeine Blockade verursacht. Damals zum Glück nur im kleinen Räumchen für Waschmaschine und Trockner, somit hatte sich das Wasser nicht ganz soweit im Erdgeschoss verteilt. 
Immer wieder weise ich nach oben, bis sie endlich verstehen, dass das Wasser dieses Mal nicht von unten, sondern von oben kommt (obwohl ich das am Telefon klar und deutlich mitgeteilt hatte). Irgendwie legen sie den Tank vorerst still, so dass wir den Haupthahn wieder öffnen können. Einen neuen Tank haben sie natürlich nicht dabei. 

Und was soll ich sagen, heute ein Tag später, kommt Wasser aus der Decke in der Küche. Zum Glück nur tröpfelnd. Ich habe direkt eine Wäschewanne darunter gestellt und sitze hier und warte mal wieder auf den Service… Sicher ist, dass ich diesen Tank auf alle Fälle auch austauschen lassen werde. Denn was jetzt nur tröpfelt, wird spätestens in den nächsten Tagen mindestens 50 Liter Wasser in unsere Küche ergießen. Und ebenso sicher ist, dass heute oder morgen alle restlichen Heißwassertanks (Geyser oder Hotwatertank genannt) unter meiner Aufsicht ebenfalls überprüft werden. Sehe ich Rost – raus damit. 

Tipp: Sofort bei Einzug jedem Familienmitglied zeigen, wo der Hauptschalter der Booster Pump, sitzt. Denn dieser magische Schalter ist die Rettung im Wasser Notfall. 

DANKE: An meine Freundin Lisa, die mir sofort nach Einzug in unser Haus genau diesen Schalter gezeigt hat mit den Worten: „Der ist ganz wichtig, den wirst Du sicher nicht nur einmal brauchen.“

EntdeckerGlück? Ich finde, man lernt etwas für´s Leben, über die Gegebenheiten in anderen Ländern. Mich freut das MehrWissen. Auch HorizontErweiterung…