Regen = schulfrei.

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Aus aktuellem Anlass

möchte ich heute endlich mal wieder einen Blogbeitrag verfassen.

Wir sind gerade von einer dreiwöchigen Osterferienreise zurückgekommen. Heute, Montag, der erste Schultag. Heute Mittag 14 Uhr die Email der Schule, das morgen wegen angekündigtem Starkregen die Schule geschlossen bleibt und Fernunterricht stattfinden wird.

Jetzt fragt man sich, vielleicht warum?

Grund ist nicht unbedingt nur, dass die Schule, wie viele… oder sollte ich besser sagen, wie die meisten Häuser hier, eventuell UNDICHT ist, sondern einfach die Lage auf den Straßen. Es regnet ja nicht wirklich häufig, wobei sich hier auch stetig die Regentage pro Jahr seit wir 2020 hergezogen sind, erhöht haben. Am Anfang habe ich noch lustige Karten gekauft mit einem Spruch: Keep Calm – it never rains. Mittlerweile habe ich diese vom Kühlschrank entfernt, zu groß doch irgendwie der Hohn, wenn es dann doch regnet.
Also zu den Straßen, diese verwandeln sich in große Wasserlandschaften. Anwohner fahren SUP oder Schlauchboot in den Straßen, 6- oder 8-spurige Straßen sind eventuell gar nicht mehr oder nur einspurig befahrbar. Große Wasserwagen pumpen das Wasser an kritischen Stellen recht schnell ab, aber gerade der Schulweg von vielen unterschiedlichen Richtungen mit dem Schulbus oder dem Auto kann dann kritisch werden oder sich einfach sehr krass in die Länge ziehen, so dass an solch heftigen Regentagen die Schule zur Sicherheit aller geschlossen bleibt.

Beim letzten Regen vor etwa 6 Wochen in den frühen Morgenstunden des Samstags, bin ich später aufgestanden als unser Sohn. Der Liebe, bereits sehr Dubai-Regen-erfahren, hatte sofort nach Aufstehen die Wasserlage im Haus gecheckt und entsprechend an den bekannten undichten Stelen Handtücher und Schüsseln aufgestellt. Gleich noch einen neue undichte Stelle ausgemacht und auch diese entsprechend „behandelt“: Wand vom Regal und Handtücher hin. Und das, obwohl wir sehr viel Geld in die Abdichtung des Daches gesteckt hatten. Hier laufen jetzt erneut (!) die Garantie-Arbeiten an. Bin gespannt, ob die „Ausbesserungen“ helfen. Eventuell kommt heute Nacht die große Probe. Wir werden sehen.

Morgen sind die Kinder auf jeden Fall wieder sicher zu Hause, können dann Wasserschadenbekämpfung mit mir gemeinsam machen.

Sicher gut zu wissen für Familien, wo eventuell beide Partner überlegen hier zu arbeiten. Mit unerwarteten Schulschließungen muss gerade in den „Winter“-Monaten immer mal wieder gerechnet werden.

Rain Room

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Sharjah.

Als ich meiner Freundin aus Deutschland erzählte, dass ich nach dem Wüstencamp noch einen Abstecher in den Regenraum nach Sharjah geplant hatte, war da erstmal keine Vorfreude. Unfassbare Blicke trafen mich. Wir haben viel über den Plan gelacht und gewitzelt, aber natürlich ging es nach der Wüste in den Regen.

Schließlich hatten meine Kinder Ferien und die sollten schon noch was Neues erleben und sehen. Und das wollte ich auch. Also auf nach Sharjah, wo ich vorher noch nie war. Die Stadt empfing uns mit prächtigen Bauten entlang großer, breiter, imposanter Straßen. Wow. Der Regenraum dann eher in einem normaleren Stadtgebiet, direkt davor ein großer, eingezäunter Park. Der Beton-Kubus steht auf einer Art Insel zwischen den Straßen. Wir zahlen Eintritt 25 AED für Erwachsene und 15 AED pro Kind für etwa 20 Minuten. Durch hohe, schmale Betongassen führt uns ein freundlicher Mitarbeiter zu besagtem Regenraum und erklärt uns dort, wie wir nicht nass werden. Langsam bewegen, nie zu dicht nebeneinander laufen. Wir haben großes Glück, dass wir zu Beginn ein paar Minuten alleine im Regen stehen dürfen. Denn eine weitere Mutter mit zwei Kindern kommt erst später zu uns.

Auch meine Freundin muss zugeben, dass es wirklich eine spaßige Angelegenheit ist. Der Raum ist schwarz, fast ganz dunkel, nur ein grelles, weißes Licht am Ende strahlt den Regen von der Seite an. SchwarzWeiß. Es sieht toll aus. Wir testen den Regen, lachen, fotografieren und natürlich trifft uns der ein oder andere Tropfen, wenn wir uns falsch bewegen, aber wir werden nicht nass, obwohl wir durch den Regen laufen. Wirklich cool.

Die Kinder übertreiben es natürlich…

Irgendwann ist unsere Zeit um, denn eine nächste, wirklich große Gruppe, wartet auf ihren Regengang. Wir hatten wirklich Glück, dass wir so eine kleine Gruppe erwischt haben.

Kurzweilige, tolle Sache – auf jeden Fall empfehlenswert. Auch meine wirklich skeptische Freundin aus Deutschland war dann doch begeistert vom Regen in Sharjah…

Da draußen 38 Grad im Schatten auf uns warten, dass Auto in der Sonne geparkt hat, ist es fast ein Vorteil, dass die Kinder so nass sind 😉

Aber da die beiden auch schon nass sind, vielleicht noch kurz ans Meer…

Regentage Dubai

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Wassereinbruch – überdurchschnittlicher Durchschnitt

Also wenn man mal so im Internet stöbert, wie viele Tage es durchschnittlich in den UAE regnet, dann findet man einen Wert von 0,8 Tage pro Monat.

Das Jahr 2022 erscheint mir persönlich somit bereits jetzt als das regenreichste Jahr, drinnen wie draußen. Am 31. Dezember fing alles an. Immer wieder Regen über den Tag verteilt. Irgendwann solch heftige Regenschauer, dass wir sämtliche Polster unserer Außenmöbel sogar von der überdachten Terrasse entfernen und ins Haus schleppen müssen. Das Wohnzimmer wird zu einem ungemütlichen Matratzenlager, fast wie diese chaotischen „Kissenecken“ in den 80ern. Super nervig. Zudem haben wir genau zu dieser Zeit noch Besuch von Freunden aus Deutschland. Ein Pärchen mit einem sechs Monate alten Baby, das zum Glück noch nicht in der Lage ist, sich von der Stelle zu bewegen, denn sonst wäre das heillose Chaos im Chaos noch von Babyaktivitäten getoppt worden. Da es im Jahre 2021 eigentlich kein einziges Mal geregnet hat, muss also schnell noch die Quote erfüllt werden. Schön. Da Statistiken im Internet auch meinen, dass es meist zwei Tage im Jahre regnet, fehlt also aus 2021 ein Tag. Dieser wird wohl gleich am 1. Januar nachgeholt. Und im direkten Anschluss, am 2. und am 3. werden wohl gleich noch die Tage von 2022 angehängt.

Für unser neu erworbenes Eigenheim ist es leider auch die erste Bewährungsprobe… durchgefallen, würde ich da mal zusammenfassen. Bereits am Silvestertag gesellen sich zu Kissen und Polstertürmen im Wohnbereich noch unzählige Eimer und Handtücher im gesamten Haus verteilt. Was mit leichten Rinnsalen im Treppenhaus von der Decke startet, steigert sich zu kleinen, stetigen Wasserfällen über die ganze Nacht. Aus der Decke über dem bedachten Bereich der Haustür ist der Wasserfall Niagarafall-mäßig unterwegs… Das kleine Flachdach, welches wir über das kleine Badfenster unserer Tochter erreichen können, hat sich in einen privaten SonderPool verwandelt. Zuerst steigt unsere 11-jährige Tochter durch das Fenster gräbt und fühlt im DRECK nach dem eventuell vorhandenen Abfluss, der aber wenn vorhanden, definitiv verstopft ist. Auf dem Nachbardach kommunizieren wir mit unseren Nachbarn, die ebenfalls mit exakt gleicher Überschwemmungssituation zu kämpfen haben. Erst als mein Mann sich zirkusfähig durch das kleine Fenster schlängelt, bessert sich langsam die Situation. Mit Eimern schöpfen wir im Team (er außen, ich innen) das Wasser nun vom Dach in die Toilette unserer Tochter. Nachdem ich doch anfange, mir Gedanken zu machen, dass bei den vielen Steinen, die mit reingereicht werden, eventuell bald auch noch die Toilette verstopft und überschwemmt, kommt das Küchensieb in der Toilettenbrille zum Einsatz und so filtern das Regenwasser steinfrei. Was für eine Aktion, was für eine Sauerrei…

Am Ende der Straße läuft derweil weiteren Nachbarn die Garage voll Wasser. Dessen ebenfalls 11-jährige Sohn steht knietief in der Garage im Wasser und verkündet, dass es sogar bis in Haus läuft. Leider ist die Straße zu deren Haus hin sehr abschüssig. Da geht es uns ja noch recht gut.

Das war unser Ende 2021 und unser Start 2022. Nebenbei hatten wir aber super schöne Tage auf der Expo, tolle Stunden mit tollen Freunden, ein super harmonisches Silvester mit mehreren Feuerwerken, die wir von unserer Dachterrasse (Klimaanlagen-Außenstelle) aus genießen durften. Ab 19 Uhr gibt es stündlich ein Feuerwerk im Global Village Vergnügungspark und um Mitternacht konnten wir sogar recht gut das Feuerwerk rund um den Burj Khalifa sehen. Selbst den Abschluss des Expo Feuerwerks haben wir noch auch weiter Ferne verfolgen können.

Toller Start also, neben dem ständigen Trocknen und/oder Austauschen der Handtücher, Eimern leeren, neuen Eimer an neuen undichten Stellen platzieren und ständig auf der Hut sein, dass es weitere Wassereinbrüche gibt. Es folgten Absprachen über Verbesserungsmöglichkeiten mit den Handwerkern und darauf Taten.

Noch sind viele Zimmerdecken braun-gelblich eingefärbt vom eindringenden Wasser, aber da warten wir mal mit den anstehenden Malerarbeiten, bis dann wirklich die Regenzeit 2022 überstanden ist.

Denn gestern war Tag 4 im Monat Januar, der durchschnittlich 0,8 Tage Regen….

Beruhigend war, dass auch im „fancy-schmancy“ Trump Golf Club am Neujahrstag, die gleiche Eimer-Tücher Situation herrschte, wie bei uns zu Hause 😉