Door County

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– im Norden Wisconsins.

Zum Indian Summer fahren wir in den Norden Wisconsins, in eine Region, die sich Door County nennt. Man fährt von Milwaukee etwa 2,5 bis 3 Stunden – etwa 260 km. Door County liegt auf einer langgezogenen Landzunge, die weit in den Lake Michigan hineinragt und sich über eine Länge von etwa 140 km erstreckt.

Früh machen wir uns auf den Weg. Von Milwaukee kommend passiert man die Orte mit dem Namen New Holstein, Kiel, Denmark, Luxemburg und Brussels…

Unser erster Anlaufpunkt ist der Miniort mit vielleicht 1000 Einwohnern – Baileys Harbor. Der Ort liegt an der Ostküste von Door County, sozusagen zum offenen See hin. Am Hafenufer sitzen Fischer und hoffen auf ihr Glück. Es liegt ein rotes Boot mit der Aufschrift Stephan Masher – Roes Salvage Co – Sturgeon Bay – Door County im Hafen. Es ist ein wunderschöner Anblick. Das Herbstlicht mit dem strahlend roten Boot. Sehr beschaulich. Die Szenerie erinnert mich sehr an eine Reise nach Nova Scotia in Canada, an den Ort Lunenburg, wo ich damals ein ähnliches Foto gemacht habe.

Die Weiterfahrt bringt uns ins noch beschaulichere Egg Harbor. Etwa 20 Minuten Fahrzeit benötigen wir für die Fahrt von der Ostküste von Door County an die Westküste, an der Egg Harbor liegt. Der Ort hat nur noch etwa 200 Einwohner. Am Hafen steht ein kleines hölzernes Haus halb auf Stelzen mit der für Amerika so typischen überdachten Holzterrasse, der Porch, mit der Aufschrift Harbor Master. Davor wehen die Stars and Strips im Wind. Auf einer Bank sitzt ein älteres Ehepaar und schaut auf den See, der in der Morgensonne noch dunkel erscheint und das Sonnenlicht 1000 glitzernde Diamanten darauf zaubert. Im Shipwrecked Brew Pub & Restaurant gönnen wir uns eine Bierverkostung und ein paar Snacks. Ein wirklich pittoreskes Örtchen.

Wir fahren anschließend noch knapp sieben Kilometer weiter nach Norden, unser Ziel für heute: Fish Creek. Denn hier haben wir für den frühen Abend ein „Fish Boil“ gebucht. Absolutes Highlight in Door County und ein Muss. Nicht zu verwechseln mit dem ebenso für Wisconsin üblichen „Fish Fry“, dass jeden Freitag in VIELEN Lokalitäten angeboten wird (panierter, frittierter Fisch mit Pommes und einer oft hausgemachten Remoulade).

Das „Fish Boil“ in Door County ist ein weit größeres Ereignis. Es gibt verschiedene Restaurants oder Familien, die diese traditionelle Art der Fisch-Zubereitung anbieten. Wir landen in einem sehr familiären Umfeld, bei „Pelletiers“. Herrlich. Über offenem Feuer wird der frische Fang des Tages zubereitet, aber nicht nur der, es werden auch Kartoffeln und Zwiebeln gereicht.

Der Fisch wird in kleine Stücke geschnitten und kommt in eine Art großen „Frittierkorb“. Zwiebeln und den Kartoffeln kommen meist in einen separaten Korbeinsatz, da diese etwas länger garen müssen. Über einer großen Feuerstelle wird in einem großen Topf sehr stark gesalzenes Wasser zum Kochen gebracht. Sobald es kocht, wird der Korb (oder die Körbe) in das kochende Wasser eingesetzt. Die Gäste stehen um das Feuer herum und schauen gespannt dem Spektakel zu. Der FeuerKoch erzählt die Geschichte des Fish Boil. Eine tolle Atmosphäre. Dann müssen alle einen Schritt zurücktreten. Der Feuerteufel gibt einen Schuss Petroleum in die Flamen und diese schießen noch einmal richtig in die Höhe und bringen das Wasser im Topf zum Überkochen. Dabei quillt natürlich auch die Schaumschicht mit dem ausgetretenen Fischöl über den Rand und feuert die Flammen gleich noch mehr an. Und dann ist es fertig, unser Essen. Der Essraum erinnert mehr an ein Wohnzimmer als an ein Restaurant. Wir bekommen zum Fisch die Kartoffeln und Zwiebeln gereicht und auch noch ein wenig hausgemachten Krautsalat. Was für ein Festmahl.

Ein super Erlebnis, die Klamotten reif für die Wäsche. Räucherkammer oder Lagerfeuer – Duft.

Nach einer guten Nacht nach all der frischen Luft und den vielen Eindrücken machen wir uns heute auf den Weg zur Fähre, die uns ganz am oberen Zipfel von Door County auf die noch weiter nördlich vorgelagerte Insel „Washington Island“ bringt. Dort wollen wir Radfahren und die Insel erkunden. Von Northport setzen wir über. Nach etwa einer halben Stunde sind wir im Inselglück. Die Insel hat etwa 700 Einwohner und eine Größe von 8 auf 10 km. Perfekte Größe, um sie mit Fahrrädern zu erkunden und das tun wir. Wir bekommen an der Vermietstation eine Karte ausgehändigt (Erinnerung: back in 2005, da war man noch nicht mit Smartphone ausgestattet, mit jeglichem Kartenmaterial online verfügbar unterwegs…)  Es sind kaum Autos unterwegs und somit ist es nicht weiter schlimm, dass wir immer auf der Straße fahren. Wir kommen immer wieder an Stellen, wo wir einen Blick auf das Meer erhaschen können. Leider funktioniert bei meinem Fahrrad, wie sich später herausstellen wird, die Gangschaltung nicht. Aber die Erhebungen sind nicht allzu steil und es geht schon… Unser Ziel ist der für die Insel bekannte „Schoolhouse Beach“, an einer wunderschönen Bucht mit seinen weißen, strahlenden Steinen, ganz im Norden der Insel. Wir sind die einzigen Besucher an dem Morgen. Der Anblick ist traumhaft. Leider haben wir den großen Fehler gemacht und keine Getränke mitgenommen. Wir hatten gehofft, irgendwo vielleicht einkehren zu können. Aber leider werden wir nicht fündig. Wir radeln trotzdem noch durstig weiter zum Mountain Park Lookout Tower, besteigen ihn auch noch mit trockenen Kehlen. Die Aussicht von hier oben lenkt kurz unsere Aufmerksamkeit auf den Durst ab. Auf einer Bank sitzen wir und schauen in das weite Grün um uns herum.

Erst 4,5 km weiter erreichen wir den rettenden Manns´s Store mit dem vielversprechenden Schild „Serving the Island since 1903“. Kühle Getränke. Wie man sich doch über Kleinigkeiten freuen kann.

Weiter geht es zurück zum Hafen, Räder wieder abgeben und rauf auf die Fähre.

Es war ein toller Morgen auf einer idyllischen Insel. Haben wir einen weißen Stein vom Schoolhouse Beach in der Tasche…?

Zurück auf dem Festland begeben wir uns noch auf eine kleine Leuchtturm Tour. Erster Stopp der „Cana Island Lighthouse“, an der Ostküste von Door County, in der Nähe von Baileys Harbor.

Immer an der Küste entlang fahren wir weiter Richtung Süden. Nach etwa 32 km erreichen wir den Cave Point County Park. Der buntgefärbte Laubwald auf schroffen Felsen am Ufer des Lake Michigan ist der Einstieg zum Indian Summer Feeling. Erneut wunderschön. Ein kleiner Spaziergang entlang der Küste bringt uns zum angrenzenden Whitefish Dunes State Park. Hier das krasse Gegenteil zu der schroffen Felsküste: Sanddünen. Über hölzerne Treppen gelangen wir an einen weiten, feinen Sandstrand am Lake Michigan.

Das alles in unserer damaligen Heimat: Wisconsin.

Am Strand kommen wir mit einem netten Herrn mit Hund ins Gespräch. Er empfiehlt uns noch einen besonders schönen Leuchtturm.

Entlang der Küste geht es weiter nach Süden. Nächster Stopp: der wunderschöne, rote Leuchtturm von Sturgeon Bay. Über einen langen geschaffenen Betonsteg geht es weit aufs Wasser hinaus. Wir laufen bis zum Ende, aber den Leuchtturm direkt können wir nicht erreichen. Er ist einzig für den Leuchtturmwärter über einen auf einer höheren Ebene gelegenen Steg erreichtbar, denn er liegt auf einer kleinen geschaffenen Insel wenige Meter vor uns im Meer: der Sturgeon Bay Ship Canal Pierhead Lighthouse. So schön, wie der Anblick des roten Bootes in Baileys Harbor, mit der Aufschrift Stephan Masher – Roes Salvage Co – Sturgeon Bay. Denn wie ich später nachlese, hatte die Firma, eines eingewanderten Norwegers, der eine Schiffsflotte auf dem Lake Michigan betrieb zur Verschiffung von Fracht, zum Transport von Holz oder auch Rettungsschiffe in Sturgeon Bay seinen Firmensitz. Der Herr Roes.

Einige Fotos später treten wir den Rückweg an und haben gleich den Blick auf den nächsten Leuchtturm: der Sturgeon Bay Canal Leuchtturm. Dieser liegt am Ende des Steges auf dem Festland und markiert dort noch einmal die Einfahrt in den Kanal der zur Bucht von Sturgeon Bay führt.

In Sturgeon Bay überqueren wir die Brücke, die uns endgültig zurück aufs Festland von Door County führt.

Aber der ganzen Sehenswürdigkeiten noch nicht genug. Etwa 40 km weiter südlich in Algoma, kurz vor „Alaska“, besuchen wir noch die „von Stiehl Winery“. Wir bekommen eine kleine Führung, bestaunen den „Gewurztraminer“ und in Gips-Verbände eingepackte Kirschweine. Mit ein paar Erinnerungsflaschen im Gepäck machen wir uns dann auf den Rückweg.

Was für ein beeindruckendes, abwechslungsreiches Wochenende. WOW.

Ikea.

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Ja, es gibt natürlich auch in Dubai Ikea. Ich habe morgens online eine Bestellung inkl. Lieferung aufgegeben. Beim Abschluss konnte ich den Anlieferungstermin wählen. Früheste mögliche Anlieferung am gleichen Tag zwischen 15 und 22 Uhr. Gebucht.

Abends um 19 Uhr hatte ich dann über Zoom Elternversammlung der Schule und alleine aus diesem Grund war ich um 22 Uhr noch wach, mein Handy noch an, als das Telefon klingelte. Meine Ikea Lieferung ist jetzt in meiner Nähe, ich soll mich bereithalten. (Denn eigentlich liege ich unter der Woche spätestens um 21:45 Uhr im Bett). Ikea? Das hatte ich ja überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Um 22:10 Uhr klingelt es dann und meine Lieferung ist da.

Man könnte jetzt meinen, dass wäre eine absolute Ausnahme. ABER ich habe schon im November 2021 eine Bestellung inklusive Lieferung und Aufbau bei Ikea platziert. Auch hier der Vermerk: Anlieferung zwischen 15 und 22 Uhr. Damals klingelte um 21:30 Uhr das Aufbauteam mit meiner Lieferung. 4x musste nun der Ingolf (Barhocker) aufgebaut werden. Ich auf dem Sofa, auch weit über meine eigentliche Bettzeit hinaus, bis irgendwann in der Nacht meine vier Ingolfs an der KüchenInsel standen.

Das nächste Mal sollte ich unbedingt noch mal checken, ob man vielleicht auch eine Anlieferung zwischen 6 und 15 Uhr wählen kann. Das wäre dann doch eher meine Zeit unter der Woche.
Augen auf bei der Ikea Bestellung.

Noch eine Ikea-Anekdote: Im alten Haus habe ich schon einmal eine Kücheninsel ebenfalls mit zwei Ingolfs bestellt, inklusive Aufbau. Die zwei Aufbauhelden kamen schön angenehm am Nachmittag. Die Arbeit startete und ich habe mich doch sehr gewundert, dass die Insel, irgendwie nicht die Form annahm, die sie hätte annehmen sollen. Auf der einen Seite sollten die beiden Ingolfs Platz zum Sitzen bieten, während auf der anderen Seite zwei Regalbretter Platz für Töpfe, Teller oder ähnliches bieten sollten. Das ganze Konstrukt sah sehr seltsam aus. Somit musste ich mit einspringen. Die Zeichnung ignorierten die beiden Aufbauer vollkommen, ebenso die Aufbauanleitung. Ich habe dann ein Foto der Insel im online Katalog rausgegraben und immer wieder versucht vorzumachen, dass ich mit dem Ingolf an der Insel sitzen möchte, hierfür aber kein Platz ist, denn da wo wir zwei sitzen wollten, war einfach eine Wand, die Wand, die die Insel mittig in zwei Teile hätte teilen sollen. Und schneller als man schaut, war ich nicht Teil des Aufbauteams, sondern wir bildeten ein neues UmbauTeam. Und wir haben es geschafft.

Mittlerweile ist die alte KüchenInsel mit Ingolf ins Zimmer unserer Tochter umgezogen und zum Mal- und Schreibtisch umfunktioniert.

Was habt ihr für Erfahrungen bei Ikea Lieferungen gemacht?

Cedarburg.

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Cedarburg ist eine Kleinstadt am Cedar Creek gelegen, in Ozaukee County im Bundesstaat Wisconsin mit etwa 11.000 Einwohner. Besonders bekannt und oft besucht ist die Stadt wegen ihres wunderschönen, gepflegten historischen Stadtkerns, mit kleinen, feinen Shops, einladenden Cafés und Restaurants, Kunstgallerien und Museen und einfach besonders viel Charme.

Der Ort liegt etwa 20 Meilen/32 km nördlich von Milwaukee am Cedar Creek mit einer wunderschönen überdachten Holzbrücke, ein bisschen wie aus dem Film „Die Brücken am Fluss“. Sehr idyllisch.

Ich liebte es durch die Antik Geschäfte zu Bummeln. Noch heute ist ein alter Koffer bei uns, den wir damals dort gekauft haben. In meiner Lieblingsfarbe Grün, ist dieser schon weitgereist mit uns von USA, über Südafrika und Deutschland nach Dubai. Nie im Gepäck natürlich, sondern immer im Container.

Zu Halloween z.B. ist der Ort wunderschön geschmückt.

Immer einen Abstecher wert, kann ich nur empfehlen.

Kein KaltDuscher

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Noch ein bisschen was aus dem Leben. Heute eine eventuell bisschen verwirrende Geschichte. Ich hoffe, ihr könnt mir folgen…

Wir sind ja nun noch kein Jahr in unserem Haus, somit habe ich noch keinen kompletten Sommer hier erlebt. Wir sind gerade in den SommerAnfängen, aber es scheint die gleiche Situation im neuen Haus zu sein, wie im alten. Und davon möchte ich euch erzählen.

Es fängt diese Zeit an, in der wir, fast kein warmes Wasser mehr aus der Leitung bekommen, nur noch heißes. Also KALTES Wasser aus dem Hahn, schon ein paar Tage gar nicht mehr machbar.

Somit dusche ich gerade noch auf der vollen KaltStellung, um eine einigermaßen erträglich Duschtemperatur zu erzielen. Nur mal so für Euch: Einen Pool habe ich am liebsten so um die 30 bis 32 Grad. Das sind meine Temperaturen. Ich könnt euch also vorstellen, dass ich wahrlich KEIN Kaltduscher sein werde.

Jetzt kommt bald die Zeit, in der wir die Heißwasserbereiter/Boiler, die in jedem Raum, der Wasser liefert, in der Zwischendecke hängen, ausschalten werden. Denn so können wir dann, dass über die nächsten Wochen immer heißer werdende Wasser aus der Leitung, mit dem kalten Wasser aus dem kleinen Wassertank in der Zwischendecke auf eine angenehme Temperatur mischen. Wie das geht und was ich hier für wirres Zeug erzähle? Da wir im Haus mittlerweile sehr oft nur noch mit Klimaanlage leben, sind die Räume angenehm gekühlt und somit zieht diese Kühle auch in die Zwischendecken hinein, in denen die Heißwasserbereiter hängen. Wenn wir also die Heizfunktion der Tanks ausschalten, wird durch die Klimaanlagen auch das Wasser gekühlt. So dass wir dann das heiße Wasser aus der Leitung mit dem gekühlten Wasser aus dem Heißwasserbereiter auf eine perfekte Duschtemperatur mischen können.

Jetzt habe ich da nur eine verwirrende Frage im Kopf, die mich beschäftigt…?

Wir lassen gerade einen Solar-betriebenen Wassertank auf dem Dach installieren, der uns in Zukunft umweltfreundlich das heiße Wasser bereiten soll, welches durch neu verlegte Wasserleiten in den Zwischendecken zu den Nassräumen geführt wird. Die vielen kleinen (etwa 20-30 Liter fassenden) Heißwasserbereiter werden dann stillgelegt und entleert.

Nun mein Bedenken: wie bekomme ich dann angenehme Wassertemperaturen gemischt, wenn sowohl das Wasser aus der Leitung, als auch das Wasser aus dem neuen Tank ständig „überhitzt“ ist…?

Gute Frage, oder? Ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten, wenn der Sommer sich noch weiter sommerlich verstärkt hat.

Wochenendtour durch Wisconsin

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… mit einer Chevy Corvair. Back in 2005.

Nach den ersten Tagen mit unseren Freunden aus Deutschland in Milwaukee, wollen wir noch auf große Fahrt.

Wisconsin erkunden. Ich habe eine kleine Wochenend-Mini-Rundreise ausgearbeitet und die starten wir heute bei Sonnenschein mit offenem Dach unseres historischen Cabrios aus dem Jahre 1964.

Raus auf´s Land. Über Jefferson gelangen wir nach etwa 1,5 Stunden nach Madison, der Hauptstadt Wisconsins. Wir besichtigen das beeindruckende Capitol, der Lake Monona auf der einen Seite und der Lake Mendota auf der anderen. Wir bestaunen die Kunst in der Kuppel und die all die prächtigen Deckendekoration.

Nach dem Einchecken im Hotel lassen wir den Abend mal wieder in einer Hausbrauerei ausklingen, typische Wisconsin.

Den nächsten Tag fahren wir nur eine kurze Strecke bis Spring Green, vielleicht eine Stunde Fahrt. Ziel heute ist das House on the Rock. Eine wahre und im wahrsten Sinne fast unbeschreibliche Kuriosität. Wir wussten nicht wirklich was uns erwartet. Wir zahlen Eintritt und dann geht die Entdeckungstour los. Was wohl mal als „besonderes“ Wohnhaus eines gewissen Alex Jordan im Jahre 1960 anfing, entwickelte sich über viele Jahre zu etwas Unbeschreiblichem.

Wir betreten also ein Haus, welches anfangs wirklich an ein Wohnhaus erinnern könnte. Irgendwie hat dieses Haus dann aber kein Ende. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir von einem Raum zum nächsten Raum, durch einen Saal hin zu einem spiralförmigen Raum, durch unzählige weitere Säle und Räume, hinaus in eine dünne verglaste Spitze usw. usw. usw. gehen. Es nimmt kein Ende. Und es handelt sich hier nicht um ein Schloss. Der versteckte Gebäudekomplex liegt im Grünen verborgen und man kann von all dem nichts erahnen. Noch einige unserer Besucher werden wir während unserer Zeit in Milwaukee noch hierherbringen…

Was ist in den Räumen? – fragt man sich jetzt natürlich. Alles – ist dazu die Antwort. Die Räume haben Namen wie „Heritage of the Sea“, „Infinity Room“, „Tribute to Nostalgia“, „Alex Jorden Center“, „Sculpture Garden“, „Gate House“, „Spirit of Aviation“, „Music of Yesterday“, „Streets of Yesterday“, „The Mill House“ usw usw.

Wir sind vollkommen sprachlos nach dieser ersten Besichtigung. Was war das denn? Absoluter Overload an Eindrücken. Noch lange bleibt das Haus Gesprächsthema an dem Tag.

Leider ist das Wetter nach dem verrückten Haus etwas schlechter geworden, es könnte fast regnen und wir müssen das Verdeck schließen. Das trübt aber keineswegs unsere Stimmung.

Durch weites Farmland, mit den für mich für Amerika typischen Silos überall, fahren wir dahin. Wieder ein Stück zurück nach Osten und dann ab in den Norden. Wir queren tolle Eisenbrücken und genießen den Weg und die Eindrücke.

Nächster und letzter Stopp: Wollersheim Winery in Prairie du Sac, denn auch Wein gibt es in Wisconsin. Hier bekommen wir eine informative, kurzweilige Führung durch die Weinkeller, bevor wir im Hof mit Blick auf die Weinberge unter dem „Scheunendach“ eine kleine Weinverkostung starten. Ich mag den Pinot Noir.

Mit ein paar Flaschen im Kofferraum machen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg nach Milwaukee. Der Mini-Kurztripp und das Wochenende ist um, die tollen Eindrücke und gemeinsamen Erlebnisse bleiben aber für immer. Und Wisconsin hat wieder noch mehr Gesicht bekommen. Da gibt´s noch einiges mehr zu erkunden. Das merke ich. Und ich bin baff, wieviel wir in so kurzer Zeit sehen und entdecken konnten.

Milwaukee Brewers –

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Baseball Spiel.

Milwaukee ist schon ein wenig die Stadt der Hausbrauereien, umso lustiger, dass selbst die Baseball Mannschaft Milwaukee Brewers heißt.

Da Milwaukee in den entscheidenden Jahren der Stadtplanung einmal einen deutschen Bürgermeister hatte und auch früher sehr viele Deutsche sich in und um Milwaukee angesiedelt haben, trifft man immer wieder auf deutsche Lokale oder Traditionen.

Eine große bekannte Firma aus Milwaukee ist die Firma Usinger, die Wurstwaren produzieren. Nicht verwunderlich, dass die Wurst auch bei den Milwaukee Brewers eine Rolle spielt und bei einem Baseballspiel in der Pause auf keinen Fall das „Sausage Race“ fehlen darf.

Wir haben also Tickets für ein Spiel gebucht, sitzen auf den Tribünen des Miller Stadiums (wieder mal Brauereigeschichte der Gegend…) und versuchen, das Spiel zu verstehen. Bisschen wir Brennball früher in der Schule… Es spielen heute die Yankees gegen die Brewers. Blauer Himmel, Sonnenschein, immer wieder kommt ein Verkäufer mit gekühlten Miller Bieren im Angebot vorbei. Tolle Stimmung, denn die Brewers liegen vorne.

Bei einem Home Run der Brewers rutscht das Maskottchen der Mannschaft, ein Männchen mit großem gelben Schnurbart, Bernie Brewer, auf einer großen gelben Rutsche von einer Etage des Stadions zur darunter liegenden, begleitet von großem Jubel. Außer uns, wir verpassen es erstmal und müssen die Besucher neben uns fragen, was nun los ist, was wir verpasst haben. Beim nächsten Mal wissen wir Bescheid.

In der Pause kommt dann das berühmte Sausage Race. Da rennt ein Wiener gegen eine Lyoner und eine Poloni. Was für ein Spaß, das Publikum tobt vor Lachen. Immer mal wieder fällt auch ein Würstchen um und bekommt von Begleitern wieder auf die Beine geholfen. Ich kugel mich vor Lachen.

Es wird langsam dunkel und das Spiel neigt sich dem Ende. Die Stimmung ist ausgelassen und glücklich, denn die Brewers gewinnen. Was für ein Erlebnis!
Brewers, wir kommen wieder, eine tolle Erfahrung. So richtig das Gefühl im American Live Style angekommen zu sein.

Was gibt´s Neues von der Baustelle?

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Erstmal gibt es da meinen Zustand. Totale Baustellen-Erschöpfung, wobei ich weder diejenige bin, die bei 45 Grad auf dem Dach arbeitet, noch diejenige bin, die im Kran in 10m Höhe vor unserem Haus hängt und bei 45 Grad arbeitet, nicht diejenige bin, die den Kopf durch Mini-Luken in der Decke stecken muss, um irgendwelche Kabel oder Schläuche durch die Zwischendecken zu ziehen, noch diejenige bin, die die krass überdimensionalen neuen Klimaeinheiten ebenfalls in eben dieser Zwischendecke über Kopf montieren muss ein, das bin ich nicht. Ich bin diejenige, die aber gefühlt (wahrscheinlich vollkommen verfehlte Erinnerungswahrnehmung) seit Anfang November 2021 hier mit einer ständigen Baustellensituation leben muss. Ich bin die, die ständig unzählige Männer irgendwo im Haus arbeiten hat, die nicht immer wirklich frisch geduscht duften, die aber natürlich auch nicht wie wir wohnen und somit vielleicht auch nicht die Chance auf eine tägliche Dusche und den Zugriff zu einer Waschmaschine haben. Ich habe Verständnis für all diese Fakten und verstehe vollkommen auch deren Situation. Trotzdem bin ich es, die keinen Tag der Woche mal eine paar Stunden alleine im Haus ist. Es ist immer irgendwo irgendwer am Arbeiten. Überall ist immer wieder Dreck, weil Zwischendecken geöffnet oder gar aufgeschnitten werden müssen, überall Staub und Müll und Material, dass auch von der Garage oder von draußen mehr und mehr Staub ins Haus trägt. Ich bin auch nicht die, die das Putzen übernimmt. Das macht unsere liebe Perle mit größter Hingabe und Zuverlässigkeit. Die aber auch nicht jeden Tag bei uns arbeitet…

Auf einen Punkt gebracht, mal wieder: Wann ist das endlich zu Ende?

Heute steht ein Kran vor der Tür, der für den Abschluss der Dacharbeiten herangekarrt wurde. Damit dieser hier stehen darf, habe ich natürlich wieder einige Energie aufwenden dürfen, um hierfür die Genehmigung zu bekommen.

Das Thema neuer Farbanstrich für unser Haus ist leider auch noch nicht geklärt. Aber das Projekt haben wir gestern Abend erstmal auf Eis gelegt. Einfach mal warten. Im Herbst werden wir einen neuen Versuch startet, denn jetzt habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwelchen Genehmigungen tagelang hinterherzulaufen.

Ihr merkt, irgendwie dreht sich das Baustellenthema ständig im Kreise… Aber so geht in mir ebenfalls rund. Ich schlafe schlecht, bin ständig genervt von der ständigen Belagerung in und um unser Haus, von dem Dreck, den es gefühlt in alle Ecken zieht, von dem ständigen „Ärger“ bezügl. irgendwelcher Genehmigungen, schlicht weg von ein wenig Freiheitsentzug.

Jammern auf sehr hohem Niveau – ist mir vollkommen klar. Wir haben ein Häuschen, leben in einem sicheren Land, unsere Kinder gehen auf eine gute Schule, wir haben Essen und Trinken und am allerwichtigsten FRIEDEN um uns herum. Dafür bin ich unendlich dankbar und frage mich bei jedem meiner Worte hier, ob ich überhaupt das Recht habe, zu klagen… Aber ihr kennt das, da kann in der großen weiten Welt so viel Schlimmes passieren, aber wenn in der kleinen Welt um einen herum, etwas aus dem Lot gerät, ist das in dem Moment für die betroffene Person auch sehr belastend.

Und in einem gewissen Alter 😉, sollte man ja einfach auch immer auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten. Und da muss ich ehrlich zugeben, dass meine Toleranz gegenüber manchen Dingen im Leben einfach ein bisschen geschrumpft ist. So im Vergleich zu früheren, jüngeren Zeiten, wo man unendlich viel einstecken und wegstecken konnte.

Somit freue ich mich riesig, wenn endlich die angefangenen kleinen Baustellen erstmal abgeschlossen sind und Ruhe und Leere einkehrt.

Was nicht heißt, dass es nicht irgendwann wieder starten wird. Denn hier ist es Fakt, dass wenn ich eine Baustelle abgeschlossen habe, ich garantiert dadurch mindestens einen neue bereits wieder angestoßen habe.

Beispiele:

Durch den Einbau der neuen Klimaanlagen, müssen nun wieder die Decken teilweise verputzt und gestrichen werde. Durch den Einbau der neuen Fenster und Türen, müssen manche Böden nun ausgebessert werden und auch die Wände innen neu gestrichen werde, ebenfalls muss nach diesem Einbau, von außen teilweise neu verputzt und gestrichen werden. Die Klebereste, entstanden durch die Abdeckfolie zum Schutz beim Dachbau, auf den neu verlegten Fliesen müssen, müssen irgendwie entfernt werden. Die neuverlegten Fliesen, die ebenfalls durch die vorerst nicht eingesetzten Schutzfolien, durch die Dachdecker zerstört wurden, müssen erneut ausgetauscht werden…

usw. usw.

Auch hier, ein ständiger Kreislauf!

Milwaukee erkunden…

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… Wisconsin.
Besuch aus Deutschland – back in 2005.

Im Jahre 2005 sind wir vom wunderschönen Regensburg in der Oberpfalz ins ebenso wunderschöne Milwaukee in Bundesstaat Wisconsin gefunden. Ich, damals Reiseverkehrskauffrau in Deutschland, wusste von Milwaukee ich eigentlich nichts, ebenso wie vom Bundesstaat Wisconsin. Keine Ahnung. Das waren jetzt keine Ziele, die bei einem klassischen Amerika Urlauber auf der to-do Liste stehen und somit bei mir nie auf dem Radar waren. Umso spannender, dass uns die Entsendung meines Mannes genau in diese Stadt verschlagen hat, denn die entpuppte sich als wahre Perle mit wundervollen Menschen, tollem Livestyle. Wir fühlten uns pudelwohl. Und einer Stadt wie Regensburg das Wasser reichen zu können, das ist schon eher Oberklasse.

Wenn also Besuch aus Deutschland kam, bekamen die erstmal die klassische kleine Spaziertour durch die Stadt. Unser Apartment im historischen Stadtteil „Third Ward“ gelegen, war die erste Überraschung. Das Third Ward ist ein ehemaliges Industrie- und Geschäftsviertel, das sich zu einer hippen Wohngegend entwickelt hat, mit wundervollen Restaurants und Cafés mit kleinen Boutique Geschäften. Den Lake Michigan auf der einen Seite, nur durch einen Parkplatz vom Seeufer getrennt und dem Milwaukee River Walk, einer Flusspromenade entlang des Milwaukee Rivers auf der anderen Seite. Schöner kann eine Stadt nicht gelegen und auch nicht angelegt sein.

Wir spazieren also mit dem Besuch hinunter zum Ufer des Lake Michigans. Große Parkanlagen ziehen sich entlang des Ufers. Der weitläufige Henry Maier Festival Park, in dem jährlich das größte Musikfestival der Welt stattfindet, liegt am Ufer, nicht weit von unserem Apartment entfernt. Nach etwa zwei Kilometern erreichen wir das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Milwaukee Art Museum (MAM). Entworfen hat es der bekannte spanische Architekt Santiago Calatrava, eröffnet wurde es im Jahre 2001. Während der Öffnungszeiten breitet es seine mächtigen, weißen Flügel weit aus mit Blick zum Meer. Ein wunderschönes Gebäude, lichtdurchflutet im Inneren. Erster WOW Effekt für die gerade angereisten Besucher. Wir sehen gar eine Schildkröte auf den Steinen am Ufer des Sees direkt vor dem Museum.

Von hier aus laufen wir in die Stadt hinein. Immer wieder faszinieren mich die Hintergassen zwischen den prachtvollen Häuserfronten. Denn hinter jeder Häuserfassade befindet sich eine Überraschung. Gassen in denen die Mülltonnen stehen, Autos von Anwohnern parken, Hintereingänge und Rolltore, die für die Anlieferung der Waren vom Besucher eigentlich versteckt bleiben sollen.

Wir laufen weiter bis wir auf den Riverwalk stoßen. Ziel für eine Erfrischung ist dort die Rock Bottom Brauerei. Ein lokales Bierchen aus einer der vielen Milwaukee Hausbrauereien am Ufer des Milwaukee River. Unbezahlbar schön.

Nach der Verschnaufpause geht es weiter entlang des Flusses fast bis zum Ende des Third Wards, dort wo sich der Milwaukee River mit dem Lake Michigan trifft. Von hier laufen wir entlang der Flussmündung weiter Richtung See. Ziel: der wunderschöne rote Leuchtturm Pierhead Lighthouse. Ich liebe ihn.

Den Abschluss des Tages und das Ende des Ankunftstages feiern wir in einer weiteren Hausbrauerei am Riverwalk im Third Ward, dem Ale House mit Flussblick auf den Milwaukee River.
Aber trotz schönen Wetters sitzen wir drinnen, denn dort spielt eine Live Band.

Ein klassischer Ankunftstag zur Begrüßung vieler Besucher, die wir über die Jahre empfangen können. Und ich kann euch versichern, dass alleine dieser erste Eindruck, egal zu welcher Jahreszeiten, jeden in den Bann Milwaukees gezogen hat. Es ist einfach eine lebens- und liebenswerte Stadt.

Baustellen-Geschichten…

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… habe ich lange keine erzählt, obwohl es viel zu berichten gäbe. Aber heute will ich mal wieder eine mit euch teilen.

Es geht um den Anstrich unseres Hauses in der Farbe Hellgrau mit weißen Rahmen rund um die Fenster und Türen.

Momentan ist unser Haus Cremefarben gestrichen mit gelben Umrandungen rund um die Fenster und Türen. Nicht meine liebste Farbe und da wir durch einige Umbauarbeiten nun definitiv das Haus auch von außen streichen lassen müssen, darf es gerne eine neue Farbe sein.

Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und mir gefällt die weitverbreitete Kombi von einem Hellgrau mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen. Ganz dezent, nichts Auffälliges, nichts Außergewöhnliches. Aber trotzdem muss ich bei der Verwaltungsgesellschaft unserer Wohnanlage, diesen Neuanstrich genehmigen lassen.

Also auf in den Farbladen, denn ich benötige den RAL Code.

Zusätzlich zu dem Antragsschreiben muss ich noch Passkopien, Visakopien, lokale Ausweisdokumente und den lokalen „Grundbucheintrag“ einreichen.

Und innerhalb kürzester Zeit bekomme ich eine Absage. Die Farbekombination ist nicht genehmigt, im Anhang eine Farbpalette zulässiger Farben, alles in leichten Pastelltönen…

Warum gibt es so viele graue Häuser um mich herum?

Heute bin ich umhergefahren und habe wahllos Fotos von all den grauen Häusern in direkter Umgebung gemacht und habe erneut nett angefragt, wie es sein kann, dass es so viele graue Häuser gibt?

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal für eine Antwort bekommen werde. Drückt mir die Daumen.

Ich werde berichten!

Milwaukee allgemein

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Eine amerikanische Großstadt, die so untypisch amerikanisch ist. Eher ein Geheimtipp, nicht überlaufen von Touristen, in der man einfach mal für ein paar Tage in das amerikanische Leben eintauchen kann. Egal welche Jahreszeit, die Stadt bietet genug Sehenswertes für viele kurzweilige Tage.

Hier mal meine Favoriten:

Home of Harley Davidson. 1903 in dieser Stadt gegründet.
Milwaukee Art Museum (MAM) – heutiges Wahrzeichen der Stadt, vom bekannten Architekten Santiago Calatrava.
Historic Third Ward.
Riverwalk entlang des Milwaukee River.
Milwaukee – Stadt der Festivals.
Deutsches Erbe in Milwaukee.
Die Parks entlang des Lake Michigan: Spazieren und Radfahren – ein Traum.
Hausbrauereien.

Harley Davidson Museum
Von der Tourismusseite von Milwaukee: www.visitmilwaukee.org
„Milwaukee ist der Geburtsort von Harley-Davidson! Motorrad-Enthusiasten und Fans der amerikanischen Kultur aus aller Welt huldigen dem Geist des Highways – im einmaligen Harley-Davidson Museum mitten in Milwaukee.
Der Museumskomplex am Ufer des Menomonee River beherbergt eine Sammlung von mehr als 450 Artefakten und Motorrädern, darunter auch das älteste bekannte Harley-Davidson-Motorrad aus dem Jahr 1903. Hier kann man die Leidenschaft zahlloser Harley-Fahrer auf sich wirken lassen und mehr über die Rolle dieses Kultprodukts aus Milwaukee in der amerikanischen Geschichte und Popkultur erfahren. 
In den vielen interaktiven Ausstellungen werden Sie und Ihre ganze Familie viel Faszinierendes finden, von der Geschichte Harley-Davidsons, seinen Motoren und seiner stolzen Renntradition bis zu Custom Bikes und Harleys in den Filmen Hollywoods. Wenn Sie Ihrer Kreativität Ausdruck verleihen möchten, können Sie am Build-A-Bike-Stand das Motorrad Ihrer Träume konstruieren. Kinder können sich eine passende Lederjacke überziehen und an der Imagination Station auf einem „knirps-gerechten“ Motorrad einmal so richtig Gas geben.
An Ende Ihres Rundgangs können Sie auf einem der vielen Motorräder für das perfekte Foto Modell sitzen, oder gönnen Sie sich im Motor Bar and Restaurant ein klassisches amerikanisches Mittagessen mit Burgern und anderen Barbecue-Spezialitäten, wozu natürlich nichts besser passt als ein lokales Bier. Vergessen Sie nicht, sich im Souvenirladen ein T-Shirt, ein Kopftuch oder ein Poster als perfekte Erinnerung an Ihr Harley-Abenteuer zu besorgen!“

Milwaukee Art Museum – MAM

Milwaukee Art Museum

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Das vom internationalen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfene Milwaukee Art Museum ist eine beeindruckende architektonische Schönheit. Es verfügt über gigantische „Flügel“ mit der Spannweite einer Boeing 747, die sich täglich öffnen und schließen. Im Inneren finden Sie eine umfangreiche Sammlung amerikanischer und europäischer Werke, deutsche Expressionisten, dekorative Kunst, Volkskunst und eine haitianische Kunstsammlung. Das Museum beherbergt außerdem eine der weltweit größten Georgia O’Keeffe-Sammlungen.
Dieses Kunstmuseum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Expressionisten des Landes, darunter mehr als 450 Drucke, Gemälde und Zeichnungen deutscher Meister wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz oder Gabriele Münter. Darüber hinaus sind auch deutsche und österreichische Gemälde und Kunsthandwerke aus dem 19. Jahrhundert, zahlreiche Möbelstücke aus der Biedermeierzeit und die beste Sammlung deutscher Uhren aus der Renaissance außerhalb Deutschlands ausgestellt.

Historic Third Ward

Historic Third Ward

Ein wunderschönes Viertel, in dem wir während unserer 2,5 Jahre in Milwaukee leben durften.
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Das Historic Third Ward wird häufig mit dem New Yorker Stadtteil „SoHo“ verglichen. Beginnen Sie Ihre Tour mit dem Probieren von handgefertigten Lebensmitteln, Pralinen und Cremeeis auf dem populären Milwaukee Public Market. Genießen Sie es anschließend durch dieses lebhafte, renovierte Lagerhausviertel zu schlendern, das heute Kunstgallerien, Theater, Boutiquen, Spezialitätenläden, Restaurants und eine belebte Barszene beheimatet.

Riverwalk entlang des Milwaukee River

Milwaukee – Riverwalk

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Entlang des Milwaukee RiverWalk, der über knapp fünf Kilometer am Milwaukee River entlang durch das Zentrum Milwaukees führt, findet man sowohl öffentliche Kunst als auch zahlreiche Restaurants und Pubs. Vergessen Sie nicht, an der südöstlichen Ecke der Wells Street und des RiverWalk anzuhalten, um ein Daumen-hoch-Foto mit Bronze Fonz zu machen – einer lebensgroßen Statue des beliebten Charakters Fonzie aus der in Milwaukee spielenden Kultserie „Happy Days“, die von 1974-1984 ausgestrahlt wurde.“

Milwaukee ist die Stadt der Festivals
Wir haben in unseren Jahren in Milwaukee im Historic Third Ward gewohnt, direkt am Parkplatz zum großen Maier Festival Park. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass es in einer Stadt so viele Festivals über den Sommer verteilt geben könnte. Fast jedes zweite Wochenende findet im Sommer ein Themen-Festival statt. Vom irischen, über mexikanische, ein deutsches, italienisches Wochenende, um nur ein paar wenige aufzuzählen. Dementsprechend an den Wochenenden die landestypischen Speisen, Getränke und Musik. Jedes Festival wurde zu unserer Zeit mit einem gigantischen Feuerwerk abgeschlossen. Absolutes Highlight jedes Jahr natürlich das größte Outdoor-Musikfestival der Welt, das über mehrere Wochenende läuft, mit unzähligen Stars jeder Musikrichtung auf 11 Bühnen verteilt im Festival Park.

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Besuchen Sie den Maier Festival Park am Lake Michigan für eine sommerliche Reihe an musikalischen und ethnischen Festivals. Genießen Sie alle Musikrichtungen beim jährlichen Summerfest, dem größten Outdoor-Musikfestival der Welt, und erleben Sie fast jedes Wochenende Kunst, Küche, Geschichte und Unterhaltung einer anderen ethnischen Kultur. Zu den Sommerfestivals am Seeufer gehören das Irish Fest, das größte keltische Festival der Welt, sowie das German Fest und das Festa Italiana, die größten ihrer Art in den USA.“

Deutsches Erbe in Milwaukee kann man auf einem kleinen Straßenabschnitt besonders fühlen, erleben und genießen:
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Old World Third Street
„Entdecken Sie Milwaukees deutsches Erbe entlang der Old World Third Street mit ihren historischen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Kaufen Sie beim legendären Usinger’s Famous Sausage, Wisconsin Cheese Mart und The Spice House ein. Verpassen Sie nicht Mader’s Restaurant, in dem seit mehr als 100 Jahren deutsche Kost serviert wird, oder genießen Sie eine Bratwurst und ein Bier in einem der Pubs in der Nachbarschaft.“

Die Parks entlang des Lake Michigan

Milwaukee – Pierhead Lighthouse

Vom Veteranspark über den McKinley Park mit einem netten Café und dem McKinley Strandabschnitt bis hin zum Bradford Beach und dem North Point. Zu Fuß kann man dann hoch zum Historic Water Tower laufen und entlang mondäner Prachtvillen zurück Richtung Stadt. Ich habe diese Tour geliebt. Sowohl im tiefsten Winter, als auch im Sommer mit dem Rad oder zu Fuß.
Vom Veteranspark, dem Milwaukee Art Museum oder dem Historic Third Ward kann man auch am Festival Grounds entlang, dann am Ufer weiter Richtung Süden laufen und erreicht dann irgendwann den hübschen roten Pierhead Lighthouse. Zur Orientierung vom MAM bis zum Pierhead Lighthouse sind es etwa 1,8 km.

Vom Pierhead Lighthouse kann man super schön an der Flussmündung entlang stadtwärts laufen, kommt meist an einer Gruppe Anglern vorbei und kehrt dann wieder auf den Riverwalk zurück.

Milwaukees Brauereien
Neben den unten aufgeführten möchte ich unbedingt noch die Rock Bottom Brewery und das Ale House im Historic Third Ward, beide entlang des Riverwalks erwähnen. Wenn man sich näher dafür interessiert, einfach mal bei google maps „brewery milwaukee“ eingeben, da kann man tagelang nur auf den Spuren des Bieres in der Stadt unterwegs sein.
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Im späten 19. Jahrhundert von bekannten deutschen Brauern gegründete Brauereien waren der Anreiz für tausende deutsche Immigranten, sich in Milwaukee niederzulassen und dort in Brauereien wie Schlitz, Blatz, Pabst und Miller zu arbeiten. Heute können Sie die Gerstensäfte auf unterhaltsamen Touren in verschiedenen Brauereien kosten, darunter Miller Brewery, Sprecher Brewery, Lakefront Brewery (ein Riesen Spaß – Anmerkung EntdeckerGlück), Milwaukee Brewing Company und mehr. Sie können sogar im Brewhouse Inn & Suites übernachten, einem Boutique-Hotel in einem alten Gebäude der Pabst-Brauerei mit originalen Kupfer-Braukesseln im Atrium des Hotels. Schauen Sie direkt gegenüber beim Best Place vorbei, um bei einem unterhaltsamen Vortrag mehr über die Brauereigeschichte der Stadt zu erfahren und das originale Büro von Captain Pabst zu sehen. Besichtigen Sie außerdem seine großartige, historische Pabst Mansion westlich der Innenstadt. Aber in Milwaukee wird nicht nur Bier gebraut! Entdecken Sie die Great Lakes Distillery oder die Central Standard Craft Distillery und ihre in kleinen Auflagen produzierten Wodkas, Gins und weitere Spirituosen.
Wenn das Wetter wieder wärmer wird, sollten Sie unbedingt einen Kneipenbummel per Pontoon-Boot entlang des RiverWalk machen oder eine Tour mit dem Bier-Bike unternehmen, das jetzt auch als Tretbootoption den Milwaukee River befährt. Örtliche Unternehmen bieten zahlreiche maßgeschneiderte Privattouren durch die Kneipen und Brauereien Milwaukees an. Auf interaktiven Kneipenbummeln können Sie viel Wissenswertes erfahren und an lustigen Spielen teilnehmen.
Kombinieren Sie eine dieser Aktivitäten mit einem Aufenthalt im BrewHouse Inn & Suites und genießen Sie eine einzigartige Erfahrung, die Ihnen so nur Milwaukee bieten kann. Dieses All Suites Boutique-Hotel befindet sich in einem historischen Gebäude der Pabst Brewery und zeichnet sich durch sechs kupferne Originalbraukessel sowie eine Glasmalereidarstellung von König Gambrinus aus.
Erleben Sie schließlich, wie die Bierbarone Milwaukees wirklich lebten. Besuchen Sie das beeindruckende, 1892 errichtete und vollständig restaurierte Herrenhaus von Captain Frederick Pabst. Seine drei Stockwerke mit reich geschmückten Räumen beherbergen unschätzbare Kunstwerke neben Unterkünften für Dienstboten. Lernen Sie die Geschichte der Stadt kenne, die von einem der legendären lokalen Produkte Milwaukees geprägt wurde: BIER!“