Ramadan Schulzeit

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Am 2. April hat der Ramadan 2022 gestartet. Generell merkt man in Dubai keine große Veränderung während dieser Zeit. Vereinzelt haben Cafés oder Restaurants den Außenbereich tagsüber geschlossen und öffnen diesen erst wieder nach Sonnenuntergang. Aber es gibt auch andere Restaurants, manchmal am selben Strandabschnitt, nur wenige Meter voneinander entfernt, die den ganzen Tag sowohl am Strand, als auch im Außenbereich auf der Terrasse, Getränke, auch Alkohol, und Essen servieren. Aus Respekt sollte man nicht sichtbar draußen Essen oder Trinken.

Die erste Woche des Ramadans hatten wir noch Ferien (Osterferien), aber heute hat die Schule wieder gestartet. Schule zu Ramadan Zeiten ist eine verkürzte Unterrichts-Zeit mit einem angepassten Stundenplan.

Der Unterricht an der Deutschen Internationalen Schule Dubai (DISD) startet nicht wie gewohnt um 07:50 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:05 Uhr), sondern erst um 08:15 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:43 Uhr).

Ebenso am Nachmittag endet der Unterricht nicht wie gewohnt um 14:10 Uhr sondern bereits um 13:15 Uhr, was für uns eine Ankunft mit dem Bus um 13:45 Uhr zu Hause bedeutet und nicht, wie sonst, erst um 14:40 Uhr. Jeglicher Unterricht am Nachmittag oder Zusatz-Aktivitäten am Nachmittag fallen in dieser Zeit an der DISD aus.

Ich bin froh, dass ich nicht arbeite und somit natürlich ohne Probleme diese zusätzlichen freien Stunden am Nachmittag super abfangen kann. Sonst ist wirklich einfach frühe Planung gefragt, gerade bei jüngeren Kindern.

Radfahren in der Wüste              

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Al Qudra – Dubai

Was ich an Dubai so liebe, sind die vielen Überraschungen, die es für einen bereit hält und die Vielfalt der Möglichkeiten. Nie hätte ich gedacht, dass ich in Dubai an einem DonnerstagMorgen in der Wüste bei heftigem Nebel mit einem EBike 45 km Radfahren werde.

Aber heute war der Tag er Tage. Ehrlich gesagt, war ich super aufgeregt, ob ich das schaffen würde. In meiner „Panik“ habe ich den Tag vorher noch ein bisschen Informationen online sammeln wollen und bin auf das Angebot eines Fahrradvermieters am Startpunkt des Rundweges gestoßen. Dort konnte man online ein EBike buchen und ich dachte mir, dass ist perfekt für mich für das erste Mal Wüstenradeln. Also schnell online mein Rad für vier Stunden gebucht, um auf der sicheren Seite zu sein, dass wir (vier Mädels, oder besser vier Frauen) und somit natürlich in erster Linie ich, mir sicher sein kann, dass ich das schaffen werde. Aus verschiedensten Gründen hatte ich trotzdem eine sehr „aufgeregte“, unruhige Nacht… Denn ich bin auch nicht wirklich so hitzebeständig… Und die Sonne kann hier schon ganz schön vom Himmel brennen. Deshalb frühe Abfahrt, sobald die Kinder aus dem Haus sind und im Schulbus sitzen. 7:10 Uhr geht es los – bei EXTREM dichtem Nebel. Wahnsinn. Ich hole meine Freundin und ihren Besuch aus Deutschland ab und los geht’s. Ein unglaublich dichter, schwerer Nebel hängt über unserer Strecke. Wir hoffen und hoffen, dass der Nebel sich noch lichtet, aber er tut es nicht. Statt 100 km/h können wir gerade mal 60 km/h fahren. Die 25 km Fahrt zum Startpunkt zieht sich ewig hin und ist super anstrengend. Wir können keine 20 m weit schauen.

Auch hier die Situation: NEBELIG. Kein SichtMeter Besserung.

Meine Freundin mit ihrer Freundin, wollen ein Careem Mietbike nehmen. Ich gehe zu meiner Vermietstation, die 20 m voneinander entfernt liegen. Leider stellt sich hier raus, dass dieser Shop komplett auf die RENNFahrer unter den Radlern ausgelegt ist. Wir sind aber die HausfrauRadlLiga und ich komme mit dem super Rennbike, auf dem mein Po gefühlt im Nebel verschwindet, während meine Hände fast auf der Straße laufen können, überhaupt nicht zurecht. Vollkommene Fehlentscheidung. 180 Dirham für 4 Stunden….

Ich storniere und begebe mich zu meinen Freunden am Careem MietFahrradStand. Mit der entsprechenden App (von der ich in einem anderen Artikel schon einmal berichtet habe) entschlüssele ich mir ein komfortables EBike mit drei Gängen, breitem, relativ bequemen Sattel und einer vollständig geladenen Batterie. Der Po befindet sich in korrekter Position, näher zur Straße als die Hände – alles perfekt und bequem. Kann losgehen.

Meine Freundin tauscht ihr Rad noch einmal aus, um ebenfalls einen komplett geladenen Akku zu bekommen. Super einfache Handhabe und an dem Morgen, so früh unter der Woche, waren noch sieben Careem Räder verfügbar.

Bei Careem zahlt man 20 Dirham für eine Stunde und jede weitere halbe Stunde wird mit je weiteren 10 Dirham abgerechnet. Besseres Rad für meine Ansprüche und hierfür noch die erhebliche bessere Rate.

Es geht los. Nebel, Nebel… der dunkle Teer unter uns, gesäumt von strahlend gelber Fahrbahnmarkierung. Zweispurig. Wir halten uns immer schön auf unserer Fahrbahnseite, denn der Nebel würde einen heranrauschenden Rennrad Fahrer wirklich erst im letzten Moment ausspucken. Für mich ist der Nebel irgendwie mystisch. Wunderschön. Total entspannend, denn die Augen haben nicht viel zu suchen oder zu sehen. Schade natürlich für den Besuch meiner Freundin aus Deutschland, die gerne die Wüste gesehen hätte.

Einmal sehen wir drei wunderschöne Bäume am Wegrand. Wir halten an und fotografieren „Bäume im Nebel“, fotografieren gleich auch mal „Uns im Nebel“, die „Räder im Nebel“. Es ist super lustig.

Ich habe mir schon immer gewünscht, seit ich hier bin, einmal in der Wüste die arabische Oryx Antilope in freier Wildbahn zu sehen, hatte gehofft, dass es bei der Radtour so weit sein würde. Der Nebel hatte mir natürlich jegliche Hoffnung darauf genommen, aber der Nebel hat sie dann doch am Wüstenrand sichtbar gemacht. Wunderschön.

Wäre jetzt die Sonne draußen, wären wir wahrscheinlich nass geschwitzt gewesen, trotz EBike. Nass sind wir trotzdem – NebelNass. Das Wasser tropft vom Helm oder von den Haaren, die Jacken sind mehr als klamm und auf den Härchen an den Fingern sammeln sich hunderte kleine Wasser Tröpfchen.

Total surreal steht plötzlich ein Schild „Vorsicht Pferde“ mit blinkenden, orangenen Warnlampen in der Wüste. Wir überqueren eine autobahnähnliche Pferderennbahn aus Sand. Nicht weit hiervon entfernt passieren wir den Abzweig zum „Wüstenhotel“ Bab al Shams. Hier könnte man zum Frühstück, auf einen Kaffee oder eine Erfrischung einkehren.

Kurz bevor wir eine Moschee erreichen, ist der Nebel verschwunden und die Sonne kommt raus. Unglaublich. Etwa 13 km vor dem Tourende… Da mir die nasse Jacke unangenehme Kälte bereitet, machen wir einen kurzen Stopp und können tatsächlich im T-Shirt auf die Zielgerade gehen.

Das letzte Stück bei weitem, klaren Blick führt nun allerdings parallel zu Hauptstraße…

Wir drei ortsansässigen sind uns sicher, wir kommen wieder – in einem kalten Monat (Dezember oder Januar), an einem Wochentag und bei Sonnenschein. Dann können auch wir, die Wüste sehen, die wir heute nur erahnen konnten.

Es war ein wunderschöner Morgen. Zwei Stunden und 40 Minuten später sind wir wieder am Ausgangspunkt. Der Akku noch halb voll, wir überglücklich und zufrieden. Das komfortable Rad über die Careem Bike App hat mich 50 Dirham gekostet. Ein toller, bezahlbarer Ausflug. Kann ich nur empfehlen, wenn man radeln mag.

Startpunkt:
Al Qudra Cycling Trek – Last Exit – Tankstelle

Für weitere Dubai Radtouren:

National Museum

Rund um die UAE

Ras al Khaimah

Auf dem Parkplatz nur zwei weitere Autos, super freundlicher Empfang mit einem kleinen Begrüßungstee. Toll ist, dass das Museum so verschachtelt ist, man in viele verschieden Räume und auf viele verschiedene Ebenen gar klettern kann über Leiter-ähnliche Treppen, fast ein Abenteuer-Museum für die Kinder. Tolle Geschichten aus der Region und unser Highlight, das wir fast verpasst hätten, weil die Türe geschlossen war, da der Raum klimatisiert ist: der historische Dattelpress-Raum. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. 

Dhaya Fort – Ras al Khaimah

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Das Dhayah Fort liegt etwas hinter dem Ort Ras al Khaimah auf einer Anhöhe. Unser Navi gibt uns die Erlebnisroute quer durch die Hintergassen mit Ziegen, Müll, ungeteert. Immer in unserem Blick das Fort hoch oben auf dem Hügel, nicht im Blick, der Zugang dazu. Zäune links von dem schmalen einspurigen Schotterweg, rechts Häuserreihen, vor und hinter uns Ziegen. Irgendwann müssen wir wenden. Die Kinder finden es schon super spannend, ich auch. Einfaches Dorfleben mittendrin. Denn UAE ist nicht nur Prunk, Glanz und Glamour, es gibt auch das einfache, das andere Leben. Der erneute Versuch führt uns durch mehr unbekannte einspurige Gassen zu einer plötzlich vor uns liegenden Teerstraße. Die Zufahrt zum Fort. Wie gut, dass wir die mal nicht sofort gefunden haben, den spannenden Teil hätten wir sonst nämlich verpasst. Beim Fort kein Eintritt, keine Besucher, alles leer. Ein Traum für uns. Wir erklimmen die 240 Stufen bei 37 Grad und haben einen wunderschönen Rundumblick. Darunter viele wirklich grüne Flächen, Palmengärten – eine wahre Oase. Früher war das Fort Verteidigungsposten. Laut der Erklärungen auf der Tourismusseite von Ras al Khaimah entstand das existierende Fort im 19. Jahrhundert auf den Fundamenten viel älterer Gebäude. Es war und ist historisch bedeutend, denn im Jahre 1819 war es der letzte Ort des Wiederstandes gegen einen Angriff der Britten. Am 22.12.1819 wurde es dann getroffen und man gab auf. Im April 2001 wurde es wieder neu aufgebaut.

Flamingo Season

Rund um die UAE

Was kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man an Dubai denkt? Sicher viel Glitzer, Glamour, Hochhäuser, Superlative, Shoppingmalls Strand, Sonne und natürlich Wüste.

Flamingos waren definitiv nicht in meinen Gedanken zu Dubai.

Bereits Anfang Dezember habe ich mit einem Besuch aber dann doch das Ras al Khor Naturschutzgebiet erkundet. Im Vorbeifahren auf der Autobahn entdeckt man einen kleinen, versteckten Ausguck. Dieser war unser Ziel. Wir brauchten beim ersten Mal zwei Anläufe, denn der sogenannte „Flamingo Hide“ war nicht weiter groß ausgeschrieben. Aber wir haben das Ziel irgendwann erreicht und da waren sie, die Flamingos am „Flamingo Hide“. Ganz unkompliziert parkt man am Straßenrand in einer kleinen Parkbucht und schlendert über einen mit Schilf-verkleideten Holzsteg zum Aussichtspunkt. Hier sitzt ein Angestellte und stellt sicher, dass sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig dort aufhalten. Der Angestellt war sehr nett und motiviert und hat uns erzählt, dass die Flamingos Ende Dezember noch viel mehr werden, weil sie aus anderen Ländern zum Überwintern nach Dubai fliegen.

Und so war es dann bei meinem Besuch nun mit meinem Schwiegervater Mitte Januar wirklich voll. Da sind wirklich große Scharen der pinken Flügler aus kälteren Gefilden ins warme Dubai gekommen. WOW. Mein Schwiegervater war sprachlos. Und der absolute Bonus unseres Besuches war, dass wir zufällig zur Fütterung anwesend sein konnten. Wir waren sechs Besucher (mehr waren/sind zu Covid Zeiten wohl nicht erlaubt), die das Spektakel der Fütterung erleben durften. Vollkommen einfangen in das Geschnatter und rosa Vogelmeer vor uns haben wir gar nicht bemerkt, was für eine Schlange sich vor der Hütte gebildet hatte, bis der nette Angestellte uns darauf hinwies, dass unsere Besuchszeit nun vorüber sei.

Vollkommen beflügelt sind dann wir wieder über den Steg zurück zum Auto und konnten gar nicht fassen, so etwas in freier Natur mitten in Dubai erleben zu können.

Fütterung.

Entdecker Overload – Runde 2

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Und wieder einmal haben wir wilde Wochen hinter uns. Es ist so lage her, dass ich hier regelmäßig etwas für euch schreiben konnte, weil schlichtweg einfach keine Zeit war.

Vom 4. bis 11. Dezember Besuch von meiner lieben Freundin aus Deutschland. Eine Woche gemeinsam EntdeckerGlück pur. Keine Zeit diese ganzen Eindrücke wirklich zu verarbeiten, denn die Schulferien stehen an und ich fliege mit den Kindern nach Deutschland. Der Hund muss in die Pension und braucht kurzfristig noch Bluttests, Hektik bricht aus, aber es geht alles gut.

Vom 13. bis 21. Dezember Besuch bei der Familie in Deutschland. Wunderschöne Familienzeit und Spaziergänge, Spaziergänge, Spaziergänge und meine liebe Schwester wird 40.

Weihnachtsfeiertage in Dubai. Unbeschreiblich schöne, entspannte Familien- und Poolzeit. Baumschmücken, Raclette, Grillen mit Freunden, Expo. Gut gehen lassen.

27. Dezember bis 4. Januar Besuch von Freunden mit Baby. Mehr Expo, VIEL Regen, Feuerwerke zu Silvester, Grillen, Chillen und Erleben.

4. Januar bis 9. Janaur Besuch von einem Freund aus Deutschland. Expo.
Gleichzeitig 4. Januar bis 20. Januar (heute) Besuch vom Schwiegervater aus Deutschland.
Erster Besuch des Schwiegervaters in Dubai mit entsprechendem Programm.
Zusätzlich noch die Kinder seit 3. Januar im FernUnterricht über Zoom, wegen Corona Fällen in der Schule.

Nach 4 Wochen Besuch am Stück, Deutschland und Weihnachten, heute mal durchatmen und wieder schreiben. Und da kommt mir wieder die geläufige Frage in den Sinn: Und was machst Du da so?

Gestern habe ich mich mit meiner Freundin, die Anfang Dezember zu Besuch war, ausgetauscht. Mir war bewusst geworden, dass ich überhaupt nie Zeit und Gelegenheit hatte, all die Eindrücke, die wir gemeinsam erleben durften, irgendwie zu verarbeiten. Wir haben zu dieser Zeit jeden Moment 100 % genossen, aber dann war der Moment weg. Der nächste Moment und somit der nächste Eindruck stand an. Und ich will mich nicht beschweren oder jammern, ich will einfach nur feststellen, dass es schade ist und war, dass manchmal gar keine Zeit zum reflektieren und in Erinnerung rufen bleibt, weil ein wundervolles Ereignis, das nächste förmlich jagt.

Ich bin sehr glücklich, über jeden tollen Moment, jede Sekunde, die ich mit all den lieben Menschen um mich herum genießen durfte. Jedes Mal bin ich gerührt und dankbar, denn es ist nicht selbstverständlich. Es ist schön, wunderschön.

Und mit dem Schreiben und Teilen von meinen Erlebnissen, rufe ich diese EntdeckerGlück Momente bewusst aus meiner Erinnerung ab und finde somit dann doch irgendwann noch die Ruhe und den Moment, diese noch einmal zu reflektieren.

Regentage Dubai

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Wassereinbruch – überdurchschnittlicher Durchschnitt

Also wenn man mal so im Internet stöbert, wie viele Tage es durchschnittlich in den UAE regnet, dann findet man einen Wert von 0,8 Tage pro Monat.

Das Jahr 2022 erscheint mir persönlich somit bereits jetzt als das regenreichste Jahr, drinnen wie draußen. Am 31. Dezember fing alles an. Immer wieder Regen über den Tag verteilt. Irgendwann solch heftige Regenschauer, dass wir sämtliche Polster unserer Außenmöbel sogar von der überdachten Terrasse entfernen und ins Haus schleppen müssen. Das Wohnzimmer wird zu einem ungemütlichen Matratzenlager, fast wie diese chaotischen „Kissenecken“ in den 80ern. Super nervig. Zudem haben wir genau zu dieser Zeit noch Besuch von Freunden aus Deutschland. Ein Pärchen mit einem sechs Monate alten Baby, das zum Glück noch nicht in der Lage ist, sich von der Stelle zu bewegen, denn sonst wäre das heillose Chaos im Chaos noch von Babyaktivitäten getoppt worden. Da es im Jahre 2021 eigentlich kein einziges Mal geregnet hat, muss also schnell noch die Quote erfüllt werden. Schön. Da Statistiken im Internet auch meinen, dass es meist zwei Tage im Jahre regnet, fehlt also aus 2021 ein Tag. Dieser wird wohl gleich am 1. Januar nachgeholt. Und im direkten Anschluss, am 2. und am 3. werden wohl gleich noch die Tage von 2022 angehängt.

Für unser neu erworbenes Eigenheim ist es leider auch die erste Bewährungsprobe… durchgefallen, würde ich da mal zusammenfassen. Bereits am Silvestertag gesellen sich zu Kissen und Polstertürmen im Wohnbereich noch unzählige Eimer und Handtücher im gesamten Haus verteilt. Was mit leichten Rinnsalen im Treppenhaus von der Decke startet, steigert sich zu kleinen, stetigen Wasserfällen über die ganze Nacht. Aus der Decke über dem bedachten Bereich der Haustür ist der Wasserfall Niagarafall-mäßig unterwegs… Das kleine Flachdach, welches wir über das kleine Badfenster unserer Tochter erreichen können, hat sich in einen privaten SonderPool verwandelt. Zuerst steigt unsere 11-jährige Tochter durch das Fenster gräbt und fühlt im DRECK nach dem eventuell vorhandenen Abfluss, der aber wenn vorhanden, definitiv verstopft ist. Auf dem Nachbardach kommunizieren wir mit unseren Nachbarn, die ebenfalls mit exakt gleicher Überschwemmungssituation zu kämpfen haben. Erst als mein Mann sich zirkusfähig durch das kleine Fenster schlängelt, bessert sich langsam die Situation. Mit Eimern schöpfen wir im Team (er außen, ich innen) das Wasser nun vom Dach in die Toilette unserer Tochter. Nachdem ich doch anfange, mir Gedanken zu machen, dass bei den vielen Steinen, die mit reingereicht werden, eventuell bald auch noch die Toilette verstopft und überschwemmt, kommt das Küchensieb in der Toilettenbrille zum Einsatz und so filtern das Regenwasser steinfrei. Was für eine Aktion, was für eine Sauerrei…

Am Ende der Straße läuft derweil weiteren Nachbarn die Garage voll Wasser. Dessen ebenfalls 11-jährige Sohn steht knietief in der Garage im Wasser und verkündet, dass es sogar bis in Haus läuft. Leider ist die Straße zu deren Haus hin sehr abschüssig. Da geht es uns ja noch recht gut.

Das war unser Ende 2021 und unser Start 2022. Nebenbei hatten wir aber super schöne Tage auf der Expo, tolle Stunden mit tollen Freunden, ein super harmonisches Silvester mit mehreren Feuerwerken, die wir von unserer Dachterrasse (Klimaanlagen-Außenstelle) aus genießen durften. Ab 19 Uhr gibt es stündlich ein Feuerwerk im Global Village Vergnügungspark und um Mitternacht konnten wir sogar recht gut das Feuerwerk rund um den Burj Khalifa sehen. Selbst den Abschluss des Expo Feuerwerks haben wir noch auch weiter Ferne verfolgen können.

Toller Start also, neben dem ständigen Trocknen und/oder Austauschen der Handtücher, Eimern leeren, neuen Eimer an neuen undichten Stellen platzieren und ständig auf der Hut sein, dass es weitere Wassereinbrüche gibt. Es folgten Absprachen über Verbesserungsmöglichkeiten mit den Handwerkern und darauf Taten.

Noch sind viele Zimmerdecken braun-gelblich eingefärbt vom eindringenden Wasser, aber da warten wir mal mit den anstehenden Malerarbeiten, bis dann wirklich die Regenzeit 2022 überstanden ist.

Denn gestern war Tag 4 im Monat Januar, der durchschnittlich 0,8 Tage Regen….

Beruhigend war, dass auch im „fancy-schmancy“ Trump Golf Club am Neujahrstag, die gleiche Eimer-Tücher Situation herrschte, wie bei uns zu Hause 😉

Permits…

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Move in Permit – Move out Permit

Um in eine Wohnanlage (hier: Compound) einziehen zu können oder auch ausziehen zu können, muss man eine Genehmigung beantragen.

Bei dem ersten Einzug ins gemietete Haus hier, hat uns zum Glück die Maklerin darauf hingewiesen. Wir hatten allerdings einen sehr, sehr großen Container, einen 40 ft high cube, eigentlich den größten, den es für solch einen Übersee-Umzug gibt. Genau dies hatten wir bei Beantragung der Genehmigung nicht angegeben, weil wir es einfach nicht wussten. Somit gab es eine kleine, zum Glück sehr „nette“ Diskussion mit dem Sicherheitspersonal, aber das Problem konnte gelöst werden.

Nachdem wir beim Online-Portal und der App des Compound Betreibers registriert waren, konnten wir sehr einfach und schnell mit zwei Klicks die Move-Out Permit beantragen und erhielten die Bestätigung bereits kurze Zeit später. Unser Umzug sollte oder besser musste an einem Freitag und Samstag über die Bühne gehen, denn die Zeit drängte ja. Die Baustelle auf der einen Seite war nicht wirklich fertig und das gemietete Haus musste aber am Sonntag besenrein übergeben werden. Es gab noch ein paar viele Acrylfarbflecken auf dem Zimmerboden unserer Tochter mit Verdünnung zu entfernen und die ein oder andere Wand musste auch noch gestrichen werden. Da ich diese Genehmigung für Freitag und Samstag so einfach erhalten hatte, habe ich mir überhaupt nicht weiter darüber Gedanken gemacht, dass eventuell im neuen Compound ein Einzug am Freitag gar nicht möglich sein könnte.

Ich versuchte verzweifelt, die Genehmigung über die Online-Plattform zu erhalten. Da scheiterte ich allerdings bereits an der Registrierung…  Im Büro, das ich darauf hin aufsuchte, erhielt ich eine E-Mail-Adresse, an die ich mich wenden sollte. Aber auch hier keine Antwort. Es folgten weitere Besuche im Büro, bis ich durch Zufall auf die Büroleitung stieß. Diese half mir freundlichste und wir konnten schlussendlich einen Tag später das Problem soweit lösen, dass ich zumindest die Genehmigung in der Hand hielt, diese allerdings mit dem breit aufgedruckten Zusatz: Freitag kein Ein- oder Auszug. (obwohl mir das die Büroleitung bereits zugesichert hatte) Zum Glück konnte ich schlussendlich noch eine E-Mail von Ihr ergattern, in der Sie es mir freundlicherweise noch einmal schriftlich zusagt.

Am Umzugstag war der Umzugsleiter dann allerdings so skeptisch, dass ich beschloss, vorab zum Sicherheitsgate zu fahren mit meiner Genehmigung und der E-Mail, um mir dort vom „diensthabenden“ Personal bestätigen zu lassen, dass die beiden LKWs auch wirklich Einlass gewährt bekämen. Diese zusätzliche Fahrt dorthin hat sich gelohnt, denn es war nicht so einfach, wie gedacht. Es wurde der Sicherheitschef angerufen, der mit einem Kollegen dann extra zum entsprechenden Gate kam. Und nur mit ein paar sehr, sehr netten Worten und einer gemeinsamen Besichtigung des Innenhofes rund um unser Haus, bekam ich dann die Garantie, dass es klappen würde. Sehr, sehr nett die beiden Herren und schlussendlich folgen diese auch nur den Vorschriften.

Es lief somit alles sehr reibungslos, aber lieber einmal mehr vergewissern, absichern und an die entsprechenden Genehmigungen frühzeitig einholen.

Umzug – 14,2 km Entfernung

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Nach dem letzten, großen Umzug von 6030 km von Nandlstadt, Bayern nach Dubai, UAE erschien dieser Umzug von nur 14,2 km ein Klacks. Und so war es auch. Inwieweit man natürlich immer von einem Klacks bei einem Umzug und dem damit verbundenen Chaos über mehrere Tage, Wochen reden kann. Denn bis wieder alles seinen richtigen Ort am neuen Platz findet – das dauert…. Wir haben ja wirklich schon viel Übung

von den Eltern nach Freising – eins

von Freising nach Biedenkopf – zwei

von Biedenkopf nach Würzburg – drei

von Würzburg – nach Regensburg in eine Wohnung – vier

von der Wohnung in Regensburg in ein Haus – fünf

von Regensburg nach Milwaukee, USA – 1. Wohnung – sechs

von der 1. In die 2. Wohnung in Milwaukee – sieben

von Milwaukee nach Johannesburg, Südafrika (1. Haus) – acht

vom 1. Haus ins 2. Haus in Johannesburg – neun

von Johannesburg nach Nandlstadt, Bayern – zehn

vom gemieteten Haus in Bayern ins Eigenheim in Nandlstadt – elf

von Nandlstadt nach Dubai, UAE – zwölf

vom gemieteten Haus in Dubai in Eigenheit in Dubai – dreizehn

Trotz all der Übung, ist ein Umzug immer anstrengend, die Organisation drumherum, das Einleben, das Ordnung schaffen, das Einleben, die Infrastruktur drum herum wieder aufbauen usw. usw. Die Liste ist unendlich. Und jeder der das schon mal durchhat, weiß wovon ich spreche.

Den ein oder anderen Umzug haben wir mit sehr lieben, fleißigen Freunden gemanagt. Dieses Mal aber haben wir uns ein Umzugsunternehmen gegönnt. Einfach zu viel Umzug über die letzten Jahre und der vorletzte mit den fleißigsten Helfern das größte Desaster, denn sowohl mein Mann und ich KRANK und somit kurzfristig kurz nach Umzugsstart komplett ausgeknockt.

Dieses Mal also ein einfacher Umzug mit einem lokalen Umzugsunternehmen. Glückgriff und Volltreffer. Super Team, extrem schnell und zuverlässig.

Das Team rückte gar mit einem ganzen TeamBus an. Wie in einem Ameisenhaufen ging es bei uns zu und innerhalb kürzester Zeit, kurz nach meinem ersten Kaffee am Morgen war bereits das komplette obere Stockwerk verpackt. Wir staunten nicht schlecht.

Und wer hätte es gedacht? Bereits am ersten Abend war das neue Haus soweit eingerichtet, dass wir alle in einigermaßen fertigen Zimmern in den eigenen vier Wänden nächtigen konnten. Unglaublich. Wir hätten das nie gedacht.

Der nächste Tag, pünktlichste gestartet, verlief ebenso schnell und reibungslos und am Nachmittag war alles im Haus an einem Platz. Das vieles später wohl am falschen Platz sein sollte, war mehr der Tatsache geschuldet, dass die Räumlichkeiten im neuen Haus leicht umorganisiert wurden und noch werden… Aber es wird. Jeden Tag ein kleines Stück weiter.

Somit war der Umzug am Samstagabend fertig und am Sonntag konnten die Handwerker wieder weitermachen, denn die waren ja leider noch nicht fertig. Was aber auch nicht anders zu erwarten gewesen war.

Wir sind am 12. November im neuen Haus gewesen und langsam werden die Handwerker Besuche seltener. Es sei denn, wie gestern, dass unerwartet irgendwo Wasser aus der Wand quillt….

Fazit: Umzug, Dank tollem, professionellem Umzugsunternehmen perfekt über die Bühne gebracht. Und jetzt erstmal, hoffentlich, LANGE kein Umzug  mehr in Sicht, sondern einfach nur genießen, leben und gutgehen lassen.

Haustür, Fenster und Löcher in Wänden…

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Etwas, das uns von Anfang an nicht an unserem Hauses gefallen hat, waren die Fenster und Türen. Da alle Scheiben von außen dunkel „verspiegelt“ sind, fällt relativ wenig Tageslicht in die tollen Räume. Nach der Schlüsselübergabe und dem ersten wirklich vertraut werden mit den eigenen vier Wänden, kam uns sehr schnell die Idee, die Fenster im Wohnbereich direkt austauschen zu lassen, zwei der vier Fenster zu verbinden und eine große Schiebetür einzusetzen, sodass wir richtig viel Licht, Luft und Leichtigkeit in den Raum bekommen. Der Bauleiter, der am nächsten Morgen mit unserem doch nicht allzu kleinen Extraauftrag konfrontiert wurde, legte sich erst einmal für zwei Minuten schweigend, leicht blass um die Nase, mitten in eben diesem noch dunklen Wohnbereich auf den Boden… O.k., dieser Zusatz für die sowieso schon sehr knapp bemessenen 11 Tage Umbauphase, war keine Kleinigkeit. Ich half ihm ein bisschen zurück auf die Beine, in dem ich beteuerte, dass ich mich um die Beschaffung und Einbau der Fenster- und Türlieferanten kümmern würde. Somit auch für mich spontan eine große Herausforderung. Am nächsten Morgen erstmal ab ins Internet, dann ab ins Auto. Klinken putzen. Größte Überraschung bei dieser Tour, in welchen versteckten Industrie-„Hinterhöfen“ sich diese Anbieter befinden. Super spannend, kann ich euch nur sagen!! Da das Auffinden viel länger dauerte, als gedacht, habe ich nur zwei Anbieter abklappern können. Der erste machte einen guten Eindruck, war aber in keinster Weise auf wirkliche Besucher vor Ort eingestellt. Nichts desto trotz aber super freundlich und bereits ein Tag später war der verantwortliche Verkäufer bei mir vor Ort, drei Stunden später hatte ich das Angebot. Der zweite Verkäufer, mit dem ich telefonisch in dem etwas hübscheren Verkaufsraum nur telefonisch verbunden wurde, meldete sich nie wieder bei mir.

(Wenn also jemand wirklich glaubt, Dubai sei überall nur Glanz, Glamour und Luxus… – hier geht alles und hier gibt es alles.)

Somit fiel die Wahl ganz gezwungen spontan auf den einen Anbieter. Da aber sowohl die Qualität der Rahmen und Fenster im „Showroom“, als auch die Ausführungen des Verkäufers im persönlichen Gespräch ganz nach unseren Vorstellungen verlaufen war, war das keine schwierige Entscheidung. Zudem importiert die Firma ihre UPVC Profile auch noch aus Deutschland.

Nicht ganz so spontan und schnell ließ sich die Wand davon überzeugen, dass sie Raum für Licht geben sollte. Es waren so viele Stahlstreben in der Wand verarbeitet, dass es unbeschreiblich viel Lärm und Staub für die Nachbarn hieß. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich zu beiden direkten Nachbarn je mit einem großen Blumenstrauß UND eine sehr großen Leckerli-Packung eines bekannten deutschen Süßwarenherstellers erneute Klinken putze. Was für eine Freude bei den Nachbarn über die nette Geste und was für eine Freude bei mir über die netten Nachbarn. Ich war regelrecht beflügelt von diesem Gefühl. Denn in unserem Mietshaus zuvor kannten wir seit einem Jahr keine einzige Person in unserer kompletten Nachbarschaft.

Neben der großen Fensterfront tauschten wir ebenfalls die Badfenster in den drei Bädern aus, die sowieso gerichtet werden mussten.

Gerade just in diesem Moment sitze ich hier und bekomme heute auch noch meine neue Haustüre.

Welche Freude, damit nun gleich noch das Maximum an Lichteinfall geschaffen zu haben.

Bei Einzug waren zwar die Fensterrahmen alle eingesetzt und die Schiebetür verschließbar, allerdings kam das Glas nicht rechtzeitig… und wir mussten mehrere Tage mit verbarrikadierten Fensterrahmen leben, die somit natürlich erstmal jeglichen kleinsten Lichteinfall verhinderten.

Das Fenster im unteren Bad war gar für mehrere Tage sowohl ohne Rahmen, als auch ohne Verbarrikatierung, da die Fliesenleger noch die begehbare Dusche rund um das neue Fenster fliesen und verfugen mussten. Zum Glück wohnen wir jetzt in Dubai und ich habe mir wirklich keine Gedanken gemacht, dass jemand hier nachts einsteigen könnte.

Aber, was soll ich sagen. Jetzt haben wir einen wunderschönen lichtdurchfluteten Wohnbereich und in etwa zwei Stunden auch noch einen ebenso lichtdurchfluteten Eingangsbereich. Wunderschön.

Nachteil: Wir sind jetzt so begeistert von den neuen Fenstern, dass sicher im Laufe des nächsten Jahres noch das ein oder andere weitere ausgetauscht werden wird.

Auch der Bauleiter ist total begeistert von dem Anbieter und die beiden arbeiten mittlerweile auch sehr innig zusammen… Ich sollte da mal nach Provision fragen.

Schließlich war ich auf Fenster- und Türenjagd in düsteren Hinterhöfen unterwegs 😉

Zur Erklärung: Wir wollten keine Metalltür in günstig (hier am häufigsten im Angebot, eben auch im China Markt – Dragon Mart. Oder in verschiedenen anderen sehr schmucken Show-Räumen von internationalen Anbietern. Wir wollten auch keine Holztür, sondern hatten uns auf UPVC entschieden. Da wir sowohl in Deutschland, als auch damals in Südafrika solche Türen hatten uns sehr, sehr zufrieden waren. Und für UPVC gibt es nicht ganz so viele Anbieter.

Vorher:

Während den Bauarbeiten:

Nachher: