Bad Renovierungen        

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Wasser marsch…

Wir hatten das große Glück, dass das Bad im Elternschlafzimmer bereits komplett renoviert worden war, vor gar nicht allzu langer Zeit und dies auch sehr geschmackvoll. Leider waren die beiden Bäder der Kinder in einem schlechten Zustand. Die Toiletten schrecklich, die Aufbauten hinter den Toiletten in einem sehr littichen Zustand. Littich…? Wohl „hessisch“ für eine wirklich schwache Ausführung; eben einen schlechten Zustand. Die mit Folie überzogenen Waschtische mit Waschbecken durchweicht im unteren Bereich, die Folie lose an allen Ecken und Enden und die Fenster schlossen auch nicht wirklich richtig

Des Weiteren war im unteren Bereich ein „Powder Room“, darüber habe ich im Artikel „Haussuche“ bereits berichtet. Daneben liegt die „Study“ (ebenfalls im Artikel Haussuche zu finden), die von uns zum Gästezimmer umfunktioniert werden sollte. Somit brauchte aber dieser Powder Room, der nun als Badezimmer für Gäste fungieren soll, auch eine Dusche und eine generelle Überholung und auch hier ein neues Fenster und eine Tür! Große Pläne also schon für 11 Tage…. (neben all den anderen Ideen, die wir für die 11 Tage entwickelt hatten)

Für die Fenster habe ich eine Lösung gefunden, davon die Tage mehr. Den Rest übernahmen die fleißigen Arbeiter, die zu Hauf das Haus belebten. Ich habe Stunden im Dragon Mart, einem Chinesischen Alleshändler Riesenmarkt, verbracht, um Toiletten, Waschtische, Armaturen usw. usw. zu wählen, zu bestellen und natürlich zu zahlen. Es lief alles Hand in Hand.

Keines der Bäder war dann leider beim Einzug komplett fertig, aber kurze Zeit später zumindest zwei davon.

Wobei dann ein Bad wieder stillgelegt wurde, nachdem dann das untere Gästebad fertig angeschlossen war, denn bei der Abnahme gab es eine Überraschung. Ich habe mit dem Bauleiter und dem „Übersetzer“ die Anschlüsse der Armaturen überprüft. Wasser marsch. Und leider kam das Wasser nicht nur aus den Hähnen, Brausen und Köpfen, sondern auch aus einem „Gartenschlauch“, der über der Dusche aus der Decke baumelte… Das erklärte dann eventuell auch, warum in dem darüber liegenden Bad am Abend zuvor kein Wasser mehr lief. Somit wurde dann wieder das obere Bad auseinandergenommen…. Tief durchatmen, am Besten mal kurz meditieren und bloß nicht aufregen. Es wurden wieder Fliesen rausgerissen, die Toilette abgeschraubt und somit zog erneut, in dem so frisch geputzten Bad, CHAOS und Dreck ein. 1,5 Tage später waren beide Bäder wieder funktionsfertig und das Problem gelöst. Endlich.

Jetzt musste nur das Gästebad noch verputzt werden und die Tür gesetzt werden. Auch das ist jetzt soweit fertig. Fehlt noch das Licht, der Spjegel und die Reinigung und ein paar Kleinteile…

Die Bäder strahlen in einem neuen Glanz, es macht uns wirklich glücklich und wir sind froh, uns zur Erneuerung durchgerungen zu haben.

Sprachbarrieren: In den Kinderbädern ist es fast unmöglich einen Toilettenpapier-Halter anzubringen. Denn auf der einen Seite ist die gläserne Duschwand und auf der anderen Seite der nagelneue Waschtisch… Leider hatte ich bereits die Wandhalter gekauft, weil ich das Problem vorher nicht erkannt hatte. So waren die Arbeiter eifrig dabei mir Handtuchhalter anzubringen und eben auch die Halter. In den Kinderbädern war ich ratlos und erklärte in einfachstem Englisch (meiner Meinung nach) die Halter sollen NICHT angebracht werden, ich würde mich am nächsten Tag entscheiden. „NOT today, will decide/will tell you TOMORROW“. Mit entsprechenden abwinkenden Handzeichen… Ich war keine zwei Minuten aus dem Bad, da höre ich die Bohrmaschine…. Somit haben wir jetzt zwei Löcher an nicht vorgesehener Stelle in den neuen Fliesen, die „professionell“ wieder zugespachtelt wurden, nachdem aus meinem Wutanfall offensichtlich klar zu verstehen war, dass wohl etwas falsch gelaufen war….

Schlüsselübergabe und UmBauBeginn

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Am 1. November 2021 haben wir ihn dann in den Händen: unseren Schlüssel für´s Eigenheim.

Und damit noch gleich eine große Ladung ORGANISATION an der Backe. Von Arbeit kann ich nicht reden, denn in diesem Falle werden wir arbeiten lassen. Viele, die bei unserem letzten Umbau (2018) so fleißig mitgeholfen haben, können unsere Entscheidung nur zu gut verstehen. Zudem haben wir natürlich hier nicht das super fleißige Freunde-Backup von ganz besonderen Wichteln, die uns in Nandlstadt so unbeschreiblich toll unterstützt haben. Also lassen wir jetzt arbeiten. Ich habe durch eine Empfehlung einer Freundin einen top Umbauleiter gefunden. Duncan. Ohne ihn und sein Team hätten wir nie den groben Umbau in 11 Tagen geschafft. Denn nur 11 Tage lagen zwischen Schlüsselübergabe und Einzug. Unser Mietvertrag im alten Haus lief zum 14. November aus, also musste gezwungenermaßen der Umzug am 12. Und 13. November über die Bühne gehen. Und wir haben es geschafft. Mit kleinen und größeren offenen Baustellen, aber so einer Grundlage im Eigenheim, dass man dort wohnen kann. Zwar war nur ein Bad ganz fertig, aber das ist wohl eher ein Luxusproblem, wenn nur eines von vier Bädern frei ist. Fast lächerlich, darüber zu reden, aber leider war halt trotzdem nach Einzug Staub und Bauarbeiter im ganzen Haus auf meinem Tagesordnungspunkt.

Es ist nicht das erste Haus, welches wir gekauft und umgebaut haben, bzw. umbauen lassen haben.

Interessant ist, dass man hier nur minimalistisch mit den Bauarbeitern kommunizieren kann, denn die wenigsten können ausreichend Englisch. Ich bin mittlerweile umbautechnisch mit einem sehr guten, umfangreichen Vokabular ausgestattet, nach diversen Baustellen 😉, eben auch in Südafrika. Dort allerdings, war es überhaupt kein Problem mit allen Bauarbeitern fließend zu kommunizieren. Vielmehr habe ich so viele Vokabeln rund um das Thema Hausbau gelernt. Hier in Dubai muss man eigentlich immer warten, bis der „Mittelmann“ wieder vorbeischaut, um den Arbeitern die Arbeiten oder Anliegen zu erklären. Schon gewöhnungsbedürftig.

Aber heute ist der 24. November und ich kann nur sagen, der Großteil ist jetzt endlich geschafft. Die gröbsten Arbeiten im HausInneren abgeschlossen. Nur noch Kleinigkeiten und etwas Außenbereich steht noch an. Und natürlich das finale Dekorieren und Verräumen… Das wird sicher noch eine ganze Weile dauern, aber ich lasse mir jetzt auch Zeit, denn die 11 Tage Umbau (neben Besuch aus Deutschland und Schulalltag) waren wirklich hart. Und wenn täglich um die 20-24 Arbeiter auf der Baustelle rumwuseln… Hut ab.

Entdecker Overload

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… heute Expo.

Mein letzter Eintrag hier ist über einen Monat her. Die Zeit ist seitdem nur so verflogen. Totaler Overload an Eindrücken und Erlebnissen. Unglaublich.

Expo, Expo, Expo; 2x Besuch aus Deutschland, Herbstferien mit mehr Expo, Wandern in den Hatta Bergen, Umbau, Umbau, Umbau – Umzug, mehr Umbau, Umbau… Nebenbei natürlich Klassenarbeiten, Hausaufgaben, Musikunterricht usw. usw.

KRASS, kann ich euch nur sagen. Alles super schön, überwältigend, aber natürlich auch M E G A anstrengend.

Wo soll ich anfangen?

Erstmal zur Expo – ongoing SUPER WOW Erlebnisse.

Wir waren bereits über 10x auf dem Expo Gelände. Die Saison Family Karte hat sich also auf jeden Fall gelohnt. Trotz der vielen Besuche haben wir noch lange nicht alle Pavillons gesehen. Wir nehmen uns aber auch wirklich Zeit, zu verweilen, denn meiner Meinung nach haben wir früh genug mit unseren Besuchen angefangen und werden es auf jeden Fall bis Ende März schaffen, hoffentlich alle besucht zu haben. Bei den Besuchen schwebt man förmlich von einer WOW Wolke zur nächsten. Es ist unglaublich, was sich die Länder alles haben einfallen lassen. Manche bestechen alleine durch die Architektur, andere durch die Interaktionen oder Installationen. Es ist unbeschreiblich, was man dort alles erleben kann. „RIESEN“ im Mobility Pavillon, Bällebaden im Deutschen Pavillon, Schwäbisch essen im Baden-Württemberg Haus, absolute Faszination über mehrere Etagen im Marrokko Gebäude, Glitzerwelt rund um Pakistan, Stahlstehlen Installation der besonderen Art in Bahrain, Wärme und Herzlichkeit in Nigeria, Hängematten über Wasser in Brasilien, WOW in Spanien, Waffeln und WOW in den Niederlanden, Schneeflocken in der Tschechei, grünes Haus in Singapor usw usw. Für unzählige Eindrücke gerne auf meinem Instagram Account vorbeischauen.

Und das Unglaubliche ja, solch eine harmonische, weltverbindende Massenveranstaltung (mit Maskenpflicht) zu Zeiten, in denen die Welt z.B. in Deutschland wieder Corona-verrückt spielt.

Ich bin einfach froh, dass ich meine erste Expo hier mit meiner Familie erleben und genießen kann in vollen Zügen. Und ihr könnt sicher sein, bis Ende März, ist unser Fokus weiterhin SO OFT WIE MÖGLICH EXPO!

Braunfels für 20 Stunden

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Hessen – Lahn-Dill-Kreis

Meine Oma feiert ihren 89. Geburtstag im August 2021. Zu meiner und ihrer Freude, fällt dieser Tag in unseren, ab jetzt alljährlichen, Sommer-Langzeit-Aufenthalt. Meine Oma liebt das Reisen, sie findet darin wahrscheinlich das EntdeckerGlück genauso wie ich. Ich habe auch schon einige tolle Touren mit ihr gemacht. Wir waren schon zu 10 Tage mit dem Mietwagen auf Mallorca unterwegs und haben eine Woche Flusskreuzfahrt in Frankreich genossen. Sie hat uns auch mehrmals für je zwei Wochen in Südafrika besucht. Einmal sogar ganz alleine mit Anfang 80, mit ihrer sieben Jahre jüngeren Schwester. Auch in Milwaukee, USA hat sie uns besucht.

Zu ihrem 89. kam mir somit natürlich die Idee, ihr eine Übernachtung mit mir und den Kindern in einem Hotel zu schenken. Die Wahl fiel auf das Schlosshotel in Braunfels.

Die Lage des Hotels war ungeahnt perfekt, auf Höhe der Altstadt, so dass es für meine Oma kein Problem war, mit dem Rollator die Stadt mit uns zu Fuß zu erkunden. Die Altstadt befindet sich auf dem Hügel rund um den Schlossberg, während die nicht so schöne Neustadt im Tal liegt. Der Luftkurort im nördlichen Taunus hat wirklich eine gut erhaltene und gepflegte kleine Fachwerkaltstadt rund um den historischen Marktplatz. Wir laufen einige der kleinen, verwinkelten Gassen ab und schreiten durch alte Stadttore. Danach braucht Oma eine kleine Pause. Während meine Tochter mit ihrer Uroma auf dem Marktplatz auf einer Bank ein Schwätzchen hält, machen mein Sohn und ich uns auf den kurzen Weg zum Schloss. Durch ein großes, rotes hölzernes Fall-Tor betreten wir die Schlossanlage. Beeindruckend führt uns ein breiter Treppengang weiter hinauf zum Schlosshof. Im Hof tummeln sich schon Besucher, die auf eine Führung warten. Wir aber entschließen uns, nur das Museum zu besuchen. An einem Drehkreuz zahlen wir je drei Euro und können uns dann selber „einlassen“. Das Museum ist beeindruckend. Waffen, Münzen, Kleidung, Schmuck, Uniformen, Siegel, Glas, Orden und vieles, vieles mehr. Immer weiter reihen sich die verschiedenen Räume aneinander. Super spannend, kurzweilig und auch mein 11-jähriger Sohn ist begeistert.

Geschichtlich beladen machen wir uns wieder auf den Weg zum Marktplatz. Kaffee und Eiscreme steht als nächstes auf dem Programm.

Damit sind wir gestärkt und spazieren noch ein wenig durch den Kurpark Herrengarten. Dieser Terrassengarten wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Die Kinder rennen und toben, die Oma und ich schlendern gemütlich hinterher. Am meisten begeistert mich ein wirklich großer Mammutbaum, der mich sofort an einen Besuch des Sequoia Nationalparks in den USA erinnert.

Direkt hinter dem Herrengarten kommen wir durch einen schmalen Gang wieder auf den Hof unseres Hotels. Genug gelaufen. Das Hotel hat einen wunderschönen Aufenthaltsraum mit vielen Gesellschaftsspielen und einer Selbstbedienungs-Bar auf Vertrauensbasis. Wir haben das Glück, dass wir an einem Montag in Braunfels sind und weil die Restaurants in Braunfels montags geschlossen haben, bietet das Hotel nur an diesem Wochentag (momentan) abends ein Essen für seine Gäste an. Draußen regnet es mittlerweile, wir sind viel gelaufen, hatten einen super schönen Tag und viel frische Luft und genießen das Verweilen in toller Umgebung.

Wir lernen Kniffel Duell kennen, das unerwartet viel Spaß macht, spielen unzählige Runden Qwixx, eines meiner Lieblingsspiele und werden zur Krönung noch mit einer köstlichen Suppe verwöhnt.

Später ziehen wir uns in unsere königlichen Gemächer im Schlosshotel zurück und schlafen zufrieden ein.

In dem wunderschönen Raum, in dem wir den Abend haben ausklingen lassen, starten wir den nächsten Tag mit klingenden Tassen mit köstlichem Kaffee.

Fazit: Braunfels lohnt sich auf jeden Fall für eine Nacht. Bei mehreren Übernachtungen würde man dann anfangen, die Umgebung zu erkunden oder zu erwandern.

Für meine Oma, die UrOma meiner Kinder:

Oma, es war ein so schöner Ausflug mit Dir, so wie all unsere gemeinsame Zeit immer und überall. Ich freue mich jetzt schon RIESIG, wenn Du uns im Februar in Dubai besuchen kommst.
Du bist die Beste – ich hab dich lieb. Pass gut auf dich auf.

Strohblume…

Diese kleine gelbe Blüte durfte ich Dank meiner Oma, in Braunfels kennenlernen. Sie fühlt sich komplett KÜNSTLICH anfühlt. Unser Sohn, konnte gar nicht glauben, dass sie echt ist. Man lernt nie aus. Eine „StrohBlume“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Über solche kleinen Entdeckungen kann ich mich ja riesig freuen.

Kopenhagen für ein Wochenende

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Novemberausflug mit meiner ältesten Freundin. Früher schoben wir zwei unseren Kinderwagen zusammen durch das hessische Hinterland, jetzt ziehen wir unsere Koffer gemeinsam Richtung Bahn, die uns in die Stadt zu unserem Hotel bringen wird. Wir machen einen Mädels Ausflug. An einem Wochenende im November fliegen wir von zwei unterschiedlichen deutschen Flughäfen in die Hauptstadt Dänemarks, Kopenhagen. In meinen drei Jahren in Milwaukee, USA, war eine meiner besten Freundinnen Dänin. Ich habe damals viele ihrer wirklich offenen, netten Familienmitglieder kennengelernt, schon einiges über Sitten und Gebräuche erfahren – u.a., dass die Dänen gerne Smørrebrød essen, eigentlich nur ein Butterbrot, aber daraus wurde schon in Milwaukee ein Hype gemacht. Ich freute mich also sehr darauf, dieses Land, besser diese Stadt, dessen Menschen ich schon lieben gelernt hatte, kennenzulernen.

Die Lage unseres Hotels direkt am Rathausplatz, in der Nähe des Tivoli ist perfekt für unser Erkundungswochenende. Ebenfalls toll, der Empfang des netten Rezeptionisten und der direkte Hinweis auf die Bar neben der Rezeption, an der wir uns jederzeit kostenlos unsere Wasserflaschen auffüllen lassen können. Ein einfaches und kleines Extra, aber in einer doch recht teuren Stadt – Gold (Geld) wert.

Nur kurz Koffer ins Zimmer und dann los. Erstes Carlsberg Bier zum Mittagessen serviert von einer gutgelaunten Bedienung im Zalt. Erste Überraschung, die doch erstaunlichen Preise vor Ort. Aber das trübt unsere Stimmung kein bisschen, genauso wenig wie das trübe, kühle Wetter. Wir lassen uns einfach ohne Ziel durch die Gassen treiben, die Stadt auf uns wirken, ohne Ziel und ohne Plan. Immer wieder kommen wir zum Wasser, überqueren Brücken jeder Größe, bestaunen bunte Schiffe und machen viel zu viele Fotos von denselben. Immer wieder stoßen wir auf Plätze mit kleinen Weihnachtsmärkten und immer wieder gönnen wir uns einen Glühwein, um uns auch von innen zu wärmen. Die Mützen unserer Jacken tief ins Gesicht gezogen, denn es weht ein wirklich kalter, feuchter Wind. Am Nachmittag wollen wir eigentlich noch den Weg zur Kleinen Meerjungfrau finden. Vorbei an der beeindruckenden Frederiks Kirche und am Design Museum laufen wir Richtung Kastell und stoßen wieder auf Wasser. Nicht mehr weit bis zur Meerjungfrau. Aber kurz zuvor stoßen wir auf etwas, das uns magisch anzieht. Toldboden.

Wir verlieben uns sofort in diese Location. Untergebracht in einer alten Industriehalle mit Blick aufs Wasser im Bezirk Nordre Toldbod. Kuschelig warm, sitzen wir auf Kunstfellen an langen Tischen auf rustikalen Holzbänken. Die Tische mit Kerzenlicht geschmückt. Es ist einfach ein wunderschöner Ort. Somit verweilen wir auch spontan viel länger als geplant, genießen köstliches Essen und den ein oder anderen Drink. Aber geplant hatten wir ja eigentlich nur, dass wir Zeit miteinander verbringen wollen… Die bronzene Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf ihrem Stein und wird auch morgen noch dort sitzen. Wobei das ja nicht ganz stimmt. Das Original wird angeblich an einem geheimen Ort aufbewahrt. Hier sitzt eine Kopie des Entwurfes, aber auch die sitzt seit 1913 dort.

Durch windige Gassen schlendern wir zurück zum Hotel.

Den nächsten Morgen starten wir mit der Hop-on Hop-off Bustour. Aus der Bustour wird sehr schnell eine Bootsfahrt, im Ticketpreis inklusive. Diese wird leider der totale Reinfall, denn da es draußen kontinuierlich regnet, bringen die vielen Menschen, die sich ins Trockene des Bootes flüchten, so viel Feuchtigkeit mit hinein, dass die Fenster und das Glasdach komplett beschlagen und wir wirklich nichts mehr von Kopenhagen sehen können. Wir machen das Beste daraus. Etwa eine Stunde lang quatschen wir, lachen uns schlapp über die skurrile Situation, lauschen schon gar nicht mehr den Erzählungen über die Lautsprecher, die wir sowieso nicht mehr verstehen können, denn das ganze Boot ist in großes Geschnatter verfallen. Wir verlassen nur einmal unseren Sitzplatz und wagen uns für ein paar Minuten in die nasse Kälte am Heck des Schiffes. Irgendwie war es dann doch ein lustiges Erlebnis, aber nicht empfehlenswert. Ziemlich lange warten wir auf den nächsten Tourbus. Nächster Ausstieg für uns: die Ice-Bar. Obwohl die Temperaturen eh schon sehr kühl sind, es leicht nieselt, wagen wir es. Am Eingang lassen wir uns zusätzlich zu unseren Winterjacken auch noch in Spezial-Capes packen und dann geht es durch eine Kälteschleuse in die Bar aus Eis. Wie kleine Kinder freuen wir uns über das Erlebnis – alles aus EIS. Tische, Bänke, Wände, Theke… wieder entstehen viel zu viele Fotos, weil wir so begeistert sind. Aber nach gut 40 Minuten dringt die Kälte dann auch durch das Cape und die Winterjacke an den Körper. Zeit, uns wieder auf den Weg zu machen. Nicht weit entfernt finden wir ein nettes Eck-Café mit einem Tisch am Fenster. „Det Elektriske Hjørne“ – die elektrische Ecke. Zwei heiße, köstliche Kaffees bringen die innere Wärme zurück. Das Leben pulsiert hier bereits am frühen Nachmittag und fast fällt es uns schwer, weiter auf Erkundungstour zu gehen.

Nächstes Ziel sind die wundervollen Gärten des Schloss Rosenborg. Natürlich fehlt hier im November die bunte Blütenpracht, aber auch der graue Himmel mit der beeindruckenden, grünen Hecken-Schnittkunst sind sehenswert. Die Kronjuwelen, die wir Schoss bei einer Führung besichtigen könnten, müssen auf einen nächsten Besuch von uns warten. Wir wollen noch die Wachablösung im Hofe des Schlosses Amalienborg sehen. Da wir etwas früh dran sind und beide wasserverliebt, machen wir noch einen kurzen Abstecher durch den Amalienhaven, einen kleinen Park nicht weit vom Schloss entfernt, ans Ufer. Und wie es der Zufall so will, steht eine hübsche, blaue Ape mit Aufschrift Kaffe-Drønet dort und wartet auf uns. Unsere kalten Füße geben uns eindeutig zu verstehen, dass wir ein heißes Getränk dringend benötigen, um den Marsch der Garde zu verfolgen.

Und dann marschieren sie nach langem Warten endlich. Viele Schaulustige drängen sich auf den Platz, laute Befehle schallen immer mal wieder über den Platz, Stiefelgeklapper, WachHerren mit überdimensionalen PuschelHüten wechseln Positionen… Aber mal ehrlich, es gibt Spannenderes.

Körper und Geist absolut unter Kontrolle schaffen wir heute den Weg vorbei am Toldboden, dem Zollhaus, Richtung Meerjungfrau. Auch hier, viele Menschen und die Frau viel kleiner, als ich erwartet hatte. Aber gut, es heißt ja auch die KLEINE Meerjungfrau. Wir versuchen ein paar Fotos ohne die Menschenmassen zu ergattern. Einige Asiaten klettern fast rüber auf den Felsen, immer der Gefahr ausgesetzt, entweder in das eiskalte Wasser zu fallen oder zumindest nasse Füße zu bekommen. Zu viel Trubel hier, weiter geht´s. Wir wollen nämlich noch das Kastell erkunden. Die Zitadelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und auf den Hügeln weht leider der Wind mit gefühlt 17 Knoten. Die Kälte drängt schon ganz bald durch unsere dicken Winterjacken und Schuhe, aber es geht nicht mehr. Zu kalt die frische Brise. Und ganz ohne können wir heute doch nicht… Toldboden ist so nah und lockt uns wieder. Nur kurz aufwärmen, stärken und dann aber wirklich weiter. Aber nein, auch heute bleiben wir einfach sitzen, lassen den Abend ausklingen und genießen. Es ist schließlich unser letzter Abend.

Wir haben so viele tolle Eindrücke gesammelt, eine wunderschöne gemeinsame Zeit erlebt, einige Gelegenheiten für wirklich längst überfällige Gespräche gefunden und leider vergessen, Smørrebrød zu essen. Das bedeutet wohl, ich muss noch einmal wiederkommen.

„kleine“ Radtouren in Dubai

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…zum Beispiel mit den Mietfahrrädern von Careem.

Eine tolle Möglichkeit auf eigene Faust ein bisschen die Stadt zu erkunden, sind die Leihfahrräder von Careem. Die grünen Elektroräder stehen an mehreren Stationen in der Stadt zur Verfügung. Die Mietstationen sind auf der Careem App eingezeichnet. Diese benötigt man unbedingt, um ein Fahrrad zu „entschlüsseln“.

Ich habe mit den Rädern das komplette Gebiet der Dubai Marina abgefahren in zwei Etappen. Je eine Seite der Marina an einem Tag. Auf der einen Seite habe ich mir noch einen Kaffee in der deutschen Bäckerei „Bakers Kitchen“ gegönnt.

Zum Strand hin kann man leider nicht wirklich radeln. An der Promenade des JBR Beaches ist das Radfahren leider verboten und von der Marina aus Richtung Norden ist der Strand privat und gehört zu den Hotels. Ich habe auch versucht mit dem Rad hinüber auf die Bluewater Island mit dem Al Ain Riesenrad zu gelangen – leider unmöglich.

Von der Marina aus einmal über die E11, die Sheikh Zayed Road hinweg, kommt man zum Bereich der Jumeirah Lake Towers. Hier gibt es drei Seen und einen Park, an denen man ebenfalls wunderschön mit dem Rad entlangfahren kann. Fußgängerbrücken (auf denen man natürlich das Rad schieben muss) überqueren die zwischen den Seen und dem Park liegenden Hauptstraßen.

Von der Marina aus Richtung Norden gelangt man zum Dubai Media City Park, mit tollen Graffitis auch einen Abstecher wert.

Noch viel weiter nördlich, am Dubai Creek, kann man auch sehr schön entlang radeln. Diesen Bereich habe ich mir für den kommenden „Winter“ aufgehoben. Auch hier stehen Careem Leihräder zur Verfügung.„kleine“ Fahrradtouren in Dubai

Impressionen rund um die Jumeriah Lake Towers:

Impressionen rund um die Marina:

Impressionen rund um den Media City Park:

Photowalks Joburg

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Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt oft unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

Ihn Johannesburg war ich mit verschiedenen Anbietern unterwegs:

Joburg Photowalkers

Past Experience

African Secrets: Cultural Walks and events in Johannesburg

Hier ein paar Eindrücke von meinen Walks durch Johannesburg:

Berea:

Eindrücke einer sehr beeindruckenden Tour mit tollen Begegnungen durch das Township Alexandra:

Früh morgens im Depot der Reefsteamers:

Photowalks Dubai

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Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

In Dubai habe ich nun zwei Touren mit Gulf Photo Plus gemacht.

Nächste Woche steht die nächste Tour für mich an.

Impressionen meiner Wüstentour:

Impressionen einer Abendtour durch den Stadtteil Naif zum Fastenbrechen (Eid) während des Ramadan im Jahr 2021:

Mein aktuellster Photowalk mit Gulf Photo Plus hat mich durch den Stadtteil Bur Dubai geführt. Indische Eindrücke, Textil-Souk und enge, versteckte Gassen. Ein wundervoller Morgen.

Seychellen

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Sechs Nächte, drei Inseln und sieben Meeresfrüchte Salate

Es ist August in Südafrika, der Tiefpunkt der winterlichen Temperaturen. Wir brauchen dringend Wärme. Also buchen wir spontan einen Kurztrip auf die Seychellen. Kurz vor Mitternacht sitzen wir im Flieger. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf steigen wir am nächsten Morgen bei sommerlichen Temperaturen um kurz vor sieben Uhr Ortstzeit aus dem Flugzeug, zwar nicht ganz fit und frisch, aber egal wie, die Wärme hier ist mehr als angenehm. 

Ein Taxi bringt uns zu unserer ersten Unterkunft auf der Hauptinsel Mahé. Mit Blumenkränzen und einem tropischen Getränk werden wir herzlichst im Hotel empfangen. Wir wollen diese herrliche Terrasse, die über das Meer hinausragt, gar nicht mehr verlassen. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass dieses Hotel die richtige Wahl war. Und bei Betreten unseres Bungalows, bleibt uns die Sprache weg. Wir wissen nicht warum, aber wir haben ein Upgrade bekommen und beziehen eine superschöne Villa mit kleiner Terrasse. Der Wohnraum im Untergeschoss hat ein 180 Grad halbrundes Fenster und scheint über dem Meer zu schweben. Im oberen Bereich finden wir zwei Schlafzimmer mit demselben Schwebegfühl. Obwohl das Zimmer so wunderschön ist, ruft uns aber der Strand und die Fische. Wir packen die Badesachen, leihen uns Schnorchelausrüstungen an der Rezeption und dann verbringen wir den Tag an einer kleinen, idyllischen Bucht, direkt am Hotel.

Den kompletten Reisebericht, inklusive aller Hotels zum Download Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Insel Praslin

Mit einer Minipropeller Maschine, die vielleicht Platz für 15 Passagiere bietet, ist der Überflug nicht nur unser Transfer zur nächsten Insel, sondern ein ganz besonderes Erlebnis. Die Inselgruppen schauen atemberaubend schön aus der Luft aus: türkisblaues Wasser, herrliche goldene Sandstrände und tiefgrüne Inselkerne. 

Auf Praslin angekommen geht es mit dem Taxi weiter. Die Insel ist vielleicht zwölf Kilometer lang und etwa fünf Kilometer breit.  Es gibt eine einzige Ampel und diese springt dann auf rot, wenn ein Flugzeug landet oder startet. 

Wie schon auf Mahé, hängen auch hier überall Plakate und wehen Fahnen, die die achten „Olympischen“ Spiele der Inseln des indischen Ozeanes ankündigen, die in diesem Jahr eben auf den Seychellen ausgetragen werden. 

Unser Zimmer im Hotel ist sehr stilvoll eingerichtet und mit warmen Farben geschmückt. Hier kann man sich nur wohlfühlen. Zum Mittagessen genießen wir unseren zweiten köstlichen Meeresfrüchte Salat im offenen Restaurant. 

Die Bucht der Grand Anse lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Genau dies machen wir auch, nachdem wir feststellen, dass der Strand nicht zum Schnorcheln, sondern mehr zum Baden geeignet ist. 

Bei bewölktem Himmel unternehmen wir am nächsten Morgen wieder einen Spaziergang, diesmal in das kleine Städtchen. Viel gibt es dort nicht zu sehen, somit buchen wir spontan einen Mietwagen. Dieser wird auch innerhalb der nächsten Stunde ins Hotel geliefert. 

Mit unserem kleinen roten Flitzer geht es dann gleich los. Erster Stopp – ein Barber Shop mit dem Namen O´Reals. Dort erhält mein Mann einen Haarschnitt und gleich noch eine Lebenslektion: „Trinke nicht, rauche nicht und suche keinen Streit – sei friedlich und glaube an den Herrn.“ Heute ist schulfrei und schnell sitzen vier weitere junge Herren herum, die auf ihren Haarschnitt und ihre Lebenslektion warten.

Auf dem Weg zur berühmten Bucht Anse Lazio packt uns der kleine Hunger und wir stoppen im Hotel Acajou an der Cote d´Or gelegen. Ohne große Überlegungen bestellen wir natürlich wieder einen Meeresfrüchte Salat. Das Restaurant liegt direkt am Meer mit einem herrlichen Ausblick und der Salat ist wirklich ebenso gut, wie die Aussicht. 

Wir können uns gerade noch losreisen und setzten unsere Fahrt fort, weiter Richtung Norden. Ganz am Ende der Straße treffen wir auf die Anse Lazio, die Bucht, die oft als eine der schönsten der Welt betitelt wird. Bei unserer Ankunft ….

Mehr Tipps und Infos im kompletten Reisebericht Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Ausflug nach La Digue

Am nächsten Morgen ist es erneut sehr bewölkt, aber an den Temperaturen hat sich nichts geändert. Sommer. Wir haben beschlossen auch noch die kleine Insel La Digue zu besuchen. Für unseren Tagesausflug machen wir uns früh auf den Weg zum Hafen. Um 9:30 Uhr geht unsere Fähre. Wir haben eine Tasche mit Badesachen und Sonnenmilch gepackt, was brauchen wir sonst? 

Aufgrund des Wetters ist das Meer sehr wellig und die Überfahrt heftig. Zum Glück haben wir vorher bereits zwei Reisetabletten eingenommen. Alles verläuft gut und etwa 20 Minuten später sind wir schon auf unserer dritten Insel. Es herrscht ein riesen Ansturm auf den Fahrradverleih. Also beschließen wir erst einmal, einen Kaffee direkt am Hafen zu trinken. Zur Freude gibt es auch noch frisch gepresste Säfte. Gestärkt suchen auch wir uns anschließend einen Fahrradverleih. Der Ansturm ist vorbei und schnell sind wir fündig und haben die passenden Räder. Mit einer kleinen Karte in der Hand geht es los. Badetasche ins Körbchen und auf zur Erkundungsfahrt. Leider hat auch der Regen beschlossen, heute La Digue zu besuchen. Aber irgendwie ist uns das vollkommen gleichgültig. Die Temperaturen sind angenehm war und somit radeln wir bald pitsch nass über die Insel, aber sind definitiv nicht alleine. Überall treffen wir auf weitere Radfahrer. Mein Sonnenhut wird spontan zum Regenhut umfunktionert, so dass mir nicht andauernd die Tropfen in die Augen laufen. 

Es geht einen steilen Berg hinauf und anschließend erholsam wieder hinunter in eine Sackgasse in der Bucht Grand Anse. Dort im Restaurant Loutier Coco ist Radler Versammlung. In der strohgedeckten Hütte tummeln sich die nassen Radfahrer. Nach einer kurzen Getränkepause treten wir wieder in die Pedale. Also erneut den steilen Berg hinauf, aber anschließend auch wieder entspannt den Berg hinunter. Wir genießen die Bewegung und vor Euphorie über die kleine Insel, übersehe ich fast die große Schildkröte, die dort direkt neben dem Weg im Gras sitzt und frisst. 

Und dann plötzlich reißt der Himmel auf und die Sonne lacht uns an. Gerade passend erreichen wir einen herrlichen, weißen Sandstrand mit türkisblauem Wasser. Wir machen spontan eine Badepause. Lange hält diese nicht an, denn die Wolken werden wieder dichter und schon regnet es. 

Also wieder auf die Räder. Zeit, dass wir irgendwo zum Mittagessen einkehren. Etwas den Berg hinauf, nicht weit von unserem Strandstopp entfernt, finden wir ein Restaurant direkt an der Straße mit weitem Blick über´s Meer. Es stehen schon zwei weitere Fahrräder davor. Also parken auch wir ein und steigen leicht feucht die Treppen hinauf. Ein aufmerksamer Mitarbeiter begrüßt uns sofort mit zwei Handtüchern. Sehr nett. In die Karte brauchen wir nicht groß schauen, wir wissen schon, was wir möchten. Und natürlich werden wir auch hier nicht enttäuscht. Wir genießen erneut einen Meeresfrüchte Salat, während der Regen in Strömen vom Himmel fällt. Eine französische Familie hat es leider nicht vor dem Haupterguss des Himmels geschafft und betritt nun triefend nass das Restaurant. Sofort eilt wieder ein Mitarbeiter mit Handtüchern herbei. Das scheint hier Service des Hauses zu sein. Da wir nicht weit vom Hafen entfernt sind, beschließen wir hier noch eine halbe Stunde die Aussicht zu genießen, bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Katamaran machen, der uns um 14 Uhr wieder nach Praslin bringt. Wir nehmen vorsichtshalber jeder noch eine Reisetablette. 

Am Hafen sehen wir ein ganz junges Pärchen, das ebenfalls auf die Fähre wartet. Sie hält ihr weißes Hochzeitskleid in den Händen. Wir wünschen ihnen von ganzem Herzen, dass ihre erhoffte Traumhochzeit auf der Insel La Digue nicht ins „Wasser“ gefallen ist. Auf der anderen Seite gibt es ja das Sprichwort, dass es Glück bringt, wenn es am Hochzeitstag regnet. Unser Tagesausflug nach La Digue hat sich, trotz Regen, absolut gelohnt und hat uns nur bestätigt, dass uns diese Insel zu klein wäre, um hier in einem Hotel ein paar Tage zu verbringen. 

zurück auf Praslin

Unser kleiner roter Flitzer wartet schon am Hafen auf uns und bringt uns rechtzeitig zum Hotel zurück, so dass wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mit dunklen, imposanten Regenwolken erleben dürfen. Zum Abendessen gibt es natürlich köstlichsten Meeresfrüchte Salat – und nein, wir sind ihn immer noch nicht leid.

Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen von Praslin. Dieses Mal geht es nicht mit dem Flieger zurück nach Mahé, sondern  ….

Fix und fertig kommen wir mit dem Taxi im Hotel an. Wir übernachten in derselben Unterkunft wie in der ersten Nacht und sind auch sehr froh darüber, da wir die Anlage einfach traumhaft fanden. 

kurz vor Heimflug noch einmal Zwischenstopp auf Mahé

Wir werden wieder mit einem wunderschönen Zimmer überrascht. Dieses Mal nicht unsere kleine Luxusvilla, aber das Zimmer ist fast genauso schön. Wir haben ein herrliches Korbbett draußen auf der Terrasse mit Meerblick. Ebenso ein wunderschönes Bett im Inneren, in das wir gleich hineinfallen und erst einmal unser immer noch anhaltendes Unwohlsein wegschlafen. Zwei Stunden später geht es uns wieder richtig gut. Wir gehen noch ein letztes Mal in diesem herrlichen Aquarium schorcheln. Die Welt ist wieder in Ordnung und wir sind im Paradies. Frischgeduscht begeben wir uns an die luftige Bar über dem Meer. Der Himmel schenkt uns noch einen atemberaubenden, pinken Sonnenuntergang und das Hotel serviert uns wieder die köstlichen, hausgemachten Kokoschips. Zusammen mit einem kühlen, lokalen Bier namens „Phoenix“ genießen wir unseren letzten Abend. Und wie der mythische Vogel, erwachen auch wir gerade wieder zu neuem, glücklichem Leben, nach dieser schrecklichen Bootsfahrt heute, die wir nun schon fast vergessen haben.

Am nächsten Tag heißt es dann früh aufstehen. Um 8:10 Uhr geht bereits unser Flug nach Hause. 

Wir haben so viel gesehen und erlebt in diesen sechs Tagen, dass wir uns fühlen, als ob wir zwei Wochen Urlaub gehabt hätten. Und wie die offizielle Homepage der Seychellen so schön sagt: „Die Seychellen – eine andere Welt“. Dies können wir nur bestätigen. Wir haben nicht nur unsere sieben Meeresfrüchte Salate in sechs Tagen auf drei Inseln genossen, sondern jede Minute unseres Aufenthaltes in dieser anderen, wunderschönen und sehenswerten Welt.

Bericht aus dem Jahr 2011.

Download kompletter Reisebericht mit Hotelempfehlungen:

Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Fotoreise Seychellen

Deutschland 1. Familie und Freunde.

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Der Sommerhitze Dubais entfliehen

6 Wochen auf Reisen. 4 Wochen Deutschland. 2 Wochen Griechenland.

Noch nie vorher hatte ich sechs Wochen Urlaub am Stück. Es mag jetzt den ein oder anderen geben, der glaubt, wenn man nicht berufstätig ist, dann gibt es so etwas wie den Ausspruch „6 Wochen Urlaub“ überhaupt nicht. Aber das gibt es. Für mich auf jeden Fall. Zu Hause in meinem Leben in Dubai, bin ich Hausfrau, Mutter und FamilienUnternehmerin. Bei uns ist immer etwas los, gibt es immer etwas zu erledigen oder es steht ein neues Projekt an, wie Umzug, Hauskauf, BlogStart, Urlaubsplanung, Papierkram, Abrechnungen usw. usw. Langeweile oder gar Leerlauf kenne ich nicht. 

Doch, jetzt schon. 6 Wochen Urlaub – haben mir sowohl Langeweile, als auch Leerlauf gezeigt oder besser das süße Nichtstun. Herrlich. Aber..

Ich kann auch sagen, dass man sich nach dieser langen Zeit wieder auf seinen Alltag freut. Ich zumindest. 

Denn ich war ja nicht sechs Wochen im klassischen Urlaub wie wir das alle kennen. Dieser Urlaub war mit vielen tollen WiedersehensBesuchen, mit FamilienStunden und UrlaubsEntdeckungen verbunden. Ein unglaublicher Mix aus allem, den es gilt jetzt erst einmal langsam zu verarbeiten, zu verdauen und auch noch einmal zu reflektieren. Denn die Tage und Erlebnisse sind nur so im Fluge an mir vorbeigezogen, haben sich regelrecht überschlagen, es war so viel und so intensiv. 

Das neue Miteinander im Elternhaus. Plötzlich wohnen dort vier Generationen unter einem Dach. Der klassische Abend zur Entspannung auf der Couch mit stupidem Fernsehschauen ist da nicht im Programm. Es wird gespielt, geredet, Verwandte und Freunde kommen vorbei, es werden Geburtstage gefeiert, man geht Essen, macht Ausflüge miteinander oder getrennt. Eigentlich ist 24/7 Programm angesagt. Ständig ist der Esstisch der Eltern ausgezogen, weil immer alle zusammenkommen und das Elternhaus plötzlich zum Versammlungsort wird. Denn wenn ich mit kids in der alten Heimat bin, kommt natürlich auch meine Schwester mit ihren Kindern vorbei. Wir müssen die Zeit nutzen, in der wir uns so einfach sehen können. Ich bin dankbar für tiefenentspannten, liebe Eltern, die so viel für uns in dieser Zeit machen und super mit dem Trubel um sie herum klarkommen und dankbar für die coolste Oma mit 89 Jahren. Es ist eine intensive, besondere Familienzusammenkunft, die halt nicht nur ein Wochenende anhält, sondern sich ein paar Wochen hinzieht…

Aber natürlich waren wir nicht nur stationär im wunderschönen Hessischen Hinterland bei den Eltern. 

Die Kinder und ich haben uns auf den Weg nach Bayern gemacht. In die alte Heimat, der letzten vier Jahre vor unserem Umzug nach Dubai. GästebettenZeit in Bayern. 
Beim Zusammentreffen mit den alten Schulfreunden aus der Grundschulzeit haben sie realisiert, dass sich eigentlich nichts ändert an den Freundschaften, wenn man sie pflegt. Und die Erkenntnis gewonnen, dass es sich lohnt auch über große Entfernungen und Zeiträume, Freundschaften zu pflegen. Denn gepflegte Freunde, können Freunde fürs Leben sein oder werden, auch wenn die Lebenswege weit voneinander entfernt auf verschiedenen Kontinenten weitergehen. Eine tolle und wichtige Erkenntnis, die die Kinder hier mit 11 Jahren machen konnten. 
Wenn natürlich auch immer mal wieder in Dubai, Sätze kommen, die zeigen, dass sie den ein oder anderen Freund oder die ein oder andere Freundin, doch noch immer sehr vermissen. Ich kann ihnen aber nur zu gut mit meinen Freundschaften zeigen, dass selbst die Sandkastenfreundin erhalten bleiben kann, wenn man es will. 

Mit alten Freunden und Kollegen konnte ich entspannte, interessante Stunden verbringen. Sehr gespannt, war ich natürlich auf meine Gefühle bei dieser ersten Rückkehr. Und eigentlich ohne große Überraschung kann ich sagen, meine Gefühle waren durchweg positiv. Es war toll, die Zeit mit den alten Freunden zu verbringen, zu quatschen, zu lachen. Aber im Innern war dieses sichere Gefühl, trotzdem die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben, nach Dubai zu ziehen. 

Meinem Sohn kamen dann doch einmal auch die Tränen, als wir bei einer Fackelwanderung an unserem alten Haus vorbeikamen… Aber auch verständlich. Er kam mit 6 Jahren nach Nandlstadt und ist mit 10 Jahren wieder weggezogen. Ich denke, diese Zeit ist die erste Zeit, die Kinder bewusst erleben und noch viel wichtiger, sich auch bewusst an diesen Lebensabschnitt für immer erinnern werden. Somit konnte ich sehr gut mit ihm mitfühlen. Da hilft nur in den Arm nehmen, trösten, Verständnis zeigen. 10 Minuten später war die Welt wieder in Ordnung, als es am Lagerfeuer mit alten Freunden Marshmallows gab. 

Weiter ging es nach Regensburg. Nächstes Gästebett. Nächste Freundin aus einer wiederum anderen alten Heimat, der wunderschönen UNESCO Welterbe Stadt Regensburg. Auch hier erneut den Kindern vorleben, dass Freunde über jegliche Distanzen und Zeiträume immer erhalten bleiben können und mittlerweile zu Freunden der Kinder werden. 

Ich weiß nicht, auf wie vielen Terrassen, Balkonen, an wie vielen Esszimmertischen und in wie vielen Restaurants oder Cafés ich in diesen sechs Wochen mit wie vielen unterschiedlichen tollen Freunden und Familie gesessen habe und UNZÄHLIGE wunderschöne Stunden verbracht habe. Es war eine rundum erfüllende und spannende Zeit. Ich freue mich auf den nächsten Sommer. 

Aber bis dahin, liebe und genieße ich jede Sekunde meines Lebens, unseres Lebens in Dubai. Und weiß, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Wir sind hier glücklich.