Photowalks Joburg

Startseite

Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt oft unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

Ihn Johannesburg war ich mit verschiedenen Anbietern unterwegs:

Joburg Photowalkers

Past Experience

African Secrets: Cultural Walks and events in Johannesburg

Hier ein paar Eindrücke von meinen Walks durch Johannesburg:

Berea:

Eindrücke einer sehr beeindruckenden Tour mit tollen Begegnungen durch das Township Alexandra:

Früh morgens im Depot der Reefsteamers:

Photowalks Dubai

Startseite

Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

In Dubai habe ich nun zwei Touren mit Gulf Photo Plus gemacht.

Nächste Woche steht die nächste Tour für mich an.

Impressionen meiner Wüstentour:

Impressionen einer Abendtour durch den Stadtteil Naif zum Fastenbrechen (Eid) während des Ramadan im Jahr 2021:

Mein aktuellster Photowalk mit Gulf Photo Plus hat mich durch den Stadtteil Bur Dubai geführt. Indische Eindrücke, Textil-Souk und enge, versteckte Gassen. Ein wundervoller Morgen.

Seychellen

Startseite

Sechs Nächte, drei Inseln und sieben Meeresfrüchte Salate

Es ist August in Südafrika, der Tiefpunkt der winterlichen Temperaturen. Wir brauchen dringend Wärme. Also buchen wir spontan einen Kurztrip auf die Seychellen. Kurz vor Mitternacht sitzen wir im Flieger. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf steigen wir am nächsten Morgen bei sommerlichen Temperaturen um kurz vor sieben Uhr Ortstzeit aus dem Flugzeug, zwar nicht ganz fit und frisch, aber egal wie, die Wärme hier ist mehr als angenehm. 

Ein Taxi bringt uns zu unserer ersten Unterkunft auf der Hauptinsel Mahé. Mit Blumenkränzen und einem tropischen Getränk werden wir herzlichst im Hotel empfangen. Wir wollen diese herrliche Terrasse, die über das Meer hinausragt, gar nicht mehr verlassen. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass dieses Hotel die richtige Wahl war. Und bei Betreten unseres Bungalows, bleibt uns die Sprache weg. Wir wissen nicht warum, aber wir haben ein Upgrade bekommen und beziehen eine superschöne Villa mit kleiner Terrasse. Der Wohnraum im Untergeschoss hat ein 180 Grad halbrundes Fenster und scheint über dem Meer zu schweben. Im oberen Bereich finden wir zwei Schlafzimmer mit demselben Schwebegfühl. Obwohl das Zimmer so wunderschön ist, ruft uns aber der Strand und die Fische. Wir packen die Badesachen, leihen uns Schnorchelausrüstungen an der Rezeption und dann verbringen wir den Tag an einer kleinen, idyllischen Bucht, direkt am Hotel.

Den kompletten Reisebericht, inklusive aller Hotels zum Download Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Insel Praslin

Mit einer Minipropeller Maschine, die vielleicht Platz für 15 Passagiere bietet, ist der Überflug nicht nur unser Transfer zur nächsten Insel, sondern ein ganz besonderes Erlebnis. Die Inselgruppen schauen atemberaubend schön aus der Luft aus: türkisblaues Wasser, herrliche goldene Sandstrände und tiefgrüne Inselkerne. 

Auf Praslin angekommen geht es mit dem Taxi weiter. Die Insel ist vielleicht zwölf Kilometer lang und etwa fünf Kilometer breit.  Es gibt eine einzige Ampel und diese springt dann auf rot, wenn ein Flugzeug landet oder startet. 

Wie schon auf Mahé, hängen auch hier überall Plakate und wehen Fahnen, die die achten „Olympischen“ Spiele der Inseln des indischen Ozeanes ankündigen, die in diesem Jahr eben auf den Seychellen ausgetragen werden. 

Unser Zimmer im Hotel ist sehr stilvoll eingerichtet und mit warmen Farben geschmückt. Hier kann man sich nur wohlfühlen. Zum Mittagessen genießen wir unseren zweiten köstlichen Meeresfrüchte Salat im offenen Restaurant. 

Die Bucht der Grand Anse lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Genau dies machen wir auch, nachdem wir feststellen, dass der Strand nicht zum Schnorcheln, sondern mehr zum Baden geeignet ist. 

Bei bewölktem Himmel unternehmen wir am nächsten Morgen wieder einen Spaziergang, diesmal in das kleine Städtchen. Viel gibt es dort nicht zu sehen, somit buchen wir spontan einen Mietwagen. Dieser wird auch innerhalb der nächsten Stunde ins Hotel geliefert. 

Mit unserem kleinen roten Flitzer geht es dann gleich los. Erster Stopp – ein Barber Shop mit dem Namen O´Reals. Dort erhält mein Mann einen Haarschnitt und gleich noch eine Lebenslektion: „Trinke nicht, rauche nicht und suche keinen Streit – sei friedlich und glaube an den Herrn.“ Heute ist schulfrei und schnell sitzen vier weitere junge Herren herum, die auf ihren Haarschnitt und ihre Lebenslektion warten.

Auf dem Weg zur berühmten Bucht Anse Lazio packt uns der kleine Hunger und wir stoppen im Hotel Acajou an der Cote d´Or gelegen. Ohne große Überlegungen bestellen wir natürlich wieder einen Meeresfrüchte Salat. Das Restaurant liegt direkt am Meer mit einem herrlichen Ausblick und der Salat ist wirklich ebenso gut, wie die Aussicht. 

Wir können uns gerade noch losreisen und setzten unsere Fahrt fort, weiter Richtung Norden. Ganz am Ende der Straße treffen wir auf die Anse Lazio, die Bucht, die oft als eine der schönsten der Welt betitelt wird. Bei unserer Ankunft ….

Mehr Tipps und Infos im kompletten Reisebericht Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Ausflug nach La Digue

Am nächsten Morgen ist es erneut sehr bewölkt, aber an den Temperaturen hat sich nichts geändert. Sommer. Wir haben beschlossen auch noch die kleine Insel La Digue zu besuchen. Für unseren Tagesausflug machen wir uns früh auf den Weg zum Hafen. Um 9:30 Uhr geht unsere Fähre. Wir haben eine Tasche mit Badesachen und Sonnenmilch gepackt, was brauchen wir sonst? 

Aufgrund des Wetters ist das Meer sehr wellig und die Überfahrt heftig. Zum Glück haben wir vorher bereits zwei Reisetabletten eingenommen. Alles verläuft gut und etwa 20 Minuten später sind wir schon auf unserer dritten Insel. Es herrscht ein riesen Ansturm auf den Fahrradverleih. Also beschließen wir erst einmal, einen Kaffee direkt am Hafen zu trinken. Zur Freude gibt es auch noch frisch gepresste Säfte. Gestärkt suchen auch wir uns anschließend einen Fahrradverleih. Der Ansturm ist vorbei und schnell sind wir fündig und haben die passenden Räder. Mit einer kleinen Karte in der Hand geht es los. Badetasche ins Körbchen und auf zur Erkundungsfahrt. Leider hat auch der Regen beschlossen, heute La Digue zu besuchen. Aber irgendwie ist uns das vollkommen gleichgültig. Die Temperaturen sind angenehm war und somit radeln wir bald pitsch nass über die Insel, aber sind definitiv nicht alleine. Überall treffen wir auf weitere Radfahrer. Mein Sonnenhut wird spontan zum Regenhut umfunktionert, so dass mir nicht andauernd die Tropfen in die Augen laufen. 

Es geht einen steilen Berg hinauf und anschließend erholsam wieder hinunter in eine Sackgasse in der Bucht Grand Anse. Dort im Restaurant Loutier Coco ist Radler Versammlung. In der strohgedeckten Hütte tummeln sich die nassen Radfahrer. Nach einer kurzen Getränkepause treten wir wieder in die Pedale. Also erneut den steilen Berg hinauf, aber anschließend auch wieder entspannt den Berg hinunter. Wir genießen die Bewegung und vor Euphorie über die kleine Insel, übersehe ich fast die große Schildkröte, die dort direkt neben dem Weg im Gras sitzt und frisst. 

Und dann plötzlich reißt der Himmel auf und die Sonne lacht uns an. Gerade passend erreichen wir einen herrlichen, weißen Sandstrand mit türkisblauem Wasser. Wir machen spontan eine Badepause. Lange hält diese nicht an, denn die Wolken werden wieder dichter und schon regnet es. 

Also wieder auf die Räder. Zeit, dass wir irgendwo zum Mittagessen einkehren. Etwas den Berg hinauf, nicht weit von unserem Strandstopp entfernt, finden wir ein Restaurant direkt an der Straße mit weitem Blick über´s Meer. Es stehen schon zwei weitere Fahrräder davor. Also parken auch wir ein und steigen leicht feucht die Treppen hinauf. Ein aufmerksamer Mitarbeiter begrüßt uns sofort mit zwei Handtüchern. Sehr nett. In die Karte brauchen wir nicht groß schauen, wir wissen schon, was wir möchten. Und natürlich werden wir auch hier nicht enttäuscht. Wir genießen erneut einen Meeresfrüchte Salat, während der Regen in Strömen vom Himmel fällt. Eine französische Familie hat es leider nicht vor dem Haupterguss des Himmels geschafft und betritt nun triefend nass das Restaurant. Sofort eilt wieder ein Mitarbeiter mit Handtüchern herbei. Das scheint hier Service des Hauses zu sein. Da wir nicht weit vom Hafen entfernt sind, beschließen wir hier noch eine halbe Stunde die Aussicht zu genießen, bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Katamaran machen, der uns um 14 Uhr wieder nach Praslin bringt. Wir nehmen vorsichtshalber jeder noch eine Reisetablette. 

Am Hafen sehen wir ein ganz junges Pärchen, das ebenfalls auf die Fähre wartet. Sie hält ihr weißes Hochzeitskleid in den Händen. Wir wünschen ihnen von ganzem Herzen, dass ihre erhoffte Traumhochzeit auf der Insel La Digue nicht ins „Wasser“ gefallen ist. Auf der anderen Seite gibt es ja das Sprichwort, dass es Glück bringt, wenn es am Hochzeitstag regnet. Unser Tagesausflug nach La Digue hat sich, trotz Regen, absolut gelohnt und hat uns nur bestätigt, dass uns diese Insel zu klein wäre, um hier in einem Hotel ein paar Tage zu verbringen. 

zurück auf Praslin

Unser kleiner roter Flitzer wartet schon am Hafen auf uns und bringt uns rechtzeitig zum Hotel zurück, so dass wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mit dunklen, imposanten Regenwolken erleben dürfen. Zum Abendessen gibt es natürlich köstlichsten Meeresfrüchte Salat – und nein, wir sind ihn immer noch nicht leid.

Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen von Praslin. Dieses Mal geht es nicht mit dem Flieger zurück nach Mahé, sondern  ….

Fix und fertig kommen wir mit dem Taxi im Hotel an. Wir übernachten in derselben Unterkunft wie in der ersten Nacht und sind auch sehr froh darüber, da wir die Anlage einfach traumhaft fanden. 

kurz vor Heimflug noch einmal Zwischenstopp auf Mahé

Wir werden wieder mit einem wunderschönen Zimmer überrascht. Dieses Mal nicht unsere kleine Luxusvilla, aber das Zimmer ist fast genauso schön. Wir haben ein herrliches Korbbett draußen auf der Terrasse mit Meerblick. Ebenso ein wunderschönes Bett im Inneren, in das wir gleich hineinfallen und erst einmal unser immer noch anhaltendes Unwohlsein wegschlafen. Zwei Stunden später geht es uns wieder richtig gut. Wir gehen noch ein letztes Mal in diesem herrlichen Aquarium schorcheln. Die Welt ist wieder in Ordnung und wir sind im Paradies. Frischgeduscht begeben wir uns an die luftige Bar über dem Meer. Der Himmel schenkt uns noch einen atemberaubenden, pinken Sonnenuntergang und das Hotel serviert uns wieder die köstlichen, hausgemachten Kokoschips. Zusammen mit einem kühlen, lokalen Bier namens „Phoenix“ genießen wir unseren letzten Abend. Und wie der mythische Vogel, erwachen auch wir gerade wieder zu neuem, glücklichem Leben, nach dieser schrecklichen Bootsfahrt heute, die wir nun schon fast vergessen haben.

Am nächsten Tag heißt es dann früh aufstehen. Um 8:10 Uhr geht bereits unser Flug nach Hause. 

Wir haben so viel gesehen und erlebt in diesen sechs Tagen, dass wir uns fühlen, als ob wir zwei Wochen Urlaub gehabt hätten. Und wie die offizielle Homepage der Seychellen so schön sagt: „Die Seychellen – eine andere Welt“. Dies können wir nur bestätigen. Wir haben nicht nur unsere sieben Meeresfrüchte Salate in sechs Tagen auf drei Inseln genossen, sondern jede Minute unseres Aufenthaltes in dieser anderen, wunderschönen und sehenswerten Welt.

Bericht aus dem Jahr 2011.

Download kompletter Reisebericht mit Hotelempfehlungen:

Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Fotoreise Seychellen

Deutschland 1. Familie und Freunde.

Startseite

Der Sommerhitze Dubais entfliehen

6 Wochen auf Reisen. 4 Wochen Deutschland. 2 Wochen Griechenland.

Noch nie vorher hatte ich sechs Wochen Urlaub am Stück. Es mag jetzt den ein oder anderen geben, der glaubt, wenn man nicht berufstätig ist, dann gibt es so etwas wie den Ausspruch „6 Wochen Urlaub“ überhaupt nicht. Aber das gibt es. Für mich auf jeden Fall. Zu Hause in meinem Leben in Dubai, bin ich Hausfrau, Mutter und FamilienUnternehmerin. Bei uns ist immer etwas los, gibt es immer etwas zu erledigen oder es steht ein neues Projekt an, wie Umzug, Hauskauf, BlogStart, Urlaubsplanung, Papierkram, Abrechnungen usw. usw. Langeweile oder gar Leerlauf kenne ich nicht. 

Doch, jetzt schon. 6 Wochen Urlaub – haben mir sowohl Langeweile, als auch Leerlauf gezeigt oder besser das süße Nichtstun. Herrlich. Aber..

Ich kann auch sagen, dass man sich nach dieser langen Zeit wieder auf seinen Alltag freut. Ich zumindest. 

Denn ich war ja nicht sechs Wochen im klassischen Urlaub wie wir das alle kennen. Dieser Urlaub war mit vielen tollen WiedersehensBesuchen, mit FamilienStunden und UrlaubsEntdeckungen verbunden. Ein unglaublicher Mix aus allem, den es gilt jetzt erst einmal langsam zu verarbeiten, zu verdauen und auch noch einmal zu reflektieren. Denn die Tage und Erlebnisse sind nur so im Fluge an mir vorbeigezogen, haben sich regelrecht überschlagen, es war so viel und so intensiv. 

Das neue Miteinander im Elternhaus. Plötzlich wohnen dort vier Generationen unter einem Dach. Der klassische Abend zur Entspannung auf der Couch mit stupidem Fernsehschauen ist da nicht im Programm. Es wird gespielt, geredet, Verwandte und Freunde kommen vorbei, es werden Geburtstage gefeiert, man geht Essen, macht Ausflüge miteinander oder getrennt. Eigentlich ist 24/7 Programm angesagt. Ständig ist der Esstisch der Eltern ausgezogen, weil immer alle zusammenkommen und das Elternhaus plötzlich zum Versammlungsort wird. Denn wenn ich mit kids in der alten Heimat bin, kommt natürlich auch meine Schwester mit ihren Kindern vorbei. Wir müssen die Zeit nutzen, in der wir uns so einfach sehen können. Ich bin dankbar für tiefenentspannten, liebe Eltern, die so viel für uns in dieser Zeit machen und super mit dem Trubel um sie herum klarkommen und dankbar für die coolste Oma mit 89 Jahren. Es ist eine intensive, besondere Familienzusammenkunft, die halt nicht nur ein Wochenende anhält, sondern sich ein paar Wochen hinzieht…

Aber natürlich waren wir nicht nur stationär im wunderschönen Hessischen Hinterland bei den Eltern. 

Die Kinder und ich haben uns auf den Weg nach Bayern gemacht. In die alte Heimat, der letzten vier Jahre vor unserem Umzug nach Dubai. GästebettenZeit in Bayern. 
Beim Zusammentreffen mit den alten Schulfreunden aus der Grundschulzeit haben sie realisiert, dass sich eigentlich nichts ändert an den Freundschaften, wenn man sie pflegt. Und die Erkenntnis gewonnen, dass es sich lohnt auch über große Entfernungen und Zeiträume, Freundschaften zu pflegen. Denn gepflegte Freunde, können Freunde fürs Leben sein oder werden, auch wenn die Lebenswege weit voneinander entfernt auf verschiedenen Kontinenten weitergehen. Eine tolle und wichtige Erkenntnis, die die Kinder hier mit 11 Jahren machen konnten. 
Wenn natürlich auch immer mal wieder in Dubai, Sätze kommen, die zeigen, dass sie den ein oder anderen Freund oder die ein oder andere Freundin, doch noch immer sehr vermissen. Ich kann ihnen aber nur zu gut mit meinen Freundschaften zeigen, dass selbst die Sandkastenfreundin erhalten bleiben kann, wenn man es will. 

Mit alten Freunden und Kollegen konnte ich entspannte, interessante Stunden verbringen. Sehr gespannt, war ich natürlich auf meine Gefühle bei dieser ersten Rückkehr. Und eigentlich ohne große Überraschung kann ich sagen, meine Gefühle waren durchweg positiv. Es war toll, die Zeit mit den alten Freunden zu verbringen, zu quatschen, zu lachen. Aber im Innern war dieses sichere Gefühl, trotzdem die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben, nach Dubai zu ziehen. 

Meinem Sohn kamen dann doch einmal auch die Tränen, als wir bei einer Fackelwanderung an unserem alten Haus vorbeikamen… Aber auch verständlich. Er kam mit 6 Jahren nach Nandlstadt und ist mit 10 Jahren wieder weggezogen. Ich denke, diese Zeit ist die erste Zeit, die Kinder bewusst erleben und noch viel wichtiger, sich auch bewusst an diesen Lebensabschnitt für immer erinnern werden. Somit konnte ich sehr gut mit ihm mitfühlen. Da hilft nur in den Arm nehmen, trösten, Verständnis zeigen. 10 Minuten später war die Welt wieder in Ordnung, als es am Lagerfeuer mit alten Freunden Marshmallows gab. 

Weiter ging es nach Regensburg. Nächstes Gästebett. Nächste Freundin aus einer wiederum anderen alten Heimat, der wunderschönen UNESCO Welterbe Stadt Regensburg. Auch hier erneut den Kindern vorleben, dass Freunde über jegliche Distanzen und Zeiträume immer erhalten bleiben können und mittlerweile zu Freunden der Kinder werden. 

Ich weiß nicht, auf wie vielen Terrassen, Balkonen, an wie vielen Esszimmertischen und in wie vielen Restaurants oder Cafés ich in diesen sechs Wochen mit wie vielen unterschiedlichen tollen Freunden und Familie gesessen habe und UNZÄHLIGE wunderschöne Stunden verbracht habe. Es war eine rundum erfüllende und spannende Zeit. Ich freue mich auf den nächsten Sommer. 

Aber bis dahin, liebe und genieße ich jede Sekunde meines Lebens, unseres Lebens in Dubai. Und weiß, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Wir sind hier glücklich.

Mauritius mit Frühstück und Mietwagen

Startseite

Die Insel im Indischen Ozean ist bekannt für seine traumhaften Strände und all die luxuriösen Hotelanlagen. Wir aber wählen bescheidenere Gästehäuser und Mietwagen für unsere zwei Wochen Trauminsel. 

Es ist der 25. Dezember und wir sind mit unserem kleinen grünen Chevrolet Spark unterwegs. Wir haben ihn liebvoll „Sparky“ getauft. Leider ist mein Mann viel zu groß (oder Sparky viel zu klein), dass er hinter dem Steuer Platz nehmen und auch noch fahren könnte. Also bin ich, ohne wirkliche Wahl, der Fahrer für unseren Urlaub. Dies führt zu einigen heftigen Diskussionen. Ich finde, ich passe mich dem Fahrstil der Mauritianer an. Mein Mann findet das überhaupt nicht und meint, ich rase viel zu schnell. Öfter kommt es soweit, dass ich am Straßenrand anhalte und ihn vor die Wahl stelle, entweder zu schweigen oder auszusteigen. Nach den ersten paar Tagen kommt Ruhe in unseren Sparky und wir diskutieren immer weniger meinen Fahrstil. Liegt es nun daran, dass ich wirklich anders fahre, mein Mann sich an meinen Fahrstil gewöhnt hat oder will er einfach keine weitere Angst zeigen und tapfer sein? Egal, hauptsache Frieden. 

Wie gesagt, es ist der 25. Dezember und wir sind seit zwei Tagen auf der Insel und wollen das Landesinnere erkunden. Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, heute in den Bergen mit schönem Ausblick ein gemütliches Mittagessen einzunehmen. Daraus wird nichts. Alle Lokale an denen wir vorbeifahren, es sind nicht viele, haben geschlossen – Weihnachtsferien. Auch wir haben Ferien. Wohin sind all die Einheimischen verschwunden? Sie wohnen und arbeiten doch auf einer traumhaften Insel, warum flüchten sie? O.k., o.k. jeder braucht einmal Urlaub, aber doch nicht gerade dann, wenn auch wir Urlaub und somit unsere speziellen Vorstellungen und Erwartungen haben. 

Ganz spontan gibt es heute also kein Mittagessen. Dafür werden wir auf unserem Spaziergang durch den Naturpark „La Vallée des Couleurs“ bei Chamouny, ganz im Süden, mit wunderschönen Ausblicken gesättigt. Saftige grüne Hügel und Berge, rauschende Wasserfälle, kräftig blühende Blumen und viel, viel Sonne. Es gibt ein kleines Feld farbiger Erde, dass schon erahnen läßt, wie schön unser nächster Programmpunkt sein wird. 

Wir fahren nach Westen zum Park „Terres des Coulours“ (Park der farbigen Erde) bei Chamarel. Dieser Park ist für seine in sieben verschiedenen Farben leuchtende Erde bekannt und ein Muss bei einem Urlaub auf Mauritius. Wie eine Mondlandschaft liegt das große bunte Feld inmitten des dichten Waldes. Verschiedenste Farbtöne von Rot und Braun zieren die hügeligen, ausgewaschenen Erhebungen vor uns. Es ist bewölkt, aber wann immer die Sonne ihren Weg durch die Wolkendecke findet und die bunte Erde bescheint, leuchten die Farben gleich noch viel prächtiger. Der Anblick ist beeindruckend! Weniger beeindruckend ist die Tatsache, dass auch das Restaurant hier im Park geschlossen ist. 

Da wir nicht unbedingt der Fan von großen Strandhotelanlagen sind, habe wir uns in einem kleinen Gästehaus in La Gaulette eingemietet. Zumindest für die ersten Tage. Die „kreolische „Königin“ ist ein hübsches, persönlich geführtes Frühstückshotel. La Gaulette ist ein kleiner Ort im Südwesten der Insel, in den sich nicht viele Touristen verirren. Am Meer gibt es keinen Strand und auch keine Promenade, hier reihen sich einfache Hütten aneinander, in denen einheimische Familien leben. Aber mit unserem Sparky überhaupt kein Problem, wir sind flexibel. Der nächste weiße Traumstrand befindet sich auf der Halbinsel Le Morne, nur wenige Fahrminuten von La Gaulette entfernt. Zu Fuß können wir im Ort sogar ein kleines Restaurant erreichen, das auch geöffnet ist. „La Kaz Do“ hat eine schmale Terrasse und eine kleine Karte, aber sehr gutes Essen und freundliche, zuvorkommende Bedienungen. 

Von unserer Terrasse in der „kreolischen Königin“ haben wir einen freien Blick auf den Berg „Le Morne Brabant“. Dieser ist 556 m hoch und wurde von der UNESCO 2008 zum Weltkulturerbe ernannt. Zu Zeiten der Sklaverei auf Mauritius flüchteten viele Sklaven auf diesen Berg, um sich in Freiheit zu verstecken. Der Berg ist sehr steil und schwer zugänglich. Es kam vor, dass sich die Sklaven in der Not lieber vom Berg in den Tod stürzten, als wieder in die Gefangenschaft zurückzukehren. 

Wir fahren heute noch einmal ganz frei in die Berge und besichtigen die „Rhumerie de Chamarel“. Wenn man durch die Landschaft der Insel dahinfährt, fällt einem auf, dass bestimmt 80 % der Fläche mit Zuckerrohr bewachsen ist. Somit ist klar, dass all dieser Zuckerrohr auch verarbeitet werden muss, wie hier in Chamarel und dies sehr stilvoll. Diese besonders eindrucksvoll gebaute Rumdestillerie bietet Besuchern einen Einblick in das Handwerk der Brennerei und ein einladendes Restaurant, das sogar zwischen den Jahren geöffnet ist. Wir nutzen diese Gelegenheit natürlich sofort und genießen ein köstliches Mittagessen, eine Flasche südafrikanischen Wein und zum Abschluss einen mauritianischen Rum. 

Weiter durch die Berge fahren wir zum Grand Bassin, einem Kratersee. Entlang des Ufers zieren viele kleine Opferschreine, bunte hinduistische Götterstatuen und einige Tempel den See. Dies ist die heiligste Hindustätten auf Mauritius. Viele Gläubige pilgern barfuß von ihrem Haus zum See, der auch „Ganga Talao“ – See des Ganges genannt wird. Nicht direkt am See, aber ganz in der Nähe ragt eine etwas über 30 m hohe Shivastatue in den Himmel. Shiva ist einer der wichtigsten Götter im Hinduismus. Der Hinduismus ist auch die am meisten verbreiteste Religion auf der Insel. 

Auf dem Rückweg halten wir noch an zwei kleinen Buchten an, die uns besonders gefallen und ganz verlassen sind. Das ist das herrliche an einem Urlaub mit eigenem Mietwagen: überall wo es einem gefällt, kann man auch anhalten und man entdeckt die einsamsten Strände. Das Meerwasser ist badewannenwarm, aber trotzdem genießen wir das Plantschen im seichten Wasser.

Den nächsten Tag fahren wir wieder durch das Landesinnere. Durch Zuckerrohrfelder und Zuckerrohrfelder und … Zuckerrohrfelder geht es Richtung Süden, zu den Rochester Falls. Wir parken unseren Sparky auf einem kleinen Parkplatz und schon sind wir von Einheimischen umlagert. Alle wollen uns im kleinen Park der Wasserfälle umherführen. Wir schließen uns einem jungen Mann an, der sich Jim nennt, und schon geht es los. Etwa zehn Meter stürzt das Wasser hier in die Tiefe. „Laßt uns nach unten gehen, dort könnt ihr schwimmen“, schlägt unser Begleiter vor. Bei den Temperaturen hört sich das sehr verlockend an. Über einen kleinen Waldweg gelangen wir an einen See, der sich unterhalb des Wasserfalles gebildet hat, bevor das Wasser in einem Fluß seinen weiteren Weg über die Insel sucht. Jim passt auf die Kleidung auf, während wir uns im Wasser erfrischen und das herabstürzende Nass auf den Körper prasseln lassen. Beeindruckend schaut diese Kulisse aus. Die Felsen erscheinen fast schwarz und das Wasser strahlend weiß. Erfrischt steigen wir auf der anderen Seite den Berg hinauf und springen dann von Stein zu Stein zurück zum gegenüberliegenden Ufer. Wir gönnen uns noch eine frische Kokosnuss, bevor wir, immer noch nass, in unseren Sparky steigen. 

Auf dem Rückweg machen wir einen Stopp in Gris-Gris, dem südlichsten Punkt der Insel. Der kleine Park, in dem sich unzählige Einheimische zum Picknick tummeln, liegt hier direkt am Meer. Baden ist nicht möglich, so stark und hoch sind hier die Wellen, die mit praller Wucht an die Felsen schlagen und uns die Gischt ins Gesicht wehen. Das Tosen des Meeres ist berauschend. Lange stehen wir da und beobachten einfach nur die Wellen, die in einem türkisblauen Streifen brechen und die Gischt aufspritzen lassen. Von hier aus gesehen ist der Südpol das nächste Land in dieser Verlängerung.

Ein letztes Abendessen in unserem „La Kaz Do“, wo wir mittlerweile schon gut bekannt sind, bevor wir weiterziehen. 

Da wir verschiedene Ecken der Insel kennenlernen möchten, geht es nun an der Küste entlang Richtung Norden, nach La Preneuse. Dort haben wir ein Appartement im „La Mariposa“ gebucht. Die wunderschöne, direkt am Strand liegende Anlage ist klein und gemütlich und hat richtig Charme. Bei Ankunft bin ich froh, dass ich vor vielen, vielen Jahren Französisch in der Schule gelernt habe. Es ist Sonntag und außer einem Zimmermädchen ist gerade niemand zur Stelle. In ziemlich schlechtem Französisch kann ich irgendwie erklären, dass wir eine Reservierung haben. Und es funktioniert, wir bekommen einen Zimmerschlüssel. Das Appartement ist hell und freundlich eingerichtet und sehr gepflegt, wie die ganze Anlage. Kleine strohgedeckte Sonnenschirme geben uns Schatten auf unseren Holzliegen am weißen Sandstrand. Das türkisblaue Meer, für das Mauritius so bekannt ist, breitet sich direkt vor uns aus. Kleine Boote wiegen sich auf den leichten Wellen des indischen Ozeanes. Dieser Ort ist so idyllisch und erholsam, dass Sparky auch erst einmal Urlaub bekommt und wir zwei Tage am Strand verbringen. Von der Lagune sehen wir wieder den Berg „La Morne Brabant“ in der Ferne. Das Hotel hat nur wenige Zimmer und somit sind, trotz der Hochsaison zu Weihnachten und Silvester, nur wenige andere Sonnenanbeter mit uns am Strand. 

Nach zwei Tage werden wir wieder unruhig und wollen noch etwas von der Insel sehen. Port Louis, die Hauptstadt steht auf dem Programm. Wir können nicht auf Mauritius Urlaub machen und die berühmte „Blaue Mauritius“ verpassen. Also düsen wir mit Sparky weiter Richtung Norden. Port Louis erscheint uns riesen groß, nach all den kleinen Straßen durch die Dörfer der Berge und die Zuckerrohrfelder. 

Schnell ist Sparky geparkt und es geht zu Fuß weiter. Entlang der Caudan Waterfront schlendern wir Richtung „Blue Penny Museum“. Die Promenade ist geschmückt mit weihnachtlichen Figuren. Vom Dach des „Le Caudan Waterfront“ Einkaufszentrums baumelt ein überdimensionaler roter Nikolaus und davor am Geländer des Hafens steht ein geschmückter Weihnachtsbaum.

Die Kühle im Museum tut richtig gut. Melancholisch lesen wir über die Liebesgeschichte von Paul & Virginie, die sowohl ihren Autor, Jaques-Henri Bernardin de Saint-Pierre berühmt gemacht hat, wie auch die Insel Mauritius. Der Roman war ein großer, weltweiter Erfolg und wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Paul und Virginie wachsen beide auf Mauritius auf. Virginie wird dann von Ihrer Mutter nach Frankreich zur Schule geschickt. Sie hat solche Sehnsucht nach Paul, dass sie schlussendlich auf das Schiff St. Géran steigt und sich auf die Heimreise macht. Das Schiff schafft es die ganze Strecke von Frankreich bis Mauritius, zerschellt dann aber, vor den Augen Pauls, an einem Felsen vor der Küste. Virginie überlebt das Unglück nicht und Paul bricht es das Herz. Die Beiden sind als Denkmal im Museum anzutreffen. Ebenso anzutreffen sind natürlich die rote und die blaue Mauritius. Allerdings muss man hier etwas mehr Geduld aufbringen, wenn man die original Briefmarken anschauen möchte. Diese werden nur für kurze Zeit stündlich beleuchtet, um die Farben zu schonen. Wir warten geduldig und erhaschen einen kurzen Blick. Natürlich können wir als Laien keinen Unterschied zu den Kopien sehen, die ständig beleuchtet bestaunt werden können. Aber wenn wir schon hier sind und die Gelegenheit haben, möchten wir natürlich das Konterfei der Königin Victoria im Original sehen. 

Wir erfahren noch Einiges über die Siedlungsanfänge auf der Insel und über die Postgeschichte, bevor wir uns wieder in die sommerlich, heißen Temperaturen außerhalb des Museums wagen. Entlang des Hafens schlendern wir vorbei an großen Schiffen, beobachten Fischer und essen ein Eis. Bald haben wir genug von all dem Trubel und es geht zurück zu unserer schönen, ruhigen Lagune. Fast hätten wir es vergessen, heute ist Silvester. Was tun?

Zurück in La Preneuse spazieren wir am Strand entlang. Einige Fischer sind gerade von ihrer Tour zurückgekehrt und nehmen im Sand die Fische aus. Eine Weile stehen wir da und schauen ihnen zu. Auf einer Terrasse mit Meerblick sehen wir festlich gedeckte Tische im Hotel „Les Sirandanes“. Spontan fragen wir nach und tatsächlich ist noch ein Tisch für zwei verfügbar. Gebucht!

Wir nehmen einen Aperitif an der Bar und schauen der Sonne zu, die in diesem Jahr ein letztes Mal berauschend schön im Meer versinkt. Bei einem verlockenden 6-Gänge-Menü genießen wir diesen besonderen Abend. Mit einem Glas Sekt geht es ins neue Jahr und dann barfuß am Strand entlang zurück zu unserer schönen Unterkunft. 

Herrlich entspannt genießen wir den nächsten Tag am Strand. Und da ist sie wieder – die Sonne. Gestern noch im alten Jahr im Meer versunken, heute im neuen Jahr wieder strahlend schön und warm am Himmel für uns. Kann ein Jahr besser starten? Nein.

Es steht wieder ein Umzug an. Die Koffer im Sparky verstaut, machen wir uns auf den Weg ganz in den Norden nach Grand Baie. Wow, dieser Ort ist belebt und voll. Zum Glück liegt unser Hotel nicht direkt im Ort. Wir durchqueren ganz Grand Baie und am Ortsausgang finden wir unser Hotel „Bleu du Toi“ in einer kleinen Seitenstraße. Entfernt von all dem Trubel, aber auch vom Strand. Für uns und unseren Sparky kein Problem. Die Zimmer sind nicht gerade groß, aber schön. Das Hotel wird von einem belgischen Ehepaar sehr liebevoll geführt. Wir erholen uns heute noch einmal am Pool, nach den turbulenten ersten Eindrücken von Grand Baie. Es kostet uns allerdings einige Überwindung in den Pool zu springen. Allerdings nicht, weil das Wasser so erfrischend kalt ist, sondern weil das Wasser so stark von den Außentemperaturen aufgeheizt ist, dass es jeder Badewanne Konkurenz machen kann. 

Abends sitzen wir an einer großen, langen Tafel auf der Terrasse des Hotels. Die Eigentümer haben gekocht und die Gäste genießen nun zusammen mit ihnen dieses vorzügliche Abendmahl. Mit Teelichtern beleuchtete Muscheln erhellen warm den stilvoll gedeckten Tisch. Das Essen ist einfach, aber von bester Qualität. Es gibt eine hausgemachte Lasagne als Hauptspeise, von der wir noch einen Nachschlag nehmen, so gut ist diese. 

Wir haben eine nette Konversation mit einem Ehepaar, dass sich für zwei Wochen in diesem Hotel eingebucht hat. Ohne Mietwagen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen sie die umliegenden öffentlichen Strände. Diese haben wir versucht den ganzen Urlaub zu meiden. Es scheint, dass fast alle Einheimischen über Weihnachten und Silvester frei haben und mit samt ihrem Mobiliar, wie Tischen, Stühlen, Teppichen und Küchenutensilien die öffentlichen Strände belagern. Aber Hans und Inge bestätigen uns, dass sie einen Weg gefunden haben, trotzdem immer noch einen ruhigen Platz zu finden. Sie laufen an den Stränden einfach so weit in eine Richtung, bis es ruhiger wird. 

Auch wenn Sparky uns einige Diskussionen auf dieser Reise gekostet hat, sind wir doch heilfroh, ihn bei uns zu haben. Er gibt uns die Flexibilität, einfach so lange weiterzufahren, bis wir unseren perfekten, einsamen Strand gefunden haben. 

Zwei Dinge stehen noch auf unserer to-do Liste. Und so geht es am nächsten Tag in den berühmten Pamplemousses Botanischen Garten, der eigentlich den offiziellen Namen „Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden“ trägt. Mit einem Führer und einer kleinen Gruppe spazieren wir durch den Park. Der Führer weist uns auf versteckte Pflanzen hin, die wir ohne ihn sicher übersehen hätten. Wir sehen unter anderem „Wurst“ Bäume, mit überdimensionalen wurstähnlichen Früchten und Bäume, aus denen blutrotes Harz rinnt. Der Höhepunkt des Parks ist ein großes Becken mit Amazonas Wasserlilien. Die Teller der Pflanzen sind so riesig, dass angeblich, laut Führer, ein Kleinkind darauf sitzen könnte und nicht untergehen würde. Wir kommen noch an einer Schildkrötenanlage vorbei und einem kleinen Wildgehege. Eine weitere Stunde spazieren wir durch den wunderschönen, blühenden Park, bevor wir zu unserem letzten Programmpunkt aufbrechen. 

Sparky bringt uns zum „L´Aventure du Sucre“, das Museum, das dem Zucker gewidmet ist. Der Zucker war lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle der Bewohner. Mittlerweile hat der Tourismus einen großen Teil übernommen. Anschaulich und imposant wird hier die Geschichte, der Anbau, die Verarbeitung und die Produktpalette dargestellt. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, hier dem Zucker ein richtiges Denkmal zu erschaffen. Anschließend fahren wir mit einem ganz neuen Bewußtsein an all den unzähligen sattgrünen Zuckerrohrfeldern zurück zu unserem Hotel. 

Von unserem ebenso zuckerrohr-grünen Sparky müssen wir uns nun langsam verabschieden. Der Urlaub neigt sich dem Ende. Sparky bringt uns noch sicher zum Flughafen. Für ihn heißt es jetzt warten auf die nächsten Reisenden, die mit ihm die Insel erkunden werden. Für uns heißt es wieder, Alltag wir kommen.

Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

In dem kleinen, feinen Reiseführer (auch als pdf Version verfügbar) findest Du neben der Mauritius Reise auch noch Hoteltipps und Reisepläne für die Seychellen, Sanizibar und Madagaskar.

Das Ende des ersten Schuljahres naht

Startseite

Jetzt sind es nur noch wenige Tage und das erste Schuljahr in Dubai ist für unsere Kinder abgeschlossen. Ich bin mächtig stolz auf unsere Mäuse, dass sie das erste Jahr, die Umstellung und Eingewöhnung, die neuen Fächer, die langen Schultage, die Busfahrten und ganz besonders, die komplett neuen Schüler so gut aufgenommen und gemeistert haben. Ihr seid SPITZE. Es war und ist nicht immer alles einfach, da will ich nichts beschönigen. Immer mal wieder kommt das Heimweh nach den alten Freunden auf, nach den vertrauten Spielkameraden mit den gleichen Interessen. Da fehlt mal wieder das Dorfleben, um mit dem Roller zum Freund zu rollern oder mit Rad zum Fußballtraining zu fahren. Denn wegen der neuen langen Schultage kommt oft die Spielzeit am Nachmittag zu kurz. Wenn unsere Kinder um 15 Uhr mit dem Bus zu Hause ankommen, müssen sie erst einmal Essen und ein paar Minuten erholen bevor wir die Hausaufgaben starten können. Somit ist es oft bereits halb fünf, fünf, bis alle „Verpflichtungen“ erledigt sind. Und da die Schulfreunde meist nicht direkt in der gleichen Straße wohnen und man zu einer Verabredung noch „anreisen“ müsste, ist dies oft unter der Woche überhaupt nicht möglich. Zudem ist es in Covid19 Zeiten auch noch eher verhalten, dass man sich zum Spielen verabredet. 

Auch das eigentlich wirklich ansprechende Nachmittagsprogramm der Schule, bei dem verschiedene spannende AGs angeboten werden, konnte in Covid Zeiten nicht stattfinden. Aber auch das wird sich hoffentlich nach den Sommerferien 2021, mit Start der 6. Klasse für unsere Kinder ändern. Zwar kommen die Kinder dann noch später aus der Schule, aber haben wieder die Möglichkeit in Gruppen mit gleichgesinnten Schülern eine schöne Zeit zu verbringen. 

Wir stehen ja, wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, eventuell wieder vor einem Umzug, da wir planen ein Haus zu kaufen. Bewusst haben wir dieses nun noch etwas näher zur Schule ausgesucht, in einem Compound, in dem auch noch einige andere Mitschüler leben. Damit erhoffen wir uns, dass das gemeinsame Spielen und Treffen am Nachmittag einfacher wird. Zudem gibt es dort in der Anlage ein kleines Tenniscenter mit ein paar Plätzen, so dass wir hoffen, dass unsere Tochter, die momentan Einzelstunden bekommt, dann in eine Gruppe wechseln kann und vielleicht sogar wieder mit dem Rad hinfahren kann, wenn es die Temperaturen erlauben. 

Unseren Sohn, der noch sehr verspielt ist, beschäftigt es sehr, dass er nicht in den Pausen, wie früher in seiner bayerischen (vor Corona) Grundschule in den Pausen mit mitgebrachtem Spielzeug mit seinen Freunden spielen kann. Ihm fehlt hier klar der Ausgleich, das Verspielt sein, in den Pausen. Er muss seine unglaublich große Fantasie ausleben können und das kann er nicht, wenn er an seinem Platz in der Schule die Pausen absitzen muss. 

Erfreulich ist, dass über die letzten Monate die Einladungen zu Geburtstagsfeiern am Wochenende zugenommen haben. Dank stabiler Corona Zahlen und der Möglichkeit sich wieder mit mehreren Personen treffen zu dürfen, ist hier wieder Leben in das Leben gekommen und die Kinder genießen es. 

Mit den nahenden Ferien und den immer intensiveren Vorbereitungen für unsere Reise nach Deutschland zu Verwandten und Freunden, kehrt auch eine besondere Stimmung bei den Kindern ein. Eine Mischung aus Vorfreude, Niedergeschlagenheit und Spannung, wie es wohl werden wird, plötzlich wieder als Gast nach Deutschland zu reisen. Wie wird es sein, die alten Freunde wieder zu treffen? Wird man wieder sofort in die alten Spielrituale einsteigen? Wird es sich befremdlich anfühlen, nach all der Zeit und dem Raum zwischen einem? 

Ich und auch die Kinder, werden uns überraschen lassen. 

Dankbar bin ich darüber, dass die letzten Wochen, wie bereits erwähnt, die Zusammenkünfte der Kinder außerhalb des Schulgebäudes zu Geburtstagsfeiern oder Spielverabredungen zugenommen haben. Denn so hoffe ich ganz doll, dass die Kinder mit gleicher Vorfreude auf ihre neuen Freunde, auf die neue Schule und die neue Heimat, nach sechs Wochen Deutschland wieder in den Flieger steigen werden. Natürlich mit ein paar AbschiedsTränchen, das ist klar. Denn natürlich wird immer ein Teil des Herzens auch an Deutschland und den lieben Menschen von uns dort hängen, und die lässt man dann erneut wieder für eine unbestimmte Zeit zurück. 

An meine Kinder, die ungewollte und nicht selbstentschieden TCKs geworden sind und damit ihr Leben lang werden Leben müssen und wir noch nicht einschätzen können, wie sie es aufnehmen, für ihr Leben verarbeiten und einsetzen: Wir sind immer und überall für euch da. Und da, wo wir vier (plus Hund) sind, da ist unsere Heimat. Dort wo wir unser zu Hause beziehen, da ist unser WohlfühlFamilienNest. Denn das Haus, die Wohnung ist nur ein Gebäude aus Stein, wir, die darin mit unseren Herzen wohnen, wir sind die Heimat und das Zuhause. 

TCK? Third Culture Kids. 

Dazu später mal mehr. Super spannendes Thema. Den Ausdruck und das was dahintersteckt, kennen und wissen nur die, die davon irgendwie betroffen sind.

Sansibar

Rund um Afrika, Startseite

Enge Gassen und endlose Strände

Diese eigene Welt aus 1001 Nacht liegt nur etwa 35 Kilometer vom Festland Tansanias entfernt. Einmal angekommen ist man schnell verzaubert. Die Altstadt, Stone-Town, wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Ein paar Tage in dieser Stadt und man fühlt sich in eine längst vergangene Zeit versetzt.

Schon die Überfahrt mit der Fähre von Dar es Salam nach Sansibar ist ein Erlebnis. In der Wartehalle steht die Luft, Fliegen schwirren um den Kopf und nerven und die Hitze ist unerträglich. Endlich kommt die Fähre. Dicht gedrängt und voll beladen mit Lebensmitteln und Lebendem, warten die Reisenden in der heißen Sonne am Steg. Dann endlich haben alle ankommenden Passagiere das Boot verlassen und wir können einsteigen. Die zwei Stunden Überfahrt vergehen wie im Fluge. Auf den Fernsehapparaten läuft ein alter Film, Ton gibt es nur für die Reisenden in den ersten Reihen. Oben an Deck drängen sich die Frischluft-Suchenden, finden ein Plätzchen zwischen all den Paletten, Koffern, Paketen, Taschen und einem im kleinen Käfig aufgeregt flatternden Huhn. Der Wind weht einem um die Nase und die Aussicht auf das türkisblaue, endlose Meer ist atemberaubend. Wir passieren kleine Inseln mit weißen Stränden und einfache Fischerboote mit großen Segeln passieren uns. 

Stone Town

Dann erhaschen wir den ersten Blick auf Stone-Town. Dicht gedrängt stehen imposante festungsähnliche Häuser entlang des Wassers. 

Wir gehen von Bord und unser Inselabenteuer beginnt. Sansibar ist eine Inselgruppe, aber zugleich auch der Name der größten Insel. Sansibar Stadt ist die Hauptstadt und Stone-Town das bekannteste, historische Viertel der Stadt. Die Hauptinsel, Sansibar, wird in Swahili auch Unguja genannt. Zwei weitere große Inseln dieser Gruppe sind Pemba und Mafia. 

Obwohl wir auf dem Festland Tansanias schon eingereist sind, müssen wir auf Unguja erneut die Einreise- und Zollformulare ausfüllen. Wir bekommen einen Stempel in unseren Pass – Zanzibar Sea Port TANZANIA.

Nun sind wir offiziell und verlassen das Hafengebiet. Unzählige Führer und Fahrer warten darauf, mit den ankommenden Touristen Geld zu verdienen. Unser Hotel liegt, laut Beschreibung, nicht weit vom Hafen entfernt. Da wir aber den Weg nicht kennen, nehmen wir einen Führer und werden, für umgerechnet etwa fünf Euro, zu unserem Hotel gebracht. Die Leistung wäre sicherlich nur zwei Euro wert gewesen, da sich herausstellt, dass wir um zwei Ecken laufen und schon vor unserer Unterkunft stehen.

Unser Boutique Hotel versetzt uns gleich in eine ganz andere Welt. Arabisch und indisch angehaucht können wir das besondere Flair, nicht nur des Hauses, sondern der ganzen Stadt fühlen. Über ein enges, steiles Treppenhaus gelangt man zu den insgesamt nur neun Zimmern, je drei auf einer Etage. Die Zimmer sind alle individuell eingerichtet und dekoriert. Antike Möbelstücke, Himmelbetten und warme Farben verstärken dieses Gefühl, in eine andere Welt eingetaucht zu sein. 

Draußen im Schatten der engen Gassen lassen wir uns treiben. Wir schlendern den Nachmittag ohne Ziel durch Stone-Town, bewundern die prächtigen Häuser oder zumindest das, was von dieser ehemaligen Pracht noch erhalten ist. Die geschnitzten Holztüren, für die diese Stadt so berühmt ist, sind einfach faszinierend. Und wir machen mehr Fotos, als je irgendjemand von Türen anschauen möchte. Aber jeder Eingang ist so individuell und besonders, dass wir einfach nicht stoppen können. Es gibt glänzende, mit Gold verzierte und gepflegte Türen neben anderen, die schon Jahre lang keine Farbe mehr gesehen haben und all der Glanz und die Pracht erloschen sind, aber trotzdem auf ihre Weise faszinieren. 

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang begeben wir uns …

Für Hotel- und Sightseeing Tipps und den kompletten Reiseplan geht es hier zum Download Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Nach diesem Ausflug in die Badekultur des vergangenen Jahrhunderts wartet nun eher schwere Geschichte auf uns. Am Sklavenmarkt führt uns der Guide zuerst in den Keller hinunter. Dunkel, stickig und unbeschreiblich eng ist es hier und wir fühlen uns gar nicht wohl. Als wir hören, dass hier die Sklaven eng gepfercht oft tagelang ausharren mussten, bis sie auf dem Markt verkauft wurden, sehnen wir uns nach Frischluft. 

Draußen wieder angekommen, werden zwar die Geschichten erst einmal nicht besser, aber das Atmen fällt wieder leichter. In der anglikanischen Kirche, die heute genau an der Stelle steht, wo früher der Hauptumschlagplatz für die Sklaven war, hebt sich die Stimmung langsam wieder, weil wir endlich in der Geschichte am Ende der Sklaverei auf Sansibar angelangt sind. 

Entpannung im Spa

Nach einer Stunde der Belastung für Körper und Geist möchten wir einfach versuchen, unsere Gedanken und den Körper wieder zu reinigen und zu befreien. Wir schlendern zurück zum Hotel und buchen eine Massage in einem modernen „Badehaus“, einem Spa. Im Hotel werden wir abgeholt und durch die engen Gassen zu einem alten Gebäude geführt. Außen schaut es sehr trist und heruntergekommen aus.  Innen begrüßt uns …

Interesse an Sansibar? Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen von dieser beeindruckenden und mitreißenden Stadt. Wir fahren in den Norden und werden noch ein paar Tage im Hotel am Strand verbringen. 

Strandzeit

Gebucht haben wie ein Hotel, welches Bungalows ohne Klimaanlage bietet, ein Haus zur Selbstverpflegung und ein Haus, in dem die Zimmer mit Klimaanlage ausgestattet sind. Wir gönnen uns den kleinen Luxus eines gekühlten Zimmers.
Die Anlage ist idyllisch, ruhig und direkt am Strand gelegen. Auf einer großen Holzterrasse, die über dem Meer zu schweben scheint, stehen Liegen, Hängematten und schwingende Holzbetten in luftigen, offenen …

Interesse, die Reise nachzureisen? Kompletten Zugriff auf alle Infos und Tipps gibt es hier Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Es ist kaum vorstellbar, dass wir nur acht Nächte auf Sansibar verbracht haben. Die vielen Eindrücke, die Erholung und die engen Gassen Stone-Towns haben uns verzaubert. Wir kommen sicher einmal hierher zurück, in diese Welt aus 1001 Nacht.

Nach der Ankunft…

Startseite

… kommt die NeuZeit. 

Neue Umgebung, neue Gegebenheiten, keine Kontakte, keine Verpflichtungen. Da beginnt eine sehr besondere, intensive Zeit. Man ist erst einmal komplett auf den Partner oder die Familie angewiesen, die kleine Familie – die mit umgezogen ist. Es gilt darauf zu schauen, dass jeder gut ankommt und ein erstes, hoffentlich gutes, Gefühl empfindet. Gemeinsam die neue Umgebung erkunden, umherlaufen, auf sich wirken lassen. Den Blick nach vorne, aber auch nach oben, unten und in die Seitengassen schweifen lassen. Eintauchen in das Neue. Neue Gerüche, neue Geschmäcker in neuen Lokalen. Das erste Mal gemeinsam die endlos erscheinenden Gänge des neuen Supermarktes erkunden. Vertraute Artikel kaufen, aber auch ganz bewusst zu etwas Neuem greifen, wie den Schokoriegeln oder die Kekse für die Kinder, die sie noch nicht kennen, heute aber das erste Mal probieren dürfen. Eine exotische, unbekannte Frucht, bei der man sicher zu Hause erst einmal im Internet nachschauen muss, wie man diese Wohl isst. 

Aber auch dem Gehör seinen Raum geben. In der Shopping Mall lauschen, wenn zu bestimmten Zeiten plötzlich der Ruf des Muezzins durch die Lautsprecher ertönt und eine besondere Stimmung in der Mall verbreitet. Und wenn es die Kinder nicht wahrnehmen, darauf hinweisen. Ihre Aufmerksamkeit für die Welt schärfen. Vielleicht schreien die Möwen in der Luft… Mein Laut, der mir just in diesem Moment zu unserem Aufenthalt in Milwaukee, USA einfällt. Einer der Geräusche, die mir für Johannesburg, Südafrika in Erinnerung geblieben sind: das Gezeter der Hadedas Vögel im Garten, besonders in den Morgenstunden. Beim „googeln“ gerade, ob dieser Geselle wohl wirklich so heißt oder einfach nur so genannt wird, stelle ich fest, dass es sich korrekterweise um den Hadada Ibis, handelt, zu Deutsch auch Hagedasch. Aber mal ehrlich, dass ändert jetzt nichts an der Tatsache, dass ich immer das lautstarke Gezetere dieses Freundes mit unserem Garten im Norden Johannesburgs in Verbindung bringen werde. 

In dieser besonderen NeuZeit sollte man versuchen die neue Stadt so intensiv wie möglich aufzunehmen, denn man ist noch vollkommen unvoreingenommen und nimmt einfach nur unbewertet auf. 

Und man sollte auch diese Zeit zu zweit, zu dritt, zu viert… genießen, denn solch eine besondere NeuZeit gibt es nicht sehr häufig. Oft hat man zum Start in einem neuen Land ein paar Tage gemeinsam frei, bevor meist der Mann wieder in seinen Job einsteigt. In diesen Tagen hat man sozusagen die Familie ganz für sich ganz alleine. Noch keine Einflüsse von außen. Es ist ein tolles, besonderes Gefühl. Man sollte auch wirklich versuchen, es wahrzunehmen.

Das ist fast ein bisschen so, wie während des Corona Lockdowns. Hier haben, leider natürlich gezwungenermaßen, die Familien plötzlich sehr intensiv Zeit miteinander verbringen müssen. Das, was viele in der Form vielleicht nicht kannten. Im Alltag geht jeder seinen Hobbies nach, geht arbeiten, trifft Freude, das oft auch getrennt. Wenn man als Familie oder als Paar in den Urlaub fährt, ist es auch eine andere Situation. Man ist offen für neue Kontakte zu anderen Urlaubern. Plötzlich war in 2020 nur noch die Familie angesagt, der Partner und/oder die Kinder oder gar der Single plötzlich wirklich Single im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich habe in meiner direkten Umgebung damals erlebt, wie befreundete Familien (ohne ExpatErfahrung – aber sicher natürlich auch viele andere) damit zu kämpfen hatten. Wir hingegen sind uns oft auch als Familie bewusst genug. Ich denke, das beschreibt es am besten. Einfach wir vier. Wir haben es gelernt und schätzen es, die Familienzeit zu genießen. Was für viele in dieser Covid19 Anfangszeit im Frühjahr 2020 eine Zeit der Ungewissheit und Hilflosigkeit ausgelöst hat, hat uns vielleicht nicht so überraschend erwischt, weil wir ähnliche Situationen der „Abgeschiedenheit“, des „Ungewissen“ schon öfter, wenn natürlich auch auf andere Art und Weise, erlebt und gemeistert haben. 

Das soll natürlich in keiner Weise die Covid19 Pandemie schönreden. Es war und ist für die Welt ein Schock, eine Herausforderung und eine große Belastung für alle. 

Ich denke, viele Expatfamilien genießen auch bewusst diese anfängliche NeuZeit nach der Ankunft. Sie versuchen gar nicht unbedingt, direkt Kontakte zu knüpfen oder auch eventuell entfernte Kontakte zu aktivieren. Erst einmal ankommen, das Neue wirklichen lassen und genießen. Gerade ab der zweiten, dritten Weltstation wird man ganz bewusst diese Zeit durchleben, denn dann hat man die Erfahrung bereits gemacht und kann die Situation besser einschätzen. Man hat nicht das Gefühl, direkt auf die Suche nach neuen Freunden gehen zu müssen, man kann es langsam angehen. Man weiß, dass sich alles mit der Zeit finden wird. Dieser Aktionsdruck, den man sich vielleicht noch beim ersten Mal selber auferlegt hat, entfällt. Die Unsicherheit ist weg. Frau weiß, dass sich alles fügen wird, dass neue Kontakte kommen werden, wenn man offen ist. Und offen sein, ist natürlich eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Auswanderung. 

Ich finde hierzu einen Abschnitt aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse sehr passend: 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, 
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. 

Aber eigentlich finde ich fast das ganze Gedicht sehr schön im Zusammenhang mit dem Gedanken zum Auswandern..

Stufen 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Von Hermann Hesse 4. Mai 1941

Also keine Scheu vor dem Neuen, was kommen wird. Es wird sich alles fügen, einfach offen sein und bleiben. Und nicht vergessen, die besondere Zeit nach der Ankunft einfach zu genießen. Es ist so unbeschreiblich spannend, all die neuen Dinge im neuen Umfeld unter neuen Umständen zu entdecken. Pures EntdeckerGlück.

Rückzug

Startseite

Nein, hier mit ist jetzt nicht gemeint, dass wir zurückziehen, wohin auch immer, sondern ich möchte euch heute den Verlust des Rückzugsortes meiner Tochter während der letzten zwei Wochen beschreiben und unsere Erkenntnis daraus mit euch teilen.

Familie lernt ja nie aus. 

Es hatte sich Besuch aus Deutschland angekündigt, eine vierköpfige Familie. Nach ein wenig hin und her überlegen war die gemeinsame Entscheidung gefallen, dass unsere Tochter mit in das Zimmer ihres Zwillingsbruders zieht, für diese zwei Wochen. Die Kinder des Besuches bezogen also das Zimmer unserer Tochter. Da sich dieses Zimmer ein „Jack and Jill“ Badezimmer (nähere Beschreibung dazu im Blogbeitrag „Haussuche“) mit dem Zimmer unseres Sohnes teilte, fiel somit auch irgendwie die Privatsphäre des Bades weg. Und obwohl unsere Kinder sehr oft noch sehr gerne gemeinsam in einem Zimmer schlafen, meine Tochter auf einer Matratze vor dem Bett unseres Sohnes, an Wochenende sogar manchmal zum Spaß mit all den Kuscheltieren beide in einem Bett, ist es etwas komplett anderes, seine Rückzugsoase für komplette zwei Wochen aufzugeben. Und das auch noch, während einer normalen Schulzeit, keine Ferien, keine Feiertage, Schulalltag. 

Der Besuch an sich war super angenehm!! Sehr selbstständig, viel auf eigene Faust unterwegs. Jeder machte sein Ding, über Frühstück, Fitness usw. Es lief alles sehr harmonisch, angenehm und erfreulich ab. Kompliment an den Besuch. Wir hatten eine tolle Zeit, am Wochenende machten wir einen wunderschönen Wüstenausflug mit Übernachtung gemeinsam, ohne viel Schlaf, was meiner Tochter ebenfalls zusetzte. 

Zum Beginn der zweiten Woche merkte ich, dass sie langsam die Kraft verließ. Ich schob es auf das wunderschöne, aber auch super anstrengende Wüstenwochenende. Und versuchte mit frühem Schlafengehen entgegenzuwirken. Aber es wurde eher von Tag zu Tag schlimmer. Sie wurde immer sensibler, machte oft einen traurigen Eindruck und dann erkannten wir, dass der Auslöser der fehlende Rückzugsort für sie war. Nach einem lagen, anstrengenden Schultag, bei dem die beiden von 7 bis 15 Uhr aus dem Haus sind, fehlte ihr die Erholung in ihrer Wohlfühloase – ihrem Zimmer. In dieses zieht sich unsere Tochter oft nach den Hausaufgaben zurück, malt Bilder auf ihrer Staffelei, sitzt in ihrem Sitzsack und liest Bücher – sie tut einfach das, was ihr guttut und was sie und ihr Körper brauchen. Dieser Rückzugsort war nun komplett weggefallen. Ich fand sie manchmal auf dem Boden im Zimmer ihres Bruders kniend, dort malen.

Und da wusste ich, wir haben einen großen Fehler gemacht, sie zu bitten, ihr Zimmer für den Besuch zu räumen. 

Ich redete mit ihr, entschuldigte mich für die dumme Entscheidung und versprach ihr, dass nie wieder sie oder ihr Bruder ihr Zimmer für Besuch aufgeben müssten. Allein das Reden tat gut, obwohl wir beide ein paar Tränchen vergossen.

Ich besprach die Situation auch mit den Freunden. Auch die verstanden sofort die Gefühlslage unserer Tochter. 

Im Endeffekt ist unser Gästezimmer groß genug, dass wir hier noch zwei Matratzen für zwei Kinder mit reinlegen können. Und ich denke, der Besuch, der sowieso in einer Stadt wie Dubai, die meiste Zeit auf Erkundungstour unterwegs ist, stört sich nicht daran, für eine Woche oder länger ein Zimmer mit den Kindern zu teilen. Und zudem hat der Besuch Urlaub und wir leben parallel im Alltag weiter, was heißt, dass für uns unter den normalen Arbeits- und Schulbedingungen eine andere Anstrengung und somit auch eine andere Art von Notwendigkeit an Ruhe, Erholung und eben Rückzugsmöglichkeiten wichtig ist und dies jeder verstehen wird oder verstehen sollte. Und wir haben an der Reaktion unserer Freunde gemerkt, dass eine Familie das sehr gut nachvollziehen kann. 

Somit das Fazit unserer letzten zwei Wochen: Besuch geht auch einmal während des Alltags (sicher nicht zu häufig), wenn der Besuch unkompliziert und selbstständig ist, keine 5***** Unterbringungen mit Rundumservice erwartet.

Wichtig für uns als Familie, Freunde und Gastgeber: Wir werden kein Zimmer, keine Rückzugsmöglichkeit aufgeben und wir werden unseren Alltag auf keinen Fall in irgendeiner Art und Weise an den Besuch anpassen können. 

Aber wahre Freunde und unsere tollen Familien verstehen das sowieso. Manchmal vielleicht früher als wir.

EntdeckerGlück? Ja, trotzdem und sowieso, denn wir haben ja eine wichtige Entdeckung und Erkenntnis aus dieser Erfahrung mitgenommen. Rückzugsorte sind SEHR WICHTIG, für jeden von uns.

Haussuche…

Startseite

… kann spannend und interessant sein, kann sich aber auch zu einer nervigen, frustrierenden Sache entwickeln. Im Moment ein ewiges Gefühlschaos, auf und ab… 

Letzte Woche habe ich ein Haus zum vierten Mal besichtigt und plötzlich war das Gefühl, dass genau dieses Haus unser Haus sein soll, so stark, dass eine wahre Euphorie in mir aufstieg. Leider ziemlich schnell niedergeschmettert mit einem unschlagbaren Angebot eines Konkurrenten. Irgendwo hat man, in unserem Fall „Familie“, ja finanzielle Limits. Unseres ist klar gesteckt und auch unsere Vorstellungen von dem, was unser Haus bringen soll oder nicht, sind sehr klar. Ganz obere Priorität: eine ruhige Lage. Was für uns in diesem Fall bedeutet, weit genug entfernt von jeglichen Highways und auch von den größeren, internen Verbindungsstraßen in einer Wohnanlage. Zudem kommen eigentlich momentan auch nur zwei größere Compounds in Frage, die sowohl für meinen Mann einen annehmlichen Arbeitsweg bieten, als auch für die Kinder den Schulweg nicht endlos in die Länge ziehen. Sehr eingeschränkt, ich weiß. Hinzu kommt, dass momentan gefühlt alle Familien ein Haus unserer Kategorie suchen, aber nicht wirklich viele Familien ein Haus verkaufen, dass unseren Ansprüchen entspricht. Ihr seht also, hier kommt die Frustration ins Spiel. 

Diese Frustration diese Woche noch zusätzlich gesteigert von der Enttäuschung, dass WunschHaus nicht bekommen zu haben und nun die Suche erneut starten zu müssen. Ich habe bereits ganze Exceltabellen mit Häusern, von denen ich bereits über die Makler die Lage geklärt habe oder die ich angeschaut habe und die absolut nicht in Frage kommen. Hingegen findet sich in der Liste der interessanten Objekte… kein einziges Objekt. Frust? Ja! Immer im Hinterkopf der Gedanke, dass ich in einem Monat der Sommerhitze entfliehen werde und meine Suche sowieso (eventuell erfolglos) unterbrechen muss. Und das nicht für zwei Wochen, nein, ich werde mit den Kindern sechs Wochen in Deutschland sein, bevor ich überhaupt wieder in der Lage wäre, Häuser zu besichtigen. Panik. Was, wenn genau in dieser Abwesenheitszeit UNSER Haus auf den Markt kommt? Noch mehr Frust. Mein Plan also, die Häusersucher komplett während unserer Reisezeit zu stoppen. Ich werde keine Immobilienseiten besuchen. Ist der Plan… schaffe ich das? 

Ein Schimmer Hoffnung in der Situation: 

Nach Ankunft Mitte August 2020 wohnten wir anfangs in einem möblierten Appartement. Erst als die Kinder in der Schule angekommen waren, nach zwei Wochen in den Präsenzunterricht wechselten, konnte ich die Häusersuche im letzten Jahr starten. Und auch letztes Jahr, hat es eine ganze Weile gedauert, fast zwei Monate, bis ich das Passende für uns gefunden hatte. Somit verbrachten wir drei Monate im Hotelappartement, bevor wir das Haus beziehen konnten und unser Hab und Gut angeliefert werden konnte. 

Warum wir jetzt schon wieder ein Haussuchen und schon wieder umziehen wollen?

Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir ein wunderschönes Haus gemietet haben, in dem wir gerne auch wohnen bleiben würden, wenn denn nicht die Mieten für solch ein Objekt exorbitant hoch wären und man für diesen Preis, lieber so schnell wie möglich ein Eigenheim finanziert. So, zumindest unsere Rechnung und Entscheidung, denn unser Plan ist es, hier wirklich für ein paar Jahre zu bleiben. Mein Mann hat einen lokalen Vertrag, keine Entsendung, somit ist von Firmenseite keine Begrenzung des Aufenthaltes geplant und von Familienseite auch nicht. 

Wenn wir also Mitte August 2021 aus unseren ersten Ferien in Deutschland wieder zurückkommen, hoffe ich, dass ich dann ein passendes, bezahlbares Kaufobjekt finden werde, denn unser Mietvertrag läuft noch bis Mitte November. Das sollte mir noch ein wenig Luft verschaffen. Ihr seht, irgendwie habe ich schon meine Hoffnung aufgegeben, noch in den nächsten vier Wochen vor Abflug ein schönes Heim zu finden. 

Und obwohl ich unseren jetzigen Vermieter bereits einmal gefragt habe, ob er uns das Haus nicht verkaufen mag und er bereits einmal mit nein geantwortet habe, habe ich einfach letzte Woche noch einmal gefragt. Die Antwort steht leider noch aus…

Die Haussuche bleibt spannend.

Tipp für Familien, die in einer ähnlichen Lage sind, die HausKaufSuche starten möchten und das Geld nicht bar auf den Tisch legen können:

Sinnvoll ist es, von eurer lokalen Bank ein preapproval für die Finanzierung (mortgage) zu bekommen. Das hilft bei der Preisverhandlung und bietet Pluspunkte. Wenn man sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt hat, macht die Bank eine Bewertung (evaluation) des Objektes und wird auch nur den Betrag für Euch finanzieren, der bei der Wertbestimmung festgelegt wurde. In Situationen eines Verkäuferfreundlichen Zeitpunktes, wie momentan (viele Käufer, wenig Verkäufer), fällt der ermittelte Wert meist viel geringer aus, als der gewünschte Kaufpreis. Eh klar… 

Hier ist also einiges an Rechenarbeit vorab zu erledigen, um wirklich zu ermitteln, welchen Kaufpreis man im Endeffekt bezahlen kann. 

Für die Suche von Kauf- oder Mietobjekten kann ich die Homepage Propertyfinder.ae empfehlen. Es gibt noch die Seite dubizzle, aber hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Makler nicht regelmäßig aufräumen und ausmisten und oft viele Objekte noch angezeigt werden, die längst verkauft wurden. Fazit von mir, diese Seite macht mehr Hoffnung und Arbeit als nötig. Propertyfinder definitiv immer aktueller.

Ergänzung:

Ich möchte noch ein paar „Fachbegriffe“ zur Haussuche erklären.

Villa – einfach ein einzeln stehendes Haus.

Townhouse – vergleichbar mit einem Reihenhaus.

BUA – Build up area – entspricht der Angabe der Wohnfläche, wobei hier wirklich einfach die Bodenfläche des kompletten Wohnraumes angegeben wird.

Study – in Amerika wird dieser Bereich/Raum oft als „Den“ bezeichnet. Ein Bereich, ein Raum gedacht für ein Büro, für mich auch gerne ein Gästezimmer, etwas kleiner als das gewöhnliche Gästezimmer, oft befindet sich hier kein direktes Bad angeschlossen, aber sehr oft sehr wohl… . Manchmal ist die Study auch ein Raum, der nicht baulich vom z.B. Wohnzimmer getrennt ist. Also ein sehr dehnbarer Begriff.

Jack and Jill (bathroom) – bedeutet, dass sich zwei Schlafzimmer ein Badezimmer teilen, also beide Schlafzimmer haben über eine Tür Zugang zu diesem Badzimmer, in dem meist der Toiletten-/Duschbereich noch durch eine seperate Tür abschließbar ist. Meistens sind Doppelwaschbecken verhanden. Eigentlich perfekt für jüngere Kinder, aber sobald das Teenager-Alter naht… eher Stresspotential.

Tea Kitchen – meist eine kleine Küchenzeile mit Wasseranschluss, in der Nähe des Masterbed Rooms (Elternschlafzimmers) im oberen Hausbereich.

Family Room – generell eine größere, freie Fläche im oberen Wohnbereich, nicht durch eine Tür getrennt, mittig gelegen zwischen den umliegenden Schlafräumen. Dieser Bereich wird oft mit Sofa und TV und/oder Buchregal ausgestattet.

Powder Room – ein „Gäste-WC“ im unteren Wohnbereich, bei dem das WC räumlich getrennt und verschließbar ist und das Waschbecken frei zugänglich.