Al Mamzar Beach

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Dubai und Sharjah

Wer hier schon ein bisschen mitgelesen hat, weiß, dass ich ein Fan des Radfahrens bin. Und somit ging es heute mal wieder auf Erkundungstour. Zusammen mit meiner lieben Freundin Julia, die ebenso Rad-begeistert ist, wie ich suchen wir uns immer auf der Careem Bike App eine Vermietstation aus in einer Gegend, die wir noch nicht kennen und dann geht es los.

Heute war der Al Mamzar Beach mit dem Al Mamzar Beach Park unser Ziel. Witzig hierbei, die eine Seite er großen Bucht, liegt auf der Seite von Sharjah, hier haben wir auch die Mietstation gewählt, und die andere Seite, die mit dem Al Mamazar Beach Park liegt schon im Emirat Dubai.

Heute, Dienstagmorgen, waren doch erstaunlich viele Menschen am Wasser, im Wasser oder auf den Outdoor-Fitness-Anlagen in Action. Der Radweg schlängelt sich immer direkt am Strand entlang, nur hin und wieder teilt man sich den Weg mit den Fußgängern. Im Al Mamzar Beach Park angekommen, war leider der erste Eingang nur für Autos. Wir mussten weiterfahren bis zum Maingate. Hier brauchten wir die NOL Card, zum betreten. Diese Karte benötigt man z.B. auch, um hier die Metro zu benutzen. Glücklicherweise hatte Julia eine Karte und wir konnten diese nutzen. Alternativ kann man am Maingate aber auch diese Karte erstehen. Leider durften wir im Park dann auch kein Rad fahren. Wir haben die Räder (unabgeschlossen) am Eingang stehen lassen und haben den Park zu Fuß erkundet. Heute, Dienstag, war „Ladys and Children Day“. Super wenig los, traumhafte Strände, Toiletten- und Duschanlagen und mehrere kleine Verkaufsbuden. Hier gefiel mir besonders die lila-farbene Fruchthütte. Wir sind zwei Buchten abgelaufen und haben noch vergeblich das Schwimmbad gesucht, aber leider verpasst, dafür aber eine Skaterrampe entdeckt.

Radtausch.

Anschließend wieder zurück aufs Rad und an einer auf dem Rückweg liegenden Station haben wir unsere Rad getauscht. Denn das Interessante bei Careem Bike ist, dass man für einen Tag 20 AED zahlt. Diese 20 AED erlauben es einem ein Rad für 45 Minuten zu nutzen. Ich kann am selben Tag immer wieder kostenlos für 45 Minuten Räder ausleihen, egal wo in der Stadt, aber sobald ich einmal die 45 Minuten überschreite mit ein und dem selben Rad, werden mir zusätzliche Gebühren berechnet. Somit, wann immer wir auf unseren Strecken die Careem Radstationen sehen, tauschen wir immer das Rad und verlängern somit unsere Zeit und sparen Geld.

Die Strecke heute war nur etwa 11 km lang, plus die etwa 1 km zu Fuß durch den Park.

Es war ein traumhaft schöner Morgen und was gibt es Schöneres, als neue Ecken in der Stadt zu erkunden? Ich liebe es.

Half Desert Road

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Dubai.

Ich hatte immer mal wieder Fotos gesehen und wollte unbedingt mal dort hin. Die Half Desert Road – kann man tatsächlich so in Google Maps eingeben, im Südwesten der Stadt gelegen. Also mit passendem Besuch auf dem Weg in ein Wüstencamp noch schnell einen Stopp einlegen. Es gibt tatsächlich eine Ausfahrt von der Autobahn. Man fährt dann in ein nicht vorhandenes Wohngebiet. So scheint es zumindest, denn die Straßen sind alle angelegt, gerade, lang und viele, viele Abzweige immer über Kreisverkehre verbunden und komplett mit Straßenschildern ausgestattet. Echt skurril. Die ein oder andere Straße ist gar schon vollkommen von den Sandverwehungen eingenommen und zumindest für mich nicht befahrbar. Wir können an den Spuren im Sand sehen, dass der mehr erfahrene SanddünenFahrer schon Strecken fährt, die wir lieber auslassen und auch schon mal wenden. Wir halten immer mal wieder an und machen Fotos. Begegnen tatsächlich sogar zwei anderen Autos und später, sehr weit hinten drin, sogar noch einem LKW…

Irgendwann haben wir dann aber doch genug Fotos gemacht, viel Sand in den Schuhen und heiß ist es auch. Kurzer, aber wirklich sehenswerter Stopp.

Suchst Du nach einer ganz auf deine Bedürfnisse zugeschnittenen Tour in Dubai, keine großen Gruppen, ganz individuel in deinem Tempo und nach deinen Vorstellungen – dann melde Dich bei mir. Ich lebe seit August 2020 im wunderschönen Dubai, habe mich komplett in diese abwechslungsreiche Stadt verliebt und eine Ausbildung zur Reiseleiterin gemacht. Ich zeige Dir sehr gerne die Hotspots und auch die versteckten Ecken der Stadt – Melde Dich über das Kontaktformular.

„Courtyard“ Bummeln…   

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Al Quoz – Dubai

Im Stadtteil Al Quoz gibt es einen Bereich, der sich „Courtyard“ nennt. Und genau das, ist er auch: ein großer Courtyard – Innenhof. Künstlich geschaffen mit dekorativen Häusern, Cafés, Wasserspielen, vielen Blumen, Palmen oder Bäumen; kleinen, sehr feinen Boutique Geschäften, oft versteckt hinter den Fassaden der Häuser in denen sich weitere kleine Gassen mit weiteren Geschäften und Cafés verstecken. Hochwertige Einrichtungsgegenstände, neben ausgewählten, individuellen Schuh- oder Modegeschäften, ein großer ProfiKüchenausstatter, der sich auch über den Hobbykoch freut, Musikinstrumente, Kunst und ein kleines Theater, Improvisation Theater, welches auch Kurse anbietet. Ein toller Ort für einen kleinen Bummel, ein bisschen Staunen und Genießen. Auch toll zum Frühstücken.

Karama

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Stadtteil – Dubai

Ich habe ja bereits angekündigt, dass ich die letzten drei Wochen so unbeschreibliche viele Eindrücke rund um Dubai sammeln konnte. Ich weiß fast gar nicht, wo ich anfangen soll… und was ich mit euch zu erst teilen möchte.

Ich habe mich für ein eindrucksvolles Erlebnis zu Fuß in der Stadt entschieden. Mal wieder ein Photowalk und mal wieder mit einer lieben Freundin aus Deutschland und ebenfalls erneut mit Gulf Photo Plus. Die Tour startete um 16:30 Uhr und dauerte etwa 3,5 Stunden.

Wir waren eine sehr bunt gemischte, sympathische Gruppe, geleitet von Raz, der selber eine Zeit lang im Stadtteil Karama gelebt hat. Er konnte uns mit spannenden Details und Geschichten, rund um den Stadtteil versorgen und hatte sehr interessante Tipps und Tricks rund ums Fotografieren.

Karama ist ein sehr alter Stadtteil. Laut Raz wohnen hier heutzutage sehr, sehr viele Taxifahrer. Wir bekommen gleich zu beginn ein paar architektonische Hintergrundinformationen, lernen sofort ein paar Kameratricks, bevor wir gleich zu Anfang einen unscheinbaren Hausflur eines kleinen Hochhauses betreten… Verwunderung unter den Teilnehmern… Und dann erwarten uns fünf junge, sympathische Blumenmänner in ihrem kleinen Laden. Hier binden sie unermüdlich Blumenketten aller Art, die in Kühlschränken (in denen im Supermarkt vielleicht der Käste oder die Getränke aufbewahrt werden) gelagert werden. Nie hätten wir diesen Laden gefunden und nie hätten wir ihn betreten. Die Männer kennen die Photowalk Besucher und sind begeisterte Fotomodels.

Er führte uns u.a. durch ein Gebiet von Gassen mit immer wiederkehrenden, gleichen Innenhöfen, halbrunden Balkonen an vierstöckiger Häuser. Nur die unterschiedlichen Farben der Metallgriffe an den Balkonen oder Treppenaufgängen, lassen einen die Unterschiede erkennen. Rot, Gelb, Blau und Grün. Diese Siedlungen wurden in den 80er Jahren, laut Raz, von Sheikh Rashid gebaut, um die „gestrandeten“ heimatlosen Omanis aus Sansibar zu beherbergen.

Immer wieder folgen Fotostopps mit Erklärungen der verschiedenen Kameraeinstellungen für jeden Teilnehmer individuell. Ich bin nur mit meinem iPhone unterwegs, ohne Kamera, aber bekomme auch jedes Mal wertvolle Tipps.

Eine Überraschung folgt heute der nächsten: Raz macht einen unerwarteten Stopp in einem kultigen Restaurant irgendwo, mitten drin in Karama. Unsere neun-köpfige Gruppe füllt die Terrasse überrascht und die Bedienungen sind gleich begeistert. Raz bestellt allerlei gemischte Teller zum Teilen mit Fingerfood, wie u.a. frittierte Zwiebelbällchen, über Samosas und frittierten Bananen, weitere gefüllte Teigtaschen und für jeden einen Karak Tee und Wasser. Wir beschließen ein Gruppenfoto von der Bedienung machen zu lassen, was diese sofort motiviert, selber noch ein Selfie mit uns im Hintergrund zu machen. Ein Kollege eilt noch herbei und will auch noch mit aufs Bild. Es herrscht so wundervoll ausgelassene, gute Stimmung. Herrlich. Wir bekommen noch in Essig eingelegte Ananas, die bei mir keine Begeisterung auslöst… Zum Abschluss müssen wir uns für die Restaurantbetreiber noch aufstellen und es werden weitere Gruppenfotos von uns gemacht. Was für ein Spaß im Manchatti Restaurant.

Gestärkt und beflügelt gelangen wir immer tiefer nach Karama hinein. Die Häuser werden gefühlt älter und, sagen wir mal: „verwohnter“. In der eintretenden Dämmerung hören wir noch eine wahre Gruselgeschichte von einem der brutalsten Mehrfach-Morde der Stadt, die sich in dem Haus vor uns im Januar 1992 abgespielt hat. Da läuft einem ein Schauer über den Rücken…
Wir queren eine Straße und geraten an eine große „Baustelle“. Mehrere Häuser sind abgerissen, der Schutt noch nicht abgetragen. Bagger oben auf den Schutthaufen. Es ist bereits dunkel und die Szenerie ist wirklich skuril… Am Rande des Schuttes, vor einer momentan noch stehenden Häuserreihe, steht ein junger Mann und grillt Fleischspieße im Licht seiner Mobilphone Taschenlampe. Raz tritt auf ihn zu und wechselt ein paar Worte und animiert uns auch gleich, Spieße zu probieren. Meine Freundin und ich sind die ersten Mutigen. Gegen wirklich kleines Geld gönnen wir uns zwei Spieße im Schein der spärlichen Beleuchtung. Ein Teil der Gruppe klettert auf den Trümmerhaufen herum, wir verweilen neben einem kultigen Monobloc Plastikstuhl und bestaunen die surreale Szene. Ich erfahre gerade überhaupt erst jetzt, dass dieser Plastikstuhl, den JEDER kennt, so ein Kultobjekt mit einer echten Geschichte ist.

Nach erfüllten, eindrucksvollen Stunden in Karama verabschieden wir uns aus den mittlerweile gut gefüllten Gassen, in denen an jeder Ecke die Bewohner in den Lokalitäten essen, reden und einfach das Leben genießen. Der Kopf ist gefüllt mit unzähligen wunderschönen Eindrücken und wir hoffen natürlich, dass die vielen Fotos, die wir gemacht haben, etwas von diesem Erlebnis wiederspiegeln werden. Ich finde ja…

Flamingo Season

Rund um die UAE

Was kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man an Dubai denkt? Sicher viel Glitzer, Glamour, Hochhäuser, Superlative, Shoppingmalls Strand, Sonne und natürlich Wüste.

Flamingos waren definitiv nicht in meinen Gedanken zu Dubai.

Bereits Anfang Dezember habe ich mit einem Besuch aber dann doch das Ras al Khor Naturschutzgebiet erkundet. Im Vorbeifahren auf der Autobahn entdeckt man einen kleinen, versteckten Ausguck. Dieser war unser Ziel. Wir brauchten beim ersten Mal zwei Anläufe, denn der sogenannte „Flamingo Hide“ war nicht weiter groß ausgeschrieben. Aber wir haben das Ziel irgendwann erreicht und da waren sie, die Flamingos am „Flamingo Hide“. Ganz unkompliziert parkt man am Straßenrand in einer kleinen Parkbucht und schlendert über einen mit Schilf-verkleideten Holzsteg zum Aussichtspunkt. Hier sitzt ein Angestellte und stellt sicher, dass sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig dort aufhalten. Der Angestellt war sehr nett und motiviert und hat uns erzählt, dass die Flamingos Ende Dezember noch viel mehr werden, weil sie aus anderen Ländern zum Überwintern nach Dubai fliegen.

Und so war es dann bei meinem Besuch nun mit meinem Schwiegervater Mitte Januar wirklich voll. Da sind wirklich große Scharen der pinken Flügler aus kälteren Gefilden ins warme Dubai gekommen. WOW. Mein Schwiegervater war sprachlos. Und der absolute Bonus unseres Besuches war, dass wir zufällig zur Fütterung anwesend sein konnten. Wir waren sechs Besucher (mehr waren/sind zu Covid Zeiten wohl nicht erlaubt), die das Spektakel der Fütterung erleben durften. Vollkommen einfangen in das Geschnatter und rosa Vogelmeer vor uns haben wir gar nicht bemerkt, was für eine Schlange sich vor der Hütte gebildet hatte, bis der nette Angestellte uns darauf hinwies, dass unsere Besuchszeit nun vorüber sei.

Vollkommen beflügelt sind dann wir wieder über den Steg zurück zum Auto und konnten gar nicht fassen, so etwas in freier Natur mitten in Dubai erleben zu können.

Fütterung.