Wasserparks – Dubai

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In einem Land, in einer Stadt in der fast 365 Tage im Jahr die Sonne scheint, liegt natürlich der Besuch eines Wasserparks nahe. Wir haben die drei großen zu unterschiedlichen „Jahreszeiten“ besucht.

Den Laguna Wasserpark im wunderschönen Bereich La Mer, besuchten wir im September, also eigentlich noch im Hochsommer. Wir waren direkt zur Öffnung morgens dort. Der Park war schön leer und wir haben ein Angebot mit einer Cabana gebucht. Ein kleiner privater Pavillon mit Sonnenliegen, eine Sitzgruppe mit Meerblick, Kühlschrank inklusive Wasser und einer großen Obstüberraschung am Nachmittag. Der Park hat einen Rutschenturm mit Rutschen für jede Mut-Variante. Es gibt eine große Surfwelle und einen entspannten Lazy-River. Verschiedene Snackbars und auch ein Strandzugang stehen den Besuchern zur Verfügung. Bis kurz nach Mittag war der Park nur wenig besucht und wie konnten sehr viel, sehr entspannt rutschen. Da der Boden wirklich recht heiß zu dieser Zeit ist, empfiehlt es sich fast, Badeschuhe oder Badesocken zu tragen.

Die Obstüberraschung am Nachmittag hat uns noch einen letzten Kick für eine Abschiedsrutschen-Runde gegeben. Und die Investition in den Pavillon, der ein toller Rückzugs-Ruheort war, als die Besuchermengen am Nachmittag stark anstiegen, war für uns eine absolut lohnenswerte Investition.
Wenn man nach dem Parkbesuch noch Energie hat, bietet sich die stylische, hippe Gegend rund um La Mer noch zu einem tollen Abendessen mit wunderschönem Sonnenuntergang an.

Den Wild Wadi Wasserpark haben wir in den Herbstferien der Deutschen Internationalen Schule Dubai, Ende Oktober, besucht. Die Temperaturen waren perfekt. Wenn man auf den Rutschentürmen im Schatten warten musste, konnte der Wind sogar leicht zu kühl empfunden werden. Es gibt super viele richtig abwechslungsreiche Rutschen. Die ständigen Ausblicke auf das markante „Segel“ des Burj al Arab und die „Welle“ des Jumeirah Beach Hotel sind einfach nur schön. Hier wird auch Frau mit Kindern wieder zum verspielten Tober. Leichte Adrenalin-Kicks beim Rutschen nicht ausgeschlossen. Herrlich.

Im Februar besuchten wir den Atlantis Wasserpark. Die Kinder verließen morgens im Kapuzenpulli bei starker Bewölkung und wirklich kühlen Temperaturen (für Dubai Verhältnisse) das Haus. Es gibt unzählige Rutschen, die fast alle mit Reifen gerutscht werden. Somit haben die Eltern (wir zu dem Zeitpunkt zwei Erwachsene und zwei Kinder mit 11 Jahren) den ganzen Tag riesige Doppelreifen die endlosen Rutschentürme hinaufgeschleppt. Aufgrund des eher schlechteren Wetters an dem Tag und Corona Zeiten im Jahre 2021 waren wirklich wenig Menschen vor Ort und wir musste fast nie irgendwo anstehen. Was dazu führte, dass wir am Nachmittag definitiv eine Erschöpfung verspürten… Die Absperrungen, wie man sie aus Freizeitparks kennt – mit den Angaben der noch zu verbleibenden Wartezeiten, ließ schon durchblicken, wie voll es hier werden kann. Wenn wir einmal anstehen mussten und das eventuell auch noch im Schatten, war es wirklich ungemütlich kalt. Aber das jetzt die Einschätzung von Frau Mitte 40.
Da wir zum Geburtstag unserer Zwillinge im Park waren und uns die Cabana im Laguna Park so gut gefallen hatte, haben wir uns auch hier das kleine Separee gegönnt. Der abgesperrte Bereich war größer (aber nicht schöner) als im Laguna Park. Wir hatten vier Sonnenliegen, eine kleine Sitzgruppe in einem von luftigen Gardinen umrandeten Pavillon mit einem Kühlschrank, gefüllt mit Wasser. Das Mittagessen konnten wir uns in den Pavillon liefern lassen. Richtig schön. Und einfach toll, diesen kleinen Ruheort in all dem trubeligen Tag zwischendurch mal aufsuchen zu können. Dieser Park hat definitiv die größte Vielfalt an Rutschen.

Fazit:
Das mir ein Park besser gefallen hat, als ein anderer kann ich leider nicht sagen. Mit gefiel jeder Park auf seine Art und Weise. In jedem Park gibt es auch einen großen Spielbereich mit unzähligen Möglichkeiten für kleinere Kinder.

Der Laguna Park ist sicherlich der kleinste, aber er hat sehr viel Charme und unsere Cabana hier, war ein absolutes Highlight.
Die Neuheit der Rutschen für mich im Wild Wadi mit den tollen Ausblicken auf zwei Wahrzeichen Dubais garantieren ebenfalls einen wunderschönen Tag.
Bereits das Betreten durch das bekannte Atlantis Hotel zum zugehörigen Wasserpark ist natürlich schon eine Sensation. Hier kann man auch noch einen Delfin-Encounter buchen und wir haben auch noch kurz im Meer gebadet. Die Vielfalt der Rutschen hier war sicherlich für die Kinder ein Highlight.

Also, einfach mal starten in die Welt der wilden Rutschen.

Laguna Wasserpark im hippen Viertel La Mer:

Wild Wadi Wasserpark:

Atlantis Wasserpark – Aquaventure Waterpark:

„kleine“ Radtouren in Dubai

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…zum Beispiel mit den Mietfahrrädern von Careem.

Eine tolle Möglichkeit auf eigene Faust ein bisschen die Stadt zu erkunden, sind die Leihfahrräder von Careem. Die grünen Elektroräder stehen an mehreren Stationen in der Stadt zur Verfügung. Die Mietstationen sind auf der Careem App eingezeichnet. Diese benötigt man unbedingt, um ein Fahrrad zu „entschlüsseln“.

Ich habe mit den Rädern das komplette Gebiet der Dubai Marina abgefahren in zwei Etappen. Je eine Seite der Marina an einem Tag. Auf der einen Seite habe ich mir noch einen Kaffee in der deutschen Bäckerei „Bakers Kitchen“ gegönnt.

Zum Strand hin kann man leider nicht wirklich radeln. An der Promenade des JBR Beaches ist das Radfahren leider verboten und von der Marina aus Richtung Norden ist der Strand privat und gehört zu den Hotels. Ich habe auch versucht mit dem Rad hinüber auf die Bluewater Island mit dem Al Ain Riesenrad zu gelangen – leider unmöglich.

Von der Marina aus einmal über die E11, die Sheikh Zayed Road hinweg, kommt man zum Bereich der Jumeirah Lake Towers. Hier gibt es drei Seen und einen Park, an denen man ebenfalls wunderschön mit dem Rad entlangfahren kann. Fußgängerbrücken (auf denen man natürlich das Rad schieben muss) überqueren die zwischen den Seen und dem Park liegenden Hauptstraßen.

Von der Marina aus Richtung Norden gelangt man zum Dubai Media City Park, mit tollen Graffitis auch einen Abstecher wert.

Noch viel weiter nördlich, am Dubai Creek, kann man auch sehr schön entlang radeln. Diesen Bereich habe ich mir für den kommenden „Winter“ aufgehoben. Auch hier stehen Careem Leihräder zur Verfügung.„kleine“ Fahrradtouren in Dubai

Impressionen rund um die Jumeriah Lake Towers:

Impressionen rund um die Marina:

Impressionen rund um den Media City Park:

Photowalks Joburg

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Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt oft unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

Ihn Johannesburg war ich mit verschiedenen Anbietern unterwegs:

Joburg Photowalkers

Past Experience

African Secrets: Cultural Walks and events in Johannesburg

Hier ein paar Eindrücke von meinen Walks durch Johannesburg:

Berea:

Eindrücke einer sehr beeindruckenden Tour mit tollen Begegnungen durch das Township Alexandra:

Früh morgens im Depot der Reefsteamers:

Queen Elizabeth II

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Eine Zeitreise an Bord dieses historischen und geschichtsträchtigen Kreuzfahrtschiffes mit Peter – absolut empfehlenswert.

Früher auf allen Weltmeeren unterwegs, heute stationär als Hotel-Schiff in Dubai stationiert.

Aber nicht nur übernachten kann man in den renovierten Kabinen, es werden auch tolle Heritage Touren angeboten – geführt von alten „Seebären“, die selber jahrelang an Bord um die Welt geschippert sind und mit herrlichem Charme viele Anekdoten für die Besucher parat haben.
Wir hatten eine Tour inklusive Canapés gebucht.

Schon von außen war der Anblick majestätisch beeindruckend. Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellung rund um die Geschichte der Queen Elizabeth im Empfangsbereich, traten wir an Bord. Peter, der Jahrzehnte auf der QE II über die Weltmeere gefahren war, hatte einige sehr spannende Geschichten zu erzählen. Er ließ uns in den Alltag an Board blicken, führte uns durch Kabinen der verschiedenen Zeitepochen, berichtete von der ein oder anderen Berühmtheit, wie z.B. Nelson Mandela, führte uns durch endlose Gänge bis hin zur Kommandobrücke. Hier erwarteten uns Canapés und Drinks und ein unbeschreiblich schöner Sonnenuntergang an dem Platz, von dem aus die Kapitäne dieses „Denkmals“ die unzähligen Häfen der Welt angelaufen sind.

Es gibt verschiedene Tour Pakete, die man buchen kann.

Den Besuch kann ich nur empfehlen und werde sicher noch den ein oder anderen Besucher für eine Tour mit an Bord nehmen.

Mehr Infos zu den Touren gibt es hier.

Photowalks Dubai

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Eine tolle Möglichkeit, deine neue Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

Wenn du auch nur ein bisschen Fotografie-begeistert oder interessiert bist, solltest Du unbedingt in Deiner Stadt Ausschau nach Photowalks halten. Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, die bestimmte Gegenden der Stadt gemeinsam & vor allem langsam erkunden. Man lernt unbekannte oder auch bekannte Ecken ganz neu kennen, schlendert durch Gassen und Straßen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Veranstalter geben Tipps oder Anregungen, auf welches Thema man sich eventuell fokussieren könnte und bieten einem somit die Möglichkeit, Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Walks ist es nicht wichtig, eine professionelle Ausstattung mit verschiedenen Objektiven o.ä. zu besitzen. Ich gehe mittlerweile nur noch mit meinem Smartphone mit, habe durch die tollen Guides noch einige mir vorher unbekannte Funktionen meiner Kamera kennengelernt. Aber natürlich ist ebenso der Profi mit entsprechender Ausrüstung manchmal dabei. Jeder fühlt sich hier wohl.

Meist vermitteln die Guides nicht nur Lehrreiches zum Thema Fotografie, sondern man lernt auch noch einiges zum Thema Kultur und Geschichte oder erfährt Insider-Tipps und -Geschichten.

In Dubai habe ich nun zwei Touren mit Gulf Photo Plus gemacht.

Nächste Woche steht die nächste Tour für mich an.

Impressionen meiner Wüstentour:

Impressionen einer Abendtour durch den Stadtteil Naif zum Fastenbrechen (Eid) während des Ramadan im Jahr 2021:

Mein aktuellster Photowalk mit Gulf Photo Plus hat mich durch den Stadtteil Bur Dubai geführt. Indische Eindrücke, Textil-Souk und enge, versteckte Gassen. Ein wundervoller Morgen.

Die nördliche Mitte der USA

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South Dakota – Wyoming – Montana

Anregung für eine Rundreise – etwas abseits der großen Touristenströme.
Wild West Stimmung, viel Natur und Nationalparks.

Tag 1:
Fahrt: Milwaukee, WI – La Crosse, WI, 3
40 km – 3 – 3,5 Stunden Fahrt

La Crosse, Wisconsin. Der Ort liegt am Mississippi und hat allein deswegen einen Reiz. Bei einem Zwischenstopp lohnt sich ein Besuch im Dahl Auto Museum.
Unterkunft: Ich würde hier eines der B&Bs empfehlen. Die haben immer einen besonderen Charme.

Tag 2:
Weiterfahrt: La Crosse, WI – Sioux Falls,
South Dakota, 340 km – 3 – 3,5 Stunden Fahrt

Ein Muss hier natürlich der Besuch des „Falls Parks“, der sich entlang der weitläufigen Wasserfälle des Big Sioux River erstreckt.
Unsere Unterkunft: Wir haben sowohl auf dem Hin-, als auch auf dem Rückweg im Historic Victorian Inn übernachtet, jeweils in einem anderen Zimmertyp.

Sioux Falls

Tag 3:
Weiterfahrt: Sioux Falls, SD – Badlands Nationalpark, SD,
440 km – 4 Stunden

Wir fahren heute über den Missouri River und erreichen bald den Badlands Nationalpark, unsere Überraschungs-Entdeckung. Atemberaubende Landschaft – bei unserem Besuch mit gewittriger Wolkenstimmung. Unglaublich schön.

Badlands Nationalpark, South Dakota

Da wir viel zu viel Zeit in den Badlands verbringen, muss Mount Rushmore noch einen Tag auf uns warten. Weiterfahrt: Badlands Nationalpark, SD – Rapid City, SD
440 km – 4 Stunden

Den Abend lassen wir in der ältesten Brauereigaststätte South Dakotas ausklingen. Auch hier eine unglaubliche Menge an Harley Davidson Bikern. Wir sind vollkommen sprachlos und erkundigen uns beim Wirt. Wir sind genau in der Woche unterwegs, in der das alljährliche HD Biker Treffen in Sturgis, SD stattfindet, wo oft über 400.000 Motorradfans teilnehmen. Es gibt Maschinen, die ziehen kleine Wohnanhänger, manche haben sogar einen Anhänger mit Hundeboxen. Es ist einfach nur zu skuril. Wirklich Glück, dass wir ausgerechnet diese besondere Woche gewählt haben, vollkommen unwissend…
Wir übernachten in einem Bed & Breakfast in Rapid City, SD.

Tag 4:
Nach dem Frühstück heute nun endlich Besuch von Mount Rushmore und Crazy Horse, SD. Wenn man vom Eingang auf die wirklich imposanten Präsidentenköpfe im Felsgestein zuläuft, sieht das schon mächtig aus. Fahrt: Rapid City, SD – Mount Rushmore, SD
40 km – 30 Minuten

Mount Rushmore, South Dakota

Mount Rushmore, SD – Crazy Horse, SD
30 km – 30 Minuten

Crazy Horse Memorial, South Dakota

Wer Mount Rushmore besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher zum Crazy Horse Memorial machen. Die Arbeiten haben bereits im Jahre 1948 angefangen, aber wann das Denkmal fertig sein wird, steht noch in den Sternen. Hier ist man wirklich gerührt, von diesem Vorhaben ein Ausgleichsgewicht zum benachbarten Mount Rushmore zu schaffen. Das Vollendung dieses Projektes hat sicher noch einen langen Weg vor sich. Auch hier überall unzählige Biker mit ihren allein schon sehenswerten Maschinen, lenken sie fast ein wenig von den eigentlichen Attraktionen ab. In kultigen Kluften schießen auch sie die klassischen Touristenfotos. Crazy Horse Memorial, SD – Cody, Wyoming
580 km – 6 Stunden

auf dem Weg nach Cody, Wyoming

Die Fahrt ist lang, aber wunderschön durch ewig weite Graslandschaften, die einem dieses Freiheitsgefühl und die schiere Weite der USA vermitteln. Abends gleich das nächste Highlight. Ein echtes Rodeo. Cody nennt sich selbst die „Rodeo“ Hauptstadt“ der Welt. In den Monaten Juni, Juli und August findet abends, mit Einlass ab 19 Uhr, das „Cody Nite Rodeo“ statt – ein tolles Erlebnis.

Den Abend lassen wir im Proud Cut Saloon ausklingen.
Unsere Unterkunft: Schlafen in einer ehemaligen Kirche: Parson´s Pillow B & B.

Tag 5:
Nach dem Frühstück besuchen wir noch das wirklich interessante Buffalo Bill Center of the West, ein weitläufiger Komplex, der sich aus fünf verschiedenen Museen zusammensetzt. Unbedingt anschauen. Danach muss auch noch ein kurzer Stopp am imposanten Buffalo Bill Staudamm mit Besucherzentrum sein. Mit sehr vielen, tollen Eindrücken aus Cody treten wir die Weiterfahrt an.

Wild West in Cody, Wyoming

Weiterfahrt: Cody – Grant Village Hotel/Yellowstone NP
160 km – 2 Stunden 15 Minuten

Yellowstone Lake. Weiterfahrt zur nächsten Unterkunft, die am Ufer des Yellowstone Lakes liegt. Bereits bei der Anfahrt treffen wir auf eine große Bisonherde an einer Wasserstelle – Bilderbuchszene – und sehen tatsächlich zwei Wölfe.
Nach dem Check-in gehen wir den etwa 7,5 Kilometer langen Riddle Lake Trail, treffen auf unsere erste amerikanische Elchkuh und genießen anschließend, mit den Füßen im Wasser, den Sonnenuntergang an einem Strandabschnitt.

Yellowstone Lake – Abendstimmung

Unsere Unterkunft: Wir haben im Grant Village Hotel übernachtet, recht einfach, nichts Besonderes, aber o.k. und mit einem Restaurant direkt am See mit tollem Blick.
Im Lake View Restaurant lassen wir mit köstlicher Forelle und einer guten Suppe den Abend ausklingen und liegen um 22 Uhr zufrieden im Bett.

Tag 6:
Nach dem Frühstück Fahrt zum wohl bekanntesten Geysir im Yellowstone NP, dem Old Faithful.

Weiterfahrt: Grant Village Hotel – Old Faithful Geysir
36 km – 30 Minuten
Old Faithful Geysir – Jenny Lake, Wyoming
120 km – 1 Stunde und 45 Minuten

Anschließend steht noch eine Wanderung rund um den Jenny Lake an. Der entspannte Rundweg ist etwa 12,5 km lang und ist bereits Teil des Grand Teton Nationalparks. Wunderschöne Natur und tolle Ausblicke.

Jenny Lake Wanderung

Weiterfahrt: Jenny Lake, WY – Jackson Hole, WY
430 km – etwa 5,5 Stunden

In Jackson Hole gibt es allabendlich auf dem Town Square in den Sommermonaten ein inszeniertes Shootout der „Cowboys“. Amüsant (und überraschend, wenn man es vorher nicht wusste…). Es gibt auch ein paar nette Bars, mit als Barhocker und Revolvern als Türklinken. Wir haben mehrere Runden Billard in der Million Dollar Cowboy Bar gespielt.
Unsere Unterkunft: Es gibt einige kultige Unterkünfte in Jackson Hole oder Jackson. Unsere Buckrail Lodge, die wirklich toll war, hat leider geschlossen.

Tag 7:
Am nächsten Morgen frühstücken wir mit Blick auf die Skipiste im Garten des Gästehauses. Danach starten wir eine geführte Radtour „Teton View Tour“ entlang der östlichen Grenze des Grand Teton Nationalparks. Wir sind etwa 6 Stunden unterwegs, um die 30 km Strecke. Wir begegnen Bisons mit dem Rad – Nervenkitzel. Ein toller Tag! Stephan, unser Guide, erzählt uns so viele tolle Geschichten und wir erhalten wertvolle Infos rund um das Thema Bisons.

geführte Radtour

Den Abend lassen wir im Biergarten der Snake River Brewing Company ausklingen. Wir übernachten noch einmal in Jackson Hole.

Tag 8:
Weiterfahrt: Jackson Hole, WY – Lower Geyser Basin – Fountain Paint Pot
150 km – 2 Stunden
Auf dem Weg Richtung Norden stoppen wir noch einmal, um weitere Geysire zu erkunden. Im Lower Geyser Basin gehen wir den Fountain Paint Pot Trail – etwa ein Kilometer lang.

Geysire, Geysire aller Art im Yellowstone Nationalpark

Weiterfahrt: Fountain Paint Pot, WY – Gardiner (Emigrant), Montana
80 km – 1 Stunde und 15 Minunten

Unsere Unterkunft – liegt ein wenig im Nirgendwo in der Nähe des unscheinbaren Ortes Emigrant, Montana. Nach Ankunft in unserem Paradise Gateway B&B – genauer gesagt in der Yellowstone Meadow Cabin – sind wir verzückt. Unser Holzhaus mit ganz viel Charme liegt direkt am Yellowstone River. An unserem Uferstück steht eine Schaukel für zwei mit wunderschönem Ausblick.

Paradise Cabin

Zum Glück haben wir vor Anreise eingekauft und genießen, ohne schlechtes Gewissen, einfach nur unsere „Paradise Cabin“.

Tag 9:
Für den heutigen Tag haben wir eine Rafting Tour ab Gardiner, MT gebucht. Für etwa drei Stunden haben wir eine wilde, aber sehr spaßige Fahrt auf dem Yellowstone River. Es gibt ein paar tückische Stellen, einmal landen wir alle im Wasser, aber es läuft alles super. Wir können an einer Stelle auch noch in heißen Quellen baden. Zur Info: Wir sind Anfänger und konnten die Tour gut meistern.
Auf dem Rückweg zu unserer Paradise Cabin stoppen wir noch für ein frühes Abendessen im Old Saloon, seit 1902, in Emigrant. Wir sind die einzigen Touristen hier und werden vom Essen mächtig positiv überrascht. Nach einer wärmenden Tomatensuppe noch Schrimps in Knoblauchsoße. Köstlich.
Übernachtung: eine weitere Nacht in der Paradise Cabin.

Tag 10:
Weiterfahrt: Emigrant, MT – Cooke-City-Silver Gate, Montana
140 km – 2 Stunden

Gegen Mittag kommen wir an. Zuvor haben wir in einem kultigen General Store in Cooke-City, MT eingekauft und genießen den Nachmittag in der Natur am Grillplatz. Das Bärenspray jetzt immer am Mann.
Unsere Unterkunft: Wir übernachten in rustikalen Holzhütten, kein großer Luxus aber Wildnis Feeling pur.

Tag 11:
In Cooke City mieten wir uns für den nächsten Tag ATVs. Hiermit fahren wir, weil es einfach zu viel Spaß macht, den ganzen Tag in einem Gebiet umher, welches uns von dem Vermieter empfohlen wurde. Es gibt dort OHV trails (off-highway vehicle), die für 4×4 Fahrzeuge, somit auch für ATVs (Quads) geeignet sind. Es geht auf den Daisy Pass und zum Lake Abundance. Den ganzen Tag begegnen wir keinem anderen Fahrzeug und sind irgendwie froh, mit zwei ATVs unterwegs zu sein, falls etwas passieren sollte. Es geht alles gut und wir haben einfach nur einen wunderschönen Outdoor Tag.
Den Abend lassen wir noch einmal am Grill vor unserer Hütte ausklingen.

ATV Tour ab Cooke City, Montana

Tag 11:
Über den Beartooth Pass machen wir uns mit einem „Pilot Car – Follow Me“ auf, zu unserem nächsten Ziel. Immer wieder gibt es Baustellen-Abschnitte, durch die wir mit einem Lotsenauto geleitet werden. Die Ausblicke sind atemberaubend. Wir fahren über Billings, Gilette und Newcastle (mit einer imposanten, alten Fabrikanlage) und in Custer treffen wir auf eine große Bisonherde direkt neben der Straße. Unser heutiges Ziel: Hill City in South Dakota.

Weiterfahrt:
eine lange, wunderschöne Strecke über den Beartooth Pass von Cooke City-Silver Gate, MT nach Hill City, SD
780 km – 3 – 8,5 Stunden Fahrt

In Hill City angekommen, schlendern wir einmal die Hauptstraße auf und ab und lassen uns dann auf ein Bierchen, Samuel Adams, auf der Terrasse des Alpine Inn nieder. Hier stehen die Gäste Schlange, um einen Tisch für das Abendessen zu ergattern.
Spontan entscheiden wir uns für Bumpin Buffalo Bar & Grill in der direkten Nachbarschaft.
Übernachtung: Wir wollten eine zentrale Unterkunft und haben uns für Timber Lodge Retreat entschieden. Es gibt aber unzählige, weitere schöne Unterkünfte in und um Hill City, SD.

Tag 12:
Historische Zugfahrt ab Hill City, SD
Eine historische Dampflok zieht den Zug auf einer etwa einstündigen Fahrt nach Keystone. Wir wählen die Zeiten so, dass wir etwa zwei Stunden Aufenthalt in Keystone haben, bevor wir mit dem Zug die Rückfahrt antreten.
Wir mussten direkt nach der Zugfahrt weiter nach Sioux Falls fahren. Es empfiehlt sich aber sicher, lieber noch eine Nacht länger zu bleiben.

Dampflok Fahrt von Hill City nach Keystone, South Dakota

Weiterfahrt: Hill City, SD – Sioux Falls, SD
600 km – 5,5 Stunden Fahrt

Tag 13:
Sioux Falls, South Dakota
Wir müssen zurück über Sioux Falls, weil unsere Freunde aus Deutschland von hier wieder ihren Rückflug antreten.
Unsere Unterkunft: ich würde hier eines der B&Bs empfehlen. Die haben immer einen besonderen Charme.

Tag 14:
Weiterfahrt: Sioux Falls, SD – Spring Green, Wisconsin
610 km – 6 Stunden

In Spring Green, WI Besuch des absolut verrückten „House on the Rock von Alex Jordan. Man wandelt durch ein unendlich scheinendes Haus-Labyrinth mit unvorstellbar abwechslungsreichen, ausgefallenen Ausstellungsstücken. Völlig überwältigt freut man sich zum Schluss wieder, an die frische Luft zu treten und kräftig durchatmen zu können.

Übernachtung: In der Nachbarschaft gibt es ein Golf Resort. Infos zum House on the Rock und dem Golf Resort unter dem „House on the Rock“ Link.

Weiterfahrt: Spring Green, WI – Milwaukee, WI
200 km – 2 Stunden

Hier kannst Du Dir den Tourplan herunterladen:

Wohnortänderung Dubai

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Wann, wo und wie muss ich mich am neuen Wohnort anmelden?

Nach der Abmeldung in Deutschland würde ich auch eine Anmeldung in Dubai empfehlen. Dies ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, hat aber Vorteile.

Wenn man seinen Wohnort, in unserem Fall momentan Dubai, im Pass eintragen lässt, kann man z.B. in Deutschland oder Europa mehrwertsteuerfrei einkaufen. Hierfür braucht man nach dem Einkauf den entsprechenden Beleg, Global Blue, um diesen dann am besten vor Abreise, zur Erstattung der Mehrwertsteuer (VAT) am jeweiligen Abflughafen am zuständigen Schalter vorzulegen.  

Ein weiterer, für mich noch wichtigerer, Vorteil ist, dass mir nach der Änderung des Wohnortes im Reisepass auch eine Wohnortbestätigung vom Konsulat, z.B. für die Bank oder das Finanzamt in Deutschland ausgestellt werden kann. So gerade bei uns geschehen.

Die Bank wollte für das Finanzamt Belege/Beweise, dass wir wahrhaftig in Dubai ansässig sind. Da leider jegliche lokalen Verträge, wie Telefon- und Internetanschlüsse, Strom- und Wasserabrechnungen, Mietvertrag usw., usw. alle auf meinen Mann laufen (da er der Haupt-Verdiener in der Familie ist), war der Nachweis, dass auch ich hier permanent wohne, eher schwierig.

Eine Wohnortbescheinigung in Dubai kostet 110 AED. Aber vorher muss bereits der Wohnort im Pass geändert worden sein.

Für jegliche konsularische Services bei der Vertretung in Dubai muss man vorab online einen Termin buchen.

Die Wohnortänderung konnte ich für unsere ganze Familie mit einem Termin erledigen. Das entsprechende Formular, das für jedes Familienmitglied ausgefüllt und unterschrieben vorgelegt werden muss, kann man unter folgendem Link herunterladen.

Darüber hinaus muss man die Pässe mit dem entsprechenden Visum für die UAE mitbringen (oder eine Kopie des Visums) und die Abmeldung der deutschen Behörde.

Expo 2020 in 2021

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Dubai, UAE

Meine erste Expo naht. Diese Woche habe ich das Saison Familien Ticket für unsere Familie gekauft. Von Oktober 2021 bis März 2022 können wir hiermit so oft wir wollen die Expo besuchen. Ich freue mich riesig, denn es ist wirklich meine erste Expo.

Im Jahre 2000 als die Expo in Deutschland, in Hannover, war, war das ein turbulentes Jahr für uns in Deutschland. Wir sind in dem Jahr im Mai vom hessischen Hinterland nach Würzburg gezogen. Ende Oktober ging es im selben Jahr mit Sack und Pack bereits weiter nach Regensburg. Zum Jahresabschluss haben wir auch noch geheiratet. Somit waren meine Gedanken überall, aber nicht bei der Expo.

Davor und danach hat mich die Expo eigentlich nie wirklich gereizt und sie wäre mir auch keine extra Reise wert gewesen. Ich bin da ehrlich.  Wobei ich aber sagen muss, dass ich Freundinnen habe, die soweit wie irgendwie möglich und sinnvoll versuchen, Expos zu besuchen.

Wenn nun aber die Expo direkt vor meiner Haustür, 50 km entfernt, stattfindet, mir die Türen mit dieser Saison Karte zu 191 Länderpavillions offenstehen, dann werde ich die Gelegenheit nutzen, so viele wie möglich davon zu besuchen.

Expo – wir kommen.

Familiensaison Karte für zwei Erwachsene und zwei Kinder – 234 EUR

(typisch Dubai: auch eine Saisonkarte für das Kindermädchen ist in der Familienkarte zusätzlich enthalten)

Podcasts – meine Favoriten

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– Alltags-Versüßer –

Eine, meiner relativ neu entdeckten Leidenschaften, ist das Hören von Podcasts. So erfrischend, bereichernd, unterhaltsam und lehrreich – kann ich nur dringend weiterempfehlen.

Ich will euch heute meine Favoriten vorstellen, die, die mir die tägliche Hausarbeit versüßen, die mich ohne Schimpftiraden Kinderzimmer aufräumen lassen, ohne Groll Wäscheberge bezwingen lassen und das tägliche Hundekacke-sammeln ertragbar machen.

Aber, die mich auch lehren, was andere Frauen in meiner Situation, als mitreisendes Anhängsel, als Trailing Spouse, als Tandem Nomad, als mitreisende Ehefrau und Mutter in dieser Welt motiviert. Vorbilder zeigt, die ihre Träume verwirklicht haben. Podcasts, die mir Ideen geben, was alles möglich ist. Manche stillen auch ein Fernweh im Alltag, wenn ich zwar in einer Urlaubsregion lebe, aber trotzdem Hausfrau und Mutter bin und meine „Arbeiten“ erledigt werden müssen, genauso wie bei Familie x in Buxtehude oder bei Familie y am anderen Ende der Welt.

Aber Träume kann man haben und man kann auch daran arbeiten, sie wahr werden zu lassen.

Expat Happy Hour von Sundae Schneider-Bean

Tandem Nomads von Amel Derragui

Go For it! Dein Online Business Podcast von Caroline Preuss

Expat Partner Podcast von Julia Meder

Transcontinental Overload von Stephanie Cook

Für Welt-Impressionen…

Weltwach oder Unfolding Maps von Erik Lorenz

Einfach aussteigen – der Auswanderer Podcast von Nicolas Kreuter

Nicht ganz passend zum Thema, aber für die Persönlichkeitsentwicklung auch schön zu hören:

Da ist Gold drin von Dana Schwandt

Einfach mal reinhören, wenn ihr Lust habt. Vielleicht habt Ihr noch weitere Podcast Tipps für mich. Immer gerne!

Afrika – 16 Tage, 4 Länder

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Südafrika – Botswana – Simbabwe – Mosambik

1 Auto, 2 Personen, 2 Ersatzreifen und 60 Liter Diesel in Ersatzkanistern. Tagebuch eines Road-Trip der besonderen Art.

Von schrecklichen Straßenverhältnissen in Mosambik, vor Tankproblemen in Simbabwe und vor Moskitos wurden wir gewarnt. Wir waren vorbereitet: Zusätzlicher Ersatzreifen, genügend Diesel an Bord und jede Menge Mückenspray. Was soll schon schiefgehen? Wir setzen dem Ganzen noch eins oben drauf und nehmen uns vor, hauptsächlich fernab der Hauptstraßen zu fahren, off-road ist angesagt, wo möglich und sinnvoll natürlich.

Tag 1:
Johannesburg, Provinz Gauteng, Südafrika – Bateleur Tented Safari Lodge, Provinz Limpopo, Südafrika – 442 km

11.08 Uhr Abfahrt. Unser Ziel ist es, neben der Erholung, in den nächsten zwei Wochen soviele Kilometer wie möglich fernab der Hauptverkehrsstraßen zu fahren. Heute heißt das Ziel aber erst einmal „raus aus der Stadt“. Auf der N1 geht es Richtung Norden, bis wir kurz hinter Bela-Bela auf die Nebenstraße R33 abbiegen. Es wird interessant, holprig und später auch sandig.
In der Bateleur Safari Lodge erwartet uns Afrika. Wir schlafen in einem Safarizelt, mit Klimaanlage… Es ist Mitte Mai und der afrikanische Winter hat Einzug gehalten, somit werden wir die Klimaanlage nicht benötigen. Die Abende sind kühl und nach dem Abendessen wärmen wir uns am Lagerfeuer. Wir genießen ein Glas Pinotage, einen besonderen südafrikanischen Rotwein. Anschließend kuscheln wir uns in die warmen Decken in unserem Zelt.

Tag 2:
Bateleur Tented Safari Lodge, Provinz Limpopo, Südafrika – Khama Rhino Sanctuary, Botswana – 328 km

Früh verlassen wir das Camp, wissen wir doch nicht, was uns bei unserem ersten Grenzübergang erwartet. Alles ist schneller abgehandelt als gedacht. Ausreise, Zoll, Einreise, Zoll, freundliche Grenzbeamte – schon geht es weiter.
Bald begegenen wir wilden afrikanischen Tieren, Eseln. Im Khama Rhino Sanctuary angekommen beziehen wir unsere Hütte. Heute haben wir ein richtiges Dach über dem Kopf, ein Strohdach. Sehr luftig ist es trotzdem, die Dachgibel sind mit einem Drahtgeflecht ausgefüllt.

Mit einer Karte vom Park in den Händen geht es los. Im eigenen Auto schleichen wir auf sandigen Pisten umher und halten mit dem Fernglas Ausschau nach Tieren. Esel haben wir schon gesehen, nun soll es ein bisschen wilder werden. Es dauert nicht lange und schon entdecken wir Warzenschweine. Auf den Knien hocken sie im Gras und fressen. Als wir näherkommen, sind sie schnell auf allen Vieren. Schwänzchen gerade in die Höhe und alle in einer Reihe verschwinden sie im Dickicht. Kudus, Impalas, Gnus, Springböcke, Zebras und Strauße alles vertreten. Und zu guter Letzt sehen wir auch noch Nashörner im Khama Rhino Sanctuary. Wir haben natürlich nichts anderes erwartet… Sollte doch in diesem Fall der Name Programm sein.

Zum Abschluß gibt es noch einen romantischen Sonnenuntergang mit rotglühender Sonne über dem botswanischen Busch. Den Abend lassen wir im Restaurant mit einem heimischen „Lion Lager“ Bier ausklingen.

Botswana

Tag 3:
Khama Rhino Sanctuary, Botswana – Nata, Botswana – 398 km

Von der Fahrt durch die Makgadikgadi Pans hat man uns abgeraten. Hat es zuvor viel geregnet, ist eine Fahrt durch die Salzpfannen nicht ganz ungefährlich. Und ohne zweites Fahrzeug gleich noch gefährlicher. Also müssen wir heute noch einmal auf die Hauptstraße. Aber diese Hauptstraße birgt auch Überraschungen. Es liegen große Haufen auf der Straße, die eigentlich nur von Nashörnern oder Elefanten stammen können. Aber diese hier mitten auf der Hauptstraße? Wir sind uns unsicher, bekommen heute auch keine Antwort.
In Nata angekommen checken wir in der Northgate Lodge in der Mitte der Stadt ein. Im kleinen Garten lädt ein Pool zum Erfrischen ein.
Wir wollen aber zuvor die im Reiseführer so vogelreiche, besuchenswerte Nata Bird Sanctuary besuchen.

Mit unserem Auto fahren wir durch die flache Pfanne, immer weiter in die Ebene hinein. Wir sehen zwei Vögel… Unser Navigationssystem ist sichtlich verwirrt, zeigt es unser Auto doch mitten im Wasser an. Die Landschaft der Pfanne, an vielen Stellen auch salzig, ist sehr schön anzuschauen. Der Boden, oft komplett ausgetrocknet, zeigt Risse und die oberen Schichten wölben sich in die Höhe.  Die Vogelvielfalt läßt zu wünschen übrig. Nach 45 Minuten erreichen wir Wasser. Und da sind sie – vier Pelikane beim Schwimmen. Etwas weit entfernt, aber immerhin mit dem Fernglas gut zu beobachten.

Sechs Vögel – wir haben genug gesehen. Wir machen uns auf den Rückweg. Unser Navigationssytem ist erleichtert, dass wir uns langsam wieder Richtung Hauptstraße bewegen und wir fahren wieder auf Wegen statt im Wasser. Dies zeigt uns allerdings, wie es hier wohl in der Regenzeit ausschaut. Am Ausgang erfahren wir noch, dass eben nicht zu jeder Jahreszeit die Vögel hier auch anzutreffen sind. Hätten wir das mal vorher gewußt.

Im Hotel angekommen, trauen wir unseren Augen nicht.  Dort steht ein Motorrad mit Stuttgarter Nummernschild. Ein weiter Weg von Deutschland bis hierher. Später treffen wir Manfred. Er unternimmt öfter solche Extremtouren mit seiner Freundin, die gerade für zwei Wochen nach Deutschland geflogen ist. Wie vereinbart man solche Reisen mit dem Arbeitgeber? „Mein Chef ist da zum Glück sehr flexible und kennt mein Hobby“, bekommen wir als Antwort. Wir sitzen noch lange zusammen und Manfred erzählt von seinen Trips durch die Welt. Russland, Europa, Süd- und Nordamerika und nun Afrika.

Tag 4:
Nata, Botswana – Victoria Falls, Simbabwe – 318 km bis zur Grenze Kazungula und weitere 69 km bis Victoria Falls

Als wir aufbrechen steht das Motorrad noch vor unserer Tür. Wir wollen wieder früh los, weil heute erneut ein Grenzübergang ansteht. Man hat uns geraten, dort früh anzukommen, damit man vor den Massen aus- und einreisen kann.

Nur wenige Kilometer nach Nata liegen wieder diese verdächtigen, großen Haufen auf der Straße. Und schon Minuten später wissen wir, wer diese fallen läßt. Die Elefanten, die da einfach so links von der Hauptverkehrsstraße entlang schlendern. Wir befinden uns tief in Afrika und genießen es.

An der Grenze stoßen wir auf eine lange Schlange LKWs, glücklicherweise ist die Schlange der PKWs erheblich kürzer. Wieder freundliche Beamte, schnelle Ausreise, etwas längere Einreise. An den Schaltern stehen Computer zur Verfügung, diese werden aber nicht genutzt. Jeder Zettel wird mit der Hand ausgefüllt. Die Frage ist natürlich, ob es mit einem Computer schneller ginge? Wahrscheinlich nicht. Wir sind im Urlaub und haben es sowieso nicht eilig.
Direkt hinter der Grenze verlassen wir die Hauptstraße. Unser Ziel ist es ja, so viel wie möglich auf Nebenstraßen zu fahren. Bis jetzt waren wir da nicht so erfolgreich, aber das soll sich nun schlagartig ändern. Für unser Navigationssystem haben wir uns den Zusatz „Maps for Africa“ gekauft. Dieser zeigt uns jeden auch noch so kleinen Feldweg an.

Nun geht es auf einem einspurigen Waldweg immer paralel zum Sambesi Fluss. Leider ist der Wald so dicht, dass wir den Fluss nicht oft sehen. Wir finden wieder viele große Haufen auf dem Pfad, aber treffen keinen einzigen Elefanten auf den fast 60 Kilometern durch den Busch, geschweige denn andere Tiere.

In Victoria Falls angekommen beziehen wir unser Zimmer in der Ilala Lodge. An der Rezeption erkundigen wir uns nach einer Windschutzscheiben Reperatur. Durch einen Steinschlag ist heute ein kleines Loch entstanden, das sich zu einem Riss von etwa 35 cm Länge vergrößert hat, innerhalb weniger Stunden.
Kurze Zeit später sind zwei junge Männer mit einem Plastiktütchen voll „Werkzeug“ zur Stelle. Mit Kleber wird der Riss gefüllt, von innen leicht gegen die Scheibe gedrückt, so dass die Masse in den Spalt eindringen kann. Mit kleinen Klebestreifen wird der Riss von außen versiegelt. 20 Minuten warten und Klebestreifen wieder entfernen. Mit einer Rasierklinge wird der überschüssige Kleber abgescharbt und fertig ist die Scheibe. Unser Retter ist der festen Überzeugung, dass wir den ganzen Weg keine weiteren Probleme haben werden. Wir vertrauen ihm, bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.

Endlich haben wir Zeit, zu den Wasserfällen zu spazieren. Überall im Ort knien die Warzenschweine und genießen die frisch bewässerten, grünen Grashalme. Wir laufen zum Victoria Falls Hotel. Von dort soll man einen schönen Blick auf die Eisenbahnbrücke nach Sambia und auf die Gischt der Fälle haben. Und tatsächlich, der Blick ist wunderschön und das Hotel auch.

Victoria Falls

Es ist 15.30 Uhr und die ersten Besucher lassen sich zum berühmten High Tea nieder. Bei dem Blick werden auch wir schwach und genießen schon bald Rooibos Tee und allerlei herzhafte und süße Leckereien. Unser erster High Tea, aber sicher nicht der letzte.
Wir schlendern durch den Park Richtung Hotel zurück. Der Weg ist uneben und mein Blick ist auf den Boden gerichtet, bis ein plötzlicher Warnruf mich stoppt. Ich halte inne und bin sicher, ich wäre mit gesengtem Kopf in die Elefantenherde gelaufen, die etwa 20 Meter von uns entfernt, den Weg kreuzt. Was für ein Schauspiel!

Für abends war eine Dampfzug Fahrt geplant, die aber leider mangels Teilnehmer abgesagt wurde. Nur zu gerne hätten wir einen Sundowner auf der alten Brücke nach Sambia eingenommen, mit Blick auf die Wasserfälle. Nicht dieses Mal, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Tag 5:
Victoria Falls, Simbabwe

Wir öffnen die Gardinen von unserem Gartenblick-Zimmer und was sehen wir da? Ein großer Teil des drei Meter hohen Stahlzaunes liegt um. Eine Elefantenherde läßt sich ihren Weg nicht versperren. Da gibt es keine Umwege. Gerade aus und mittendurch. Jetzt tummeln sich Affen und Warzenschweine auf der Wiese. Der Vorfall ist offensichtlich reine Routine für die Hotelangestellten. Abends steht der Zaun wieder.

Victoria Falls

Wir laufen zum Victoria Falls Park, zahlen einen unverschämten Eintrittspreis, aber freuen uns, heute die Wassermassen ganz aus der Nähe sehen und fühlen zu können… David Livingstone war 1855 der erste Weiße, der die Fälle entdeckt hat. Sicherlich wurden damals am Eingang noch keine fast knöchellangen Plastiktüten-Regenmäntel verkauft. Wir haben vorsorglich schon unsere Regenjacken eingepackt und denken, wir sind vorbereitet. Erst begegnen wir David, der hier immer noch einen schönen Blick auf die Fälle hat und die Gischt täglich zu spüren bekommt. Dann kommen wir ganz nah an den Abgrund, wo das Wasser mit beeindruckendem Getöse über die Klippe fällt. Wir laufen zu den verschiedenen Aussichtspunkten, die so spannende Namen haben wie Horseshoe Falls, Rainbow Falls und Devils Cataract und uns immer wieder faszinierende Ausblicke auf die Fälle bieten. Der Weg führt durch ein urwaldähnliches Gelände. Zum Schluß erreicht man den Danger Point. Da überlegt man sich natürlich, ob man es wagen soll, diesen Weg zu gehen. Gefährlich war der Pfad nicht, aber nass. Und nass ist hier überhaupt kein Ausdruck dessen, wie nass man hier werden kann. Natürlich hängt das immer von den Wind- und Wasserverhältnissen ab. Ich kann nicht sagen, ob wir einen guten oder schlechten Tag erwischt haben, auf alle Fälle einen sehr spaßigen… Es sprizte so viel Gischt auf diesem Wege, dass die langen Plastiktüten-Regenmäntel sicher die bessere Wahl gewesen wären. Sozusagen geduscht und triefend nass haben wir dann die Aussicht auf die Eisenbahnbrücke aus dem Jahre 1905 genossen.

Auf dem Rückweg zum Hotel quitschen die mit Wasser gefüllten Wanderschuhe fröhlich vor sich hin. Der Besuch der Viktoria Fälle war jeden Cent wert.
Warm geduscht und getrocknet geht es dann auf Safari Tour in den Sambezi National Park. Einige Böckchen, viele Vögel und Elefanten kreuzen hier unseren Weg.

Mit einem kühlen „Zambezi-Lager“ Bier und dem Blick auf die Rauchsäulen der Fälle lassen wir die letzten erlebnisreichen Tage noch einmal revue passieren.

Tag 6:
Victoria Falls, Simbabwe – Hwange National Park – Ivory Lodge, Simbabwe – 232 km

Mit geflickter Scheibe und gefülltem Tank beginnt die Weiterfahrt Richtung Süden. Etwa 60 Kilometer nach Victoria Falls biegen wir auf eine Nebenstraße ab, Richtung Hwange National Park. Wir kommen an ein Gate und müssen uns registrieren lassen. Einige Zeit später erreichen wir Robins Camp. Ausgestorben und heruntergekommen fegt aber doch ein Einheimischer mit einem selbstgebastelten Besen den Parkplatz. In einem kleinen, einfachen Raum sitzt eine adrett gekleidete Dame. 45 USD müssen wir zahlen, um durch den Park zu fahren. Ein stolzer Preis für etwa 150 Kilometer. Ich will noch die Toiletten benutzen, bevor wir unsere Fahrt fortsetzen. Der Parkplatz-Feger im zerfetzten T-Shirt weist mir den Weg. Durch verlassene Unterkünfte gelangen wir an ein Haus, in dem die Waschräume für die einfachen Unterkünfte untergebracht sind. Alles wirkt sehr gespenstisch. Verwaisten Toitellen, Duschen und Badewannen, die ausschauen, als ob sie jahrelang nicht in Gebrauch waren. Wie sich schnell herausstellt, gibt es auch kein Wasser.

Obwohl die zwei Personen hier sehr nett und zuvorkommend sind, bin ich froh, dass wir weiterfahren.

Durch afrikanische Landschaft schleichen wir dahin. An einem Wasserloch sehen wir Nilpferde aus einem Beobachtungsstand. Wir begegenen mehreren Elefantenherden und auch wunderschönen Giraffen direkt neben und auf dem Weg. Für Ewigkeiten sind wir das einzige Auto. Dann fahren wir auf einen Picknickplatz und trauen unseren Augen kaum. Zwei weitere Autos parken hier und picknicken, zwei junge Männer bauen hier im Nirgendwo sogar ein Zelt auf. Sobald wir weiterfahren, ist es auch schon wieder vorbei mit der menschlichen Gesellschaft. Aber die Tiere bleiben unsere treuen Wegbegleiter.

Bei der Anfahrt zur heutigen Unterkunft steigt kurzfristig und schnell der Adrenalinspiegel. Wir biegen um eine Ecke und stehen direkt vor einer riesigen Büffelherde an einem Wasserloch. Nachdem wir uns wieder beruhigt haben, sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite der Wasserstelle unsere Unterkunft mit direktem Blick auf dieses Naturschauspiel. Langsam fahren wir an der Herde vorbei. Und schon fünfzehn Minuten später sitzen wir auf unserer Terrasse, etwa 30 Meter von der Herde entfernt, sicherheitshalber durch einen kleinen Zaun von uns getrennt.

Unsere Unterkunft hat keine Glasfenster oder verschließbare Türen, dafür viel frische Luft und ein Moskitonetz über dem Bett. Auf Stelzen gebaut, bietet die Ivory Lodge ein wunderschönes Buscherlebnis.

Hwange Nationalpark

Wir starten eine Tierbeobachtungsfahrt mit Fahrer und Führer und treffen schon nach wenigen Kilometern die bekannte Elefantenherde „Presidential Elephants“. Über 400 Elefanten, die im Großgebiet des Hwange National Parks leben, wurden 1990 von President Mugabe zur Presidenten Herde erklärt und sollten somit vor Keulung und Jagd geschützt werden. Dies sollte auch zeigen, dass Simbabwe verantwortungsbewußt mit seiner Tierwelt umgeht.
Ein afrikanischer, rotleuchtender Sonnenuntergang rundet diesen Tag noch ab. Am Lagerfeuer in der Dunkelheit genießen wir noch den Blick auf das beleuchtete Wasserloch und eine vorbeiziehende Elefantenfamilie.

Tag 7:
Hwange National Park, Simbabwe – Matopos Berge, Simbabwe – 272 km

Beim Frühstück gibt es spannende Geschichten. In der Hütte eines amerikanischen Pärchens wurde nachts eingebrochen. Soweit man von Einbruch sprechen kann, wenn es keine verglasten Fenster und verschließbare Türen gibt. Durch das Badfenster ist der Eindringling geklettert. Hat kräftig Unordnung verursacht, bevor er mit der Beute wieder floh. Die Kontaktlinsen waren Objekt der Begierde. Laut Mitarbeitern der Lodge soll es sich bei dem Dieb um ein Erdhörnchen oder eine Maus gehandelt habe. Auch ein kleiner Affe sei als Täter nicht auszuschließen. Das ist die afrikanische Wildnis, man muß mit Überraschungen rechnen.

On the road again…

Heute führt uns der Weg weiter nach Süden. Ziel ist der National Park Matopos Berge in der Nähe von Bulawayo. Wir fahren fast ausschließlich auf Nebenstraßen. Was hier bedeutet, dass sobald wir die Hauptstraße verlassen, die Teerschicht aufhört. Es wird steinig, manchmal sandig, auf alle Fälle immer interessant. Wir begegnen unzähligen Kühen und Eseln, dafür weniger Menschen. Wir kommen vorbei an vielen kleinen, einfachen, aber gepflegten Siedlungen mit Lehmhütten, von denen uns freundliche Menschen zuwinken und begeisterte Kinder uns rufend entgegenlaufen.

Plötzlich teilt sich der Weg. Ein Weg führt gerade aus und schaut so aus, als ob er zwar nicht regelmäßig, aber hin und wieder genutzt wird. Unser „Maps for Africa“ Navigationsgerät will rechts fahren. Dieser Pfad sieht doch sehr verwachsen aus, mit hohem Gras und Bäume, die schon weit in die Fahrspur hineinwachsen. Was nun? Bis jetzt konnten wir uns immer auf unser System verlassen, auch wenn es in Botswana meinte, wir fahren mitten im Wasser. Wir entscheiden uns für den verwachsenen Weg, da der andere erst gar nicht angezeigt wird und wir nicht wissen, wo wir enden würden.

Der Pfad ist anfänglich o.k., wird dann enger und unebener, viele dicke Steine, ausgewaschene Streckenabschnitte. Keine Kühe, keine Esel und keine Hütten. Aber plötzlich ein Mensch, ein junger Mann. Wir müssen so vorsichtig und langsam fahren, dass er zu Fuß fast ebenso schnell ist, wie wir in unserem Auto.

Und dann stehen wir vor einer Brücke, oder besser dem, was einmal eine Brücke war, eine recht imposante sogar. Diese führte über einen, zum Glück, ausgetrockneten weiten Fluß. Wir steigen aus, um die Situation zu begutachten. Der Fußgänger hat uns mittlerweile auch wieder erreicht. Bleibt stehen und schaut uns zu. Die Brücke ist komplett in sich zusammengefallen und selbst zu Fuß käme man nicht mehr hinüber. Links führt ein kleiner Weg steil ins trockene Flußbett hinunter und auf der anderen Seite wieder sehr steil hinauf. Den Weg müssen wir nehmen. Ich steige aus und laufe auf die andere Seite, eigentlich mit dem Gedanken Fotos zu machen. Allerdings finde ich die Situation doch recht aufregend und außer einem nichtssagenden Foto kommt von meiner Seite nichts dabei heraus. Der Fahrer und das Auto meistern die Situation perfekt und innerhalb weniger Sekunden ist unser Nissan xTrail auf der anderen Seite des Flusses, ohne Brücke. Erleichterung. Wahrscheinlich ist diese Stelle der Grund, weswegen der neue Weg angelegt wurde.
Ohne weitere Vorkommnisse, aber trotzdem weiter auf Nebenstraßen, kommen wir am frühen Nachmittag im Camp Amalinda in den Matopos Bergen an. Die Berge bestehen aus einer besonderen Ansammlung von riesigen, kahlen Granithügeln mit schwerem Geröll. Eine faszinierend schöne Landschaft.

„Die Unterkunft liegt versteckt und eingebettet in den Bergen“, so beschreibt es der Hotelprospekt. Billy, der Hotelmanager, führt uns über steinige Stufen weiter in die Berge hinein. Es geht ganz schön hinauf. Wir kommen am „Restaurant“ vorbei, das steil am Hang liegt, mit wunderschönem Blick, offen und ohne Wände. Die Bar liegt in einer Felsenhöhle und auch unser Zimmer gleicht einer Felsenhöhle. Das mit Kissen beladene Bett trohnt auf einer Steinempore. Ein großes Moskitonetz verwandelt es in ein königliches Himmelbett. Camp Amalinda hat neun individuell eingerichtete Zimmer, alle so versteckt, dass wir auf dem Weg von der Rezeption zu unserer „Höhle“ kein weiteres entdecken können. Wir sind die einzigen Gäste für die Nacht und haben die ganze Anlage für uns.

Am Nachmittag lädt uns Billy zu seinem täglichen Spaziergang auf einen der Granitberge ein. „So leitete ich jeden Tag meinen Feierabend ein“, gesteht er uns. Erst führt der Weg durch verwachsenes Untergestrüp. Dann gelangen wir auf eine Granitfläche und von dort an geht es auf dem kahlen Stein aufwärts. Die Ausblicke, besonders in dieser frühen Abendstimmung, sind berauschend. Und dann sind wir ganz oben auf dem Felsen angelangt. Wir werden mit einem wunderschönen Blick über das ganze Tal und unser Camp belohnt. Mit dem Fernglas sehen wir auf einer Wiese im Tal noch ganz besondere Tiere, eine Kreuzung zwischen Esel und Zebra, erklärt unser Feierabend-Führer.

Aus seinem Rucksack zaubert Billy Sundowner Erfrischungen. Und so gibt es hier oben, weit weg vom Sambesi Fluss, wieder „Zambezi-Lager“ Bier. Wir sitzen auf den Felsen und beobachten einen weiteren beeindruckenden, afrikanischen Sonnenuntergang. Nach einer kleinen Fotosession im Abendrot, machen wir uns auf den Rückweg. Die Landschaft ist in ein wunderschönes, Abendlicht getaucht.

Matopos Hills

Tag 8:
Matopos Berge, Simbabwe – Great Zimbabwe, Simbabwe – 405 km

Wir tanken noch einmal Diesel in Bulawayo und dann geht es heute auf der Hauptverkehrsstraße zu einem der Höhepunkte der Reise. Die Ruinen von Great Zimbabwe zählen zu den größten und ältesten Bauwerken Afrikas südlich der Sahara. Als erster weißer Entdecker gilt der Deutsche, Carl Mauch, der nach mehreren gescheiterten Versuchen 1871 endlich an sein langersehntes Ziel kam.

Great Zimbabwe

Auf einem Berg liegt die „Akropolis“, der Bergkomplex. Über enge Treppen, oft beidseitig gesäumt von hohen Felsen, wandelt man langsam hinauf. Es empfiehlt sich einen Führer vor Ort zu nehmen. Während dem Aufstieg versorgt dieser einen mit den geschichtlichen Hintergründen. Es gibt viele Theorien um den Sinn und Nutzen dieser etwa 40 ha großen Anlage. Bei solchen Mauerstärken war natürlich der Verdacht da, dass es sich um Wehranlagen handelte. Dies könnte man beim Besuch der Stätten auf dem Berg auch denken. Aber sobald man auf die Steinruinen im Tal schaut, weiß man, dass die Anlage wehrtechnisch nicht gut positioniert gewesen wäre. Alle Gebäude im Tal sind sehr gut von weiter Entfernung und allen umliegenden Bergen zu sehen. Die Mauern weisen keine Schießscharten auf und es gäbe auch nicht genügend Platz, um große Streitmächte unterzubringen. Also wurde diese Theorie verworfen.

Heute geht man davon aus, dass es sich um eine religiöse Einrichtung handelte. Man fand Monolithen, Türmchen und Plattformen, die Altaren ähnelten. Angaben über die damalige Bevölkerungszahl reichen von 1000 bis 10.000.
Die Ruinen im Tal sind sicher die bekanntesten und auch die beeindruckensten. In einer kreisförmigen Mauereinfriedung, mit bis zu 5,20 m dicken Wänden, sollen, laut unserer Führerin, neben religösen Zeremonien auch die jungen Frauen und Mädchen auf Ihre Aufgaben in der Ehe vorbereitet worden sein…

Man fragt sich natürlich, warum dafür solch imposante Mauern gebaut wurden und diese auch noch in einer doppelten Ausführung als Ringmauer, mit einer Höhe von bis zu 9,80 m?

Bei manchen Erläuterungen kommen sicherlich Zweifel auf, aber ohne Führer wäre der ganze Besuch nur halb so spannend.

Die Ruinen sind ein absolutes Muss, bei einem Simbabwe Besuch.

Zum Abendessen im Hotel rufen Trommelschläge.

Tag 9:
Great Zimbabwe, Simbabwe – Mutare, Simbabwe – 329 km

Wir verlassen diesen mystischen Ort und fahren weiter nach Osten in das Hochland an der Grenze zu Mosambik. Mutare ist unser heutiges Ziel. Die Gegend ist für Ihre grünen, üppigen Wälder und rauschenden Gebirgsbäche bekannt. Rauschend ist heut auch das Wetter. Es regnet ununterbrochen und die ganze Umgebung liegt in dichtem Nebel. Je weiter wir in die Berge kommen, desto ungemütlicher wird die Dunstglocke.

Als ein Muss auf dem Weg zu unserer heutigen Unterkunft, dem 5***** Leopard Rock Hotel, hat man uns Tony´s Coffee Shoppe empfohlen. Mit unwiderstehlichen, hausgemachten Kuchen und einer Kaffee- und Teeauswahl, die einzigartig ist. Und wahrhaftig, so ist es. Die Liste der Kaffee-, Kakao- und Teesorten ist unendlich, dementsprechend groß ist auch die Karte dazu.

Man sitzt im Wohnzimmer des Betreibers, zumindest fühlt man sich so. Durch eine Tür, schaut man in sein Schlafzimmer. Alles ist sehr stilvoll eingerichtet. Auch seine Toilette teilt der Besitzer mit den Besuchern – Rasierer, Nagelknipser und andere Utensilien sind Beweise dafür.

Der Kuchen ist sehr üppig, aber richtig gut und richtig teuer. Im Garten sind die Umbauarbeiten an einem Nachbargebäude im Gange. Dorthin wird in absehbarer Zeit der Coffee Shoppe umziehen und die Besucher werden dann nicht mehr die Toilette mit dem Besitzer teilen müssen.

Mutare

Bei dem heutigen Nebel lohnt es sich nicht, einen der vielen, beschriebenen Aussichtspunkte anzusteuern. Außer dem dunstigen Grau würden wir nicht viel sehen. Also fahren wir direkt zum Hotel und finden eine große Baustelle. Dieser ehemalige Prachtbau wird gerade wieder auf Vordermann gebracht. Ein grelles Rosa ziert schon die Außenfassade. Im ganzen Haus sind nur etwa fünf Zimmer belegt. Wir beziehen eines der neu renovierten Zimmer, ganz alleine auf der dritten Etage. Schon irgendwie gespenstisch, um einen herum, nur offene Türen zu Baustellenzimmern.

Wir nutzen den Tag zum Auschlafen und wollen ein heißes Bad nehmen. Dazu müssen wir etwa drei Badewannenladungen kaltes Wasser weglaufen lassen, bevor wir warmes bekommen. Die Rezeption hat uns mehrmals versichert, dass das der einzige Weg ist, um warm zu duschen oder zu baden. All das sind wohl Zeichen dafür, dass der Tourismus in Simbabwe lange Jahre stark rückläufig bis überhaupt nicht existent war. Langsam kommt alles wieder in Schwung, deshalb auch die „Auf- und Umbauarbeiten“.

Zum Abendessen wird es dann richtig romantisch. Es gibt keinen Strom. Vor dem Restaurant ist ein kleines Kaminzimmer. Dort lodert das Feuer warm und hell bei Kerzenschein. Der Generator geht an und wieder aus. Irgendwie stört es die Stimmung überhaupt nicht. Es ist gemütlich, romantisch und man fühlt sich einfach wie im tiefsten Afrika, wo man nicht die Perfektion eines deutschen 5***** Hotels erwarten kann.

Schlußendlich kommt der Strom wieder und wir können ein wirkliches 5***** Abendessen genießen, mit sehr freundlichen und zuvorkommenden Kellnern. Es muß schon Gründe dafür gegeben haben, dass in früheren Glanzzeiten sogar die Queen und Lady Di hier im Leopard Rock abgestiegen sind. Dies ist sicher auch eine der wenigen Unterkünfte dieser Kategorie, in der man die Rechnung (noch) nicht mit einer Kreditkarte begleichen kann.

Tag 10:
Mutare, Simbabwe – Gorongosa National Park, Mosamibik – 267 km

Aufbruch in ein neues Land. Noch einmal tanken in Mutare und ja, es gibt schon wieder Diesel und damit haben wir den angeblich kritischen Teil der Reise ganz ohne Tankprobleme hinter uns gebracht. Auch die geflickte Scheibe hält.

Der heutige Grenzübergang verläuft wieder reibungslos. Die Grenzbeamten wollen zwar einen Blick in unser Auto werfen, aber nach einer kurzen Prüfung ist alles abgestempelt und es kann weiter gehen. Eine vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung haben wir schon vor Abreise in Südafrika abgeschlossen.

Schlagartig ändern sich die Eindrücke. Wir sind in einem anderen Land angekommen. In Simbabwe auf dem Land gibt es Lehmhütten, meist mit Strohdächern, alles sehr einfach, aber äußerst gepflegt. Mosambik kommt uns auf den ersten Blick nun dreckiger und unaufgeräumter vor. Die Behausungen sind einfacher und mit gemischten Materialien zusammengestückelt. Viel mehr Menschen laufen hier entlang der Hauptstraßen.

Unser Ziel heute ist der Gorongosa National Park. In den Bürgerkriegsjahren Mosambiks, die bis 1992 andauerten, hatte die Renamo im Park ihr Hauptquatier eingerichtet. Es dauerte bis 1998 bis das Gebiet des National Parks als entmint betrachtet werden konnte. Erst 2008 wurde der Park wieder für den Tourismus geöffnet. Er gleicht einem Urwald. Hier auf eigene Faust Tiere zu sehen, ist fast unmöglich. Der Pfad durch den Park ist frei, aber rechts und linkes des Weges kann man oft keine fünf Meter weit in den Busch schauen, alles ist verwuchert. Ein paar Affen kreuzen den Weg, aber sonst begegenen wir keinem Tier.
Am Camp angekommen beziehen wir unsere Hütte, die einfach, aber schön und sauber eingerichtet ist. Leider verpassen wir die Wildbeobachtungsfahrt. Diese startet um 14 Uhr. Wir sind im 14.10 Uhr im Camp und damit zu spät. So haben wir ungewollt einen weiteren Schlaf- und Erholnachmittag. Es ist nicht erlaubt mit dem eigenen Fahrzeug auf Erkundungsfahrt zu gehen, angeblich wegen der Wetterbedingungen, aber natürlich fragt man sich, ob es eventuell auch noch wegen der Minengefahr ist… Sicher hätte sich eine geführte Erkundungsfahrt in diesem Gebiet sehr gelohnt, da alles sehr unberüht ausschaut und auch ein Besuch von Wasserfällen auf dem Programm gestanden hätte. Das nächste Mal.

Tag 11:
Gorongosa Nationalpark, Mosambik – Vilanculous, Mozambik – 419 km

Erholt geht es Richtung Küste. Wir werden heute das Meer sehen, den Indischen Ozean.
Doch bevor wir dahin gelangen, sehen wir weitere unzählige Menschen entlang den Straßen. Meist Frauen, die alles Erdenkliche auf dem Kopf transportieren: Brennholz, Eimer, Kanister, Körbe, Bündel – alles was man sich vorstellen kann oder auch nicht, wird hier auf diese Art und Weise transportiert. Und nicht nur die Last auf dem Kopf wird getragen, oft haben die Frauen noch Kinder auf den Rücken gebunden, Taschen, Eimer, Kanister oder Bündel in den Händen.

entlang der Straßen

Entlang der Straße werden die unterschiedlichsten Waren zum Kauf angeboten, wie Obst und Gemüse, Kohlen und Holz.

Wir könnten stundenlang weiterfahren und all die Begebenheit entlang der Straße beobachten. Aber wir kommen dann doch in unserem herrlichen Hotel am Strand an. Das Casa Rex liegt leicht erhöht, mit wunderschönem Ausblick auf das leuchtend türkisblaue Meer. Bis unser Zimmer fertig ist, genießen wir frischen Fisch zum Mittag, mit Meerblick. Wir schlendern über Holztreppen hinunter zum Strand. Ebbe. Die bunten Fischerboote liegen im Trockenen was ein wunderschönes Bild gibt. Die Anker ruhen auf dem trockenen Sand und haben nun ein paar Stunden frei, bis die Flut wieder kommt.
Frauen mit Eimern suchen nach kleinen Krabben. Wir spazieren im seichten Wasser die Küste entlang.

Tag 12:
Vilanculous, Mosambik – 0 km

Eigentlich war heute ein Bootsausflug zum Bazaruto Archipel geplant. Wir sind allerdings überhaupt nicht in der Stimmung mit den unterschiedlichsten Menschen auf ein Boot geferchten den Tag zu verbringen. Wir haben so viel Einsamkeit die letzten Tage im Busch Afrikas genossen und schätzen gelernt, dass wir heute lieber an Land bleiben. Und das Land hat sich heute Morgen zum Frühstück schon als sehr interessant erwiesen. Eine wunderschöne, wundergroße Spinne zierte ein enormes Spinnennetz neben unserem Tisch. Die Kellner kennen die Spinnenart, aber keiner weiß, wie sie heißt. Schade. Wir hätten unseren Tischnachbarn gerne beim Namen genannt.

Heute laufen wir entlang der Küste in Richtung Ortskern von Vilanculous. Wieder liegen die Schiffe auf dem Trockenen. Im Hafen herrscht trotzdem reger Verkehr, muß doch der Fischfang der Nacht gesäubert und verkauft werden.

Nach fast fünf Stunden sind wir zurück im Hotel und lassen den Nachmittag mit Blick auf die Bucht am Pool ausklingen. Das waren heute 0 km mit dem Auto, aber einige Kilometer zu Fuß.

Vilanculous

Tag 13:
Vilanculous, Mosambik – Inhambane, Mosambik – 232 km

Weiter geht es auf den interessanten Straßen Mosambiks. Heute soll der schlimmste Straßenteil kommen. Uns wurden mehr Schlaglöcher als Teer vorausgesagt. Erstmal verläuft alles gut. Wir erfreuen uns wieder an all den Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Das Warenangebot entlang des Weges hat sich geändert. Es sind nun Peri-Peri Soßen, Reet für die Dächer und Nüssen im Angebot. Uns wundert es, dass es kilometerweit immer nur einen Artikel im Angebot gibt und diesen wieder und wieder… Aber es muß funktionieren.

Und dann plötzlich kommt die Überraschung oder besser, das, wovor wir so eindringlich gewarnt wurden. Schlaglöcher, die auf Englisch Potholes genannt werden. Selbst unser Navigationssystem zeigt nun bei der Straßenbennenung in Klammern die Ergänzung (potholed) an.

Wir, wie all die anderen auch, versuchen auszuweichen. Das Tempo wird drastisch reduziert. Man beachtet nicht mehr, ob man auf der richtigen Straßenseite fährt oder nicht, man versucht nur noch den Schlaglöchern und irgendwie dem Gegenverkehr auszuweichen. Die Situation wird immer schlimmer. Aber plötzlich der Wandel. Alle Auto- und Lastwagenfahrer weichen auf den unbefestigten Seitenstreifen aus, der in einem erheblich besseren Zustand ist als die Fahrbahn. Alle Fußgänger und Fahrradfahrer befinden sich nun auf der „potholed“ Straße. So kommen wir alle wieder schneller voran.

potholed – Mosambik

Am frühen Nachmittag erreichen wir Inhambana und unser Barra Resort. Wir wohnen in einer kleinen Hütte, deren Wände aus dicht geflochtenem Strohmaterial bestehen. Am unendlich weiten und breiten Sandstrand stehen Liegen zur Verfügung und eine rustikale Bar mit Holzterrasse, beides mit Meerblick. Mit der Ruhe ist es vorbei. Ein große Gruppe Jugendlicher verbringt hier ihre Ferien. Action ist angesagt. Was sich alles viel extremer anfühlt, weil wir dreizehn Tage in einer so einsamen, ruhigen Welt unterwegs waren, dass wir uns erst wieder an die Lebhaftigkeit des Alltags gewöhnen müssen.

Zum Sonnenuntergang sind die Jugendlichen verschwunden und wir können hier am Meer eine romantische, ruhige Stunde verbringen. Zum Abendessen sind alle wieder eingetrudelt.

Tag 14:
Inhambane, Mosambik – 0 km

Wenn wir schon wieder mitten im Leben sind, dann so richtig. Wir haben eine Quadtour gebucht.

Zwei Stunden erkunden wir mit unserem eigenen Guide die Umgebung. Er zeigt uns, wo er wohnt, wir trinken bei seinem Schwager einen ganz besonderen, hausgebrannten Schnaps, der uns fast aus den Schuhen haut, wir besuchen einen Leuchtturm, lernen wie Cashew Nüsse wachsen, sehen ein Sklavendenkmal und vieles mehr.
Es sind herrliche Stunden, die zwar auch recht laut sind, aber doch wieder idyllisch, weil wir in so einsamen Ecken unterwegs sind. Sandverstaubt kommen wir wieder im Hotel an und müssen uns erst einmal den Dreck der letzten zwei Stunden herrunter waschen.

Wir wagen es wieder an den Strand und siehe da, die Gruppe ist abgereist und es herrscht absolute Ruhe. Welch ein Traum, dass wir unseren letzten Strandtag noch so idyllisch ausklingen lassen können.
Bei einem vorzüglichen Drei-Gänge-Menü mit einem Gitarrenspieler geht unser letzter Tag am Meer zu Ende. Von all dem Trubel, der tags zuvor noch hier herrschte, sind zwei Pärchen übriggeblieben. Es ist wieder so ruhig wie all die zwei Wochen zuvor.

Tag 15:
Inhambane, Mosambik – Xai Xai, Mosambik – 403 km

On the road again… Die Schlagloch-Straße verwandelt sich nun in eine Baustellen-Straße. Stundenlang suchen wir unseren Weg durch das unwegsame Baustellengelände. Immerhin besteht hier Hoffnung, dass es bald besser sein wird.

Bei unserem nächsten Ziel, Xai-Xai, sind wir uns nicht sicher, was uns erwartet. Kein Reiseführer gibt wirklich gute Auskunft und es war sehr schwierig im Voraus eine Unterkunft zu finden und zu buchen. Nur auf Empfehlung haben wir die „Honey Pots“ gefunden. Kleine Holzhütten auf dem Gelände eines Sägewerkes.
Zuerst einmal wollen wir allerdings den Strand von Xai-Xai erkunden, weil es uns schon wundert, dass ein Ort mit Strand einfach keine Unterkünfte anbieten soll.
Und da ist er, der Strand. Sicher mal ein Schmuckstück, aber heute heruntergekommen. So weit wir auch fahren, Hotelruinen zieren das Ufer. Schnell wird uns klar, dass hier wirklich keine Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden. Auswirkungen des Bürgerkrieges. Man kann noch gut erkennen, dass es sich früher um einen schönen, kleinen Küstenort gehandelt hat, aber hier ist noch viel Aufbauarbeit zu leisten.

Also bleiben wir bei unseren „Honey Pots“. Außer uns ist hier noch eine südafrikanische Familie, die ebenfalls gerade aus Inhambane kommt. Wir sind die einzigen Gäste. Belagern gemeinsam die Bar, wenn man diese offene Holzterrasse so bezeichnen kann. Essen gibt es nicht und Kochen wollen wir auch nicht, also bestellen wir bei dem einzigen Lieferservice im Ort Hühnchenschnitzel.

Es wird ein lustiger Abend mit unerwarteten sehr netten Gesprächen.

Als wir von unserem geplanten Weg zurück nach Südafrika erzählen, fernab der Hauptstraßen, weist uns die Familie darauf hin, dass wir dort angeblich eine Eisenbahnbrücke nutzen müssen, um über einen Fluss zu gelangen. Das macht uns etwas stutzig und wir bekommen schon Zweifel, ob wir unser letztes geplantes off-road Stück doch noch aufgeben sollten.
Aber nein, wir sind so weit gekommen, dann schaffen wir das auch noch.

Tag 16:
Xai-Xai, Mosambik – Johannesburg, Südafrika – 658 km

Also geht es am nächsten Morgen los, rein ins Abenteuer. Unsere Karte zeigt schon kilometerweit Schotterpisten an, aber die Straße ist alles andere als Schotter. Bester Teerbelag, wie wir ihn seit Tagen nicht gesehen haben. Stundenlang fahren wir durch Zuckerrohrfelder. Und dann steht die große Zuckerfabrik Hulett vor uns. Auch danach bleibt die Straße in gutem Zustand und wir wundern uns schon, ob wir irgendwo einen Abzweig verpaßt haben. Aber wir werden nicht enttäuscht. Ein paar weitere Kilometer und der Teer endet. Endlich!

Vorbei geht es an kleinen Ansiedlungen und alten gemauerten Ruinen. Die besagte Eisenbahnbrücke haben wir entweder verpaßt oder es gibt sie nicht. Alles verläuft reibungslos und schon bald kommen wir an die südafrikanische Grenze. Die Ersatzkanister immer noch gefüllt im Kofferraum und die Ersatzreifen unbenutzt. Auf der N4 lassen wir den Krüger National Park rechts von uns liegen. Es geht immer weiter nach Westen, Richtung Johannesburg.

Tanken ist ein letztes Mal angesagt. Diesmal füllen wir auf dem Parkplatz unsere ganzen Reserven aus den Ersatzkanistern in den Tank. Diese waren treue Begleiter auf unserer großen, besonderen Afrika Tour. Wir würden sie jederzeit wieder mitnehmen, nur um dieses gute Gefühl der Sicherheit zu haben.

Gefahrene Kilometer ohne besondere Vorkommnisse, aber mit unbeschreiblichen Eindrücken des afrikanischen Kontinents: 4772 km

Erinnerungen an das Jahr 2010.
Mehr Fotos dazu die nächsten Tage auf instagram

Ich habe hierzu auch ein kleines Buch erstellt:

Es gibt auch ein Coffee-Table Book „Entlang der Straßen Mosambiks“