Wochenendtour durch Wisconsin

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… mit einer Chevy Corvair. Back in 2005.

Nach den ersten Tagen mit unseren Freunden aus Deutschland in Milwaukee, wollen wir noch auf große Fahrt.

Wisconsin erkunden. Ich habe eine kleine Wochenend-Mini-Rundreise ausgearbeitet und die starten wir heute bei Sonnenschein mit offenem Dach unseres historischen Cabrios aus dem Jahre 1964.

Raus auf´s Land. Über Jefferson gelangen wir nach etwa 1,5 Stunden nach Madison, der Hauptstadt Wisconsins. Wir besichtigen das beeindruckende Capitol, der Lake Monona auf der einen Seite und der Lake Mendota auf der anderen. Wir bestaunen die Kunst in der Kuppel und die all die prächtigen Deckendekoration.

Nach dem Einchecken im Hotel lassen wir den Abend mal wieder in einer Hausbrauerei ausklingen, typische Wisconsin.

Den nächsten Tag fahren wir nur eine kurze Strecke bis Spring Green, vielleicht eine Stunde Fahrt. Ziel heute ist das House on the Rock. Eine wahre und im wahrsten Sinne fast unbeschreibliche Kuriosität. Wir wussten nicht wirklich was uns erwartet. Wir zahlen Eintritt und dann geht die Entdeckungstour los. Was wohl mal als „besonderes“ Wohnhaus eines gewissen Alex Jordan im Jahre 1960 anfing, entwickelte sich über viele Jahre zu etwas Unbeschreiblichem.

Wir betreten also ein Haus, welches anfangs wirklich an ein Wohnhaus erinnern könnte. Irgendwie hat dieses Haus dann aber kein Ende. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir von einem Raum zum nächsten Raum, durch einen Saal hin zu einem spiralförmigen Raum, durch unzählige weitere Säle und Räume, hinaus in eine dünne verglaste Spitze usw. usw. usw. gehen. Es nimmt kein Ende. Und es handelt sich hier nicht um ein Schloss. Der versteckte Gebäudekomplex liegt im Grünen verborgen und man kann von all dem nichts erahnen. Noch einige unserer Besucher werden wir während unserer Zeit in Milwaukee noch hierherbringen…

Was ist in den Räumen? – fragt man sich jetzt natürlich. Alles – ist dazu die Antwort. Die Räume haben Namen wie „Heritage of the Sea“, „Infinity Room“, „Tribute to Nostalgia“, „Alex Jorden Center“, „Sculpture Garden“, „Gate House“, „Spirit of Aviation“, „Music of Yesterday“, „Streets of Yesterday“, „The Mill House“ usw usw.

Wir sind vollkommen sprachlos nach dieser ersten Besichtigung. Was war das denn? Absoluter Overload an Eindrücken. Noch lange bleibt das Haus Gesprächsthema an dem Tag.

Leider ist das Wetter nach dem verrückten Haus etwas schlechter geworden, es könnte fast regnen und wir müssen das Verdeck schließen. Das trübt aber keineswegs unsere Stimmung.

Durch weites Farmland, mit den für mich für Amerika typischen Silos überall, fahren wir dahin. Wieder ein Stück zurück nach Osten und dann ab in den Norden. Wir queren tolle Eisenbrücken und genießen den Weg und die Eindrücke.

Nächster und letzter Stopp: Wollersheim Winery in Prairie du Sac, denn auch Wein gibt es in Wisconsin. Hier bekommen wir eine informative, kurzweilige Führung durch die Weinkeller, bevor wir im Hof mit Blick auf die Weinberge unter dem „Scheunendach“ eine kleine Weinverkostung starten. Ich mag den Pinot Noir.

Mit ein paar Flaschen im Kofferraum machen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg nach Milwaukee. Der Mini-Kurztripp und das Wochenende ist um, die tollen Eindrücke und gemeinsamen Erlebnisse bleiben aber für immer. Und Wisconsin hat wieder noch mehr Gesicht bekommen. Da gibt´s noch einiges mehr zu erkunden. Das merke ich. Und ich bin baff, wieviel wir in so kurzer Zeit sehen und entdecken konnten.

Milwaukee Brewers –

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Baseball Spiel.

Milwaukee ist schon ein wenig die Stadt der Hausbrauereien, umso lustiger, dass selbst die Baseball Mannschaft Milwaukee Brewers heißt.

Da Milwaukee in den entscheidenden Jahren der Stadtplanung einmal einen deutschen Bürgermeister hatte und auch früher sehr viele Deutsche sich in und um Milwaukee angesiedelt haben, trifft man immer wieder auf deutsche Lokale oder Traditionen.

Eine große bekannte Firma aus Milwaukee ist die Firma Usinger, die Wurstwaren produzieren. Nicht verwunderlich, dass die Wurst auch bei den Milwaukee Brewers eine Rolle spielt und bei einem Baseballspiel in der Pause auf keinen Fall das „Sausage Race“ fehlen darf.

Wir haben also Tickets für ein Spiel gebucht, sitzen auf den Tribünen des Miller Stadiums (wieder mal Brauereigeschichte der Gegend…) und versuchen, das Spiel zu verstehen. Bisschen wir Brennball früher in der Schule… Es spielen heute die Yankees gegen die Brewers. Blauer Himmel, Sonnenschein, immer wieder kommt ein Verkäufer mit gekühlten Miller Bieren im Angebot vorbei. Tolle Stimmung, denn die Brewers liegen vorne.

Bei einem Home Run der Brewers rutscht das Maskottchen der Mannschaft, ein Männchen mit großem gelben Schnurbart, Bernie Brewer, auf einer großen gelben Rutsche von einer Etage des Stadions zur darunter liegenden, begleitet von großem Jubel. Außer uns, wir verpassen es erstmal und müssen die Besucher neben uns fragen, was nun los ist, was wir verpasst haben. Beim nächsten Mal wissen wir Bescheid.

In der Pause kommt dann das berühmte Sausage Race. Da rennt ein Wiener gegen eine Lyoner und eine Poloni. Was für ein Spaß, das Publikum tobt vor Lachen. Immer mal wieder fällt auch ein Würstchen um und bekommt von Begleitern wieder auf die Beine geholfen. Ich kugel mich vor Lachen.

Es wird langsam dunkel und das Spiel neigt sich dem Ende. Die Stimmung ist ausgelassen und glücklich, denn die Brewers gewinnen. Was für ein Erlebnis!
Brewers, wir kommen wieder, eine tolle Erfahrung. So richtig das Gefühl im American Live Style angekommen zu sein.

Was gibt´s Neues von der Baustelle?

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Erstmal gibt es da meinen Zustand. Totale Baustellen-Erschöpfung, wobei ich weder diejenige bin, die bei 45 Grad auf dem Dach arbeitet, noch diejenige bin, die im Kran in 10m Höhe vor unserem Haus hängt und bei 45 Grad arbeitet, nicht diejenige bin, die den Kopf durch Mini-Luken in der Decke stecken muss, um irgendwelche Kabel oder Schläuche durch die Zwischendecken zu ziehen, noch diejenige bin, die die krass überdimensionalen neuen Klimaeinheiten ebenfalls in eben dieser Zwischendecke über Kopf montieren muss ein, das bin ich nicht. Ich bin diejenige, die aber gefühlt (wahrscheinlich vollkommen verfehlte Erinnerungswahrnehmung) seit Anfang November 2021 hier mit einer ständigen Baustellensituation leben muss. Ich bin die, die ständig unzählige Männer irgendwo im Haus arbeiten hat, die nicht immer wirklich frisch geduscht duften, die aber natürlich auch nicht wie wir wohnen und somit vielleicht auch nicht die Chance auf eine tägliche Dusche und den Zugriff zu einer Waschmaschine haben. Ich habe Verständnis für all diese Fakten und verstehe vollkommen auch deren Situation. Trotzdem bin ich es, die keinen Tag der Woche mal eine paar Stunden alleine im Haus ist. Es ist immer irgendwo irgendwer am Arbeiten. Überall ist immer wieder Dreck, weil Zwischendecken geöffnet oder gar aufgeschnitten werden müssen, überall Staub und Müll und Material, dass auch von der Garage oder von draußen mehr und mehr Staub ins Haus trägt. Ich bin auch nicht die, die das Putzen übernimmt. Das macht unsere liebe Perle mit größter Hingabe und Zuverlässigkeit. Die aber auch nicht jeden Tag bei uns arbeitet…

Auf einen Punkt gebracht, mal wieder: Wann ist das endlich zu Ende?

Heute steht ein Kran vor der Tür, der für den Abschluss der Dacharbeiten herangekarrt wurde. Damit dieser hier stehen darf, habe ich natürlich wieder einige Energie aufwenden dürfen, um hierfür die Genehmigung zu bekommen.

Das Thema neuer Farbanstrich für unser Haus ist leider auch noch nicht geklärt. Aber das Projekt haben wir gestern Abend erstmal auf Eis gelegt. Einfach mal warten. Im Herbst werden wir einen neuen Versuch startet, denn jetzt habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwelchen Genehmigungen tagelang hinterherzulaufen.

Ihr merkt, irgendwie dreht sich das Baustellenthema ständig im Kreise… Aber so geht in mir ebenfalls rund. Ich schlafe schlecht, bin ständig genervt von der ständigen Belagerung in und um unser Haus, von dem Dreck, den es gefühlt in alle Ecken zieht, von dem ständigen „Ärger“ bezügl. irgendwelcher Genehmigungen, schlicht weg von ein wenig Freiheitsentzug.

Jammern auf sehr hohem Niveau – ist mir vollkommen klar. Wir haben ein Häuschen, leben in einem sicheren Land, unsere Kinder gehen auf eine gute Schule, wir haben Essen und Trinken und am allerwichtigsten FRIEDEN um uns herum. Dafür bin ich unendlich dankbar und frage mich bei jedem meiner Worte hier, ob ich überhaupt das Recht habe, zu klagen… Aber ihr kennt das, da kann in der großen weiten Welt so viel Schlimmes passieren, aber wenn in der kleinen Welt um einen herum, etwas aus dem Lot gerät, ist das in dem Moment für die betroffene Person auch sehr belastend.

Und in einem gewissen Alter 😉, sollte man ja einfach auch immer auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten. Und da muss ich ehrlich zugeben, dass meine Toleranz gegenüber manchen Dingen im Leben einfach ein bisschen geschrumpft ist. So im Vergleich zu früheren, jüngeren Zeiten, wo man unendlich viel einstecken und wegstecken konnte.

Somit freue ich mich riesig, wenn endlich die angefangenen kleinen Baustellen erstmal abgeschlossen sind und Ruhe und Leere einkehrt.

Was nicht heißt, dass es nicht irgendwann wieder starten wird. Denn hier ist es Fakt, dass wenn ich eine Baustelle abgeschlossen habe, ich garantiert dadurch mindestens einen neue bereits wieder angestoßen habe.

Beispiele:

Durch den Einbau der neuen Klimaanlagen, müssen nun wieder die Decken teilweise verputzt und gestrichen werde. Durch den Einbau der neuen Fenster und Türen, müssen manche Böden nun ausgebessert werden und auch die Wände innen neu gestrichen werde, ebenfalls muss nach diesem Einbau, von außen teilweise neu verputzt und gestrichen werden. Die Klebereste, entstanden durch die Abdeckfolie zum Schutz beim Dachbau, auf den neu verlegten Fliesen müssen, müssen irgendwie entfernt werden. Die neuverlegten Fliesen, die ebenfalls durch die vorerst nicht eingesetzten Schutzfolien, durch die Dachdecker zerstört wurden, müssen erneut ausgetauscht werden…

usw. usw.

Auch hier, ein ständiger Kreislauf!

Milwaukee erkunden…

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… Wisconsin.
Besuch aus Deutschland – back in 2005.

Im Jahre 2005 sind wir vom wunderschönen Regensburg in der Oberpfalz ins ebenso wunderschöne Milwaukee in Bundesstaat Wisconsin gefunden. Ich, damals Reiseverkehrskauffrau in Deutschland, wusste von Milwaukee ich eigentlich nichts, ebenso wie vom Bundesstaat Wisconsin. Keine Ahnung. Das waren jetzt keine Ziele, die bei einem klassischen Amerika Urlauber auf der to-do Liste stehen und somit bei mir nie auf dem Radar waren. Umso spannender, dass uns die Entsendung meines Mannes genau in diese Stadt verschlagen hat, denn die entpuppte sich als wahre Perle mit wundervollen Menschen, tollem Livestyle. Wir fühlten uns pudelwohl. Und einer Stadt wie Regensburg das Wasser reichen zu können, das ist schon eher Oberklasse.

Wenn also Besuch aus Deutschland kam, bekamen die erstmal die klassische kleine Spaziertour durch die Stadt. Unser Apartment im historischen Stadtteil „Third Ward“ gelegen, war die erste Überraschung. Das Third Ward ist ein ehemaliges Industrie- und Geschäftsviertel, das sich zu einer hippen Wohngegend entwickelt hat, mit wundervollen Restaurants und Cafés mit kleinen Boutique Geschäften. Den Lake Michigan auf der einen Seite, nur durch einen Parkplatz vom Seeufer getrennt und dem Milwaukee River Walk, einer Flusspromenade entlang des Milwaukee Rivers auf der anderen Seite. Schöner kann eine Stadt nicht gelegen und auch nicht angelegt sein.

Wir spazieren also mit dem Besuch hinunter zum Ufer des Lake Michigans. Große Parkanlagen ziehen sich entlang des Ufers. Der weitläufige Henry Maier Festival Park, in dem jährlich das größte Musikfestival der Welt stattfindet, liegt am Ufer, nicht weit von unserem Apartment entfernt. Nach etwa zwei Kilometern erreichen wir das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Milwaukee Art Museum (MAM). Entworfen hat es der bekannte spanische Architekt Santiago Calatrava, eröffnet wurde es im Jahre 2001. Während der Öffnungszeiten breitet es seine mächtigen, weißen Flügel weit aus mit Blick zum Meer. Ein wunderschönes Gebäude, lichtdurchflutet im Inneren. Erster WOW Effekt für die gerade angereisten Besucher. Wir sehen gar eine Schildkröte auf den Steinen am Ufer des Sees direkt vor dem Museum.

Von hier aus laufen wir in die Stadt hinein. Immer wieder faszinieren mich die Hintergassen zwischen den prachtvollen Häuserfronten. Denn hinter jeder Häuserfassade befindet sich eine Überraschung. Gassen in denen die Mülltonnen stehen, Autos von Anwohnern parken, Hintereingänge und Rolltore, die für die Anlieferung der Waren vom Besucher eigentlich versteckt bleiben sollen.

Wir laufen weiter bis wir auf den Riverwalk stoßen. Ziel für eine Erfrischung ist dort die Rock Bottom Brauerei. Ein lokales Bierchen aus einer der vielen Milwaukee Hausbrauereien am Ufer des Milwaukee River. Unbezahlbar schön.

Nach der Verschnaufpause geht es weiter entlang des Flusses fast bis zum Ende des Third Wards, dort wo sich der Milwaukee River mit dem Lake Michigan trifft. Von hier laufen wir entlang der Flussmündung weiter Richtung See. Ziel: der wunderschöne rote Leuchtturm Pierhead Lighthouse. Ich liebe ihn.

Den Abschluss des Tages und das Ende des Ankunftstages feiern wir in einer weiteren Hausbrauerei am Riverwalk im Third Ward, dem Ale House mit Flussblick auf den Milwaukee River.
Aber trotz schönen Wetters sitzen wir drinnen, denn dort spielt eine Live Band.

Ein klassischer Ankunftstag zur Begrüßung vieler Besucher, die wir über die Jahre empfangen können. Und ich kann euch versichern, dass alleine dieser erste Eindruck, egal zu welcher Jahreszeiten, jeden in den Bann Milwaukees gezogen hat. Es ist einfach eine lebens- und liebenswerte Stadt.

Baustellen-Geschichten…

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… habe ich lange keine erzählt, obwohl es viel zu berichten gäbe. Aber heute will ich mal wieder eine mit euch teilen.

Es geht um den Anstrich unseres Hauses in der Farbe Hellgrau mit weißen Rahmen rund um die Fenster und Türen.

Momentan ist unser Haus Cremefarben gestrichen mit gelben Umrandungen rund um die Fenster und Türen. Nicht meine liebste Farbe und da wir durch einige Umbauarbeiten nun definitiv das Haus auch von außen streichen lassen müssen, darf es gerne eine neue Farbe sein.

Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und mir gefällt die weitverbreitete Kombi von einem Hellgrau mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen. Ganz dezent, nichts Auffälliges, nichts Außergewöhnliches. Aber trotzdem muss ich bei der Verwaltungsgesellschaft unserer Wohnanlage, diesen Neuanstrich genehmigen lassen.

Also auf in den Farbladen, denn ich benötige den RAL Code.

Zusätzlich zu dem Antragsschreiben muss ich noch Passkopien, Visakopien, lokale Ausweisdokumente und den lokalen „Grundbucheintrag“ einreichen.

Und innerhalb kürzester Zeit bekomme ich eine Absage. Die Farbekombination ist nicht genehmigt, im Anhang eine Farbpalette zulässiger Farben, alles in leichten Pastelltönen…

Warum gibt es so viele graue Häuser um mich herum?

Heute bin ich umhergefahren und habe wahllos Fotos von all den grauen Häusern in direkter Umgebung gemacht und habe erneut nett angefragt, wie es sein kann, dass es so viele graue Häuser gibt?

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal für eine Antwort bekommen werde. Drückt mir die Daumen.

Ich werde berichten!

Milwaukee allgemein

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Eine amerikanische Großstadt, die so untypisch amerikanisch ist. Eher ein Geheimtipp, nicht überlaufen von Touristen, in der man einfach mal für ein paar Tage in das amerikanische Leben eintauchen kann. Egal welche Jahreszeit, die Stadt bietet genug Sehenswertes für viele kurzweilige Tage.

Hier mal meine Favoriten:

Home of Harley Davidson. 1903 in dieser Stadt gegründet.
Milwaukee Art Museum (MAM) – heutiges Wahrzeichen der Stadt, vom bekannten Architekten Santiago Calatrava.
Historic Third Ward.
Riverwalk entlang des Milwaukee River.
Milwaukee – Stadt der Festivals.
Deutsches Erbe in Milwaukee.
Die Parks entlang des Lake Michigan: Spazieren und Radfahren – ein Traum.
Hausbrauereien.

Harley Davidson Museum
Von der Tourismusseite von Milwaukee: www.visitmilwaukee.org
„Milwaukee ist der Geburtsort von Harley-Davidson! Motorrad-Enthusiasten und Fans der amerikanischen Kultur aus aller Welt huldigen dem Geist des Highways – im einmaligen Harley-Davidson Museum mitten in Milwaukee.
Der Museumskomplex am Ufer des Menomonee River beherbergt eine Sammlung von mehr als 450 Artefakten und Motorrädern, darunter auch das älteste bekannte Harley-Davidson-Motorrad aus dem Jahr 1903. Hier kann man die Leidenschaft zahlloser Harley-Fahrer auf sich wirken lassen und mehr über die Rolle dieses Kultprodukts aus Milwaukee in der amerikanischen Geschichte und Popkultur erfahren. 
In den vielen interaktiven Ausstellungen werden Sie und Ihre ganze Familie viel Faszinierendes finden, von der Geschichte Harley-Davidsons, seinen Motoren und seiner stolzen Renntradition bis zu Custom Bikes und Harleys in den Filmen Hollywoods. Wenn Sie Ihrer Kreativität Ausdruck verleihen möchten, können Sie am Build-A-Bike-Stand das Motorrad Ihrer Träume konstruieren. Kinder können sich eine passende Lederjacke überziehen und an der Imagination Station auf einem „knirps-gerechten“ Motorrad einmal so richtig Gas geben.
An Ende Ihres Rundgangs können Sie auf einem der vielen Motorräder für das perfekte Foto Modell sitzen, oder gönnen Sie sich im Motor Bar and Restaurant ein klassisches amerikanisches Mittagessen mit Burgern und anderen Barbecue-Spezialitäten, wozu natürlich nichts besser passt als ein lokales Bier. Vergessen Sie nicht, sich im Souvenirladen ein T-Shirt, ein Kopftuch oder ein Poster als perfekte Erinnerung an Ihr Harley-Abenteuer zu besorgen!“

Milwaukee Art Museum – MAM

Milwaukee Art Museum

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Das vom internationalen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfene Milwaukee Art Museum ist eine beeindruckende architektonische Schönheit. Es verfügt über gigantische „Flügel“ mit der Spannweite einer Boeing 747, die sich täglich öffnen und schließen. Im Inneren finden Sie eine umfangreiche Sammlung amerikanischer und europäischer Werke, deutsche Expressionisten, dekorative Kunst, Volkskunst und eine haitianische Kunstsammlung. Das Museum beherbergt außerdem eine der weltweit größten Georgia O’Keeffe-Sammlungen.
Dieses Kunstmuseum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Expressionisten des Landes, darunter mehr als 450 Drucke, Gemälde und Zeichnungen deutscher Meister wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz oder Gabriele Münter. Darüber hinaus sind auch deutsche und österreichische Gemälde und Kunsthandwerke aus dem 19. Jahrhundert, zahlreiche Möbelstücke aus der Biedermeierzeit und die beste Sammlung deutscher Uhren aus der Renaissance außerhalb Deutschlands ausgestellt.

Historic Third Ward

Historic Third Ward

Ein wunderschönes Viertel, in dem wir während unserer 2,5 Jahre in Milwaukee leben durften.
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Das Historic Third Ward wird häufig mit dem New Yorker Stadtteil „SoHo“ verglichen. Beginnen Sie Ihre Tour mit dem Probieren von handgefertigten Lebensmitteln, Pralinen und Cremeeis auf dem populären Milwaukee Public Market. Genießen Sie es anschließend durch dieses lebhafte, renovierte Lagerhausviertel zu schlendern, das heute Kunstgallerien, Theater, Boutiquen, Spezialitätenläden, Restaurants und eine belebte Barszene beheimatet.

Riverwalk entlang des Milwaukee River

Milwaukee – Riverwalk

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Entlang des Milwaukee RiverWalk, der über knapp fünf Kilometer am Milwaukee River entlang durch das Zentrum Milwaukees führt, findet man sowohl öffentliche Kunst als auch zahlreiche Restaurants und Pubs. Vergessen Sie nicht, an der südöstlichen Ecke der Wells Street und des RiverWalk anzuhalten, um ein Daumen-hoch-Foto mit Bronze Fonz zu machen – einer lebensgroßen Statue des beliebten Charakters Fonzie aus der in Milwaukee spielenden Kultserie „Happy Days“, die von 1974-1984 ausgestrahlt wurde.“

Milwaukee ist die Stadt der Festivals
Wir haben in unseren Jahren in Milwaukee im Historic Third Ward gewohnt, direkt am Parkplatz zum großen Maier Festival Park. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass es in einer Stadt so viele Festivals über den Sommer verteilt geben könnte. Fast jedes zweite Wochenende findet im Sommer ein Themen-Festival statt. Vom irischen, über mexikanische, ein deutsches, italienisches Wochenende, um nur ein paar wenige aufzuzählen. Dementsprechend an den Wochenenden die landestypischen Speisen, Getränke und Musik. Jedes Festival wurde zu unserer Zeit mit einem gigantischen Feuerwerk abgeschlossen. Absolutes Highlight jedes Jahr natürlich das größte Outdoor-Musikfestival der Welt, das über mehrere Wochenende läuft, mit unzähligen Stars jeder Musikrichtung auf 11 Bühnen verteilt im Festival Park.

Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Besuchen Sie den Maier Festival Park am Lake Michigan für eine sommerliche Reihe an musikalischen und ethnischen Festivals. Genießen Sie alle Musikrichtungen beim jährlichen Summerfest, dem größten Outdoor-Musikfestival der Welt, und erleben Sie fast jedes Wochenende Kunst, Küche, Geschichte und Unterhaltung einer anderen ethnischen Kultur. Zu den Sommerfestivals am Seeufer gehören das Irish Fest, das größte keltische Festival der Welt, sowie das German Fest und das Festa Italiana, die größten ihrer Art in den USA.“

Deutsches Erbe in Milwaukee kann man auf einem kleinen Straßenabschnitt besonders fühlen, erleben und genießen:
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
Old World Third Street
„Entdecken Sie Milwaukees deutsches Erbe entlang der Old World Third Street mit ihren historischen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Kaufen Sie beim legendären Usinger’s Famous Sausage, Wisconsin Cheese Mart und The Spice House ein. Verpassen Sie nicht Mader’s Restaurant, in dem seit mehr als 100 Jahren deutsche Kost serviert wird, oder genießen Sie eine Bratwurst und ein Bier in einem der Pubs in der Nachbarschaft.“

Die Parks entlang des Lake Michigan

Milwaukee – Pierhead Lighthouse

Vom Veteranspark über den McKinley Park mit einem netten Café und dem McKinley Strandabschnitt bis hin zum Bradford Beach und dem North Point. Zu Fuß kann man dann hoch zum Historic Water Tower laufen und entlang mondäner Prachtvillen zurück Richtung Stadt. Ich habe diese Tour geliebt. Sowohl im tiefsten Winter, als auch im Sommer mit dem Rad oder zu Fuß.
Vom Veteranspark, dem Milwaukee Art Museum oder dem Historic Third Ward kann man auch am Festival Grounds entlang, dann am Ufer weiter Richtung Süden laufen und erreicht dann irgendwann den hübschen roten Pierhead Lighthouse. Zur Orientierung vom MAM bis zum Pierhead Lighthouse sind es etwa 1,8 km.

Vom Pierhead Lighthouse kann man super schön an der Flussmündung entlang stadtwärts laufen, kommt meist an einer Gruppe Anglern vorbei und kehrt dann wieder auf den Riverwalk zurück.

Milwaukees Brauereien
Neben den unten aufgeführten möchte ich unbedingt noch die Rock Bottom Brewery und das Ale House im Historic Third Ward, beide entlang des Riverwalks erwähnen. Wenn man sich näher dafür interessiert, einfach mal bei google maps „brewery milwaukee“ eingeben, da kann man tagelang nur auf den Spuren des Bieres in der Stadt unterwegs sein.
Von der Homepage des Tourismusbüros: www.visitmilwaukee.org
„Im späten 19. Jahrhundert von bekannten deutschen Brauern gegründete Brauereien waren der Anreiz für tausende deutsche Immigranten, sich in Milwaukee niederzulassen und dort in Brauereien wie Schlitz, Blatz, Pabst und Miller zu arbeiten. Heute können Sie die Gerstensäfte auf unterhaltsamen Touren in verschiedenen Brauereien kosten, darunter Miller Brewery, Sprecher Brewery, Lakefront Brewery (ein Riesen Spaß – Anmerkung EntdeckerGlück), Milwaukee Brewing Company und mehr. Sie können sogar im Brewhouse Inn & Suites übernachten, einem Boutique-Hotel in einem alten Gebäude der Pabst-Brauerei mit originalen Kupfer-Braukesseln im Atrium des Hotels. Schauen Sie direkt gegenüber beim Best Place vorbei, um bei einem unterhaltsamen Vortrag mehr über die Brauereigeschichte der Stadt zu erfahren und das originale Büro von Captain Pabst zu sehen. Besichtigen Sie außerdem seine großartige, historische Pabst Mansion westlich der Innenstadt. Aber in Milwaukee wird nicht nur Bier gebraut! Entdecken Sie die Great Lakes Distillery oder die Central Standard Craft Distillery und ihre in kleinen Auflagen produzierten Wodkas, Gins und weitere Spirituosen.
Wenn das Wetter wieder wärmer wird, sollten Sie unbedingt einen Kneipenbummel per Pontoon-Boot entlang des RiverWalk machen oder eine Tour mit dem Bier-Bike unternehmen, das jetzt auch als Tretbootoption den Milwaukee River befährt. Örtliche Unternehmen bieten zahlreiche maßgeschneiderte Privattouren durch die Kneipen und Brauereien Milwaukees an. Auf interaktiven Kneipenbummeln können Sie viel Wissenswertes erfahren und an lustigen Spielen teilnehmen.
Kombinieren Sie eine dieser Aktivitäten mit einem Aufenthalt im BrewHouse Inn & Suites und genießen Sie eine einzigartige Erfahrung, die Ihnen so nur Milwaukee bieten kann. Dieses All Suites Boutique-Hotel befindet sich in einem historischen Gebäude der Pabst Brewery und zeichnet sich durch sechs kupferne Originalbraukessel sowie eine Glasmalereidarstellung von König Gambrinus aus.
Erleben Sie schließlich, wie die Bierbarone Milwaukees wirklich lebten. Besuchen Sie das beeindruckende, 1892 errichtete und vollständig restaurierte Herrenhaus von Captain Frederick Pabst. Seine drei Stockwerke mit reich geschmückten Räumen beherbergen unschätzbare Kunstwerke neben Unterkünften für Dienstboten. Lernen Sie die Geschichte der Stadt kenne, die von einem der legendären lokalen Produkte Milwaukees geprägt wurde: BIER!“

Whiplash.

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Neue englische Vokal gelernt.

Vorweg: Schmerzen sind um, schlaflose Nächte überstanden und ich bin wieder funktionsfähig und schmerzfrei.

Was war passiert? Ich war mit den Kindern Schlittschuhlaufen (in Dubai), bin gestürzt, habe mir ein Schleudertrauma zugezogen und somit eine neue Vokabel gelernt. Hätte auch schmerzfreier geschehen können.

Es war ein schulfreier Tag, die Kinder hatten die Idee, Eislaufen zu gehen und ich war so mutig, es ihnen gleich zu tun. Das letzte Mal stand ich vor vielleicht 20 Jahren auf Schlittschuhen, aber ich konnte mich erinnern, damals lief das ganz gut. Also, was soll schon passieren? Ich bin dabei. Und es lief gut!

Die Kinder waren doch eher sehr skeptisch, dass die Mutter sich jetzt auf das Eis wagt, drängten doch sehr, dass ich mir doch einen Pinguin nehmen solle. Aber nein, brauch ich nicht. Und somit Schlittschuh an, Socken als Handschuhe (eben falls ich mal hinfallen sollte…) und raus aufs Eis. Und die Kinder staunten – ich auch. Denn es lief wirklich gut. Schnell war ich wieder im Rhythmus und drehte meine Runden. Ob das wohl so ist, wie beim Radfahren, dass man das nie verlernt? Es flutschte und machte richtig Laune. Gute Musik, Runde um Runde, tatsächlich in der Lage, die ein oder andere Person zu überholen. Ich war richtig stolz und die Kinder richtig baff.

Und dann bin ich ein bisschen gefallen. Wirklich alles ganz harmlos in Zeitlupe, nichts Wildes. Ganz langsam auf die linke Pobacke. Ich habe nur einen kurzen, heftigen Stich im Kopfbereich gespürt, aber sonst alles gut. Tat auch nicht weiter weh, aber ich erinnere mich, dass das mein einziger Gedanke war: „Warum jetzt dieser kurze Schmerz im Kopfbereich und keine Schmerzen an Po oder Hüfte?“….

Aufstehen, weiter geht´s. Genauso schnell, es macht richtig Spaß.

Zwei Tage später verspüre ich leichte Nackenschmerzen. Ich meine noch, es kommt von der Klimaanlage. Leider wird die Situation immer schlimmer und ich kann fast kein Auto mehr fahren, denn über die Schulter kann ich nicht mehr blicken. Nachts aber überkommt mich dann der richtig heftige Schmerz. Ich schlafe keine Nacht mehr. Kann nur noch in einer einzigen, sehr unbequemen, starren Rückenlage liegen, aber auch das nur unter extremen Schmerzen. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Also versuche ich es nach mehreren Tagen dann abends mit Schmerzmitteln. Erst 400 Ibu, dann 800er Ibu… Leider hilft nichts. Ich grübele ewig, was ich falsch gemacht haben könnte. Denke immer wieder, es muss an den Klimaanlagen liegen.

Als ich nach neuen Tagen eine sehr schlimme Nacht habe, kommt mir plötzlich mitten in meinem Nacht-Schmerz-Delirium mein Eislauf-Sturz in den Sinn. Das ist es! Schleudertraume vielleicht? Noch in der Nacht googele ich die Übersetzung: Whiplash.

Tag 10 rufe ich sofort morgens beim Arzt an mit meiner Vermutung. Die Sprechstundenhilfe kennt leider auch die Vokabel nicht und ist überfordert, bei welchem Arzt sie mich einbuchen soll. Wir einigen uns erstmal auf einen Hausarzt.

Die Ärztin ist wirklich super bemüht, aber leider spüre ich schon während der Untersuchung, dass wir nicht auf dem gleichen Weg sind. Ich stimme einer Röntgenaufnahme des Halsbereiches zu, um sicher zu sein, dass nichts angebrochen ist. Ich bekomme eine Spritze mit Schmerzmitteln und noch eine Alternative zu Ibu, Tabletten zur Muskelentspannung, die ich drei Tage lang nehmen soll, und Voltaren Creme.

Ich mache mehrmals den Versuch, sie zu überzeugen, dass ich vielleicht einfach einen Chiropraktiker sehen sollte, aber davon will sie nichts hören. Vehement redet sie dagegen.

Zumindest kann ich in dieser Nacht, Dank der Spritze, seit 10 Tagen ENDLICH mal wieder schlafen.

Ich nehme zwei Tage lang diese Muskelentspannungstabletten und die Voltaren Creme, keine Besserung.

Nach einer extrem schlimmen Nacht, die ich aus Verzweiflung zeitweise auf den kalten, harten Badfliesen verbringe, weil diese vom Schmerz ablenken, muss am nächsten Tag ein Chiropraktiker her.

Ich bekomme tatsächlich für mittags einen Termin, bei einer Empfehlung einer Freundin. Was für ein Glück. Hoffnung! Mit dem Taxi fahre ich apathisch und fix und fertig in die Praxis, immer kurz vor einem Heulanfall. Als ich endlich vor dem netten Retter sitze, kommen mir auch gleich wieder die Tränen. Ich erzähle ihm die Ereignisse und Versuche der letzten 11 Tage exakt so, wie ich sie Tage zuvor der Ärztin geschildert habe, ohne wohlgemerkt je das Wort „Whiplash“ in den Mund zu nehmen. Das erste was er nach meiner Schilderung sagt: Whiplash, ganz klar. Er schaut sich noch kurz meinen Nacken an und dann geht die Behandlung los.

Wirklich schmerzhaft, aber ich halte tapfer durch. Ich will einfach nur, dass es besser wird. Er verschreibt mir Voltaren Tabletten und verordnet mir ein ständiges Wärmen der betroffenen Stellen, besonders nachts. Denn der Schmerz nachts wird durch die ausgekühlten Muskeln verursacht. Ich bekomme drei Übungen gezeigt, die ich zusätzlich so oft wie möglich machen soll

Und was soll ich sagen, bereits in dieser Nacht, schlafe ich, wahrscheinlich Dank der Voltaren Tabletten wieder durch. Und am nächsten Morgen verspüre ich eine erhebliche Verbesserung. Noch ein weiterer Tag meine Übungen, viel Wärme und abends noch eine Voltaren: und am nächsten Tag fühle ich mich wieder unter den Lebenden. Ich bin wieder ich. Ohne Schmerzen. Gut gelaunt, weil schmerzfrei und ausgeschlafen.

Was für eine Tortur, nur um eine neue englische Vokabel zu lernen 😉

Whiplash – Schleudertrauma.

Und Eislaufen… hat wirklich richtig Spaß gemacht. Ich denke, ich werde es trotzdem beim nächsten Mal wieder tun.

Wisconsin.

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Starten werde ich heute erstmal mit einer Einführung Wisconsin. Ist ja nicht unbedingt der Klassiker, den jeder USA Reisende besucht oder gar kennt. Aber ihr werdet sehen, dass es hier viele, tolle Überraschungen gibt.

Die Hauptstadt des Staates Wisconsin ist Madison, im Süden des Landesinnern, mit etwa 250.000 Einwohnern. Die größte und auch bekannteste Stadt ist Milwaukee direkt am Lake Michigan mit ca.  600.000 Bewohnern in der Stadt, die Vororte eingerechnet hat sie circa 1.4 Millionen Einwohner.

Im Norden grenzt Wisconsin nur noch an den Lake Superior, im Nordosten schließt sich Michigan an und die komplette Grenze im Osten bildet der Lake Michigan.

Im Süden liegt der Nachbar Illinois und im Westen liegen Iowa und Minnesota. Der Mississippi bildet hier im Westen auf ca. 360 km die natürliche Grenze zwischen Wisconsin und den Staaten Iowa und Minnesota. Daran hätte wohl keiner von Euch gedacht, dass wir den fünftlängsten Fluss unserer Erde, mit 6.051 km hier in Wisconsin besuchen können. Ich zumindest nicht.

Die Great Lakes (die Großen Seen) im Norden der USA und im Süden Canadas bilden mit ca. 245.000 km2 die größte Binnensüßwasserfläche der Erde. Sie bestehen aus fünf zusammenhängenden Seen. Der Lake Michigan (Michigansee) liegt als einziger komplett in den USA. Die vier anderen, der Lake Superior (Oberer See), der Lake Huron (Huronsee), der Lake Erie (Eriesee) und der Lake Ontario (Ontariosee) teilen sich die Küste mit USA und Canada. Die Great Lakes sind die einzigen Süßwassergewässer mit Gezeiten.

Vom Lake Ontario fließt das komplette Wasser der Great Lakes durch den St. Lawrence Strom in den Atlantik.
Mit einer Fläche von ca. 140.000 km2 liegt Wisconsin auf Rang 23 von 50 Bundesstaaten und ist ungefähr doppelt so groß wie Bayern.

Der Spitzname des Staates ist Badger-State (Dachs-Staat) oder America´s Dairyland (amerikansiches Bundesland der Milchindustrie). America´s Dairyland steht auch auf fast jedem Nummernschild. Was schon einiges über diesen Bundesstaat aussagt.

Der große Zauberer Harry Houdini zog mit seiner Familie kurz nach seiner Geburt nach Appleton, im Osten Wisconsins. Hier lebte er bis zu seinem neunten Lebensjahr. Dann zog die Familie nach Milwaukee. Geboren wurde er noch in Budapest Ungarn unter dem Namen Erik Weisz. In Appleton gibt es eine Dauerausstellung zu seiner Entfesselungs- und Zauberkunst.

Die Klimaverhältnisse sind absolut mit denen in Deutschland zu vergleichen, der Winter vielleicht ein bisschen extremer von den Temperaturen.

Anreise:
Chicago, im Süden von Wisconsin im benachbarten Bundesstaat Illinois, ist der nächste internationale Flughafen zum Staate Wisconsin!

Wenn wir von Deutschland aus nonstop oder über einen anderen Flughafen in Europa nach Chicago fliegen, landen wir im Terminal 5, dem International Terminal! Sehr übersichtlich ist es hier! Da merkt man nicht viel von der Tatsache, dass Chicago der Flughafen mit der zweihöchsten Passagierzahl in USA ist. Also keine Scheu vor großen Flughäfen.

Auf nach Wisconsin:
Am einfachsten ist es, mit dem Wisconsin Coach Bus nach Milwaukee zu fahren.
Wir fahren bis Milwaukee-Amtrak-Station, genießen die Aussicht aus dem Bus, die ersten Eindrücke. Nicht lange und wir verlassen Illinois und kommen nach Wisconsin.

Rechts der Straße zeigt uns ein großes Holzschild in Form des Staates Wisconsin, dass wir WILLKOMMEN sind. Auch der Zustand der Straßen wird uns schlagartig sagen, hier hat sich etwas verändert. Wir zahlen keine Maut (Toll im amerikanischen) mehr, aber die Straßen sind besser. Wir sind wirklich willkommen.

Über weites flaches Land mit verstreuten roten Farmen führt unser Weg nach Norden. Immer auf dem Highway 94 entlang. Immer rechts von uns in ein paar Meilen Entfernung liegt der Lake Michigan. Der Einzige der großen Seen, der sich komplett in Amerika befindet.

Nach knapp zwei Stunden entspannter Fahrt mit ersten Eindrücken, kommen wir an der Amtrak Station in Milwaukee an und befinden uns somit schon Downtown. Wir nehmen ein Taxi und fahren zu einem der nahe gelegenen Hotels in Downtown oder vielleicht ein Airbnb im Historic Third Ward.

Erste kurze Orientierung, wenn wir ankommen:
Wenn wir vor dem Bahnhof stehen, diesen in unserem Rücken haben und nach rechts schauen, sehen wir das Hauptpostamt und weiter rechts, den attraktiven Stadtteil Third Ward. Wenn wir gerade ausschauen und ein bisschen rechts ist das der komplette Teil, den wir Downtown nennen und wo auch die meisten Hotels liegen.

Mit dem Taxi sind wir in wenigen Minuten und wenigen Dollar angekommen.

Und obwohl ja Madison die Hauptstadt Wisconsin ist, ist die wichtigste und bekannteste Stadt Milwaukee.

Absolutes Wahrzeichen der Stadt ist das 2001 fertiggestellte oder besser, um die wirkliche Attraktion erweiterte, Kunstmuseum. Milwaukee Art Museum – kurz MAM. Vor dem Umbau handelte es sich um einen einfachen Betonklotz aus den 70er Jahren. Nach dem Anbau des vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfenen Eingangsbereiches, steht nun das Museum in strahlendem Weiß, majestätisch seine Flügel ausbreitend, am Ufer des Lake Michigan und man meint es würde gleich abheben und davonfliegen!

Jeden Morgen zur Öffnung um 10 Uhr schwingen die Flügel beeindruckend in genau sieben Minuten auf. Dann stellt es bis 12 Uhr mittags seine ganze Pracht dar. Das Schauspiel, einmal auf und einmal zu, wiederholt sich zur Mittagszeit noch einmal für den Anblick der Schaulustigen. Bis es dann um 17 Uhr (Do um 20 Uhr) seine Flügel endgültig für den Tag wieder schließt. (Nur bei nicht geeigneten Wetterbedingungen oder Sonderveranstaltungen im Museum ändert sich dieses Ritual.)

Um Milwaukee herum
Nach ein paar Tagen in der Stadt will man vielleicht auch mal wieder raus, etwas Neues entdecken und Land und Leute kennenlernen. Wir finden hier weder Metropolen wie Los Angeles, New York, noch den Gran Canyon oder die touristischen Sonnenziele in Florida. Hier lernt man ein vollkommen anderes Amerika kennen. Eines das man so vielleicht gar nicht erwartet hätte. Kleine Hafenstädte entlang des Seeufers, herrliche Sandstrände und idyllische, sehenswerte Orte im Landesinnern.

Viele dieser Sehenswürdigkeiten kann man in Tagesausflügen von Milwaukee aus besuchen. Dazu mehr in den nächsten Beiträgen.

Wisconsin: leben und entdecken.

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Da wir das große Glück hatten, ab dem Jahr 2005 für 2,5 Jahre in den USA zu leben, im wunderschönen Milwaukee, im Bundesstaat Wisconsin, möchte ich euch auch unbedingt die USA näherbringen. Unsere Erlebnisse und Roadtrips mit euch teilen und Geschmack machen auf ein beeindruckendes Land und dessen Menschen, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind.

Es war unser erster längerer Auslandsaufenthalt und der Start von vielen weiteren. Ich hatte gerade im August 2004 meinen 30. Geburtstag gefeiert, zusammen mit der Einweihungsfeier unseres frisch renovierten Siedlerhäuschens in Regensburg, als die Überraschung kam: Ein Angebot einer Entsendung meines Mannes von seiner Firma in die USA.

Es war klar, wir machen das. Mieter für das Haus wurden gesucht und dann wurde der große, erste Container gepackt. Was für eine Aufregung! Einen Tag vor Weihnachten im Jahr 2004 ging dieser auf Reisen und wir mit dem Start des neuen Jahres 2005.

Hier also nun in meinem ThemenMonat Juni 2022 viel Spannendes und Schönes aus dem Bundesstaat „Wisconsin“ – den viele von Euch, wie auch vor unserem Umzug, nicht auf dem Radar haben, der aber wirklich viel zu bieten hat. Lasst euch überraschen und kommt mit auf die kleine Wisconsin Reise.

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