Schmugglerhäuschen…

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Casas do Contrabando – Galegos – Portugal

Von der Pousada in Evora fahren wir den wunderschönen Ort Marvao an. Wie ein Storchennest hoch oben, etwa 800 m über dem Meeresspiegel, liegt der kleine, idyllische Ort im São Mamede Gebirge, eingesäumt von einer alten starken Festungsmauer. Wir laufen oben auf der Mauer entlang, genießen wundervolle weite Blicke in die Ferne und haben Spanien ganz nah zu unseren Füßen. In der Burganlage herrscht reges Treiben, denn es steht ein Musikfestival an. Stühle, Traktoren, Menschen – Hektik. Über einen schmalen Einstieg gelangen wir über ein paar Treppen in die Zisterne. Von einer kleinen Plattform haben wir einen tollen Blick über den mittelalterlichen Wasserspeicher. Auch hier am Boden der Zisterne stehen die Stühle für die nahenden Konzerte. Sicher eine sehr besondere Atmosphäre hier unten.

Unser Ziel des Tages ist noch einige Meter weiter entfernt. Am Fuße des Berges liegt der Ort Portagem, aber für uns geht es weiter hinaus aus der Stadt, ab ins Grüne. Es wird ruhiger und grüner und verlassener und dann erreichen wir ein sehr verschlafenes kleines Dörfchen, Galegos, oder besser eine kleine Ansiedlung von Häusern… Eines davon soll unsere Unterkunft sein: die Casas do Contrabando.

Wir finden sie, klingeln und Eduardo kommt an die Tür. Wir seien ein wenig früh dran und er sei noch nicht ganz fertig mit den Zimmern… Was tun? Im Ort scheint es nichts zu geben. Also wieder zurück nach Portagem und dort ein bisschen umschauen. In einem kleinen Farmshop decken wir uns mit Tapas für den Abend ein. Ein bisschen Schinken, verschiedene Käsesorten, Oliven und Baguette und noch einige Flaschen verschiedener Biersorten von einer kleinen Brauerei in der Nähe. Im Farmshop gönnen wir uns noch einen Kaffee und ein Pastel de Nata.

Zurück bei Eduardo werden wir herzlichst erneut empfangen. Jetzt ist er ganz entspannt und ein sehr warmherziger Gastgeber. Wir fühlen uns super wohl und erfahren gleich, dass wir die einzigen Gäste für die Nacht sind.

Durch Eduardos wunderschöne, lichtdurchflutete Küche gelangen wir in den kleinen Garten mit kleinem Pool. Der Garten fällt zu einer Seite ab, im Tal fließt ein Flüsschen vorbei. Es plätschert. Herrlich. Die Kinder lesen, wir dümpeln im Pool und verkosten mit Eduardo die erste Geschmacksrichtung des Craft-Bieres der Barona Brewing Company.

Wir reden und reden. Es ist so schön, ein bisschen in die Geschichte eines Einheimischen eintauchen zu können. Eduardo hat es in Covid19 Zeiten aus dem hektischen Stadtleben aufs Land hinausgezogen. Mit sehr viel Liebe hat er das alte Casa de Contrabando, das Schmugglerhäuschen, umgebaut und erweitert. Er hat ein Händchen für schöne Details. Wie sich später rausstellt, hat er auch die vielen wundervollen Gemälde im Haus selber gemalt.

Das Häuschen ist ein Schmugglerhäusen, weil direkt hinter der Hausmauer ein einspuriger geteerter Weg zur Grenze nach Spanien führt. Die ist nur etwa 1,3 km vom Haus entfernt, somit war früher der Ort Galegos ein beliebtes Schmugglerörtchen.

Spanien so nah?

Da werden wir und die Kinder gleich hellhörig. Und somit geht es nach der Poolsession in der Abendsonne los und wir marschieren Richtung grüne Grenze. Wir kommen an einem kleinen Bauernhof vorbei mit einem kläffenden, offensichtlich aber blinden Hund, sonst nur goldenes, langes Gras, das so wunderschön in der Abendsonne leuchtet. Recht schnell sind wir dann an der Grenze. Vollkommen unspektakulär. Zwei Schritte und wir sind in Spanien. Es ist ebenso still und verlassen in dem kleinen Örtchen dort, wie in Galegos auf der portugiesischen Seite. Vor einem Haus sitzt eine Gruppe älterer Menschen auf Plastikhockern oder -stühlen. Über was sie wohl reden? Viel passieren wird hier sicherlich nicht. Wir grüßen freundlich und sorgen ganz sicher dafür, dass sie nun für die nächste halbe Stunde Gesprächsstoff haben. Vielleicht sind wir auch morgen noch Thema… Wir schnappen nur ein paar Wortfetzen auf, aber sie sprechen Spanisch. Ein Auto steht in einer Einfahrt, auch hier das E auf blauem Hintergrund mit Europasternen darüber.

Das kleine Lokal, welches wohl am Wochenende geöffnet ist, hat leider unter der Woche geschlossen. Somit machen wir uns recht bald auf den Rückweg. Ein super netter Abstecher.

Übrigens beträgt der Zeitunterschied zwischen den beiden Ländern eine Stunde. Wenn man eine Weile wartet, stellen sich tatsächlich die Uhren des Smartphones um.

Tapas

In Eduardos Küche richte ich unsere Tapas her. Er beäugt mich und ich bekomme gleich eine Einweisung in die verschiedenen Käsesorten, die wir gekauft haben und wie ich welche schneiden sollte. Auch das Schinkenschneiden übernimmt er gleich. Ich glaube, ich mache ihn ganz nervös mit meiner deutschen Art… Er richtet alles nett für uns auf Schieferplatten an und drängt darauf, dass ich draußen Platz nehme und er uns bedient. Also gut…. Er ist der Gastgeber, ich der Gast.

Wir genießen die Leckereien aus dem Farmshop und später gesellt sich Eduardo noch für einen Plausch zu uns. Wir erfahren auch endlich ein bisschen mehr über die Korkeichen. Was mich am meisten fasziniert:  Den Kork der Korkeichen kann und darf man alle neun Jahre ernten. Auf den Rinden findet man nämlich immer wieder Zahlen. Mal ausgeschriebene Jahreszahlen, mal aber auch nur eine einzige Zahl. Wir sehen danach alle Korkeichen mit ganz anderen Augen.
Der Abend klingt im Garten am Pool aus. Wir schlafen super, bei gekipptem Fenster mit dem Plätschern des Baches…

Was für eine Idylle.

Das Frühstück am nächsten Morgen ist mit viel Liebe im Garten angerichtet. Eduardo liebt es Gäste zu bewirten, das spürt man. Den Honig aus der Gegend verschlingt unserer Tochter gar, so dass zwei Mal Nachschub geholt werden muss.

Vor unserer Abfahrt reicht uns Eduardo noch ein EinmachGlas mit bunten Zettelchen. Wir sollen doch noch unseren „Spruch“ ziehen.

Nur zwei unserer vier gezogenen Sprüche:

Mein Spruch: Give without remembering and receive without forgetting.

Ich liebe ihn.

Der Spruch meiner Tochter: No one is you and that is your power.

Stark.

Die Männer der Familie ziehen portugiesische Sprüche, die uns Eduardo geduldig übersetzt.

Was für ein Aufenthalt. Von Ankunft bis Abreise rund. Rundum zum Wohlfühlen.

Eduardo begleitet uns noch zum Auto. Wir machen noch ein Gruppenfoto und verabschieden uns, wie von einem guten Freund, den wir eine Zeitlang nicht sehen werden: mit einer herzlichen, langen Umarmung.

zu Fuß nach Spanien…

Marvão

Korkeichen Portugals

Pousadas in Portugal

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3 Wochen mit dem Auto durch Portugal

Jetzt sind wir seit drei Wochen wieder in Dubai nach 7 wahnsinnig erlebnisreichen Wochen unterwegs. Nach Hause kommen ist so wunderschön, zu Hause sein und leben auch, aber wie Ihr euch sicher bei meiner Blogseite hier denken könnt, ist on the road – auf EntdeckerTour – sein ebenso schön.

In meinem Beitrag im Juli 22 habe ich euch schon von ein paar Erlebnissen von einer lang vergangenen Portugalreise erzählt. Jetzt haben wir dort angeknüpft und den Rest Portugals erkundet. In eben diesem Bericht habe ich schon einmal die Pousadas erwähnt. Damals haben wir zwar in keiner übernachtet, aber haben dieses wunderschöne alte Gemäuer entdeckt, dass heute eine Pousada ist. Ebenfalls damals haben wir uns vorgenommen, dort einmal zu übernachten. Ich nehme es vorweg: Diese Pousada lag leider nicht auf dem Weg, somit viel diese Übernachtung flach, aber ich habe einige andere wundervolle Pousadas mit in unseren Reiseplan gepackt. Jetzt rede ich immer von Pousadas und ihr fragt euch vielleicht: Was ist das überhaupt?

Für Pousadas wurden historische Gebäude, wie alte Klöster, Burgen oder Schlösser, zu Unterkünften umgebaut. Da die Gemäuer oft unter Denkmalschutz stehen, haben diese Häuser immer ein besonderes Flair und eine tolle Geschichte. In den angeschlossenen Restaurants der Pousadas werden oft die für diese Region typischen Gerichte angeboten. Also auch ein Geschmackserlebnis, wobei die Karte meist ein sehr begrenztes Angebot bietet. Auch Weine der Region werden angeboten, wenn verfügbar.

In Spanien heißen diese Art von Unterkünften „Paradores“.

Wir haben gleich in der ersten Nacht mit einer Pousada gestartet.

Pousada Castelo de Alvito

Im kleinen Örtchen Alvito im Südosten, gelegen, etwa drei Stunden vom Flughafen Lissabon entfernt, in der Region Alentejo. Das Alentejo ist die Region der Störche und Korkeichen.

„Historisches Hotelgebäude aus dem sechzehnten Jahrhundert. Diese Burg war einst der Wohnsitz eines Baron-Geschlechtes, das in königlicher Gunst stand“, so beschreibt die Pousada Homepage die Anlage.

Super herzlich werden wir hier empfangen. Die Zimmer mit Verbindungstür begeistern sofort die ganze Familie. Auf dem Weg zu unseren Zimmern fällt unser Blick durch die Fenster auf den Burg-Innenhof. Hier herrscht bereits reges Treiben in Vorbereitung auf den angekündigten Grillabend.

Nach BESTAUNEN der Zimmer; nach dem langen Sitzen am Flughafen, im Flieger und anschließend im Auto, zieht es die Kinder und uns zur Erfrischung an den Pool im Garten. Aber der Pool (Dubai-verwöhnt…) ist uns zu kalt. Somit entscheiden wir uns spontan für einen kurzen Spaziergang durch das Örtchen. Ein Miniörtchen, beherrscht von der Präsenz der Pousada. Aber ein erster Eindruck Portugals. Portugals Erde unter den Füßen, durch die Gassen schlendern… wir entdecken eine alte Kirche mit einem kleinen Vorgarten. Mehr gibt es eigentlich nicht.

Später im gemütlichen, schützenden Innenhof genießen wir unsere erste Flasche eines grünen Weines aus der Region. Urlaub. Das Essen in Buffetform ist überhaupt nicht nach unserem Geschmack, weder mögen wir Buffets, noch sind wir Fans von Grillabenden aus Chafing Dishes. Aber am Anreisetag wollten wir es so einfach wie möglich, denn in einem 2500 EinwohnerOrt ist natürlich unklar, was man an einem Samstagabend sonst noch für Alternativen hat.

Immerhin belohnt uns das Ambiente und der Wein. Wir genießen.

Die Kellner können nur sehr bedingt ein paar Worte in Englisch. Somit ist am nächsten Morgen vor der Abreise gleich mal eine kleine Spracheinführung bei der Rezeptionistin fällig.

Während die Kinder noch schlafen, ziehen wir frühmorgens wieder eine Runde durch Ort. Dieser schläft noch wunderschön ruhig. Nur auf einem Dorfplatz, fast direkt neben der Pousada, wird ein Markt aufgebaut. Vor einem Minicafé daneben sitzen bereits ein paar wenige Männer und trinken Kaffee und rauchen. Wir gesellen uns dazu. Bestellen auch zwei Kaffee, keine Zigaretten für uns, und beobachten den Markttrubel. Es wird noch aufgebaut und die Waren werden zur Schau ausgelegt. Viele Standbetreiber kommen auch ins Café und trinken noch einen Kaffee, bevor der Verkaufstag startet. Der Kaffee (Größe: Doppelter-Espresso) schmeckt köstlich, wir nehmen noch einen zweiten, bevor wir die Kinder zum Frühstück abholen. 0,80 € kostet uns ein Kaffee. Wow.

Eindrücke aus der Pousada Castelo de Alvito

Pousada Castelo de Beja oder auch Pousada de San Francisco genannt.

Etwa 40 km südlich von Alvito gelegen, in Beja

Panoramaansicht

„Die Pousada de Beja (am Gebäude außen steht heute Pousada de San Francisco) ist eine wahre Oase inmitten der Alentejo-Ebene mit einer fast 800-jährigen Geschichte. Reisen Sie zurück in vergangen Jahrhunderte in diesem herrlichen Rückzugsort in der Alentejo-Ebene.  Die Pousada de Beja befindet sich in einem alten Franziskanerkloster in der Stadt Beja im Alentejo. Die Pousada befindet sich im Stadtzentrum, nur 700 Meter von der Burg sowie 200 Meter vom Museu Rainha D. Leonor entfernt. Die Pousada ist ein majestätisches, architektonisches Werk, das die religiöse und gotische Bauweise in Portugal repräsentiert. Die 20 Zimmer befinden sich in den ehemaligen Mönchszellen“

So wird sie beschrieben auf der Pousada Homepage, unsere Unterkunft in Beja. Die Anreise führt uns an verlassenen, teils verfallenen Industriegebäuden am Ortseingang vorbei. In der gleichen Gegend fahren wir an sehr einfachen, ärmlichen, fast trostlosen Unterkünften vorbei, in heruntergekommenen, alten kleinen Häusern. Verwohnte alte Stühle oder Sessel stehen auf dem Gehweg, Wäsche hängt an den Mauern der verlassenen Fabrikmauern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir fühlen uns wirklich unwohl, denn wir werden gleich, nicht weit entfernt in einem wunderschönen historischen Gebäude absteigen. Krasser Gegensatz.

Die Pousada liegt an einem großen, zentralen Platz. Auch hier noch ein herzlicher Empfang. Der Eingangsbereich erstreckt sich in einen imposanten Raum, mit enormer Deckenhöhe hinein. Ein weiterer Gang führt wenige Stufen hinab in das einladende Restaurant, in dem wir direkt einen Tisch für abends reservieren. Der Weg zu unserer Zelle führt durch eine Kapelle.

Wir packen die Badetasche und ab zum Pool. Dort lassen wir den Nachmittag ausklingen. Es sind mehrere Kinder am Pool, somit darf ruhig ein bisschen getobt werden.

Den Abend genießen wir im Gewölberestaurant. Die Kinder staunen erstmal nicht schlecht, als sie den doch üppig mit Besteck, Geschirr und Gläsern bedeckten Tisch entdecken. Natürlich machen wir uns den Spaß und bestellen dem Besteck entsprechend auch mehrere Gänge. Ein großer Spaß. Denn zum Highlight wollen die Kinder nun auch ihr Wasser aus den Weingläsern der Umgebung angepasst, stilgerecht trinken. Ein toller Abend, bei dem viel Essen hin und her getauscht wird. Denn die schwarzen Nudeln finden keinen Einklang bei dem einen, aber dafür das Fleischgericht. Somit startet ein wildes Tauschen und Probieren, als wir unsere Hauptgänge erhalten. Ein toller Familienabend.

Eindrücke der Pousada Castelo de Beja oder auch Pousada de San Francisco:

Pousada Convento de Evora in Evora

„In diesem Kloster aus dem 15. Jahrhundert sind die Spuren seiner ursprünglichen Architektur erhalten geblieben. Die Pousada Convento de Évora, die auch den Namen Pousada dos Lóios trägt, befindet sich in der Museumsstadt, die als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde: Évora. Die Pousada liegt zwischen der gotischen Kathedrale Évora und dem alten römischen Tempel, in der Nähe der Praça do Giraldo und des Colégio do Espírito Santo.
In dem Gebäude sind Spuren seiner ursprünglichen Architektur erhalten, z. B. die Kreuzgänge im Innenhof, die ein Ort der Ruhe und des Friedens sind und einen Außenpool sowie einen Ruhebereich beherbergen. Bei den Zimmern handelt es sich um die alten Zellen der Mönche“,
so wird Sie beschrieben unsere nächste Pousada auf der Homepage der Pousadas.

Die Lage neben dem alten römischen Tempel ist schon bei der Ankunft absolut beeindruckend. Wir haben riesen Glück und bekommen, nach Anfrage in der Rezeption, doch tatsächlich einen Parkplatz in direkter Nähe zur Pousada zugewiesen. Es war perfektes Timing, dass wir doch fast zwei Stunden vor dem offiziellen Check-In ankamen. Wir parken und schlendern dann erstmal durch die Gassen Evoras. Die Kinder sind hier ganz begeistern, weil es die dritte Unterkunft im Land ist und jetzt tatsächlich endlich auch weitere Touristen und auch die klassischen Touristenläden dazu, in den Gassen auftauchen. Überall im Angebot jegliche Produkte aus Kork: Schüsseln, Taschen, Hüte, Schmuck und vieles vieles mehr. In einer Seitengasse finden wir eine tolle Eisdiele. Es sind so viele Menschen hier in den Gassen unterwegs, überall Stühle vor den Cafés und Restaurants. Richtig Leben.

Weitere Eindrücke der Pousada Convento de Evora:

Pousada Viana do Castelo

„Einer der fantastischsten Ausblicke in ganz Portugal

Die Pousada de Viana do Castelo befindet sich auf dem Gipfel des Monte de Santa Luzia in Viana do Castelo. Durch seine erhöhte Lage und den Anmut wirkt das Hotel wie ein zusätzliches, verschönerndes Wahrzeichen der Stadt Viana do Castelo. Es bietet seinen Gästen einen der fantastischsten Ausblicke in ganz Portugal – hoch oben auf dem Berg, oberhalb der Stadt und des Rio Lima gelegen, den Atlantik und den berühmten Templo de Santa Luzia überragend, welcher, nur wenige hundert Meter vom Abhang entfernt, die Landschaft und das Panorama prägt.

Die Pousada, die aus dem Jahr 1979 stammt, ist das Ergebnis der exzellenten Restauration und Umstrukturierung des ehemaligen Hotels de Santa Luzia. Dabei wurden die charakteristischen Merkmale, die das Hotel auszeichneten, ebenso beibehalten wie die hohen Mauern aus Granit und die breiten Bogengänge.

GRÜNDE FÜR DIE WAHL:
Einhundert Jahre altes Hotel, das ein Projekt des Architekten Miguel Ventura Terra ist.
Es befindet sich auf dem Monte de Santa Luzia.
Auf dem Gipfel des Berges implantiert.“

So wird sie beschrieben – die Pousada Viano do Castelo.

Der Blick ist gigantisch schön. Der Service und die Freundlichkeit lassen doch etwas zu wünschen übrig (das müssen wir aber leider ganz krass auf fast unserer ganzen Portugalreise feststellen und ertragen. So etwas haben wir noch NIE in der Form irgendwo auf dieser Welt erlebt).

Auch die Zimmer sind ganz schön in die Jahre gekommen. Da die Pousada weit außerhalb der Stadt, sehr weit oben auf dem Berg liegt, fährt man für die Sehenswürdigkeiten, Strände oder Cafés und Restaurants eine gute Strecke hinab oder eben hinauf

Aber irgendwie versöhnt einen an diesem Ort der Blick von der Terrasse mit all dem. Ein versteckter Weg führt zum wirklich großen Pool. Auch hier kein Service, also unbedingt vielleicht Wasser und ein paar Snacks für die Kinder einpacken.
Am Morgen vor dem Frühstück werden wir noch mit einer unglaublich wunderschönen Nebelstimmung überrascht. Das ganze Tal ist verschwunden, nur wir in der Pousada und leichte Schemen des „Templo Santa Luzia“ ragen über die Nebelschwaden hinaus. Eine ganz besondere Stimmung zum Abschiedsfrühstück.

Das für euch mal ein erster Ausschnitt aus unserer beeindruckenden Portugalrundreise.

Mehr davon die nächsten Tage…

Wir waren noch im Schmugglerhäusen, sind zu Fuß nach Spanien gelaufen, haben 3D Filme in Burgen gesehen, Ruinen erkundet, eine beeindruckende Führung von einem Schüler bekommen, sind aus Porto früher abgereist und so vieles, vieles mehr…. Schaut mal wieder vorbei! Ich freu mich.

Al Bidya Moschee

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-die älteste Moschee…

… in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf unserer Weiterfahrt zum nächsten Hotel machen wir noch einmal eine Wendung, um dieses historische Bauwerk zu besuchen, dass leider auf der gegenüberliegen Straßenseite liegt, etwa 35 km nördlich von Fujairah.

Die Moschee aus dem Jahre 1446 A.D. wurde komplett renoviert und saniert und im Jahre 2003 wieder eröffnet. Das kleine Infoheftchen, welches wir am Eingang bekommen, erklärt in vielen Sprachen die Geschichte, sogar in Deutsch.

Laut dem Blättchen wird diese Bauart einer Moschee auch als osmanische Moschee bezeichnet. Besonders ist hier zu erwähnen, dass diese Moschee ohne Holzbalken gebaut wurde. Die vier Kuppeldächer werden von einer großen Säule in der Mitte der Moschee getragen.

Ein beeindruckendes Gebäude.

Nebenan führt ein Weg den Berg hinauf und scheint gar auf einen kleinen Wanderweg zu führen. Uns ruft der Strand.

Weiter geht´s – auf zu Snoopy Island.

Resistance Monument

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Khorfakkan.

Bei der Anreise nach Khorfakkan ist uns auf einem der Hügel noch ein besonderes Gebäude aufgefallen. Dieses wollen wir heute auch noch ausfindig machen. Und wir finde das Gebäude, welches einem Kriegerhelm ähneln soll und es stellt sich heraus, dass es das Resistance Monument ist. Auch hier erwartet und ein ähnliches, ebenso von Einheimischen gut gefülltes nettes Café/Restaurant. Der Ausstellungsbereich befindet sich in der unteren Etage.

Wir sind die einzigen Besucher. Das Denkmal ist in Gedenken an die Khorfakkan Krieger errichtet worden, die so tapfer im Jahre 1507 den Portugiesen standgehalten haben, während alle umliegenden Orte ohne Widerstand sich sofort ergeben haben. Allerdings konnten sie nur ganze zwei Tage durchhalten, dann musste auch die Bevölkerung von Khorfakkan sich ergeben.

Wir erfahren auf Schautafeln auch noch Einiges über die alten Handelswege. Im angrenzenden Kinosaal hätte man tatsächlich nur für uns den 1,5 stündigen historischen Film zum Krieg von 1507-1534 abgespielt. Aber das erscheint uns dann doch etwas zu lange mit den Kindern… Kriegsszenen… Wir lehnen dankend ab.

Da wir gerade auf dem anderen Berg schon einen Kaffee getrunken haben, ist das hier jetzt ein kurzer Stopp. Aber wieder mal – super spannende ÜberraschungsEntdeckung. Das liebe ich auf Roadtrips. Einfach treiben lassen…

Aussichtspunkt

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Khorfakkan – Al Suhub – 600 m.

Am Morgen machen wir uns auf den Weg. Wir wollen unbedingt noch auf den Aussichtspunkt hoch, der über der Stadt Khorfakkan trohnt. Durch kahle, graue Berglandschaften schlängelt sich die Straße immer weiter nach oben. Wir passieren ein Kassenhäuschen.

Oben angekommen krönt hier ein rundes Gebäude mit nettem Kaffee den Berg. Rundherum läuft eine Terrasse und ein „Gehweg“ für beste Ausblicke. Es scheint alles nagelneu zu sein. Im Inneren sitzen sehr viele Einheimische Pärchen beim Frühstück, uns zieht es für einen Kaffee auf die Terrasse.

Die Kinder toben auf dem großen Spielplatz und wir genießen den Blick. Traumhaft. Und eine der vielen unerwarteten Überraschungen auf dieser Rundreise.

Am Hang unterhalb werkeln die Gärtner im steilen, steinigen Gelände und begrünen den Hang.

Ein toller Start in den Tag.

Fujairah

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Museum und Fort.

Den Tag starten wir mit dem Besuch des Fujairah Museums. Um einen großen Innenhof reihen sich einige Gebäude aneinander. Das Museum zeigt neben sehr vielen historischen Funden aus der Gegend auch etwas zur Entstehung und Entwicklung des Lebensraumes Fujairah. Die Räume sind toll gestaltet mit wunderschönen Deckenverzierungen. Wir sehen alte Waffen, Säbel, Münzen, Töpfe und Scherben. Die Lebensumstände früherer Zeiten werden anschaulich dargestellt, Traditionen und Handwerk. Kurzweilig.

Anschließend fahren wir zum Fujairah Fort. Laut dem kleinen Infoheftchen, welches wir im Museum mitgenommen haben, ist durch Analysen festgestellt worden, dass das Fort zwischen 1500 und 1550 erbaut wurde. Das Fort wurde komplett restauriert und sieht tiptop aus. Wir lassen uns durch die leeren Gänge und Räume treiben. Die Kinder finden es spannend, alle Ecken zu erkunden. Von einem Turmdach hat man einen tollen Rundumblick über die ganze Gegend.

Fujairah Museum

Fujairah Fort

Al Bahar Hotel & Resort

Fujairah

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Fish Time Seafood Restaurant.

Vom Hatta Staudamm fahren wir durch und über die Berge, durch Tunnel und viel weites, kahles, graues Land zu unserem nächsten Ziel.

Al Bahar Hotel & Resort in Fujairah.

Durch Fujairah, immer am Wasser entlang, kommen wir näher zum Hotel. Nur noch wenige Kilometer. An einer Ampel hält mir ein sehr nett lachender, sympathischer Mann eine Speisekarte von einem Fischlokal ans Beifahrerfenster. Spontan öffne ich das Fenster, er freut sich riesig und gibt mir die Speisekarte mit. Dann sollte später unser Highlight in dem Ort werden…

Wir fahren weiter zum Hotel. Das Hotel sehr nüchtern. Gut, aber irgendwie herzlos. Nichts Besonderes. Wir machen uns auf zum Strand. Der Poolbereich ist gut gefüllt. Der Strand fast leer. Wunderschön, aber wir haben ein Problem: die Kinder haben nach der Tretbootfahrt wirklich Hunger. Im Auto haben wir noch die Grillreste des Vortages gesnackt, aber irgendwie war das nicht zufriedenstellend für die Kinder… Ein ClubSandwich muss her und zwar so schnell wie möglich. Poolbar. Ich bestelle, mein Mann lenkt die Kinder noch mit kurzem Toben im Meer ab. Leider müssen wir ewig auf die zwei Sandwiches warten. Unglaublich. Die Poolbar irgendwie lieblos. Es steht eine kleine Karte mit Mocktails auf der Theke. Frische Säfte. Da nehme ich einen. Leider sind meine beiden Favoriten nicht verfügbar. Sind sowieso vielleicht nur sechs verschiedene aufgeführt. Dann eben zumindest ein zuckerhaltiges Softgetränk für die Kinder zur Überbrückung. Die hungrigen Löwen hocken missmutig am Tisch und schmollen mittlerweile lautstark, weil ihr Sandwich immer noch auf sich warten lässt. Es nervt. Wir sind genervt. Dann endlich kommt es. Die Rettung.

Klar ist aber irgendwie, dass wir keine Lust mehr auf das Hotel haben. Also ab ins Auto und auf zu unserem Speisekarten-Fischlokal. Diese entpuppt sich als Schätzchen. Super einfach eingerichtet, aber trotzdem mit Liebe. Es gibt vielleicht drei Tische plus zwei Separees mit Schwingtüren, die auch beide besetzt sind. Denn vor jeder Schwingtür steht jeweils ein Paar Herren und ein Paar „Schlappen“. Wir bekommen einen der Tische, auch den könnte man mit einem Vorhang abtrennen. Interessant. Die Wände sind mit Bastmatten verkleidet. Wir sitzen auf zwei roten Kunstleder-Bänken.

Einfach kultig.

Wir bestellen eine große, gemischte Fischplatte. Über den Tisch wird eine große, dünne Plastik-Abdeckung, Tischdecke will ich jetzt nicht sagen, gelegt und dann geht es los. Wir bekommen zur Fischplatte unerwartet einen großen, frischen Salat, Pommes und arabische Teigfladen. Der Tisch ist randvoll. Unser Sohn ist ganz begeistert, weil auch ein Lobster auf dem sehr großen silbernen Tablett liegt. Mutig probiert er sich durch alles, was auf der Platte ist. Unsere Tochter, eher skeptisch, hält sich an die Pommes und ein wenig Fisch. Es schmeckt einfach nur köstlich und ist das absolute Highlight. Mittag- und Abendessen in einem, das steht fest.

Fish Time Seafood Restaurant. Kann ich nur empfehlen.

Da uns das Hotel so gar nicht anspricht, die Kinder mit Internet glücklich sind, lassen wir uns am Abend mit einem Taxi in ein Irish Pub fahren. Das Hotel ist mal wieder ein trockenes Hotel, heißt kein Alkohol im Ausschank und somit leider auch keine schöne Ecke zum Verweilen, wo man zusammensitzen und vielleicht Karten spielen könnte…

Nur ein Kantinen-artiges, kühles riesen Restaurant, welches wir noch am nächsten Morgen zum Frühstück besuchen werden.

Das Irish Pub im privaten Tennisclub ist super gemütlich eingerichtet. Europäischer Wald auf Tapete mit warmen Farben kombiniert ziert die Wände. Draußen tobt ein ungemütlicher Sandsturm.

Iglu in den Hatta Bergen

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Mein ÜbernachtungsFavorit…

… auf unserem letzten Roadtrip. Das weiße Kuppelzelt mit überdimensionalem Panoramafenster ist einfach ein Traum. Davor stehen vier leuchtend orangene Campingstühle mit Blick auf die Berge. Der kahle, steinige Boden um unsere Zeltplatte herum ist trist, aber schön. Auf unserem „Zelt-Grundstück“ steht in guter Entfernung vor jedem Zelt noch ein gemauerter Grill. Und es ist klar, wir werden diesen Traum heute nicht mehr verlassen. Wir lümmeln in den Campingstühlen, lesen und genießen die Ruhe und den Blick auf die Berge. Die Nachbarzelte können wir komplett ausblenden. Außer uns scheint auch noch niemand angereist zu sein. Ein Traum. Beim Check-In hatte man uns eine Telefonnummer gegeben, unter der wir ein Grillpaket bestellen können. Das machen wir auf jeden Fall. Ein Braai, wie der Südafrikaner sagen würde… wir fühlen uns auch ein bisschen, wie in einer Hütte im afrikanischen Busch. Tolle Erinnerung und jetzt Realität. Wir bestellen nicht nur Grillgut, sondern auch noch gleich ein paar Getränke (nur alkoholfrei verfügbar). Alles wird mit einem kleinen off-road Golfcart angeliefert. Mit dem auch wir mit unserem Gepäck vom Parkplatz zum Zelt geliefert wurden. Denn der Zeltbereich ist autofrei.

Das Grillpaket umfasst auch Kohle, Grillbesteck, Teller und Besteck. Wir heizen erstmal an und widmen uns dann den vielen Platten… haben wir so viel bestellt? Es kommt uns doch sehr komisch vor. Das ein oder andere meinen wir auch gar nicht bestellt zu haben. Und die Menge! Wow. Da ist doch was schiefgelaufen. Und schon klingelt das Telefon in der Hütte… falsche Lieferung. Aber wir haben ja leider schon überall mal reingeschaut… Somit ist jetzt kein Austausch mehr möglich. Wir grillen und grillen und grillen und haben Wegverpflegung für den nächsten Tag – das ist sicher. Es schmeckt köstlich. Wir sitzen an unserem Tisch, einer alten, großen Kabeltrommel, auf kleineren Kabeltrommeln. Der Blick der Berge ist der Nachtisch.

An unserem Zelt fahren immer mal wieder kleine Gruppen auf elektrischen „Off-road“ Rollern vorbei. Vielleicht noch eine Aktivität für morgen für uns…

In unserem Zelt werden noch zwei Zusatzbetten vor dem Panoramafenster für die Kinder aufgestellt. Warum diese nicht gleich da waren? Vielleicht, um uns den wahren, vollen Bergblick zu gewähren – auch aus dem Zelt. Die Betten sind da, wir haben zu viert gut Platz in dem klimatisierten Zelt.

Aber bevor wir uns in die Betten kuscheln, hocken wir noch lange in den Campingstühlen vorm Zelt… Sterne zählen…

Buhais Geology Park

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Sharjah.

Das ist mal ein Ort, anfangs nur ein Fleck auf Google maps. Keine Ahnung, was uns erwarten würde. Die Homepage hat auch nicht wirklich viel preisgegeben. Aber es liegt auf dem Weg, also schauen wir natürlich vorbei. Die Anfahrt für uns ein bisschen mit Wenden, Wenden, Wenden verbunden… aber wir sind angekommen. Der Park lag leider nicht in unserer Fahrtrichtung und die Straße war baulich in der Mitte getrennt, also mussten wir einmal wenden und weil wir dann erneut die Einfahrt verpasst haben, mussten wir mehrmals wenden…

Die Parkplätze sind überdacht, wir werden super nett empfangen und nachdem wir den Eintrittspreis gezahlt haben, möchte uns sofort ein Mitarbeiter mit einem Golfcart zum „Hauptgebäude“ fahren. Wir lehnen dankend ab, denn die Kinder haben einen Spielplatz entdeckt, der zuerst erkundet werden muss, bevor wir die wenigen Meter zum Gebäude laufen. Auf dem Weg stehen verschiedenen Hinweisschilder, die uns einen Vorgeschmack geben, auf das, was uns erwarten wird. Der Park wurde erst am 20. Januar 2020 eröffnet.

Wie kleine gelandete Ufos liegen runde, erdfarbene Gebäude im hellen, sandfarbenen Geröllland aus mehr Stein als Sand. Die Anlage ist wunderschön in die Landschaft eingefügt. Wir lernen viel über die Erdmassen und Erdteile, die Verschiebung der Erdplatten und somit irgendwann auch über die Entstehung der Berge und Erhebungen, die sich um uns herum erstrecken. Große Panoramafenster geben in jedem Gebäudeteil den Blick auf die weite Öde frei. Fast so, wie riesen große Panorama-Gemälde. Für die Kinder gibt es immer wieder interaktive Präsentationen; montierte Ferngläser, mit denen wir die Beschaffenheit des Geländes vor uns genau untersuchen können; Mikroskope und spielerische Lernstationen. Wirklich toll gemacht. Außer uns ist nur noch ein weiteres Paar zu Besuch.

Von einer netten Mitarbeiterin werden wir vier in ein Kino geführt. Hier wird noch einmal visuell, sehr anschaulich, die Entstehung der Erde und der Berge Sharjahs gezeigt. Der absolute Höhepunkt ist dann, wenn die ebenfalls halbrunde Leinwand zur Seite fährt und dahinter erneut ein großes Panoramafenster freigibt. WOW. Wir sind die einzigen im Kino und genießen noch eine ganze Weile die Aussicht bevor wir uns weiter auf EntdeckungsTour machen. Es gibt noch Fossilien zu entdecken und vieles mehr…

Und draußen gibt es noch mehr zu sehen. Auf einem etwa ein Kilometer langem Rundweg, der gut ausgebaut ist, kommen wir nun ganz nah an all die Stellen heran, die uns im Inneren so gut erklärt wurden. Immer wieder gibt es überdachte Stellen mit Sitzgelegenheiten, um kurz Schutz vor der Sonne zu finden. Viele Tafeln erklären die Dinge entlang des Weges, die es nicht zu verpassen gilt.

Sehr kurzweilig und wirklich zu empfehlen.

Das Kaffee, welches wir dringend gebraucht hätten, nach Quad fahren und Ghost Town am Morgen ist leider noch geschlossen…

Zum Parkplatz lassen wir uns dann tatsächlich mit dem Golfcart zurückfahren. Denn wir werden am Ende des Rundweges schon freudig erwartet. Die Kinder sind natürlich begeistert. Wir auch 😉

Quad Tour         

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WüstenErlebnis

Viele in UAE mögen das Dune Bashing, wenn man mit dem eigenen Geländewagen stundenlang durch die Dünen düst. Adrenalin pur, Ängste, eventuell Schäden… nichts für mich. Für uns als Familie ist aber eine geführte Quadtour durch die Wüste ein super schönes Erlebnis. So darf dieser Programmpunkt auch auf unserem Roadtrip nicht fehlen. Nach unserer Nacht im Mysk al Badayer steuern wir einen der vielen Wüstentour Anbieter in direkter Nähe an. Schnell ist einer herausgepickt und wir fragen gezielt nach einer geführten Tour durch die Wüste. Wenn man nämlich nicht danach fragt, dann darf man meist einfach nur in einem kleinen eingezäunten Gebiet alleine seine „langweiligen“ Runden drehen. Wir haben dies bei der ersten Tour gemacht, damit unsere Tochter (12 Jahre) üben konnte. Schlussendlich hätten wir auch damals lieber gleich eine geführte Tour buchen sollen, was gefühlt sicherer gewesen wäre.

Wir bekommen einen netten Tourguide zugewiesen, vereinbaren die Fahrzeit und los geht’s. Herrlich zu viert (plus Guide) in der weiten, einsamen Wüste herumdüsen zu dürfen, immer in vernünftiger Geschwindigkeit und mit gutem Abstand zum Vordermann. Weit in den Dünen drin sehen wir immer wieder klimatisierte Geländewagen unterwegs im Wüstensand. Ich genieße, dass wir so nah dran sind, an der Natur, der warme Fahrtwind im Gesicht, den Staub vom Vordermann auf der Sonnenbrille. Wir stoppen auf einem Aussichtspunkt. Erden. Die Füße im Sand und die wunderschöne Stille genießen, die natürlich wieder vorbei ist, sobald wir unsere vier Quads starten. Für uns als Familie immer wieder ein schönes Erlebnis, dass auf keinem Wüstenbesuch fehlen darf.  

Laut meiner Aktivitäten App sind wir etwa 22 km in einer Stunde durch die Wüste geweht…