Elektro-Schock

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Rund ums Haus…

Wir kommen ja gerade aus den Osterferien und hatten unter anderem Besuch von lieben Freunden mit Teenager Jungs, Zwillinge, im advanced Teenager Alter – 15 Jahre. In Kombi mit unseren Zwillingen im Teenager Anfangsstadium – 12 Jahre, fand eine sehr harmonische gemeinsame Bespaßung am Nachmittag statt. Pool-Crazyness – mal mit Ball mal ohne, auf jeden Fall mit viel Wasserplantschen und spritzen rund um den Pool. Wir Eltern alle sehr positiv überrascht. So überrascht, dass die Stimmung an einem Nachmittag richtig elektrisierte… Meine Tochter ruft ganz aufgeregt: „Mama, Mama, an dieser einen Stelle vibrieren meine Füße!“ Wie bitte? Ich begebe mit also an besagte Stelle und stelle mich barfuß auf die WPC Platte und auch meine Füße vibrieren und die leicht elektrischen Stöße ziehen hoch bis zum Knie. SOFORT alle Kinder aus dem Pool, runter von den nassen Flächen und Schuhe an. Bei genauem Hinschauen steigt zwischen den WPC Platten sogar leichter Rauch auf. Ich bin schockiert, Herzrasen. Wir reisen zwei, drei Platten mit dem Schraubenzieher raus und was finden wir? Zwei gelb ummantelte, dünne Kabel laufen unter den Platten lang, eingequetscht unter den Querlatten und leicht in Kontakt mit den Metallverklickungen der WPC Platten. Und ein Kabel: schwarz durchgeschmorrt. Unglaublich. Pool erstmal geschlossen. Mein Mann legt abends diesen Stromkreis lahm und gibt somit den Pool erstmal wieder frei. Allerdings haben wir jetzt wieder Baustelle im Garten.  Denn jetzt muss eindeutig die komplette WPC Umrundung um den Pool herum raus und erneuert werden und ganz wichtig: auf weitere ähnliche „Stromleitungen“ überprüft werden.

Da wir auch noch nicht die Terrasse haben Fliesen lassen, nachdem die neuen Fenster und Türen reinkamen, wird das nun noch gleich mitgemacht. Nicht, dass ich nicht schon längst die Nase voll hätte von Baustellen, aber gut, dies alles soll angeblich bis zum Wochenende wieder fertig sein. Und dass, trotz Ramadan und Fasten er Arbeiter. Ich bewundere diese Ausdauer.

Und bin dankbar, dass das sofort diese Woche erledigt werden konnte.

Mein Tipp: Stromkabel, Steckdosen oder ähnliches … nicht immer alles für sicher erklären. Oft fehlt die Erdung, das dritte, wichtige Käbelchen…

Al Shindagha Museum und District

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Dubai

Ein Museumstag… mit nicht nur einem Museum, sondern mindestens…

An dem großen parkähnlichen Platz rund um die Al Ghubaiba Metro Station, im alten Teil von Dubai, am Dubai Creek gelegen ist unser Ausgangspunkt der heutigen Tour. Auf dem Platz tummeln sich am Samstagmorgen doch schon einige Menschen. Eine französische Reisegruppe ist auch auf dem Weg zum Museum. Fast schon Andrang… Also verweilen wir noch ein wenig an einem kleinen Kiosk und muntern mit einem Eis am Stil um 10 Uhr morgens schon einmal meine Zwillinge (12 Jahre) auf, denn heute haben wir einen Museumstag vor uns… Ich gönne mir einen Espresso. Nachdem die Gruppe im Museum verschwunden ist, wagen wir uns vor. Wir zahlen für die Erwachsenenkarte 15 AED und für die Schülerkarte 5 AED und erfahren, dass wir damit mehrere Museen im hinter dem Museum liegenden Stadtteil besuchen können… Entsetzten in den Augen der Kinder, ein bisschen positive Überraschung bei meiner Freundin und mir.

Das Gebiet, welches sich hinter dem Museum erstreckt, der Stadtteil Al Shindagha Historic District – ist das erste Siedlungsgebiet in Dubai gewesen.

Wir starten im größten Museum: Al Shindagha. Das Museum erzählt sehr anschaulich, oft interaktiv, die Geschichte der Stadt und die Entstehung des heute so modernen Dubais. Sehr interessant und auch die Kinder waren begeistert. Der Höhepunkt ist ein toller Film in einem besonderen „Kino“. Man fühlt sich, als ob man in einem großen Boot sitzt oder gar auf Kirchenbänken. Der wunderschöne Film ist überall um einen herum. An den Seitenwänden gibt es alte Türen und Fenster, in denen sich auch Teile des Filmes abspielen. Wirklich beeindruckend und das Museum wirklich empfehlenswert.

Beim Ausgang lassen wir uns noch einmal das mit den weiteren Museen genau erklären. Wir sollen einfach immer den Hinweisschildern folgen. Parfum Museum, Spice Museum bleibt uns spontan in Erinnerung.

Wir treten in die noch frühlingshafte Sonne und laufen vor zum Creek. Sofort sehen wir eines der beschriebenen Hinweisschilder, aber auch ein einladendes kleines Lokal mit CreekBlick. Somit machen wir erstmal wieder Pause zum Genießen. Wir sind schließlich schon gut eine Stunde unterwegs…

Nach einem frischen Saft treibt es uns in die Gassen zurück. Die Kinder bei guter Laune, folgen wir den Schildern durch enge, schattige Gassen. Das nächste Museum, das wir entdecken ist das Saruq al-Hadid Archäologie Museum – leider stellt sich raus, dass genau dieses nun nicht in unserer SuperEintrittskarte enthalten ist. Also weitersuchen. Tiefer in die Gassen, immer auf der Suche nach Schildern. Und wir werden fündig. Ein Museum „Crafts of Dubai“ – zum Thema Handwerk. Wirklich toll gemacht, versteckt in den sandfarbenen neuen Häusern im traditionellen Stil mit wunderschönen Innenhöfen. Wir erfahren einiges über Schnitzerei, Schmuckherstellung, Fischerei, Bootbau, Weberei und das Highlight der Kinder: Sie können an einem virtuellen Webrahmen selber Webmuster erfinden, die sie dann auf dem Bildschirm „weben“ können. Die zwei sind ganz begeistert. Und wir begeistert, dass sie begeistert sind.

Wir treiben weiter durch die kleinen Gässchen und finden das „Perfume House“. Wir lernen viel über Pflanzen und ihre Düfte, Heilkräfte, Schröpfen… Sehr informativ.

Im nächsten Haus, dem „Emerging City“ Museum oder House, einem der größten Gebäude, die wir an dem Tag besuchen, erfahren wir viel über die Stadtteile des alten Dubais. Sehr spannend. Das Haus ist einem alten Wohnhaus mit sehr großem Innenhof nachempfunden, mit überdachten, schattenspendenden breiten Gängen zum Innenhof hin, die einen von einem zum anderen Ausstellungraum bringen. Im Innenhof steht ein großer Baum und mit den typischen Windtürmen ist alleine das Gebäude sehenswert.

Wir laufen ganz bis zum Ende des „Heritage Village“, noch sind viele Museen und eventuell geplante Läden, Cafés oder Restaurants noch geschlossen. Auch das Al Shindagha Museum hat erst im Oktober 2021 eröffnet. Es ist aber wunderschön sich in den Gassen einfach zu verlieren. Wir entdecken noch ein großes Holzboot an Land, eine kleine Moschee und tatsächlich noch ein geöffnetes Museum.

Das „Spice House“ Museum klärt uns über alle Themen rund um Gewürze auf. Schade ist, dass auf Grund von Covid19 die Riechstationen leider abgedeckt sind. Aber nichtsdestotrotz ist es super informativ über Saffran, Weihrauch oder Ähnliches auf so angenehme Art und Weise zu lernen.

Die Kinder allerdings konnten wir bei diesem letzten Museum nicht mehr motivieren. Sie sitzen mit ihren Smartphones auf einer schattigen Bank am Creek und hören Musik. Der Zuckerlevel ist extrem gesunken und wir müssen dringend „Futter“ finden. Ein kleines Café mit dem verlockenden Namen „Waf´fills“ am Ende des Al Shindagha Gebietes hat genau das, was wir brauchen, allerdings nicht in der Schnelligkeit, wie wir es bräuchten. Wir bestellen Sandwiches, Mocktails und Waffeln. Es dauert ewig, bis wir ein Sandwich bekommen, aber nur eines. Zum Glück treffen irgendwann zumindest die Getränke ein und nach vielen Motzminuten nach und nach der Rest. Gut geschmeckt hat es und seinen Zweck hat es auch erfüllt. Wir können wieder mit den Kindern Spaß haben, genießen und noch ein Stündchen verweilen, die vorbeifahrenden Boote beobachten und den Tag Revue passieren lassen.

Lustiger Abschluss:

Im Parkhaus des Einkaufzentrums um die Ecke dann die Abrechnung. Wir waren fast 6 Stunden heute in und um Al Shindagha unterwegs. Unglaublich! Unglaublich auch der Parkpreis und die Tatsache, dass der Automat streikt und keine Kartenzahlung annimmt. Ich habe leider aber nicht genügend Bargeld in der Tasche… und somit mache ich noch einmal einige Meter mehr in der angrenzenden Shoppingmall, um einen Geldautomaten zu finden. Hier hebe ich exakt 100 AED ab, damit ich garantiert mit nur diesem 100 AED Schein bezahlen kann und ich somit vermeide, dass der Automat eventuell keine größeren Scheine wechseln kann. Zurück am Automaten ist jetzt allerdings das Problem, dass dieser meinen 100 AED Schein nicht mag. Zum Glück sind mittlerweile zwei Männer mit dem Automaten und jetzt auch mit mir beschäftigt. Der eine zieht netterweise wieder mit meinem Schein los und tauscht diesen irgendwo in der Mall gegen zwei 50 AED Scheine aus. Die mag der Automat dann endlich und wir können nach vielen Kilometern zu Fuß und SUPER VIELEN WUNDERSCHÖNEN Eindrücken nach Hause fahren.

Der Stadtteil Al Shindigha ist, meiner Meinung nach, besonders im Moment, so kaum bekannt und wenig besucht wirklich sehenswert. Auch wenn noch nicht alles geöffnet ist, ist es einfach schön, sich durch die ruhigen, leeren Gassen treiben zu lassen und immer mal wieder mit einem wirklich schönen und interessanten Museum überrascht zu werden. In ein paar Jahren wird dies sicher mal ein sehr hippes Viertel sein.

Wir haben heute fünf Museen besucht und noch einige gesehen, die noch nicht geöffnet waren. Es bleibt spannend.

Beach und Pool Tag

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Drift Beach Club – Dubai

Ich hatte da einen Tipp bekommen… Mittwochs Ladys Frühstück im Drift Beach Club, bei Verzehr eines Frühstückes und mindestens zwei Getränken ist der Pool- und Strandzugang für den Rest des Tages inklusive. Na, das hört sich gut an und fühlt sich gut an, könnt ihr mir glauben. Obwohl meine Freundin aus Deutschland nicht die SonnenAnbeterin Nummer 1 ist und auch nicht die WeltmeisterBadefreundin, hatten wir einen gigantischen Tag in unbeschreiblich schöner Atmosphäre.

Der Beach Club befindet sich dort, wo die Palme Dubais sozusagen in der Erde steckt.

Nach Ankunft wurden wir mit einem kleinen Golfcart vom Parkplatz zum Empfang gefahren. Hier checken wir ein, können uns zusammen mit einem netten, jungen Mann eine Liege aussuchen. Die erste Wahl der Liege entpuppt sich später als Fehlgriff, denn wir haben weder Schatten noch einen schönen Blick. Hinter der Anlage, am Stamm der Palme wird noch ein großes Einkaufszentrum oder ähnliches gebaut…. Nicht unser WunschBlick. Also ziehen wir noch einmal um, was überhaupt kein Problem ist, da wir früh genug dran sind (später wird es wirklich voll). Etwas weiter entfernt vom Pool, unter Palmen, die uns den ganzen Tag Schatten spenden, auf dem Rasen mit Meerblick finden wir unseren Traumplatz. So lässt es sich mehr als aushalten.

Im Restaurantbereich zum Frühstück herrscht eine wunderschöne, luftige Atmosphäre, absolut stimmige Einrichtung und Deko – strahlende Augen von uns. Köstlichster Kaffee und ein ebenso ein tolles Frühstück runden den Start in den Tag ab. Mehrmals schauen wir uns an, strahlen in den Augen und sind einfach nur fassungslos, dass wir das an einem Mittwochmorgen erleben dürfen. Und uns ist klar, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Die Kinder in der Schule und wir hier. Fast habe ich ein bisschen schlechtes Gewissen. Aber man hat ja nicht immer so wundervollen Besuch von lieben Freunden und muss die Zeit genießen. Das tun wir.

Nach dem Frühstück ziehen wir uns auf unsere Liege zurück. Immer wieder machen wir uns klar, was wir für ein Glück haben, hier nun verweilen zu können. Wir müssen an den Strand, wir müssen ins Meer und wir müssen in den Pool. Nichts wollen wir auslassen. Genuss pur.

An der Poolbar gönnen wir uns gegen Mittag noch einen Mocktail und teilen uns einen leckeren Salat und auch hier, immer wieder ein Grinsen in unseren Gesichtern…

Gegen zwei Uhr machen wir uns absolut entspannt und glücklich auf den Heimweg. Die Kinder kommen aus der Schule, weniger entspannt als wir. Und sobald man bei den Hausaufgaben sitzt, hat einen der Alltag natürlich wieder eingeholt. Aber die Erinnerung an den Morgen, das Grinsen… kommt immer mal wieder.

WiederholungsGefahr.

aber ohne Kinder… denn ich habe im Nachhinein einmal versucht einen Tisch für ein SonntagsLunch zu reservieren – keine Kinder unter 16 Jahren erlaubt.

O.k., wenn ich den Beitrag noch einmal lese, dann merke ich, wie extrem begeistert ich von dem Tag war. Aber ich lasse das so, ihr sollt ruhig meine Begeisterung spüren 😉

Ein Abend in der Wüste

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Sahara Desert Fortress Dinner – Dubai

Ich bin ja generell der Typ Mensch, der versucht, so wenig Plätze wie möglich wieder und wieder zu besuchen. Ich bin immer auf der Suche nach etwas Neuem. Gerade wenn man viel Besuch bekommt, ist das die Gelegenheit, in und um seinen Wohnort, die unterschiedlichsten Ecken zu erkunden. Dafür muss man natürlich immer mit offenen Augen und Ohren unterwegs sein, um die verschiedenen Möglichkeiten auch wahrzunehmen. Man könnte jetzt meinen, in Dubai gibt es ja eh UNZÄHLIGE Angebote und ja, das stimmt. Aber wenn ich einen Abend in der Wüste suchen, ist das Angebot doch immer ziemlich ähnlich. Unterschiede gibt es aber trotzdem immer.

Für diesen Besuch habe ich mich für einen Abend in der „Burganlage“ entschieden inklusive Abholung von zu Hause (oder vom Hotel natürlich). Von den Fotos erinnerte die Anlage an eine alte Festungsanlage in der Wüste und so war es auch. Nach nur etwa 20 Minuten Fahrt biegen wir kurz hinter der Dubai Outlet Mall in einen unscheinbaren Weg ein. Eigentlich direkt vor der Haustür. Die Teerstraße schlängelt sich viele Meter von der Autobahn immer weiter in den Sand hinein. Und dann steht sie vor uns: die Festung. Über einen roten Teppich gelangen wir zum Begrüßungszelt, in dem wir mit Datteln und arabischem Kaffee begrüßt werden. Mit unserem Pappbecher in der Hand geht es über einen gepflasterten Weg näher zur Festung. Zwei Kamele und zwei Pferde warten im Sand auf Reiter oder vielleicht darauf, in Ruhe gelassen zu werden…

In warmen sandfarbenen Tönen schmiegt sich die Anlage wunderschön in die Wüste. Überall warme Lichter, Türmchen und Sitzecken. Wirklich schön. Wir bekommen einen Tisch zugewiesen und können uns anschließend umschauen. Wir lassen uns natürlich mit Henna bemalen, gehen natürlich Kamelreiten und machen viel zu viele SandWüstenFotos.

Im Wüstenkino sitzen wir auch Kissen und bestaunen den unglaublichen Sonnenuntergang auf der Leinwand der Natur – dem Horizont. Wow!

Das Essen gibt es von einem großen Buffet. Es gibt allerlei arabische und internationale Leckereien. Allerdings bin ich überhaupt kein Buffet-Fan…

Man kann verschiedene Pakete buchen. Ich hatte eigentlich das Paket ohne Alkohol gebucht, entscheide mich aber spontan doch für ein Bier zum Abendessen. Das ist aber überhaupt kein Problem und wird einfach extra berechnet. Es gibt die klassischen WüstenAbendShows. Eine Bauchtänzerin, bei der leider die Technik laufend versagt und die Musik und somit der Tanz ins Stocken gerät, einen Derwisch, der sich vor unseren Augen in wahre Trance dreht und natürlich zum Abschluss die Feuershow. Das nette Pärchen vom Nachbartisch hat leider die Veranstaltung schon vor dem Highlight verlassen. Der überdrehte, bunte Paradiesvogel mit seiner Familie am (zum Glück) etwas weiter entfernten Tisch, ist allerdings noch sehr präsent und mit seiner ständig laufenden Kamera fast mit auf der Bühne. Egal, es ist rundum ein wirklich gelungener, schöner Abend. Und das eigentlich direkt vor der Haustür.

Karama

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Stadtteil – Dubai

Ich habe ja bereits angekündigt, dass ich die letzten drei Wochen so unbeschreibliche viele Eindrücke rund um Dubai sammeln konnte. Ich weiß fast gar nicht, wo ich anfangen soll… und was ich mit euch zu erst teilen möchte.

Ich habe mich für ein eindrucksvolles Erlebnis zu Fuß in der Stadt entschieden. Mal wieder ein Photowalk und mal wieder mit einer lieben Freundin aus Deutschland und ebenfalls erneut mit Gulf Photo Plus. Die Tour startete um 16:30 Uhr und dauerte etwa 3,5 Stunden.

Wir waren eine sehr bunt gemischte, sympathische Gruppe, geleitet von Raz, der selber eine Zeit lang im Stadtteil Karama gelebt hat. Er konnte uns mit spannenden Details und Geschichten, rund um den Stadtteil versorgen und hatte sehr interessante Tipps und Tricks rund ums Fotografieren.

Karama ist ein sehr alter Stadtteil. Laut Raz wohnen hier heutzutage sehr, sehr viele Taxifahrer. Wir bekommen gleich zu beginn ein paar architektonische Hintergrundinformationen, lernen sofort ein paar Kameratricks, bevor wir gleich zu Anfang einen unscheinbaren Hausflur eines kleinen Hochhauses betreten… Verwunderung unter den Teilnehmern… Und dann erwarten uns fünf junge, sympathische Blumenmänner in ihrem kleinen Laden. Hier binden sie unermüdlich Blumenketten aller Art, die in Kühlschränken (in denen im Supermarkt vielleicht der Käste oder die Getränke aufbewahrt werden) gelagert werden. Nie hätten wir diesen Laden gefunden und nie hätten wir ihn betreten. Die Männer kennen die Photowalk Besucher und sind begeisterte Fotomodels.

Er führte uns u.a. durch ein Gebiet von Gassen mit immer wiederkehrenden, gleichen Innenhöfen, halbrunden Balkonen an vierstöckiger Häuser. Nur die unterschiedlichen Farben der Metallgriffe an den Balkonen oder Treppenaufgängen, lassen einen die Unterschiede erkennen. Rot, Gelb, Blau und Grün. Diese Siedlungen wurden in den 80er Jahren, laut Raz, von Sheikh Rashid gebaut, um die „gestrandeten“ heimatlosen Omanis aus Sansibar zu beherbergen.

Immer wieder folgen Fotostopps mit Erklärungen der verschiedenen Kameraeinstellungen für jeden Teilnehmer individuell. Ich bin nur mit meinem iPhone unterwegs, ohne Kamera, aber bekomme auch jedes Mal wertvolle Tipps.

Eine Überraschung folgt heute der nächsten: Raz macht einen unerwarteten Stopp in einem kultigen Restaurant irgendwo, mitten drin in Karama. Unsere neun-köpfige Gruppe füllt die Terrasse überrascht und die Bedienungen sind gleich begeistert. Raz bestellt allerlei gemischte Teller zum Teilen mit Fingerfood, wie u.a. frittierte Zwiebelbällchen, über Samosas und frittierten Bananen, weitere gefüllte Teigtaschen und für jeden einen Karak Tee und Wasser. Wir beschließen ein Gruppenfoto von der Bedienung machen zu lassen, was diese sofort motiviert, selber noch ein Selfie mit uns im Hintergrund zu machen. Ein Kollege eilt noch herbei und will auch noch mit aufs Bild. Es herrscht so wundervoll ausgelassene, gute Stimmung. Herrlich. Wir bekommen noch in Essig eingelegte Ananas, die bei mir keine Begeisterung auslöst… Zum Abschluss müssen wir uns für die Restaurantbetreiber noch aufstellen und es werden weitere Gruppenfotos von uns gemacht. Was für ein Spaß im Manchatti Restaurant.

Gestärkt und beflügelt gelangen wir immer tiefer nach Karama hinein. Die Häuser werden gefühlt älter und, sagen wir mal: „verwohnter“. In der eintretenden Dämmerung hören wir noch eine wahre Gruselgeschichte von einem der brutalsten Mehrfach-Morde der Stadt, die sich in dem Haus vor uns im Januar 1992 abgespielt hat. Da läuft einem ein Schauer über den Rücken…
Wir queren eine Straße und geraten an eine große „Baustelle“. Mehrere Häuser sind abgerissen, der Schutt noch nicht abgetragen. Bagger oben auf den Schutthaufen. Es ist bereits dunkel und die Szenerie ist wirklich skuril… Am Rande des Schuttes, vor einer momentan noch stehenden Häuserreihe, steht ein junger Mann und grillt Fleischspieße im Licht seiner Mobilphone Taschenlampe. Raz tritt auf ihn zu und wechselt ein paar Worte und animiert uns auch gleich, Spieße zu probieren. Meine Freundin und ich sind die ersten Mutigen. Gegen wirklich kleines Geld gönnen wir uns zwei Spieße im Schein der spärlichen Beleuchtung. Ein Teil der Gruppe klettert auf den Trümmerhaufen herum, wir verweilen neben einem kultigen Monobloc Plastikstuhl und bestaunen die surreale Szene. Ich erfahre gerade überhaupt erst jetzt, dass dieser Plastikstuhl, den JEDER kennt, so ein Kultobjekt mit einer echten Geschichte ist.

Nach erfüllten, eindrucksvollen Stunden in Karama verabschieden wir uns aus den mittlerweile gut gefüllten Gassen, in denen an jeder Ecke die Bewohner in den Lokalitäten essen, reden und einfach das Leben genießen. Der Kopf ist gefüllt mit unzähligen wunderschönen Eindrücken und wir hoffen natürlich, dass die vielen Fotos, die wir gemacht haben, etwas von diesem Erlebnis wiederspiegeln werden. Ich finde ja…

Besuch – Urlaub – Besuch – Besuch

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3 Wochen EntdeckerGlück UAE

Wow, was habe ich für unbeschreibliche Wochen hinter mir. Entdecker Overload der ganz großen Extraklasse. Ich bin so dankbar, all das mit solch mir lieben und wichtigen Menschen in den letzten drei Wochen teilen zu dürfen. Und obwohl ich fast sagen kann, ich hatte drei Wochen „Urlaub“ am Stück, war ich wirklich unglaublich erschöpft am letzten Freitag, nachdem mein Dauer-„Sightseeing“ ein Ende hatte.

Es fing damit an, dass eine liebe Freundin noch zum Expo Endspurt mir Gesellschaft aus Deutschland leisten wollte. Diesen Endspurt wollten nicht nur wir hinlegen und somit war nach zwei Tage, die Expo für uns vom Programm gestrichen. Es waren so viele Besucher vor Ort, dass die Schlangen vor den Pavillons ermüdend lang waren und selbst die kleineren Pavillons so gut besucht waren, dass es einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Meine Familie und ich haben zu meiner großen Erleichterung ja bereits mit Expo Eröffnung im Oktober, jedes freie Wochenende auf dem Gelände verbracht und wirklich genießen können. Denn anfangs war der Run auf die Weltausstellung nicht so groß, wie erwartet. Da auch meine Freundin mit mir zusammen schon einige entspannte Expo Tage zuvor auf früheren Besuchen erleben durfte, fiel es auch ihr nicht schwer, spontan auf mein Alternativprogramm umzuschwenken.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Meine Freundin flog am Freitag wieder zurück ins kalte Deutschland und wir starteten in die Osterferien und machten uns am nächsten Tag auf zu einen einwöchigen Roadtrip durch die Vereinigten Arabischen Emirate. Denn für uns gibt es hier in der neuen Heimat immer noch viel vor der Haustür zu entdecken, also liegt das UrlaubsGlück direkt vor der Tür. In meiner ReiseplanLeidenschaft hatte ich einen gut gefüllten Reiseplan ausgearbeitet und die Familie hat sich überraschen lassen.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Unser Trip endete eine Woche später am Freitag, den 1. April. Direkt in dieser Nacht von Freitag auf Samstag kam meine „älteste“ Freundin aus Deutschland angereist. Da es sich hier um einen mega spontanen Besuch handelte, kam ich gar nicht dazu, mir viele Gedanken, um unser gemeinsames Programm zu machen. Klar war nur, dass ebenfalls meine Kinder bespaßt werden mussten, denn die hatten ihre zweite Ferienwoche. Und auch diese Woche war schlussendlich reich gefüllt mit Entdeckungen.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Fazit: Ich habe innerhalb von drei Wochen so extrem viel von meinem neuen Heimatland entdecken können. Wahnsinn. Da ein Highlight im Sprint auf ein nächstes folgte, fehlte komplett die Zeit, das Erlebte wirklich im Kopf verarbeiten zu können, was vielleicht mein Erschöpfungsgefühl am Ende erklärt. Ich werde die nächsten Tage nutzen, mit euch in kleinen Beiträgen die tollen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse zu teilen und somit gleich für mich zu verarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das ein oder andere super Spannende für euch dabei sein wird. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben so viel mehr zu bieten als Strand, Luxushotels und Einkaufzentren.

Lasst euch überraschen!

Wer aufmerksam war… merkt, dass nun in meinen Erzählungen ein „Besuch“ des Titels des Beitrages fehlt. Dieser Besuch sitzt gerade im Flieger und kommt heute Nacht an.

Aber hier wird es mit meinen Eindrücken weniger werden, denn die liebe, befreundete Familie mit zwei Teenager Jungs, wird Dubai mit Taxi auf eigenen Faust erkunden. Ich werde mich meinem Alltag widmen, das Erlebte der letzten drei Wochen mit euch zusammen verarbeiten und ganz sicher, viele schöne Abende mit den Freunden verbringen. Ich freu mich drauf.

Ramadan Schulzeit

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Am 2. April hat der Ramadan 2022 gestartet. Generell merkt man in Dubai keine große Veränderung während dieser Zeit. Vereinzelt haben Cafés oder Restaurants den Außenbereich tagsüber geschlossen und öffnen diesen erst wieder nach Sonnenuntergang. Aber es gibt auch andere Restaurants, manchmal am selben Strandabschnitt, nur wenige Meter voneinander entfernt, die den ganzen Tag sowohl am Strand, als auch im Außenbereich auf der Terrasse, Getränke, auch Alkohol, und Essen servieren. Aus Respekt sollte man nicht sichtbar draußen Essen oder Trinken.

Die erste Woche des Ramadans hatten wir noch Ferien (Osterferien), aber heute hat die Schule wieder gestartet. Schule zu Ramadan Zeiten ist eine verkürzte Unterrichts-Zeit mit einem angepassten Stundenplan.

Der Unterricht an der Deutschen Internationalen Schule Dubai (DISD) startet nicht wie gewohnt um 07:50 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:05 Uhr), sondern erst um 08:15 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:43 Uhr).

Ebenso am Nachmittag endet der Unterricht nicht wie gewohnt um 14:10 Uhr sondern bereits um 13:15 Uhr, was für uns eine Ankunft mit dem Bus um 13:45 Uhr zu Hause bedeutet und nicht, wie sonst, erst um 14:40 Uhr. Jeglicher Unterricht am Nachmittag oder Zusatz-Aktivitäten am Nachmittag fallen in dieser Zeit an der DISD aus.

Ich bin froh, dass ich nicht arbeite und somit natürlich ohne Probleme diese zusätzlichen freien Stunden am Nachmittag super abfangen kann. Sonst ist wirklich einfach frühe Planung gefragt, gerade bei jüngeren Kindern.

Entlang der Straßen …

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… Mosambiks.

… Erholt geht es Richtung Küste. Wir werden heute das Meer sehen, den Indischen Ozean.
Doch bevor wir dahin gelangen, sehen wir unzählige Menschen entlang den Straßen. Meist Frauen, die alles Erdenkliche auf dem Kopf transportieren: Brennholz, Eimer, Kanister, Körbe, Bündel – alles was man sich vorstellen kann oder auch nicht, wird hier auf diese Art und Weise transportiert. Und nicht nur die Last auf dem Kopf wird getragen, oft haben die Frauen noch Kinder auf den Rücken gebunden, Taschen, Eimer, Kanister oder Bündel in den Händen. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Belastung des täglichen Lebens. Guter Vorsatz für mich: einfach viel, viel weniger Jammern und Beschweren, und vor allem dankbar sein.

Entlang der Straße werden die unterschiedlichsten Waren zum Kauf angeboten, wie Obst und Gemüse, Kohlen und Holz.

Wir könnten stundenlang weiterfahren und all die Begebenheit entlang der Straße beobachten.

Für die komplette Kollektion habe ich ein Coffee-Table Buch erstellt:

Great Zimbabwe

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UNESCO Welterbestätte

… einer der Höhepunkte der Reise. Die Ruinen von Great Zimbabwe zählen zu den größten und ältesten Bauwerken Afrikas südlich der Sahara. Als erster weißer Entdecker gilt der Deutsche, Carl Mauch, der nach mehreren gescheiterten Versuchen 1871 endlich an sein langersehntes Ziel kam.

Auf einem Berg liegt die „Akropolis“, der Bergkomplex. Über enge Treppen, oft beidseitig gesäumt von hohen Felsen, wandelt man langsam hinauf. Es empfiehlt sich einen Führer vor Ort zu nehmen. Während dem Aufstieg versorgt dieser einen mit den geschichtlichen Hintergründen. Es gibt viele Theorien um den Sinn und Nutzen dieser etwa 40 ha großen Anlage. Bei solchen Mauerstärken war natürlich der Verdacht da, dass es sich um Wehranlagen handelte. Dies könnte man beim Besuch der Stätten auf dem Berg auch denken. Aber sobald man auf die Steinruinen im Tal schaut, weiß man, dass die Anlage wehrtechnisch nicht gut positioniert gewesen wäre. Alle Gebäude im Tal sind sehr gut von weiter Entfernung und allen umliegenden Bergen zu sehen. Die Mauern weisen keine Schießscharten auf und es gäbe auch nicht genügend Platz, um große Streitmächte unterzubringen. Also wurde diese Theorie verworfen.

Heute geht man davon aus, dass es sich um eine religiöse Einrichtung handelte. Man fand Monolithen, Türmchen und Plattformen, die Altaren ähnelten. Angaben über die damalige Bevölkerungszahl reichen von 1000 bis 10.000.
Die Ruinen im Tal sind sicher die bekanntesten und auch die beeindruckensten. In einer kreisförmigen Mauereinfriedung, mit bis zu 5,20 m dicken Wänden, sollen, laut unserer Führerin, neben religösen Zeremonien auch die jungen Frauen und Mädchen auf Ihre Aufgaben in der Ehe vorbereitet worden sein…

Man fragt sich natürlich, warum dafür solch imposante Mauern gebaut wurden und diese auch noch in einer doppelten Ausführung als Ringmauer, mit einer Höhe von bis zu 9,80 m?

Bei manchen Erläuterungen kommen sicherlich Zweifel auf, aber ohne Führer wäre der ganze Besuch nur halb so spannend.

Die Ruinen sind ein absolutes Muss, einfach ein magischer Ort und sollten bei einem Simbabwe Besuch nicht fehlen.

Zum Abendessen im Hotel rufen Trommelschläge.

Falls Du Interesse hast, die Tour nachzufahren, habe ich ein kleines Reisehandbuch für dich erstellt, das auch unsere Unterkünfte enthält:

Mehr Interesse an der Tour? Hier gibt´s auch noch weitere Geschichten des Roadtrips:
https://entdeckerglueck.com/2021/09/12/afrika-16-tage-4-lander/

Matopos Berge und Camp Amalinda, Simbabwe

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On the road again…

Heute führt uns der Weg weiter nach Süden. Ziel ist der National Park Matopos Berge in der Nähe von Bulawayo. Wir fahren fast ausschließlich auf Nebenstraßen. Was hier bedeutet, dass sobald wir die Hauptstraße verlassen, die Teerschicht aufhört. Es wird steinig, manchmal sandig, auf alle Fälle immer interessant. Wir begegnen unzähligen Kühen und Eseln, dafür weniger Menschen. Wir kommen vorbei an vielen kleinen, einfachen, aber gepflegten Siedlungen mit Lehmhütten, von denen uns freundliche Menschen zuwinken und begeisterte Kinder uns rufend entgegenlaufen.

Plötzlich teilt sich der Weg. Ein Weg führt gerade aus und schaut so aus, als ob er zwar nicht regelmäßig, aber hin und wieder genutzt wird. Unser „Maps for Africa“ Navigationsgerät will rechts fahren. Dieser Pfad sieht doch sehr verwachsen aus, mit hohem Gras und Bäume, die schon weit in die Fahrspur hineinwachsen. Was nun? Bis jetzt konnten wir uns immer auf unser System verlassen, auch wenn es in Botswana meinte, wir fahren mitten im Wasser. Wir entscheiden uns für den verwachsenen Weg, da der andere erst gar nicht angezeigt wird und wir nicht wissen, wo wir enden würden.

Der Pfad ist anfänglich o.k., wird dann enger und unebener, viele dicke Steine, ausgewaschene Streckenabschnitte. Keine Kühe, keine Esel und keine Hütten. Aber plötzlich ein Mensch, ein junger Mann. Wir müssen so vorsichtig und langsam fahren, dass er zu Fuß fast ebenso schnell ist, wie wir in unserem Auto.

Und dann stehen wir vor einer Brücke, oder besser dem, was einmal eine Brücke war, eine recht imposante sogar. Diese führte über einen, zum Glück, ausgetrockneten weiten Fluß. Wir steigen aus, um die Situation zu begutachten. Der Fußgänger hat uns mittlerweile auch wieder erreicht. Bleibt stehen und schaut uns zu. Die Brücke ist komplett in sich zusammengefallen und selbst zu Fuß käme man nicht mehr hinüber. Links führt ein kleiner Weg steil ins trockene Flußbett hinunter und auf der anderen Seite wieder sehr steil hinauf. Den Weg müssen wir nehmen. Ich steige aus und laufe auf die andere Seite, eigentlich mit dem Gedanken Fotos zu machen. Allerdings finde ich die Situation doch recht aufregend und außer einem nichtssagenden Foto kommt von meiner Seite nichts dabei heraus. Der Fahrer und das Auto meistern die Situation perfekt und innerhalb weniger Sekunden ist unser Nissan xTrail auf der anderen Seite des Flusses, ohne Brücke. Erleichterung. Wahrscheinlich ist diese Stelle der Grund, weswegen der neue Weg angelegt wurde.
Ohne weitere Vorkommnisse, aber trotzdem weiter auf Nebenstraßen, kommen wir am frühen Nachmittag im Camp Amalinda in den Matopos Bergen an. Die Berge bestehen aus einer besonderen Ansammlung von riesigen, kahlen Granithügeln mit schwerem Geröll. Eine faszinierend schöne Landschaft.

„Die Unterkunft liegt versteckt und eingebettet in den Bergen“, so beschreibt es der Hotelprospekt. Billy, der Hotelmanager, führt uns über steinige Stufen weiter in die Berge hinein. Es geht ganz schön hinauf. Wir kommen am „Restaurant“ vorbei, das steil am Hang liegt, mit wunderschönem Blick, offen und ohne Wände. Die Bar liegt in einer Felsenhöhle und auch unser Zimmer gleicht einer Felsenhöhle. Das mit Kissen beladene Bett trohnt auf einer Steinempore. Ein großes Moskitonetz verwandelt es in ein königliches Himmelbett. Camp Amalinda hat neun individuell eingerichtete Zimmer, alle so versteckt, dass wir auf dem Weg von der Rezeption zu unserer „Höhle“ kein weiteres entdecken können. Wir sind die einzigen Gäste für die Nacht und haben die ganze Anlage für uns.

Am Nachmittag lädt uns Billy zu seinem täglichen Spaziergang auf einen der Granitberge ein. „So leitete ich jeden Tag meinen Feierabend ein“, gesteht er uns. Erst führt der Weg durch verwachsenes Untergestrüp. Dann gelangen wir auf eine Granitfläche und von dort an geht es auf dem kahlen Stein aufwärts. Die Ausblicke, besonders in dieser frühen Abendstimmung, sind berauschend. Und dann sind wir ganz oben auf dem Felsen angelangt. Wir werden mit einem wunderschönen Blick über das ganze Tal und unser Camp belohnt. Mit dem Fernglas sehen wir auf einer Wiese im Tal noch ganz besondere Tiere, eine Kreuzung zwischen Esel und Zebra, erklärt unser Feierabend-Führer.

Aus seinem Rucksack zaubert Billy Sundowner Erfrischungen. Und so gibt es hier oben, weit weg vom Sambesi Fluss, wieder „Zambezi-Lager“ Bier. Wir sitzen auf den Felsen und beobachten einen weiteren beeindruckenden, afrikanischen Sonnenuntergang. Nach einer kleinen Fotosession im Abendrot, machen wir uns auf den Rückweg. Die Landschaft ist in ein wunderschönes, Abendlicht getaucht.

Falls Du Interesse hast, die Tour nachzufahren, habe ich ein kleines Reisehandbuch für dich erstellt, das auch unsere Unterkünfte enthält:

Mehr Interesse an der Tour? Hier gibt´s auch noch weitere Geschichten des Roadtrips:
https://entdeckerglueck.com/2021/09/12/afrika-16-tage-4-lander/