Rund um den Hund

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Umzug, Anmeldung, Hundepension

In Südafrika kam kurz vor den Kindern ein Hund in unsere Familie. Es war ein kalter Wintertag, als wir den kleinen Welpen auf der Farm der Eltern einer Freundin abgeholt haben. Die süße kleine Mischlingsdame haben wir Summer genannt, weil wir sie im Winter bekommen haben. Und sie ist wirklich ein Sonnenschein und macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Familienmitglied. Ein enger Begleiter und Freund unseres Sohnes, der eigentlich keinen Schritt innerhalb des Hauses alleine macht, sondern immer und überall Summer mitnimmt. Summer schläft vor seinem Bett, sie begleitet ihn auf die Toilette und sitzt neben der Dusche und wartet geduldig, bis er fertig ist.

In Südafrika ist ein Hund auch immer für die Sicherheit der Familie da. Wir wohnten in Johannesburg, zwar in einem Estate mit einer hohen Mauer draumherum und zusätzlich Stacheldraht oben auf der Mauer, aber trotzdem ist so ein Hund gut. Er beruhigt. Wie ich schon erwähnte haben wir einen wahren SonnenscheinHund, von dem man meint, dass er jeden schwanzwedelnd begrüßt. Macht er generell auch. Aber wir hatten zwei Erlebnisse der anderen Art in Südafrika, die mir in Erinnerung geblieben sind. Einmal begegneten wir auf einem Spaziergang innerhalb des Wohngebietes einer Person, die Summer überhaupt nicht mochte. Sie stellte die Nackenhaare, fing wie wild an zu Bellen, immer mit Blick auf den Mann, den sie offensichtlich nicht mochte. Es kostete mich einige Kraft, sie zum Beenden des Spazierganges zu überzeugen. 

Das zweite Mal hatten wir einer super nette Truppe Bauarbeiter im Haus. Darunter war ein einziger, den sie partout nicht ausstehen konnte. Er wurde angeknurrt und verbrachte seine Mittagspause aus Angst immer auf dem Vordach, während die anderen entspannt im Schatten auf der Terrasse saßen. Unsere damalige Perle des Hauses, Charity, sprach den Mann darauf an, was er denn für „Dreck am Stecken“ hätte, dass ihn der Hund nicht leiden könne. Wie sich herausstellte, nahm er Drogen, was er vollkommen eingeschüchtert zugab. Keine Ahnung, ob er das Laster nach der Erfahrung vielleicht sogar aufgab…

Umzug von Südafrika nach Deutschland

So ein Hund ist eben ein echtes Familienmitglied und ein Hund einer Expatfamilie wird somit auch zum Expathund. Als wir von Südafrika nach Deutschland zogen, lief das alles sehr reibungslos ab. Wir hatten in Deutschland vorab ein Haus gemietet und wir hatten ein Umzugspaket der Firma, das auch den Hund mit umzog (also mitbezahlte). Nachdem der Container auf die Reise gegangen war, blieb Summer noch zwei Tage in einer ihr bekannten Hundepension und wurde von dort für den Transport abgeholt. So konnten wir sie drei Tage später in München am Flughafen wieder in Empfang nehmen. Ohne Quaratäne. 

Umzug von Deutschland nach Dubai

Summer verbrachte vier spannende Jahre in Deutschland mit uns. Sie liebte den Schnee und das Toben am Schlittenberg. Sicher ein Highlight, neben den ausgedehnten Waldspaziergängen. Ein Traum für einen Hund. Was aber nun tun, wenn ein weiterer Umzug ansteht und es diesmal nach Dubai geht. Kein Schnee, keine Wälder…

Im vorherigen Leben war Summer vielleicht Seehund… denn Schwimmen liebt sie über alles. Besonders das Toben mit den Kindern im Pool. Sie springt, wie die Kinder, mit großer Begeisterung vom Beckenrand und kennt keine Angst. Das war schon in Südafrika so und das ist jetzt wieder in Dubai so. Nachdem sie vier Jahre in keinen Pool gesprungen war, brauchte es eine Weile und einige Sprünge der Kinder bevor auch sie wieder „wusste“, wie dieser Spaß funktioniert. Und klar, gibt es jetzt keine ausgedehnte Waldspaziergänge mehr, aber dafür stundenlange Badesessions. Und es gibt auch einige Wanderungen, die man in den Bergen im Winter machen kann, auch mit Hund. 

Der Umzug von Deutschland nach Dubai lief diesmal allerdings anders ab und wir mussten uns selber darum kümmern und auch selber dafür bezahlen. Günstig ist so ein Umzug nicht. Unser Hund wiegt etwa 34 kg. Summer ist also kein kleiner Hund. Da wir wegen Covid19 auch kein Haus suchen konnten, bevor wir umzogen, musste Summer zur Überbrückung bei meinen Eltern für fast vier Monate untergebracht werden. Nicht ganz freiwillig, haben sie sich bereit erklärt und haben sich auch ein bisschen verliebt.. – glaube ich. Aber natürlich macht so ein Haustier viel Arbeit und Dreck. Ständig überall die Hundehaare und aufpassen, dass der Hund nicht wegläuft. Meine Eltern haben zwar einen großen Garten, aber dieser ist nicht eingezäunt. Wir sind aber dankbar, dass sie das für uns und Summer übernommen haben. Vor Abflug musste Summer dann noch einmal vom Tierarzt durchgecheckt werden und die letzten Impfungen bekommen, ein Amtstierarzt musste noch Ausreisepapiere ausfüllen, das wiederum hat alles eine sehr liebe, tiervernarrte Freundin von uns übernommen. Es steckt viel Arbeit in so einem Umzug und ohne die lieben Freunde und Verwandte wäre das nicht so reibungslos abgelaufen.

Mit der Firma Gradlyn in Zusammenarbeit mit Pawsome Pets in Dubai haben wir den Umzug recht stressfrei für alle über die Bühne gebracht. Wir haben das RundumPaket gebucht. Summer wurde bei meinen Eltern abgeholt und zum Flughafen in Frankfurt gebracht. Ebenso hat Pawsome Pets die komplette Abwicklung hier am Flughafen in Dubai und beim Zoll übernommen und Summer mitten in der Nacht, gegen 3 Uhr, bei uns am Haus abgeliefert. 

Und wenn man sich fragt, was so etwas ungefähr kostet… Ich bin ehrlich: Eine Menge Geld. Wenn man keine Transportbox hat, muss man diese auch noch besorgen, der Amtsarzt kostet, der Tierarzt… Alles in allem hat der Umzug unseres Hundes fast 3.000 EUR gekostet. Schon unglaublich. Aber er ist und bleibt ein Familienmitglied. Zum Glück musste Summer auch hier in Dubai nicht in Quarantäne. 

Anmeldung Hund in Dubai

Zur Anmeldung ist es so, dass man sich in Dubai einen Tierarzt sucht, dort mit Impfbuch vorspricht und bei jedem Tierarzt den Hund anmelden kann. Man zahlt momentan 55 AED für die Registrierung und bekommt auch eine Hundemarke, die der Hund bei Spaziergängen tragen muss. Einmal im Jahr muss die Tollwutimpfung aufgefrischt werden. Noch nicht wirklich fündig geworden bin ich bezüglich einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. Vielleicht typisch Deutsch, aber man ist es so gewohnt, immer alles abzusichern und zu versichern. Wenn ich hier eine endgültige Info und Aussage habe, werde ich dies entsprechend hier ergänzen. 

Sommer und Hundepension

Momentan liegen die Temperaturen tagsüber so bei 40-45 Grad Celsius. Nicht wirklich angenehm für Spaziergänge oder längere Aufenthalte im Freien. Summer und ich begleiten die Kinder morgens zusammen um Bus. Der Hund hat Gelegenheit seine SchnüffelZeitung zu lesen, verlässt mal das Grundstück, begegnet morgens vielen anderen Hunden. Aber sonst ist es zu heiß, um mit ihm größere Runden zu gehen. Ich habe hier mal den Tipp gelesen, dass man sich selber mal die Schuhe ausziehen und testen sollte, wie lange man barfuß auf dem Boden verharren kann. Bei diesen Temperaturen nicht lange. Somit ist es auch für den Hund eine Qual. Zum Glück haben wir ja unseren Seehund und einen Pool und können Summer am Nachmittag, wenn die Sonne tiefer am Himmel steht, im Pool bespaßen. Tagsüber wird mal im Haus das Käsesuchspiel veranstaltet, damit es etwas Abwechslung gibt. Jetzt nahen die Sommerferien und was dann??

Wir haben viel hin und her überlegt und uns für eine Hundepension entschieden. Dabei handelt es sich um eine riesengroße Firmenhalle, die komplett klimatisiert ist, super freundlich gestaltet, mit Landschaftsbildern in Übergröße an den Wänden, mit Kunstrasen, Pools, Tobefläche, einem Parkour usw. usw. Jeder Hund hat sein kleines Zimmer und jedes Zimmer kann von den Besitzern über eine App von überall per Video „überwacht“ werden. Desto größer der Hund, desto teurer natürlich auch hier die Unterbringung. Aber es gibt ein liebevolles, tiervernarrtes Team, dass sich24/7 um die Tiere kümmert. Tagsüber gibt es verschiedene Spielzeiten in verschiedenen Bereichen. 

Bei Summers erstem Aufenthalt dort konnten wir bildlich über die Kamera ihre Anspannung in den ersten Tagen spüren. Sie war überhaupt nicht entspannt und konstant angespannt, wenn sie in ihrem Zimmer war. Wir haben uns wirklich schon Gedanken gemacht. Und dann plötzlich am vierten Tag, hatte sie ihre Haltung geändert, sie legte entspannt, wie zu Hause, ihren Kopf wieder auf den Pfoten ab, flätzte seitlich, weit ausgestreckt auf ihrem Bett. Es war eine große Erleichterung für uns. 

Als wir sie abholten bestätigte das Team genau unsere Eindrücke. Sie hatten einige Mühe, Summer an die neue Umgebung zu gewöhnen und ihr klar zu machen, dass alle dort nur wollen, dass sie eine gute Zeit hat. Und das hatte sie. Wie im Kindergarten. Sie lernte mit anderen zu spielen, sie genoss den Pool und jetzt naht der Sommer und ihr Langzeitaufenthalt dort. 

Ich mache mir natürlich einige Gedanken darüber, was Summer wohl denken wird, wenn sie so lange von uns getrennt ist. Wird sie die Zeit einschätzen können? Aber ich kann die Situation nicht ändern und die Zeit bei meinen Eltern, ohne uns, bis zum Umzug war erheblich länger.  Ich bin ein absolut positiv denkender Mensch und führe mir immer wieder die Vorteile vor Augen. Sie wird den ganzen Tag in einer angenehm temperierten Umgebung verbringen, mit Menschen, die Tiere lieben, mit ihnen spielen und mit Spielgefährten, die mit ihr toben, rennen und schwimmen. Sicherlich abwechslungsreicher und schöner, als die immer weiter ansteigenden Temperaturen, die ihren Höhepunkt im Juli und August erreichen werden. 

Seit ihrem ersten Aufenthalt dort im März 2021 habe ich Summer immer wieder tageweise für einen Spieltag vom Pensionsteam abholen lassen. Schwanzwedelnd und vorfreudig ist sie jedes Mal mit dem Abholer zum Transporter gelaufen, ohne sich einmal umzudrehen. Nachmittags kam sie beflügelt und aufgeregt nach Hause. Mir war sehr wichtig, das Vertraute aufrecht zu erhalten, deshalb durfte sie regelmäßig zum Spielen. 

Günstig ist auch diese Angelegenheit nicht. Ich habe nach viel hin und her rechnen, ein großes Paket gebucht und vorab gezahlt, somit sparen wir sehr viel ein und eine Übernachtung kostet uns um die ca. 38 EUR. Essen müssen wir selber mitbringen. Da wir in Deutschland immer auf eine Privatperson vertrauen konnten, waren die Preise natürlich geringer, aber ich habe mir sagen lassen, dass ein ähnlicher Service in Deutschland auch ähnlich viel kosten würde. 

Ich bin gespannt, wie Summer den Sommer dort verkraften wird. Wir freuen uns auf jeden Fall riesig auf unser Wiedersehen Ende August.

Haus gefunden!

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Ich habe ja bereits davon erzählt, dass wir auf der Suche nach einem schönen, bezahlbaren Haus sind. Eigentlich war ich in meinem Kopf schon so weit, dass ich alle Hoffnung kurzfristig vor den Ferien doch noch ein Haus zu finden aufgegeben hatte. Dann plötzlich am Sonntag, den 13. Juni kam noch ein Haus auf den Markt, das wirklich vielversprechend aussah und einen ebenso ansprechend Preis hatte UND eine gute Lage. Fast zu schön, um wahr zu sein. Leider konnten wir es erst am Samstag, den 19. Juni besichtigen. Zum Glück, war auch mein Mann an diesem Samstag mal zu Hause. Warum ich das jetzt hier erwähne? Weil leider momentan vor den Ferien mein Mann die extrem Reisesaison eröffnet hat. Leider nicht zum Spaß, sondern geschäftlich mit unzähligen Terminen in und um seinen Zuständigkeitsbereich MEA – Middle East – Africa. Wir waren direkt begeistert von dem Haus, hatten zum Glück auch noch die Kinder im Auto dabei und auch die waren glücklich erfreut. Somit haben wir eine Nacht darüber geschlafen und ICH habe am Sonntagmorgen direkt zugesagt, die Bank aktiviert, damit die so schnell wie möglich einen Gutachter schickt. Leider war diese Nacht Bedenkzeit zu viel und das Haus war am Sonntag weg. Da war jemand schneller mit der Entscheidung als wir. Aber mal ehrlich, bei diesen Beträgen, die man hier in einen Hauskauf steckt, sollte die Entscheidung wirklich gut durchdacht sein. Mal wieder Frust pur. Mein Mann am Sonntag schon wieder im Flieger auf dem Weg in die Welt. Ich alleine mit meinem Frust.

ABER…. Die Maklerin hatte noch einen Joker in der Tasche. Sie hat mir ein weiteres, neues Hausangebot zukommen lassen, mit kleinem Video und dem Grundriss für die Raumaufteilung. Und ich sehe das Video und bin begeistert. Die Raumaufteilung super. Der Preis annehmbar. Und dann der Höhepunkt: Die Lage noch viel besser, als bei dem Haus, das uns gerade durch die Lappen gegangen war. Das war unser Haus! Ich wusste es. In einer ruhigen Seitenstraße gelegen. Zwei Nachbarn, aber der größte Teil des Grundstückes grenzt an einen parkähnlichen Grünstreifen mit Spazierweg und viel Wiese für die Kinder zum Spielen. Denn Wiese gibt es rund um das Haus nur im vorderen Eingangsbereich. Im hinteren, ruhigen Gartenbereich ist eine tolle überdachte Außenküche mit Pizzaofen, Grillbereich und Spülbecken. Ein kleiner Pool ist in einem gepflegten WPC Deck eingelassen. Eine überdachte Terrasse entlang des Hauses, Außendusche und noch Platz für zwei Sonnenliegen. Der Pool mit einem Sonnensegel überdacht. Traumhaft schön, für uns und unsere Bedürfnisse. Mein Mann aber nun im Flugzeug auf dem Weg nach Abidjan, Elfenbeinküste. 

Leider würde ich das Haus wieder erst zwei Tage später, am Dienstag, besichtigen können. Ich bin aber zumindest direkt am Sonntag einmal hingefahren, um mir die Lage genauer anzuschauen. Ich parke im Innenhof, um den sich unser Haus und die Häuser der Nachbarn reihen, genieße die Ruhe und fühle innerlich, dass es das richtige Haus ist. Da klingelt mein Telefon. Überraschung: Mein Mann, der einen Zwischenstopp hatte, den wiederum ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Was für eine Freude bei mir. Aufgeregt berichte ich von der neuen Situation, dass wir das Haus vom Vortag leider wieder verloren haben, ich aber jetzt hocherfreut und super aufgeregt vor UNSEREM HAUS stehe. Und sein Anruf just in diesem Moment, in dem ich vor dem Haus stehe, war für mich Zeichen genug, dass das unser Haus werden wird. Jetzt aber zwei Tage warten…. Schrecklich.

Durch eine defekte Bremsanlage am Flugzeug und entsprechender Reparaturarbeiten verspätet sich mein Mann so sehr, dass er zufällig am Dienstag, den 22. Juni 2021 passend zu meinem, nun aber zu UNSEREM Besichtigungstermin des Hauses landet. Ein weiteres Zeichen, dass das unser Haus werden muss. Und so ist dann auch. Wir sind beide begeistert. Wir müssen keine Nacht darüber schlafen und sagen sofort zu. 

Denn mal ehrlich jetzt läuft die Zeit. Es ist der 22. Juni und in genau 13 Tage fliege ich für 6 Wochen in die Sommerferien mit den Kindern. Mein Mann ist bis über unseren Abflug hinaus mit Terminen und Reisen komplett verplant und kaum zu Hause. Die Organisationsspirale setzt sich in Bewegung. Das Gutachten der Bank muss erstellt werden. Verträge abgeschlossen werden. Registrierungen bei den Behörden gemacht werden. Vollmachten erstellt werden. Und schlussendlich muss die Bank final der Kreditvergabe zustimmen und ich muss VOR ABFLUG persönlich den Kreditvertrag unterschreiben. Ich kann nur sagen, da ist es dann mit ruhigen Nächten erstmal aus. Da herrscht Kopfstress pur. All die Dokumente und Belege, die herangeschafft werden müssen, die Termine, die ausgemacht werden müssen und natürlich auch wahrgenommen werden müssen. Die unzähligen neuen Begriffe rund um das Thema Hauskauf und -finanzierung. 

POA – Power of Attorney – Vollmacht

NOC – Non-objection certificate – Unbedenklichkeitsbescheinigung

MOU – Memorandum of Understanding – kurz: eine schriftliche Vereinbarung, dass der Käufer kaufen und der Verkäufer verkaufen will.

Final offer letter – finale Angebotsabgabe

Title deed – Grundstückseigentumsurkunde

Zum Glück hat der Makler/die Maklerin und die Bank alle Fäden soweit in der Hand und sagt einem wann was wie und wo zu organisieren ist. Aber trotzdem muss man eben entsprechende Unterlagen bereitstellen, Unterschriften leisten, beim Notar erscheinen für die Vollmacht, dort vorher mit der zuständigen Person noch Übersetzungen erstellen lassen. Alles zeitaufwendig und anstrengend. Wie zum Beispiel, wenn man am Telefon die Transaktionen der letzten drei Monate auf dem Deutschen Bankkonto der zuständigen Bänkerin in Dubai übersetzen muss…

Nicht ganz ohne, wenn Frau nebenbei den Hund noch zum Impfen fahren muss, weil die Ferien nahen und er sechs Wochen in der Hundepension sein wird, Hundefutter und Leckerlis einkaufen,  Frau nebenbei noch die Kinder versorgen muss, die sechswöchige Sommerreise vorbereiten muss, die Tochter noch krank wird…

Jetzt aber das große Positive zum Abschluss. Es hat sich alles gefügt. Trotz viel Bangen, ob ich alles in 13 Tage über die Bühne bekommen werde, habe ich es geschafft und das Schicksal meinte es gut mit mir. Ich habe gestern Morgen die Vollmacht vergeben, ein großer, wichtiger Schritt, damit der Hauskauf mit all den zugehörigen Abwicklungen nicht die nächsten sechs Wochen auf Eis liegt. Erledigt. Nach dem engagierten, unbeschreiblichen Einsatz unserer zuständigen Bänkerin hat sie es geschafft, dass ich tatsächlich am Sonntag, einen Tag vor meinem Abflug, den Kreditvertrag unterschreiben kann. Erledigt. 

Und mein Mann hat nach seiner Rückkehr noch entspannt 10 Tage Zeit, all die vorbereiteten Dinge zu erledigen. Seine Vollmacht ist bereits übersetzt und bezahlt, der Kreditvertrag fertig für ihn zum Unterschreiben. 

Und dann können wir endlich, wohlverdient, die Ferien genießen, die Familie sehen und in die Arme schließen und uns nicht nur von der Belastung der letzten 13 Tage erholen. Ich brauche es. 

Schön ist eigentlich, dass unser Haus erst zum 31. Oktoberfrei wird und somit kann ich sogar nach den Ferien im September in aller Ruhe damit beginnen, den Umzug und die wenigen Umbauarbeiten zu organisieren. Denn unser Mietvertrag läuft noch bis zum 14. November und auch den können wir nun beruhigt kündigen, ohne jeglichen weiter anhaltenden Stress, dass wir vielleicht monateweise verlängern müssten. 

Es hat sich alles gefügt. Es ist unser Haus. Und wir freuen uns riesig darauf.

Mauritius mit Frühstück und Mietwagen

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Die Insel im Indischen Ozean ist bekannt für seine traumhaften Strände und all die luxuriösen Hotelanlagen. Wir aber wählen bescheidenere Gästehäuser und Mietwagen für unsere zwei Wochen Trauminsel. 

Es ist der 25. Dezember und wir sind mit unserem kleinen grünen Chevrolet Spark unterwegs. Wir haben ihn liebvoll „Sparky“ getauft. Leider ist mein Mann viel zu groß (oder Sparky viel zu klein), dass er hinter dem Steuer Platz nehmen und auch noch fahren könnte. Also bin ich, ohne wirkliche Wahl, der Fahrer für unseren Urlaub. Dies führt zu einigen heftigen Diskussionen. Ich finde, ich passe mich dem Fahrstil der Mauritianer an. Mein Mann findet das überhaupt nicht und meint, ich rase viel zu schnell. Öfter kommt es soweit, dass ich am Straßenrand anhalte und ihn vor die Wahl stelle, entweder zu schweigen oder auszusteigen. Nach den ersten paar Tagen kommt Ruhe in unseren Sparky und wir diskutieren immer weniger meinen Fahrstil. Liegt es nun daran, dass ich wirklich anders fahre, mein Mann sich an meinen Fahrstil gewöhnt hat oder will er einfach keine weitere Angst zeigen und tapfer sein? Egal, hauptsache Frieden. 

Wie gesagt, es ist der 25. Dezember und wir sind seit zwei Tagen auf der Insel und wollen das Landesinnere erkunden. Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, heute in den Bergen mit schönem Ausblick ein gemütliches Mittagessen einzunehmen. Daraus wird nichts. Alle Lokale an denen wir vorbeifahren, es sind nicht viele, haben geschlossen – Weihnachtsferien. Auch wir haben Ferien. Wohin sind all die Einheimischen verschwunden? Sie wohnen und arbeiten doch auf einer traumhaften Insel, warum flüchten sie? O.k., o.k. jeder braucht einmal Urlaub, aber doch nicht gerade dann, wenn auch wir Urlaub und somit unsere speziellen Vorstellungen und Erwartungen haben. 

Ganz spontan gibt es heute also kein Mittagessen. Dafür werden wir auf unserem Spaziergang durch den Naturpark „La Vallée des Couleurs“ bei Chamouny, ganz im Süden, mit wunderschönen Ausblicken gesättigt. Saftige grüne Hügel und Berge, rauschende Wasserfälle, kräftig blühende Blumen und viel, viel Sonne. Es gibt ein kleines Feld farbiger Erde, dass schon erahnen läßt, wie schön unser nächster Programmpunkt sein wird. 

Wir fahren nach Westen zum Park „Terres des Coulours“ (Park der farbigen Erde) bei Chamarel. Dieser Park ist für seine in sieben verschiedenen Farben leuchtende Erde bekannt und ein Muss bei einem Urlaub auf Mauritius. Wie eine Mondlandschaft liegt das große bunte Feld inmitten des dichten Waldes. Verschiedenste Farbtöne von Rot und Braun zieren die hügeligen, ausgewaschenen Erhebungen vor uns. Es ist bewölkt, aber wann immer die Sonne ihren Weg durch die Wolkendecke findet und die bunte Erde bescheint, leuchten die Farben gleich noch viel prächtiger. Der Anblick ist beeindruckend! Weniger beeindruckend ist die Tatsache, dass auch das Restaurant hier im Park geschlossen ist. 

Da wir nicht unbedingt der Fan von großen Strandhotelanlagen sind, habe wir uns in einem kleinen Gästehaus in La Gaulette eingemietet. Zumindest für die ersten Tage. Die „kreolische „Königin“ ist ein hübsches, persönlich geführtes Frühstückshotel. La Gaulette ist ein kleiner Ort im Südwesten der Insel, in den sich nicht viele Touristen verirren. Am Meer gibt es keinen Strand und auch keine Promenade, hier reihen sich einfache Hütten aneinander, in denen einheimische Familien leben. Aber mit unserem Sparky überhaupt kein Problem, wir sind flexibel. Der nächste weiße Traumstrand befindet sich auf der Halbinsel Le Morne, nur wenige Fahrminuten von La Gaulette entfernt. Zu Fuß können wir im Ort sogar ein kleines Restaurant erreichen, das auch geöffnet ist. „La Kaz Do“ hat eine schmale Terrasse und eine kleine Karte, aber sehr gutes Essen und freundliche, zuvorkommende Bedienungen. 

Von unserer Terrasse in der „kreolischen Königin“ haben wir einen freien Blick auf den Berg „Le Morne Brabant“. Dieser ist 556 m hoch und wurde von der UNESCO 2008 zum Weltkulturerbe ernannt. Zu Zeiten der Sklaverei auf Mauritius flüchteten viele Sklaven auf diesen Berg, um sich in Freiheit zu verstecken. Der Berg ist sehr steil und schwer zugänglich. Es kam vor, dass sich die Sklaven in der Not lieber vom Berg in den Tod stürzten, als wieder in die Gefangenschaft zurückzukehren. 

Wir fahren heute noch einmal ganz frei in die Berge und besichtigen die „Rhumerie de Chamarel“. Wenn man durch die Landschaft der Insel dahinfährt, fällt einem auf, dass bestimmt 80 % der Fläche mit Zuckerrohr bewachsen ist. Somit ist klar, dass all dieser Zuckerrohr auch verarbeitet werden muss, wie hier in Chamarel und dies sehr stilvoll. Diese besonders eindrucksvoll gebaute Rumdestillerie bietet Besuchern einen Einblick in das Handwerk der Brennerei und ein einladendes Restaurant, das sogar zwischen den Jahren geöffnet ist. Wir nutzen diese Gelegenheit natürlich sofort und genießen ein köstliches Mittagessen, eine Flasche südafrikanischen Wein und zum Abschluss einen mauritianischen Rum. 

Weiter durch die Berge fahren wir zum Grand Bassin, einem Kratersee. Entlang des Ufers zieren viele kleine Opferschreine, bunte hinduistische Götterstatuen und einige Tempel den See. Dies ist die heiligste Hindustätten auf Mauritius. Viele Gläubige pilgern barfuß von ihrem Haus zum See, der auch „Ganga Talao“ – See des Ganges genannt wird. Nicht direkt am See, aber ganz in der Nähe ragt eine etwas über 30 m hohe Shivastatue in den Himmel. Shiva ist einer der wichtigsten Götter im Hinduismus. Der Hinduismus ist auch die am meisten verbreiteste Religion auf der Insel. 

Auf dem Rückweg halten wir noch an zwei kleinen Buchten an, die uns besonders gefallen und ganz verlassen sind. Das ist das herrliche an einem Urlaub mit eigenem Mietwagen: überall wo es einem gefällt, kann man auch anhalten und man entdeckt die einsamsten Strände. Das Meerwasser ist badewannenwarm, aber trotzdem genießen wir das Plantschen im seichten Wasser.

Den nächsten Tag fahren wir wieder durch das Landesinnere. Durch Zuckerrohrfelder und Zuckerrohrfelder und … Zuckerrohrfelder geht es Richtung Süden, zu den Rochester Falls. Wir parken unseren Sparky auf einem kleinen Parkplatz und schon sind wir von Einheimischen umlagert. Alle wollen uns im kleinen Park der Wasserfälle umherführen. Wir schließen uns einem jungen Mann an, der sich Jim nennt, und schon geht es los. Etwa zehn Meter stürzt das Wasser hier in die Tiefe. „Laßt uns nach unten gehen, dort könnt ihr schwimmen“, schlägt unser Begleiter vor. Bei den Temperaturen hört sich das sehr verlockend an. Über einen kleinen Waldweg gelangen wir an einen See, der sich unterhalb des Wasserfalles gebildet hat, bevor das Wasser in einem Fluß seinen weiteren Weg über die Insel sucht. Jim passt auf die Kleidung auf, während wir uns im Wasser erfrischen und das herabstürzende Nass auf den Körper prasseln lassen. Beeindruckend schaut diese Kulisse aus. Die Felsen erscheinen fast schwarz und das Wasser strahlend weiß. Erfrischt steigen wir auf der anderen Seite den Berg hinauf und springen dann von Stein zu Stein zurück zum gegenüberliegenden Ufer. Wir gönnen uns noch eine frische Kokosnuss, bevor wir, immer noch nass, in unseren Sparky steigen. 

Auf dem Rückweg machen wir einen Stopp in Gris-Gris, dem südlichsten Punkt der Insel. Der kleine Park, in dem sich unzählige Einheimische zum Picknick tummeln, liegt hier direkt am Meer. Baden ist nicht möglich, so stark und hoch sind hier die Wellen, die mit praller Wucht an die Felsen schlagen und uns die Gischt ins Gesicht wehen. Das Tosen des Meeres ist berauschend. Lange stehen wir da und beobachten einfach nur die Wellen, die in einem türkisblauen Streifen brechen und die Gischt aufspritzen lassen. Von hier aus gesehen ist der Südpol das nächste Land in dieser Verlängerung.

Ein letztes Abendessen in unserem „La Kaz Do“, wo wir mittlerweile schon gut bekannt sind, bevor wir weiterziehen. 

Da wir verschiedene Ecken der Insel kennenlernen möchten, geht es nun an der Küste entlang Richtung Norden, nach La Preneuse. Dort haben wir ein Appartement im „La Mariposa“ gebucht. Die wunderschöne, direkt am Strand liegende Anlage ist klein und gemütlich und hat richtig Charme. Bei Ankunft bin ich froh, dass ich vor vielen, vielen Jahren Französisch in der Schule gelernt habe. Es ist Sonntag und außer einem Zimmermädchen ist gerade niemand zur Stelle. In ziemlich schlechtem Französisch kann ich irgendwie erklären, dass wir eine Reservierung haben. Und es funktioniert, wir bekommen einen Zimmerschlüssel. Das Appartement ist hell und freundlich eingerichtet und sehr gepflegt, wie die ganze Anlage. Kleine strohgedeckte Sonnenschirme geben uns Schatten auf unseren Holzliegen am weißen Sandstrand. Das türkisblaue Meer, für das Mauritius so bekannt ist, breitet sich direkt vor uns aus. Kleine Boote wiegen sich auf den leichten Wellen des indischen Ozeanes. Dieser Ort ist so idyllisch und erholsam, dass Sparky auch erst einmal Urlaub bekommt und wir zwei Tage am Strand verbringen. Von der Lagune sehen wir wieder den Berg „La Morne Brabant“ in der Ferne. Das Hotel hat nur wenige Zimmer und somit sind, trotz der Hochsaison zu Weihnachten und Silvester, nur wenige andere Sonnenanbeter mit uns am Strand. 

Nach zwei Tage werden wir wieder unruhig und wollen noch etwas von der Insel sehen. Port Louis, die Hauptstadt steht auf dem Programm. Wir können nicht auf Mauritius Urlaub machen und die berühmte „Blaue Mauritius“ verpassen. Also düsen wir mit Sparky weiter Richtung Norden. Port Louis erscheint uns riesen groß, nach all den kleinen Straßen durch die Dörfer der Berge und die Zuckerrohrfelder. 

Schnell ist Sparky geparkt und es geht zu Fuß weiter. Entlang der Caudan Waterfront schlendern wir Richtung „Blue Penny Museum“. Die Promenade ist geschmückt mit weihnachtlichen Figuren. Vom Dach des „Le Caudan Waterfront“ Einkaufszentrums baumelt ein überdimensionaler roter Nikolaus und davor am Geländer des Hafens steht ein geschmückter Weihnachtsbaum.

Die Kühle im Museum tut richtig gut. Melancholisch lesen wir über die Liebesgeschichte von Paul & Virginie, die sowohl ihren Autor, Jaques-Henri Bernardin de Saint-Pierre berühmt gemacht hat, wie auch die Insel Mauritius. Der Roman war ein großer, weltweiter Erfolg und wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Paul und Virginie wachsen beide auf Mauritius auf. Virginie wird dann von Ihrer Mutter nach Frankreich zur Schule geschickt. Sie hat solche Sehnsucht nach Paul, dass sie schlussendlich auf das Schiff St. Géran steigt und sich auf die Heimreise macht. Das Schiff schafft es die ganze Strecke von Frankreich bis Mauritius, zerschellt dann aber, vor den Augen Pauls, an einem Felsen vor der Küste. Virginie überlebt das Unglück nicht und Paul bricht es das Herz. Die Beiden sind als Denkmal im Museum anzutreffen. Ebenso anzutreffen sind natürlich die rote und die blaue Mauritius. Allerdings muss man hier etwas mehr Geduld aufbringen, wenn man die original Briefmarken anschauen möchte. Diese werden nur für kurze Zeit stündlich beleuchtet, um die Farben zu schonen. Wir warten geduldig und erhaschen einen kurzen Blick. Natürlich können wir als Laien keinen Unterschied zu den Kopien sehen, die ständig beleuchtet bestaunt werden können. Aber wenn wir schon hier sind und die Gelegenheit haben, möchten wir natürlich das Konterfei der Königin Victoria im Original sehen. 

Wir erfahren noch Einiges über die Siedlungsanfänge auf der Insel und über die Postgeschichte, bevor wir uns wieder in die sommerlich, heißen Temperaturen außerhalb des Museums wagen. Entlang des Hafens schlendern wir vorbei an großen Schiffen, beobachten Fischer und essen ein Eis. Bald haben wir genug von all dem Trubel und es geht zurück zu unserer schönen, ruhigen Lagune. Fast hätten wir es vergessen, heute ist Silvester. Was tun?

Zurück in La Preneuse spazieren wir am Strand entlang. Einige Fischer sind gerade von ihrer Tour zurückgekehrt und nehmen im Sand die Fische aus. Eine Weile stehen wir da und schauen ihnen zu. Auf einer Terrasse mit Meerblick sehen wir festlich gedeckte Tische im Hotel „Les Sirandanes“. Spontan fragen wir nach und tatsächlich ist noch ein Tisch für zwei verfügbar. Gebucht!

Wir nehmen einen Aperitif an der Bar und schauen der Sonne zu, die in diesem Jahr ein letztes Mal berauschend schön im Meer versinkt. Bei einem verlockenden 6-Gänge-Menü genießen wir diesen besonderen Abend. Mit einem Glas Sekt geht es ins neue Jahr und dann barfuß am Strand entlang zurück zu unserer schönen Unterkunft. 

Herrlich entspannt genießen wir den nächsten Tag am Strand. Und da ist sie wieder – die Sonne. Gestern noch im alten Jahr im Meer versunken, heute im neuen Jahr wieder strahlend schön und warm am Himmel für uns. Kann ein Jahr besser starten? Nein.

Es steht wieder ein Umzug an. Die Koffer im Sparky verstaut, machen wir uns auf den Weg ganz in den Norden nach Grand Baie. Wow, dieser Ort ist belebt und voll. Zum Glück liegt unser Hotel nicht direkt im Ort. Wir durchqueren ganz Grand Baie und am Ortsausgang finden wir unser Hotel „Bleu du Toi“ in einer kleinen Seitenstraße. Entfernt von all dem Trubel, aber auch vom Strand. Für uns und unseren Sparky kein Problem. Die Zimmer sind nicht gerade groß, aber schön. Das Hotel wird von einem belgischen Ehepaar sehr liebevoll geführt. Wir erholen uns heute noch einmal am Pool, nach den turbulenten ersten Eindrücken von Grand Baie. Es kostet uns allerdings einige Überwindung in den Pool zu springen. Allerdings nicht, weil das Wasser so erfrischend kalt ist, sondern weil das Wasser so stark von den Außentemperaturen aufgeheizt ist, dass es jeder Badewanne Konkurenz machen kann. 

Abends sitzen wir an einer großen, langen Tafel auf der Terrasse des Hotels. Die Eigentümer haben gekocht und die Gäste genießen nun zusammen mit ihnen dieses vorzügliche Abendmahl. Mit Teelichtern beleuchtete Muscheln erhellen warm den stilvoll gedeckten Tisch. Das Essen ist einfach, aber von bester Qualität. Es gibt eine hausgemachte Lasagne als Hauptspeise, von der wir noch einen Nachschlag nehmen, so gut ist diese. 

Wir haben eine nette Konversation mit einem Ehepaar, dass sich für zwei Wochen in diesem Hotel eingebucht hat. Ohne Mietwagen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen sie die umliegenden öffentlichen Strände. Diese haben wir versucht den ganzen Urlaub zu meiden. Es scheint, dass fast alle Einheimischen über Weihnachten und Silvester frei haben und mit samt ihrem Mobiliar, wie Tischen, Stühlen, Teppichen und Küchenutensilien die öffentlichen Strände belagern. Aber Hans und Inge bestätigen uns, dass sie einen Weg gefunden haben, trotzdem immer noch einen ruhigen Platz zu finden. Sie laufen an den Stränden einfach so weit in eine Richtung, bis es ruhiger wird. 

Auch wenn Sparky uns einige Diskussionen auf dieser Reise gekostet hat, sind wir doch heilfroh, ihn bei uns zu haben. Er gibt uns die Flexibilität, einfach so lange weiterzufahren, bis wir unseren perfekten, einsamen Strand gefunden haben. 

Zwei Dinge stehen noch auf unserer to-do Liste. Und so geht es am nächsten Tag in den berühmten Pamplemousses Botanischen Garten, der eigentlich den offiziellen Namen „Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden“ trägt. Mit einem Führer und einer kleinen Gruppe spazieren wir durch den Park. Der Führer weist uns auf versteckte Pflanzen hin, die wir ohne ihn sicher übersehen hätten. Wir sehen unter anderem „Wurst“ Bäume, mit überdimensionalen wurstähnlichen Früchten und Bäume, aus denen blutrotes Harz rinnt. Der Höhepunkt des Parks ist ein großes Becken mit Amazonas Wasserlilien. Die Teller der Pflanzen sind so riesig, dass angeblich, laut Führer, ein Kleinkind darauf sitzen könnte und nicht untergehen würde. Wir kommen noch an einer Schildkrötenanlage vorbei und einem kleinen Wildgehege. Eine weitere Stunde spazieren wir durch den wunderschönen, blühenden Park, bevor wir zu unserem letzten Programmpunkt aufbrechen. 

Sparky bringt uns zum „L´Aventure du Sucre“, das Museum, das dem Zucker gewidmet ist. Der Zucker war lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle der Bewohner. Mittlerweile hat der Tourismus einen großen Teil übernommen. Anschaulich und imposant wird hier die Geschichte, der Anbau, die Verarbeitung und die Produktpalette dargestellt. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, hier dem Zucker ein richtiges Denkmal zu erschaffen. Anschließend fahren wir mit einem ganz neuen Bewußtsein an all den unzähligen sattgrünen Zuckerrohrfeldern zurück zu unserem Hotel. 

Von unserem ebenso zuckerrohr-grünen Sparky müssen wir uns nun langsam verabschieden. Der Urlaub neigt sich dem Ende. Sparky bringt uns noch sicher zum Flughafen. Für ihn heißt es jetzt warten auf die nächsten Reisenden, die mit ihm die Insel erkunden werden. Für uns heißt es wieder, Alltag wir kommen.

Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

In dem kleinen, feinen Reiseführer (auch als pdf Version verfügbar) findest Du neben der Mauritius Reise auch noch Hoteltipps und Reisepläne für die Seychellen, Sanizibar und Madagaskar.

Das Ende des ersten Schuljahres naht

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Jetzt sind es nur noch wenige Tage und das erste Schuljahr in Dubai ist für unsere Kinder abgeschlossen. Ich bin mächtig stolz auf unsere Mäuse, dass sie das erste Jahr, die Umstellung und Eingewöhnung, die neuen Fächer, die langen Schultage, die Busfahrten und ganz besonders, die komplett neuen Schüler so gut aufgenommen und gemeistert haben. Ihr seid SPITZE. Es war und ist nicht immer alles einfach, da will ich nichts beschönigen. Immer mal wieder kommt das Heimweh nach den alten Freunden auf, nach den vertrauten Spielkameraden mit den gleichen Interessen. Da fehlt mal wieder das Dorfleben, um mit dem Roller zum Freund zu rollern oder mit Rad zum Fußballtraining zu fahren. Denn wegen der neuen langen Schultage kommt oft die Spielzeit am Nachmittag zu kurz. Wenn unsere Kinder um 15 Uhr mit dem Bus zu Hause ankommen, müssen sie erst einmal Essen und ein paar Minuten erholen bevor wir die Hausaufgaben starten können. Somit ist es oft bereits halb fünf, fünf, bis alle „Verpflichtungen“ erledigt sind. Und da die Schulfreunde meist nicht direkt in der gleichen Straße wohnen und man zu einer Verabredung noch „anreisen“ müsste, ist dies oft unter der Woche überhaupt nicht möglich. Zudem ist es in Covid19 Zeiten auch noch eher verhalten, dass man sich zum Spielen verabredet. 

Auch das eigentlich wirklich ansprechende Nachmittagsprogramm der Schule, bei dem verschiedene spannende AGs angeboten werden, konnte in Covid Zeiten nicht stattfinden. Aber auch das wird sich hoffentlich nach den Sommerferien 2021, mit Start der 6. Klasse für unsere Kinder ändern. Zwar kommen die Kinder dann noch später aus der Schule, aber haben wieder die Möglichkeit in Gruppen mit gleichgesinnten Schülern eine schöne Zeit zu verbringen. 

Wir stehen ja, wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, eventuell wieder vor einem Umzug, da wir planen ein Haus zu kaufen. Bewusst haben wir dieses nun noch etwas näher zur Schule ausgesucht, in einem Compound, in dem auch noch einige andere Mitschüler leben. Damit erhoffen wir uns, dass das gemeinsame Spielen und Treffen am Nachmittag einfacher wird. Zudem gibt es dort in der Anlage ein kleines Tenniscenter mit ein paar Plätzen, so dass wir hoffen, dass unsere Tochter, die momentan Einzelstunden bekommt, dann in eine Gruppe wechseln kann und vielleicht sogar wieder mit dem Rad hinfahren kann, wenn es die Temperaturen erlauben. 

Unseren Sohn, der noch sehr verspielt ist, beschäftigt es sehr, dass er nicht in den Pausen, wie früher in seiner bayerischen (vor Corona) Grundschule in den Pausen mit mitgebrachtem Spielzeug mit seinen Freunden spielen kann. Ihm fehlt hier klar der Ausgleich, das Verspielt sein, in den Pausen. Er muss seine unglaublich große Fantasie ausleben können und das kann er nicht, wenn er an seinem Platz in der Schule die Pausen absitzen muss. 

Erfreulich ist, dass über die letzten Monate die Einladungen zu Geburtstagsfeiern am Wochenende zugenommen haben. Dank stabiler Corona Zahlen und der Möglichkeit sich wieder mit mehreren Personen treffen zu dürfen, ist hier wieder Leben in das Leben gekommen und die Kinder genießen es. 

Mit den nahenden Ferien und den immer intensiveren Vorbereitungen für unsere Reise nach Deutschland zu Verwandten und Freunden, kehrt auch eine besondere Stimmung bei den Kindern ein. Eine Mischung aus Vorfreude, Niedergeschlagenheit und Spannung, wie es wohl werden wird, plötzlich wieder als Gast nach Deutschland zu reisen. Wie wird es sein, die alten Freunde wieder zu treffen? Wird man wieder sofort in die alten Spielrituale einsteigen? Wird es sich befremdlich anfühlen, nach all der Zeit und dem Raum zwischen einem? 

Ich und auch die Kinder, werden uns überraschen lassen. 

Dankbar bin ich darüber, dass die letzten Wochen, wie bereits erwähnt, die Zusammenkünfte der Kinder außerhalb des Schulgebäudes zu Geburtstagsfeiern oder Spielverabredungen zugenommen haben. Denn so hoffe ich ganz doll, dass die Kinder mit gleicher Vorfreude auf ihre neuen Freunde, auf die neue Schule und die neue Heimat, nach sechs Wochen Deutschland wieder in den Flieger steigen werden. Natürlich mit ein paar AbschiedsTränchen, das ist klar. Denn natürlich wird immer ein Teil des Herzens auch an Deutschland und den lieben Menschen von uns dort hängen, und die lässt man dann erneut wieder für eine unbestimmte Zeit zurück. 

An meine Kinder, die ungewollte und nicht selbstentschieden TCKs geworden sind und damit ihr Leben lang werden Leben müssen und wir noch nicht einschätzen können, wie sie es aufnehmen, für ihr Leben verarbeiten und einsetzen: Wir sind immer und überall für euch da. Und da, wo wir vier (plus Hund) sind, da ist unsere Heimat. Dort wo wir unser zu Hause beziehen, da ist unser WohlfühlFamilienNest. Denn das Haus, die Wohnung ist nur ein Gebäude aus Stein, wir, die darin mit unseren Herzen wohnen, wir sind die Heimat und das Zuhause. 

TCK? Third Culture Kids. 

Dazu später mal mehr. Super spannendes Thema. Den Ausdruck und das was dahintersteckt, kennen und wissen nur die, die davon irgendwie betroffen sind.

Sansibar

Rund um Afrika, Startseite

Enge Gassen und endlose Strände

Diese eigene Welt aus 1001 Nacht liegt nur etwa 35 Kilometer vom Festland Tansanias entfernt. Einmal angekommen ist man schnell verzaubert. Die Altstadt, Stone-Town, wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Ein paar Tage in dieser Stadt und man fühlt sich in eine längst vergangene Zeit versetzt.

Schon die Überfahrt mit der Fähre von Dar es Salam nach Sansibar ist ein Erlebnis. In der Wartehalle steht die Luft, Fliegen schwirren um den Kopf und nerven und die Hitze ist unerträglich. Endlich kommt die Fähre. Dicht gedrängt und voll beladen mit Lebensmitteln und Lebendem, warten die Reisenden in der heißen Sonne am Steg. Dann endlich haben alle ankommenden Passagiere das Boot verlassen und wir können einsteigen. Die zwei Stunden Überfahrt vergehen wie im Fluge. Auf den Fernsehapparaten läuft ein alter Film, Ton gibt es nur für die Reisenden in den ersten Reihen. Oben an Deck drängen sich die Frischluft-Suchenden, finden ein Plätzchen zwischen all den Paletten, Koffern, Paketen, Taschen und einem im kleinen Käfig aufgeregt flatternden Huhn. Der Wind weht einem um die Nase und die Aussicht auf das türkisblaue, endlose Meer ist atemberaubend. Wir passieren kleine Inseln mit weißen Stränden und einfache Fischerboote mit großen Segeln passieren uns. 

Stone Town

Dann erhaschen wir den ersten Blick auf Stone-Town. Dicht gedrängt stehen imposante festungsähnliche Häuser entlang des Wassers. 

Wir gehen von Bord und unser Inselabenteuer beginnt. Sansibar ist eine Inselgruppe, aber zugleich auch der Name der größten Insel. Sansibar Stadt ist die Hauptstadt und Stone-Town das bekannteste, historische Viertel der Stadt. Die Hauptinsel, Sansibar, wird in Swahili auch Unguja genannt. Zwei weitere große Inseln dieser Gruppe sind Pemba und Mafia. 

Obwohl wir auf dem Festland Tansanias schon eingereist sind, müssen wir auf Unguja erneut die Einreise- und Zollformulare ausfüllen. Wir bekommen einen Stempel in unseren Pass – Zanzibar Sea Port TANZANIA.

Nun sind wir offiziell und verlassen das Hafengebiet. Unzählige Führer und Fahrer warten darauf, mit den ankommenden Touristen Geld zu verdienen. Unser Hotel liegt, laut Beschreibung, nicht weit vom Hafen entfernt. Da wir aber den Weg nicht kennen, nehmen wir einen Führer und werden, für umgerechnet etwa fünf Euro, zu unserem Hotel gebracht. Die Leistung wäre sicherlich nur zwei Euro wert gewesen, da sich herausstellt, dass wir um zwei Ecken laufen und schon vor unserer Unterkunft stehen.

Unser Boutique Hotel versetzt uns gleich in eine ganz andere Welt. Arabisch und indisch angehaucht können wir das besondere Flair, nicht nur des Hauses, sondern der ganzen Stadt fühlen. Über ein enges, steiles Treppenhaus gelangt man zu den insgesamt nur neun Zimmern, je drei auf einer Etage. Die Zimmer sind alle individuell eingerichtet und dekoriert. Antike Möbelstücke, Himmelbetten und warme Farben verstärken dieses Gefühl, in eine andere Welt eingetaucht zu sein. 

Draußen im Schatten der engen Gassen lassen wir uns treiben. Wir schlendern den Nachmittag ohne Ziel durch Stone-Town, bewundern die prächtigen Häuser oder zumindest das, was von dieser ehemaligen Pracht noch erhalten ist. Die geschnitzten Holztüren, für die diese Stadt so berühmt ist, sind einfach faszinierend. Und wir machen mehr Fotos, als je irgendjemand von Türen anschauen möchte. Aber jeder Eingang ist so individuell und besonders, dass wir einfach nicht stoppen können. Es gibt glänzende, mit Gold verzierte und gepflegte Türen neben anderen, die schon Jahre lang keine Farbe mehr gesehen haben und all der Glanz und die Pracht erloschen sind, aber trotzdem auf ihre Weise faszinieren. 

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang begeben wir uns …

Für Hotel- und Sightseeing Tipps und den kompletten Reiseplan geht es hier zum Download Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Nach diesem Ausflug in die Badekultur des vergangenen Jahrhunderts wartet nun eher schwere Geschichte auf uns. Am Sklavenmarkt führt uns der Guide zuerst in den Keller hinunter. Dunkel, stickig und unbeschreiblich eng ist es hier und wir fühlen uns gar nicht wohl. Als wir hören, dass hier die Sklaven eng gepfercht oft tagelang ausharren mussten, bis sie auf dem Markt verkauft wurden, sehnen wir uns nach Frischluft. 

Draußen wieder angekommen, werden zwar die Geschichten erst einmal nicht besser, aber das Atmen fällt wieder leichter. In der anglikanischen Kirche, die heute genau an der Stelle steht, wo früher der Hauptumschlagplatz für die Sklaven war, hebt sich die Stimmung langsam wieder, weil wir endlich in der Geschichte am Ende der Sklaverei auf Sansibar angelangt sind. 

Entpannung im Spa

Nach einer Stunde der Belastung für Körper und Geist möchten wir einfach versuchen, unsere Gedanken und den Körper wieder zu reinigen und zu befreien. Wir schlendern zurück zum Hotel und buchen eine Massage in einem modernen „Badehaus“, einem Spa. Im Hotel werden wir abgeholt und durch die engen Gassen zu einem alten Gebäude geführt. Außen schaut es sehr trist und heruntergekommen aus.  Innen begrüßt uns …

Interesse an Sansibar? Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen von dieser beeindruckenden und mitreißenden Stadt. Wir fahren in den Norden und werden noch ein paar Tage im Hotel am Strand verbringen. 

Strandzeit

Gebucht haben wie ein Hotel, welches Bungalows ohne Klimaanlage bietet, ein Haus zur Selbstverpflegung und ein Haus, in dem die Zimmer mit Klimaanlage ausgestattet sind. Wir gönnen uns den kleinen Luxus eines gekühlten Zimmers.
Die Anlage ist idyllisch, ruhig und direkt am Strand gelegen. Auf einer großen Holzterrasse, die über dem Meer zu schweben scheint, stehen Liegen, Hängematten und schwingende Holzbetten in luftigen, offenen …

Interesse, die Reise nachzureisen? Kompletten Zugriff auf alle Infos und Tipps gibt es hier Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Es ist kaum vorstellbar, dass wir nur acht Nächte auf Sansibar verbracht haben. Die vielen Eindrücke, die Erholung und die engen Gassen Stone-Towns haben uns verzaubert. Wir kommen sicher einmal hierher zurück, in diese Welt aus 1001 Nacht.

Nach der Ankunft…

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… kommt die NeuZeit. 

Neue Umgebung, neue Gegebenheiten, keine Kontakte, keine Verpflichtungen. Da beginnt eine sehr besondere, intensive Zeit. Man ist erst einmal komplett auf den Partner oder die Familie angewiesen, die kleine Familie – die mit umgezogen ist. Es gilt darauf zu schauen, dass jeder gut ankommt und ein erstes, hoffentlich gutes, Gefühl empfindet. Gemeinsam die neue Umgebung erkunden, umherlaufen, auf sich wirken lassen. Den Blick nach vorne, aber auch nach oben, unten und in die Seitengassen schweifen lassen. Eintauchen in das Neue. Neue Gerüche, neue Geschmäcker in neuen Lokalen. Das erste Mal gemeinsam die endlos erscheinenden Gänge des neuen Supermarktes erkunden. Vertraute Artikel kaufen, aber auch ganz bewusst zu etwas Neuem greifen, wie den Schokoriegeln oder die Kekse für die Kinder, die sie noch nicht kennen, heute aber das erste Mal probieren dürfen. Eine exotische, unbekannte Frucht, bei der man sicher zu Hause erst einmal im Internet nachschauen muss, wie man diese Wohl isst. 

Aber auch dem Gehör seinen Raum geben. In der Shopping Mall lauschen, wenn zu bestimmten Zeiten plötzlich der Ruf des Muezzins durch die Lautsprecher ertönt und eine besondere Stimmung in der Mall verbreitet. Und wenn es die Kinder nicht wahrnehmen, darauf hinweisen. Ihre Aufmerksamkeit für die Welt schärfen. Vielleicht schreien die Möwen in der Luft… Mein Laut, der mir just in diesem Moment zu unserem Aufenthalt in Milwaukee, USA einfällt. Einer der Geräusche, die mir für Johannesburg, Südafrika in Erinnerung geblieben sind: das Gezeter der Hadedas Vögel im Garten, besonders in den Morgenstunden. Beim „googeln“ gerade, ob dieser Geselle wohl wirklich so heißt oder einfach nur so genannt wird, stelle ich fest, dass es sich korrekterweise um den Hadada Ibis, handelt, zu Deutsch auch Hagedasch. Aber mal ehrlich, dass ändert jetzt nichts an der Tatsache, dass ich immer das lautstarke Gezetere dieses Freundes mit unserem Garten im Norden Johannesburgs in Verbindung bringen werde. 

In dieser besonderen NeuZeit sollte man versuchen die neue Stadt so intensiv wie möglich aufzunehmen, denn man ist noch vollkommen unvoreingenommen und nimmt einfach nur unbewertet auf. 

Und man sollte auch diese Zeit zu zweit, zu dritt, zu viert… genießen, denn solch eine besondere NeuZeit gibt es nicht sehr häufig. Oft hat man zum Start in einem neuen Land ein paar Tage gemeinsam frei, bevor meist der Mann wieder in seinen Job einsteigt. In diesen Tagen hat man sozusagen die Familie ganz für sich ganz alleine. Noch keine Einflüsse von außen. Es ist ein tolles, besonderes Gefühl. Man sollte auch wirklich versuchen, es wahrzunehmen.

Das ist fast ein bisschen so, wie während des Corona Lockdowns. Hier haben, leider natürlich gezwungenermaßen, die Familien plötzlich sehr intensiv Zeit miteinander verbringen müssen. Das, was viele in der Form vielleicht nicht kannten. Im Alltag geht jeder seinen Hobbies nach, geht arbeiten, trifft Freude, das oft auch getrennt. Wenn man als Familie oder als Paar in den Urlaub fährt, ist es auch eine andere Situation. Man ist offen für neue Kontakte zu anderen Urlaubern. Plötzlich war in 2020 nur noch die Familie angesagt, der Partner und/oder die Kinder oder gar der Single plötzlich wirklich Single im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich habe in meiner direkten Umgebung damals erlebt, wie befreundete Familien (ohne ExpatErfahrung – aber sicher natürlich auch viele andere) damit zu kämpfen hatten. Wir hingegen sind uns oft auch als Familie bewusst genug. Ich denke, das beschreibt es am besten. Einfach wir vier. Wir haben es gelernt und schätzen es, die Familienzeit zu genießen. Was für viele in dieser Covid19 Anfangszeit im Frühjahr 2020 eine Zeit der Ungewissheit und Hilflosigkeit ausgelöst hat, hat uns vielleicht nicht so überraschend erwischt, weil wir ähnliche Situationen der „Abgeschiedenheit“, des „Ungewissen“ schon öfter, wenn natürlich auch auf andere Art und Weise, erlebt und gemeistert haben. 

Das soll natürlich in keiner Weise die Covid19 Pandemie schönreden. Es war und ist für die Welt ein Schock, eine Herausforderung und eine große Belastung für alle. 

Ich denke, viele Expatfamilien genießen auch bewusst diese anfängliche NeuZeit nach der Ankunft. Sie versuchen gar nicht unbedingt, direkt Kontakte zu knüpfen oder auch eventuell entfernte Kontakte zu aktivieren. Erst einmal ankommen, das Neue wirklichen lassen und genießen. Gerade ab der zweiten, dritten Weltstation wird man ganz bewusst diese Zeit durchleben, denn dann hat man die Erfahrung bereits gemacht und kann die Situation besser einschätzen. Man hat nicht das Gefühl, direkt auf die Suche nach neuen Freunden gehen zu müssen, man kann es langsam angehen. Man weiß, dass sich alles mit der Zeit finden wird. Dieser Aktionsdruck, den man sich vielleicht noch beim ersten Mal selber auferlegt hat, entfällt. Die Unsicherheit ist weg. Frau weiß, dass sich alles fügen wird, dass neue Kontakte kommen werden, wenn man offen ist. Und offen sein, ist natürlich eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Auswanderung. 

Ich finde hierzu einen Abschnitt aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse sehr passend: 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, 
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. 

Aber eigentlich finde ich fast das ganze Gedicht sehr schön im Zusammenhang mit dem Gedanken zum Auswandern..

Stufen 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Von Hermann Hesse 4. Mai 1941

Also keine Scheu vor dem Neuen, was kommen wird. Es wird sich alles fügen, einfach offen sein und bleiben. Und nicht vergessen, die besondere Zeit nach der Ankunft einfach zu genießen. Es ist so unbeschreiblich spannend, all die neuen Dinge im neuen Umfeld unter neuen Umständen zu entdecken. Pures EntdeckerGlück.

Container Reise

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Heute möchte ich noch eine ganz besondere Zeit während eines Umzugs ins Ausland beleuchten. 

Viele von euch sind sicher schon das ein oder andere Mal umgezogen und wissen, wieviel Organisation und Planung erforderlich ist. Erst einmal die Entscheidung überhaupt treffen, neue Wohnung oder neues Haus finden, alte Wohnung oder altes Haus fristgerecht kündigen, Umzug vorbereiten und planen. Eventuell selber packen oder Umzugsunternehmen organisieren und terminieren. Neue Schule für die Kinder finden, Vertragskündigungen oder -änderungen, Nachsendeanträge, Wohnungs- oder Hausübergabe usw usw. Die Liste ist unendlich und viele kennen das. 

Jeder Umzug, noch so klein und unscheinbar, kann eine große Belastung sein oder gar in ein großes Desaster ausarten. So unser entfernungstechnisch zweitkürzester Umzug innerhalb Deutschlands… Den wir naiv wie wir waren (wird uns nie wieder passieren) mit freiwilligen Helfern, tollen Freunden organisiert hatten. Leider überkam mich nach nur zwei Stunden am Morgen eine unbeschreibliche Übelkeit, mit Schüttelfrost, Fieber und Gliederschmerzen, dass ich dankbar war, dass im Obergeschoss bereits das Gästebett aufgebaut war (in dem wohlgemerkt der Schwiegervater hätte schlafen sollen, der für unseren Umzug extra aus Hessen nach Bayern angereist war). Ich war wirklich komplett ausgeknockt und habe NICHTS mehr vom Umzug mitbekommen. Auch nicht, dass es meinen Mann etwa zwei Stunden später ebenfalls mit gleichen Symptomen dahingerafft hatte und er in einem der Kinderzimmer niederlag (davon hatte ich nichts mitbekommen). Da ich erst am darauffolgenden Nachmittag wieder unter den Lebenden und somit aufnahmefähig war, war ich mehr als positiv überrascht, dass unsere UmzugsFeen und -Elfen den Umzug komplett alleine gestemmt hatten. Begleitet von meinem zu Tränen-gerührten Schwiegervater, der irgendwie versuchte die Stellung zu halten und sich nur immer wieder und wieder bedankte!! Das war mein schlimmster Umzug, obwohl ich schon mehrmals innerhalb Deutschlands und auch mehrmals Übersee – von Deutschland nach USA, von USA nach Südafrika, von Südafrika nach Deutschland und zu Letzt von Deutschland nach Dubai umgezogen bin. Der schwerste und schlimmste Umzug war genau dieser oben erwähnte – einfach aus dem Grund, weil ich die Kontrolle komplett darüber verloren hatte. 

Nicht zu unterschätzen ist natürlich der Umzug auf einen anderen Kontinent. Denn es ist nicht, wie bei einem Umzug von Hamburg nach Berlin oder von Kombach nach Biedenkopf, bei dem die Möbel spätestens einen Tag später wieder vollständig aufgebaut in der neuen Bleibe stehen, die Tassen wieder im Schrank sind und die Messer und Gabeln wieder in der Schublade auf ihren Einsatz warten. Das „Zeug“ dann mal mindestens 6 Wochen einfach weg. 

Wenn der Container verpackt, verplompt und abgefahren ist, bleibt man mit einer leeren Behausung und ein bis zwei Koffern pro Person zurück. Alles, was man für die nächste Zeit braucht, muss wirklich gut geplant sein. Das fängt bei Kleidungsstücken und Schulsachen an und hört sicher nicht bei wirklich wichtigen Unterlagen auf. Da liegt viel dazwischen. 

Offen auch, die Frage, wohin, wenn der Container abgereist und das Haus/die Wohnung leer ist. Da ist wirklich gute Planung gefragt. 

Wir haben schon verschiedene Varianten durch. Beim letzten Umzug im Sommer 2020 von Deutschland nach Dubai, hatten wir drei Wochen Urlaub, aber nicht nur drei Wochen Urlaub, sondern auch Covid19 auf der Welt, somit war jegliches Reisen in der Welt ausgeschlossen. 

Zum Glück haben wir bei meinen Eltern ein großes, ruhiges Gästezimmer. Ein intensive Familienzeit vor einem Umzug ins Ausland kann wirklich sehr, sehr wertvoll und schön sein. Denn wann, habt ihr das letzte Mal drei Wochen mit euren Eltern und eventuell Großeltern verbracht oder bei/mit ihnen gelebt. Somit war klar, wir können ihre Tassen, Teller, Besteck und Gewürze benutzen und aus unseren Koffern leben. Können waschen, bügeln und kochen und fühlen uns heimelich. 

Nach Ankunft in Dubai bezogen wir ein möbliertes, „serviced“ Appartement. Messerchen, Löffelchen und Gäbelchen (jeweils vier für uns vier) in der Schublade, ein paar Töpfe und genau vier Teller, Tassen und Gläser, aber immerhin, im Schrank. Relativ schnell war klar, dass wir so nicht entspannt leben können. Also sind wir erst einmal losgezogen, haben ein günstiges Set Schüsseln jeder Größe gekauft, um auch einen Salat zubereiten zu können; haben noch vier weitere Messer, Gabeln und Löffel gekauft und auch ein scharfes Messer. Selbstverständlich auch sämtliche Gewürze, denn diese hatten wir zurücklassen müssen. (Beim Umzug von Südafrika nach Deutschland waren diese unerlaubt und unerwartet im Container gelandet, weil die Packer etwas übereifrig waren. Aber diesen waren zum Glück unbemerkt durch den Zoll gekommen.)
„Serviced“ hieß, dass dreimal die Woche eine Putzkolonne durch die Wohnung zauberte (denn sämtliche Putzeiner, Wischer usw. sind auch im Container unterwegs). Täglich wurde der Müll geleert, nur gewaschen hat keiner. Waschen lassen war nicht inklusive und definitiv zu teuer. Diesen Part habe ich übernommen. Wie sich schnell herausstellte, war leider das Hotel-Bügeleisen nicht für den Großeinsatz zur Glättung von Arbeitshemden meines Mannes und Schuluniformen der Kinder geeignet. Also losziehen und Bügeleisen kaufen… obwohl ja eines im Container auf dem Weg zu uns ist… 
Kurz vor Schulbeginn stellten wir in Dubai fest, dass wir sowohl die zahlreich vorhandenen Butterbrotdosen, als auch die Getränkeflaschen für die Kinder vergessen hatten, im Gepäck mitzunehmen. Aber bei außerordentlich heißen Temperaturen im September in Dubai, steht außer Frage: Da müssen neue, gut isolierte Getränkeflaschen her, mindestens zwei für jedes Kind. Hätten wir auch vorher dran denken können… – haben wir aber nicht. Sämtliche Hefte, Blöcke und Stifte hatten wir laut Schulliste eingekauft und mitgeschleppt im Ranzen, aber an die Pausen hatten wir nicht gedacht. Ihr seht, so ein Container-Umzug ist immer mit einigen unerwarteten Nebenausgaben verbunden…

Die absolute Luxusvariante für die Übergangszeit ist sicher die, dass man sich eine Bleibe im Ausgangsland erhalten kann. Oft ist das bei Expatriates so, die einen zeitlich begrenzten Entsendungsvertrag bekommen. Diese Situation hatten wir damals, als wir das erste Mal von Deutschland nach USA entsendet wurden. In Regensburg hatten wir damals ein Haus gekauft und konnten dieses vermieten. Glücklicherweise gab es unter der Garage eine geräumige Einraum-Einliegerwohnung, die zu unserem ZweitZuhause in Deutschland werden sollte. Für die Überbrückungszeit perfekt, aber leider später nie wirklich praktikabel für uns. Denn wir waren nie länger als ein paar Tage in Regensburg, um Freunde zu besuchen (unsere kompletten Familien leben in Hessen, also gut 500 km von Regensburg entfernt). Somit war in Regensburg ein Hotelaufenthalt viel angenehmer, als in einem Wohngebiet in einer kleinen Miniwohnung zu leben. Bereits nach einem weiteren Aufenthalt darin, haben wir diese Wohnung mitvermietet. Aber für den Übergang nach Abreise des Containers – ein Traum. 

Eine Variante ist natürlich auch die Urlaubsvariante. Wenn man zwischen zwei Jobs steht, kann man diese Hab und Gut-freie Zeit ideal auch als verlängerte Urlaubszeit nehmen. Denn, wann hat man schon einmal die Gelegenheit, vielleicht sechs Wochen am Stück freizunehmen? Aber das muss natürlich gerade finanziell sehr gut und früh geplant werden. Leider von uns zwar schon einmal angedacht, aber nie umgesetzt… Es war immer mal im Raum gestanden, besonders zu Beginn des Aufenthaltes, dass wir, wenn wir Südafrika verlassen, mit dem Auto von Johannesburg nach Deutschland fahren… Das haben wir nicht umgesetzt. Ich erkläre mir das so: In unseren fast 10 Jahren in Johannesburg, haben wir so unbeschreiblich viel vom südlichen Afrika mit dem Auto bereist, dass wir guten Gewissens, das Vorhaben vom Anfang haben unter den Tisch kehren können. Reue deswegen? Definitiv Nein.

Eine möblierte Ferienwohnung für den Übergang ist auch eine schöne Lösung. Dies hatten wir einmal, als wir von USA nach Südafrika zogen. Und zwar weder in USA noch in Südafrika, sondern die Überbrückungszeit war damals für 6 Wochen in unserer alten Heimat Regensburg. Dort war der Hauptsitz der Firma, für die mein Mann entsendet war, somit bot sich das damals an. Sehr entspannte, sechs Wochen. 

In Südafrika haben wir nach Ankunft in einem Bed & Breakfast gewohnt. Das war zum Eingewöhnen genau das Richtige. Erstmal ankommen, die neuen Gegebenheiten kennenlernen, eingewöhnen und annehmen. Vertrautheit aufbauen. Auf Wunsch im Restaurant bekocht werden und täglich Frühstück zu bekommen. Internetzugang zu haben und durch die eher familiäre Atmosphäre einen Anschluss an das Leben vor Ort zu bekommen. Und eine tolle Zeit der Ankunft des Containers entgegenzufiebern. Und dieses Glücksgefühl, wenn dann endlich der Tag der Ankunft da ist – unbeschreiblich schön und befreiend.

Dieses Glücksgefühl, wenn die Plombe mit einer Zange abgesprengt wird und sich die Türen der überdimensionalen Metallkiste öffnen… WOW! Da sind sie, die Pakete und Kisten mit unserem Hab und Gut. Wenn man dann wieder die eigenen Schüsseln, Besteck, Teller und Tassen in den Händen hält – das ist wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern an einem Tag. Herrlich. 

Und die Kinder sind natürlich vollkommen aus dem Häuschen, endlich wieder alle Spielsachen und Bücher in den Händen halten zu können. 

Nicht herrlich natürlich, dass all das „Zeug“ auch wieder zu verstauen ist und für jedes Ding ein Plätzchen gefunden werden muss. Da ist, meist Frau, einige Tage Vollzeit beschäftigt. 

Was besitzt man nicht alles? Und was hat man, eigentlich nur bedingt, die letzten Wochen oder Monate davon wirklich vermisst? Einiges, kann ich  nur sagen. 

EntdeckerGlück? 

Ja, unbedingt! Super spannend so eine Zeit der Ausnahmesituation, des kompletten Lebensumbruchs. Es ist eine herrlich intensive Zeit für Pärchen und Familie. 

Aber dazu in einem nächsten Blogbeitrag gerne mehr….

Viele Grüße aus Dubai

Ergänzung: Mein entfernungstechnisch kürzester Umzug war in Milwaukee/USA. Dort sind wir innerhalb unserer Wohnanlage, dem Jefferson Block Appartements, vom 2. Stock in den 5. Stock gezogen – mit Hilfe von Freunden und Arbeitskollegen meines Mannes und mit zwei Einkaufswagen!!

Rückzug

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Nein, hier mit ist jetzt nicht gemeint, dass wir zurückziehen, wohin auch immer, sondern ich möchte euch heute den Verlust des Rückzugsortes meiner Tochter während der letzten zwei Wochen beschreiben und unsere Erkenntnis daraus mit euch teilen.

Familie lernt ja nie aus. 

Es hatte sich Besuch aus Deutschland angekündigt, eine vierköpfige Familie. Nach ein wenig hin und her überlegen war die gemeinsame Entscheidung gefallen, dass unsere Tochter mit in das Zimmer ihres Zwillingsbruders zieht, für diese zwei Wochen. Die Kinder des Besuches bezogen also das Zimmer unserer Tochter. Da sich dieses Zimmer ein „Jack and Jill“ Badezimmer (nähere Beschreibung dazu im Blogbeitrag „Haussuche“) mit dem Zimmer unseres Sohnes teilte, fiel somit auch irgendwie die Privatsphäre des Bades weg. Und obwohl unsere Kinder sehr oft noch sehr gerne gemeinsam in einem Zimmer schlafen, meine Tochter auf einer Matratze vor dem Bett unseres Sohnes, an Wochenende sogar manchmal zum Spaß mit all den Kuscheltieren beide in einem Bett, ist es etwas komplett anderes, seine Rückzugsoase für komplette zwei Wochen aufzugeben. Und das auch noch, während einer normalen Schulzeit, keine Ferien, keine Feiertage, Schulalltag. 

Der Besuch an sich war super angenehm!! Sehr selbstständig, viel auf eigene Faust unterwegs. Jeder machte sein Ding, über Frühstück, Fitness usw. Es lief alles sehr harmonisch, angenehm und erfreulich ab. Kompliment an den Besuch. Wir hatten eine tolle Zeit, am Wochenende machten wir einen wunderschönen Wüstenausflug mit Übernachtung gemeinsam, ohne viel Schlaf, was meiner Tochter ebenfalls zusetzte. 

Zum Beginn der zweiten Woche merkte ich, dass sie langsam die Kraft verließ. Ich schob es auf das wunderschöne, aber auch super anstrengende Wüstenwochenende. Und versuchte mit frühem Schlafengehen entgegenzuwirken. Aber es wurde eher von Tag zu Tag schlimmer. Sie wurde immer sensibler, machte oft einen traurigen Eindruck und dann erkannten wir, dass der Auslöser der fehlende Rückzugsort für sie war. Nach einem lagen, anstrengenden Schultag, bei dem die beiden von 7 bis 15 Uhr aus dem Haus sind, fehlte ihr die Erholung in ihrer Wohlfühloase – ihrem Zimmer. In dieses zieht sich unsere Tochter oft nach den Hausaufgaben zurück, malt Bilder auf ihrer Staffelei, sitzt in ihrem Sitzsack und liest Bücher – sie tut einfach das, was ihr guttut und was sie und ihr Körper brauchen. Dieser Rückzugsort war nun komplett weggefallen. Ich fand sie manchmal auf dem Boden im Zimmer ihres Bruders kniend, dort malen.

Und da wusste ich, wir haben einen großen Fehler gemacht, sie zu bitten, ihr Zimmer für den Besuch zu räumen. 

Ich redete mit ihr, entschuldigte mich für die dumme Entscheidung und versprach ihr, dass nie wieder sie oder ihr Bruder ihr Zimmer für Besuch aufgeben müssten. Allein das Reden tat gut, obwohl wir beide ein paar Tränchen vergossen.

Ich besprach die Situation auch mit den Freunden. Auch die verstanden sofort die Gefühlslage unserer Tochter. 

Im Endeffekt ist unser Gästezimmer groß genug, dass wir hier noch zwei Matratzen für zwei Kinder mit reinlegen können. Und ich denke, der Besuch, der sowieso in einer Stadt wie Dubai, die meiste Zeit auf Erkundungstour unterwegs ist, stört sich nicht daran, für eine Woche oder länger ein Zimmer mit den Kindern zu teilen. Und zudem hat der Besuch Urlaub und wir leben parallel im Alltag weiter, was heißt, dass für uns unter den normalen Arbeits- und Schulbedingungen eine andere Anstrengung und somit auch eine andere Art von Notwendigkeit an Ruhe, Erholung und eben Rückzugsmöglichkeiten wichtig ist und dies jeder verstehen wird oder verstehen sollte. Und wir haben an der Reaktion unserer Freunde gemerkt, dass eine Familie das sehr gut nachvollziehen kann. 

Somit das Fazit unserer letzten zwei Wochen: Besuch geht auch einmal während des Alltags (sicher nicht zu häufig), wenn der Besuch unkompliziert und selbstständig ist, keine 5***** Unterbringungen mit Rundumservice erwartet.

Wichtig für uns als Familie, Freunde und Gastgeber: Wir werden kein Zimmer, keine Rückzugsmöglichkeit aufgeben und wir werden unseren Alltag auf keinen Fall in irgendeiner Art und Weise an den Besuch anpassen können. 

Aber wahre Freunde und unsere tollen Familien verstehen das sowieso. Manchmal vielleicht früher als wir.

EntdeckerGlück? Ja, trotzdem und sowieso, denn wir haben ja eine wichtige Entdeckung und Erkenntnis aus dieser Erfahrung mitgenommen. Rückzugsorte sind SEHR WICHTIG, für jeden von uns.

Haussuche…

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… kann spannend und interessant sein, kann sich aber auch zu einer nervigen, frustrierenden Sache entwickeln. Im Moment ein ewiges Gefühlschaos, auf und ab… 

Letzte Woche habe ich ein Haus zum vierten Mal besichtigt und plötzlich war das Gefühl, dass genau dieses Haus unser Haus sein soll, so stark, dass eine wahre Euphorie in mir aufstieg. Leider ziemlich schnell niedergeschmettert mit einem unschlagbaren Angebot eines Konkurrenten. Irgendwo hat man, in unserem Fall „Familie“, ja finanzielle Limits. Unseres ist klar gesteckt und auch unsere Vorstellungen von dem, was unser Haus bringen soll oder nicht, sind sehr klar. Ganz obere Priorität: eine ruhige Lage. Was für uns in diesem Fall bedeutet, weit genug entfernt von jeglichen Highways und auch von den größeren, internen Verbindungsstraßen in einer Wohnanlage. Zudem kommen eigentlich momentan auch nur zwei größere Compounds in Frage, die sowohl für meinen Mann einen annehmlichen Arbeitsweg bieten, als auch für die Kinder den Schulweg nicht endlos in die Länge ziehen. Sehr eingeschränkt, ich weiß. Hinzu kommt, dass momentan gefühlt alle Familien ein Haus unserer Kategorie suchen, aber nicht wirklich viele Familien ein Haus verkaufen, dass unseren Ansprüchen entspricht. Ihr seht also, hier kommt die Frustration ins Spiel. 

Diese Frustration diese Woche noch zusätzlich gesteigert von der Enttäuschung, dass WunschHaus nicht bekommen zu haben und nun die Suche erneut starten zu müssen. Ich habe bereits ganze Exceltabellen mit Häusern, von denen ich bereits über die Makler die Lage geklärt habe oder die ich angeschaut habe und die absolut nicht in Frage kommen. Hingegen findet sich in der Liste der interessanten Objekte… kein einziges Objekt. Frust? Ja! Immer im Hinterkopf der Gedanke, dass ich in einem Monat der Sommerhitze entfliehen werde und meine Suche sowieso (eventuell erfolglos) unterbrechen muss. Und das nicht für zwei Wochen, nein, ich werde mit den Kindern sechs Wochen in Deutschland sein, bevor ich überhaupt wieder in der Lage wäre, Häuser zu besichtigen. Panik. Was, wenn genau in dieser Abwesenheitszeit UNSER Haus auf den Markt kommt? Noch mehr Frust. Mein Plan also, die Häusersucher komplett während unserer Reisezeit zu stoppen. Ich werde keine Immobilienseiten besuchen. Ist der Plan… schaffe ich das? 

Ein Schimmer Hoffnung in der Situation: 

Nach Ankunft Mitte August 2020 wohnten wir anfangs in einem möblierten Appartement. Erst als die Kinder in der Schule angekommen waren, nach zwei Wochen in den Präsenzunterricht wechselten, konnte ich die Häusersuche im letzten Jahr starten. Und auch letztes Jahr, hat es eine ganze Weile gedauert, fast zwei Monate, bis ich das Passende für uns gefunden hatte. Somit verbrachten wir drei Monate im Hotelappartement, bevor wir das Haus beziehen konnten und unser Hab und Gut angeliefert werden konnte. 

Warum wir jetzt schon wieder ein Haussuchen und schon wieder umziehen wollen?

Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir ein wunderschönes Haus gemietet haben, in dem wir gerne auch wohnen bleiben würden, wenn denn nicht die Mieten für solch ein Objekt exorbitant hoch wären und man für diesen Preis, lieber so schnell wie möglich ein Eigenheim finanziert. So, zumindest unsere Rechnung und Entscheidung, denn unser Plan ist es, hier wirklich für ein paar Jahre zu bleiben. Mein Mann hat einen lokalen Vertrag, keine Entsendung, somit ist von Firmenseite keine Begrenzung des Aufenthaltes geplant und von Familienseite auch nicht. 

Wenn wir also Mitte August 2021 aus unseren ersten Ferien in Deutschland wieder zurückkommen, hoffe ich, dass ich dann ein passendes, bezahlbares Kaufobjekt finden werde, denn unser Mietvertrag läuft noch bis Mitte November. Das sollte mir noch ein wenig Luft verschaffen. Ihr seht, irgendwie habe ich schon meine Hoffnung aufgegeben, noch in den nächsten vier Wochen vor Abflug ein schönes Heim zu finden. 

Und obwohl ich unseren jetzigen Vermieter bereits einmal gefragt habe, ob er uns das Haus nicht verkaufen mag und er bereits einmal mit nein geantwortet habe, habe ich einfach letzte Woche noch einmal gefragt. Die Antwort steht leider noch aus…

Die Haussuche bleibt spannend.

Tipp für Familien, die in einer ähnlichen Lage sind, die HausKaufSuche starten möchten und das Geld nicht bar auf den Tisch legen können:

Sinnvoll ist es, von eurer lokalen Bank ein preapproval für die Finanzierung (mortgage) zu bekommen. Das hilft bei der Preisverhandlung und bietet Pluspunkte. Wenn man sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt hat, macht die Bank eine Bewertung (evaluation) des Objektes und wird auch nur den Betrag für Euch finanzieren, der bei der Wertbestimmung festgelegt wurde. In Situationen eines Verkäuferfreundlichen Zeitpunktes, wie momentan (viele Käufer, wenig Verkäufer), fällt der ermittelte Wert meist viel geringer aus, als der gewünschte Kaufpreis. Eh klar… 

Hier ist also einiges an Rechenarbeit vorab zu erledigen, um wirklich zu ermitteln, welchen Kaufpreis man im Endeffekt bezahlen kann. 

Für die Suche von Kauf- oder Mietobjekten kann ich die Homepage Propertyfinder.ae empfehlen. Es gibt noch die Seite dubizzle, aber hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Makler nicht regelmäßig aufräumen und ausmisten und oft viele Objekte noch angezeigt werden, die längst verkauft wurden. Fazit von mir, diese Seite macht mehr Hoffnung und Arbeit als nötig. Propertyfinder definitiv immer aktueller.

Ergänzung:

Ich möchte noch ein paar „Fachbegriffe“ zur Haussuche erklären.

Villa – einfach ein einzeln stehendes Haus.

Townhouse – vergleichbar mit einem Reihenhaus.

BUA – Build up area – entspricht der Angabe der Wohnfläche, wobei hier wirklich einfach die Bodenfläche des kompletten Wohnraumes angegeben wird.

Study – in Amerika wird dieser Bereich/Raum oft als „Den“ bezeichnet. Ein Bereich, ein Raum gedacht für ein Büro, für mich auch gerne ein Gästezimmer, etwas kleiner als das gewöhnliche Gästezimmer, oft befindet sich hier kein direktes Bad angeschlossen, aber sehr oft sehr wohl… . Manchmal ist die Study auch ein Raum, der nicht baulich vom z.B. Wohnzimmer getrennt ist. Also ein sehr dehnbarer Begriff.

Jack and Jill (bathroom) – bedeutet, dass sich zwei Schlafzimmer ein Badezimmer teilen, also beide Schlafzimmer haben über eine Tür Zugang zu diesem Badzimmer, in dem meist der Toiletten-/Duschbereich noch durch eine seperate Tür abschließbar ist. Meistens sind Doppelwaschbecken verhanden. Eigentlich perfekt für jüngere Kinder, aber sobald das Teenager-Alter naht… eher Stresspotential.

Tea Kitchen – meist eine kleine Küchenzeile mit Wasseranschluss, in der Nähe des Masterbed Rooms (Elternschlafzimmers) im oberen Hausbereich.

Family Room – generell eine größere, freie Fläche im oberen Wohnbereich, nicht durch eine Tür getrennt, mittig gelegen zwischen den umliegenden Schlafräumen. Dieser Bereich wird oft mit Sofa und TV und/oder Buchregal ausgestattet.

Powder Room – ein „Gäste-WC“ im unteren Wohnbereich, bei dem das WC räumlich getrennt und verschließbar ist und das Waschbecken frei zugänglich.

Wasser Durchbruch

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Was für ein Start in den Tag…

Wir haben Besuch aus Deutschland und es herrscht reges Treiben im Hause mit vier Personen mehr. Der Alltag plätschert trotzdem nebenbei dahin und nebenbei plätscherte heute dann noch plötzlich das Wasser durch die Decke. Zum großen Glück befindet sich das Leck im Heißwassertank im sogenannten „Maids Quarter“, einem kleinen, meiner Meinung nach oft einfachem, um nicht zu sagen schäbigem Raum mit eigenem Bad. Eigentlich bestimmt für eine Live-in Maid, also eine „Putzfrau“, die bei einem wohnt. Die Dame macht neben dem ganzen Haushalt auch noch hin und wieder das Essen für die Kinder oder ähnliches. Wenn man eine Maid anstellt, unterstützt man damit häufig eine ganze Familie oder einen Familienclan, die/der vielleicht irgendwo in einem asiatischen oder afrikanischen Land auf diese Unterstützung angewiesen ist/sind. Man hat ein unbeschwertes Leben, weil immer eine gute Fee um einen herum zaubert, Wäsche wäscht, bügelt, aufräumt, putzt, abwäscht, saugt, staubwischt usw usw usw.

Aber erstmal zurück zum Maids Quarter – Dieses liegt meist hinter der Küche, in der Nähe der Anschlüsse für die Waschmaschine. Wir nutzen diesen Raum als Abstellraum für Staubsauger, Hundeverpflegungsstation, Vorratsraum und ähnliches, denn einen Abstellraum oder Keller gibt es meist in den Häusern nicht. Heute Morgen also möchte unser Besuch in der Küche etwas Frühstücken und wird beim Betreten mit nassen Füßen überrascht. Nach einem kurzen Aufschrei, eile ich herbei und weiß sofort, was hier Sache ist. Ich mache eine Kehrtwende und flitze in den Garten, um die Booster Pump auszuschalten. Damit wird sofort der weitere Wasserzulauf ins Haus gestoppt, was aber nicht bedeutet, dass der Wasserfall von der Decke stoppt. Denn der fünfzig Liter Tank, über meinem Kopf in der Decke versteckt, möchte oder muss sich erst vollständig entleeren. Nebenbei rufe ich direkt den „Hausmeisterservice“ an und melde unseren Notfall. 
Zum Glück haben wir Besuch und ich bin nicht alleine zu Hause. Ich versuche so viel wie möglich vom Boden in höhere Lagen zu bringen, was vom Wasser durchweicht werden kann, was natürlich nicht für Schrank, Bett oder ähnliches möglich ist… Eine große Erleichterung bieten die, in jedem Raum mit Wasseranschluss, in den Boden eingelassenen Bodenabläufe. Sicher schon dafür gedacht, in diesen Notfällen helfend zur Seite zu stehen. Nicht, dass das Wasser alleine seinen Weg dort hineinfinden würde, aber mit Hilfe eines Bodenabziehers (leider nur einer), einem großem Küchenbrett und jeder Menge Handtücher wischen wir von allen Ecken das Wasser zum Ablauf hin. Hauptsache von den Schränken weg. Der Schweiß läuft so ausdauernd wie das Wasser von der Decke. Tom hält einen Eimer unter die größte Flut, um die weitere Wasserzufuhr zu stoppen. Wahnsinn, wieviel 50 Liter sein können… 

Wassertank in der Decke fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere? Ich kann nur sagen, dass wir dieses System auch aus Südafrika kennen und dort auch einmal einen ähnlichen Fall hatten. Damals zum Glück einen Abend bevor wir am nächsten Tag auf einen dreiwöchigen Roadtrip aufgebrochen sind.

Über jedem Zimmer, dass einen Warmwasseranschluss hat, befindet sich solch ein Behälter in Dubai in der Decke, die Größe natürlich unterschiedlich. Wie ein Boiler, die es früher in Deutschland in älteren Wohnungen oder Häusern gab. Für diese Heißwasserbereiter gibt es neben den Lichtschaltern einen weiteren Schalter, an dem man den Heizvorgang starten kann oder permanent anlässt, in Bädern, die regelmäßig genutzt werden. (Tipp: Um Strom zu sparen, schalten wir den Heizvorgang aller Tanks im Haus vor einem Urlaub immer aus.)

Wir warten etwa zwei Stunden auf das Serviceteam. Der Wassertank ist komplett entleert, alle Böden so weit wie möglich von der Flut bereinigt, alle Fenster und Türen weit geöffnet, damit die gefühlt 45 Grad warme Sommerhitze noch den Rest austrocknet. Wir hocken uns mit einem kalten Kaffee und einer Dose Prosecco (die die Freundin aus Deutschland mitgebracht hat) um 9:45 Uhr fix und fertig an den Esstisch und beruhigen unsere aufgekratzten Nerven. Alles wieder unter Kontrolle, tolles Gefühl. Zwar kein Wasser mehr im Haus, denn der Haupthahn ist zu und ein riesen Chaos um uns herum, Dank all der im Haus verteilten Gegenstände aus der Abstellkammer. Und ich denke jeder weiß, wieviel man in so einer Kammer an Krims und Kram einlagern kann…

Die Besucherkinder haben wahre Freude daran, Wassereimer vom Pool durchs Haus zu tragen, um Toiletten zu spülen. Und statt Händewaschen ist glücklicherweise im Jahre 2021 jeder Haushalt mit ausreichend Desinfektionsmittel ausgestattet. 

Das Service Team mit schlechtem Englisch kommt und sucht auf dem Boden umher. Ich wundere mich. Aber klar, vor ein paar Monaten hatten wir einen Wassereinbruch durch einen der Bodenabläufe. Hatte ich schon völlig vergessen. Von außen hatten Blätter und Dreck irgendeine Blockade verursacht. Damals zum Glück nur im kleinen Räumchen für Waschmaschine und Trockner, somit hatte sich das Wasser nicht ganz soweit im Erdgeschoss verteilt. 
Immer wieder weise ich nach oben, bis sie endlich verstehen, dass das Wasser dieses Mal nicht von unten, sondern von oben kommt (obwohl ich das am Telefon klar und deutlich mitgeteilt hatte). Irgendwie legen sie den Tank vorerst still, so dass wir den Haupthahn wieder öffnen können. Einen neuen Tank haben sie natürlich nicht dabei. 

Und was soll ich sagen, heute ein Tag später, kommt Wasser aus der Decke in der Küche. Zum Glück nur tröpfelnd. Ich habe direkt eine Wäschewanne darunter gestellt und sitze hier und warte mal wieder auf den Service… Sicher ist, dass ich diesen Tank auf alle Fälle auch austauschen lassen werde. Denn was jetzt nur tröpfelt, wird spätestens in den nächsten Tagen mindestens 50 Liter Wasser in unsere Küche ergießen. Und ebenso sicher ist, dass heute oder morgen alle restlichen Heißwassertanks (Geyser oder Hotwatertank genannt) unter meiner Aufsicht ebenfalls überprüft werden. Sehe ich Rost – raus damit. 

Tipp: Sofort bei Einzug jedem Familienmitglied zeigen, wo der Hauptschalter der Booster Pump, sitzt. Denn dieser magische Schalter ist die Rettung im Wasser Notfall. 

DANKE: An meine Freundin Lisa, die mir sofort nach Einzug in unser Haus genau diesen Schalter gezeigt hat mit den Worten: „Der ist ganz wichtig, den wirst Du sicher nicht nur einmal brauchen.“

EntdeckerGlück? Ich finde, man lernt etwas für´s Leben, über die Gegebenheiten in anderen Ländern. Mich freut das MehrWissen. Auch HorizontErweiterung…