Rain Room

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Sharjah.

Als ich meiner Freundin aus Deutschland erzählte, dass ich nach dem Wüstencamp noch einen Abstecher in den Regenraum nach Sharjah geplant hatte, war da erstmal keine Vorfreude. Unfassbare Blicke trafen mich. Wir haben viel über den Plan gelacht und gewitzelt, aber natürlich ging es nach der Wüste in den Regen.

Schließlich hatten meine Kinder Ferien und die sollten schon noch was Neues erleben und sehen. Und das wollte ich auch. Also auf nach Sharjah, wo ich vorher noch nie war. Die Stadt empfing uns mit prächtigen Bauten entlang großer, breiter, imposanter Straßen. Wow. Der Regenraum dann eher in einem normaleren Stadtgebiet, direkt davor ein großer, eingezäunter Park. Der Beton-Kubus steht auf einer Art Insel zwischen den Straßen. Wir zahlen Eintritt 25 AED für Erwachsene und 15 AED pro Kind für etwa 20 Minuten. Durch hohe, schmale Betongassen führt uns ein freundlicher Mitarbeiter zu besagtem Regenraum und erklärt uns dort, wie wir nicht nass werden. Langsam bewegen, nie zu dicht nebeneinander laufen. Wir haben großes Glück, dass wir zu Beginn ein paar Minuten alleine im Regen stehen dürfen. Denn eine weitere Mutter mit zwei Kindern kommt erst später zu uns.

Auch meine Freundin muss zugeben, dass es wirklich eine spaßige Angelegenheit ist. Der Raum ist schwarz, fast ganz dunkel, nur ein grelles, weißes Licht am Ende strahlt den Regen von der Seite an. SchwarzWeiß. Es sieht toll aus. Wir testen den Regen, lachen, fotografieren und natürlich trifft uns der ein oder andere Tropfen, wenn wir uns falsch bewegen, aber wir werden nicht nass, obwohl wir durch den Regen laufen. Wirklich cool.

Die Kinder übertreiben es natürlich…

Irgendwann ist unsere Zeit um, denn eine nächste, wirklich große Gruppe, wartet auf ihren Regengang. Wir hatten wirklich Glück, dass wir so eine kleine Gruppe erwischt haben.

Kurzweilige, tolle Sache – auf jeden Fall empfehlenswert. Auch meine wirklich skeptische Freundin aus Deutschland war dann doch begeistert vom Regen in Sharjah…

Da draußen 38 Grad im Schatten auf uns warten, dass Auto in der Sonne geparkt hat, ist es fast ein Vorteil, dass die Kinder so nass sind 😉

Aber da die beiden auch schon nass sind, vielleicht noch kurz ans Meer…

The Dunes Safari & Camping

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Wüste – Ras al Khaimah.

Natürlich darf bei einem Besuch aus Deutschland auch ein Trip in die Wüste nicht fehlen. Am liebsten natürlich mit einer Übernachtung. So also auch bei dem Besuch meiner lieben Freundin. Und damit es für mich oder für uns nicht immer wieder das gleiche ist, versuche ich immer wieder neue Wüstencamps ausfindig zu machen. Allerdings ist das doch eher nicht so ausgiebig, wie vielleicht die Safari Lodges rund um Johannesburg. Da muss ich mich hier doch um einiges mehr ins Zeug legen…

Aber gut, dieses Mal bin ich wieder fündig geworden.

Und wir werden so wunderschön überrascht. Ich habe Dome Zelte gebucht. Die Kinder hatten noch Osterferien und somit konnten wir unter der Woche fahren, was dazu führte, dass in dem Camp sehr, sehr wenig Besucher waren. Es waren vielleicht noch zwei andere Parteien zum Übernachten im Camp und ein paar wenige, die zum Abendprogramm mit einem Fahrer vorbeikamen. Exklusive Show nur für uns.

Aber erstmal haben wir am Nachmittag nach Ankunft (Anreise in diesen Wüstencamps oder -hotels meist erst zwischen 15 und 16 Uhr) noch eine Stunde Quadtour durch die Wüste gebucht. Leider werden wir aufgefordert Helme zu tragen, was ich sehr schwer ertragen kann. Das Aufzwängen des Helmes verursacht fast eine Art Platzangst bei mir. Schrecklich. Dann noch die Hitze und der Helm, der auf den Kopf drückt. Kostet mich ganz schön Überwindung, aber sobald der Fahrtwind um den Hals weht, wird es langsam besser. Es ist so wunderschön zu viert mit Guide tiefer und tiefer in die Wüste einzudringen. Man fühlt sich der Wüste noch viel näher. Wenn wir anhalten und eine kleine Fotosession einlegen, herrscht vollkommene Ruhe. Der Kopf darf auch kurz wieder Freiheit genießen – helmfrei. Den Sand unter den Füßen. Ich liebe es.

Zufrieden und glücklich kehren wir eine Stunde später wieder ins Camp zurück. Mit einem kühlen Bier lümmeln wir auf den arabischen Sofas und genießen einfach nur das Sein, das Sein in der Wüste.

Zur Show und zum Essen sitzen wir ebenfalls auf kleinen, arabischen Sofas. Tolle Atmosphäre und gutes, einfaches Essen. Kühle Getränke und eine immer wiederkehrende Showeinlage (in allen Wüstencamps): Bauchtanz, die Derwische mit ihrem schwindelerregenden Drehtanz und zum absoluten Highlight jedes abends eine Feuershow.

Natürlich lassen wir uns auch noch Henna Tattoos malen und machen zum Sonnenuntergang noch entsprechende Fotos.

In unserem Kuppelzelt schlummern wir zufrieden und glücklich. Was für ein wunderschöner Wüstentag! Damit waren es bis jetzt ja eigentlich nur ein paar Stunden…

Das Frühstück in den Camps ist immer sehr, sehr einfach. Aber die Tatsache, dass man in der Wüste sitzt und dort frühstücken kann, gleicht alles wieder aus.

Mit Sand in den Schuhen und somit später auch überall im Auto machen wir uns auf die Weiterfahrt…

Lasst euch überraschen, was morgen kommt. Kontrastprogramm vom Feinsten – so viel kann ich verraten 😉

Al Bidya Moschee

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-die älteste Moschee…

… in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf unserer Weiterfahrt zum nächsten Hotel machen wir noch einmal eine Wendung, um dieses historische Bauwerk zu besuchen, dass leider auf der gegenüberliegen Straßenseite liegt, etwa 35 km nördlich von Fujairah.

Die Moschee aus dem Jahre 1446 A.D. wurde komplett renoviert und saniert und im Jahre 2003 wieder eröffnet. Das kleine Infoheftchen, welches wir am Eingang bekommen, erklärt in vielen Sprachen die Geschichte, sogar in Deutsch.

Laut dem Blättchen wird diese Bauart einer Moschee auch als osmanische Moschee bezeichnet. Besonders ist hier zu erwähnen, dass diese Moschee ohne Holzbalken gebaut wurde. Die vier Kuppeldächer werden von einer großen Säule in der Mitte der Moschee getragen.

Ein beeindruckendes Gebäude.

Nebenan führt ein Weg den Berg hinauf und scheint gar auf einen kleinen Wanderweg zu führen. Uns ruft der Strand.

Weiter geht´s – auf zu Snoopy Island.

Aussichtspunkt

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Khorfakkan – Al Suhub – 600 m.

Am Morgen machen wir uns auf den Weg. Wir wollen unbedingt noch auf den Aussichtspunkt hoch, der über der Stadt Khorfakkan trohnt. Durch kahle, graue Berglandschaften schlängelt sich die Straße immer weiter nach oben. Wir passieren ein Kassenhäuschen.

Oben angekommen krönt hier ein rundes Gebäude mit nettem Kaffee den Berg. Rundherum läuft eine Terrasse und ein „Gehweg“ für beste Ausblicke. Es scheint alles nagelneu zu sein. Im Inneren sitzen sehr viele Einheimische Pärchen beim Frühstück, uns zieht es für einen Kaffee auf die Terrasse.

Die Kinder toben auf dem großen Spielplatz und wir genießen den Blick. Traumhaft. Und eine der vielen unerwarteten Überraschungen auf dieser Rundreise.

Am Hang unterhalb werkeln die Gärtner im steilen, steinigen Gelände und begrünen den Hang.

Ein toller Start in den Tag.

Khorfakkan

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Oceanic Khorfakkan Resort & Spa.

Alleine der Name klingt schon besonders. Auf dem Weg zu unserem Hotel fahren wir an eine riesen großen Universitätsanlage vorbei, geschmückt mit großen Wasserspielen, auf dem Berg hoch oben eine Aussichtsplattform. Über den Berg hinüber Richtung mehr führt uns die Uferstraße an einem spannend ausschauenden Libanesischen Restaurant vorbei. Super spannend dann auch, dass plötzlich zu unserer linken Seite ein großer künstlicher Wasserfall auftaucht, direkt neben der Straße. Auf dem Bürgersteig tummeln sich die Menschen, um Fotos von sich vor dem Wasserfall zu schießen. Direkt danach die nächste Überraschung. Eine unbeschreiblich große historisch anmutende Arena am Fuße des Berges taucht auf. Nagelneu. Ein Amphitheater. WOW. Schon wenige Meter später erreichen wir unser Hotel auf der rechten Seite. Das Oceanic Khorfakkan Resort und Spa ähnelt ein wenig dem letzten, enttäuschenden Al Bahar Hotel & Resort, aber was auch immer es ist, dieses Hotel vermittelt sofort mehr Herzlichkeit. Wir beziehen die Zimmer und machen uns sofort auf an den Strand. Dieser ist einladend und einfach schön, ruhig, obwohl sich doch einige Leute hier tummeln. Sympathische Atmosphäre. Die Kinder fahren eine Runde Kanu, ich lese und mache Fotos. Super entspannend.

Das libanesische Restaurant „Rebou Lebanon Restaurant“ an der Corniche Road zieht uns zum Abendessen an. Nach der tollen Erfahrung am Tage zuvor, versuchen wir wieder unser Glück. Herzlich werden wir empfangen und nehmen im gemütlichen Außenbereich Platz. Ein Brunnen plätschert hinter uns. Es gibt eine kleine Fischplatte für die Eltern und die Kinder freuen sich über Nudeln. Die Fischplatte ist nicht ganz so gut, wie am Tage zuvor, aber trotzdem gut. Auch hier wieder alles trocken, sowohl unser Hotel, als auch das Lokal.

Khorfakkan ist umgeben vom Emirat Fujairah, ist allerdings eine Exklave des Emirates Sharjah, ein trockenes Emirat.

Den Abend lassen wir im Hotel ausklingen. Es gibt eine nette Sitzecke, in der wir Karten spielen können und uns an der Eistheke (mit frischem Speiseeis) jeder noch einen frischen Saft bestellen.

Sehr entspannend hier.

Kleine Radtour…

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… Dubai Creek und Beach.

Dieses Mal entlang des Dubai Creek. Zumindest teilweise, denn die Radstrecke ist nicht soweit ausgebaut, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Wir fahren mit dem Taxi zu den Ubora Towers in Business Bay. Hier leihen wir unsere drei Careem Räder und suchen uns einen Weg hinunter zum Creek. Den Weg, den wir finden, führt uns durch einen kleinen Grünstreifen mit Palmen. Ziemlich holprig, kann ich sagen. Am Creek angekommen werden wir sofort mit einem Burj Khalifa Blick überrascht. Ich muss gleich ein Foto machen. WOW. Wir wollen heute aber Richtung Meer fahren. Plan ist, dort dann noch einen Drink in einer der Strandbuden zu nehmen. Wir radeln los, nach links… Erstmal nur in der Sonne, aber der Fahrtwind kühlt. Leider ist schnell klar, dass der Akku des E-Bikes meines Sohnes leer ist oder nicht funktioniert und der Sattel auch nicht will, wie wir wollen. Damit er nicht demotiviert ist, tauschen wir die Räder. Lieber strample ich ein bisschen mehr, bevor er die Lust verliert. Es läuft. Wir passieren die Gegend in der die Musikshow La Perle aufgeführt wird, immer weiter Richtung Meer. Wir passieren eine toll geschwungene Fußgängerüberquerung. Kurz nach einer großen Baustelle, vielleicht auch Bauruinen Ansammlung am Ufer, die zum Glück Schatten wirft, hört der Radweg auf. Was nun? Zurück zur Überquerung – der Tolerance Bridge. Die Auffahrt startet mit Stufen… Aber der Aufzug bringt uns klimatisiert auf Brückenhöhe. Und zu unserem Glück, gibt es am Ende der Brücke eine weitere Careem Radstation, so dass wir das defekte Rad austauschen können. Das ist wirklich super unkompliziert bei Careem und kostet nichts extra. Jetzt läufts. Bis wir auf ein Schild stoßen: Räder verboten… Es ist nichts los auf dem Weg und wir entschließen uns, einfach weiterzufahren. Bis auch dieser Weg irgendwann wieder endet. Wirklich endet. Nur zu Fuß käme man noch über Sand und Dreck weiter endgültig zum Meer.

Aber auch hier, wieder eine Brücke. Aufzug, erster Stock, über die Brücke rüber und schon sind wir unerwartet schnell an der Strandpromenade. Was für eine Überraschung. Den Abschied kennen wir schon und haben uns schon bei der letzten Tour in ihn verliebt. Herrlich – mit Meerblick und frischem Meereslüftchen auf dem Radweg entlang des Meeres. Und das an einem schulfreien Montag. Ich liebe es. An einer Strandbude in Türkis und Rosa gönnen wir uns einen Lemon & Mint Drink mit unbezahlbarem Ausblick.

Wir radeln insgesamt knapp 14 km, hatten wundervolle 1,5 Stunden EntdeckerGlück in Dubai und zahlen dafür gerade einmal insgesamt 60 AED für die Räder.

Wann geht´s wieder los? Ich bin dabei…

An der Station, an der wir eigentlich die Tour beenden wollten, sind leider alle Radstationen belegt. Also geht es noch ein Stückchen weiter, gar nicht so schlimm. An der nächsten Station, kurz vorm Burj al Arab, am Jumeirah Beach 2, werden wir dann fündig und können die Räder wieder eindocken.

Kinder und ich rundum glücklich.

Fujairah

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Museum und Fort.

Den Tag starten wir mit dem Besuch des Fujairah Museums. Um einen großen Innenhof reihen sich einige Gebäude aneinander. Das Museum zeigt neben sehr vielen historischen Funden aus der Gegend auch etwas zur Entstehung und Entwicklung des Lebensraumes Fujairah. Die Räume sind toll gestaltet mit wunderschönen Deckenverzierungen. Wir sehen alte Waffen, Säbel, Münzen, Töpfe und Scherben. Die Lebensumstände früherer Zeiten werden anschaulich dargestellt, Traditionen und Handwerk. Kurzweilig.

Anschließend fahren wir zum Fujairah Fort. Laut dem kleinen Infoheftchen, welches wir im Museum mitgenommen haben, ist durch Analysen festgestellt worden, dass das Fort zwischen 1500 und 1550 erbaut wurde. Das Fort wurde komplett restauriert und sieht tiptop aus. Wir lassen uns durch die leeren Gänge und Räume treiben. Die Kinder finden es spannend, alle Ecken zu erkunden. Von einem Turmdach hat man einen tollen Rundumblick über die ganze Gegend.

Fujairah Museum

Fujairah Fort

Hatta Berge

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Tretbootfahren.

Uns hatte ja die Roller Tour in die Berge gereizt (für eine Wanderung war es uns fast schon zu warm.) Allerdings waren unsere Kinder mit 12 Jahren für die Roller zu jung. Da wir zwar in den Ferien der Deutschen Schule Dubai unterwegs sind, aber wochentags, haben leider viele der anderen Aktivitäten im Aktivitätenzentrum Hatta geschlossen.

Also gut, dann nicht in die Berge, dann geht´s eben aufs Wasser. Wir fahren ein Stück weiter zum Staudamm. Dort gibt es eine große Station zum Anmieten von Kajaks, Tretbooten und verschiedenem mehr. Wir entscheiden uns für ein Tretboot. Es ist fast ein kleiner Fehler, den Kindern ihren Wunsch zu erfüllen und sie treten zu lassen. Denn zu viert im Boot ist zwar die Hinfahrt o.k., aber die Rückfahrt wirklich beschwerlich für die beiden, denn wir haben auch noch richtig Gegenwind.

Auf google maps erkennen wir, dass sich der Stausee in einer Ecke zu einem kleinen Canyon entwickelt, sieht zumindest auf der online Karte so aus. Die beiden strampeln wirklich tapfer immer weiter den anderen Booten hinterher, denn alle fahren irgendwie in die gleiche Richtung. Nach einer halben Stunde sind wir gerade mal am Eingang der Verengung, aber weiter fahren wir dann auch gar nicht, denn wir müssen den Weg ja auch wieder zurück…

Es sind sehr viele Kajakfahrer unterwegs. Ebenfalls immer auf dem See zu sehen sind rote „Rettungsboote“, die sofort herbeieilen, wenn ein Kajak gekippt ist. Wirklich super organisiert.

Unsere zwei Süßen sind wirklich froh, es irgendwann, ein bisschen erschöpft, wieder zur Vermietstation zurück geschafft zu haben. Da ist eine Belohnung fällig.

Imker und Honig            

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in den Hatta Bergen.

Wir haben so viele tolle Entdeckungen auf unserem letzten Roadtrip gemacht. Sehr informativ und spaßig war ein Besuch des „Hatta Honeybee Garden and Discovery Center“.

Über sehr holprige Straße, so dass wir kurzzeitig schon meinen, wir haben ein weiteres Hinweisschild verpasst, gelangen wir zum BienenZiel. Wir werden super nett empfangen und in lustige Imkeranzüge gesteckt. Allein das ist ein riesen Spaß, nicht nur für die Kinder. (Es gibt sogar extra ImkerKleider für Frauen in traditionellen, arabischen Kleidern oder Umhängen).

Wir bekommen einen kurzen, informativen Film gezeigt, bevor wir von einer sehr motivierten und kompetenten Führerin in den Garten geführt werden. Sie erklärt uns die verschiedenen Gewächse der Gegend und zeigt uns die Entwicklung der Bienenstöcke. An einem für die Hatta Region typischem Bienenstock können wir die vielen kleinen Summer dann sehr nah betrachten und gar das Surren mit den Händen spüren. Super faszinierend und informativ.

Die Tour endet mit einer kleinen Honigverkostung und natürlich, obwohl Honig hier wirklich ein sehr, sehr teures Gut ist, nehmen wir noch ein Glas mit.

Jetzt haben wir ein bisschen Hatta Geschmack aus dem Urlaub zu Hause, der uns den Alltag versüßt.

Baustellen…

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… mal wieder.

Ich mag euch noch ein bisschen Etwas aus dem Hause „Baustelle“ berichten. Könnte jetzt gleich wieder mit meinen Access Cards anfangen, denn das scheint schon ein immer andauerndes MEGA PROBLEM hier zu sein. Mag aber auch sein, dass mich mittlerweile die Mitarbeiter an entsprechender Stelle auf dem Kieker haben, weil ich diese unprofessionelle Handhabung und die unbeschreibliche Bürokratie und Unzuverlässigkeit nicht mehr ertragen kann und meinem Unmut an verschiedensten Stellen leider freien Lauf lassen musste… Nicht im besten Tone, ich weiß, aber ich konnte und kann einfach nicht mehr an mich halten. Es ist für mich nicht akzeptable und nicht erträglich und geht mir gehörig auf die Nerven. So ist dann nun auch Woche drei der weiteren Baustellen gestartet.

Nach den elektrischen Schocks im Gartenbereich mussten wir ja die komplette Bodenbedeckung erneuern lassen. Noch mehr Staub und Dreck vom ewigen Fliesenschneiden als sowieso schon immer WüstenSandLuft im Garten und auf der Terrasse… Aber die Fliesenleger waren die bis jetzt Besten, professionellsten Arbeiter, die wir hatten. Super tolle Arbeit. Leider keine Verständigung möglich, denn Englisch wird nicht gesprochen. Zur Kommunikation dient Zeichensprache, Deuten und Raten… Nicht wirklich hilfreich, aber zwei Mal am Tag schaut einer vorbei, der Englisch kann. Es gehen Liter um Liter Wasser an die Bauarbeiter, denn die Temperaturen liegen meist um die 40 Grad.

Die Steigerung dessen nun, die Bauarbeiter, die unser Dach neu abdichten und decken. Hier fließt das Wasser in riesigen Gallonen, jeden Tag schaffe ich Nachschub ran und ich bewundere die Ausdauer und das Durchhaltevermögen. Unglaublich. Auf dem Dach, den ganzen Tag ohne Schatten…

Wir hatten anfänglich einige Schwierigkeiten. Beginnend mit erneutem Access Pass Drama. Mein Fehler, zunächst. Ich hatte eine Genehmigung beantragt, die mich schon viele Nerven und Ausdauer gekostet hat. Die Genehmigung hatte ich für 4 Wochen beantragt, habe beim Erhalt des Access Passes leider nicht wirklich die Zeitspanne kontrolliert und somit übersehen, dass die Genehmigung nur für eine Woche gültig war. Wie bitte, soll man ein Dach in einer Woche abtragen, abdichten und und neu decken? Somit Montagmorgen der Anruf vom Sicherheitsteam am Einlass in die Wohnanlage… Keine gültige Permit für das Team. Mein Puls steigt, mein Herz fängt an zu rasen und meine Laune ist am Montagmorgen bereits im Keller, im tiefsten Stollen… Der 1,5-stündige Marathon beginnt.

Erster Versuch beim Sicherheitsmann am Eingang: Keine Chance. Er gibt mir eine Telefonnummer.

Zweiter Versuch per Telefon: Drei Mal werde ich verbunden und in Warteschleifen gestellt, denn keiner ist zuständig. Die letzte Person macht zumindest Anstalten, den zuständigen Mitarbeiter zu kontaktieren (per Email… während ich am Telefon warte…). Leider ist der Herr nicht erreichbar oder antwortet nicht. Ich soll doch ins zuständige Büro fahren, vielleicht können die helfen.

Dritter Versuch: Ich fahre ins zuständige Büro. Eine der Damen, die meinen Anfall bereits bei der letzten Access Permit Odyssee mitbekommen hat, fängt bei meinem Anblick hektisch an, ihre Fingernägel zu kauen. Unsichere Blicke zur Kollegin. Die übernimmt gleich. Ich schildere mein Dilemma, Tränen der Wut und Verzweiflung in meinen Augen. Da stehen 8 Männer an der Eingangsschranke und warten darauf, endlich die Arbeit zu beginnen, für die ich ja bereits eine Genehmigung für die vergangene Woche hatte (obwohl für vier Wochen beantragt…), ich die Besitzerin des Hauses bin, kann ich nicht die Mannschaft zu meinem Haus bekommen.

Die Mitarbeiterin scheint meine Verzweiflung und meine Wut zu spüren und richtig zu deuten. Ich reiße hier gleich die Bude ab, wenn ich nicht endlich die Einlassgenehmigung bekomme. Sie macht einen Anruf und versichert mir, dass ihr Kollege im unteren Stockwerk, die Genehmigung ausstellt. WIRKLICH???? Ich bin baff, zu Tränen gerührt und teile ihr meine Dankbarkeit von Herzen gerne mit.

Der Kollege möchte alle möglichen Dokumente von mir haben. Da ich diese ja erst vor zwei Wochen,in der letzten Odyssee, alle eingeschickt habe, kann ich damit dienen. Aber weit gefehlt.

Wie dieser aufmerksame Mitarbeiter nun feststellt, fehlt einmal der Fahrzeugregistrierungsschein und zweitens – die alte Version der Identifikationen der Dacharbeiter weißt einen anderen Arbeitergeber auf, als die Gewerbeanmeldung, die ich eingereicht hatte. Der Marathon wird zum Triathlon. Denn jetzt heißt es umswitchen. Über den Chef der Truppe und über den Vorarbeiter der Truppe am Sicherheitscheck versuche ich die korrigierten Dokumente zu bekommen… Die Fahrzeugregistrierung, die ich per Whats App erhalten ist abgelaufen, neue Bitte. Von mindestens einem Arbeiter brauche ich nun noch sein Visum, seinen Reisepass und seinen lokalen Identifikationsausweis…

Zusätzlich muss ich nun noch einen NOC – ein „No Objection Certificate/Letter“ schreiben.

Warum brauchte ich mindestens zwei dieser Dokumente für den letzten Access Pass nicht, den, der nur eine Woche gültig war?

Der wirklich hilfreiche Mitarbeiter macht natürlich nur seine Arbeit. Und dann geschieht das Wunder. Er greift zum Telefon, redet mit jemandem in einer mir nicht bekannten Sprache und erklärt mir anschließend, er habe schon einmal beim Sicherheitscheck angerufen, dass die Dacharbeiter bitte eingelassen werden, die Permit wird gleich nachgereicht. Am liebsten würde ich ihm um den Hals fallen. Es läuft. Handschriftlich verfasse ich das NOC, scanne es mir gleich ein. Wir warten auf die Unterlagen, die nach und nach eintrudeln. Es dauert… Der „Mitarbeiter“ gibt mir seine E-Mail-Adresse und bittet mich, einfach alle Unterlagen zu senden, sobald ich diese von der Firma beisammenhabe. Wieder und wieder garantiert er mir, dass er dann die Genehmigung gleich ausstellt und mir zukommen lässt. Soll ich ihm vertrauen?

Da nun ja aber die Dachdecker bereits am Haus auf mich warten werden, tue ich es. Ich fahre.

Am Haus angekommen sind leider keine Arbeiter anzutreffen… Ich betrete gerade das Haus, da klingelt mein Telefon. Der Vorarbeiter am Sicherheitscheck fragt, wie lange es denn noch dauern würde. Ich bin verwundert? Sie sind nicht eingelassen worden und stehen immer noch wartend an der Schranke.

Jetzt drohe ich fast durch die Decke zu gehen. Ich muss einmal RICHTIG LAUT schreien, ganz alleine im Wohnzimmer, brülle ich einmal laut in den Raum. Ich kann nicht mehr. Hätte auch durch die Decke gehen können, denn vielleicht wird die ja nochmal IRGENDWANN…. gedeckt.

Also ins Auto zurück, auf zu dem netten BüroMitarbeiter. Kurz bevor ich dort ankomme, klingelt wieder mein Telefon. Sie sind drin! Jetzt also plötzlich doch… Das verstehe irgendjemand!

Im Kreisverkehr einmal rum und auch ich fahre jetzt nicht durch die Anwohnerschranke, sondern reihe mich in die Schlage der anstehenden „Besucher/Arbeiter“ ein. Der wahrscheinlich vollkommen unbeteiligte Sicherheitsmann, der an mein Autofenster tritt, bekommt es oder besser MICH nun geballt ab. Aber nicht nur er hört, was ich zu sagen habe, alle anderen (und es sind viele), die auch auf Einlass hoffen, bekommen diesen Wutanfall einer hysterisch gewordenen europäischen Frau mit. Ich schreie den Mitarbeiter an, ob er glaubt, dass ich die dumme, gelangweilte, blonde Europäerin bin, mit der man das machen kann? Mehrmals muss ich darauf drängen zu erfahren, wo genau jetzt hier der Fehler lag, dass trotz des Anrufes des zuständigen Mitarbeiters aus dem Büro, meine Dachdecker nicht eingelassen wurden… MissKommunikation in ihrem MINI-kleinen Büro… Aha.

Jetzt habe ich ja doch wieder die Geschichte vom Access Pass erzählt… Mist. Eigentlich wollte ich ja erzählen, dass wir jetzt zwar ein neues Dach bekommen, dass hoffentlich in der nächsten Regenzeit uns und unser Hausinneres trocken hält, dafür aber von den Dachdeckern wieder die nagelneuen Fliesen, die in mühevoller, schweißtreibender Arbeit die letzten zwei Woche verlegt wurden, zerschmettert wurden.

Denn plötzlich fielen am zweiten Tag, beim Abdecken des Daches, sehr große Betonstücke herunter. Die Fliesenleger waren zum Glück in einer anderen Ecke beschäftigt, denn die hätte es hart und schwer getroffen. Ich bin schockiert. Ich laufe, mal wieder laut keifend, zur Terrassentür und BRÜLLE hoch, dass das stoppen muss. Mein Blick fällt auf die Betonbrocken vor mir, die auf der neu gefliesten Terrasse liegen und dann sehe ich sie: die zerschmetterten Fliesen… Ich könnte heulen, tobe aber auch vor Wut. Der Vorarbeiter kommt schnell vom Dach und bekommt nun auch in geballter Ladung meinen Unmut über ständiges unprofessionelles Arbeiten mit. Denke auch, er hat echt Angst vor mir. Und keiner dieser Männer beneidet meinen Mann, um diese herumschreiende, tobende Furie. „Voll peinlich“, würden meine Teenager Kinder sagen. Aber ich bin am Ende mit den Nerven und diese liegen blank.

Und was passiert? Sofort eilen sie zum Auto und holen Abdeckmaterial. Ich kann es nicht fassen!

Seitdem arbeiten sie wirklich gut und zuverlässig, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe mich vor versammelter Mannschaft auf dem Dach einmal entschuldigt, für mein „Ausflippen“. Verstanden hat es keiner, es sei denn, der Vorarbeiter hat es ihnen anschließend übersetzt. Ich versorge sie täglich mit mehreren Gallonen Wasser, Keksen, Schokolade… Nervennahrung, damit sie dort oben auf dem Dach nicht die Nerven verlieren, wie ich so oft die letzten Wochen…

Und wenn das Dach fertig ist, kommen einfach wieder die professionellen Fliesenleger und tauschen dann wieder die kaputten Fliesen aus…

Ein Kreislauf…

Jetzt muss ich nur noch an meinen Kreislauf denken. Ich meditiere jetzt wieder täglich.