Mein Maß ist voll.

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Baustellen Pause.

Wenn frau seit Mai 2016 (vor sechs Jahren also) zwei internationale Umzüge (Südafrika – Deutschland / Deutschland – Dubai) hinter sich hat; zwei Mal ein Haus gekauft (auch wieder eins verkauft) und jeweils umgebaut hat; man sowohl innerhalb Deutschlands einmal noch umgezogen ist und nun auch in Dubai noch einmal mal umgezogen ist – dann darf man die Nase voll haben. Fünf Umzüge in sechs Jahren, geht, reicht aber jetzt erstmal.

Seit 1. November laufen hier im jetzigen Haus immer mal wieder die Baustellen an. Von vielen habe ich ja ausführlich und oft „genervt“ berichtet. Die momentane, die DackNeudeckung, ist jetzt erstmal das Ende… Gefühlt wird es sicher noch mindestens eine weitere Woche dauern, ich hoffe nicht länger. Aber ich habe jetzt echt die Notbremse reinhauen müssen. Es sind damit noch lange nicht alle angefangenen Baustellen abgeschlossen und auch nicht alle noch ausstehenden Baustellen ad acta gelegt, aber zumindest erstmal auf Eis gelegt. Ich brauche Pause. Und die nehme ich mir jetzt – bis mindestens einen Monat nach den Sommerferien. Ich will einfach mal „normal“ leben. Nicht mich täglich mit Themen beschäftigen, die zwar unser Haus betreffen und somit eigentlich auch meine 100%ige Aufmerksamkeit verdient hätten, die mich aber zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur nerven und ständig auf die Palme bringen. Die mich gar nicht mehr „ich selber“ sein lassen. Nur noch gereizt und genervt. Das bin ich nicht. Bin doch eigentlich der Sonnenschein, aber wenn ich mich momentan über irgendwelche HausUmbauThemen unterhalten muss, brodelt da was in mir, Lava von ganz tief unten… und die Lava kann echt böse werden und ausbrechen. Aber ich will nicht ausbrechen, ich will mal wieder runterkommen vom BaustellenBlues. Möchte wieder ich werden, regenerieren. Da hilft auch mein reingequetschtes Fitness Programm und meine 10 Minuten Meditation täglich nichts mehr, denn auch das passiert momentan nur alles in Eile, weil ja dann wieder eine Horde Dacharbeiter aufläuft und ihre Arbeit machen und ich natürlich nur anwesend sein muss. Aber sie sind da, ständig.

Ich habe nebenbei natürlich Zeit, hier zu schreiben oder all die über die letzten Wochen liegengebliebenen Emails usw zu erledigen. Und ich werde wieder Spaß daran haben, mich den Baustellen zu widmen, nur eben jetzt nicht. Jetzt ist genug.

Hab keine wahre Vorstellung, was ich dann mache. Vielleicht mache ich dann mal einen Termin für den lange überfälligen Zahnarztbesuch aus… Ich will nur einfach einmal wieder das Gefühl haben, selber entscheiden zu können.

Ich habe die Tage zu einer Freundin gesagt, in meinem absoluten Frust, dass ich diesen Job kündigen würde, wenn es einer wäre: „Baustellen-Organisatorin“. Und so ist es. Wie gesagt, eventuell bin ich in zwei Wochen schon wieder drüber hinweg, aber momentan stecke ich fest, im BaustellenBlues. Und davon muss ich mich erstmal freischwimmen. Pause.

Und ich weiß sowieso, dass es irgendwann weitergehen muss und wird. Dann, wenn ich wieder bereit bin, bin ich auch gerne wieder dabei und motiviert. Nur jetzt halt nicht…

Zum Feierabend mache ich mir jetzt ein Bier auf. Keine Maß, ein kleines Glas…

Kleine Radtour…

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… Dubai Creek und Beach.

Dieses Mal entlang des Dubai Creek. Zumindest teilweise, denn die Radstrecke ist nicht soweit ausgebaut, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Wir fahren mit dem Taxi zu den Ubora Towers in Business Bay. Hier leihen wir unsere drei Careem Räder und suchen uns einen Weg hinunter zum Creek. Den Weg, den wir finden, führt uns durch einen kleinen Grünstreifen mit Palmen. Ziemlich holprig, kann ich sagen. Am Creek angekommen werden wir sofort mit einem Burj Khalifa Blick überrascht. Ich muss gleich ein Foto machen. WOW. Wir wollen heute aber Richtung Meer fahren. Plan ist, dort dann noch einen Drink in einer der Strandbuden zu nehmen. Wir radeln los, nach links… Erstmal nur in der Sonne, aber der Fahrtwind kühlt. Leider ist schnell klar, dass der Akku des E-Bikes meines Sohnes leer ist oder nicht funktioniert und der Sattel auch nicht will, wie wir wollen. Damit er nicht demotiviert ist, tauschen wir die Räder. Lieber strample ich ein bisschen mehr, bevor er die Lust verliert. Es läuft. Wir passieren die Gegend in der die Musikshow La Perle aufgeführt wird, immer weiter Richtung Meer. Wir passieren eine toll geschwungene Fußgängerüberquerung. Kurz nach einer großen Baustelle, vielleicht auch Bauruinen Ansammlung am Ufer, die zum Glück Schatten wirft, hört der Radweg auf. Was nun? Zurück zur Überquerung – der Tolerance Bridge. Die Auffahrt startet mit Stufen… Aber der Aufzug bringt uns klimatisiert auf Brückenhöhe. Und zu unserem Glück, gibt es am Ende der Brücke eine weitere Careem Radstation, so dass wir das defekte Rad austauschen können. Das ist wirklich super unkompliziert bei Careem und kostet nichts extra. Jetzt läufts. Bis wir auf ein Schild stoßen: Räder verboten… Es ist nichts los auf dem Weg und wir entschließen uns, einfach weiterzufahren. Bis auch dieser Weg irgendwann wieder endet. Wirklich endet. Nur zu Fuß käme man noch über Sand und Dreck weiter endgültig zum Meer.

Aber auch hier, wieder eine Brücke. Aufzug, erster Stock, über die Brücke rüber und schon sind wir unerwartet schnell an der Strandpromenade. Was für eine Überraschung. Den Abschied kennen wir schon und haben uns schon bei der letzten Tour in ihn verliebt. Herrlich – mit Meerblick und frischem Meereslüftchen auf dem Radweg entlang des Meeres. Und das an einem schulfreien Montag. Ich liebe es. An einer Strandbude in Türkis und Rosa gönnen wir uns einen Lemon & Mint Drink mit unbezahlbarem Ausblick.

Wir radeln insgesamt knapp 14 km, hatten wundervolle 1,5 Stunden EntdeckerGlück in Dubai und zahlen dafür gerade einmal insgesamt 60 AED für die Räder.

Wann geht´s wieder los? Ich bin dabei…

An der Station, an der wir eigentlich die Tour beenden wollten, sind leider alle Radstationen belegt. Also geht es noch ein Stückchen weiter, gar nicht so schlimm. An der nächsten Station, kurz vorm Burj al Arab, am Jumeirah Beach 2, werden wir dann fündig und können die Räder wieder eindocken.

Kinder und ich rundum glücklich.

Quad Tour         

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WüstenErlebnis

Viele in UAE mögen das Dune Bashing, wenn man mit dem eigenen Geländewagen stundenlang durch die Dünen düst. Adrenalin pur, Ängste, eventuell Schäden… nichts für mich. Für uns als Familie ist aber eine geführte Quadtour durch die Wüste ein super schönes Erlebnis. So darf dieser Programmpunkt auch auf unserem Roadtrip nicht fehlen. Nach unserer Nacht im Mysk al Badayer steuern wir einen der vielen Wüstentour Anbieter in direkter Nähe an. Schnell ist einer herausgepickt und wir fragen gezielt nach einer geführten Tour durch die Wüste. Wenn man nämlich nicht danach fragt, dann darf man meist einfach nur in einem kleinen eingezäunten Gebiet alleine seine „langweiligen“ Runden drehen. Wir haben dies bei der ersten Tour gemacht, damit unsere Tochter (12 Jahre) üben konnte. Schlussendlich hätten wir auch damals lieber gleich eine geführte Tour buchen sollen, was gefühlt sicherer gewesen wäre.

Wir bekommen einen netten Tourguide zugewiesen, vereinbaren die Fahrzeit und los geht’s. Herrlich zu viert (plus Guide) in der weiten, einsamen Wüste herumdüsen zu dürfen, immer in vernünftiger Geschwindigkeit und mit gutem Abstand zum Vordermann. Weit in den Dünen drin sehen wir immer wieder klimatisierte Geländewagen unterwegs im Wüstensand. Ich genieße, dass wir so nah dran sind, an der Natur, der warme Fahrtwind im Gesicht, den Staub vom Vordermann auf der Sonnenbrille. Wir stoppen auf einem Aussichtspunkt. Erden. Die Füße im Sand und die wunderschöne Stille genießen, die natürlich wieder vorbei ist, sobald wir unsere vier Quads starten. Für uns als Familie immer wieder ein schönes Erlebnis, dass auf keinem Wüstenbesuch fehlen darf.  

Laut meiner Aktivitäten App sind wir etwa 22 km in einer Stunde durch die Wüste geweht…

Ghost Town

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Sharjah – Al Madam

Nachdem wir den Morgen in der Wüste beim Quadfahren verbracht haben, bringt uns der nächste Stopp leider genau zur Mittagszeit heiße Füße.

Das Al Madam Ghost Town oder Lost City, nicht weit vom Mysk al Badayer Resort entfernt, ist mit einem normalen PKW zu erreichen. Das Navigationsgerät für uns durch einen Ort. Desto weiter wir eindringen, desto mehr hat man auch hier schon mal das Gefühlt, dass die ein oder andere Ecke schon verlassen ist und der Sand Einzug hält. Der Weg führt dann aber doch wieder aus dem Ort heraus, ein paar Kamele suchen hier etwas Essbares. Nicht mehr weit entfernt können wir schon zwei Autos in der Wüste parken sehen. Dass muss es sein.

Man kann etwas entfernt parken und läuft dann vielleicht 100 m zum „Eingang“. Auf diesen 100 m mittags um 12 Uhr brennen mir die Zehen. Leider habe ich nicht meine geschlossenen Schuhe angezogen, sondern bin mutig in meinen Flip Flops los. Besonders mein dicker Zeh ist überhaupt nicht begeistert und schmerz wirklich, wenn der heiße Sand sich darunter klemmt. Wow… Aber ich bleibe tapfer und laufe sehr bedächtig und vorsichtig, aber trotzdem schnellen Schrittes von Schatten zu Schatten. Ich denke, es sieht super lustig aus… Die Häuseransammlung, Town ist fast schon übertrieben, besteht nur aus ein paar wenigen Häusern, die sich einmal anscheinend entlang einer kurzen Straße erstreckt haben. Vielleicht aus den 60er oder 70er Jahren. In manchen sind die Wände bunt angemalt, in manchen leider auch mit schlechten Sprüchen oder Kritzeleien verunstaltet. Aber es ist uns bleibt super spannend in solch verlassenen Gegenden auf Erkundung zu gehen. Manche Decken sind reich verziert und man kann diese gar berühren, denn der Sand dringt weiter und weiter in die Häuser ein und die Natur übernimmt die Siedlung. Die Kinder klettern in einem Zimmer, dass fast vollkommen mit Sand gefüllt ist, ins Dunkel hinein. Irgendwie auch ein bisschen unheimlich.

Die Hitze ist wirklich extrem. Der Rest meiner Familie macht sich schon langsam auf den Weg zurück zum Auto. Ich allerdings mag auch noch das letzte Haus anschauen. Und werde mit besonders farbenfrohen Wänden belohnt. Wunderschön. Zudem hat das Haus eine Randlage und aus der Fensteröffnung kann man die Dünen sehen. Hier begegne ich auch noch einer holländischen Familie. Erst den Kindern, die barfuß unterwegs sind. Im letzten hinteren Raum stoße ich dann auf die Eltern. Die Mutter ist gar so erschrocken, dass ich meine, für einen kurzen Moment, dachte sie wohl es spukt wirklich und sie hat einen Geist gesehen. Aber das bin nur ich. Wir müssen alle herzlich lachen.

Dann leider tritt ein Sohn in einen Holzsplitter und der Spuk ist vorbei. Die Eltern sind in der Realität zurück und können zum Glück sehr einfach den großen Splitter wieder entfernen. Die Familie zieht weiter und werde nun meinem großen Zeh Erholung schaffen und ihn zum Auto zurücktragen… Seltsam, dass ausgerechnet der große Zeh so empfindlich ist.

Ich liebe solche verlassenen Stätten und wir haben auch schon einige spannende besucht.
Diese hier ist zwar sehr klein, aber fein.

Access Permits

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… die zweite…

Ich habe hier ja bereits ein anderes Mal etwas über Access Permits erzählt. Da ich gerade mal wieder diese Woche, noch laufend, wieder einen interessanten Fall habe, möchte ich den doch noch mit euch teilen.

Wenn man also hier an seinem Haus etwas reparieren oder erneuern möchte und man dazu einen Handwerker oder mehrere braucht, benötigt man eine Access Permit.

In Deutschland, jemand hat ein Häuschen und es kann kommen wer will. Hier nicht so. Man wohnt hier in Compounds, in anderen Ländern nennt man sie Estates, und diese haben ein Verwaltungsbüro. Zum Betreten oder Befahren, braucht man entweder als Bewohner einen „Karte“, die an der Windschutzscheibe des Autos klebt oder eben einen „Access Pass“. So einen Pass brauche ich also für fast jeden Handwerker.

Jetzt sollten eigentlich am Montag den 25. April 2022 die Dachdecker anfangen, unser Dach abzudichten und neu einzudecken, denn wir hatten ja, wie in einem anderen Artikel beschrieben, einen krassen Wassereinbruch an mehreren Stellen in der letzten Regenwoche.

Ich habe also wohlweißlich eine Woche vorher, alle nötigen Unterlagen des Unternehmens eingesammelt und dies per E-Mail, wie vorgeschrieben, an das Office Management Team geschickt. Schon im Betreff hatte ich angegeben, dass die Arbeiten am Montag, den 25. April starten werden. Die E-Mail ist am 18. April rausgegangen und ich habe auch sofort die automatisierte Ticket Reference Nummer erhalten. Dann aber passiert nichts. Also habe ich zwei Tage später, eine erneute E-Mail gesendet und auf meine Ticket Nummer verwiesen und erneut das Datum, den 25. April hervorgehoben. Wieder nichts. Also habe ich Freitagvormittag angerufen. Ali versicherte mir, ich erhielt meine Permit innerhalb der nächsten 10 Minuten. Erhalten habe ich nichts. Gehört auch nichts.

Also rufe ich am nächsten Tag, Samstag, wieder an. Und erfahre dort von einem Mitarbeiter, dass ja Samstag und Sonntag von der Abteilung, die ich bräuchte, niemand arbeitet. Fragezeichen in meinen Augen, Aggression und Unmut in mir und klar erkennbar in meiner Stimme. Somit keine Chance, dass die Dacharbeiter am Montag starten können. Denn ich kann frühestens Montag wieder anrufen oder im Büro vorbeischauen, dann ruft das Büro für mich die „ach so wichtige“ Nummer an.

In der letzten Hoffnung stehen ich Montagmorgen 8 Uhr vor dem Büro. Ramadan Bürozeiten: Start erst um 9 Uhr. Aber die Tür geht auf und ich treffe auf eine nette Dame. Sie kann in ihrem Computer sehen, dass Freitag Ali etwas an meinem Fall gearbeitet hat, aber es dann im System irgendwo hängegeblieben ist…
Hilft mir jetzt nicht weiter und meinen Dachdeckern auch nicht… Die nette Dame, kann jetzt nichts machen, aber ab 9 Uhr irgendwann könnte sie dann eventuell den zuständigen Herrn erreichen…. Aha.

Während ich dasitze und erneut meinem ganzen Unmut freien Lauf lasse, ihr natürlich immer wieder versichere, dass ich weiß, dass es nicht ihre Schuld ist, klingelt mein Telefon.

Das Security Gate. Das magische Tor, an dem man den ebenso magischen Access Pass vorzeigen muss, ruft mich an. Na Dankeschön. Es steht ein Fliesenlieferung vor dem Gate, die sie nicht reinlassen können, weil er keine Access Permit hat.

So, jetzt bekommt auch noch der nette Herr am Telefon meine Laune ab… und die hat es in sich. Ich bin kurz vor dem Explodieren, hochroter Kopf und vor Verzweiflung mittlerweile Tränen in den Augen. Wo bin ich denn hier gelandet?

Ich schnauze diesen Herren also an, dass er jetzt auf der Stelle, meine Fliesen für den Poolbereich, der ja unter Strom stand…  hereinlassen los und mir bloß NIE WIEDER mit dem Wort Access Permit kommen soll.

Die Dame im Büro lasse ich einfach sitzen und zische ab. Ich reiße der sonst nämlich noch ihren Access Pass vom Hals….

Ich persönlich brauche ja diese Access Pässe nicht. In anderen Ländern bekam ich einfach einen Anruf vom Gate, ob ich Person xy erwarte und dann waren die drin, ohne Access Pass.

Das ist nicht der erste A… P… Marathon, den ich hinter mir habe. Und nachdem ich heute zwei Menschen echt rundgemacht habe, für etwas, wo sie persönlich gar nichts können, gab´s anschließend eine ausführliche E-Mail.

Denn als ich heute nach Hause kam und meine E-Mails checkte, ob ich den Pass von dem Herren ab 9 Uhr schon erhalten hatte, war da keine E-Mail von ihm, wer immer er ist, the Mistery Man, sondern vom „Customer Happiness Team“, mit der Frage, was genau, denn die Dachdecker machen werden… Dachdecken? Aber die E-Mail von DEM Absender kam mir natürlich gerade recht, denn denen habe ich dann wirklich auf nette, vernünftige Art und Weise mal meine Sichtweise geschildert und ihnen klar gemacht, dass eine Woche Gerenne, Emails und Telefonieren wegen EINEM EINIZGEN ACCESS PASS ganz klar REIN GAR NICHTS mit Customer Happiness zu tun hat…

Und wenn mich noch einmal jemand aus Deutschland fragt: Und, was machst Du da so?… Ja, weiß ich jetzt auch nicht…

Blog schreiben, um mich manchmal abzureagieren 😉

Zusatz: Nachdem ich stundenlang wieder nichts höre und erneut nachfrage, ob ich denn noch mit einer permit für den nächsten Tage rechnen kann, kommt die Antwort, dass die Arbeiten ja IM HAUS sind und man dazu eine Versicherungsfrage noch klären muss. Ich weiße dann mal in einer kurzen, knappen E-Mail darauf hin, dass sich UNSER DACH im Außenbereich des Hauses befindet….

Wahrscheinlich denkt natürlich jetzt der ein oder andere: Was regt die sich denn darüber so auf. Ihr kennt alle, denke ich, diese MomentAufregung, die man dann einfach mal wieder loswerden muss.

Ich liebe diese Stadt, ich liebe dieses Land und fühle mich PUDELWOHL. Ich bin super glücklich mit der Entscheidung, „ausgewandert“ zu sein, dass die Wahl auf Dubai fiel und, dass wir uns für die wunderschöne Community „The Villa“ mit so vielen tollen Menschen und wunderschönen Grünanlagen entschieden haben. Und ja, ich weiß auch, dass es nirgends perfekt ist und es immer mal die kleinen Dinge gibt, egal wo auf dieser Welt, über die man sich einfach mal auslassen muss. Ganz natürlich finde ich. Aber ich finde es ebenso wichtig, nicht immer nur die perfekte GlitzerSuperWelt mit euch zu teile, sondern auch die kleinen Stories des Lebens…

Elektro-Schock

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Rund ums Haus…

Wir kommen ja gerade aus den Osterferien und hatten unter anderem Besuch von lieben Freunden mit Teenager Jungs, Zwillinge, im advanced Teenager Alter – 15 Jahre. In Kombi mit unseren Zwillingen im Teenager Anfangsstadium – 12 Jahre, fand eine sehr harmonische gemeinsame Bespaßung am Nachmittag statt. Pool-Crazyness – mal mit Ball mal ohne, auf jeden Fall mit viel Wasserplantschen und spritzen rund um den Pool. Wir Eltern alle sehr positiv überrascht. So überrascht, dass die Stimmung an einem Nachmittag richtig elektrisierte… Meine Tochter ruft ganz aufgeregt: „Mama, Mama, an dieser einen Stelle vibrieren meine Füße!“ Wie bitte? Ich begebe mit also an besagte Stelle und stelle mich barfuß auf die WPC Platte und auch meine Füße vibrieren und die leicht elektrischen Stöße ziehen hoch bis zum Knie. SOFORT alle Kinder aus dem Pool, runter von den nassen Flächen und Schuhe an. Bei genauem Hinschauen steigt zwischen den WPC Platten sogar leichter Rauch auf. Ich bin schockiert, Herzrasen. Wir reisen zwei, drei Platten mit dem Schraubenzieher raus und was finden wir? Zwei gelb ummantelte, dünne Kabel laufen unter den Platten lang, eingequetscht unter den Querlatten und leicht in Kontakt mit den Metallverklickungen der WPC Platten. Und ein Kabel: schwarz durchgeschmorrt. Unglaublich. Pool erstmal geschlossen. Mein Mann legt abends diesen Stromkreis lahm und gibt somit den Pool erstmal wieder frei. Allerdings haben wir jetzt wieder Baustelle im Garten.  Denn jetzt muss eindeutig die komplette WPC Umrundung um den Pool herum raus und erneuert werden und ganz wichtig: auf weitere ähnliche „Stromleitungen“ überprüft werden.

Da wir auch noch nicht die Terrasse haben Fliesen lassen, nachdem die neuen Fenster und Türen reinkamen, wird das nun noch gleich mitgemacht. Nicht, dass ich nicht schon längst die Nase voll hätte von Baustellen, aber gut, dies alles soll angeblich bis zum Wochenende wieder fertig sein. Und dass, trotz Ramadan und Fasten er Arbeiter. Ich bewundere diese Ausdauer.

Und bin dankbar, dass das sofort diese Woche erledigt werden konnte.

Mein Tipp: Stromkabel, Steckdosen oder ähnliches … nicht immer alles für sicher erklären. Oft fehlt die Erdung, das dritte, wichtige Käbelchen…

Beach und Pool Tag

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Drift Beach Club – Dubai

Ich hatte da einen Tipp bekommen… Mittwochs Ladys Frühstück im Drift Beach Club, bei Verzehr eines Frühstückes und mindestens zwei Getränken ist der Pool- und Strandzugang für den Rest des Tages inklusive. Na, das hört sich gut an und fühlt sich gut an, könnt ihr mir glauben. Obwohl meine Freundin aus Deutschland nicht die SonnenAnbeterin Nummer 1 ist und auch nicht die WeltmeisterBadefreundin, hatten wir einen gigantischen Tag in unbeschreiblich schöner Atmosphäre.

Der Beach Club befindet sich dort, wo die Palme Dubais sozusagen in der Erde steckt.

Nach Ankunft wurden wir mit einem kleinen Golfcart vom Parkplatz zum Empfang gefahren. Hier checken wir ein, können uns zusammen mit einem netten, jungen Mann eine Liege aussuchen. Die erste Wahl der Liege entpuppt sich später als Fehlgriff, denn wir haben weder Schatten noch einen schönen Blick. Hinter der Anlage, am Stamm der Palme wird noch ein großes Einkaufszentrum oder ähnliches gebaut…. Nicht unser WunschBlick. Also ziehen wir noch einmal um, was überhaupt kein Problem ist, da wir früh genug dran sind (später wird es wirklich voll). Etwas weiter entfernt vom Pool, unter Palmen, die uns den ganzen Tag Schatten spenden, auf dem Rasen mit Meerblick finden wir unseren Traumplatz. So lässt es sich mehr als aushalten.

Im Restaurantbereich zum Frühstück herrscht eine wunderschöne, luftige Atmosphäre, absolut stimmige Einrichtung und Deko – strahlende Augen von uns. Köstlichster Kaffee und ein ebenso ein tolles Frühstück runden den Start in den Tag ab. Mehrmals schauen wir uns an, strahlen in den Augen und sind einfach nur fassungslos, dass wir das an einem Mittwochmorgen erleben dürfen. Und uns ist klar, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Die Kinder in der Schule und wir hier. Fast habe ich ein bisschen schlechtes Gewissen. Aber man hat ja nicht immer so wundervollen Besuch von lieben Freunden und muss die Zeit genießen. Das tun wir.

Nach dem Frühstück ziehen wir uns auf unsere Liege zurück. Immer wieder machen wir uns klar, was wir für ein Glück haben, hier nun verweilen zu können. Wir müssen an den Strand, wir müssen ins Meer und wir müssen in den Pool. Nichts wollen wir auslassen. Genuss pur.

An der Poolbar gönnen wir uns gegen Mittag noch einen Mocktail und teilen uns einen leckeren Salat und auch hier, immer wieder ein Grinsen in unseren Gesichtern…

Gegen zwei Uhr machen wir uns absolut entspannt und glücklich auf den Heimweg. Die Kinder kommen aus der Schule, weniger entspannt als wir. Und sobald man bei den Hausaufgaben sitzt, hat einen der Alltag natürlich wieder eingeholt. Aber die Erinnerung an den Morgen, das Grinsen… kommt immer mal wieder.

WiederholungsGefahr.

aber ohne Kinder… denn ich habe im Nachhinein einmal versucht einen Tisch für ein SonntagsLunch zu reservieren – keine Kinder unter 16 Jahren erlaubt.

O.k., wenn ich den Beitrag noch einmal lese, dann merke ich, wie extrem begeistert ich von dem Tag war. Aber ich lasse das so, ihr sollt ruhig meine Begeisterung spüren 😉

Ein Abend in der Wüste

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Sahara Desert Fortress Dinner – Dubai

Ich bin ja generell der Typ Mensch, der versucht, so wenig Plätze wie möglich wieder und wieder zu besuchen. Ich bin immer auf der Suche nach etwas Neuem. Gerade wenn man viel Besuch bekommt, ist das die Gelegenheit, in und um seinen Wohnort, die unterschiedlichsten Ecken zu erkunden. Dafür muss man natürlich immer mit offenen Augen und Ohren unterwegs sein, um die verschiedenen Möglichkeiten auch wahrzunehmen. Man könnte jetzt meinen, in Dubai gibt es ja eh UNZÄHLIGE Angebote und ja, das stimmt. Aber wenn ich einen Abend in der Wüste suchen, ist das Angebot doch immer ziemlich ähnlich. Unterschiede gibt es aber trotzdem immer.

Für diesen Besuch habe ich mich für einen Abend in der „Burganlage“ entschieden inklusive Abholung von zu Hause (oder vom Hotel natürlich). Von den Fotos erinnerte die Anlage an eine alte Festungsanlage in der Wüste und so war es auch. Nach nur etwa 20 Minuten Fahrt biegen wir kurz hinter der Dubai Outlet Mall in einen unscheinbaren Weg ein. Eigentlich direkt vor der Haustür. Die Teerstraße schlängelt sich viele Meter von der Autobahn immer weiter in den Sand hinein. Und dann steht sie vor uns: die Festung. Über einen roten Teppich gelangen wir zum Begrüßungszelt, in dem wir mit Datteln und arabischem Kaffee begrüßt werden. Mit unserem Pappbecher in der Hand geht es über einen gepflasterten Weg näher zur Festung. Zwei Kamele und zwei Pferde warten im Sand auf Reiter oder vielleicht darauf, in Ruhe gelassen zu werden…

In warmen sandfarbenen Tönen schmiegt sich die Anlage wunderschön in die Wüste. Überall warme Lichter, Türmchen und Sitzecken. Wirklich schön. Wir bekommen einen Tisch zugewiesen und können uns anschließend umschauen. Wir lassen uns natürlich mit Henna bemalen, gehen natürlich Kamelreiten und machen viel zu viele SandWüstenFotos.

Im Wüstenkino sitzen wir auch Kissen und bestaunen den unglaublichen Sonnenuntergang auf der Leinwand der Natur – dem Horizont. Wow!

Das Essen gibt es von einem großen Buffet. Es gibt allerlei arabische und internationale Leckereien. Allerdings bin ich überhaupt kein Buffet-Fan…

Man kann verschiedene Pakete buchen. Ich hatte eigentlich das Paket ohne Alkohol gebucht, entscheide mich aber spontan doch für ein Bier zum Abendessen. Das ist aber überhaupt kein Problem und wird einfach extra berechnet. Es gibt die klassischen WüstenAbendShows. Eine Bauchtänzerin, bei der leider die Technik laufend versagt und die Musik und somit der Tanz ins Stocken gerät, einen Derwisch, der sich vor unseren Augen in wahre Trance dreht und natürlich zum Abschluss die Feuershow. Das nette Pärchen vom Nachbartisch hat leider die Veranstaltung schon vor dem Highlight verlassen. Der überdrehte, bunte Paradiesvogel mit seiner Familie am (zum Glück) etwas weiter entfernten Tisch, ist allerdings noch sehr präsent und mit seiner ständig laufenden Kamera fast mit auf der Bühne. Egal, es ist rundum ein wirklich gelungener, schöner Abend. Und das eigentlich direkt vor der Haustür.

Besuch – Urlaub – Besuch – Besuch

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3 Wochen EntdeckerGlück UAE

Wow, was habe ich für unbeschreibliche Wochen hinter mir. Entdecker Overload der ganz großen Extraklasse. Ich bin so dankbar, all das mit solch mir lieben und wichtigen Menschen in den letzten drei Wochen teilen zu dürfen. Und obwohl ich fast sagen kann, ich hatte drei Wochen „Urlaub“ am Stück, war ich wirklich unglaublich erschöpft am letzten Freitag, nachdem mein Dauer-„Sightseeing“ ein Ende hatte.

Es fing damit an, dass eine liebe Freundin noch zum Expo Endspurt mir Gesellschaft aus Deutschland leisten wollte. Diesen Endspurt wollten nicht nur wir hinlegen und somit war nach zwei Tage, die Expo für uns vom Programm gestrichen. Es waren so viele Besucher vor Ort, dass die Schlangen vor den Pavillons ermüdend lang waren und selbst die kleineren Pavillons so gut besucht waren, dass es einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Meine Familie und ich haben zu meiner großen Erleichterung ja bereits mit Expo Eröffnung im Oktober, jedes freie Wochenende auf dem Gelände verbracht und wirklich genießen können. Denn anfangs war der Run auf die Weltausstellung nicht so groß, wie erwartet. Da auch meine Freundin mit mir zusammen schon einige entspannte Expo Tage zuvor auf früheren Besuchen erleben durfte, fiel es auch ihr nicht schwer, spontan auf mein Alternativprogramm umzuschwenken.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Meine Freundin flog am Freitag wieder zurück ins kalte Deutschland und wir starteten in die Osterferien und machten uns am nächsten Tag auf zu einen einwöchigen Roadtrip durch die Vereinigten Arabischen Emirate. Denn für uns gibt es hier in der neuen Heimat immer noch viel vor der Haustür zu entdecken, also liegt das UrlaubsGlück direkt vor der Tür. In meiner ReiseplanLeidenschaft hatte ich einen gut gefüllten Reiseplan ausgearbeitet und die Familie hat sich überraschen lassen.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Unser Trip endete eine Woche später am Freitag, den 1. April. Direkt in dieser Nacht von Freitag auf Samstag kam meine „älteste“ Freundin aus Deutschland angereist. Da es sich hier um einen mega spontanen Besuch handelte, kam ich gar nicht dazu, mir viele Gedanken, um unser gemeinsames Programm zu machen. Klar war nur, dass ebenfalls meine Kinder bespaßt werden mussten, denn die hatten ihre zweite Ferienwoche. Und auch diese Woche war schlussendlich reich gefüllt mit Entdeckungen.

Wir haben so viel erlebt, davon werde ich euch hier in den nächsten Tagen berichten…

Fazit: Ich habe innerhalb von drei Wochen so extrem viel von meinem neuen Heimatland entdecken können. Wahnsinn. Da ein Highlight im Sprint auf ein nächstes folgte, fehlte komplett die Zeit, das Erlebte wirklich im Kopf verarbeiten zu können, was vielleicht mein Erschöpfungsgefühl am Ende erklärt. Ich werde die nächsten Tage nutzen, mit euch in kleinen Beiträgen die tollen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse zu teilen und somit gleich für mich zu verarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das ein oder andere super Spannende für euch dabei sein wird. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben so viel mehr zu bieten als Strand, Luxushotels und Einkaufzentren.

Lasst euch überraschen!

Wer aufmerksam war… merkt, dass nun in meinen Erzählungen ein „Besuch“ des Titels des Beitrages fehlt. Dieser Besuch sitzt gerade im Flieger und kommt heute Nacht an.

Aber hier wird es mit meinen Eindrücken weniger werden, denn die liebe, befreundete Familie mit zwei Teenager Jungs, wird Dubai mit Taxi auf eigenen Faust erkunden. Ich werde mich meinem Alltag widmen, das Erlebte der letzten drei Wochen mit euch zusammen verarbeiten und ganz sicher, viele schöne Abende mit den Freunden verbringen. Ich freu mich drauf.

Ramadan Schulzeit

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Am 2. April hat der Ramadan 2022 gestartet. Generell merkt man in Dubai keine große Veränderung während dieser Zeit. Vereinzelt haben Cafés oder Restaurants den Außenbereich tagsüber geschlossen und öffnen diesen erst wieder nach Sonnenuntergang. Aber es gibt auch andere Restaurants, manchmal am selben Strandabschnitt, nur wenige Meter voneinander entfernt, die den ganzen Tag sowohl am Strand, als auch im Außenbereich auf der Terrasse, Getränke, auch Alkohol, und Essen servieren. Aus Respekt sollte man nicht sichtbar draußen Essen oder Trinken.

Die erste Woche des Ramadans hatten wir noch Ferien (Osterferien), aber heute hat die Schule wieder gestartet. Schule zu Ramadan Zeiten ist eine verkürzte Unterrichts-Zeit mit einem angepassten Stundenplan.

Der Unterricht an der Deutschen Internationalen Schule Dubai (DISD) startet nicht wie gewohnt um 07:50 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:05 Uhr), sondern erst um 08:15 Uhr (mit Bus Abfahrt von zu Hause um 07:43 Uhr).

Ebenso am Nachmittag endet der Unterricht nicht wie gewohnt um 14:10 Uhr sondern bereits um 13:15 Uhr, was für uns eine Ankunft mit dem Bus um 13:45 Uhr zu Hause bedeutet und nicht, wie sonst, erst um 14:40 Uhr. Jeglicher Unterricht am Nachmittag oder Zusatz-Aktivitäten am Nachmittag fallen in dieser Zeit an der DISD aus.

Ich bin froh, dass ich nicht arbeite und somit natürlich ohne Probleme diese zusätzlichen freien Stunden am Nachmittag super abfangen kann. Sonst ist wirklich einfach frühe Planung gefragt, gerade bei jüngeren Kindern.