Wadi Naqab – Red Wall Hike – im Emirate Ras al Khaimah

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–        eine wunderschöne Wanderung

Ich gebe zu, bevor wir nach Dubai zogen, habe ich mich nicht weiter mit Freizeitaktivitäten in und um Dubai beschäftigt. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen. Eine Sache, die ich nie erwartet hätte, ist die Möglichkeit zu Wandern. 

Dank lieber Freunde, die uns zu einer NeujahrsWanderung eingeladen haben, durften wir diese schöne Tour in netter Gesellschaft laufen… auch mal klettern. 

Der Einstieg ist recht einfach zu finden, Danke Google Maps.

Es gibt zwar nicht viele Regentage in den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber bevor man diese Wanderung macht, oder andere Gänge dieser Art in einem Wadi, sollte man sicherstellen, dass an dem Tag kein Regen erwartet wird. Denn Wadi bedeutete Senke, in dem Fall eben auch ein Flusslauf, sollte es zu regnen anfangen. Das Wadi ist an beiden Seiten von hohen, kahlen Felswänden gesäumt. Der Weg besteht aus feinem oder gröberem Gestein/Geröll und manchmal muss man sogar über größere Felsbrocken klettern. Wir hatten unseren Hund dabei, was definitiv möglich ist, mussten ihm aber bei der ein oder anderen Kletterpartie helfen. Sowohl uns Erwachsenen, als auch den Kindern hat die Tour, inklusive des Kletterns, super viel Spaß gemacht.

Aufgrund der alljährlichen Hitze empfiehlt es sich natürlich, die Wanderung am Morgen zu starten. Wir sind im Januar, gegen 9 Uhr gestartet. Dank der hohen Felswände, die das Wadi säumen, ist man bei frühem Start relativ lang im Schatten unterwegs. Die Anfahrt von Dubai dauert etwa 1,5 Stunden. Und ja, die Tour lohnt sich auf jeden Fall für einen Tag. Einfach traumhaft schön. 

Wir haben es nicht ganz bis zum Ende, zur Red Wall geschafft. Denn zum Schluss war doch sehr viel klettern über sehr große Felsen angesagt, was mit dem Hund einfach nicht mehr möglich war. Unsere Kinder sind mit den Freunden noch ein ganzes Stück weitergekommen, aber auch der ein oder andere Erwachsene der Gruppe und auch die Kinder, sind vor der Red Wall umgekehrt. 

Unsere Tour, bis zum Hunde-Wander-Aus, war trotzdem einfach Strecke etwa fünf Kilometer, für einen Samstagsausflug inklusive Kinder und Hund perfekt.

Es war ein tolles Gefühl, zu Fuß diesen Teil des Hadschar Gebirges (Hajar Mountains) zu erkunden. Wir werden sicher in den kommenden kühleren Monaten noch weitere Touren machen, denn es soll noch einige dieser Art in den Emiraten geben. 

Eine wundervolle Entdeckung in der neuen Heimat. EntdeckerGlück.

Stecker und Steckdosen

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Eine kleine kurze Anekdote von gestern. 

Wir haben eine elektrische Zahnbürste, noch aus Deutschland. Für mich die Revolution der Zahnbürsten, die Philips Sonicare. Nun hat genau die, leider Anfang der Woche den Geist aufgegeben. Also habe ich mich bezüglich der Preise informiert und eine neue gekauft. Die Alternative wäre gewesen, dass mein Mann eine aus Österreich mitbringt, wo er sich momentan geschäftlich für ein paar Tage aufhält. Ich habe dieses Angebot abgelehnt und fand die Preise hier absolut o.k. und habe sie somit in der Apotheke meines Vertrauens erstanden.

Ich habe die Zahnbürste ausgepackt, kurz getestet, dass sie funktioniert und habe die Verpackung gewissenhaft in der Recycling Tonne entsorgt. Jetzt wollte ich gestern die lokal gekaufte Zahnbürste im Bad in Betrieb nehmen und dann war da ein kleines Problem…

Denn in den Badezimmern hier, gibt es nur eine Steckdose für Rasierer. Dort konnten wir das alte Ladegeräte mit der „deutschen“ Steckerversion anschließen. Nun aber hat die in Dubai gekaufte Ladestation leider den lokalen 3er Stecker und somit können wir ab jetzt die Zahnbürste nicht mehr im Badezimmer laden… Wo bitte schließt man sonst seine Zahnbürste an? Soll ich die jetzt im Schlafzimmer stehen haben oder in der Küche oder gar im Esszimmer? Könnten wir alle direkt nach dem Essen immer Zähneputzen. Ich könnte eine alte Waschschüssel mit Wasserkaraffe daneben platzieren – so als kleines Kunstwerk oder als Gag…

Natürlich nur ein kleines Problem, welches mich aber gestern ziemlich genervt hat und ich mit euch teilen wollte. Wo meine Zahnbürste in Zukunft geladen wird… weiß ich leider noch nicht.

Alle Steckdosen hier haben die britischen 3er Stecker. In jedem Supermarkt gibt es bezahlbar Adapter, gerne und oft auch Mehrfachadapter zu kaufen, also generell kein Problem. Nur in Kombination mit der besonderen Rasierersteckdose im Bad harmonieren diese leider nicht…

Ich werde mal versuchen, die neue Zahnbürste mit der alten Ladestation zu laden…

Hätte ich doch das Angebot meines Mannes angenommen!

 

Foto: die schwarze Ausführung ist die neue Zahnbürste

Afrika „Feeling“ rund um Johannesburg

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Elefanten Waisenhaus und Monate Game Lodge

Johannesburg, oft auch nur Jo´burg oder Jozi genannt, ist eine Millionenstadt und die Wirtschaftsmetropole Südafrikas. Mit einem Besuch im Elefanten Waisenhaus vor den Toren der Stadt oder ein paar Nächten auf einer Safari-Lodge rundet man seinen Großstadtaufenthalt ab und kommt der Natur Afrikas ganz nah.  

Verlässt man Johannesburg Richtung Norden findet man sich bald in hügeliger, grüner Landschaft wieder. Man entflieht schnell dem Trubel der Stadt. Die Straßen schlängeln sich durch die bergige Weite bis hin zum Hartbeespoort Dam. 

Unser Ziel ist das Elefanten Waisenhaus. In einem afrikanisch anmutenden, Reet gedecktem Haus werden wir empfangen. Auf der Terrasse bekommen wir einen ersten Blick auf die verspielten Gefährten, die uns die nächsten zweieinhalb Stunden begleiten werden. Von den freundlichen Mitarbeitern erfahren wir mehr über die Herkunft und die Schicksale der fünf Elefanten, die momentan in diesem Waisenhaus versorgt werden. Sie heißen Amarula, Temba, Khumba, Mvusu und  Masadi. Temba ist die jüngste und ist sieben Jahre alt.  

Die Einrichtung vermittelt nicht nur Interessantes über die afrikanischen Elefanten (Loxodonta Africana), sondern gibt uns die Möglichkeit, in einer interaktiven Begegnung den Tieren ganz nah zu kommen. 

Wir fühlen die runzelige, feste Haut am Rücken, berühren die feinen, weichen Bereiche hinter den Ohren, halten die borstigen Enden des Schwanzes in den Händen und fühlen die soften Fußsohlen. Woran erkannt man nun den afrikanischen Elefanten? Unser Guide gibt uns den Tipp, dass seine Ohren die Form des Kontinentes Afrika haben. Tatsächlich! 

Mit einem dicken, feucht-dreckigen Elefantenkuss auf die Wange verabschieden wir uns erstmal. 

Jeder Elefant hat seine eigene Schlafkammer, die jeden Tag komplett gereinigt und für die Nacht hergerichtet wird. Zimmerservice – fast wie im Hotel. 

Während wir noch über die Anatomie der Elefanten aufgeklärt werden, stehen die Vierbeiner ganz neugierig hinter uns. Sie strecken uns, über einen Zaun hinweg, die Rüssel entgegen, steigen sogar mit einem Fuß auf den Zaun, nur um uns näher zu kommen. Nach der Anatomiestunde wird uns klar warum. Die Elefanten kannten schon den nächsten Programmpunkt: Füttern!

Wir bekommen zwei Eimer gefüllt mit Trockenfutter und eine kurze Anweisung, wie wir am besten und am sichersten Füttern. Gierig werden uns immer wieder die Rüssel entgegengestreckt, keine Bewegung bleibt unbeobachtet, wollen die Elefanten doch sicher sein, dass wir gerecht verteilen.

Zum Abschluss drehen wir noch eine Runde „trunk-in-hand“, was so viel bedeutet, wie Händchenhalten oder besser Rüsselhalten. Der Elefant legt seinen Rüssel in die Hand und wir machen einen kurzen Spaziergang über den Platz. 

Zur abschließenden Krönung wird bei Interesse auch ein kurzer Elefanten Ritt angeboten. 

Den schönen Morgen schließen wir mit einem köstlichen 3-Gänge-Mittagessen auf der Terrasse ab, mit Blick auf die neu gewonnen Freunde. Dazu trinken wir einen Rock Shanty, ein typisch südafrikanisches Erfrischungsgetränk.

Monate Game Lodge – etwa zwei Stunden von Johannesburg entfernt

Wir sind auf den Geschmack gekommen, wollen noch mehr Afrika Feeling und buchen eine Game-Lodge für zwei Nächte. Game bedeutet Wild. Und eine Game-Lodge ist die Bezeichnung für eine Unterkunft im Busch gelegen, oft auf einem privaten, sehr weitläufigen Grundstück mit wilden, afrikanischen Tieren. 

Wir wollen nicht weit fahren und haben uns deshalb für die malaria-freie „Monate Game-Lodge“ entschieden. Diese ist etwa zwei Stunden Fahrtzeit nördlich von Johannesburg gelegen, in der Provinz Limpopo. 

Sobald wir von der Hauptstraße abfahren, hört die geteerte Straße auf und die Schotterpiste beginnt. Wir fühlen uns Afrika gleich noch ein Stück näher. An der Lodge werden wir von sehr nettem Personal mit einem frischen Fruchtsaft erwartet. Man erklärt uns den typischen Tagesablauf bei dieser Art von Urlaub und wir wissen jetzt schon, dass wir eine spannende, gute Zeit haben werden. 

Zimmer beziehen und ab in den Pool zur Abkühlung, bevor wir unser Mittagessen unter einem schattigen Sonnenschirm bei sommerlichen Temperaturen einnehmen. 

Um 16 Uhr ist Abfahrt zu unserem ersten Game-Drive in einem offenen Safari-Fahrzeug. Alleine dieses Gefährt ist schon ein Erlebnis. Sobald wir den Bereich der Unterkunft verlassen haben, sehen wir Springböcke, Kudus, Zebras, Wasserböcke, Giraffen und vieles mehr – das ist Afrika. Unser Fahrer hält oft an, gibt uns ausreichend Zeit die verschiedenen Tiere zu beobachten und erzählt uns eine Menge über die Flora und Fauna Afrikas.  

Kurz vor Sonnenuntergang stoppt der Fahrer erneut und wir steigen alle aus. Erst zögerlich, haben wir doch gehört, es soll auch Nashörner und Geparden geben. Und dann haben wir unseren ersten Sundowner im Busch. Mit einem südafrikanischen Weißwein in der Hand, den grasenden Giraffen nicht weit von uns entfernt, genießen wir den Sonnenuntergang. 

Zurück in der Lodge erwartet uns ein Abendessen in einer Höhle. Wir steigen die Stufen hinauf und dort oben in einer natürlichen Grotte im Berg stehen gedeckte Tische im Kerzenschein. In schweren, gusseisernen Töpfen, mit Kohlen befeuert, köcheln köstliche, afrikanische Spezialitäten. Wir essen Kudu und Pap (eine Art Maisbrei) – und können kaum glauben, dass wir uns nur zwei Stunden von der Millionenstadt Johannesburg entfernt befinden. 

Am nächsten Morgen stehen wir bereits um fünf Uhr auf und eine halbe Stunde später starten wir zum nächsten Game-Drive. Es ist kühl und wir haben uns dick angezogen, aber im Safari-Fahrzeug warten auch noch kuschelige Decken auf uns. Eingemummelt geht es wieder hinaus in die Natur. Die Sonne steigt langsam höher und die Natur erwacht. In der Kühle des Morgens entdecken wir viele bekannte Tiere vom Vorabend wieder, haben aber auch das Glück, den Geparden zu finden. Diese Schönheit der Natur ist unglaublich faszinierend. Im Alltag wollen wir uns kaum vorstellen jeden Morgen um fünf Uhr auszustehen und schon bald die Arbeit zu beginnen, aber hier im Busch, sind wir gerne bereit, solche Uhrzeiten in Kauf zu nehmen. Die Natur belohnt uns dafür. 

Wir machen noch einen Kaffeestopp im Busch und kehren dann nach einer weiteren Stunde Tierbeobachtungen hungrig zur Lodge zurück. Dort wartet ein herzhaftes Frühstück auf uns. 

Anschließend ist Freizeit angesagt. Was tun den ganzen Tag? Wir entschließen uns zum Tontauben schießen. Ein großer Spaß, da wir dies alle noch nie gemacht haben. Nach einer Einführung in die Sicherheit und die Technik des Gewehres geht es los, die ersten Schieß-Versuche. Meine zehn Tontauben bleiben verschont, ich erziele keinen einzigen Treffer. Ich investiere in fünf weitere Tontauben, aber auch diese entwischen mir. 

Die spätere Erfrischung im Pool und der zweite Platz in einem kleinen Minigolf Turnier lassen schnell die Misserfolge beim Tontauben schießen vergessen. 

Bei unserem abendlichen Game-Drive haben wir dann noch eine Begegnung der besonderen Art – Nashörner. Gewaltige Tiere, die in einer Gruppe von vier auf unserem Weg stehen und nicht zur Seite gehen wollen. Uns gibt das viel Zeit, die riesigen Geschöpfe zu beobachten und zu fotografieren. Mit der untergehenden Sonne und den trockenen, gold-leuchtenden Wiesen fühlen wir uns der Natur ganz nah und vom Afrika Fieber gepackt. 

Erst nach zwanzig Minuten macht sich die kleine Herde langsam auf den Weg, immer unserem Pfad entlang, bis sie dann im Busch verschwindet.

Zurück im Camp wartet ein großes Lagerfeuer auf uns. In bequemen Campingstühlen genießen einen Aperitif mit Blick in das flackernde Feuer, bevor wir unter dem weiten Sternenhimmel unser Abendessen einnehmen. 

Der nächste Morgen beginnt natürlich wieder um fünf Uhr. Und nein, wir sind es immer noch nicht leid, Tiere zu suchen, zu beobachten und zu fotografieren. Auch wenn sich viele Tierarten immer wiederholen, können wir nicht genug bekommen und die Faszination bleibt. Nachdem wir die großen Tiere schon kennen, interessieren uns nun auch die kleineren Lebewesen, wie Vögel oder Spinnen, die wir bisher überhaupt nicht wahrgenommen haben. Wir genießen noch einmal zwei Stunden in der Wildnis, bevor wir zu unserem letzten Frühstück in die Lodge zurückkehren. 

Danach heißt es packen und Abschied nehmen. Ein faszinierender Kurzaufenthalt liegt hinter uns und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir nicht das letzte Mal in dieser Buschwelt Afrikas Urlaub gemacht haben.

Seychellen

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Sechs Nächte, drei Inseln und sieben Meeresfrüchte Salate

Es ist August in Südafrika, der Tiefpunkt der winterlichen Temperaturen. Wir brauchen dringend Wärme. Also buchen wir spontan einen Kurztrip auf die Seychellen. Kurz vor Mitternacht sitzen wir im Flieger. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf steigen wir am nächsten Morgen bei sommerlichen Temperaturen um kurz vor sieben Uhr Ortstzeit aus dem Flugzeug, zwar nicht ganz fit und frisch, aber egal wie, die Wärme hier ist mehr als angenehm. 

Ein Taxi bringt uns zu unserer ersten Unterkunft auf der Hauptinsel Mahé. Mit Blumenkränzen und einem tropischen Getränk werden wir herzlichst im Hotel empfangen. Wir wollen diese herrliche Terrasse, die über das Meer hinausragt, gar nicht mehr verlassen. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass dieses Hotel die richtige Wahl war. Und bei Betreten unseres Bungalows, bleibt uns die Sprache weg. Wir wissen nicht warum, aber wir haben ein Upgrade bekommen und beziehen eine superschöne Villa mit kleiner Terrasse. Der Wohnraum im Untergeschoss hat ein 180 Grad halbrundes Fenster und scheint über dem Meer zu schweben. Im oberen Bereich finden wir zwei Schlafzimmer mit demselben Schwebegfühl. Obwohl das Zimmer so wunderschön ist, ruft uns aber der Strand und die Fische. Wir packen die Badesachen, leihen uns Schnorchelausrüstungen an der Rezeption und dann verbringen wir den Tag an einer kleinen, idyllischen Bucht, direkt am Hotel.

Den kompletten Reisebericht, inklusive aller Hotels zum Download Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Insel Praslin

Mit einer Minipropeller Maschine, die vielleicht Platz für 15 Passagiere bietet, ist der Überflug nicht nur unser Transfer zur nächsten Insel, sondern ein ganz besonderes Erlebnis. Die Inselgruppen schauen atemberaubend schön aus der Luft aus: türkisblaues Wasser, herrliche goldene Sandstrände und tiefgrüne Inselkerne. 

Auf Praslin angekommen geht es mit dem Taxi weiter. Die Insel ist vielleicht zwölf Kilometer lang und etwa fünf Kilometer breit.  Es gibt eine einzige Ampel und diese springt dann auf rot, wenn ein Flugzeug landet oder startet. 

Wie schon auf Mahé, hängen auch hier überall Plakate und wehen Fahnen, die die achten „Olympischen“ Spiele der Inseln des indischen Ozeanes ankündigen, die in diesem Jahr eben auf den Seychellen ausgetragen werden. 

Unser Zimmer im Hotel ist sehr stilvoll eingerichtet und mit warmen Farben geschmückt. Hier kann man sich nur wohlfühlen. Zum Mittagessen genießen wir unseren zweiten köstlichen Meeresfrüchte Salat im offenen Restaurant. 

Die Bucht der Grand Anse lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Genau dies machen wir auch, nachdem wir feststellen, dass der Strand nicht zum Schnorcheln, sondern mehr zum Baden geeignet ist. 

Bei bewölktem Himmel unternehmen wir am nächsten Morgen wieder einen Spaziergang, diesmal in das kleine Städtchen. Viel gibt es dort nicht zu sehen, somit buchen wir spontan einen Mietwagen. Dieser wird auch innerhalb der nächsten Stunde ins Hotel geliefert. 

Mit unserem kleinen roten Flitzer geht es dann gleich los. Erster Stopp – ein Barber Shop mit dem Namen O´Reals. Dort erhält mein Mann einen Haarschnitt und gleich noch eine Lebenslektion: „Trinke nicht, rauche nicht und suche keinen Streit – sei friedlich und glaube an den Herrn.“ Heute ist schulfrei und schnell sitzen vier weitere junge Herren herum, die auf ihren Haarschnitt und ihre Lebenslektion warten.

Auf dem Weg zur berühmten Bucht Anse Lazio packt uns der kleine Hunger und wir stoppen im Hotel Acajou an der Cote d´Or gelegen. Ohne große Überlegungen bestellen wir natürlich wieder einen Meeresfrüchte Salat. Das Restaurant liegt direkt am Meer mit einem herrlichen Ausblick und der Salat ist wirklich ebenso gut, wie die Aussicht. 

Wir können uns gerade noch losreisen und setzten unsere Fahrt fort, weiter Richtung Norden. Ganz am Ende der Straße treffen wir auf die Anse Lazio, die Bucht, die oft als eine der schönsten der Welt betitelt wird. Bei unserer Ankunft ….

Mehr Tipps und Infos im kompletten Reisebericht Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Ausflug nach La Digue

Am nächsten Morgen ist es erneut sehr bewölkt, aber an den Temperaturen hat sich nichts geändert. Sommer. Wir haben beschlossen auch noch die kleine Insel La Digue zu besuchen. Für unseren Tagesausflug machen wir uns früh auf den Weg zum Hafen. Um 9:30 Uhr geht unsere Fähre. Wir haben eine Tasche mit Badesachen und Sonnenmilch gepackt, was brauchen wir sonst? 

Aufgrund des Wetters ist das Meer sehr wellig und die Überfahrt heftig. Zum Glück haben wir vorher bereits zwei Reisetabletten eingenommen. Alles verläuft gut und etwa 20 Minuten später sind wir schon auf unserer dritten Insel. Es herrscht ein riesen Ansturm auf den Fahrradverleih. Also beschließen wir erst einmal, einen Kaffee direkt am Hafen zu trinken. Zur Freude gibt es auch noch frisch gepresste Säfte. Gestärkt suchen auch wir uns anschließend einen Fahrradverleih. Der Ansturm ist vorbei und schnell sind wir fündig und haben die passenden Räder. Mit einer kleinen Karte in der Hand geht es los. Badetasche ins Körbchen und auf zur Erkundungsfahrt. Leider hat auch der Regen beschlossen, heute La Digue zu besuchen. Aber irgendwie ist uns das vollkommen gleichgültig. Die Temperaturen sind angenehm war und somit radeln wir bald pitsch nass über die Insel, aber sind definitiv nicht alleine. Überall treffen wir auf weitere Radfahrer. Mein Sonnenhut wird spontan zum Regenhut umfunktionert, so dass mir nicht andauernd die Tropfen in die Augen laufen. 

Es geht einen steilen Berg hinauf und anschließend erholsam wieder hinunter in eine Sackgasse in der Bucht Grand Anse. Dort im Restaurant Loutier Coco ist Radler Versammlung. In der strohgedeckten Hütte tummeln sich die nassen Radfahrer. Nach einer kurzen Getränkepause treten wir wieder in die Pedale. Also erneut den steilen Berg hinauf, aber anschließend auch wieder entspannt den Berg hinunter. Wir genießen die Bewegung und vor Euphorie über die kleine Insel, übersehe ich fast die große Schildkröte, die dort direkt neben dem Weg im Gras sitzt und frisst. 

Und dann plötzlich reißt der Himmel auf und die Sonne lacht uns an. Gerade passend erreichen wir einen herrlichen, weißen Sandstrand mit türkisblauem Wasser. Wir machen spontan eine Badepause. Lange hält diese nicht an, denn die Wolken werden wieder dichter und schon regnet es. 

Also wieder auf die Räder. Zeit, dass wir irgendwo zum Mittagessen einkehren. Etwas den Berg hinauf, nicht weit von unserem Strandstopp entfernt, finden wir ein Restaurant direkt an der Straße mit weitem Blick über´s Meer. Es stehen schon zwei weitere Fahrräder davor. Also parken auch wir ein und steigen leicht feucht die Treppen hinauf. Ein aufmerksamer Mitarbeiter begrüßt uns sofort mit zwei Handtüchern. Sehr nett. In die Karte brauchen wir nicht groß schauen, wir wissen schon, was wir möchten. Und natürlich werden wir auch hier nicht enttäuscht. Wir genießen erneut einen Meeresfrüchte Salat, während der Regen in Strömen vom Himmel fällt. Eine französische Familie hat es leider nicht vor dem Haupterguss des Himmels geschafft und betritt nun triefend nass das Restaurant. Sofort eilt wieder ein Mitarbeiter mit Handtüchern herbei. Das scheint hier Service des Hauses zu sein. Da wir nicht weit vom Hafen entfernt sind, beschließen wir hier noch eine halbe Stunde die Aussicht zu genießen, bevor wir uns auf den Rückweg zu unserem Katamaran machen, der uns um 14 Uhr wieder nach Praslin bringt. Wir nehmen vorsichtshalber jeder noch eine Reisetablette. 

Am Hafen sehen wir ein ganz junges Pärchen, das ebenfalls auf die Fähre wartet. Sie hält ihr weißes Hochzeitskleid in den Händen. Wir wünschen ihnen von ganzem Herzen, dass ihre erhoffte Traumhochzeit auf der Insel La Digue nicht ins „Wasser“ gefallen ist. Auf der anderen Seite gibt es ja das Sprichwort, dass es Glück bringt, wenn es am Hochzeitstag regnet. Unser Tagesausflug nach La Digue hat sich, trotz Regen, absolut gelohnt und hat uns nur bestätigt, dass uns diese Insel zu klein wäre, um hier in einem Hotel ein paar Tage zu verbringen. 

zurück auf Praslin

Unser kleiner roter Flitzer wartet schon am Hafen auf uns und bringt uns rechtzeitig zum Hotel zurück, so dass wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mit dunklen, imposanten Regenwolken erleben dürfen. Zum Abendessen gibt es natürlich köstlichsten Meeresfrüchte Salat – und nein, wir sind ihn immer noch nicht leid.

Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen von Praslin. Dieses Mal geht es nicht mit dem Flieger zurück nach Mahé, sondern  ….

Fix und fertig kommen wir mit dem Taxi im Hotel an. Wir übernachten in derselben Unterkunft wie in der ersten Nacht und sind auch sehr froh darüber, da wir die Anlage einfach traumhaft fanden. 

kurz vor Heimflug noch einmal Zwischenstopp auf Mahé

Wir werden wieder mit einem wunderschönen Zimmer überrascht. Dieses Mal nicht unsere kleine Luxusvilla, aber das Zimmer ist fast genauso schön. Wir haben ein herrliches Korbbett draußen auf der Terrasse mit Meerblick. Ebenso ein wunderschönes Bett im Inneren, in das wir gleich hineinfallen und erst einmal unser immer noch anhaltendes Unwohlsein wegschlafen. Zwei Stunden später geht es uns wieder richtig gut. Wir gehen noch ein letztes Mal in diesem herrlichen Aquarium schorcheln. Die Welt ist wieder in Ordnung und wir sind im Paradies. Frischgeduscht begeben wir uns an die luftige Bar über dem Meer. Der Himmel schenkt uns noch einen atemberaubenden, pinken Sonnenuntergang und das Hotel serviert uns wieder die köstlichen, hausgemachten Kokoschips. Zusammen mit einem kühlen, lokalen Bier namens „Phoenix“ genießen wir unseren letzten Abend. Und wie der mythische Vogel, erwachen auch wir gerade wieder zu neuem, glücklichem Leben, nach dieser schrecklichen Bootsfahrt heute, die wir nun schon fast vergessen haben.

Am nächsten Tag heißt es dann früh aufstehen. Um 8:10 Uhr geht bereits unser Flug nach Hause. 

Wir haben so viel gesehen und erlebt in diesen sechs Tagen, dass wir uns fühlen, als ob wir zwei Wochen Urlaub gehabt hätten. Und wie die offizielle Homepage der Seychellen so schön sagt: „Die Seychellen – eine andere Welt“. Dies können wir nur bestätigen. Wir haben nicht nur unsere sieben Meeresfrüchte Salate in sechs Tagen auf drei Inseln genossen, sondern jede Minute unseres Aufenthaltes in dieser anderen, wunderschönen und sehenswerten Welt.

Bericht aus dem Jahr 2011.

Download kompletter Reisebericht mit Hotelempfehlungen:

Inseln Afrikas – mehr als schöne Strände

Fotoreise Seychellen

Alonissos – Griechenland

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– eine meiner Trauminseln

Lange habe ich den Namen geheim gehalten von dieser kleinen, griechischen Insel… Ich wollte nicht, dass mehr Touristen auf die Insel kommen. Ich wollte dieses Kleinod für mich haben. Ich wollte die Idylle bewahren. 2017, 2018 und 2019 waren wir jeweils für zwei Wochen dort. Auch 2020 hatten wir gebucht, aber es kam Corona und Dubai. Somit mussten wir ein Jahr aussetzen, konnten aber nun, in 2021, wieder für einen Urlaub auf die Insel der nördlichen Sporaden zurückkehren. Die Insel ist 20 km lang und misst 4,5 km an der breitesten Stelle. Es leben etwa 2000 Einwohner auf der Insel. 

Warum ich den Namen sehr lange niemandem verraten habe und ihn jetzt plötzlich sogar in einem Blog Artikel erwähne?

Weil die Insel, aus welchen Gründen auch immer, sich innerhalb dieses Corona Jahres zu einer viel besuchten und anscheinend plötzlich sehr bekannten Insel entwickelt hat. Boom.

Ein Grund ist sicher, dass die Griechen selber angefangen haben, während Covid19 mehr im eigenen Land zu reisen. Viele kommen mit dem Auto auf der Fähre an. Das bedeutet, dass der Verkehr stark zugenommen hat. Aber auch der internationale Tourismus ist sehr stark gewachsen. Der einzige Sandstrand, Chrisi Milia, ist nun im August wirklich VOLL. Er war früher schon im August erheblich voller als im Juni, aber jetzt ist er vollvoll. So sehr wir gerade auch Chris und sein traumhaft schönes Lokal an dieser Bucht genießen, selbst den Kindern war es manchmal zu viel. Aber natürlich sage ich das jetzt sicher nur, weil ich die Insel und den Strand schon ganz anders erlebt habe. Die Situation ist nicht anders, als an anderen bekannten und beliebten Stränden des Mittelmeeres. Es gab Zeiten, da haben wir vielleicht mit drei, vier weiteren Familien im Juni den Strand ganz für uns gehabt. Wir waren verwöhnt. August war schon immer ein anderes Thema.

Mein Tipp für einen tollen Strandtag. Agios Dimitrios. Hier gibt es keinen Sandstrand, sondern dicke Kieselsteine. Super für die Kinder zum Schnorcheln. Frühstück oder Lunch mit unbeschreiblich schönem Blick auf die türkise Bucht, gesäumt von grünen Hängen. Weil es eben keinen Sandstrand gibt, ist hier immer weniger los. 

Einen weiterer, etwas feineren Kiesstrand gibt es in Agios Dimitrios. Auch hier ganz am Ende ein nettes Lokal, in dem wir auch öfter mit traumhaftem Meerblick gefrühstückt haben.

Ein vormals verschlafener Fischerort, Steni Vela hat heute plötzlich stylische Cafés entlang der kleinen Hafenpromenade, die auch wir natürlich bestaunt und genossen haben. Noch in 2019 gab es gerade einmal zwei, einfache Restaurants mit köstlichstem, frischem Fisch hier, wo wir mittags oft ganz alleine bewirtet wurden. 

Wir schlafen immer in Selbstverpfleger Apartments in Patitiri. Hier legt die Fähre an, hier gibt es einen netten Hafen und tolle Restaurants, Cafés und Bars. Wer meinen letzten Deutschland Beitrag gelesen hat, kann sich denken, dass wir nie im selben Apartment übernachten. Jedes Mal lassen wir uns von einer neuen Unterkunft und einer neuen Lage im Örtchen Patitiri „überraschen“. Überraschen ist natürlich so eine Sache, denn ich wähle schon sehr genau die Lage aus, denn wir sind nie alleine auf der Insel, sondern treffen uns mit Freunden, die aus Kenia anreisen und auf der Insel ein Häuschen besitzen. Und somit schaue ich immer, dass wir in der Nähe oder zumindest am gleichen Hügel der Stadt unterkommen. Ohne diese Freunde hätten wir die Insel wahrscheinlich auch nie entdeckt. Einen großen DANK an euch. 

Und wenn man sich wundert, wie man auf solch eine kleine Mini-Insel so oft reisen kann… Man kann. Sobald man auf der Fähre sitzt, fällt jeglicher Stress von einem ab. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. 

Anreise.

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich stelle hier unsere zwei Favoriten vor. 

Insel Skiathos. Diese doch sehr touristische Insel wird regelmäßig angeflogen. Meist muss man hier auch eine Übernachtung einplanen, entweder bei An- oder Abreise buchen, je nach Flugzeiten. Von hier fahren verschiedene Fähren. Die Fährüberfahrt dauert etwa zwei Stunden. Auf dem Weg nach Alonissos macht die Fähre noch einen Stopp auf Skopolos. 

Festland Volos. Auch hier muss man meist je nach Flugzeit eine Übernachtung entweder bei der An- oder Abreise buchen. Von hier fährt unsere Lieblingsfähre etwas 4,5 Stunden (über Skiathos). Das macht aber weder uns, noch den Kindern etwas aus. Wir sitzen an Deck, der Mittelmeerwind weht uns durch die Haare, wir genießen die Ausblicke auf die grünen Inseln die an uns vorbeiziehen, trinken ein erstes Mythos oder Alpha Bier und haben einfach Urlaub. Unsere Kinder sind sehr pflegeleicht, genießen die Fahrt genauso wie wir. Nur hören die beiden meist noch Hörspiele, während sie die Sonnenstrahlen und den Wind genießen.

Oft buchen wir für den Ankunftstag direkt einen Transfer vom Flughafen entweder zum Hafen oder zum Hotel, so können wir einen schnellen, reibungslosen Anreisetag garantieren. Und müssen uns nicht in die Schlange der Taxigäste einreihen. 

Fähre. 

Unser Favorit ist Hellenic Seaways. Es ist die größte Fähre. Was wir hier lieben ist das große Oberdeck, auf dem man draußen sitzen kann. Das ist herrlich und da fängt der Urlaub dann wirklich an. 

Mietwagen.

Auf Alonissos buchen wir immer ein Auto. Das ist super praktisch. Wir fahren die ganzen zwei Wochen das Strandspielzeug im Kofferraum umher, können die Insel auf eigene Faust und unabhängig erkunden und immer mal Abstecher zu anderen Buchten machen, spontan unterwegs noch auf einen Kaffee-Stopp halten. Es gibt auch Busverbindungen, aber das ist uns mit zwei Kindern zu umständlich.

Old Town. 

Bei keinem Aufenthalt darf ein Besuch in Hora/Old Town/Chora fehlen. Hoch oben auf einem Berg gelegen, hat man hier viele einladende Cafés, Bars, Restaurants und tolle Geschäft. Auch hier hat sich innerhalb des Covid19 Jahres die Anzahl an Auswahlmöglichkeiten mindestens verdoppelt. Unglaublich. Den Ort hat in den 60ern ein schweres Erdbeben erschüttert, aber wurde, oft auch Dank Hilfe vieler Ausländer, die hier investierten, wieder hergerichtet. 

Warum fährt man so oft auf eine so kleine Insel?

Weil es Erholung pur ist. Das Leben dort ist komplett entschleunigt. Die Menschen sind unglaublich freundlich. Das Essen ist einfach nur frisch und köstlichst. Es ist schon ein bisschen, wie nach Hause kommen. Wir kennen nun schon so viele nette Einheimische auf dieser Insel und sie kennen uns. Man ist irgendwie Teil der Insel. Das ist mir bis jetzt bei noch keinem anderen Reiseziel so ergangen. 

Und ja, auch dieses Jahr haben wir wieder neue Ecken erkundet. Über die Jahre haben wir uns mal Quads gemietet und sind in Gegenden gefahren, die wir sonst nie entdeckt hätten. Wir haben mal ein Boot gemietet und sind um die Insel gefahren. Die Männer haben die Insel mit dem Mountainbike erkundet. Die Kinder, zusammen mit den Papas, haben auch schon bei der Alonissos Challenge, einem Laufevent teilgenommen. Dabei können die Kinder den 2 km Lauf durch Patitiri machen, während die Erwachsenen oder jeder, der sich fähig dazu fühlt, zwischen 10 km, 15 km oder gar 30 km wählen kann. Dieses Jahr ist eine Gruppe von uns von Patitiri bis zum Strand von Chrisi Milia, 10 km, gewandert. Es gibt einen Fußweg hoch in die Stadt Hora. Man kann tauchen und schnorcheln. Wenn man ganz viel Glück hat, sieht man vielleicht sogar die Mönchsrobbe, die wir allerdings in all den Jahren noch nicht gesichtet haben. Auch das Museum in Patitiri haben wir natürlich schon besichtigt. Es gibt so viele Möglichkeiten.

Einmal im Juni haben wir das Amani Spa entdeckt. Im kleinen Supermarkt lag ein vielversprechender Flyer aus. Wir, beide Familien mit Afrika Hintergrund, sind sofort aufmerksam geworden, weil der Baustil einem afrikanischen LuxusZeltCamp ähnelte. Also sind wir dort nach einem Strandtag einfach mal vorbeigefahren. Empfangen wurden wir von einer super sympathischen Familie, ebenfalls mit afrikanischem Hintergrund. Sofort war eine Verbindung zu spüren. Sie kamen vor vielen Jahren über Umwege aus Simbabwe nach Alonissos und haben diese besondere Unterkunft mit Wellnessbereich aufgebaut. Und das Zelt, welches uns sofort auf dem Flyer aufgefallen ist, beherbergt den Spa Bereich. Traumhaft schön. Auch die Kinder waren wie magisch von diesem Ort angezogen und schockverliebt. Da wir damals in der absoluten Vorsaison auf der Insel waren, konnten wir uns auf einen Deal einigen, dass wir den Tag zu acht dort verbringen durften. Der Infinity Pool war Magnet der Kinder. Frühstück gab es unter einem Olivenbaum mit Meerblick. Wir haben uns nacheinander im Spa verwöhnen lassen und sind am frühen Abend nach einem letzten Sundowner wieder nach Patitiri gefahren. Da uns der Tag so verzaubert hat, haben wir an einem anderen Abend dann noch ein Abendessen auf der „Lodge“ gebucht. Aber diese Aktion war mit Kindern wirklich nur nach Absprache und in der Vorsaison möglich. 

In diesem Jahr haben wir uns ein Boot mit Kapitän gemietet und sind auf die Nachbarinsel Skopolos gefahren. Skopolos ist definitiv die bekanntere Insel. Nur etwa 4 km entfernt. Hier wurden die Mamma Mia Filme gedreht. Ein absolutes Muss von unserer Familie vor jeder Reise nach Alonissos: Einmal beide Teile Mamma Mia anschauen. Somit wollten wir unbedingt die Kirche auf dem Berg besuchen. Unser alter Seebär Kapitän wusste gleich Bescheid, allerdings gab es keine Anlegemöglichkeit für das Boot…. Er fuhr so nah wie möglich an den Strand heran und wir mussten dann, sozusagen über Bord springen. Schuhe in der Hand in die Luft gestreckt. Der Aufstieg war nicht ohne…. Zum Glück waren wir früh genug vor Ort, so dass die steile Treppe empor der Felswand noch im Schatten lag. Gut durchgeschwitzt kamen wir oben an und wurden von einem atemberaubenden Ausblick empfangen und von der Kirche etwas enttäuscht. Denn es sah nichts hier oben so aus, wie im Film. Dennoch war die kleine griechisch-orthodoxe Kirche wunderschön. Aber das hatten wir uns alle etwas anders vorgestellt. Um ehrlich zu sein: Keiner von uns hatte sich vorher weiter über mehr Details zu den Drehorten oder ähnlichem informiert. Der Ausblick hat alles wettgemacht. 

Wir mit unserer Familie haben dieses Mal auch noch bewusst, alle kleinen Strände angefahren und angeschaut, die wir vorher nicht kannten. Mal mussten wir dafür steile Ab- und Aufstiege in Kauf nehmen, aber wir wurden immer mit einem erfrischenden Bad belohnt und ich kann sagen, es hat sich gelohnt.

Zwei Wochen gingen super schnell um, wie jedes Mal. Ich kann von mir berichten, dass ich zum Ende hin „übererholt“ war. Dieses Gefühl kannte ich bis jetzt nicht. Ich konnte auf keiner Sonnenliege mehr liegen und kein Buch mehr lesen. Wir haben deshalb auch noch sehr geballt neue Plätzchen der Insel erkundet. Denn mein Platz auf der Liege war durchgelegen. 

Erkenntnis: Ein reiner Badeurlaub für eine Person, die 365 Tage im Jahr in der Sonne lebt, einen Pool mit Sonnenliegen im Garten hat und dieser Pool die ausgleichende Beschäftigung am Wochenende ist, der ist nicht mehr wirklich für einen Strandurlaub gemacht. Ich zumindest nicht…

Aber, Alonissos – wir kommen wieder. Ich kann jetzt nur nicht sagen, wann…

Buchten der Insel Alonissos

Der Ort Patitiri auf Alonissos

Im Ort Hora/Old Town, hoch auf dem Berg gelegen

Bootsausflug nach Skopolos mit anschließenden Badestopps

Sunset Bar auf Alonissos

Deutschland 2. Immer wieder neu.

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Ich bin ja immer noch im Prozess, meine 6-wöchige Sommerreise zu verarbeiten, zu reflektieren, zu genießen. Ich schwelge noch in all den wunderschönen Entdeckungen, die ich auf dieser Reise wieder machen konnte und lass mich davon irgendwie auch immer noch berieseln und beflügeln, obwohl der Alltag schon wieder voll und ganz eingekehrt ist. 

Einer meiner Grundsätze, schon immer, bei jeder Reise nach Deutschland (wir sind ja doch schon einige Jahre in der Welt unterwegs): Mindestens eine neue Stadt besuchen. 

Das kann ich jedem nur empfehlen. 

Dieses Mal, da ich ja wirklich lange unterwegs war, habe ich nicht nur eine neue Stadt besucht. 

Mit meiner SandkastenFreundin, die sich glücklicherweise auch 24 Stunden aus ihrem Familienalltag freischaufeln konnte, fuhr ich für eine Nacht nach Mainz. Einfach mal beide frei und ganz unbeschwert und ohne Verantwortung Zeit zum Quatschen. Das konnten wir schon immer gut. Auch wenn die Zeit dafür immer rarer wird. Dieses Mal hat es geklappt. Das zentrale Hotel war nur wenige Meter vom idyllischen Platz rund um den Dom entfernt. Und klar, wartet dort direkt der erste Aperol Spritz auf uns. Den Platz und den Dom, kann man schließlich auch im Sitzen betrachten. Die Sehenswürdigkeiten von Mainz haben wir mehr im Vorbeigehen mitgenommen. Die Neuigkeiten austauschen und ratschen, ratschen, ratschen – das war der Mittelpunkt des Mainz-Kurztrips. Aber ich kann nur sagen: eine wunderschöne Stadt. Und kein Wetterchen kann hier die Stimmung trüben. Mainz – vielleicht mal wieder, denn die Heimat der Mainzelmännchen könnte gerne weiter erkundet werden und ihre Existenz haben wir fast vollkommen ignoriert…

Ich hatte das wunderbare Glück, den 89. Geburtstag meiner lieben Oma im August mitfeiern zu können. Etwas ganz Besonderes. Als Geschenk habe ich meiner reiselustigen Oma eine Übernachtung nur mit mir und den Kindern im Schlosshotel in Braunfels geschenkt. Somit ging es ein paar Tage später schon los auf unsere Überraschungstour. Das Städtchen hat sich als kleine Perle entpuppt. Da Oma natürlich nicht mehr so fit auf den Beinen ist, haben sich die Wege auch mal kurz getrennt. Meine Tochter hat mit der Uroma auf dem Marktplatz geplaudert, während ich mit meinem Sohn das Schloss besichtigt habe. Wir haben gemeinsam den Kurpark Herrengarten erkundet, sind durch die wenigen, feinen Geschäfte gebummelt, durch die Gässchen geschlendert, Eisgegessen und einfach nur rundum die gemeinsame Zeit genossen. Das Schlosshotel hatte einen liebevoll gestalteten Raum zum Verweilen, an dem glücklicherweise an einem Abend in der Woche auch Essen serviert wird. Somit musste die liebe Oma nicht noch einmal den Rollator losschieben. Wir haben drei Stunden lang gemeinsam Spiele gespielt. Selbst ein neues Spiel, Kniffel Duell, haben wir uns an dem Abend noch beigebracht. Dank der großen Auswahl in der „SpieleBar“ des Hotels. 

Aber es müssen nicht immer gleich neue Städte sein. Einfach mal an dem Ort, wo du bist, vielleicht auch schon ewig wohnst, nach Neuem Ausschau halten. 

Meine Eltern und Oma habe ich zu einem Museumbesuch in Marburg an der Lahn „animiert“. Alle super skeptisch, aber sie kamen mit. Das Kunstmuseum war sehr schön renoviert, hatte Kunst u.a. von Künstlern aus der direkten Umgebung, was zu tollen, unerwarteten Eindrücken geführt hat und es gastierte eine Fotoausstellung, die bis heute zum Running Gag zwischen meinem Papa und mir geführt hat. 
Bei einem kurzen Spaziergang entlang der Lahn in Marburg haben wir noch einen Abstecher, in einen mir bis dahin unbekannten Stadtteil Marburgs gemacht. Beeindruckende Fachwerkhäuser mit Kaffeerösterei und Kunstgalerien hat mich total überrascht: Weidenhausen.

Zu einem Mittagessen in einem „neuen“ Lokal im hessischen Hinterland, sind wir statt mit dem Auto zu fahren, einfach mal zu Fuß gelaufen. Ein Lokal, dass es schon viele Jahre gibt, ich bis dahin aber nie besucht hatte, haben wir bewusst ausgewählt, um etwas Neues kennenzulernen. Die Strecke, die ich sonst immer nur mit dem Auto fahre, war ein echtes Erlebnis, sie über Fahrrad- und Fußwege zu erkunden. Es gab sogar für Hin- und Rückweg noch zwei verschiedene Wege, die wir laufen konnten. Die Kinder mussten wir allerding mit einem Stopp bei der Eisdiele bei Laune halten, damit sie die 12 km auch mitmarschiert sind. 

Ich liebe es, immer und überall wo ich bin, einfach Neues zu erkunden, auszuprobieren – zu entdecken. 

EntdeckerGlück. 

Wir waren während unserer 6-wöchigen Sommerreise auch noch zwei Wochen in Griechenland… Zum 4. Mal auf der gleichen kleinen Insel, die 20 km in der Länge misst und 4,5 km in der Breite. Und auch hier, wenn man sich wirklich drauf einlässt, gibt es auch beim 5. Mal noch so viel zu entdecken. Davon die nächsten Tage mehr.

Eindrücke von Mainz

Schnappschüsse aus Braunfels

Unterwegs in Marburg an der Lahn

Deutschland 1. Familie und Freunde.

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Der Sommerhitze Dubais entfliehen

6 Wochen auf Reisen. 4 Wochen Deutschland. 2 Wochen Griechenland.

Noch nie vorher hatte ich sechs Wochen Urlaub am Stück. Es mag jetzt den ein oder anderen geben, der glaubt, wenn man nicht berufstätig ist, dann gibt es so etwas wie den Ausspruch „6 Wochen Urlaub“ überhaupt nicht. Aber das gibt es. Für mich auf jeden Fall. Zu Hause in meinem Leben in Dubai, bin ich Hausfrau, Mutter und FamilienUnternehmerin. Bei uns ist immer etwas los, gibt es immer etwas zu erledigen oder es steht ein neues Projekt an, wie Umzug, Hauskauf, BlogStart, Urlaubsplanung, Papierkram, Abrechnungen usw. usw. Langeweile oder gar Leerlauf kenne ich nicht. 

Doch, jetzt schon. 6 Wochen Urlaub – haben mir sowohl Langeweile, als auch Leerlauf gezeigt oder besser das süße Nichtstun. Herrlich. Aber..

Ich kann auch sagen, dass man sich nach dieser langen Zeit wieder auf seinen Alltag freut. Ich zumindest. 

Denn ich war ja nicht sechs Wochen im klassischen Urlaub wie wir das alle kennen. Dieser Urlaub war mit vielen tollen WiedersehensBesuchen, mit FamilienStunden und UrlaubsEntdeckungen verbunden. Ein unglaublicher Mix aus allem, den es gilt jetzt erst einmal langsam zu verarbeiten, zu verdauen und auch noch einmal zu reflektieren. Denn die Tage und Erlebnisse sind nur so im Fluge an mir vorbeigezogen, haben sich regelrecht überschlagen, es war so viel und so intensiv. 

Das neue Miteinander im Elternhaus. Plötzlich wohnen dort vier Generationen unter einem Dach. Der klassische Abend zur Entspannung auf der Couch mit stupidem Fernsehschauen ist da nicht im Programm. Es wird gespielt, geredet, Verwandte und Freunde kommen vorbei, es werden Geburtstage gefeiert, man geht Essen, macht Ausflüge miteinander oder getrennt. Eigentlich ist 24/7 Programm angesagt. Ständig ist der Esstisch der Eltern ausgezogen, weil immer alle zusammenkommen und das Elternhaus plötzlich zum Versammlungsort wird. Denn wenn ich mit kids in der alten Heimat bin, kommt natürlich auch meine Schwester mit ihren Kindern vorbei. Wir müssen die Zeit nutzen, in der wir uns so einfach sehen können. Ich bin dankbar für tiefenentspannten, liebe Eltern, die so viel für uns in dieser Zeit machen und super mit dem Trubel um sie herum klarkommen und dankbar für die coolste Oma mit 89 Jahren. Es ist eine intensive, besondere Familienzusammenkunft, die halt nicht nur ein Wochenende anhält, sondern sich ein paar Wochen hinzieht…

Aber natürlich waren wir nicht nur stationär im wunderschönen Hessischen Hinterland bei den Eltern. 

Die Kinder und ich haben uns auf den Weg nach Bayern gemacht. In die alte Heimat, der letzten vier Jahre vor unserem Umzug nach Dubai. GästebettenZeit in Bayern. 
Beim Zusammentreffen mit den alten Schulfreunden aus der Grundschulzeit haben sie realisiert, dass sich eigentlich nichts ändert an den Freundschaften, wenn man sie pflegt. Und die Erkenntnis gewonnen, dass es sich lohnt auch über große Entfernungen und Zeiträume, Freundschaften zu pflegen. Denn gepflegte Freunde, können Freunde fürs Leben sein oder werden, auch wenn die Lebenswege weit voneinander entfernt auf verschiedenen Kontinenten weitergehen. Eine tolle und wichtige Erkenntnis, die die Kinder hier mit 11 Jahren machen konnten. 
Wenn natürlich auch immer mal wieder in Dubai, Sätze kommen, die zeigen, dass sie den ein oder anderen Freund oder die ein oder andere Freundin, doch noch immer sehr vermissen. Ich kann ihnen aber nur zu gut mit meinen Freundschaften zeigen, dass selbst die Sandkastenfreundin erhalten bleiben kann, wenn man es will. 

Mit alten Freunden und Kollegen konnte ich entspannte, interessante Stunden verbringen. Sehr gespannt, war ich natürlich auf meine Gefühle bei dieser ersten Rückkehr. Und eigentlich ohne große Überraschung kann ich sagen, meine Gefühle waren durchweg positiv. Es war toll, die Zeit mit den alten Freunden zu verbringen, zu quatschen, zu lachen. Aber im Innern war dieses sichere Gefühl, trotzdem die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben, nach Dubai zu ziehen. 

Meinem Sohn kamen dann doch einmal auch die Tränen, als wir bei einer Fackelwanderung an unserem alten Haus vorbeikamen… Aber auch verständlich. Er kam mit 6 Jahren nach Nandlstadt und ist mit 10 Jahren wieder weggezogen. Ich denke, diese Zeit ist die erste Zeit, die Kinder bewusst erleben und noch viel wichtiger, sich auch bewusst an diesen Lebensabschnitt für immer erinnern werden. Somit konnte ich sehr gut mit ihm mitfühlen. Da hilft nur in den Arm nehmen, trösten, Verständnis zeigen. 10 Minuten später war die Welt wieder in Ordnung, als es am Lagerfeuer mit alten Freunden Marshmallows gab. 

Weiter ging es nach Regensburg. Nächstes Gästebett. Nächste Freundin aus einer wiederum anderen alten Heimat, der wunderschönen UNESCO Welterbe Stadt Regensburg. Auch hier erneut den Kindern vorleben, dass Freunde über jegliche Distanzen und Zeiträume immer erhalten bleiben können und mittlerweile zu Freunden der Kinder werden. 

Ich weiß nicht, auf wie vielen Terrassen, Balkonen, an wie vielen Esszimmertischen und in wie vielen Restaurants oder Cafés ich in diesen sechs Wochen mit wie vielen unterschiedlichen tollen Freunden und Familie gesessen habe und UNZÄHLIGE wunderschöne Stunden verbracht habe. Es war eine rundum erfüllende und spannende Zeit. Ich freue mich auf den nächsten Sommer. 

Aber bis dahin, liebe und genieße ich jede Sekunde meines Lebens, unseres Lebens in Dubai. Und weiß, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Wir sind hier glücklich.

Wichtige Apps Dubai

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In Dubai geht eigentlich nichts ohne ein paar Apps, die man unbedingt haben sollte und manche auch haben muss, wenn man hier lebt. 

Nachdem man seine EID (Emirates ID erhalten hat) kann und sollte man sich bei diesen Apps unbedingt anmelden. 

DHA App – Dubai Health Authority 

Hier kann man unter anderem seinen Termin für eine Covid19 Impfung buchen und anschließend auch seine Vaccination Card mit QR Code herunterladen oder einsehen. Unbedingt auch die Kinder hier mit eintragen.
Jeder in Dubai benötigt auch eine MRN – eine Medical Record Number – auch diese kann man über die App beantragen.

Al Hosn App

Wichtig für alle Testergebnisse rund um Covid19. Alle PCR Tests sind hier erfasst, positive wie negative Ergebnisse mit genauem Datum. Wenn man einmal ein positives Ergebnis hatte, bleibt der Name mit Foto in dieser App solange Rot unterlegt, bis man wieder zwei negative PCR Tests hat machen lassen. Nur somit kann  man wieder den grünen Status erlangen.  
Auch alle Covid19 Impftermine sind hier einsehbar und es ist vermerkt, welchen Impfstoff man wann erhalten hat und ob man vollständig geimpft ist. 
Auch in dieser App sollte man unbedingt seine Kinder miterfassen.

Prkn App

Super wichtig, wenn man selber Auto fährt. Hierüber kann man die Parkgebühren bezahlen. Man erfasst einmalig das Kennzeichen des Autos in der App. Wenn man dann in Dubai an Parkplätzen entlang der Straße orangefarbene Schilder sieht, erfasst man die Parkzone (drei Nummern und ein Buchstabe) in der App, wählt die Aufenthaltsdauer und bekommt direkt per SMS die Buchung bestätigt. Hierüber kann man auch die Parkgebühren bei einem Aufenthalt in Abu Dhabi, Sharjah oder Ajman bezahlen.

Dubai Police App

Ebenfalls sehr wichtig für alle Autofahrer. Hierüber kann man direkt einen Unfall melden. Mir ist es passiert, dass mir eine Dame beim Einparken, während ich beim Einkaufen war, das Auto angefahren hat. Ich hatte diese App noch nicht und hatte keine Ahnung, was zu tun war. Leider war der anwesende Parkplatzwächter, der den Unfall beobachtet hatte, auch keine große Hilfe. Er drängte mich, die Polizei zu rufen, was vollkommen vertane Zeit war. Leider musst die Unfallverursacherin den Unfallort verlassen und ich hatte nur Fotos der Schäden, ein Foto ihrer Emirates ID, des Nummernschildes und ihre Telefonnummer. Hätte ich die App damals schon gehabt, hätte ich mir viel Zeit und Mühe gespart. Über die App kann man direkt alle Infos des Unfallhergangs erfassen, Fotos hochladen, den Führerschein und NICHT die EID (Emirates ID) einscannen und fertig. Innerhalb von zwei Minuten hat man den kompletten Unfallbericht auf seinem Smartphone und kann diesen an die Versicherung weiterleiten. Also ein MUSS für Autofahrer– diese App. 

Careem App

zuverlässig. Günstigste Variante auf der App „Hala Taxi“, denn über die Option „Car“ kann man auch Limousinen buchen. Für uns, Familie mit zwei Kindern, also 4 Passagiere wählen wir unter „Hala Taxi“ den Hala Van, aufpassen hier wird einem auch immer eine Limousinen Variante für 4 mit angezeigt. Einfach ein bisschen weiter runterscrollen. Die günstigsten Fahrzeuge sind immer die, mit einem farbigen Dach. In den Van passen mittlerweile (nach Corona) 6 Fahrgäste, in ein normales Taxi 4 Fahrgäste.
Nach Beenden der Fahrt erfolgt die Abrechnung über die Kreditkarte, die man in der App hinterlegt hat. Man ist also schnell und einfach wieder aus dem Taxi raus. Zum Beenden der Fahrt muss man die Fahrt noch bewerten und kann (und sollte) dem Fahrer ein Trinkgeld geben. Anderen eine kleine Freude machen, macht einem selber auch eine Freude. Sollte man beim Verlassen des Autos nicht mehr daran denken, die Fahrt abzuschließen, wird man spätestens beim nächsten Öffnen der Taxi App dazu aufgefordert. 
Sollte man keine Kreditkarte hinterlegt haben, kann man immer nach Beenden der Fahrt direkt beim Fahrer bezahlen, auch hier gerne
mit Kreditkarte.

Gut zu wissen: Zwischen 3:30 und 4:30 Uhr ist es oft schwieriger ein Taxi zu bekommen, denn dann stehen die Fahrerwechsel an. Zu diesen Tageszeiten also ruhig ein paar Minuten mehr einplanen oder lieber früher oder später fahren.


Über die App kann man auch Essen bestellen und liefern lassen. Sehr praktisch und von uns auch häufig genutzt. 

Careem Bike App

Careem bietet auch an vielen Standorten in der Stadt Miet-Fahrräder (strahlen in grellem Grün) an. Tolle Gelegenheit Dubai auf eine ganz andere Art kennenzulernen. Kann ich nur empfehlen. Nicht über die normale Careem App möglich, man benötigt hierzu die Careem Bike App.
Wenn man einen Tagesplan für 20 AED bucht, dann kann man das Elektro-Rad für 45 Minuten ausleihen. Jede weitere Zeit wird danach extra berechnet (10 AED für jede weitere halbe Stunde).

Tipp: Wenn ihr merkt, die 45 Minuten Mietzeit neigt sich dem Ende zu und ihr kommt an einer Careem Bike Station vorbei, einfach Bike wieder zur Rückgabe im Radständer einlocken und entweder das gleiche Rad oder falls sich der Akku dem Ende neigt, ein anderes Rad, mit dem QR Code entsperren und weiter geht´s. Wenn ihr das immer wieder macht, könnt ihr für 20 AED den ganzen Tag Radfahren.

InstaShop App

Diese App benutze ich hin und wieder für die Bestellung von Lebensmitteln oder alles was man in einem großen Supermarkt einkaufen kann. Hierüber kann man auch Kuchen, Brot oder Donuts, Blumen, Fleisch, Meeresfrüchte, Wasser, Kaffee, Hundefutter und vieles mehr bestellen und alles, meist ohne extra Kosten, nach Hause liefern lassen. Selbst Apotheken liefern die Medikamente nach Hause, meist ohne Rezept. 

DEWA App

Hierüber kann man seine Strom- und Wasserrechnungen zahlen und, manchmal noch viel wichtiger, auch seinen Verbrauch kontrollieren und reagieren, bei unrealistischem Verbrauch. Hierdurch haben wir beim Einzug in unser gemietetes Haus festgestellt, dass wir einen massiven Wasserverlust hatten. Mit einer entsprechenden Firma konnten wir drei Stellen ausfindig machen, an denen wir einen Wasserschaden hatten und das Wasser einfach ungenutzt in den Kanal floss, aber von uns bezahlt wurde.  

Propertyfinder App

Bester Helfer bei der Immobiliensuche, egal ob Kauf oder Miete.

Nice to have: 

Share App

Ähnlich wie payback in Deutschland. 

Dubizzle App

Eine App ähnlich ebay Kleinanzeigen. 

Entertainer App

Eine Art Club, der man beitritt und dann in den verschiedensten Restaurants oder Attraktionen Ermäßigungen bekommt. Lohnt sich hier mal reinzuschauen. 

Wenn mir noch weitere über den Weg laufen werden, werde ich diese natürlich zeitnah hier ergänzen.

Rund um den Hund

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Umzug, Anmeldung, Hundepension

In Südafrika kam kurz vor den Kindern ein Hund in unsere Familie. Es war ein kalter Wintertag, als wir den kleinen Welpen auf der Farm der Eltern einer Freundin abgeholt haben. Die süße kleine Mischlingsdame haben wir Summer genannt, weil wir sie im Winter bekommen haben. Und sie ist wirklich ein Sonnenschein und macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Familienmitglied. Ein enger Begleiter und Freund unseres Sohnes, der eigentlich keinen Schritt innerhalb des Hauses alleine macht, sondern immer und überall Summer mitnimmt. Summer schläft vor seinem Bett, sie begleitet ihn auf die Toilette und sitzt neben der Dusche und wartet geduldig, bis er fertig ist.

In Südafrika ist ein Hund auch immer für die Sicherheit der Familie da. Wir wohnten in Johannesburg, zwar in einem Estate mit einer hohen Mauer draumherum und zusätzlich Stacheldraht oben auf der Mauer, aber trotzdem ist so ein Hund gut. Er beruhigt. Wie ich schon erwähnte haben wir einen wahren SonnenscheinHund, von dem man meint, dass er jeden schwanzwedelnd begrüßt. Macht er generell auch. Aber wir hatten zwei Erlebnisse der anderen Art in Südafrika, die mir in Erinnerung geblieben sind. Einmal begegneten wir auf einem Spaziergang innerhalb des Wohngebietes einer Person, die Summer überhaupt nicht mochte. Sie stellte die Nackenhaare, fing wie wild an zu Bellen, immer mit Blick auf den Mann, den sie offensichtlich nicht mochte. Es kostete mich einige Kraft, sie zum Beenden des Spazierganges zu überzeugen. 

Das zweite Mal hatten wir einer super nette Truppe Bauarbeiter im Haus. Darunter war ein einziger, den sie partout nicht ausstehen konnte. Er wurde angeknurrt und verbrachte seine Mittagspause aus Angst immer auf dem Vordach, während die anderen entspannt im Schatten auf der Terrasse saßen. Unsere damalige Perle des Hauses, Charity, sprach den Mann darauf an, was er denn für „Dreck am Stecken“ hätte, dass ihn der Hund nicht leiden könne. Wie sich herausstellte, nahm er Drogen, was er vollkommen eingeschüchtert zugab. Keine Ahnung, ob er das Laster nach der Erfahrung vielleicht sogar aufgab…

Umzug von Südafrika nach Deutschland

So ein Hund ist eben ein echtes Familienmitglied und ein Hund einer Expatfamilie wird somit auch zum Expathund. Als wir von Südafrika nach Deutschland zogen, lief das alles sehr reibungslos ab. Wir hatten in Deutschland vorab ein Haus gemietet und wir hatten ein Umzugspaket der Firma, das auch den Hund mit umzog (also mitbezahlte). Nachdem der Container auf die Reise gegangen war, blieb Summer noch zwei Tage in einer ihr bekannten Hundepension und wurde von dort für den Transport abgeholt. So konnten wir sie drei Tage später in München am Flughafen wieder in Empfang nehmen. Ohne Quaratäne. 

Umzug von Deutschland nach Dubai

Summer verbrachte vier spannende Jahre in Deutschland mit uns. Sie liebte den Schnee und das Toben am Schlittenberg. Sicher ein Highlight, neben den ausgedehnten Waldspaziergängen. Ein Traum für einen Hund. Was aber nun tun, wenn ein weiterer Umzug ansteht und es diesmal nach Dubai geht. Kein Schnee, keine Wälder…

Im vorherigen Leben war Summer vielleicht Seehund… denn Schwimmen liebt sie über alles. Besonders das Toben mit den Kindern im Pool. Sie springt, wie die Kinder, mit großer Begeisterung vom Beckenrand und kennt keine Angst. Das war schon in Südafrika so und das ist jetzt wieder in Dubai so. Nachdem sie vier Jahre in keinen Pool gesprungen war, brauchte es eine Weile und einige Sprünge der Kinder bevor auch sie wieder „wusste“, wie dieser Spaß funktioniert. Und klar, gibt es jetzt keine ausgedehnte Waldspaziergänge mehr, aber dafür stundenlange Badesessions. Und es gibt auch einige Wanderungen, die man in den Bergen im Winter machen kann, auch mit Hund. 

Der Umzug von Deutschland nach Dubai lief diesmal allerdings anders ab und wir mussten uns selber darum kümmern und auch selber dafür bezahlen. Günstig ist so ein Umzug nicht. Unser Hund wiegt etwa 34 kg. Summer ist also kein kleiner Hund. Da wir wegen Covid19 auch kein Haus suchen konnten, bevor wir umzogen, musste Summer zur Überbrückung bei meinen Eltern für fast vier Monate untergebracht werden. Nicht ganz freiwillig, haben sie sich bereit erklärt und haben sich auch ein bisschen verliebt.. – glaube ich. Aber natürlich macht so ein Haustier viel Arbeit und Dreck. Ständig überall die Hundehaare und aufpassen, dass der Hund nicht wegläuft. Meine Eltern haben zwar einen großen Garten, aber dieser ist nicht eingezäunt. Wir sind aber dankbar, dass sie das für uns und Summer übernommen haben. Vor Abflug musste Summer dann noch einmal vom Tierarzt durchgecheckt werden und die letzten Impfungen bekommen, ein Amtstierarzt musste noch Ausreisepapiere ausfüllen, das wiederum hat alles eine sehr liebe, tiervernarrte Freundin von uns übernommen. Es steckt viel Arbeit in so einem Umzug und ohne die lieben Freunde und Verwandte wäre das nicht so reibungslos abgelaufen.

Mit der Firma Gradlyn in Zusammenarbeit mit Pawsome Pets in Dubai haben wir den Umzug recht stressfrei für alle über die Bühne gebracht. Wir haben das RundumPaket gebucht. Summer wurde bei meinen Eltern abgeholt und zum Flughafen in Frankfurt gebracht. Ebenso hat Pawsome Pets die komplette Abwicklung hier am Flughafen in Dubai und beim Zoll übernommen und Summer mitten in der Nacht, gegen 3 Uhr, bei uns am Haus abgeliefert. 

Und wenn man sich fragt, was so etwas ungefähr kostet… Ich bin ehrlich: Eine Menge Geld. Wenn man keine Transportbox hat, muss man diese auch noch besorgen, der Amtsarzt kostet, der Tierarzt… Alles in allem hat der Umzug unseres Hundes fast 3.000 EUR gekostet. Schon unglaublich. Aber er ist und bleibt ein Familienmitglied. Zum Glück musste Summer auch hier in Dubai nicht in Quarantäne. 

Anmeldung Hund in Dubai

Zur Anmeldung ist es so, dass man sich in Dubai einen Tierarzt sucht, dort mit Impfbuch vorspricht und bei jedem Tierarzt den Hund anmelden kann. Man zahlt momentan 55 AED für die Registrierung und bekommt auch eine Hundemarke, die der Hund bei Spaziergängen tragen muss. Einmal im Jahr muss die Tollwutimpfung aufgefrischt werden. Noch nicht wirklich fündig geworden bin ich bezüglich einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. Vielleicht typisch Deutsch, aber man ist es so gewohnt, immer alles abzusichern und zu versichern. Wenn ich hier eine endgültige Info und Aussage habe, werde ich dies entsprechend hier ergänzen. 

Sommer und Hundepension

Momentan liegen die Temperaturen tagsüber so bei 40-45 Grad Celsius. Nicht wirklich angenehm für Spaziergänge oder längere Aufenthalte im Freien. Summer und ich begleiten die Kinder morgens zusammen um Bus. Der Hund hat Gelegenheit seine SchnüffelZeitung zu lesen, verlässt mal das Grundstück, begegnet morgens vielen anderen Hunden. Aber sonst ist es zu heiß, um mit ihm größere Runden zu gehen. Ich habe hier mal den Tipp gelesen, dass man sich selber mal die Schuhe ausziehen und testen sollte, wie lange man barfuß auf dem Boden verharren kann. Bei diesen Temperaturen nicht lange. Somit ist es auch für den Hund eine Qual. Zum Glück haben wir ja unseren Seehund und einen Pool und können Summer am Nachmittag, wenn die Sonne tiefer am Himmel steht, im Pool bespaßen. Tagsüber wird mal im Haus das Käsesuchspiel veranstaltet, damit es etwas Abwechslung gibt. Jetzt nahen die Sommerferien und was dann??

Wir haben viel hin und her überlegt und uns für eine Hundepension entschieden. Dabei handelt es sich um eine riesengroße Firmenhalle, die komplett klimatisiert ist, super freundlich gestaltet, mit Landschaftsbildern in Übergröße an den Wänden, mit Kunstrasen, Pools, Tobefläche, einem Parkour usw. usw. Jeder Hund hat sein kleines Zimmer und jedes Zimmer kann von den Besitzern über eine App von überall per Video „überwacht“ werden. Desto größer der Hund, desto teurer natürlich auch hier die Unterbringung. Aber es gibt ein liebevolles, tiervernarrtes Team, dass sich24/7 um die Tiere kümmert. Tagsüber gibt es verschiedene Spielzeiten in verschiedenen Bereichen. 

Bei Summers erstem Aufenthalt dort konnten wir bildlich über die Kamera ihre Anspannung in den ersten Tagen spüren. Sie war überhaupt nicht entspannt und konstant angespannt, wenn sie in ihrem Zimmer war. Wir haben uns wirklich schon Gedanken gemacht. Und dann plötzlich am vierten Tag, hatte sie ihre Haltung geändert, sie legte entspannt, wie zu Hause, ihren Kopf wieder auf den Pfoten ab, flätzte seitlich, weit ausgestreckt auf ihrem Bett. Es war eine große Erleichterung für uns. 

Als wir sie abholten bestätigte das Team genau unsere Eindrücke. Sie hatten einige Mühe, Summer an die neue Umgebung zu gewöhnen und ihr klar zu machen, dass alle dort nur wollen, dass sie eine gute Zeit hat. Und das hatte sie. Wie im Kindergarten. Sie lernte mit anderen zu spielen, sie genoss den Pool und jetzt naht der Sommer und ihr Langzeitaufenthalt dort. 

Ich mache mir natürlich einige Gedanken darüber, was Summer wohl denken wird, wenn sie so lange von uns getrennt ist. Wird sie die Zeit einschätzen können? Aber ich kann die Situation nicht ändern und die Zeit bei meinen Eltern, ohne uns, bis zum Umzug war erheblich länger.  Ich bin ein absolut positiv denkender Mensch und führe mir immer wieder die Vorteile vor Augen. Sie wird den ganzen Tag in einer angenehm temperierten Umgebung verbringen, mit Menschen, die Tiere lieben, mit ihnen spielen und mit Spielgefährten, die mit ihr toben, rennen und schwimmen. Sicherlich abwechslungsreicher und schöner, als die immer weiter ansteigenden Temperaturen, die ihren Höhepunkt im Juli und August erreichen werden. 

Seit ihrem ersten Aufenthalt dort im März 2021 habe ich Summer immer wieder tageweise für einen Spieltag vom Pensionsteam abholen lassen. Schwanzwedelnd und vorfreudig ist sie jedes Mal mit dem Abholer zum Transporter gelaufen, ohne sich einmal umzudrehen. Nachmittags kam sie beflügelt und aufgeregt nach Hause. Mir war sehr wichtig, das Vertraute aufrecht zu erhalten, deshalb durfte sie regelmäßig zum Spielen. 

Günstig ist auch diese Angelegenheit nicht. Ich habe nach viel hin und her rechnen, ein großes Paket gebucht und vorab gezahlt, somit sparen wir sehr viel ein und eine Übernachtung kostet uns um die ca. 38 EUR. Essen müssen wir selber mitbringen. Da wir in Deutschland immer auf eine Privatperson vertrauen konnten, waren die Preise natürlich geringer, aber ich habe mir sagen lassen, dass ein ähnlicher Service in Deutschland auch ähnlich viel kosten würde. 

Ich bin gespannt, wie Summer den Sommer dort verkraften wird. Wir freuen uns auf jeden Fall riesig auf unser Wiedersehen Ende August.

Haus gefunden!

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Ich habe ja bereits davon erzählt, dass wir auf der Suche nach einem schönen, bezahlbaren Haus sind. Eigentlich war ich in meinem Kopf schon so weit, dass ich alle Hoffnung kurzfristig vor den Ferien doch noch ein Haus zu finden aufgegeben hatte. Dann plötzlich am Sonntag, den 13. Juni kam noch ein Haus auf den Markt, das wirklich vielversprechend aussah und einen ebenso ansprechend Preis hatte UND eine gute Lage. Fast zu schön, um wahr zu sein. Leider konnten wir es erst am Samstag, den 19. Juni besichtigen. Zum Glück, war auch mein Mann an diesem Samstag mal zu Hause. Warum ich das jetzt hier erwähne? Weil leider momentan vor den Ferien mein Mann die extrem Reisesaison eröffnet hat. Leider nicht zum Spaß, sondern geschäftlich mit unzähligen Terminen in und um seinen Zuständigkeitsbereich MEA – Middle East – Africa. Wir waren direkt begeistert von dem Haus, hatten zum Glück auch noch die Kinder im Auto dabei und auch die waren glücklich erfreut. Somit haben wir eine Nacht darüber geschlafen und ICH habe am Sonntagmorgen direkt zugesagt, die Bank aktiviert, damit die so schnell wie möglich einen Gutachter schickt. Leider war diese Nacht Bedenkzeit zu viel und das Haus war am Sonntag weg. Da war jemand schneller mit der Entscheidung als wir. Aber mal ehrlich, bei diesen Beträgen, die man hier in einen Hauskauf steckt, sollte die Entscheidung wirklich gut durchdacht sein. Mal wieder Frust pur. Mein Mann am Sonntag schon wieder im Flieger auf dem Weg in die Welt. Ich alleine mit meinem Frust.

ABER…. Die Maklerin hatte noch einen Joker in der Tasche. Sie hat mir ein weiteres, neues Hausangebot zukommen lassen, mit kleinem Video und dem Grundriss für die Raumaufteilung. Und ich sehe das Video und bin begeistert. Die Raumaufteilung super. Der Preis annehmbar. Und dann der Höhepunkt: Die Lage noch viel besser, als bei dem Haus, das uns gerade durch die Lappen gegangen war. Das war unser Haus! Ich wusste es. In einer ruhigen Seitenstraße gelegen. Zwei Nachbarn, aber der größte Teil des Grundstückes grenzt an einen parkähnlichen Grünstreifen mit Spazierweg und viel Wiese für die Kinder zum Spielen. Denn Wiese gibt es rund um das Haus nur im vorderen Eingangsbereich. Im hinteren, ruhigen Gartenbereich ist eine tolle überdachte Außenküche mit Pizzaofen, Grillbereich und Spülbecken. Ein kleiner Pool ist in einem gepflegten WPC Deck eingelassen. Eine überdachte Terrasse entlang des Hauses, Außendusche und noch Platz für zwei Sonnenliegen. Der Pool mit einem Sonnensegel überdacht. Traumhaft schön, für uns und unsere Bedürfnisse. Mein Mann aber nun im Flugzeug auf dem Weg nach Abidjan, Elfenbeinküste. 

Leider würde ich das Haus wieder erst zwei Tage später, am Dienstag, besichtigen können. Ich bin aber zumindest direkt am Sonntag einmal hingefahren, um mir die Lage genauer anzuschauen. Ich parke im Innenhof, um den sich unser Haus und die Häuser der Nachbarn reihen, genieße die Ruhe und fühle innerlich, dass es das richtige Haus ist. Da klingelt mein Telefon. Überraschung: Mein Mann, der einen Zwischenstopp hatte, den wiederum ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Was für eine Freude bei mir. Aufgeregt berichte ich von der neuen Situation, dass wir das Haus vom Vortag leider wieder verloren haben, ich aber jetzt hocherfreut und super aufgeregt vor UNSEREM HAUS stehe. Und sein Anruf just in diesem Moment, in dem ich vor dem Haus stehe, war für mich Zeichen genug, dass das unser Haus werden wird. Jetzt aber zwei Tage warten…. Schrecklich.

Durch eine defekte Bremsanlage am Flugzeug und entsprechender Reparaturarbeiten verspätet sich mein Mann so sehr, dass er zufällig am Dienstag, den 22. Juni 2021 passend zu meinem, nun aber zu UNSEREM Besichtigungstermin des Hauses landet. Ein weiteres Zeichen, dass das unser Haus werden muss. Und so ist dann auch. Wir sind beide begeistert. Wir müssen keine Nacht darüber schlafen und sagen sofort zu. 

Denn mal ehrlich jetzt läuft die Zeit. Es ist der 22. Juni und in genau 13 Tage fliege ich für 6 Wochen in die Sommerferien mit den Kindern. Mein Mann ist bis über unseren Abflug hinaus mit Terminen und Reisen komplett verplant und kaum zu Hause. Die Organisationsspirale setzt sich in Bewegung. Das Gutachten der Bank muss erstellt werden. Verträge abgeschlossen werden. Registrierungen bei den Behörden gemacht werden. Vollmachten erstellt werden. Und schlussendlich muss die Bank final der Kreditvergabe zustimmen und ich muss VOR ABFLUG persönlich den Kreditvertrag unterschreiben. Ich kann nur sagen, da ist es dann mit ruhigen Nächten erstmal aus. Da herrscht Kopfstress pur. All die Dokumente und Belege, die herangeschafft werden müssen, die Termine, die ausgemacht werden müssen und natürlich auch wahrgenommen werden müssen. Die unzähligen neuen Begriffe rund um das Thema Hauskauf und -finanzierung. 

POA – Power of Attorney – Vollmacht

NOC – Non-objection certificate – Unbedenklichkeitsbescheinigung

MOU – Memorandum of Understanding – kurz: eine schriftliche Vereinbarung, dass der Käufer kaufen und der Verkäufer verkaufen will.

Final offer letter – finale Angebotsabgabe

Title deed – Grundstückseigentumsurkunde

Zum Glück hat der Makler/die Maklerin und die Bank alle Fäden soweit in der Hand und sagt einem wann was wie und wo zu organisieren ist. Aber trotzdem muss man eben entsprechende Unterlagen bereitstellen, Unterschriften leisten, beim Notar erscheinen für die Vollmacht, dort vorher mit der zuständigen Person noch Übersetzungen erstellen lassen. Alles zeitaufwendig und anstrengend. Wie zum Beispiel, wenn man am Telefon die Transaktionen der letzten drei Monate auf dem Deutschen Bankkonto der zuständigen Bänkerin in Dubai übersetzen muss…

Nicht ganz ohne, wenn Frau nebenbei den Hund noch zum Impfen fahren muss, weil die Ferien nahen und er sechs Wochen in der Hundepension sein wird, Hundefutter und Leckerlis einkaufen,  Frau nebenbei noch die Kinder versorgen muss, die sechswöchige Sommerreise vorbereiten muss, die Tochter noch krank wird…

Jetzt aber das große Positive zum Abschluss. Es hat sich alles gefügt. Trotz viel Bangen, ob ich alles in 13 Tage über die Bühne bekommen werde, habe ich es geschafft und das Schicksal meinte es gut mit mir. Ich habe gestern Morgen die Vollmacht vergeben, ein großer, wichtiger Schritt, damit der Hauskauf mit all den zugehörigen Abwicklungen nicht die nächsten sechs Wochen auf Eis liegt. Erledigt. Nach dem engagierten, unbeschreiblichen Einsatz unserer zuständigen Bänkerin hat sie es geschafft, dass ich tatsächlich am Sonntag, einen Tag vor meinem Abflug, den Kreditvertrag unterschreiben kann. Erledigt. 

Und mein Mann hat nach seiner Rückkehr noch entspannt 10 Tage Zeit, all die vorbereiteten Dinge zu erledigen. Seine Vollmacht ist bereits übersetzt und bezahlt, der Kreditvertrag fertig für ihn zum Unterschreiben. 

Und dann können wir endlich, wohlverdient, die Ferien genießen, die Familie sehen und in die Arme schließen und uns nicht nur von der Belastung der letzten 13 Tage erholen. Ich brauche es. 

Schön ist eigentlich, dass unser Haus erst zum 31. Oktoberfrei wird und somit kann ich sogar nach den Ferien im September in aller Ruhe damit beginnen, den Umzug und die wenigen Umbauarbeiten zu organisieren. Denn unser Mietvertrag läuft noch bis zum 14. November und auch den können wir nun beruhigt kündigen, ohne jeglichen weiter anhaltenden Stress, dass wir vielleicht monateweise verlängern müssten. 

Es hat sich alles gefügt. Es ist unser Haus. Und wir freuen uns riesig darauf.