Baustellen-Geschichten…

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… habe ich lange keine erzählt, obwohl es viel zu berichten gäbe. Aber heute will ich mal wieder eine mit euch teilen.

Es geht um den Anstrich unseres Hauses in der Farbe Hellgrau mit weißen Rahmen rund um die Fenster und Türen.

Momentan ist unser Haus Cremefarben gestrichen mit gelben Umrandungen rund um die Fenster und Türen. Nicht meine liebste Farbe und da wir durch einige Umbauarbeiten nun definitiv das Haus auch von außen streichen lassen müssen, darf es gerne eine neue Farbe sein.

Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und mir gefällt die weitverbreitete Kombi von einem Hellgrau mit weiß abgesetzten Fenstern und Türen. Ganz dezent, nichts Auffälliges, nichts Außergewöhnliches. Aber trotzdem muss ich bei der Verwaltungsgesellschaft unserer Wohnanlage, diesen Neuanstrich genehmigen lassen.

Also auf in den Farbladen, denn ich benötige den RAL Code.

Zusätzlich zu dem Antragsschreiben muss ich noch Passkopien, Visakopien, lokale Ausweisdokumente und den lokalen „Grundbucheintrag“ einreichen.

Und innerhalb kürzester Zeit bekomme ich eine Absage. Die Farbekombination ist nicht genehmigt, im Anhang eine Farbpalette zulässiger Farben, alles in leichten Pastelltönen…

Warum gibt es so viele graue Häuser um mich herum?

Heute bin ich umhergefahren und habe wahllos Fotos von all den grauen Häusern in direkter Umgebung gemacht und habe erneut nett angefragt, wie es sein kann, dass es so viele graue Häuser gibt?

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal für eine Antwort bekommen werde. Drückt mir die Daumen.

Ich werde berichten!

Wisconsin: leben und entdecken.

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Da wir das große Glück hatten, ab dem Jahr 2005 für 2,5 Jahre in den USA zu leben, im wunderschönen Milwaukee, im Bundesstaat Wisconsin, möchte ich euch auch unbedingt die USA näherbringen. Unsere Erlebnisse und Roadtrips mit euch teilen und Geschmack machen auf ein beeindruckendes Land und dessen Menschen, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind.

Es war unser erster längerer Auslandsaufenthalt und der Start von vielen weiteren. Ich hatte gerade im August 2004 meinen 30. Geburtstag gefeiert, zusammen mit der Einweihungsfeier unseres frisch renovierten Siedlerhäuschens in Regensburg, als die Überraschung kam: Ein Angebot einer Entsendung meines Mannes von seiner Firma in die USA.

Es war klar, wir machen das. Mieter für das Haus wurden gesucht und dann wurde der große, erste Container gepackt. Was für eine Aufregung! Einen Tag vor Weihnachten im Jahr 2004 ging dieser auf Reisen und wir mit dem Start des neuen Jahres 2005.

Hier also nun in meinem ThemenMonat Juni 2022 viel Spannendes und Schönes aus dem Bundesstaat „Wisconsin“ – den viele von Euch, wie auch vor unserem Umzug, nicht auf dem Radar haben, der aber wirklich viel zu bieten hat. Lasst euch überraschen und kommt mit auf die kleine Wisconsin Reise.

EntdeckerGlück Wisconsin:

Milwaukee

Wisconsin

Milwaukee erkunden

Wisconsin

Milwaukee Brewers

Wisconsin

Wochenend- Ausflug

Wisconsin

Cedarburg

Wisconsin

Door County

Fish Boil, Indian Summer, radeln & Leuchttürme

Wisconsin

Snoopy Island

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Sandy Beach Hotel & Resort, Fujairah.

Und zum Abschluss unseres Roadtrips: zwei Tage Strand. Wir haben uns sofort in die Anlage verliebt und kommen garantiert wieder. So entspannt, einfach absolut nach unserem Geschmack.

Die Zimmer sind eher einfacher, aber wirklich sauber, also absolut o.k. für uns.

Den kompletten ersten Nachmittag verbringen wir kartenspielend in der Strandbar. Herrlich. Der Blick immer auf die im Meer vorgelagerte Insel Snoopy Island. Die Kinder schaukeln am Strand, toben im Wasser und buddeln im Sand. Entspannung stellt sich ein. Nicht, dass uns der Roadtrip bis jetzt gestresst hätte. Aber jetzt hier sitzen, aufs Meer starren, die Sonne genießen und die tolle Atmosphäre… das ist der krönende Abschluss nach all den wunderschönen Erlebnissen und Entdeckungen der letzten Tage.

Auch am nächsten Tag machen wir nichts anderes, als auf Snoopy Island zu starren. O.k., ich mache nichts anderes. Oder doch, ich lese sogar mein Buch fertig. Ich plantsche mit den Kindern ein wenig im Meer, aber trotzdem der Blick immer auf die kleine Insel. Mein Mann und die Kinder haben sich Schnorchelsachen ausgeliehen und erkunden die Unterwasserwelt rund um Snoopy Island, wie so viele andere Urlauber auch. Bei Ebbe können wir fast bis zur Insel rüber laufen.

Es kommen Wellen auf, in denen die Kinder toben, um sich anschließend auf den Liegen mit ihrem eReader zu erholen. Wir verbringen wieder einige Zeit in der herrlichen Strandbar und gönnen uns im Pool an der Poolbar zusammen mit den Kindern noch einen Mocktail. Das finden die Kinder toll: im Pool trinken.

Den letzten Abend lassen wir mit Traumblick auf der schönen, offensichtlich neuen, Terrasse des Restaurants ausklingen. Morgen geht es nach Hause. Mit sicher viel Sand in den Taschen und noch mehr unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck.  

Und Sandy Beach – Snoopy Island: Wir kommen wieder.

Mein Maß ist voll.

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Baustellen Pause.

Wenn frau seit Mai 2016 (vor sechs Jahren also) zwei internationale Umzüge (Südafrika – Deutschland / Deutschland – Dubai) hinter sich hat; zwei Mal ein Haus gekauft (auch wieder eins verkauft) und jeweils umgebaut hat; man sowohl innerhalb Deutschlands einmal noch umgezogen ist und nun auch in Dubai noch einmal mal umgezogen ist – dann darf man die Nase voll haben. Fünf Umzüge in sechs Jahren, geht, reicht aber jetzt erstmal.

Seit 1. November laufen hier im jetzigen Haus immer mal wieder die Baustellen an. Von vielen habe ich ja ausführlich und oft „genervt“ berichtet. Die momentane, die DackNeudeckung, ist jetzt erstmal das Ende… Gefühlt wird es sicher noch mindestens eine weitere Woche dauern, ich hoffe nicht länger. Aber ich habe jetzt echt die Notbremse reinhauen müssen. Es sind damit noch lange nicht alle angefangenen Baustellen abgeschlossen und auch nicht alle noch ausstehenden Baustellen ad acta gelegt, aber zumindest erstmal auf Eis gelegt. Ich brauche Pause. Und die nehme ich mir jetzt – bis mindestens einen Monat nach den Sommerferien. Ich will einfach mal „normal“ leben. Nicht mich täglich mit Themen beschäftigen, die zwar unser Haus betreffen und somit eigentlich auch meine 100%ige Aufmerksamkeit verdient hätten, die mich aber zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur nerven und ständig auf die Palme bringen. Die mich gar nicht mehr „ich selber“ sein lassen. Nur noch gereizt und genervt. Das bin ich nicht. Bin doch eigentlich der Sonnenschein, aber wenn ich mich momentan über irgendwelche HausUmbauThemen unterhalten muss, brodelt da was in mir, Lava von ganz tief unten… und die Lava kann echt böse werden und ausbrechen. Aber ich will nicht ausbrechen, ich will mal wieder runterkommen vom BaustellenBlues. Möchte wieder ich werden, regenerieren. Da hilft auch mein reingequetschtes Fitness Programm und meine 10 Minuten Meditation täglich nichts mehr, denn auch das passiert momentan nur alles in Eile, weil ja dann wieder eine Horde Dacharbeiter aufläuft und ihre Arbeit machen und ich natürlich nur anwesend sein muss. Aber sie sind da, ständig.

Ich habe nebenbei natürlich Zeit, hier zu schreiben oder all die über die letzten Wochen liegengebliebenen Emails usw zu erledigen. Und ich werde wieder Spaß daran haben, mich den Baustellen zu widmen, nur eben jetzt nicht. Jetzt ist genug.

Hab keine wahre Vorstellung, was ich dann mache. Vielleicht mache ich dann mal einen Termin für den lange überfälligen Zahnarztbesuch aus… Ich will nur einfach einmal wieder das Gefühl haben, selber entscheiden zu können.

Ich habe die Tage zu einer Freundin gesagt, in meinem absoluten Frust, dass ich diesen Job kündigen würde, wenn es einer wäre: „Baustellen-Organisatorin“. Und so ist es. Wie gesagt, eventuell bin ich in zwei Wochen schon wieder drüber hinweg, aber momentan stecke ich fest, im BaustellenBlues. Und davon muss ich mich erstmal freischwimmen. Pause.

Und ich weiß sowieso, dass es irgendwann weitergehen muss und wird. Dann, wenn ich wieder bereit bin, bin ich auch gerne wieder dabei und motiviert. Nur jetzt halt nicht…

Zum Feierabend mache ich mir jetzt ein Bier auf. Keine Maß, ein kleines Glas…

Kleine Radtour…

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… Dubai Creek und Beach.

Dieses Mal entlang des Dubai Creek. Zumindest teilweise, denn die Radstrecke ist nicht soweit ausgebaut, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Wir fahren mit dem Taxi zu den Ubora Towers in Business Bay. Hier leihen wir unsere drei Careem Räder und suchen uns einen Weg hinunter zum Creek. Den Weg, den wir finden, führt uns durch einen kleinen Grünstreifen mit Palmen. Ziemlich holprig, kann ich sagen. Am Creek angekommen werden wir sofort mit einem Burj Khalifa Blick überrascht. Ich muss gleich ein Foto machen. WOW. Wir wollen heute aber Richtung Meer fahren. Plan ist, dort dann noch einen Drink in einer der Strandbuden zu nehmen. Wir radeln los, nach links… Erstmal nur in der Sonne, aber der Fahrtwind kühlt. Leider ist schnell klar, dass der Akku des E-Bikes meines Sohnes leer ist oder nicht funktioniert und der Sattel auch nicht will, wie wir wollen. Damit er nicht demotiviert ist, tauschen wir die Räder. Lieber strample ich ein bisschen mehr, bevor er die Lust verliert. Es läuft. Wir passieren die Gegend in der die Musikshow La Perle aufgeführt wird, immer weiter Richtung Meer. Wir passieren eine toll geschwungene Fußgängerüberquerung. Kurz nach einer großen Baustelle, vielleicht auch Bauruinen Ansammlung am Ufer, die zum Glück Schatten wirft, hört der Radweg auf. Was nun? Zurück zur Überquerung – der Tolerance Bridge. Die Auffahrt startet mit Stufen… Aber der Aufzug bringt uns klimatisiert auf Brückenhöhe. Und zu unserem Glück, gibt es am Ende der Brücke eine weitere Careem Radstation, so dass wir das defekte Rad austauschen können. Das ist wirklich super unkompliziert bei Careem und kostet nichts extra. Jetzt läufts. Bis wir auf ein Schild stoßen: Räder verboten… Es ist nichts los auf dem Weg und wir entschließen uns, einfach weiterzufahren. Bis auch dieser Weg irgendwann wieder endet. Wirklich endet. Nur zu Fuß käme man noch über Sand und Dreck weiter endgültig zum Meer.

Aber auch hier, wieder eine Brücke. Aufzug, erster Stock, über die Brücke rüber und schon sind wir unerwartet schnell an der Strandpromenade. Was für eine Überraschung. Den Abschied kennen wir schon und haben uns schon bei der letzten Tour in ihn verliebt. Herrlich – mit Meerblick und frischem Meereslüftchen auf dem Radweg entlang des Meeres. Und das an einem schulfreien Montag. Ich liebe es. An einer Strandbude in Türkis und Rosa gönnen wir uns einen Lemon & Mint Drink mit unbezahlbarem Ausblick.

Wir radeln insgesamt knapp 14 km, hatten wundervolle 1,5 Stunden EntdeckerGlück in Dubai und zahlen dafür gerade einmal insgesamt 60 AED für die Räder.

Wann geht´s wieder los? Ich bin dabei…

An der Station, an der wir eigentlich die Tour beenden wollten, sind leider alle Radstationen belegt. Also geht es noch ein Stückchen weiter, gar nicht so schlimm. An der nächsten Station, kurz vorm Burj al Arab, am Jumeirah Beach 2, werden wir dann fündig und können die Räder wieder eindocken.

Kinder und ich rundum glücklich.

Buhais Geology Park

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Sharjah.

Das ist mal ein Ort, anfangs nur ein Fleck auf Google maps. Keine Ahnung, was uns erwarten würde. Die Homepage hat auch nicht wirklich viel preisgegeben. Aber es liegt auf dem Weg, also schauen wir natürlich vorbei. Die Anfahrt für uns ein bisschen mit Wenden, Wenden, Wenden verbunden… aber wir sind angekommen. Der Park lag leider nicht in unserer Fahrtrichtung und die Straße war baulich in der Mitte getrennt, also mussten wir einmal wenden und weil wir dann erneut die Einfahrt verpasst haben, mussten wir mehrmals wenden…

Die Parkplätze sind überdacht, wir werden super nett empfangen und nachdem wir den Eintrittspreis gezahlt haben, möchte uns sofort ein Mitarbeiter mit einem Golfcart zum „Hauptgebäude“ fahren. Wir lehnen dankend ab, denn die Kinder haben einen Spielplatz entdeckt, der zuerst erkundet werden muss, bevor wir die wenigen Meter zum Gebäude laufen. Auf dem Weg stehen verschiedenen Hinweisschilder, die uns einen Vorgeschmack geben, auf das, was uns erwarten wird. Der Park wurde erst am 20. Januar 2020 eröffnet.

Wie kleine gelandete Ufos liegen runde, erdfarbene Gebäude im hellen, sandfarbenen Geröllland aus mehr Stein als Sand. Die Anlage ist wunderschön in die Landschaft eingefügt. Wir lernen viel über die Erdmassen und Erdteile, die Verschiebung der Erdplatten und somit irgendwann auch über die Entstehung der Berge und Erhebungen, die sich um uns herum erstrecken. Große Panoramafenster geben in jedem Gebäudeteil den Blick auf die weite Öde frei. Fast so, wie riesen große Panorama-Gemälde. Für die Kinder gibt es immer wieder interaktive Präsentationen; montierte Ferngläser, mit denen wir die Beschaffenheit des Geländes vor uns genau untersuchen können; Mikroskope und spielerische Lernstationen. Wirklich toll gemacht. Außer uns ist nur noch ein weiteres Paar zu Besuch.

Von einer netten Mitarbeiterin werden wir vier in ein Kino geführt. Hier wird noch einmal visuell, sehr anschaulich, die Entstehung der Erde und der Berge Sharjahs gezeigt. Der absolute Höhepunkt ist dann, wenn die ebenfalls halbrunde Leinwand zur Seite fährt und dahinter erneut ein großes Panoramafenster freigibt. WOW. Wir sind die einzigen im Kino und genießen noch eine ganze Weile die Aussicht bevor wir uns weiter auf EntdeckungsTour machen. Es gibt noch Fossilien zu entdecken und vieles mehr…

Und draußen gibt es noch mehr zu sehen. Auf einem etwa ein Kilometer langem Rundweg, der gut ausgebaut ist, kommen wir nun ganz nah an all die Stellen heran, die uns im Inneren so gut erklärt wurden. Immer wieder gibt es überdachte Stellen mit Sitzgelegenheiten, um kurz Schutz vor der Sonne zu finden. Viele Tafeln erklären die Dinge entlang des Weges, die es nicht zu verpassen gilt.

Sehr kurzweilig und wirklich zu empfehlen.

Das Kaffee, welches wir dringend gebraucht hätten, nach Quad fahren und Ghost Town am Morgen ist leider noch geschlossen…

Zum Parkplatz lassen wir uns dann tatsächlich mit dem Golfcart zurückfahren. Denn wir werden am Ende des Rundweges schon freudig erwartet. Die Kinder sind natürlich begeistert. Wir auch 😉

Elektro-Schock

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Rund ums Haus…

Wir kommen ja gerade aus den Osterferien und hatten unter anderem Besuch von lieben Freunden mit Teenager Jungs, Zwillinge, im advanced Teenager Alter – 15 Jahre. In Kombi mit unseren Zwillingen im Teenager Anfangsstadium – 12 Jahre, fand eine sehr harmonische gemeinsame Bespaßung am Nachmittag statt. Pool-Crazyness – mal mit Ball mal ohne, auf jeden Fall mit viel Wasserplantschen und spritzen rund um den Pool. Wir Eltern alle sehr positiv überrascht. So überrascht, dass die Stimmung an einem Nachmittag richtig elektrisierte… Meine Tochter ruft ganz aufgeregt: „Mama, Mama, an dieser einen Stelle vibrieren meine Füße!“ Wie bitte? Ich begebe mit also an besagte Stelle und stelle mich barfuß auf die WPC Platte und auch meine Füße vibrieren und die leicht elektrischen Stöße ziehen hoch bis zum Knie. SOFORT alle Kinder aus dem Pool, runter von den nassen Flächen und Schuhe an. Bei genauem Hinschauen steigt zwischen den WPC Platten sogar leichter Rauch auf. Ich bin schockiert, Herzrasen. Wir reisen zwei, drei Platten mit dem Schraubenzieher raus und was finden wir? Zwei gelb ummantelte, dünne Kabel laufen unter den Platten lang, eingequetscht unter den Querlatten und leicht in Kontakt mit den Metallverklickungen der WPC Platten. Und ein Kabel: schwarz durchgeschmorrt. Unglaublich. Pool erstmal geschlossen. Mein Mann legt abends diesen Stromkreis lahm und gibt somit den Pool erstmal wieder frei. Allerdings haben wir jetzt wieder Baustelle im Garten.  Denn jetzt muss eindeutig die komplette WPC Umrundung um den Pool herum raus und erneuert werden und ganz wichtig: auf weitere ähnliche „Stromleitungen“ überprüft werden.

Da wir auch noch nicht die Terrasse haben Fliesen lassen, nachdem die neuen Fenster und Türen reinkamen, wird das nun noch gleich mitgemacht. Nicht, dass ich nicht schon längst die Nase voll hätte von Baustellen, aber gut, dies alles soll angeblich bis zum Wochenende wieder fertig sein. Und dass, trotz Ramadan und Fasten er Arbeiter. Ich bewundere diese Ausdauer.

Und bin dankbar, dass das sofort diese Woche erledigt werden konnte.

Mein Tipp: Stromkabel, Steckdosen oder ähnliches … nicht immer alles für sicher erklären. Oft fehlt die Erdung, das dritte, wichtige Käbelchen…

Ghost Village & Heritage Village al Jazirah al Hamra

Rund um die UAE

Ras al Khaimah

Großes Erstaunen bei uns allen, als die „Sehenswürdigkeit“, die angeblich nicht auf Touristen ausgerichtet ist, sondern mehr auf eigene Faust erkundet werden soll (laut Internet), plötzlich über ein Kassenhäuschen und eine geschlossene Tür verfügt. Leider war uns nicht bewusst, dass diese Geisterstadt Teil des Ras al Khaimah Fine Art Festivals 2021 war und somit nur am Wochenende „geöffnet“ sein sollte. Dumm gelaufen. Aber mal ehrlich, es gibt immer Mittel und Wege. Wir sind wieder ins Auto gestiegen, einmal um die Ecke gefahren, außer Sichtweite des Wachmannes und sind einfach einen Block weiter durch die verlassene Stadt geschlendert, denn der Bereich ist wirklich groß und es gibt in jeder Ecke etwas zu entdecken. Es ist angeblich die letzte traditionelle Stadt, die noch erhalten ist, mal mehr, mal weniger. Früher stark besiedelt von Seefahrern und Perlentauchern und -händlern, bis Mitte der 20. Jahrhunderts die Moderne lockte und die Bewohner langsam das Dorf verließen. 

Auch die Kinder fanden es super spannend, in den verlassenen Häusern und Gassen herumzuschauen.

iSimangaliso – Teil 3

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St. Lucia

Es geht weiter. Neuer Tag, neues Ziel. Ziel ist das eigentliche Hauptgebiet des iSimangaloso Wetland Parks. Im Ort St. Lucia haben wir uns in ein Guesthouse eingemietet. Den Ort erreichen wir über eine große Brücke, die einen Fluß überquert. Wir erspähen hier schon bei der Anfahrt große Nilpferdgruppen.

Nach einem ausgedehnten köstlichen Mittagessen im touristisch gut erschlossenen Ort, begeben wir uns auf eine Bootsfahrt. Graue Wolken hängen über uns, es ist nicht kalt, aber es könnte auch jederzeit anfangen zu regnen. Wir haben Glück, in jeglicher Hinsicht. Kein Regen und sehr, sehr viele Nilpferd Begegnungen. Große und Kleinere, im Wasser und am Ufer, mit weit aufgesperrten Mäulern und immer wieder auch die verschiedensten Vögel, u.a. imposante Seeadler, auf die uns der Guide aufmerksam macht. Es ist ein wunderschönes Erlebnis, den Nilpferden doch so nah zu sein, in ihrem Element, dem Wasser.

In unserer Reet-gedeckten Hütte kochen wir uns Spaghetti mit Tomatensoße, bereiten einen frischen Salat und genießen eine wohlschmeckende Flasche Südafrikanischen Rotwein. Der Tag könnte nicht schöner enden.

Den nächsten Tag geht es durch Naturschutzgebiete, den iSimangaliso Wetland Park, weiter Richtung Süden. Ziel ist die Ingwenya Lodge in St. Lucia. Wir begegnen Nyalas und Nashörnern, und treffen immer wieder auf Wasser. Wilde Ufer mit Stegen, Schwimmen Verboten Schildern und Warnung vor Krokodilen. Der Himmel ist immer noch stark bewölkt, aber es bleibt weitgehend trocken. Irgendwie passt das Wetter zum feuchten Wetland Park. Zu unserer rechten Seite durchziehen immer wieder Seen die Landschaft und zur linken erstreckt sich der indische Ozean. Am Mission Rock klettern wir auf den Felsen umher und am Cape Vidal haben wir die Füße im Sand. Die Brandung tobt laut und der Wind schüttelt uns ganz schön durch. Kalt ist es nicht wirklich, aber doch irgendwie ungemütlich.

Der iSimangaliso ist ein Wort aus der Sprache der Zulu und bedeutet so etwas wie ein Wunder, wunderlich. Wir sind nicht mehr verwundert, wir sind verzaubert von der wilden, weiten Natur.

Den Tag beschließen wir in einem der vielen Restaurants in St. Lucia und gehen früh ins Bett.

Wir könnten noch viele weitere Tage in dieser Umgebung verbringen, aber der Alltag ruft und wir müssen zurück. Am nächsten Tag treten wir früh den langen Rückweg nach Johannesburg an. Etwa 600 km liegen vor uns und eventuell wieder die ein oder andere Baustelle…

Erinnerungen aus unserer Südafrika Zeit.

Eindrücke der Rückreise:

iSimangaliso…

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was für ein wundersamer, schöner Name. / Teil 1

Der ehemals als Greater St. Lucia Wetland bezeichnete Park hat heute einen neuen wohlklingenden Namen “iSimangaliso Wetland Park”. Egal welcher Name, dieses exotische Gebiet am Indischen Ozean in Südafrika hat ganz besondere Naturschauspiele zu bieten.

Von Johannesburg fahren wir mit einem Zwischenstopp in Piet Retief Richtung Küste. Piet Retief ist ein größeres Dorf oder eine extrem kleine Stadt, die nicht viel zu bieten hat, die aber durch ihre ideale Lage direkt an der Autobahn N2 auf dem Weg zur Küste überzeugt. Schon nach kürzester Zeit am nächsten Morgen sind wir froh, diese Zwischenübernachtung eingelegt zu haben. Wie sich herausstellen soll, wird sich dieser zweite Teil bis an die Küste nach Kosi Bay lange hinziehen. Es erwartet uns der wohl längste Baustellenabschnitt, den man je an einer Straße gesehen hat. Schleichend bewegen wir uns von Ampel zu Ampel oder von Winker zu Winker oder von Stoppschild zu Stoppschild und passieren urige kleine Dörfer an Berghängen gelegen. Unsere vielen Stoppphasen geben uns Gelegenheit, in aller Ruhe das Dorfleben zu beobachten. Ziegenherden ziehen an unserem Auto vorbei und recken neugierig die Köpfe Richtung Fenster. Wir beobachten Frauen, die mühsam die Wäsche in Schüsseln vor ihren Hütten waschen, ein kleines Mädchen steht daneben und macht Kunststücke mit ihrem Hula-Hoop-Reifen. In unmittelbarer Nähe, pflückt eine ältere Dame Salatköpfe und lädt sie in eine Schubkarre. Durch diese alltäglichen Handlungen, werden unsere Stopps zu einer kurzweiligen Reise durch das alltägliche Landleben.

Nach Stunden erreichen wir unseren Abzweig der N2. Am Jozini Staudamm verlassen wir die Hauptstraße. Durch die Berge, mit herrlichem Ausblick auf den Damm, gelangen wir weiter Richtung Südwesten. Die geteerte Fahrbahn wandelt sich in eine breite festgefahrene Sandpiste, mit wechselnden Farben. Mal gleiten wir auf roten Pisten, mal auf hellbraunen oder auf grauen dahin, Richtung Mosambik. Wir bleiben aber in Südafrika und unser heutiges Ziel ist Kosi Bay, an der Küste des Indisches Ozeanes wirklich der nördlichste Punkt Südafrikas, den man besuchen kann. Der letzte Streckenabschnitt besteht jetzt nur noch aus einer einspurigen Sandpiste, flaches Gras und niedriges Gebüsch säumen den Weg. Einfache Wegweiser zeigen uns an Abzweigungen hier im Nirgendwo doch immer wieder die richtige Sandpiste an. Dann stehen wir vor dem Tor der Kosi Bay Lodge. Angekommen.

Kosi Bay

An der Rezeption steht eine kleine Trommel, mit dem Hinweis, dass man bitte trommeln soll, um auf sich aufmerksam zu machen. Da will doch jeder mal ran. Wir trommeln noch, nachdem wir schon längst eingecheckt sind.

Wunderschöne reetgedeckte Häuser in sandiger, grün bewachsener Umgebung warten auf uns. Aber viel Zeit zum Verweilen ist nicht. Wir wollen an einer Bootstour teilnehmen.

Bei dem Namen Kosi Bay, würde man natürlich annehmen, dass es sich um einen Ort oder eine Unterkunft am Meer, an einer Bucht handelt. Aber der Name täuscht. Die Kosi Bay Lodge liegt an einem See, genauer gesagt am Nhlange See, der dritte und größte See einer Verkettung von vier Seen. Der nördlichste See, der vierte See bildet dann die Öffnung zum Ozean. Die Kette dieser vier Seen ist mit natürlichen Kanälen verbunden. Der vierte See, der, der am weitesten vom Ozean entfernt liegt, der Amanzamnyama See, ist ein Süßwassersee.

Wir begeben uns heute auf eine Bootstour, die auf dem Nhlangwe See beginnt. Das heißt, unsere Bootstour startet erst einmal mit einem Spaziergang. Unsere Lodge ist von einem Zaun umgeben, der die Nilpferde davon abhalten soll, nachts im Camp umherzuspazieren. Durch eine Tür gelangen wir auf die Nilpferd Seite des Zaunes. Der Weg führt uns durch einen dicht bewachsenen, saftig grünen Wald. Wir hören Kindergeschrei und schon bald haben wir das Ufer erreicht. Die Kinder und Jugendlichen tummeln sich im Wasser, machen Überschläge und springen wild in das kühlende Nass. Unser Bootsführer hat auf seinen Schultern das Benzin getragen und befüllt nun das Boot. Dann heißt es einsteigen, mit umgeschlagenen Hosenbeinen waten wir durch das Wasser zum Boot. Alle an Bord – mit nassen Hosen geht es los. Der Fahrtwind tut gut und erfrischt. Nur wenige Meter und wir sehen unser erstes Nilpferd im Wasser, gar nicht so weit entfernt von den tobenden Kindern. Gemütlich dümpelt es vor sich hin, bewegt sich kaum, nur die Augen sehen wir in unsere Richtung gehen. Der See klitzert in der bereits tief stehenden Sonne. Durch einen natürlichen Kanal gesäumt von hohem Schilf zu beiden Seiden und einer artenreichen Vogelwelt gelangen wir in den nächsten See, den zweiten See mit dem Namen Mpunwini. „Dieser hat einen höheren Salzwassergehalt“, wie uns der Kapitän erklärt. „Hier betreiben die Einheimischen vom Stamme der Tonga ihren über viele Generationen weitergegeben nachhaltigen Fischfang“. Im seichten Wasser entlang des Ufers, haben sie mit Holzstöcken kleine Krale gebaut, die Stöcke weit genug von einander entfernt gesteckt, um kleine Fische wieder freizugeben. Eine weite Kette dieser Krale zieht sich entlang des Ufers. Vögel lauern auf den Holzpfosten, um hier auch einen einfachen Fang zu machen.

Mit Blick auf die untergehende Sonne gleiten wir über das Wasser zurück zum dritten See. Dort entdecken wir noch einmal Nilpferde, dieses Mal eine größere Gruppe, die wir lange beobachten.

Den Abend lassen wir auf der erhobenen Terasse der Bar mit Blick auf den See in der Ferne ausklingen. Der Vollmond bietet noch ein letztes Schauspiel für den Tag, bevor wir in unsere Betten fallen.

Anreise über Piet Retief: